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	<title>Fredy Gsteiger | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Sep 2022 13:00:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Besser informiert dank Satire</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/24/besser-informiert-dank-satire/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 16:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[srf.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Satireprogramme am Fernsehen sind lustiger als Nachrichtensendungen – logisch. Doch nun hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Satiresendungen auch besser und nachhaltiger informieren als klassische Nachrichten- und Hintergrundsendungen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Satireprogramme am Fernsehen sind lustiger als Nachrichtensendungen – logisch. Doch nun hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Satiresendungen auch besser und nachhaltiger informieren als klassische Nachrichten- und Hintergrundsendungen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/24/besser-informiert-dank-satire/">Besser informiert dank Satire</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Arte &#8211; ehemaliges Mauerblümchen gewinnt Publikum</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/10/arte-ehemaliges-mauerbluemchen-gewinnt-publikum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2015 23:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Arte]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Echo der Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arte TV ist nicht nur Standard für Qualitätsfernsehen, Arte hat auch ein schnell wachsendes Publikum, besonders im Internet. Nun setzt der Sender zum ganz grossen Sprung an: Aus dem bisher deutsch-französischen soll ein gesamteuropäischer Sender werden. Ein Ortstermin am Arte-Hauptsitz in Strassburg.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/10/arte-ehemaliges-mauerbluemchen-gewinnt-publikum/">Arte – ehemaliges Mauerblümchen gewinnt Publikum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Arte TV ist nicht nur Standard für Qualitätsfernsehen, Arte hat auch ein schnell wachsendes Publikum, besonders im Internet. Nun setzt der Sender zum ganz grossen Sprung an: Aus dem bisher deutsch-französischen soll ein gesamteuropäischer Sender werden. Ein Ortstermin am Arte-Hauptsitz in Strassburg.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/10/arte-ehemaliges-mauerbluemchen-gewinnt-publikum/">Arte – ehemaliges Mauerblümchen gewinnt Publikum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Alles im grünen Bereich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/04/25/alles-im-gruenen-bereich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 13:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Kaufmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein politisch aktiver Bürger als SRG-Journalist: im Inland unvorstellbar, als Auslandkorrespondent kein Problem. Bruno Kaufmann, langjähriger Skandinavienmitarbeiter von Radio SRF, leitet als Mitglied der schwedischen Grünen die Wahlbehörde und den Demokratierat seiner Wohngemeinde. Die Chefredaktion sieht darin keinen Widerspruch zu den publizistischen Leitlinien. Schweizer Radio und Fernsehen hat Angst, Angst vor der Meinung seiner Mitarbeitenden. <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/25/alles-im-gruenen-bereich/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein politisch aktiver Bürger als SRG-Journalist: im Inland unvorstellbar, als Auslandkorrespondent kein Problem. Bruno Kaufmann, langjähriger Skandinavienmitarbeiter von Radio SRF, leitet als Mitglied der schwedischen Grünen die Wahlbehörde und den Demokratierat seiner Wohngemeinde. Die Chefredaktion sieht darin keinen Widerspruch zu den publizistischen Leitlinien.</strong></p>
<p>Schweizer Radio und Fernsehen hat Angst, Angst vor der Meinung seiner Mitarbeitenden. Deshalb achtet die Chefredaktion peinlichst drauf, dass sich SRF-Angestellte nicht verfänglich äussern. Im Programm sowieso nicht, aber auch sonst nicht in der Öffentlichkeit. Selbst bei geringfügigen Hinweisen auf eine persönliche politische Note müssen die Fehlbaren mit einer Rüge rechnen. So zum Beispiel jener TV-Redaktor, der mit einem simplen «Bravo!» auf Twitter einem Jugendfreund zur Kandidatur für ein politisches Amt gratulierte. Der frühere Chefredaktor und heutige MAZ-Direktor Diego Yanez taxierte dies als <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/05/kleinliche-ruege/" target="_blank" rel="noopener">unzulässige politische Äusserung</a>. Er reagierte wohl auch deshalb so sensibel, weil die Gratulation einem SP-Politiker galt und sie ein NZZ-Redaktor öffentlich thematisiert hatte. Nichts ist der SRF-Führung lästiger, als sich gegen die Vorwürfe der Linkslastigkeit zu wehren. Erst kürzlich sagte Yanez’ Nachfolger Tristan Brenn: «Die ewig gleiche Platte vom linken Fernsehen mag ich nicht mehr ­hören.»</p>
<p>Bei allem Kontrollbemühen bleibt eine Flanke offen: Die <a href="http://www.srf.ch/unternehmen/unternehmen/qualitaet/publizistische-leitlinien-srf" target="_blank" rel="noopener">Publizistischen Leitlinien</a>, aus denen die erwähnte Rüge abgeleitet wurde, gelten nicht für freie Mitarbeiter, egal wie prominent sie im Programm präsent sind. «Nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem festen Vertrag verpflichten sich darauf, ihre politische Betätigung zu begrenzen», erklärt Fredy Gsteiger, Auslandchef und stellvertretender Chefredaktor Radio SRF. Das führt dann zur eigentümlichen Situation, dass der Skandinavien-Korrespondent von Radio SRF neben seiner regelmässigen Berichterstattung aus den nordischen Ländern auch noch als aktives Mitglied der Grünen Partei Schwedens tätig ist. Bruno Kaufmann leitet in seiner Wohngemeinde Falun die lokale <a href="http://www.falun.se/www/edemokrati2.nsf/doc/4521C2FB6DAF75EDC1257A9900493A2E" target="_blank" rel="noopener">Wahlbehörde</a> und den sogenannten <a href="http://www.falun.se/www/edemokrati2.nsf/doc/demokratirad" target="_blank" rel="noopener">Demokratierat</a>, ein Gremium, das die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger fördert. Seine Rolle als Parteimitglied relativiert Kaufmann: «Das hiesige System setzt für solche Aufgaben eine Parteimitgliedschaft voraus, weshalb ich auf eine entsprechende Anfrage der Miljöpartiet [Grüne Partei Schwedens, Anm. d. Red.] beigetreten bin.»</p>
<p>Dennoch steht die Frage im Raum, ob dem Korrespondenten die (lokal)politischen Mandate in die Quere kommen. Kaufmann findet, er könne hier gut trennen: «Das fällt allerdings auch nicht sehr schwer, da ich journalistisch als Korrespondent ganz andere Fragen betreue als etwa ein Lokaljournalist bei einer hiesigen Zeitung.» Das ist allerdings nicht ganz die Wahrheit. Denn das politische Engagement kann sich sehr wohl als hinderlich erweisen für die journalistische Arbeit. Sollten die schwedischen Grünen wieder vermehrt ins Zentrum des öffentlichen Interesse auch ausserhalb des Landes rücken, was mit einem Erfolg bei den Parlamentswahlen im kommenden Herbst der Fall wäre, müsste Kaufmann in den Ausstand treten. Das würde er selbstverständlich auch tun, «solange ich ein Mandat im Namen einer Partei einnehme». Mit der Redaktion in Bern sei das alles abgesprochen. «Ich habe dazu meine Kollegen immer auf dem Laufenden gehalten», teilt Kaufmann auf Anfrage mit.</p>
<p>Fredy Gsteiger, Auslandchef und stellvertretender Chefredaktor von Radio SRF, bestätigt das. Für ihn liegt alles im grünen Bereich: «Bruno Kaufmann sehe ich noch nicht einmal als Grenzfall.» Seine politische Betätigung beziehe sich schliesslich nicht auf die Schweiz und er berichte nie über Schweizer Politik. Ausserdem könne man einem Journalisten, der als freier Mitarbeiter für SRF tätig sei, keine weitgehenden Vorschriften machen, «das wäre schlicht unfair».</p>
<p>Gemessen an den Publizistischen Leitlinien und ihrer zentralen Bedeutung für das journalistische Selbstverständnis von SRF überrascht die prominente Ausnahme doch einigermassen, zumal sie das Regelwerk in einem zentralen Punkt relativiert. Wenn es offenbar kein Problem darstellt, dass ein regelmässig im Programm präsenter Korrespondent als Bürger (partei)politisch am Gemeinwesen teilnimmt und dieses als Mandatsträger sogar aktiv mitgestaltet, dann könnte SRF dies zum Anlass nehmen, ihre im Inland restriktiv ausgelegten Richtlinien zu überdenken. Ein medialer Service public, der in der Demokratie eine Schlüsselrolle spielen will, sollte nicht von politischen Eunuchen gestaltet werden, sondern von aktiven Citoyennes und Citoyens.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/04/25/alles-im-gruenen-bereich/">Alles im grünen Bereich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wer liest den Economist?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/08/03/wer-liest-den-economist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 10:56:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Korrespondenten]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Haydn]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nicola Forster]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Radio]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Imhof]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Economist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch nie gab es ein so reichhaltiges und leicht verfügbares Angebot an internationalen Medien. Wir können uns jederzeit und überall umfassend über das Weltgeschehen informieren – und tun das auch: Ausländische Qualitätstitel, etwa der Economist, legen in der Schweiz kräftig zu. Gleichzeitig reisst die Klage über den Niedergang des Auslandjournalismus nicht ab. Ein Widerspruch? Die <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/03/wer-liest-den-economist/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/03/wer-liest-den-economist/">Wer liest den Economist?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/08/weltkugel.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" />Noch nie gab es ein so reichhaltiges und leicht verfügbares Angebot an internationalen Medien. Wir können uns jederzeit und überall umfassend über das Weltgeschehen informieren – und tun das auch: Ausländische Qualitätstitel, etwa der Economist, legen in der Schweiz kräftig zu. Gleichzeitig reisst die Klage über den Niedergang des Auslandjournalismus nicht ab. Ein Widerspruch?<br />
<span id="more-30516"></span><br />
Die Medienlandschaft wird so intensiv vermessen wie noch nie. Jeder Klick im Netz, jeder Senderwechsel mit der Fernbedienung, jedes neue Zeitungsabonnement findet Eingang in mehr oder weniger verlässliche Statistiken. Dennoch fallen immer wieder Kategorien und Nutzungsformen zwischen Stuhl und Bank. Eine solche Messlücke klafft bei der Nutzung ausländischer Medien. In den für die Branche massgeblichen Auswertungen sucht man vergeblich nach den Schweizer Zahlen von New York Times, Le Monde oder Economist. Damit bleiben die Angaben der Verlage die einzigen einigermassen verlässlichen Quellen. Von Interesse sind die Zahlen deshalb, weil sie zeigen könnten, ob internationale Medien den Rückgang der Auslandberichterstattung in Schweizer Medien zu kompensieren vermögen.</p>
<p>Eine bisher wenig bekannte Erfolgsgeschichte schreibt der Economist in der Schweiz. Die Wochenzeitschrift erreicht mit einer Auflage von 18&#8217;314 Exemplaren die höchste Marktpenetration ausserhalb ihres Heimmarkts in Grossbritannien. Im vergangenen Jahr konnte die gedruckte Auflage in der Schweiz um mehr als tausend Exemplare zulegen. Der Erfolg kommt nicht von Ungefähr. Vor zwei Jahren hat der Economist-Verlag in Genf <a href="http://www.interns.economist.com/europe/geneva" target="_blank">eine Niederlassung eröffnet</a> und betreut von dort aus die Märkte Europas, Afrikas und des Nahen Ostens. «Das Büro in Genf hat uns auch geholfen, die Position in der Schweiz zu stärken», sagt Marina Haydn, Circulation Director in der Genfer Niederlassung. «Wir bearbeiten den Markt aktiv, zum Beispiel mit einer Inseratekampagne in &#8218;Le Temps&#8216; und NZZ, sowie auf ausgewählten Online-Plattformen». Für den Erfolg in der Schweiz hat Haydn zwei Erklärungen. Zum einen zählt sie die grosse Zahl gutqualifizierter, englischsprachiger Ausländer zum Kernpublikum. Zum anderen vermutet sie, dass der Economist in der Schweiz auch deshalb so stark sei, weil es hier keine nationalen Nachrichtenmagazine oder Wochenzeitungen gibt, wie etwa in Deutschland «Der Spiegel» oder «Die Zeit».</p>
<p>Die beiden deutschen Publikationen sind es denn auch, die hinter dem Economist zu den auflagenstärksten internationalen Nachrichtenmedien in der Deutschschweiz zählen. «Der Spiegel» setzt wöchentlich 16&#8217;750 Exemplare ab und «Die Zeit» zwischen 11- und 15&#8217;000. Wie es bei der Online-Nutzung aussieht, lässt sich nicht ganz so einfach eruieren. Die New York Times teilte der MEDIENWOCHE mit, dass sie die Zugriffszahlen nicht nach Ländern aufgeschlüsselt öffentlich zur Verfügung stelle. Von anderen Verlagen erhält man zwar Nutzerzahlen, aber von jedem etwas andere, so dass sie einen Vergleich nicht zulassen.</p>
<p>Eine – wenn auch nur rudimentäre – Möglichkeit, mit einem einheitlichen Massstab zu messen, bietet «Google Insight for Websites». Damit lassen sich die Daily Unique Visitors von Websites nach der Herkunft aus einzelnen Ländern geordnet darstellen. Auch wenn die Zahlen nur beschränkt aussagekräftig sind, lässt sich damit deutlich zeigen, dass die Zugriffe aus der Schweiz auf internationale Nachrichtenseiten mehr als nur Quantité négligeable sind. Als Beispiel <a href="http://trends.google.com/websites?q=spiegel.de%2C+bbc.co.uk%2C+cnn.com%2C+lemonde.fr%2C+nzz.ch&amp;geo=CH&amp;date=all&amp;sort=0" target="_blank">ein Vergleich</a> zwischen BBC, CNN, Le Monde, Der Spiegel und der NZZ als Referenzgrösse für ein Schweizer Medium mit ausgebauter internationaler Berichterstattung (siehe nachfolgende Grafik). Auch wenn die NZZ erwartungsgemäss mit grossem Abstand an der Spitze der Nutzung liegt, erreichen die ausländischen Sites doch beträchtliche Werte. Kumuliert liegen die täglichen Zugriffszahlen dieser vier Sites gar auf dem Niveau der NZZ.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/08/google-trends-for-websites-spiegel.de-bbc.co_.uk-cnn.com-lemonde.fr-nzz.ch.jpg" alt="" width="475" height="194" /></p>
<p>Was man aus diesen Zahlen herauslesen darf, bleibt indes umstritten. Ist es zulässig, sie in Relation zur Auslandberichterstattung von Schweizer Medien stellen? Oder bleibt ein schweizerischer Blick auf die Weltpolitik unerlässlich um das globale Geschehen in den innenpolitischen Kontext einordnen zu können? Um diese Fragen ging es auch auf einer <a href="http://www.drs4news.ch/www/de/drs4/sendungen/drs4aktuell/5728.sh10227495.html" target="_blank">Podiumsdiskussion</a> beim Treffen der Auslandkorrespondenten vom Schweizer Radio Anfang Juni.</p>
<p>Die Szene kommt einem vertraut vor: Professor Kurt Imhof warnt wortreich und mit einem Hang zur Dramatik vor den fatalen Folgen für die Demokratie, wenn Schweizer Medien ihre Auslandberichterstattung weiter vernachlässigten. Mit seiner Klage hat Imhof im Studio Bern ein Heimspiel. Schliesslich kann sich das gebührenfinanzierte Radio ein weltumspannendes Netz an Berichterstattern leisten und ist damit von der professoralen Kritik ausgenommen. Den Prügelknaben gibt an diesem Juninachmittag Michael Hug. Als Chefredaktor der Berner Zeitung führt er kein Auslandressort mehr. Die internationale Berichterstattung bestreitet die BZ mit pfannenfertig angelieferten Zeitungsseiten von der Nachrichtenagentur SDA. Für Imhof eine Steilvorlage. Der Wegfall unterschiedlicher Perspektiven auf das Weltgeschehen sei ausserordentlich fatal. Und Imhof weiter: «Wenn die Medien nicht mehr selbst Erfahrungen einsammeln über geostrategische Umwälzungen, dann ist die Schweiz weniger dafür gewappnet, sich in dieser Welt zu positionieren.» So weit, so bekannt. Schliesslich ist die Klage über den Niedergang der Auslandberichterstattung in Schweizer Medien nicht ganz neu.</p>
<p>Was sich im heruntergedimmten Konferenzsaal des Radiostudios Bern zunächst als Blockgottesdienst anlässt, erfährt erst eine Irritation, als Nicola Forster bestehende Gewissheiten in Frage stellt. Der Präsident des aussenpolitischen <a href="http://www.foraus.ch/de/" target="_blank">Think-Tanks FORAUS</a> mag nicht in den Chor der Pessimisten einstimmen. Ihm bereitet der Zustand der schweizerischen Auslandberichterstattung keine Sorgen, denn die Schwäche der einen, ist die Stärke der anderen. «Die Möglichkeiten, sich zu einem günstigen Preis über internationale Zusammenhänge zu informieren, war noch nie so gut wie heute», stellt Forster fest. Der junge Jurist sagt das auch deshalb, weil er die oft als glorreich verklärte Vergangenheit des Auslandjournalismus als aktiver Medienkonsument nicht selbst erlebt hat. Als sich sogar Lokalzeitungen eigene Korrespondenten in den Metropolen der Welt leisten konnten, interessierte sich Forster noch nicht für Aussenpolitik. Heute liest er Economist, Guardian oder Huffington Post. «Die Breite des Angebots und seine permanente Verfügbarkeit wiegen den fehlenden Schweizbezug weitgehend auf», findet Forster.</p>
<p>Was dem aussenpolitisch engagierten Juristen als Selbstverständlichkeit erscheint, ist dem Medien- und Öffentlichkeitssoziologen ein Gräuel. Kurt Imhof kann Forsters Sichtweise wenig abgewinnen. Er hält sie für ein Zerrbild der Realität. Von der Verfügbarkeit internationaler Medien dürfe man nicht auf deren Relevanz für die innenpolitische Debatte schliessen, zumal es sich bei der Nutzung ausländischer Informationsmedien um einen «schmalen Elitekonsum» handle. Mit anderen Worten: Economist &amp; Co. vermögen nicht zu kompensieren, was Schweizer Medien vernachlässigen. Für Imhof ist klar: «Relevanz für Publikum und Politik konstituiert sich sozial über die Filterfunktion nationaler Medien.»</p>
<p>Eine spezifische Schweizer Optik ist sicherlich unabdingbar auf den aussenpolitisch bedeutsamsten Korrespondentenposten in Brüssel und Berlin. Bei der EU und in der deutschen Hauptstadt werden Entscheide gefällt, die den Gang der schweizerischen Innenpolitik nachhaltig beeinflussen. Wenn dagegen die x-ten Gespräche zum Atomprogramm des Iran stattfinden und ein Schweizer Radiokorrespondent darüber berichtet, dann ist der einzige Schweizbezug oft nur die Tatsache, dass der Reporter mit einem Schweizer Akzent spricht. Was den Gehalt der Berichterstattung angeht, könnte man aber genauso gut mit einem beliebigen internationalen Qualitätstitel Vorlieb nehmen.</p>
<p>Als diplomatischer Korrespondent vom Schweizer Radio berichtet <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/ueber-uns/team/12395.fredy-gsteiger-information.html" target="_blank">Fredy Gsteiger</a> regelmässig über Vorgänge der globalen Diplomatie. Gsteiger ist sich bewusst, dass nicht in jeden Bericht eine spezifische Schweizer Sicht einfliessen kann, aber das geschehe «doch öfter, als man das auf den ersten Blick vermuten würden». Wieviel Swissness in einem einzelnen Beitrag stecke, sei aber nicht der entscheidende Punkt. Vielmehr gehe es darum, schreibt Gsteiger auf Anfrage der MEDIENWOCHE weiter, dass sich die Schweiz – gerade als reiches und international vernetztes Land – weiterhin oder gar wieder verstärkt einen eigenen Blick auf die Welt leisten muss, um sich eine eigene Deutung der internationalen Geschehnisse vorzubehalten. Das liest sich wie ein frommer Wunsch. Als einzige Schweizer Medien unterhalten die NZZ und Schweizer Radio ein eigenes, weltumspannendes Korrespondentennetz, das eine kontinuierliche Berichterstattung aus aller Welt gewährleistet.</p>
<p>So lange es keine verlässlichen Zahlen und wissenschaftlichen Untersuchungen über die Nutzung internationaler Nachrichtenmedien in der Schweiz gibt, bleiben Aussagen über deren Leistung für den innenpolitischen Diskurs einigermassen spekulativ. Was aber ausser Zweifel steht: Mit dem umfassenden internationalen Medienangebot im Web haben die Möglichkeiten massiv zugenommen, sich kompetent über das Weltgeschehen zu informieren. Wenn Kurt Imhof in diesem Zusammenhang von einem «schmalen Elitekonsum» spricht, dann stellt sich die Frage: war das nicht schon immer so? Nur weil Schweizer Medien früher ausführlicher über das Weltgeschehen berichteten, heisst das noch lange nicht, dass sich damals auch mehr Leute dafür interessiert hatten. Und wenn es tatsächlich nur eine Elite sein sollte (wie schmal oder breit die auch immer sein mag), die sich für eine aussenpolitische Berichterstattung interessiert, dann kann die sich heute ein umfassenderes und differenzierteres Bild des Weltgeschehens machen. Das alleine ist schon ein Gewinn.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/03/wer-liest-den-economist/">Wer liest den Economist?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Jury trifft keine Schuld</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/11/jury-trifft-keine-schuld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 14:22:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Jury]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Gsteiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Aberkennung des Henri-Nannen-Preises für die beste Reportage steht auch das Selbstverständnis und die Arbeitsweise von Journalistenpreis-Jurys zur Debatte. Man könne nicht erwarten, dass eine Jury die eingereichten Beiträge nachrecherchiere, findet Fredy Gsteiger, Präsident der Jury des Zürcher Journalistenpreises. Dennoch sollten Preise nicht leichtfertig verliehen werden. Auszeichnungen nur auf Bewährungen zu verleihen, weil nachträglich Mängel auftauchen <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/11/jury-trifft-keine-schuld/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/11/jury-trifft-keine-schuld/">Jury trifft keine Schuld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nach der <a href="http://www.henri-nannen-preis.de/hauptjury.php" target="_blank">Aberkennung</a> des Henri-Nannen-Preises für die beste Reportage steht auch das Selbstverständnis und die Arbeitsweise von Journalistenpreis-Jurys <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/11/wenn-die-jury-versagt/" target="_blank">zur Debatte</a>. Man könne nicht erwarten, dass eine Jury die eingereichten Beiträge nachrecherchiere, findet Fredy Gsteiger, Präsident der Jury des <a href="http://www.zh-journalistenpreis.ch/" target="_blank">Zürcher Journalistenpreises</a>. Dennoch sollten Preise nicht leichtfertig verliehen werden. Auszeichnungen nur auf Bewährungen zu verleihen, weil nachträglich Mängel auftauchen könnten, hält Gsteiger für «Unfug»</em>.<br />
<span id="more-28822"></span><br />
Eine Reportage lebt von der Anschauung, vom eigenen Erleben. Soviel ist klar. Schildert also ein Reporter <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73290158.html" target="_blank">im Detail die Modelleisenbahnanlage</a> eines Politikers, erwartet der Leser, dass er selber im Bastelraum war. «Spiegel»-Journalist René Pfister hat Horst Seehofers Minibahn jedoch nicht gesehen.<br />
Wem sind nun Vorwürfe zu machen? Zunächst dem Reporter selber: Er hat sein Porträt in der Kategorie Reportage eingereicht. Da gehörte es, streng betrachtet, nicht hin. Dann dem «Spiegel»: Dort bestand offenbar von vornherein der Verdacht, der Autor habe in einzelnen Passagen Begebenheiten geschildert, die er nur aus zweiter Hand kannte. Keine Schuld trifft hingegen die Preis-Jury.</p>
<p>Journalistenpreisjurys sind fast immer ehrenamtliche Gremien. Die Mitglieder opfern viel Zeit, um oft Dutzende, ja hunderte von Artikeln zu lesen, zu beurteilen, zu diskutieren. Dass sie auch noch die Texte auf Herz und Nieren prüfen, dass sie diese sozusagen nachrecherchieren, das wäre wirklich zu viel verlangt. Der Zusatzaufwand wäre enorm.</p>
<p>Das heisst nicht, dass Jurys leichtfertig irgendetwas auszeichnen dürfen. Zumindest die Frage, ob das Geschilderte plausibel sei, müssen sie sich schon stellen. Fallen bereits vor der Preisvergabe offenkundige Ungereimtheiten auf, bestehen etwa begründete Zweifel an Fakten, Darstellungen, Zitaten – dann verzichtet eine Jury besser auf eine Preisvergabe. Oder versucht, wo das mit vertretbarem Aufwand möglich ist, ihre Zweifel zu entkräften.<br />
Doch in diesem Fall gab es diese begründeten, schweren Zweifel oder eine offensichtliche Unplausibilität gar nicht.</p>
<p>Wie Journalistenpreise nicht leichtfertig verliehen werden sollten, so gilt es auch bei der Aberkennung Zurückhaltung zu üben. Würden selbst kleinere Mängel, die erst nach der Preisverleihung bekannt werden, als Aberkennungsgrund ausreichen, müsste man Journalistenpreise generell bloss noch «auf Bewährung» verleihen. Und konsequenterweise auch Nobelpreise, Kulturstipendien, Friedenspreise, Doktorhüte und Sportmedaillen nur noch «bedingt» zuerkennen. Das ist Unfug. Gewiss, ein gravierender Mangel rechtfertigt eine Sanktion, genauso wie eine nachträgliche positive Dopingprobe im Sport.</p>
<p>In vorliegenden Fall des Henri-Nannen-Preises ist zwar ein Mangel vorhanden, aber wirklich gravierend scheint er nun wirklich nicht zu sein.</p>
<p><em>Der Autor ist Präsident der Jury des Zürcher Journalistenpreises und arbeitet als <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/ueber-uns/team/12395.fredy-gsteiger-information.html" target="_blank">diplomatischer Korrespondent</a> von Radio DRS.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/11/jury-trifft-keine-schuld/">Jury trifft keine Schuld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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