<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Infosperber.ch | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/infosperber-ch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 06:56:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>«Wer nicht dazu steht, hat den Beruf verfehlt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2013 14:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[G 200]]></category>
		<category><![CDATA[Infosperber.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Marti]]></category>
		<category><![CDATA[Leak]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Konvergenz]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=16746</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mehr als 120 Redaktorinnen und Redaktoren des Tages-Anzeigers unterzeichneten einen Protestbrief an die Tamedia-Unternehmensleitung. Die Namensliste wurde alsbald publik. Zum Unmut einzelner Betroffener. Veröffentlicht hat sie als Erster der preisgekrönte Walliser Journalist Kurt Marti – aus guten Gründen, wie er findet. Wäre es nach den Organisatoren des Protests gegangen, hätte bis heute niemand erfahren, woran <a href="https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/">«Wer nicht dazu steht, hat den Beruf verfehlt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 120 Redaktorinnen und Redaktoren des Tages-Anzeigers unterzeichneten einen Protestbrief an die Tamedia-Unternehmensleitung. Die Namensliste wurde alsbald publik. Zum Unmut einzelner Betroffener. Veröffentlicht hat sie als Erster der preisgekrönte Walliser Journalist Kurt Marti – aus guten Gründen, wie er findet.<br />
<span id="more-16746"></span><br />
Wäre es nach den Organisatoren des Protests gegangen, hätte bis heute niemand erfahren, woran sich der <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-topsunmut-ueber-die-konvergenz-310923" target="_blank">Unmut von Teilen der Tagi-Redaktion</a> entzündet im Zusammenhang mit dem laufenden Konvergenzprozess. Nur so viel waren sie bereit, öffentlich preiszugeben: «Wir haben ein fünfseitiges Papier erstellt mit kritischen Punkten zur Konvergenz. Und 121 Leute haben es unterschrieben.» Es hätte eine redaktions- und verlagsinterne Auseinandersetzung bleiben sollen. Auf die mediale Begleitmusik von Konkurrenz und anderen Beobachtern wollten die Unzufriedenen verzichten. Bekanntlich blieb dies ein frommer Wunsch. Kaum gesagt, leckten die Dokumente auch schon munter aus der Redaktion und auch ausserhalb der Redaktion konnte man sich ein Bild von den Konvergenzwehen beim Tages-Anzeiger machen.</p>
<p>Nun mag man es für reichlich naiv halten, elektronische Dokumente einer breiteren Öffentlichkeit vorenthalten zu wollen, die auf einer Redaktion zwischen mehr als 200 Medienschaffenden zirkulieren; erst recht, wenn nicht alle dahinterstehen, die sie einsehen konnten. Das Leck war also vorprogrammiert. Was zumindest im Fall der Namensliste nicht hätte sein müssen. Auch 2013 lässt sich ein Dokument handschriftlich signieren.</p>
<p>Da lagen also die Liste mit 121 Namen und die Protestnote in ein paar Mailboxen ausserhalb der Tages-Anzeiger-Redaktion. Und allmählich begann der Inhalt durchzusickern. Zuerst wurde auf Twitter daraus zitiert, bis schliesslich die <a href="http://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Protestschreiben-der-Tagi-Redaktion-zur-Konvergenz1" target="_blank">Nachrichtenplattform infosperber.ch</a> und ihr <a href="http://www.beobachter.ch/dossiers/prix-courage/artikel/prix-courage-2013_kandidatnbsp5/" target="_blank">Autor Kurt Marti</a> die beiden Dokumente unter einem Artikel zum Thema integral veröffentlichten. Danach verlinkten etliche andere Medien darauf. (Indirekt auch die MEDIENWOCHE, die prominent <a href="www.presseverein.ch/2013/11/exemplarische-qualen-der-konvergenz/" target="_blank">auf einen externen Artikel verwiesen</a> hat, der den Link zur Liste enthielt.)</p>
<p>Vereinzelte Redaktorinnen und Redaktoren, die das Protestschreiben unterzeichnet hatten, sahen ihre Namen plötzlich prominent in der Branche herumgereicht – und fanden das gar nicht toll. Sie hielten die Veröffentlichung für <a href="https://twitter.com/journ_ali/status/401061289595637761" target="_blank">«fahrlässig» und für die Berichterstattung «irrelevant»</a>. Diese Einschätzung teilten notabene auch Redaktoren, die das Dokument nicht unterschrieben hatten. Ebenso der Journalistenverband impressum, dessen Geschäftsführer es für eine Selbstverständlichkeit hält, die Namensliste <a href="https://twitter.com/ursthalmann/status/401004494906855424" target="_blank">nicht publik zu machen</a>.</p>
<p>Wieso also gelangt Kurt Marti, ein Reporter mit einschlägiger Erfahrung im Umgang mit heiklen Informationen, zu einem anderen Schluss und entschied sich für die Veröffentlichung? Auf Anfrage der MEDIENWOCHE begründet Marti den Schritt mit dem Rollenverständnis der Journalisten: «Die Namenliste ist von öffentlichem Interesse, weil JournalistInnen keine gewöhnlichen BürgerInnen sind, sondern im Dienste der Öffentlichkeit stehen.» Und weiter: «Wenn JournalistInnen aus Angst vor Konsequenzen nicht mit ihrem Namen öffentlich zu Ihrer Meinung stehen dürfen, haben sie den Beruf verfehlt. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte nicht Felskletterer werden.» Seinen Beitrag als Leaker hält Marti zudem für bescheiden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung habe die Liste längst schon weite Kreise gezogen: «Wer eine Liste geheim halten will, wählt sicher nicht den Weg über ein breit gestreutes Mail.» Die Kritik von Redaktoren an der Veröffentlichung relativiert er mit der Zustimmung anderer Tagi-Mitarbeiter zu einer Publikation. «Die Stimmen halten sich die Waage.»</p>
<p>Bei aller Plausibilität dieses Vorgehens bleibt die Frage nach der Verantwortung, die Kurt Marti auf sich lädt, sollte irgendwann tatsächlich ein Unterzeichner Nachteile erfahren aufgrund seiner Signatur. Marti äussert sich dazu nicht direkt, jedoch sein Redaktionskollege Robert Ruoff, der ihn sekundiert: «Es stellt sich dann, selbstverständlich, die Frage der Solidarität im Fall von repressiven Massnahmen.» Das bleibt vorerst ein hypothetisches Szenario. Im vorliegenden Fall hätte aber Solidarität bedeuten können, auf eine Veröffentlichung der Namen zu verzichten und die Liste nur als Recherchematerial zu benutzen. Denn die Namen tun tatsächlich wenig bis nichts zur Sache, um den Unmut in der Tagi-Redaktion angemessen vermitteln und öffentlich diskutieren zu können. Das hat Marti übrigens in seinem Artikel selbst bewiesen. Ging er doch in seinem Text mit keinem Wort auf die Namen ein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/">«Wer nicht dazu steht, hat den Beruf verfehlt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2013/11/19/wer-nicht-dazu-steht-hat-den-beruf-verfehlt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer hat, dem wird gegeben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 10:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[20min.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Clack]]></category>
		<category><![CDATA[clack.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Infosperber.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Newsnetz]]></category>
		<category><![CDATA[Nicole Althaus]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Urs P. Gasche]]></category>
		<category><![CDATA[Hansi Voigt]]></category>
		<category><![CDATA[Infosperber]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4370</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die beiden Tamedia-Nachrichtenportale 20 Minuten Online und Newsnetz wirken wie Magnete: Dank ihrer Grösse und Marktmacht erhalten sie nun sogar Artikel zur Veröffentlichung geschenkt. Sowohl Infosperber, eine gemeinnützige Plattform, als auch Clack, ein Online-Magazin für Frauen, überlassen den Branchenleadern Texte zur Gratisveröffentlichung. Als Gegenleistung geben sie sich mit Links auf ihre Websites zufrieden. Ein Geschenk <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/">Wer hat, dem wird gegeben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/geschenk.jpg" class="alignleft" width="120" height="116" /> Die beiden Tamedia-Nachrichtenportale 20 Minuten Online und Newsnetz wirken wie Magnete: Dank ihrer Grösse und Marktmacht erhalten sie nun sogar Artikel zur Veröffentlichung geschenkt. Sowohl Infosperber, eine gemeinnützige Plattform, als auch Clack, ein Online-Magazin für Frauen, überlassen den Branchenleadern Texte zur Gratisveröffentlichung. Als Gegenleistung geben sie sich mit Links auf ihre Websites zufrieden.<br />
<span id="more-28905"></span><br />
Ein Geschenk lehnt man natürlich nicht ab. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um Qualitätsware handelt. Das müssen sich auch die Verantwortlichen der Online-Portale 20 Minuten Online und Newsnetz gedacht haben. Sie befinden sich in der glücklichen Lage, dass sie von externen Plattformen journalistische Beiträge zur kostenlosen Zweitveröffentlichung erhalten. Zwar handelt es sich in beiden Fällen erst um einen Testbetrieb, was aber dieses Kooperationsmodell nicht weniger problematisch macht.</p>
<p>Der Deal läuft folgendermassen: 20 Minuten Online veröffentlicht <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Athen-nimmt-Schweizer-Banken-ins-Visier-12654854" target="_blank"> ausgewählte Artikel von Infosperber </a>und bedankt sich mit einem Link auf die Website der <a href="http://infosperber.ch/" target="_blank">gemeinnützigen Plattform für unabhängigen Journalismus</a>. «In der Zusammenarbeit zwischen Infosperber und 20 Minuten Online sind keine Geldflüsse vorgesehen», teilt Hansi Voigt, Chefredaktor von 20 Minuten Online, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Eine komfortable Situation: Voigt erhält hochwertige Texte für sein Portal und muss dafür keinen Rappen bezahlen, obwohl es sich das rentable Portal locker leisten könnte, den Autoren ein anständiges Honorar für die Zweitverwertung ihrer Texte zu entrichten.</p>
<p>Nicht anders sieht es bei der – vorerst auf die Sommermonate beschränkten – <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/serie/clack-kooperation/s.html" target="_blank">Kooperation von Clack mit dem Newsnetz</a> aus. Auch hier fliesst kein Geld, erklärt Nicole Althaus, Gründerin und Autorin des <a href="http://clack.ch/" target="_blank">«Online-Magazins für Frauen»</a>. Ein Link als Entschädigung muss reichen. Die Macherinnen und Macher von Clack hätten einstimmig gefunden, dass es sich lohne, auf diese Weise das eigene Magazin bekannter zu machen, so Althaus weiter. «Nach zwei Monaten werden wir eine erste Bilanz ziehen, und schauen, was die Zusammenarbeit beiden Seiten bringt.»</p>
<p>Bei Infosperber und 20 Minuten Online hat die Zusammenarbeit eben erst begonnen; sie läuft vorerst bis Ende Jahr im Rahmen einer Testphase. Dann wollen die beiden ungleichen Partner ihre Zusammenarbeit evaluieren. Um eine geldwerte Entschädigung dürfte es auch dannzumal nicht gehen. Für Infosperber liegt der Kern der Kooperation bei der Werbung für das eigene Angebot auf einer gut frequentierten Plattform. «Die Zusammenarbeit mit 20 Minuten Online macht einzelne Artikel einem breiteren Publikum bekannt und die mehrfache Verlinkung auf Infosperber wird unseren Bekanntheitsgrad erhöhen», teilt Urs P. Gasche, Initiator und Autor der unabhängigen und gemeinnützigen Online-Plattform, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit.</p>
<p>Was die Finanzierung von unabhängigem Online-Journalismus angeht, zeigt man sich bei Infosperber pragmatisch. So sind die Autorinnen und Autoren frei, ihre Beiträge anderen Medien gegen Honorar anzubieten. Infosperber besteht nicht auf der Erstpublikation. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es aber anders aus, wie Urs P. Gasche weiss: «Unsere Autorinnen und Autoren gehen aufgrund ihrer Erfahrungen davon aus, dass ihre Beiträge wegen des Inhalts oder der Form in der Regel keine zahlenden Abnehmer finden würden.»</p>
<p>Wenn nun als Konsequenz dieser Erfahrungen ausgerechnet Tamedia journalistische Leistungen geschenkt erhält, ein Verlag, der in den letzten Jahren die Budgets für freie Mitarbeiter zusammengestrichen hat, entbehrt das nicht einer gewissen Tragik. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich Infosperber als «gemeinnützige Plattform» versteht, «deren Inhalte unverändert und mit Quellenangabe der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.» 20 Minuten Online ist erst in zweiter Linie «Öffentlichkeit». Zuerst ist es Teil eines börsennotierten und gewinnorientierten Medienunternehmens. Dem verlagsunabhängigen Journalismus, der seit ein paar Jahren im Netz eine neue Blüte erlebt und nach tragfähigen Finanzierungsmodellen sucht, erweisen solche Gratis-Partnerschaften einen Bärendienst.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/">Wer hat, dem wird gegeben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
