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	<title>E-Buch | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>E-Book: Gross sind nur die Phantasien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 08:58:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit geraumer Zeit wird folgende Kunde um die Welt gereicht: Das E-Book löst demnächst das traditionelle Buch ab. Verleger werden arm, Buchhändler arbeitslos und Autoren reich, weil sie künftig den Grossteil der Einnahmen aus dem Verkauf selbst einstreichen. Alles Mumpitz. E-Books bleiben einstweilen ein Nischengeschäft. Dafür sorgen die Verleger, aber auch die Hersteller von E-Book-Readern. <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/11/schweiz-hartes-pflaster-fur-e-book/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/5012930273_e7f19d0f98_m.jpg" alt="" width="120" height="160" /> Seit geraumer Zeit wird folgende Kunde um die Welt gereicht: Das E-Book löst demnächst das traditionelle Buch ab. Verleger werden arm, Buchhändler arbeitslos und Autoren reich, weil sie künftig den Grossteil der Einnahmen aus dem Verkauf selbst einstreichen. Alles Mumpitz. E-Books bleiben einstweilen ein Nischengeschäft. Dafür sorgen die Verleger, aber auch die Hersteller von E-Book-Readern.<br />
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Weshalb das elektronische Buch, trotz anders lautender Ankündiungen, vorläufig nicht vom Fleck kommt, ist im Prinzip schnell erklärt: Die Verlage haben kein Interesse, ihre Träume von einer dauerhaften Buchpreisbindung sowie wertschöpfende Produktionsbereiche (Druck, Papier, Buchbinderei etc.) aufzugeben. Und die E-Reader-Produzenten stellen sich einstweilen selbst ein Bein, solange sie den Wildwuchs an Dateiformaten nicht eindämmen und solange sie sich nicht auf miteinander kompatible Standards einigen. So müssen Autoren – wie auch der Schreiber dieser Zeilen selbst – einstweilen die Hoffnung begraben, über Nacht zu Millionären zu werden, wie es <a href="http://futurezone.at/digitallife/3777-jeder-kann-in-die-bestseller-listen-kommen.php" target="_blank">angeblich Amanda Hocking oder John Locke erging</a>.</p>
<p>Das Geschäft mit E-Books und E-Book-Readern steckt nach wie vor in der Pionierphase. Es geht zu wie im Wilden Westen. Gross sind nur die Phantasien: Amazon verkündete jüngst stolz, mittlerweile <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,763586,00.html" target="_blank">mehr E-Books als Papierbücher zu verkaufen</a>. Unklarheit herrscht allerdings, ob der Run auf die Amazon-E-Books vielleicht nur ein PR-Gag war, weil der Vergleich zwischen E-Books und Hardcover-Büchern (also ohne Paperbacks) gezogen wurde. Auch Kindle meldet laufend neue Verkaufserfolge, Google bringt <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,773851,00.html" target="_blank">einen eigenen Reader auf den Markt</a>. Und das Schweizer Handelsunternehmen Digitec führt mittlerweile fast dreissig verschiedene E-Reader-Typen im Sortiment – und natürlich noch mehr Tablet-PCs, auf denen man auch gut lesen kann. Führend bei den E-Readern sind laut Nadine Widmer, Digitec-Mediensprecherin, die Produkte Sony PRS-350, Amazon Kindle 3, Barnes &amp; Noble Nook (2nd) WiFi.</p>
<p>Die Verlage hingegen agieren weit weniger dynamisch als die Reader-Hersteller oder Händler: Gerade 25.000 deutschsprachige Bücher sind als E-Books erhältlich, wobei die Krux darin liegt, dass viele dieser E-Books nur auf gewissen Readern zu lesen sind. Zum Vergleich: Das Angebot an englischsprachiger Literatur umfasst 2,4 Millionen Titel – und dies, obwohl auf Deutsch jährlich mehr Bücher publiziert werden als in jeder anderen Sprache.</p>
<p>Der Diogenes-Verlag führt kein einziges E-Book in seinem Sortiment. Diogenes, laut Eigendefinition der grösste rein belletristische Verlag Europas, hat offenbar auch keine Strategie. Anders ist nicht erklärbar, warum Diogenes-Mediensprecherin Ruth Geiger auf die zweimalig gestellten fünf Fragen der MEDIENWOCHE nur mit Schweigen reagierte.</p>
<p>Die Verlagsgruppe Random House führt aktuell laut ihrer Sprecherin Claudia Limmer immerhin mehr als 4300 Titel als E-Books, wobei die Preispolitik dieses Verlags einen anfangs staunend zurücklässt: Die Printausgabe des vom deutschen Feuilleton erst gefeierten, dann verrissenen Hegemann-Romans «Axolotl Roadkill» kostet in der Printversion 8.99 Euro. Das E-Book, bei dessen Produktion keine oder weit geringere Kosten für Papier, Druck, Distribution etc. entfallen, kriegt der Käufer nur für einen Euro günstiger. [<a href="https://medienwoche.ch/2011/08/11/schweiz-hartes-pflaster-fur-e-book/#1193">Korrigendum</a>: «Axolotl Roadkill» erschien bei Ullstein und nicht bei Random House]</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen wird hinter dieser Preispolitik eine verhalten aggressive Strategie erkennbar: Random House sieht das E-Book keineswegs als Verdränger des Papierbuchs, sondern will damit laut Claudia Limmer «neue und zusätzliche Leser und Zielgruppen ansprechen». Sprich: Nicht alle Konsumenten lesen Bücher, manche aber E-Books.</p>
<p>Auf diese Differenzierung zwischen Papierbuch-Lesern und E-Book-Lesern setzt offenbar auch die Thalia Bücher AG, der grösste Schweizer Buchhändler: Wachstumsraten von 200 Prozent verbucht der nach Eigenaussagen «führende Anbieter von E-Readers und E-Books im deutschsprachigen Raum», wenngleich die Umsätze der E-Books prozentual zu den gedruckten Büchern «noch im einstelligen Bereich bewegen», berichtet Thalia-Mediensprecherin Irina Jermann.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/11/schweiz-hartes-pflaster-fur-e-book/">E-Book: Gross sind nur die Phantasien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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