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	<title>Gotthard | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sun, 02 Jul 2017 20:54:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wenn man plötzlich fordern statt liefern muss</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/04/wenn-man-ploetzlich-fordern-statt-liefern-muss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 10:53:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Blattmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Aargauer Zeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für eine einzige Zeitungsausgabe übernahm unser Kolumnist eine neue Rolle: Bei ihm liefen die Fäden für eine Sondernummer zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zusammen. Warum er dabei «auf die Welt kam» – und warum ihn stets das schlechte Gewissen begleitete. Bei aller gewünschten Selbstbestimmung als Journalist kann es eine durchaus willkommene Entlastung sein, wenn einem ein <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/04/wenn-man-ploetzlich-fordern-statt-liefern-muss/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine einzige Zeitungsausgabe übernahm unser Kolumnist eine neue Rolle: Bei ihm liefen die Fäden für eine Sondernummer zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zusammen. Warum er dabei «auf die Welt kam» – und warum ihn stets das schlechte Gewissen begleitete.<br />
<span id="more-27689"></span><br />
Bei aller gewünschten Selbstbestimmung als Journalist kann es eine durchaus willkommene Entlastung sein, wenn einem ein Entscheid abgenommen wird. So erging es mir, als ich Anfang April nach einem dreimonatigen <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/18/selbstzensur-aus-angst-vor-der-hexe/">Aufenthalt in Nicaragua</a> wieder in den Redaktionsalltag der Aargauer Zeitung einstieg. Gleich bei der ersten Sitzung wurde mir mitgeteilt, dass wir die Ausgabe vom 28. Mai monothematisch der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels widmen werden. Und vor allem: Dass ich dafür verantwortlich sein soll – sozusagen als Blattmacher für eine Nummer.</p>
<p>Natürlich hätte ich mich dagegen wehren können, aber warum auch? Ganz ohne Bauchschmerzen verliess ich die Sitzung dennoch nicht. Auch wenn es noch weit weg war, ahnte ich: Das wird eine komplett neue und mit vielen Unwägbarkeiten verbundene Aufgabe.</p>
<p>Wie geht man solch ein Projekt an? Ja, wie soll so eine Sondernummer überhaupt aussehen? An dieser Stelle nicht unwichtig zu erwähnen: Es liefen bei mir zwar die Fäden zusammen, aber die grundlegenden Entscheidungen fällte ich nicht in Eigenregie, sondern in Absprache mit dem eisenbahnaffinen Chefredaktor und seinem Stellvertreter, seines Zeichens Blattmacher im normalen Tagesgeschäft. Das letzte Wort war stets bei ihnen.</p>
<p>Wir definierten: Die Mantelbund der Zeitung kommt praktisch monothematisch daher. Das wären inklusive Werbung dann also fast zwanzig Seiten Gotthard. Dafür bringen wir im Vorfeld kaum Artikel zum Thema, wie das andere Zeitungen gemacht haben. Die Aktualität und die notwendigste Vorschau, etwa auf den gleichentags stattfindenden Champions-League-Final, findet auf maximal vier Seiten am Ende des Bundes statt. Die klassische Einteilung nach Ressorts entfällt und die Front- und Backpage müssen so aussehen, dass die Leser zwar merken, ihre angestammte Zeitung in den Händen zu halten, gleichzeitig aber sofort das Sonderkonzept erkennen.</p>
<p>Für die Feinplanung setzten wir auf Basisdemokratie. Eines Montags &#8211; einen guten Monat vor Publikationsdatum &#8211; sassen alle Ressortleiter zusammen und brachten ihre Ideen ein. Ich sammelte, ergänzte und schrieb endlich ein Konzept, das jede Seite mitsamt dazugehörigen Artikeln definierte.</p>
<p>Das alles brauchte Zeit – Zeit, die ich normalerweise im Redaktionsalltag nicht habe. Meine Vorgesetzten haben mich stets ermuntert und es mir ermöglicht, dass ich sie mir auch nehmen konnte. Auch von Seiten meiner Redaktionskollegen kam nie ein negatives Wort. Dennoch begleitete mich ihnen gegenüber an vielen Tagen, an denen ich mich ausschliesslich der Sonderausgabe widmete, ein schlechtes Gewissen. Grundlos, ich weiss. Und dennoch vorhanden. Denn während ich abklärte, ob die Werbung auf Seite 13 vielleicht in den Regionalbund verlegt werden könnte, damit die Kulturredaktorin den «Mythos Gotthard» in angemessener Zeilenzahl erklären konnte, schrieben meine Kollegen wie üblich Inland-Artikel für den Folgetag. «Ich arbeite heute an der Gotthard-Nummer, sorry», geht einem nicht ganz einfach über die Lippen, wenn an der nachmittäglichen Redaktionssitzung noch ein Autor für den Front-Kommentar gesucht wird.</p>
<p>Von solchen Tagen gab es einige. Denn mit dem Konzept alleine wars natürlich noch nicht getan. Was ich sonst immer nur aus umgekehrter Perspektive erlebte, blühte mir jetzt selbst: Plötzlich war es an mir, für die verschiedenen Ideen Autoren zu suchen (sofern sie sich nicht selbst schon gemeldet hatten), mit ihnen die Stossrichtung ihrer Artikel abzusprechen, sie auf die nahende Deadline hinzuweisen, Grafiker zu instruieren, mit der Foto-Redaktion Bilder auszuwählen, Texte gegenzulesen und Anmerkungen anzubringen. Stets musste ich die Gesamtausgabe im Hinterkopf haben, damit keine inhaltlichen und gestalterischen Doubletten entstanden. Kurz: Ich musste fordern und nicht wie üblicherweise einfach nur liefern.</p>
<p>Auch der Web-Auftritt musste besprochen werden. Online können Überthemen naturgemäss weniger gut zurückgehalten und portioniert werden, wenn man sich nicht – mehr noch als bei der Zeitung – den Vorwurf machen will, es zu verpassen. Einige Erzählformen, etwa das Quiz, das im Print auch stattfand und natürlich Bewegtbilder, eignen sich digital besser. Dennoch ist nicht wegzudiskutieren, dass der Fokus auf der gedruckten Ausgabe lag. Nicht zuletzt, weil wir uns erhofften, dass manche Leser die Sonderausgabe zur Seite legen und aufbewahren.</p>
<p>Zum ersten Mal in meinem Berufsleben musste ich überdies finanzielle Überlegungen anstellen: Was kriegt ein altgedienter Historiker für sein Lesestück über die Geschichte der alpenquerenden Eisenbahnverbindungen? Und darf man auf die Forderung eines Fachverlags eingehen, ein Foto gratis verwenden zu dürfen, sofern man das dazugehörige Buch mitsamt Coverbild am Ende des Artikels erwähnt? Fast wäre es mir zum Verhängnis geworden, dass ich neben einem längeren Artikel auch «Beigemüse» wie die Leserservice-Seite oder das Gotthard-Quiz selbst verfassen wollte &#8211; denn die Zeit dafür lief mir davon.</p>
<p>Wie immer, wenn man eine Deadline hat &#8211; diese Kolumne lässt grüssen! &#8211; geht es am Ende ja dann doch irgendwie. Es ging sogar ziemlich gut, sowohl redaktionsintern wie auch von aussen gab es überwiegend <a href="https://twitter.com/ChristianDorer/status/736514523398557696" target="_blank">positive Rückmeldungen auf die unübliche Samstagsausgabe</a>. In der Nacht auf Sonntag schlief ich wie ein Stein. Ob ich vom Gotthard träumte, weiss ich nicht mehr.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/04/wenn-man-ploetzlich-fordern-statt-liefern-muss/">Wenn man plötzlich fordern statt liefern muss</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Multimedial durch den Gotthard-Basistunnel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/05/31/multimedial-durch-den-gotthard-basistunnel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beat Rüdt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2016 17:55:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[RTS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Gottardo 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Flug über den Gotthard, Kamerafahrt durch den Gotthard, dargestellt mit 360-Grad-Video oder Scroll-Reportage: Zahlreiche Schweizer Medien haben die bevorstehende Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zum Anlass genommen, ihr Publikum multimedial auf das Grossereignis einzustimmen. Ein Überblick. Was als erstes auffällt, ist die Vielfalt der Erzählformate und die unterschiedliche Gewichtung der Inhalte, die es dem interessierten Mediennutzer ermöglichen, <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/31/multimedial-durch-den-gotthard-basistunnel/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Flug über den Gotthard, Kamerafahrt durch den Gotthard, dargestellt mit 360-Grad-Video oder Scroll-Reportage: Zahlreiche Schweizer Medien haben die bevorstehende Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zum Anlass genommen, ihr Publikum multimedial auf das Grossereignis einzustimmen. Ein Überblick.<br />
<span id="more-27475"></span><br />
Was als erstes auffällt, ist die Vielfalt der Erzählformate und die unterschiedliche Gewichtung der Inhalte, die es dem interessierten Mediennutzer ermöglichen, mehrere Reportagen zu betrachten, ohne dass sich die Inhalte andauernd wiederholen. Nicht allen ist es aber gelungen, sich in der Fülle des Materials so zu orientieren, dass am Schluss eine stimmige Geschichte entstand. Und nur ganz wenige beherrschen die Kunst, Text, Bild und Bewegtbild so zu kombinieren, dass ein flüssiges Eintauchen in die Geschichte möglich ist.</p>
<p>Neben Medien mischen auch Behörden und Bundesbahnen im Multimedia-Reigen mit. Für das «Alptransit-Portal» hat das Bundesarchiv alle Register gezogen und mit einer privaten <a href="https://www.alptransit-portal.ch/impressum/" target="_blank">Agentur zusammen</a> das wohl aufwändigste Multimedia-Format zur Eröffnung des Basistunnels realisiert.</p>
<h3><strong><a href="http://labs.letemps.ch/interactive/2016/longread-gothard/" target="_blank">Le Temps: Les oubliés du Gothard</a></strong></h3>
<p><a href="http://labs.letemps.ch/interactive/2016/longread-gothard/" target="_blank"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27502" alt="srf" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/06/Les-oubliés-du-Gothard.jpg" width="440" height="239" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Le Temps fokussiert zur Eröffnung des Basistunnels auf die Dörfer, die an der Gotthardstrasse liegen. Sie fängt die Stimmung einer Bevölkerung ein, deren Ortschaften wegen der Unterquerung in Zukunft immer mehr in Vergessenheit geraten werden.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Mit Übersichtsgrafiken, Videos, in denen Betroffene zu Wort kommen und Stimmungsbildern, die auf den Punkt bringen, was im Text beschrieben wird, führt diese Reportage den Leser über den Gotthard. Die Elemente sind klug eingesetzt, so dass sie den Storyfluss nicht unterbrechen.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Diese Reportage ist sehr sorgfältig aufgebaut und verwendet qualitativ hochstehendes Material (Ausnahme: die Videos), das nicht aus dem Archiv stammt. Eine tolle Eigenleistung, für die es sich lohnt, mal wieder einen französischen Text zu lesen.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://www.srf.ch/news/schweiz/gotthard/tauchen-sie-ein-in-den-neuen-tunnel" target="_blank">SRF: Gotthard 360°</a></strong></h3>
<p><a href="http://www.srf.ch/news/schweiz/gotthard/tauchen-sie-ein-in-den-neuen-tunnel" target="_blank"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27502" alt="srf" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/srf.jpg" width="440" height="292" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Mit einem 360°-Video erkundet ein Reporterteam den Gotthard-Tunnel und fliegt über das Bergmassiv. Nebst technischen Erklärungen, Einblicken in Rettungstunnel und weiteren Informationen zum Bau wird auch der Arbeiter gedacht, die beim Bau ums Leben gekommen sind.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> In der ersten Minute des Dokumentarfilms frage ich mich: Wo liegt der Nutzen, während dem Betrachten der Reportage den Blickwinkel zu ändern? Im weiteren Verlauf der Erzählung aber beginne ich die Funktion zu schätzen. Sie ermöglicht es mir, meinen Blick schweifen zu lassen und selber zu entscheiden, was ich gerade anschauen will, während mich die Erzählstimme mit Informationen versorgt.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Im Verlauf der fast achtminütigen Reportage erfahre ich viel Wissenswertes und erhalte eine sehr konkrete Vorstellung, wie der Tunnel aufgebaut ist, wie die Sicherheit garantiert wird und erfahre viele interessante Details über die Entstehung des Bauwerkes.360°-Video ist dafür nicht zwingend notwendig, aber im vorliegenden Fall sinnvoll eingesetzt.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://php.blick.ch/red/ipad/html/gotthard/index.php " target="_blank">Blick: Der Mythos vom Gotthard</a></strong></h3>
<p><a href="http://php.blick.ch/red/ipad/html/gotthard/index.php" target="_blank"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27504" alt="blick" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/blick.jpg" width="440" height="239" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> In einer vierteiligen Scroll-Reportage beleuchten die Redaktoren den Mythos Gotthard, bevor er die drei Tunnelprojekte (Bahn, Strasse und Basistunnel) unter die Lupe nimmt. Der Fokus wird stark auf die Geschichte des Baus der drei Tunnel gelegt.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Der rote Faden durch die drei Kapitel ist der Text. Es gibt zwar viel Bild- und Videomaterial aus dem Archiv, aber oft wird es eher zufällig in die Geschichte eingestreut; als Beispiel: Bevor über die Strasse über den Gotthard berichtet wird, kommt ein Filmausschnitt aus «Mein Name ist Eugen». Gut verarbeitet sind die Grafiken zum Tunnelbau, die teilweise animiert wurden und so auch für den Laien einfach verständlich sind.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Wer Zeit hat und das eine oder andere über den Bau der Tunnel am Gotthard erfahren will, ist hier sicher nicht falsch. Insgesamt ist es aber über weite Strecken eine eher zufällige Anordnung von Fakten, Geschichten und multimedialen Elementen.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://www.swissinfo.ch/ger/longform/gotthard" target="_blank">Swissinfo: Eine Reise über dem längsten Tunnel der Welt</a></strong></h3>
<p><a href="http://www.swissinfo.ch/ger/longform/gotthard" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27508" alt="SWI" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/SWI.jpg" width="440" height="239" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> In dieser Scroll-Reportage begibt sich der Autor in fünf Kapitel auf eine Reise über den Gotthard, von Erstfeld bis Pollegio. Auf der gut beschriebenen Route trifft er Menschen, die über die Gebiete und ihre Geschichten erzählen und blickt anhand von Bauten auf viele interessante Geschehnisse zurück, etwa die Zeit der Säumer oder die militärische Befestigung des Gotthard-Massivs.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Ein toller Text, der sich dem Thema Gotthard auf überraschende Weise annähert und mit vielen guten Bildern und Videos ergänzt wird. Es ist aber eher zufällig, welche Teile der Geschichte im Video erzählt werden und welche im Text, zudem ist störend, dass die Videos immer mit einer Einleitungssequenz mit Musik beginnen, die den Fluss der Geschichte stört. Statt die Bilder an passender Stelle zu veröffentlich hat sich die Redaktion entschieden, pro Kapitel eine Bildstrecke zu machen.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Bild, Text, Video und 360°-Panorama-Bilder geben zusammen eine Multimedia-Geschichte, aber noch nicht unbedingt eine multimedial erzählte Geschichte. Hier packt mich der spannende Text, das Tolle Bild- und Videomaterial nehme ich nur als Beigemüse wahr.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://interaktiv.tagesanzeiger.ch/2016/gotthard-system/" target="_blank"> Newsnet/tagesanzeiger.ch: Das Tunnelsystem der Rekorde</a></strong></h3>
<p><a href="http://interaktiv.tagesanzeiger.ch/2016/gotthard-system/" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27510" alt="newsnet" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/newsnet.jpg" width="440" height="239" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> In dieser Multimedia-Story erfährt man die wichtigsten Fakten zum Tunnelbau, während man sich optisch durch den Tunnel scrollt. Während Informationen zum Bau als Text und Grafiken erscheinen, werden die zurückgelegten Kilometer gezählt so wie die Kilometer verlegter Kabel, die Anzahl Leuchten, Weichen, Querverbindungen und Notrufsäulen.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Ich erhalte in einer relativ kompakten Form sehr viele Informationen rund um den Basistunnel. Die Geschichte ist ansprechend gestaltet und die Macher haben es vielerorts geschafft, die richtige Visualisierungsform zu finden. Die Abwechslung zwischen sich wiederholenden Elementen (Temperatur im Fels, Orte wo Arbeiter gestorben sind) wechseln sich mit einmaligen Erklärungen ab.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Kompakt, übersichtlich und relativ schnell gelesen. Für mich eine sehr gute Art, die wichtigsten Informationen zum Basistunnel zu abzuholen.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="https://www.facebook.com/FerdinandRochat" target="_blank">RTS: Ferdinand Rochat auf Facebook</a></strong></h3>
<p><a href="https://www.facebook.com/FerdinandRochat" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27512" alt="-1  Ferdinand Rochat" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/1-Ferdinand-Rochat.jpg" width="440" height="263" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Die fiktive Figur des Journalisten Ferdinand Rochat von der Gazette de Lausanne erzählt auf einem eigens dafür erstellten Facebook-Seite, was er vor und und während des Baus des ersten Gotthardtunnels so alles erlebt. Seine Beiträge berichten über Fortschritte am Bau, Treffen mit den Akteuren und zeigen historisches und aktuelles Bild- und Videomaterial. Die ersten Posts wurden am 1. Mai 2016 veröffentlicht, für Ferdinand Rochat ist es der 14. April 1873.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Es macht Spass, sich durch die Facebook-Einträge zu scrollen. Allerdings sind es heute schon so viele, dass man sich in den Geschichten verlieren kann. Wäre ich «Ferdinand Rochat» früher gefolgt, hätte ich mich über die täglichen Info-Häppchen freuen können.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Das Experiment, die Geschichte des Baus des Gotthard Eisenbahntunnels auf Facebook zu erzählen, als würde sie jemand live begleiten, gefällt mir nicht schlecht – zumal die Umsetzung wirklich gut gemacht ist. Die Frage, die ich mir stelle, ist wie viele Leute genug lange dranbleiben wollen, zumal das Thema zurzeit der neue Tunnel ist, und nicht der alte.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://www.gottardo2016.ch/de/app" target="_blank">SBB: App Gottardo 2016</a></strong></h3>
<p><a href="http://www.gottardo2016.ch/de/app" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27514" alt="gottardo" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/gottardo.jpg" width="440" height="248" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Die Gottardo2016-App lässt den User auf spielerische Art den Basistunnel entdecken. Mit verschiedenen Arbeitsgeräten (Pickel, Dynamit, Tunnelbohrmaschine etc.) treibt man mit Tippen auf den Bildschirm den Tunnel voran und entdeckt unterwegs Informationen. Gleichzeitig erhält man für jeden Baufortschritt Geld, um mehr Geräte zu kaufen. Ab 1. Juni gibt es zusätzlich Virtual Reality-Funktionen, so dass man während der Durchfahrt an der passenden Stelle mit Informationen versorgt.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Ich arbeite mich zuerst mit Pickel, dann mit eine Pressluftbohrer durch das Gestein vor. Mit diesen Geräten geht der Vortrieb nur langsam voran. Trotz intensivem Tippen auf den Bildschirm verbuche ich nur millimeterweise Fortschritte, und entsprechend selten lege ich einen Kristall frei, der zu weiterführenden Informationen führt. In der App wird der Inhalt nur kurz angerissen, dann wird man auf eine externe Website verwiesen.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Nach einer Viertelstunde beginnen sich die Hände zu verkrampfen, und ich bin immer noch nicht bis Amsteg vorgedrungen und habe erst eine Information erhalten. Die Spielerei ist für mich zu wenig unterhaltsam, um weiterzumachen.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="https://www.alptransit-portal.ch/de/startseite/" target="_blank">Bundesarchiv: Alptransit-Portal</a></strong></h3>
<p><a href="https://www.alptransit-portal.ch/de/startseite/" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27516" alt="Alptransit  Geschichte erleben" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/05/Alptransit-Geschichte-erleben.jpg" width="440" height="239" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Eine umfangreiche Dokumentensammlung zur historischen Perspektive um die Neue Eisenbahn-Alpentransversale NEAT. Beleuchtet werden dabei Politik, Gesellschaft, Planung und Bau. Jeder einzelne Bereich ist chronologisch entlang von Schlüsselereignissen gegliedert. Auf einem vertikalen Zeitstrahl werden sämtliche Ereignisse wieder zusammengeführt. Dies dürfte wohl die umfangreichste Sammlung an Bild-, Video-, Ton- und Textmaterial sein, die im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels als Multimedia-Arbeit veröffentlicht wurde.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em> Die Archive wurden gründlich durchforstet, die Inhalte verschlagwortet und für jeden Inhalt scheint es mindestens drei unterschiedliche Zugänge über die verschiedenen Navigationselemente zu geben. Oft sind aber die Beschreibungen der Inhalte so marginal, dass sich der Betrachter selbst vorstellen muss, was er gerade vor sich hat.</li>
<li><em>Was bleibt:</em> Wer möglichst viel Material sichten will und sehr viel Zeit hat, ist hier am richtigen Ort. Wer aber gezielt informiert werden möchte, geht das Risiko ein, sich in irgendeiner Subnavigation zu verlieren und nie mehr aus dem Portal herauszufinden.</li>
</ul>
<h3><strong><a href="http://www.fm1today.ch/gotthard-nae-ae-wir-sind-beim-richtig-wichtigen-tunnel/218228" target="_blank">FM1today: Gotthard? Nä-ä! Wir sind beim richtig wichtigen Tunnel!</a></strong></h3>
<p><a href="http://www.fm1today.ch/gotthard-nae-ae-wir-sind-beim-richtig-wichtigen-tunnel/218228" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27516" alt="Alptransit  Geschichte erleben" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/06/nutzlose-grafik.jpg" width="440" height="258" /></a></p>
<ul>
<li><em>Was es ist:</em> Eine Persiflage auf die Gotthard-Multimedia-Geschichten. Bericht über die 90-Sekunden-Fahrt durch den Mühleggtunnel, den &#8222;kürzesten Tunnel der Ostschweiz.</li>
<li><em>Wie es wirkt:</em>  Im Text wird einiges an Wissenswertem über die Mühleggbahn vermittelt. In einer Videoreportage berichten die Autoren über ihre Fahrt und holen Stimmen von Passagieren ein. Das multimediale Highlight ist die Aufnahme der Fahrt mit einer 360°-Kamera. </li>
<li><em>Was bleibt:</em> Viel Aufwand für einen gelungene Persiflage über die Gotthard-Multimediareportagen wie auch über das Genre Multimediareportage als solches. Die Autoren zeigen, dass sie das technische Know-How hätten, auch seriös eine Story umzusetzen. </li>
</ul><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/31/multimedial-durch-den-gotthard-basistunnel/">Multimedial durch den Gotthard-Basistunnel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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