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	<title>EvB | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Journalismuspreis für Ex-Journalist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2014 13:30:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Classen]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Litteris]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie bitte? Ein hoch dotierter Journalismuspreis für einen Mediensprecher. Was auf den ersten Blick nach postmoderner Begriffsverwirrung aussieht, zeigt sich als ernstgemeinte Auszeichnung für die Recherche zum Rohstoffplatz Schweiz der NGO «Erklärung von Bern»; der Pro-Litteris-Förderpreis geht an Oliver Classen. Im Prinzip ist es ganz einfach: Mit einem Journalismuspreis werden Journalisten für herausragende publizistische Leistungen <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/08/journalismuspreis-fuer-ex-journalist/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bitte? Ein hoch dotierter Journalismuspreis für einen Mediensprecher. Was auf den ersten Blick nach postmoderner Begriffsverwirrung aussieht, zeigt sich als ernstgemeinte Auszeichnung für die Recherche zum Rohstoffplatz Schweiz der NGO «Erklärung von Bern»; der Pro-Litteris-Förderpreis geht an Oliver Classen.<br />
<span id="more-19013"></span><br />
Im Prinzip ist es ganz einfach: Mit einem Journalismuspreis werden Journalisten für herausragende publizistische Leistungen ausgezeichnet. Für andere Bereiche der öffentlichen Kommunikation gibt es auch Trophäen, aber das sind keine Journalismuspreise. Wenn ein NGO-Sprecher einen Preis erhält, kann man davon ausgehen, dass er für besonders gewiefte und gelungene PR-Leistungen gewürdigt wird. Nicht so in diesem Fall.</p>
<p>Zum dritten Mal vergibt der Kulturfonds der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft <a href="http://www.prolitteris.ch/de/stiftung-kulturfonds-der-prolitteris/prolitteris-preis/" target="_blank">Pro Litteris einen Preis</a>. 2014 kommt erstmals der Journalismus zum Zug, nachdem in den Jahren zuvor Literatur, sowie Kunst und Fotografie ausgezeichnet wurden. Die beiden Hauptpreise erhalten in diesem Jahr die Journalisten und Autoren Al Imfeld und Viktor Parma. So weit so normal.</p>
<p>Die beiden Preisträger wiederum vergeben im Namen von Pro Litteris einen Förderpreis. Und hier folgt die Überraschung: Nicht ein Journalist, sondern der <a href="https://www.dropbox.com/sh/55yxowsgndn1ukx/ireBnFA3AV/Medienmitteilung%20%26%20Jurybegründung/PL_Preis_Pressemitteilung_D.pdf">Ex-Journalist Oliver Classen erhält die Auszeichnung</a>. Seit acht Jahren arbeitet der frühere Redaktor von Handelszeitung und Werbewoche als Mediensprecher der entwicklungspolitischen NGO «Erklärung von Bern», hat also die Seiten gewechselt. Dennoch loben ihn Imfeld und Parma, die ihn gekürt haben, als «engagierten Journalisten» und verweisen zum Beleg für ihr Urteil auf die Publikation <a href="http://www.evb.ch/en/p19141.html" target="_blank">«Rohstoff: Das gefährlichste Geschäft der Schweiz»</a>, an der Classen massgeblich mitgearbeitet hat. Während andere Kollegen <a href="https://twitter.com/ottobeobachtet/statuses/427725123077279744" target="_blank">die Nase rümpfen bei der Anwesenheit Classens</a> in Journalistenkreisen, adeln nun zwei respektierte Berufsleute seine Arbeit als «eine genuin journalistische Leistung».</p>
<p>Wie ist diese überraschende Auszeichnung einzuordnen? Die Journalisten Al Imfeld und Viktor Parma teilen und stützen mit ihrer Wahl die Argumentation Classens, wonach heute Journalismus nicht mehr (und nicht ausschliesslich) dort ermöglicht wird, wo Journalismus draufsteht. Die Medienkrise habe Classen, wie andere auch, «zu einem Grat- und Grenzgänger» gemacht, schreiben Imfeld und Parma. Das heisst aber auch, dass permanent Absturzgefahr besteht und Grenzen übertreten werden können. Dessen muss sich ein Mediensprecher, der im Namen seiner NGO journalistisch arbeitet, umso stärker bewusst sein.</p>
<p>Eine Lobbyorganisation, die mit Rechercheleistung punkten will, muss den Verdacht der interessengeleiteten Parteilichkeit glaubhaft widerlegen können. Denn ein Misstritt würde einen erheblichen Reputationsschaden nach sich ziehen. Letztlich entscheidet die (Fach)Öffentlichkeit aufgrund der vorgelegten Fakten und ihrer Interpretation, ob eine Recherche glaubwürdig und verlässlich erscheint, oder ob es sich doch nur um verkappte Propaganda handelt, die sich zum Schein ein journalistisches Mäntelchen umgehängt hat. Diesen Test hat das Werk bestanden.</p>
<p>Dennoch haftet dem Preis ein Makel an. Wie man es auch dreht und wendet: Ein Mediensprecher ist kein Journalist. Er kann zwar journalistisch arbeiten, wie Figura zeigt, aber er erfüllt hauptsächlich eine Reihe weiterer Aufgaben, die einem journalistischen Berufsverständnis teils diametral entgegenlaufen. Das Dilemma einer Jury ist es nun, dass sie nicht ein Werk als Werk auszeichnen kann, sondern nur die Köpfe dahinter. Im vorliegenden Fall wäre es aber klüger gewesen, dem Autorenteam der Rohstoff-Recherche den Preis zu verleihen und nicht einer Einzelperson. Denn zur «genuinen journalistischen Leistung» für die Oliver Classen nun den Pro-Litteris-Förderpreis erhält, haben insgesamt neun Personen beigetragen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/08/journalismuspreis-fuer-ex-journalist/">Journalismuspreis für Ex-Journalist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kernkraft, Klimawandel, Kinderschnitte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/10/20/kernkraft-klimawandel-kinderschnitte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 12:26:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Classen]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Bode]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Graf]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung von Bern]]></category>
		<category><![CDATA[EvB]]></category>
		<category><![CDATA[Foodwatch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Medien fressen Nichtregierungsorganisationen aus der Hand. Unhinterfragt übernehmen sie ihre Botschaften, es geht ja schliesslich um das Gute. Das Paradoxe: Die NGOs selbst wünschten sich eine kritischere Berichterstattung. Doch fehlten den Medien das Wissen und die Ressourcen, um sich kompetent mit ihnen auseinanderzusetzen, sagen NGO-Vertreter im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Stünde Thilo Bode einem Lebensmittelkonzern <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/20/kernkraft-klimawandel-kinderschnitte/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/10/NGO_Logos.jpg" class="alignleft" width="120" height="103" />Medien fressen Nichtregierungsorganisationen aus der Hand. Unhinterfragt übernehmen sie ihre Botschaften, es geht ja schliesslich um das Gute. Das Paradoxe: Die NGOs selbst wünschten sich eine kritischere Berichterstattung. Doch fehlten den Medien das Wissen und die Ressourcen, um sich kompetent mit ihnen auseinanderzusetzen, sagen NGO-Vertreter im Gespräch mit der MEDIENWOCHE.<br />
<span id="more-28931"></span><br />
Stünde Thilo Bode einem Lebensmittelkonzern vor, würden ihn die meisten Medien wohl als dreisten Propaganda-Profi bezeichnen. Denn der deutsche Chef der Nichtregierungsorganisation (NGO) Foodwatch arbeitet mit den Methoden der Denunziation und des Prangers: Mitte Juni dieses Jahres liess er Konsumentinnen und Konsumenten abstimmen. Resultat: «Zehntausende Verbraucher haben entschieden: Die Milch-Schnitte von Ferrero ist die dreisteste Werbelüge des Jahres 2011», verkündete Bode auf der <a href="http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel_2011/index_ger.html" target="_blank">massgeschneiderten Kampagnensite</a> von Foodwatch.</p>
<p>Es ist Thilo Bodes gutes Recht, gegen Ferrero zu Felde zu ziehen, so wie es jedermann freisteht, Bode zu unterstellen, ihm ginge es mit seiner Kampagne um billige Stimmungsmache in eigener Sache. Stossend ist hingegen das Verhalten der Medien: Nur wenige, darunter NZZ und Südostschweiz, sprangen nicht auf den Foodwatch-Zug auf.</p>
<p>Alle anderen, von Tagesa-Anzeiger über Basler-Zeitung, bis Spiegel-Online, und Süddeutsche-Online publizierten unisono unter dem Titel «Werbelüge» artig Bodes Botschaft, als würden sie zur Gefolgschaft von Foodwatch gehören. Kein Journalist stellte das Zustandekommen des Kampagnenresultats in Frage oder stiess sich an Bodes Auftritt. Hätte umgekehrt Ferrero per Online-Abstimmung die Milchschnitte zum «Produkt des Jahres» küren lassen, wäre ein Aufschrei durch die mediale Welt gegangen.</p>
<p>Wenn NGOs anprangern und verkünden, – Kernkraft, Klimawandel, Kinderschnitte – zeigt ein Grossteil der Medien nachhaltige Beisshemmung. Dies ist ebenso alltäglich wie in Anbetracht des Informationsauftrags der Medien stossend und störend. Oliver Classen, Sprecher der entwicklungspolitischen NGO «Erklärung von Bern», hat eine einfache Erklärung für die Behutsamkeit vieler Medienleute: «Journalisten sympathisieren häufig mit den Zielen von NGO und verhalten sich diesen gegenüber deshalb oft unkritisch.»</p>
<p>Daniel Graf, Pressesprecher von Amnesty International Schweiz bestätigt die Beobachtung seines Kollegen: «In Anbetracht der Tatsache, dass NGOs Millionenumsätze machen, wundert es einen manchmal schon, warum von Seiten der meisten Medien fast nichts hinterfragt wird.» Wer nur schon die bekanntesten NGOs näher betrachtet, stellt schnell fest, dass sich deren Motive, Organisation und Arbeitsweise stark voneinander unterscheiden. Zu recherchieren und zu schreiben gäbe es also reichlich.</p>
<p>Doch offensichtlich fehlt es auf den Redaktionen an entsprechenden Ressourcen. «Und an Kompetenzen», ergänzt Classen. Er hat die Erfahrung gemacht, dass nur wenige Schweizer Journalistinnen und Journalisten sowohl das Hintergrundwissen als auch das professionelle Rüstzeug hätten, um NGOs auszuleuchten und differenziert über ihr Wollen und Wirken zu berichten. «Die meisten beschäftigen sich ausschliesslich mit unseren Botschaften. Die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der NGOs aber, ihre sehr unterschiedlichen Strukturen und Funktionen interessieren Journalisten kaum. Diese Aufklärungsarbeit über die Aufklärer ist manchen wohl zu anstrengend.»</p>
<p>Dabei wären die NGOs selber durchaus dankbar, wenn die Medien kritischer über sie berichten würden. Graf von Amnesty ist sich sicher, dass die durch eine hinterfragende Berichterstattung entstehende öffentliche Transparenz einer NGO nur gut täte – «falls sie keine Leichen im Keller hat».</p>
<p>Vielleicht zeugt die Zurückhaltung vieler Medien in Sachen NGO-Berichterstattung aber auch schlicht von Resignation. Die Anstrengung lohnt nicht mehr. Classen und Graf sind sich sicher, dass die Relevanz der Medien mehr und mehr abnimmt. «Es gibt heute derart viele Möglichkeiten, sich zu informieren, zum Beispiel über die Hausmedien einer NGO oder zivilgesellschaftliche Web-Plattformen wie interportal.ch, campact.de oder avaaz.org, dass Print und elektronische Mainstream-Medien längst nicht mehr die einzigen Kanäle für uns sind», beobachtet Oliver Classen.</p>
<p>Umgekehrt nimmt auch die Relevanz der Medien für die NGOs ab. «Früher waren wir froh, wenn wir für eine Menschenrechtskampagne die klassischen Medien als Multiplikatoren hatten», erinnert sich Graf von Amnesty. «Heute erreichen wir mit Social- und Online-Medien wie Newsnetz, blick.ch und 20min.ch, eine viel höhere Durchschlagskraft.»</p>
<p>Damit bleibt den klassischen Medien nur noch, was Thilo Bode von Foodwatch längst schon vormacht: Spekulationen und Knalleffekte. Motto: Bloss keinen Tiefgang wagen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/20/kernkraft-klimawandel-kinderschnitte/">Kernkraft, Klimawandel, Kinderschnitte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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