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	<title>David Sieber | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Freie Fahrt für Trolle?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 09:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
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		<category><![CDATA[suedostschweiz.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das wird die notorischen Nörgler und Besserwisser in den Kommentarspalten freuen: Der Presserat hält es für einen unzulässigen Eingriff in die Informationsfreiheit, wenn Medien Störenfriede aus dem Kommentarbereich verbannen. Anmerkungen zu einem realitätsfernen Entscheid. Lange hatte er dem Treiben zugeschaut, doch irgendwann im letzten September hatte David Sieber genug. Der Chefredaktor der Südostschweiz fühlte sich <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/03/freie-fahrt-fuer-trolle/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/05/logo_presserat.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Das wird die notorischen Nörgler und Besserwisser in den Kommentarspalten freuen: Der Presserat hält es für einen unzulässigen Eingriff in die Informationsfreiheit, wenn Medien Störenfriede aus dem Kommentarbereich verbannen. Anmerkungen zu einem realitätsfernen Entscheid.<br />
<span id="more-30472"></span><br />
Lange hatte er dem Treiben zugeschaut, doch irgendwann im letzten September hatte David Sieber genug. Der Chefredaktor der Südostschweiz fühlte sich von einem regelmässigen Schreiber von Online-Kommentaren dermassen genervt, dass er dessen Nutzerkonto für das Forum auf <a href="http://www.suedostschweiz.ch/forum" target="_blank" rel="noopener">suedostschweiz.ch</a> sperren liess. Eine Disziplinarmassnahme, die der mitteilungsbedürftige Mann nicht auf sich sitzenliess und sich beim Presserat beschwerte. Mit Erfolg, wie gestern bekannt wurde.</p>
<p>Das Ethikgremium der Schweizer Medien <a href="http://presserat.ch/_11_2012.htm" target="_blank" rel="noopener">rügt Sieber für den Ausschluss</a>. Damit werde das Recht des geblockten Kommentators auf freie Meinungsäusserung «in einer grundsätzlichen und systematischen Art eingeschränkt» und Sieber verstosse «gegen die Grundsätze der freien Meinungsbildung, der Meinungspluralität und der Fairness». Das ist dicke Post, auch wenn sie rechtlich keine Wirkung entfaltet. Denn letztlich propagiert der Presserat mit seinem Entscheid freie Fahrt für Trolle.</p>
<p>Der Ausschluss eines Kommentators sollte immer die letzte Massnahme bleiben. Wann der Moment gekommen ist, den Riegel zu schieben, entscheidet letztlich der zuständige Redaktor, im vorliegenden Fall David Sieber. Der Chefredaktor der Südostschweiz hat nach seinem subjektiven Empfinden gehandelt, aber auch in Ausübung des Hausrechts, was ihm als «Gastgeber» auf suedostschweiz.ch zusteht.</p>
<p>Objektive Kriterien, wann die rote Linie überschritten ist, lassen sich nur schwerlich definieren. Gesetzeswidrigkeiten mögen noch einigermassen einfach also solche erkennbar sein. Bei der Definition von Anstand, Respekt und Rücksicht gehen die Ansichten schnell auseinander. Was der eine als direkte und ehrliche Kommunikation versteht, empfindet die andere bereits als verletzend und provokativ.</p>
<p>Zwar sei der geblockte Kommentator nie unflätig aufgefallen, schreibt David Sieber auf Anfrage der MEDIENWOCHE, aber er habe es geschafft, jede Aussage eines Anderen gegen diesen zu drehen. Ausserdem habe er alles wörtlich genommen und null Gespür für Sprachbilder gehabt. Das habe er ihm auch mehrmals mitgeteilt und ihn angehalten, seinen Ton und Stil zu ändern. Das anerkennt im Grundsatz auch der Presserat. Doch hätte dieses Verhalten nicht zu einer Sperrung führen dürfen. Die angemessene Reaktion wäre es gewesen, die Beiträge nicht zu veröffentlichen. Dass dies de facto auch auf eine Sperre hinauslaufen kann, nur mit anderen technischen Mitteln umgesetzt, übersieht der Presserat.</p>
<p>Zu seinem zweifelhaften Schluss, wonach eine Kommentarsperre die freie Meinungsäusserung einschränke, kommt der Presserat deshalb, weil er die Online-Foren von Presseerzeugnissen mit den Leserbriefseiten gleichsetzt. Nur ist das nicht dasselbe. Während früher der Leserbrief eine der wenigen Möglichkeiten war, wo sich Bürgerinnen und Bürger in öffentliche Diskussionen einbringen konnten, ist das heute auf unzähligen Plattformen möglich – und bekanntlich nicht nur auf solchen von Zeitungen und Zeitschriften. Ein Sperre auf einer Plattform bedeutet deshalb mitnichten eine Einschränkung der Meinungsäusserungsfreiheit; und wenn der Troll gleich selbst dafür sorgt, dass man ihm das Gastrecht entzieht, erst recht nicht.</p>
<p>Der Entscheid, so realitätsfern er auch sein mag, hat aber auch seine gute Seite. Als Folge davon will David Sieber die Verhaltensregeln für Kommentare auf suedostschweiz.ch klarer formulieren und die Zugangsschranken erhöhen. Ausserdem will sich Sieber nie mehr auf eine Diskussion mit einem Troll einlassen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/03/freie-fahrt-fuer-trolle/">Freie Fahrt für Trolle?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Chef, links, bloggt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/06/chef-links-bloggt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 06:45:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Masüger]]></category>
		<category><![CDATA[Newsroom]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[David Sieber]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
		<category><![CDATA[Südostschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Aebischer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der «Südostschweiz» gibt es seit Februar nur noch eine Redaktion für Print und Online. Der bloggende Chefredaktor David Sieber will sie ins konvergente Zeitalter führen. Wie geht man im Reich des Bündner Monopolisten Lebrument mit der Herausforderung Web um? Was denkt man von der Konkurrenz in Zürich? Ein klärendes Gespräch im Haus der «Südostschweiz» <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/06/chef-links-bloggt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/06/chef-links-bloggt/">Chef, links, bloggt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der «Südostschweiz» gibt es seit Februar nur noch eine Redaktion für Print und Online. Der bloggende Chefredaktor David Sieber will sie ins konvergente Zeitalter führen. Wie geht man im Reich des Bündner Monopolisten Lebrument mit der Herausforderung Web um? Was denkt man von der Konkurrenz in Zürich? Ein klärendes Gespräch im Haus der «Südostschweiz» in Chur.<br />
<span id="more-28887"></span><br />
Etwas seltsam sieht es schon aus, das Gebäude der «Südostschweiz». Eingeklemmt in einem Industriequartier zwischen Vertretungen asiatischer Automarken, glänzt es schwarzgrau vor einer Bergkulisse. Der Chefredaktor sitzt zwar in einem eigenen Raum, aber viel mehr als ein Pult, ein Sitzungstisch und ein paar Erinnerungen sind da nicht zu sehen. Nicht mal eine schöne Aussicht hat das Büro. Aber wer braucht schon sowas, gute Texte können überall entstehen. Ein Umzug in ein neues Gebäude steht sowieso bald an.</p>
<p>David Sieber gehörte als Bundeshaus-Korrespondent zum Gründungsteam des «Sonntag», zuvor war er während sechs Jahren als Inlandchef für die «Berner Zeitung» tätig. Eingestiegen in den Journalismus ist er bei der damaligen «Bündner Zeitung» 1989. Zuvor war er Bauer und arbeitete auf dem Bau.</p>
<p><strong>Du bist meines Wissens der einzige bloggende Zeitungschefredaktor der Schweiz. Wie bist Du darauf gekommen, zu bloggen?</strong><br />
Redaktionen werden von aussen oft als eine Art Blackbox wahrgenommen. Viele Aussenstehende glauben, wir machen das, was ihnen nicht passt, absichtlich. Mein Ziel ist es, mit <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs/interna">meinem Blog</a> Öffentlichkeit und Transparenz schaffen. Ich will dem Vorurteil entgegenwirken, wir hätten eine verdeckte Agenda, das haben wir nämlich nicht.<br />
Die Aufmerksamkeit ist allerdings begrenzt, das ist mir auch klar. Die Leserzahlen des gesamten «Südostschweiz»-Medienverbunds tendieren gegen 250.000 Personen. Mein Blog lesen im Schnitt rund 1000 Menschen. Ich halte die klassische Kommunikation, also an Veranstaltungen gehen, Vorträge halten und Einladungen aussprechen, nach wie vor für wirkungsvoller.</p>
<p><strong>Die Klickzahlen zeigen: Das Interna-Blog ist ja eines Eurer bestgelesenen <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs">Blogs</a> …</strong><br />
Wir machen die Klickzahlen öffentlich. Wenn man das schon messen kann, kann man es auch gleich öffentlich machen.</p>
<p><strong>Funktionieren die Blogs? Wie nehmen die Leser das Angebot auf?</strong><br />
Wir haben ein grosses Blogangebot, und ja, ein Teil der Leser nimmt es auf. Einige Blogs drucken wir auch ab: Die Beiträge von Mundartrapper <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs/gimmas-world">Gimma</a> zum Beispiel oder die romanischsprachige Kolumne <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs/convivenza">«Convivenza»</a>.</p>
<p><strong>Hast Du Gimma zum Bloggen gebracht? Wie kommt der an?</strong><br />
Es war ein Kollege, der die Idee hatte und den Kontakt hestellte. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gimma">Gimma</a> hat eine Carte Blanche und kann schreiben, was er will. Ich finde, der macht das gut. Aber er polarisiert natürlich durchaus.</p>
<p><strong>Das <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs/wahlzeit">Blog von Matthias Aebischer (SP)</a> ist ja auch etwas PR für seine Nationalratskandidatur. Habt ihr auch Blogs von Politikern anderer Parteien im Angebot?</strong><br />
Die Idee war, ein Zugpferd für unseren <a href="http://www.suedostschweiz.ch/dossier/nationalrats-und-st%C3%A4nderats-wahlen">Wahlchannel</a> zu finden. Ich wollte jemanden, den man in unserem Verbreitungsgebiet nicht wählen kann, der einigermassen prominent ist und der das erste Mal antritt (und so von seinem ersten Wahlkampf erzählen kann). Seine Parteizugehörigkeit hat damit nichts zu tun, das ist ein rein marketingtechnischer Entscheid. Wir haben einfach niemand anders gefunden, der diese Kritierien so erfüllt. Wir machen das übrigens zusammen mit der «Aargauer Zeitung», mit der wir die Bundeshausredaktion gemeinsam haben.</p>
<p><strong>«Politisch war und bin ich links der Mitte zu verorten», war kürzlich in Deinem Blogeintrag <a href="http://www.suedostschweiz.ch/community/blogs/der-journalist-und-seine-gesinnung">«Der Journalist und seine Gesinnung»</a> zu lesen. Kann man als Journalist die eigene politische Haltung überhaupt trennen von der Arbeit?</strong><br />
Der Begriff Objektivität muss definiert werden, Objektivität alleine ist noch kein Gütezeichen. Natürlich muss man sich in unserer Arbeit um Objektivität bemühen, doch wir sind Menschen und deshalb per se subjektiv. Als Blattmacher interessiert mich, ob eine Story gut ist und ob sie Substanz hat. Wem sie nützt oder schadet, ist mir egal. Es gibt keine Themen, die nicht ins Blatt kommen, weil sie mir politisch nicht passen. Wäre das so, hätte ich den falschen Job, dann könnte ich keine Forumszeitung machen. Wir haben ja mit dem «Bündner Tagblatt» eine Inhouse-Konkurrenz &#8211; und ich finde, der Wettbewerb funktioniert da.</p>
<p><strong>Bis vor Kurzem hatte die «Südostschweiz» eine furchtbare Website, inzwischen eine recht ansehnliche. Was hat Euch zum Relaunch bewogen?</strong><br />
Die Aufschaltung der neuen Website hat sich leider lange verzögert. Eines der Probleme war, dass die Website schon zu einem guten Teil gebaut war – aber ohne die Redaktion einzubeziehen. Ich habe den Auftrag, unsere Redaktion ins konvergente Zeitalter zu führen. So entstand das Konzept der gemeinsamen Print/Online-Redaktion, die es seit Mitte Februar gibt. Erarbeitet wurde dieses Modell übrigens nicht Top-Down, sondern von einer internen Arbeitsgruppe mit Hilfe eines Beraters der <a href="http://www.wan-ifra.org/">WAN-IFRA</a>. Derzeit haben wir drei Redaktionssysteme: Quark für Print und zwei für Online. In einem nächsten Schritt möchte ich diese drei Programme auf eines reduzieren.</p>
<p><strong>Können sich Eure Leser beteiligen?</strong><br />
Mit der neuen Website haben wir auch die Stelle eines Community Managers geschaffen, derzeit besetzt von Mario Engi. Der sitzt am Newsdesk, kümmert sich um die Leserbriefe und -kommentare und hat die Aufgabe, die Leute von der Zeitung auf das Online-Portal zu bringen und umgekehrt.<br />
Wir bitten unsere Leser zum Beispiel, Osterrezepte oder persönliche Liebesgeschichten einzusenden und küren dann in Abstimmungen die Besten. An Leserreporter bezahlen wir 50 Franken pro Abdruck bzw. pro brauchbarer Story. Im Bildbereich erhalten wir so zwei bis drei Bilder pro Woche. Vor kurzem brannte ein Waldstück, da erhielten wir drei Bilder innerhalb einer halben Stunde.</p>
<p><strong>Werden auch andere Quellen verlinkt auf suedostschweiz.ch?</strong><br />
Eigentlich ist das ein Gebot der Fairness.</p>
<p><strong>Wie ist die Beziehung zum Verleger? Meines Wissens ist Hanspeter Lebrument ja dem Web gegenüber eher kritisch eingestellt …</strong><br />
Das stimmt nicht, er ist sehr offen gegenüber online. Er hat nur etwas gegen die Ausweitung der SRG im Web.</p>
<p><strong>Wie siehst Du die Online-Aktivitäten der Konkurrenz aus Zürich?</strong><br />
Das ist eine andere Liga, die haben natürlich viel mehr Potential. Ich schaue oft auf <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/">tagesanzeiger.ch</a> und <a href="http://www.blick.ch/">blick.ch</a>. Mich erstaunt, wie viele Inhalte der «Tages-Anzeiger» verschenkt, das würden wir nicht machen. Bei uns sind frei verfügbare Informationen kostenlos. Bei eigenen Recherchen verweisen wir auf das E-Paper oder die Zeitung, reissen die Geschichten auf dem Portal bloss an. Man kann einzelne Artikel kaufen, eigentlich haben wir bereits eine Paywall. Derzeit planen wir neue Online-Aboangebote und fragen uns: Rechnet sich das, Inhalte nur online hinter der Paywall zu machen?</p>
<p><strong>Wie viele Stunden pro Tag bist Du im Web? Wie viel Zeit wendest Du für Dein Blog auf?</strong><br />
Für Facebook, Online und Lesermails wende ich etwa 5 bis 10 Prozent der Arbeitszeit auf. Das sind dann schnell mal 5 bis 6 Stunden pro Woche.</p>
<p><strong>Nimmst Du andere Blogs im Land wahr? </strong><br />
Mein Lieblingsblog ist das Fussballblog <a href="http://newsnetz-blog.ch/zumrundenleder/">«Zum runden Leder»</a>. Als Basler lese ich regelmässig <a href="http://infam.antville.org/">«infamy»</a>. <a href="http://medienspiegel.ch/">«Medienspiegel»</a>, <a href="http://www.persoenlich.com/">«Persönlich»</a> und «Medienwoche» gehören sowieso zum Pflichtprogramm. Das Design der «Medienwoche» gefällt mir übrigens nicht so sehr – das Wichtigste gehört meiner Meinung nach zuoberst hin. Ganz wie im klassischen Journalismus.</p>
<p><small>Das Gespräch mit David Sieber wurde am 6. Juni 2011 in Chur geführt.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/06/chef-links-bloggt/">Chef, links, bloggt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Medientanz nach SVP-Pfeife</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/07/medientanz-nach-svp-pfeife/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 17:18:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonntagszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die Höhe der Rundfunkgebühren wird seit jeher leidenschaftlich, aber meist ohne viel Sachverstand, gestritten. Auch die Androhung eines Zahlungsboykotts ist nichts Neues. 1995 war es der Stadtzürcher Gewerkschaftsbund, der eine solche Massnahme erwogen hatte, weil das Sendegefäss «…zum 1. Mai» gestrichen wurde. Heute droht die SVP, nachdem das Schweizer Fernsehen ihr Feindbild Roger Schawinski <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/07/medientanz-nach-svp-pfeife/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Höhe der Rundfunkgebühren wird seit jeher leidenschaftlich, aber meist ohne viel Sachverstand, gestritten. Auch die Androhung eines Zahlungsboykotts ist nichts Neues. 1995 war es der Stadtzürcher Gewerkschaftsbund, der eine solche Massnahme erwogen hatte, weil das Sendegefäss «…zum 1. Mai» gestrichen wurde. <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/nachrichten/artikel-detailseiten/?newsid=165862" target="_blank">Heute droht die SVP</a>, nachdem das Schweizer Fernsehen ihr Feindbild Roger Schawinski als Talkmaster angestellt hat.<br />
<span id="more-28713"></span><br />
Fällt das Wort Boykott, sind die Schlagzeilen garantiert. So auch im aktuellen Fall. Den Anfang machte die Sonntagszeitung: «SVP-Spitze plant Boykott der Fernsehgebühren», titelte die SoZ gestern auf dem Kioskaushang. Geplant wird noch viel. Besonders Parteien planen gerne und noch lieber kündigen sie ihre Pläne öffentlich an; am liebsten «exklusiv» in einem der Sonntagsblätter. Was die Parteien dann umsetzen, steht freilich auf einem anderen Blatt. So überraschte es dann auch nicht, dass die Sonntagszeitung nicht viel mehr zu dieser Story zu bieten hatte, ausser einer völlig unverbindlichen Aussage von Toni Brunner: «Wir haben das Thema Gebührenboykott für die nächste Sitzung der Parteileitung traktandiert.» Ende der News, aber nicht Ende des Artikels, geschweige denn Ende der Berichterstattung in weiteren Medien zum Thema SVP und SRG. Eigentlich gehört heisse Luft, egal von welcher Partei her sie weht, ignoriert. Doch aus Furcht, die Konkurrenz könnte aufspringen, machen die Medien das Spiel der Parteien mit.</p>
<p>Auch wenn sich mit Werner de Schepper in der Aargauer Zeitung und <a href="http://www.suedostschweiz.ch/node/1135560" target="_blank">David Sieber in der Südostschweiz</a> heute zwei leitende Redaktoren gegen das SVP-Ansinnen prominent ins Zeug legen und der SRG den Rücken stärken, handeln sie ganz im Sinn der SVP: Die Partei hat das Thema mit einer vagen Aussage lanciert und dafür gesorgt, dass die Höhe der gesetzlich verankerten und bundesrätlich festgesetzten Rundfunkgebühren als Gegenstand einer ernsthaften Kontroverse auf der Agenda erscheint. Damit stellt sich die SVP an die Spitze einer diffusen und schwer greifbaren Protestbewegung, die bisher vor allem mit vollmundigen Ankündigungen aufgefallen ist und weniger mit konkreten Aktionen. Aus der <a href="http://www.byebyebillag.ch/de/home/" target="_blank">Initiative zur Gebührensenkung</a> ist bis heute nichts geworden. Und auch die SVP wird in dieser Angelegenheit kaum Nägel mit Köpfen machen. Vielmehr wird sie das Thema, das grosses Empörungspotenzial birgt, bis zu den Wahlen im Herbst mit halbgaren «Indiskretionen» am Köcheln halten und treibt so die Medien vor sich her.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/07/medientanz-nach-svp-pfeife/">Medientanz nach SVP-Pfeife</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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