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	<title>Digitalradio | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Dec 2022 12:48:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Radio mit besonderem Anstrich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/06/radio-mit-besonderem-anstrich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 12:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 300 Sender bietet DAB+ in Deutschland, darunter «Brillux Radio». Finanziert wird das Angebot vom gleichnamigen Farbenhersteller, entsprechend verschwimmt im Programm manche Grenze zwischen Journalismus und Marketing. Das Beispiel zeigt: Es braucht neue Regeln.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 300 Sender bietet DAB+ in Deutschland, darunter «Brillux Radio». Finanziert wird das Angebot vom gleichnamigen Farbenhersteller, entsprechend verschwimmt im Programm manche Grenze zwischen Journalismus und Marketing. Das Beispiel zeigt: Es braucht neue Regeln.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/06/radio-mit-besonderem-anstrich/">Radio mit besonderem Anstrich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>UKW für den Notfall: Digitalradio bleibt analog</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/26/ukw-fuer-den-notfall-digitalradio-bleibt-analog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 09:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[UKW]]></category>
		<category><![CDATA[IBBK]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bis in zwei Jahren hat UKW für die Übertragung von Radioprogrammen in der Schweiz ausgedient – nicht aber für die Alarmierung der Bevölkerung bei Katastrophen. Das wird nicht ganz einfach zu vermitteln sein. Frage an Radio Eriwan: Hat UKW eine Zukunft? Antwort: Im Prinzip ja, aber nur wenn man mit dem Schlimmsten rechnet. Eigentlich lautet <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/ukw-fuer-den-notfall-digitalradio-bleibt-analog/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis in zwei Jahren hat UKW für die Übertragung von Radioprogrammen in der Schweiz ausgedient – nicht aber für die Alarmierung der Bevölkerung bei Katastrophen. Das wird nicht ganz einfach zu vermitteln sein.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-86301" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-UKW-fuer-den-Notfall-20210226a-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Frage an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Eriwan" target="_blank" rel="noopener">Radio Eriwan</a>: Hat UKW eine Zukunft? Antwort: Im Prinzip ja, aber nur wenn man mit dem Schlimmsten rechnet.</em></p>
<p>Eigentlich lautet die Botschaft unmissverständlich: Die Radiozukunft ist digital. Bis Anfang 2023 wird in der Schweiz die Verbreitung von Radioprogrammen via UKW <a href="https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/elektronische-medien/technologie/digitale-verbreitung/die-ukw-sender-werden-2022-2023-abgeschaltet.html" target="_blank" rel="noopener">komplett eingestellt</a> und auf DAB+ Digitalradio <a href="https://dabplus.ch/" target="_blank" rel="noopener">umgestellt</a>. Auf diesen Abschaltplan hat sich die Radiobranche geeinigt. Das zuständige Bundesamt für Kommunikation Bakom betrachtet ihn als «verbindliche Verpflichtung».</p>
<p>Damit diese Umstellung gelingt, gibt der Bund seit Jahren viel Geld aus für Informationskampagnen. Mit Plakaten und Inseraten, online und in Radio und Fernsehen bemüht sich der Bund, das Radiopublikum «zum Umstieg auf den digitalen Empfang zu bewegen». Das gelingt ganz gut. <a href="https://dabplus.ch/news/meist-genutzter-radio-empfangsweg-ist-dab/" target="_blank" rel="noopener">UKW ist ein Auslaufmodell</a>. So hören aktuell nur noch 12 Prozent der Schweizer Bevölkerung Radio ausschliesslich über UKW.<br />
</p>
<p>Doch nun kommt eine knifflige Komponente in die Kommunikation: UKW ist zwar ein Auslaufmodell für den Empfang von Radioprogrammen, aber für die Information der Bevölkerung bei Katastrophen bleibt die vermeintlich veraltete Technologie weiterhin im Einsatz. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS bereite Kommunikationsmassnahmen vor, um die Bevölkerung zu instruieren, teilt BABS-Sprecher Andreas Bucher auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit.</p>
<blockquote><p>Die Botschaft wird nicht ganz einfach zu vermitteln sein, dass man weiterhin ein funktionstüchtiges UKW-Radiogerät bereithalten soll für den Fall der Fälle.</p></blockquote>
<p>Auch nach der Umstellung des Radiobetriebs auf DAB+ Digitalradio wird der Bund ein UKW-Notsendernetz unterhalten, das hochgefahren würde, wenn alle anderen Kommunikationskanäle versagen. Zum Einsatz käme es etwa bei einem grossflächigen und länger andauernden Stromausfall oder wenn die Bevölkerung die Schutzräume aufsuchen muss. Mit UKW kann ein Notprogramm auch durch dicken Beton hindurch empfangen werden, was mit DAB+ nicht möglich wäre.</p>
<p>Dass UKW ein zweites Leben erhält, war nicht immer klar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20174202" target="_blank" rel="noopener">prüfte auch</a> die Umstellung auf DAB+ oder auf Internet-Streaming. Ebenso stand eine ersatzlose Abschaltung des Notfallradios zur Diskussion. Doch am Ende blieb man beim Bewährten. «Die aktuelle UKW-Lösung erfüllt weiterhin die Anforderungen», schreibt BABS-Sprecher Bucher auf Anfrage.</p>
<blockquote><p>So überlegen die Lösung mit UKW auf der Senderseite sein mag, so suboptimal erweist sie sich auf der Empfängerseite.</p></blockquote>
<p>«In der Notfallvorsorge ist es grundsätzlich problematisch, auf ein System zu setzen, das nur im Katastrophenfall zum Einsatz kommt», stand vor zwei Jahren in einem <a href="https://www.vbs.admin.ch/de/aktuell/meldungen/wissenswertes.detail.news.html/vbs-internet/wissenswertes/2018/181113.html" target="_blank" rel="noopener">Fachartikel des BABS</a> zur Frage «Wie weiter mit dem Notfallradio?».</p>
<p>Ganz so problematisch präsentiert sich die Situation allerdings nicht. Denn heute verfügt praktisch jedes Radiogerät für den Empfang von DAB+ Digitalradio auch die Möglichkeit, auf UKW umzuschalten. Im Katastrophenfall müsste also nur ein Hebel am Radiogerät umgelegt werden.</p>
<p>Wie lange UKW als Notfallradio weitergeführt wird, ist heute nicht klar. Vorerst bis 2027. Allerdings wird sich auch darüber hinaus an der Ausgangslage nichts grundlegend ändern. Nur mit UKW-Radio <a href="https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/50628.pdf" target="_blank" rel="noopener">hat der Bund</a> einen «von Dritten entflochtenen Informationskanal, der in allen Lagen einsatzbereit ist und es den Behörden erlaubt, sich direkt an die Bevölkerung zu wenden». Und genau das ist in einer Krisen- oder Katastrophensituation unabdingbar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/ukw-fuer-den-notfall-digitalradio-bleibt-analog/">UKW für den Notfall: Digitalradio bleibt analog</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Radio-Soforthilfe: Flickwerk und Ungereimtheiten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/06/10/radio-soforthilfe-flickwerk-und-ungereimtheiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2020 09:41:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Corona-Soforthilfe für die Schweizer Radiobranche profitieren nur UKW-Sender. Reine Digitalradios gehen leer aus. Das passt schlecht zur viel gepriesenen Programmvielfalt dank der Digitalisierung des Äthers. Mit der Ungleichbehandlung hat sich inzwischen die Wettbewerbskommission befasst. Eigentlich hätte es gar nie so weit kommen sollen. Am 1. April 2020 entschied sich der Bundesrat gegen Corona-Nothilfe <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/10/radio-soforthilfe-flickwerk-und-ungereimtheiten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von der Corona-Soforthilfe für die Schweizer Radiobranche profitieren nur UKW-Sender. Reine Digitalradios gehen leer aus. Das passt schlecht zur viel gepriesenen Programmvielfalt dank der Digitalisierung des Äthers. Mit der Ungleichbehandlung hat sich inzwischen die Wettbewerbskommission befasst.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-79287" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-Radio-Soforthilfe-Corona_20200609-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Eigentlich hätte es gar nie so weit kommen sollen. Am 1. April 2020 entschied sich der Bundesrat <a href="https://www.woz.ch/-a7dc" target="_blank" rel="noopener">gegen Corona-Nothilfe</a> für Medien. Eine Mehrheit der Regierung hielt die Sonderbehandlung der Medienunternehmen nicht für angemessen. Wie alle anderen sollten auch sie die bereits zuvor beschlossenen Instrumente zur Stützung der Wirtschaft nutzen.</p>
<p>Doch Kurzarbeit und Bürgschaften sind gerade für kleinere, ertragsschwache Unternehmen keine wirkliche Hilfe, sondern vielmehr eine Belastung. Darum drängten Branchenorganisation weiter auf eine Sonderlösung für die Medien.<br />
<br />
Mehr Gehör als beim Bundesrat fanden die Verbände im Parlament. Für die privaten Radio- und Fernsehveranstalter schien sich eine Lösung geradezu aufzudrängen. Im Topf mit der sogenannten Schwankungsreserve aus der Medienabgabe befände sich derzeit so viel Geld, dass es zu verantworten sei, einen Teil davon als Soforthilfe auszuschütten, finden die Radio- und TV-Verbände. Die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga warnte vergeblich vor einer zweckfremden Mittelentnahme.</p>
<p>Anfang Mai erteilten die <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=48910" target="_blank" rel="noopener">eidgenössischen</a> <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=48889" target="_blank" rel="noopener">Räte</a> dem Bundesrat einen Auftrag. Zwei identische Motionen aus den zuständigen Kommissionen von <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203155" target="_blank" rel="noopener">Nationalrat</a> und <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203146" target="_blank" rel="noopener">Ständerat</a> verlangten eine sofortige Ausschüttung von <a href="https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/61375.pdf" target="_blank" rel="noopener">30 Millionen Franken</a> als Nothilfe für die privaten Radio- und Fernsehstationen. Damit waren die wichtigsten Fragen aber noch nicht beantwortet: Wer kriegt das Geld und wieviel?</p>
<blockquote><p>Die Begründung des Bakom steht im Kontrast zur realen Informationsleistung der Radios.</p></blockquote>
<p>Da das Parlament den Kreis der zu begünstigenden Radios nicht definierte, hatte das Bundesamt für Kommunikation Bakom grossen Spielraum bei der Ausarbeitung der Notverordnung. Man habe die Soforthilfe auf Sender konzentriert, die «für die Information und Begleitung der Bevölkerung – gerade in Krisenzeiten wie der gegenwärtigen Corona-Pandemie – wichtig sind.» Für das Bakom trifft dies vorrangig auf die kommerziellen Lokalsender zu, von A wie Radio Argovia bis Z wie Radio Zürisee.</p>
<p>Die Begründung steht allerdings im Kontrast zur realen Informationsleistung. 2018 hielt dazu eine <a href="https://www.publicom.ch/2019/08/29/programmanalyse-privatradios-2018/" target="_blank" rel="noopener">Publicom-Studie</a> fest: «Obwohl fast alle konzessionierten Privatradios denselben Leistungsauftrag erfüllten müssten, schwanken die entsprechenden Programmleistungen sehr stark.»</p>
<p>Am unteren Ende einer solchen Skala würde sich «20 Minuten Radio» bewegen. Die Informationsleistung des konzessionierten Senders besteht massgeblich darin, zwei Mal pro Stunde eine Schlagzeile vorzulesen mit der Aufforderung, die ganze Story auf der «20 Minuten»-App zu lesen. Auch für solchen Service public gibt es als «Übergangsmassnahme» 487&#8217;000 Franken, wie für alle anderen Sender. 145&#8217;000 Franken können die neun komplementären und nicht gewinnorientierten Radioveranstalter wie «Rabe» in Bern oder «Lora» in Zürich beim Bund beantragen. Geld erhalten sollen ebenfalls 14 regionale TV-Sender, von «Canal Alpha» bis «Tele Züri», für sie sind je 901&#8217;327 Franken vorgesehen.</p>
<blockquote><p>CH Media kann bis zu 6 Millionen Franken kassieren. Das ist ein Fünftel der gesamten Soforthilfe.</p></blockquote>
<p>Nach diesem Schlüssel kann CH Media den höchsten Betrag abholen. Das Joint Venture von Peter Wanner und der NZZ kriegt für seine fünf UKW-Sender 2,4 Millionen. Zusammen mit den Notsubventionen für die vier TV-Sender kann CH Media fast sechs Millionen Franken kassieren. Das ist ein Fünftel der Soforthilfe. Zumindest irritierend daran: Die Radiosender von CH Media kommen in den Genuss der Hilfsgelder, obwohl sie ihre Konzessionen zurückgegeben haben und sich zu keiner Informationsleistung mehr verpflichten.</p>
<p>Auch Ringier profitiert mehrfach vom bundesrätlichen Corona-Geldsegen. Der <a href="https://energy.ch/" target="_blank" rel="noopener">Radio-Energy-Senderverbund</a> erhielt gleich drei Mal den vollen Betrag zugesprochen, je einmal für Bern, Basel und Zürich. Macht zusammen 1,4 Millionen Franken. Die drei Programme unterscheiden sich über weite Strecken nicht voneinander. Auch der Grossteil der News wird einmal produziert und dreimal ausgestrahlt. Trotzdem gibt es nun das Dreifache an Subventionen, als wären das drei völlig voneinander unabhängige Radios.</p>
<blockquote><p>Die Sender, die über DAB+ senden, stehen für eine neue Radiovielfalt und erzielen teils respektable Reichweiten.</p></blockquote>
<p>Insgesamt teilen sich 37 Unternehmen mit 56 Radio- und TV-Sendern die 30 Millionen Franken Soforthilfe. Aussen vor bleiben rund 60 Radiounternehmen, die ihr Programm nur via DAB+ ausstrahlen.</p>
<p>Das Spektrum dieser jüngeren Veranstalter reicht vom <a href="https://www.radiotell.ch/radiotell/start.asp" target="_blank" rel="noopener">Volksmusiksender «Radio Tell»</a> (früher «Buureradio»), über das <a href="https://radio.lifechannel.ch/" target="_blank" rel="noopener">evangelische Radio «Life Channel»</a> bis zum englischsprachigen <a href="https://worldradio.ch/" target="_blank" rel="noopener">Nachrichtensender «World Radio Switzerland»</a>. Solche Sender, die über DAB+ senden, stehen für eine neue Radiovielfalt und erzielen respektable Reichweiten. Viele Sender zählen eine fünfstellige Zuhörerschaft. Und das nota bene im Wettbewerb mit allen etablierten UKW-Sendern, die ihr Programm parallel auch via DAB+ ausstrahlen.</p>
<p>Solche Konkurrenz, mit teils mächtigen Medienhäusern im Rücken, erleichtert das Geschäft nicht gerade. So müssen sich die DAB+-Sender ihre kommerziellen Erträge oft mühsam zusammenklauben. Der Werbeverkauf ist Knochenarbeit. Grosse Vermarkter, wie <a href="https://goldbach.com/ch/de/publisher/radio" target="_blank" rel="noopener">Goldbach</a> oder <a href="https://covermedia.ch/radio/" target="_blank" rel="noopener">Cover Media</a>, führen nahezu exklusiv nur UKW-Sender und ihre digitalen Ableger im Portfolio.</p>
<p>Darum trifft der Corona-bedingte Einbruch der Werbung die kleinen Digitalsender genauso hart wie die grösseren Mitbewerber. Auch Sender ohne Werbung kriegen Corona wirtschaftlich zu spüren. Viele nicht-kommerzielle Sender finanzieren sich über Einnahmen aus Veranstaltungen im öffentlichen Raum, mit Festen und Konzerten. Doch damit wird in diesem Jahr nichts mehr.</p>
<p>Der wirtschaftliche Einbruch ist der gemeinsame Nenner, er trifft alle plusminus gleichermassen. Entsprechend könnte sich eine staatliche Nothilfe daran orientieren.</p>
<blockquote><p>Als übergeordnetes Ziel für die Nothilfe formulierte das Bakom die «Erhaltung der Angebotsvielfalt».</p></blockquote>
<p>Das sah anfänglich auch das Bakom so. Für eine Telefonkonferenz mit Branchenvertretern am 11. Mai 2020 legte das Amt einen Umsetzungsvorschlag auf den Tisch, der auch für DAB+-Radios eine finanzielle Unterstützung vorsah. Mit 4 bis 5,1 Millionen, einem Sechstel der 30 Millionen Soforthilfe, sollten die Verbreitungskosten der Digitalsender zu grossen Teilen subventioniert werden. Als übergeordnetes Ziel formulierte das Bakom die «Erhaltung der Angebotsvielfalt». Davon blieb am Ende nicht mehr viel übrig.</p>
<p>Bakom-Direktor Bernard Maissen nennt die nun vom Bundesrat beschlossene Lösung mit Fokus auf die UKW-Sender einen «Kompromiss». Und weiter: «Die Verbände tragen den vom Bundesrat beschlossenen Adressatenkreis im Sinne eines Kompromisses mit.» Das trifft auf drei der vier Organisationen zu, die sich an der Vernehmlassung beteiligten. Der Deutschschweizer <a href="https://www.vsp-asrp.ch/" target="_blank" rel="noopener">Privatradioverband VSP</a>, der <a href="http://www.urrr.ch/" target="_blank" rel="noopener">welsche RRR</a> und <a href="http://www.telesuisse.ch/intro/?lang=de" target="_blank" rel="noopener">Telesuisse</a> fürs Privatfernsehen stehen verständlicherweise hinter der Lösung, schliesslich profitieren ihre Sender massgeblich von den Sofortmillionen.</p>
<blockquote><p>Anders, als das Bakom behauptet, steht der Verband der Digitalradios nicht hinter dem Kompromiss.</p></blockquote>
<p>Anders klingt es verständlicherweise beim vierten Verband, dessen Mitglieder leer ausgehen: «Unikom steht nicht hinter dem Kompromiss», sagt Judith Grosse auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Die PR-Verantwortliche des Zürcher Radiosenders «Lora» nahm für den Verband an den Gesprächen mit dem Bakom teil. <a href="http://www.unikomradios.ch/" target="_blank" rel="noopener">Unikom</a> vertritt zum einen die Interessen der nun leer ausgegangenen DAB+-Radios. Zum anderen ist Unikom historisch der Verband der komplementären, nicht-kommerziellen Sender. Diese sollen zwar Geld erhalten aus der Nothilfe, aber ihre Sorge galt einem anderen Punkt.</p>
<p>Laut Judith Grosse war es Unikom ein grösseres Anliegen, die gesetzlich geforderte Quote der Eigenwirtschaftlichkeit temporär auszusetzen. Komplementärradios müssen heute 20 Prozent ihres Aufwands selber finanzieren. Maximal 80 Prozent deckt die Medienabgabe. Mit den Einbussen wegen Corona sind die 20 Prozent Eigenfinanzierung nicht zu erreichen in diesem Jahr. Das Bakom hatte diese Massnahme den Verbänden vorgeschlagen. Doch die beiden grossen Radioverbände VSP und RRR versenkten sie. Auf ihren Druck hin wurde der vorübergehende Verzicht auf eine Eigenfinanzierungslimite aus dem Hilfspaket gekippt. Inzwischen ist das Bakom auf den Entscheid zurückgekommen. Am 9. Juni 2020, neun Tage nach Inkrafttreten der Notverordnung, entschied die Behörde, «die Bestimmung zur Eigenfinanzierung für das laufende Jahr gänzlich auszusetzen».</p>
<blockquote><p>Wenige Tage nach Verabschiedung der Nothilfe erhöhte das Bakom die Technologieförderung.</p></blockquote>
<p>Auch anderweitig hat das Bakom bereits nachgebessert. Wenige Tage nach Verabschiedung des Pakets erhöhte das Amt die Technologieförderung. So erhalten die DAB+-Veranstalter neu 60 Prozent ihrer Kosten für die Programmverbreitung öffentlich finanziert, bisher waren es 50 Prozent. UKW-Sender kommen auch hier besser weg: Sie erhalten neu 65 Prozent ihrer digitalen Verbreitungskosten erstattet, also 5 Prozent mehr als die digitalen Mitbewerber.</p>
<p>Auch wenn das Bakom nun punktuell nachbessert, bleibt der zentrale Makel der Ungleichbehandlung. Unikom sieht in der bundesrätlichen Soforthilfe eine Schlechterstellung der DAB+-Sender. Darum gelangte der Verband an die Wettbewerbskommission (Weko). In einer Eingabe vom 29. Mai 2020 verweist Unikom auf das gesetzgeberische Gebot für die «Technologieneutralität der Rechtsnormen». Im vorliegenden Fall habe der Bundesrat dieses Prinzip nicht beachtet und mit UKW eine einzelne Technologie bevorzugt behandelt.</p>
<p>Die Eingabe verlangt von der Weko, dass sie dem Bundesrat nahelegt, die «marktverzerrende Umsetzung» der Motionen zu korrigieren. Die Wettbewerbshüter zeigten in ihrer Stellungnahme Verständnis für das Anliegen. Sie halten die vorgebrachte Kritik für begründet. Die Weko lehnt es aber ab, sich an die Regierung zu wenden. Die mögliche Marktverzerrung sei noch zu wenig genau belegt.</p>
<p>Stattdessen empfiehlt die Weko, den Kontakt zu Bakom und Departement zu suchen. Doch damit beisst sich die Katze in den Schwanz. Die Behörden sind schliesslich verantwortlich für die kritisierte Umsetzung der Nothilfe. Warum sie einen ausgewogenen Vorschlag gekippt und einseitige Massnahmen zugunsten der UKW-Radios beschlossen haben, bleibt bis heute nicht ganz nachvollziehbar. Hinter die offizielle Erklärung, dass es sich um einen «Kompromiss» handele, ist ein grosses Fragezeichen zu setzen.</p>
<blockquote><p>Mit der Soforthilfe sendet der Bundesrat ein schwer verständliches Signal aus.</p></blockquote>
<p>Der Verteilkampf an den Subventionstöpfen läutet die entscheidende Phase ein vor der Abschaltung von UKW und dem endgültigen Übergang zu DAB+. Jetzt werden die letzten Weichen gestellt. Mit der Soforthilfe sendet der Bundesrat ein schwer verständliches Signal aus: Auf der einen Seite fliessen Millionen von Franken an öffentlichen Geldern in die Werbung für DAB+. Seit jeher ein wichtiges Werbeversprechen: die grössere Sendervielfalt mit Digitalradio. Und in der Krise lassen die Behörden genau jene hängen, die sich um die gepriesene Vielfalt bemühen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/10/radio-soforthilfe-flickwerk-und-ungereimtheiten/">Radio-Soforthilfe: Flickwerk und Ungereimtheiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Werbung für Digitalradio: Mit schwachen Argumenten in die Radiozukunft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/05/08/werbung-fuer-digitalradio-mit-schwachen-argumenten-in-die-radiozukunft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2020 07:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[DAB]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel Geld und Aufwand steckt in den unzähligen Werbekampagnen für Digitalradio der vergangenen rund zwanzig Jahre. Der Erfolg dieser Kampagnen ist unklar und die besten Argumente sucht man vergebens. Auch die aktuellen Bemühungen reihen sich in diese Tradition ein. Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Seit zwanzig Jahren versucht eine Werbeagentur nach der <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/08/werbung-fuer-digitalradio-mit-schwachen-argumenten-in-die-radiozukunft/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/08/werbung-fuer-digitalradio-mit-schwachen-argumenten-in-die-radiozukunft/">Werbung für Digitalradio: Mit schwachen Argumenten in die Radiozukunft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viel Geld und Aufwand steckt in den unzähligen Werbekampagnen für Digitalradio der vergangenen rund zwanzig Jahre. Der Erfolg dieser Kampagnen ist unklar und die besten Argumente sucht man vergebens. Auch die aktuellen Bemühungen reihen sich in diese Tradition ein.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-78399" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/05/MW-DABWerbung-Kampagne-20200507-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Seit zwanzig Jahren versucht eine Werbeagentur nach der anderen die Bevölkerung von den Vorteilen des Digitalradios zu überzeugen. Aktuell darf <a href="http://www.scholzandfriends.ch/de/" target="_blank" rel="noopener">Scholz &amp; Friends</a> <a href="https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/uvek/medien/medienmitteilungen.msg-id-78999.html" target="_blank" rel="noopener">fünf Millionen Franken</a> aus der Radio- und Fernsehabgabe kreativ verarbeiten. Ihre Kampagne soll den finalen Push geben, damit auch wirklich alle mitkriegen, dass spätestens Ende 2024 <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/27/radio-ab-2024-nur-noch-digital/" target="_blank" rel="noopener">Schluss ist mit UKW</a>. Danach läuft das Antennenradio nur noch mit DAB+.</p>
<p>Die Zürcher Werbeagentur hat sich <a href="http://www.scholzandfriends.ch/de/portfolio/details/101/mit-dab-in-die-radio-zukunft" target="_blank" rel="noopener">etwas einfallen lassen</a>. Sie nennen es liebevoll «Dabsy» und es ist ein sprechendes Radiogerät. Das hüpft dann munter durchs Bild, wedelt mit der Antenne, verzieht den Lautsprechermund und rollt die Drehknopfaugen. Dazu sagt eine Männerstimme: «Für mehr Freude am Klang. Mehr Sender links und rechts. Und mehr Reichweite ihres Lieblingssenders. Mehr Sender, mehr Klang, mehr Radio: DAB+.» Oder auf einen Nenner gebracht: «Mit DAB+ wird alles besser», wie es an einer andere Stelle der Kampagne heisst.</p>
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<p>Diese Botschaft vernimmt man in Variationen alle paar Jahre. Und sie <a href="https://dabplus.ch/node/1013" target="_blank" rel="noopener">scheint anzukommen</a>: Die Anzahl verkaufter Digitalradio-Geräte nimmt seit 15 Jahren stetig zu, ebenso die Hördauer via DAB+. Nur: Niemand weiss, ob sich die Zahlen nicht genauso positiv entwickelt hätten ohne die aufwändigen und millionenteuren Werbekampagnen.<br />
<br />
Vielleicht hätte es auch genügt, wenn die Radiosender ihre Hörerschaft regelmässig auf den anstehenden Technologiewechsel hingewiesen hätten. Inzwischen lautet die Botschaft ja denkbar einfach: «In spätestens vier Jahren kannst du uns mit deinem UKW-Empfänger nicht mehr hören. Darum kauf dir jetzt ein DAB-Gerät.» Mantramässig wiederholt über die Jahre hätte das seine Wirkung bestimmt nicht verfehlt. Ausserdem liegt es im ureigenen Interesse der Sender, ihre Hörerinnen und Hörer auch in einer Post-UKW-Radiozukunft zu behalten. Wenn die direkt Betroffenen sagen, was Sache ist, wirkt das zudem glaubwürdiger.</p>
<blockquote><p>In der aktuellen Kampagne von Scholz&amp;Friends soll DAB+ die Radioakustik gar «in eine neue Liga» hieven.</p></blockquote>
<p>Denn die Werbekampagnen nehmen es mit der Wahrheit nicht immer so genau. Das gilt im Besonderen für die Behauptung, die Tonqualität von Digitalradio sei besser als jene von UKW. «Programmvielfalt in bester Tonqualität» hiess es in der <a href="https://youtu.be/oaHKkYWvlOs" target="_blank" rel="noopener">Kampagne von Jung von Matt/Limmat</a> vor zehn Jahren. «Digitalradio. Das bessere Radio», verkündete die <a href="https://youtu.be/-RYm66Hv074" target="_blank" rel="noopener">Werbung von Numéro10</a> im Jahr 2012 und in der aktuellen <a href="https://dabplus.ch/" target="_blank" rel="noopener">Kampagne von Scholz &amp; Friends</a> soll DAB+ die Radioakustik gar «in eine neue Liga» hieven.</p>
<p>Die Realität klingt anders: Um mit DAB+ eine Klangqualität vergleichbar mit UKW hinzukriegen, müsste die Datenübertragungsrate mindestens 128 Kilobit pro Sekunde betragen. Tatsächlich sind es aber viel weniger. Von den SRF-Programmen erreicht SRF 2 Kultur den höchsten Wert mit 96 Kilobit pro Sekunde und das Wortprogramm SRF 4 News mit 56 den schlechtesten. Die anderen Sender, ob öffentlich oder privat, liegen mit ihren Werten irgendwo dazwischen. So viel zum «besseren Radio». Natürlich liesse sich die Datenrate erhöhen, aber das ginge dann auf Kosten der Sendervielfalt. Qualität und Vielfalt zusammen gibt es nur in der Werbung.</p>
<blockquote><p>DAB+ ist also nicht das Superding, das seit Jahren angepriesen wird. Das spielt aber keine so grosse Rolle.</p></blockquote>
<p>Und auch die Empfangsqualität lässt weiterhin zu wünschen übrig. Hinter dicken Hausmauern oder metallbedampften Fenstern ist der Empfang eingeschränkt oder nicht möglich. Auch die Isolierung in Minergie-Gebäuden kann das Signal abschwächen. Das steht so in der SRG-Broschüre <a href="https://www.broadcast.ch/fileadmin/kundendaten/Dokumente/DAB/2020_Einkaufsberater_a5_de_191217_web.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Einkaufsberater Digitaradio»</a>.</p>
<p>DAB+ ist also nicht das Superding, das seit Jahren angepriesen wird. Das spielt aber keine so grosse Rolle. Auch andere Technologien haben ihre Schwächen. Es irritiert indes, dass die stärksten Argumente für Digitalradio in all den Werbekampagnen keine Rolle spielen. Erstens: Digitalradio ist frei empfangbar, erfordert also kein Abo. Zweitens: Die Verbreitungsinfrastruktur befindet sich in heimischen Händen. Und drittens werden beim Hören keine Nutzerdaten gesammelt. Das ging auch deshalb vergessen, weil die Werbung das neue Digitalradio stets mit dem alten UKW vergleicht. Dabei würde der Blick nach vorn die besseren Argumente liefern.</p>
<p>Wenn der Geräteabsatz und die Nutzung von DAB+ in der Schweiz inzwischen stattliche Dimensionen erreicht haben, dann nicht wegen, sondern trotz all der aufwändigen Kampagnen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/08/werbung-fuer-digitalradio-mit-schwachen-argumenten-in-die-radiozukunft/">Werbung für Digitalradio: Mit schwachen Argumenten in die Radiozukunft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Sag dem Radio leise Servus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/03/12/sag-dem-radio-leise-servus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 09:59:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der digitale Hörfunk kommt in Schwung, die praktischen Vorzüge sprechen sich immer mehr herum. Das Programmangebot überholt jetzt das UKW-Repertoire.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der digitale Hörfunk kommt in Schwung, die praktischen Vorzüge sprechen sich immer mehr herum. Das Programmangebot überholt jetzt das UKW-Repertoire.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/12/sag-dem-radio-leise-servus/">Sag dem Radio leise Servus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bald muss man UKW-Radios entsorgen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/18/bald-muss-man-ukw-radios-entsorgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Nov 2017 13:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spätestens Ende 2024 soll in der Schweiz der UKW-Sendebetrieb eingestellt werden. Für die Umstellung aufs Digitalradio DAB+ sind noch Investitionen nötig. Der Bund hilft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens Ende 2024 soll in der Schweiz der UKW-Sendebetrieb eingestellt werden. Für die Umstellung aufs Digitalradio DAB+ sind noch Investitionen nötig. Der Bund hilft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/18/bald-muss-man-ukw-radios-entsorgen/">Bald muss man UKW-Radios entsorgen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Digitalradio als Krisen- und Katasrophenfunk</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/14/digitalradio-als-krisen-und-katasrophenfunk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 13:18:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalradio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Schweiz wird die Ultrakurzwelle UKW in ein paar Jahren ausgedient haben. Abgelöst wird die analoge Radioübertragung durch Digitalradio mit dem Standard DAB+. Mehr als drei Millionen Geräte sind bereits in Betrieb und der UKW-Empfang macht nur noch den kleineren Teil der Radionutzung aus. Aber wozu eigentlich Digitalradio, wenn es doch das Internet gibt <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/untergang-von-ukw-radio_-man-muss-mit-der-technik-seiner-zeit-gehen-/43660606">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schweiz wird die Ultrakurzwelle UKW in ein paar Jahren ausgedient haben. Abgelöst wird die analoge Radioübertragung durch Digitalradio mit dem Standard DAB+. Mehr als drei Millionen Geräte sind bereits in Betrieb und der UKW-Empfang macht nur noch den kleineren Teil der Radionutzung aus. Aber wozu eigentlich Digitalradio, wenn es doch das Internet gibt mit dem man auch ganz gut Radio hören kann? Im Interview mit Swissinfo nennt Xavier Studer, Spezialist für neue Technologien, einen Grund, der gerne vergessen geht in der Diskussion: «Das Gerät ist nicht sehr teuer; es kann Programme kostenlos empfangen, überall und unabhängig von einer Internetverbindung; es hat eine sehr lange Batterielaufzeit. All dies sind Faktoren, die das Radio zu einer idealen Informationsquelle bei Katastrophen und Krisen machen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/14/digitalradio-als-krisen-und-katasrophenfunk/">Digitalradio als Krisen- und Katasrophenfunk</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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