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	<title>Junge Freiheit | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Hilfe, die «Junge Freiheit»! Die Schweizer Kette Press &#038; Books säubert die Regale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 09:26:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Valora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darf man rechte Medien verkaufen? Diese Frage hat das Handelsunternehmen Valora im Fall einer Berliner Zeitung mit Nein beantwortet. Die Entscheidung irritiert. Ist die deutsche Öffentlichkeit in Sachen Pressefreiheit toleranter als die Schweiz?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/04/hilfe-die-junge-freiheit-die-schweizer-kette-press-books-saeubert-die-regale/">Hilfe, die «Junge Freiheit»! Die Schweizer Kette Press & Books säubert die Regale</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Darf man rechte Medien verkaufen? Diese Frage hat das Handelsunternehmen Valora im Fall einer Berliner Zeitung mit Nein beantwortet. Die Entscheidung irritiert. Ist die deutsche Öffentlichkeit in Sachen Pressefreiheit toleranter als die Schweiz?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/04/hilfe-die-junge-freiheit-die-schweizer-kette-press-books-saeubert-die-regale/">Hilfe, die «Junge Freiheit»! Die Schweizer Kette Press & Books säubert die Regale</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Junge Freiheit» verschwindet aus Valora-Regalen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/02/27/junge-freiheit-verschwindet-aus-valora-regalen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 14:24:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Valora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Press &#038; Books-Shops der Valora-Gruppe führten bis vor kurzem zwei Presse-Titel mit rechtsnationalem Inhalt. Die Wochenzeitung «Junge Freiheit» ist nach «Blick»-Recherchen aus dem Sortiment genommen worden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/27/junge-freiheit-verschwindet-aus-valora-regalen/">«Junge Freiheit» verschwindet aus Valora-Regalen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Press &#038; Books-Shops der Valora-Gruppe führten bis vor kurzem zwei Presse-Titel mit rechtsnationalem Inhalt. Die Wochenzeitung «Junge Freiheit» ist nach «Blick»-Recherchen aus dem Sortiment genommen worden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/27/junge-freiheit-verschwindet-aus-valora-regalen/">«Junge Freiheit» verschwindet aus Valora-Regalen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gerhard-Löwenthal-Preis: Journalismus, wie er der AfD gefällt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/28/gerhard-loewenthal-preis-journalismus-wie-er-der-afd-gefaellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 14:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Journalistenpreise gibt es wie Sand am Meer. Den Gerhard-Löwenthal-Preis erhält in Deutschland, wer sich um rechte Publizistik verdient macht. Verliehen wird er von der konservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» und der Stiftung Konservative Bildung und Forschung. Für das Magazin «Vice» war Richard Diesing bei der Preisverleihung in Berlin dabei. Was die Anwesenden eint: «Sie haben das <a href="https://www.vice.com/de/article/ywba3b/wir-waren-bei-einer-preisverleihung-fur-rechte-journalisten">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Journalistenpreise gibt es wie Sand am Meer. Den Gerhard-Löwenthal-Preis erhält in Deutschland, wer sich um rechte Publizistik verdient macht. Verliehen wird er von der konservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» und der Stiftung Konservative Bildung und Forschung. Für das Magazin «Vice» war Richard Diesing bei der Preisverleihung in Berlin dabei. Was die Anwesenden eint: «Sie haben das Gefühl, dass man in Deutschland nicht mehr sagen kann, was gesagt werden muss. Oder zumindest, dass die meisten Medien bewusst Dinge verschweigen. Dass Journalisten wichtige Informationen aus ihren Texten herauslassen. Rechte Journalisten aber, etwa die von der &#8218;Jungen Freiheit&#8216;, die machen das besser und sagen noch, was wirklich ist. Davon sind die Anwesenden überzeugt.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/28/gerhard-loewenthal-preis-journalismus-wie-er-der-afd-gefaellt/">Gerhard-Löwenthal-Preis: Journalismus, wie er der AfD gefällt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Wer die AfD verstehen will, muss die ‹Junge Freiheit› lesen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 12:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[nationalkonservativ]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die nationalkonservative Wochenzeitung «Junge Freiheit» steigert zum wiederholten Mal ihre Auflage, bleibt aber eine Nischenpublikation. Daran ändern auch die Erfolge von AfD und Pegida nichts, als deren intellektuelle Vorhut das deutsche Blatt auftritt. Das Vertrauen in die Massenmedien ist letztlich immer noch grösser, als dies das laute «Lügenpresse»-Geschrei vermuten lassen würde. Als im Januar die Zahlen <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/">«Wer die AfD verstehen will, muss die ‹Junge Freiheit› lesen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die nationalkonservative Wochenzeitung «Junge Freiheit» steigert zum wiederholten Mal ihre Auflage, bleibt aber eine Nischenpublikation. Daran ändern auch die Erfolge von AfD und Pegida nichts, als deren intellektuelle Vorhut das deutsche Blatt auftritt. Das Vertrauen in die Massenmedien ist letztlich immer noch grösser, als dies das laute «Lügenpresse»-Geschrei vermuten lassen würde. <span id="more-26799"></span> Als im Januar die Zahlen für die verkauften Zeitungsauflagen im vierten Quartal 2015 veröffentlicht wurden, waren die Gesichter in den Verlagshäusern lang: «Bild»-Zeitung, minus 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, FAZ minus 6,6 Prozent und «Die Welt» büsste 14,2 Prozent ein. Nur ein Gewinner ging aus der IVW-Analyse hervor: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit#Auflagenentwicklung" target="_blank">die «Junge Freiheit»</a>. Die konservative Wochenzeitung konnte ihre verkaufte Auflage im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 16,4 Prozent auf 25&#8217;868 Exemplare steigern.</p>
<p>Das nimmt sich in absoluten Zahlen, verglichen mit anderen Wochenpublikationen, wie «Zeit», «Spiegel» oder Focus äussers bescheiden aus. Doch der Befund lässt aufhorchen, weil es dem allgemeinen Rückwärtstrend entgegenläuft. Die Redaktion feixte und auf Twitter <a href="https://twitter.com/EndstationLinks/status/689864934381981696" target="_blank">wird gejubelt</a>: «praktisch durchweg Auflagenverluste für die #Lügenpresse, dafür steigert sich die ‹Junge Freiheit›. Gut so».</p>
<p>Eine mögliche Erklärung für den gegenwärtigen Aufschwung der «Jungen Freiheit» liegt auf der Hand: das Blatt profitiert von AfD, Pegida und Flüchtlingskrise. Doch sie greift zu kurz. Hinter dem Erfolg steckt die Kritik national-konservativer Kreise an den «System-Medien», die einseitig berichten und die wahren Umstände der Ereignisse bemänteln würden. Dieses Unbehagen instrumentalisiert die Zeitung.</p>
<p>1986 als Schülerzeitung in Berlin gestartet, ist das Wochenblatt zum Leitmedium der «Neuen Rechten» avanciert. Die Redaktoren, darunter einige ehemalige FAZ-Journalisten, schreiben gegen die politische Korrektheit an und sehen sich als eine Art ausserparlamentarische Opposition der Medien. Die Artikel kommen mit einem antielitären Gestus des «Wir sagen euch die Wahrheit!» daher. Die Beiträge tragen reisserische Titel wie «Gieriger Staatsfunk» oder «Grenzlüge» – was nach Enthüllung klingt, entpuppt sich indes meist als Thesenjouralismus.</p>
<p>Gepaart wird dieser hochtourige, boulevardeske Sound mit einer gehörigen Portion Schwarzmalerei. «Ein Hauch der Weimarer Republikt (sic!, mit Schreibfehler) umweht uns», wird ein Kommentar von Chefredaktor Dieter Stein angekündigt. Dabei scheint das Blatt auch vom Auflagenrückgang der FAZ zu profitieren, die wegen ihrer dezidiert pro-westlichen Haltung in der Ukraine-Krise Abonnenten <a href="http://www.pi-news.net/2015/09/w-huebner-warum-ich-mein-fas-abo-kuendige/" target="_blank">am rechten Rand vergrault</a> hat. Die sogenannten «Putinversteher» haben eine neue publizistische Heimat gefunden.</p>
<p>Der Medienforscher Carsten Reinemann hat neulich in der «Süddeutschen Zeitung» <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/medienkritik-wie-gross-ist-der-vertrauensverlust-in-die-medien-wirklich-1.2858608" target="_blank">einen klugen Satz gesagt</a>: «Je höher die Pressefreiheit, desto grösser ist auch das Misstrauen.» Auf diesen Zusammenhang von Pressefreiheit und Medienvertrauen hat Jan Müller 2013 das erste Mal hingewiesen in <a href="https://books.google.ch/books?id=2_JmjnB-AEAC&amp;lpg=PP1&amp;dq=Jan%20M%C3%BCller%202013%20Mechanisms%20of%20trust&amp;hl=de&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q=Jan%20M%C3%BCller%202013%20Mechanisms%20of%20trust&amp;f=false" target="_blank">«Mechanisms of Trust»</a>. Der Politikwissenschaftler argumentiert auf Basis umfangreicher Analysen, dass das hohe Vertrauen, das Medien in vielen autoritären Staaten geniessen, mit der mangelnden Verfügbarkeit bzw. Vielfalt von Informationsquellen sowie eher traditionalen und autoritären Einstellungen auf Seiten des Publikums zu tun hat.</p>
<p>In Demokratien dagegen, wo die Meinungsfreiheit hochgehalten und Bürger öffentlich Kritik an Staat und Institutionen äussern können, sind die Vertrauenswerte geringer. Was auch heisst: Je höher die Bildungsressourcen der Bevölkerung, desto ausgeprägter ist das Mass der kritischen Distanzierung von staatlichen und politischen Institutionen. Das Misstrauen gegenüber den Medien ist somit demokratieimmanent. Auf Anfrage erklärt Medienforscher Reinemann: «Man muss sich nur mal die Vertrauens-Rankings ansehen. Wo es Alternativen und eine Auswahl gibt – Parteien, Medien – ist das Vertrauen typischerweise geringer als in Kategorien, wo es sie nicht gibt, etwa bei der Polizei oder Universitäten.»</p>
<p>Die Medienvielfalt, deren Mangel die «Junge Freiheit» immer beklagt, ist somit ursächlich für das offenkundige Misstrauen gegenüber der Presse. Und das spielt der konservativen Zeitung derzeit in die Hände. Die Zeitung rühmt sich in einer Werbebroschüre als Intelligenzblatt, 77 Prozent der Leser besässen einen Hochschulabschluss. Die Zahlen sind aber nicht unabhängig bestätigt.</p>
<p>Die <a href="http://www.nzz.ch/ein-seltsames-freiheitsverstaendnis-1.764009" target="_blank">NZZ schrieb 2008</a> über die «Junge Freiheit»: «Biedermännischer Patriotismus in Butzenscheibendeutsch, ein manchmal sehr schiefer Blick auf die nationalsozialistische Geschichte und viel Ressentiment in der Behandlung von Einwanderungsproblemen stehen hier neben Berichten über gesellschaftliche Konfliktzonen, die in anderen Medien lieber beschwiegen werden.» Dieses «Butzenscheibendeutsch» ist inzwischen einem aufgekratzten Erregungston gewichen.</p>
<p>Der Slogan der Zeitung lautet: «Lesen, was Sache ist». Eine Parallele zum Motto der «Weltwoche» «Schreiben, was ist». Doch anders als das «Zentralorgan für politische und moralische Provokationen» (<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben-auto/provokateure-und-fakten-im-fleischwolf/story/24228454" target="_blank">Tages-Anzeiger</a> über die «Weltwoche») vermag die «Junge Freiheit» nicht, Debatten anzustossen. Dafür ist die Reichweite dann doch zu gering und die Konkurrenz in der rechtskonservativen Publizistik zu gross. Neben der «Jungen Freiheit» bestellen Blogs wie «Politically Incorrect» und «Achse des Guten», sowie der Kopp-Verlag, bei dem der ehemalige FAZ-Journalist Udo Ulfkotte erfolgreich Bücher publiziert, erfolgreich das Feld. Die «Junge Freiheit» versucht sich als eine Art Ideenwerkstatt für das rechtskonservative Spektrum zu profilieren.</p>
<p>Wer die AfD verstehen will, müsse die «Junge Freiheit» lesen, sagte Alexander Gauland, Vizepräsident der «Alternative für Deutschland». Die inhaltliche Nähe zwischen der neuen nationalkonservativen Partei und der dem konservativen Blatt ist offenkundig. Entsprechend intensiv ist die Berichterstattung über die neue Partei. Auf der Website wird der AfD <a href="https://jungefreiheit.de/thema/afd/" target="_blank">ein umfassendes Dossier gewidmet</a>, ihre Politiker kommen häufig zu Wort. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adam" target="_blank">Konrad Adam</a>, von 1979 bis 2000 Feuilletonredakteur der FAZ und bis Juli 2015 einer der Bundesvorsitzenden der AfD, publiziert regelmässig in der «Jungen Freiheit».</p>
<p>In einem Beitrag mit dem Titel «Deutschland ruiniert sich» <a href="https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/deutschland-ruiniert-sich/" target="_blank">verstieg sich Adam zur Aussage</a>: «Sie (Die Deutschen) wollen Vorbild sein und der Welt ein Beispiel geben, egal, in welcher Disziplin, im Fussball oder im Autoexport, in Blitzkriegen, Endsiegen oder was auch immer: ‹Wir schaffen das!›» Das ist schon ein abenteuerlicher Vergleich. Was hat die Integration von Flüchtlingen mit dem Endsieg zu tun? Allein diese Aufgabe in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken, kommt einer geistigen Brandstiftung gleich, bis zur Verfassungswidrigkeit ist es hier nicht mehr weit.</p>
<p>Die «Junge Freiheit» wurde jahrelang vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet, wogegen die Zeitschrift erfolgreich klagte. Die Erwähnung der «Jungen Freiheit» als rechtsextreme Publikation im Verfassungsschutzbericht stelle eine «unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit» dar, urteilte das Bundesverfassungsgericht. Seitdem wurde manche radikale Position geschliffen, die Optik nach einem Relaunch modernisiert. Die Zeitschrift kommt nicht so dumpf daher wie richtige rechtsextreme Postillen. Die «Junge Freiheit» ist aus der publizistischen Schmuddelecke heraus, sie ist in bürgerlichen Kreisen lesbar und salonfähig geworden. Die Lücke, die der christlich-konservative «Rheinische Merkur» seit seiner Einstellung 2010 (letzte verkaufte Auflage: 64 356 Exemplare) in der publizistischen Landschaft Deutschlands hinterlassen hat, versucht die «Junge Freiheit» mit einer kernigeren und kantigeren Version zu füllen. Doch passt der Anspruch zur Wirklichkeit?</p>
<p>Der Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenharter, der sich in mehreren Publikationen mit der «Jungen Freiheit» beschäftigt hat, sagt im Gespräch mit der Medienwoche: «Die Zeitung bemüht sich schon sehr, die AfD zu umgarnen, mehr als Pegida.» Die Unzufriedenheit mit Merkel und Merkels CDU treibe wohl einige Leute hin zur «Jungen Freiheit», die Leserbriefe seien jedenfalls «überdeutlich». So könnte die Zeitung zu einer AfD-Postille verkommen, einem Parteiorgan, das nur aus Gründen der politischen Unkorrektheit den Politikern nach dem Mund redet. Dieser Effekt nutzt sich schnell ab. Kluge Köpfe gibt es in der Redaktion durchaus, Leute, die schreiben und Sachverhalte auf den Punkt bringen können.</p>
<p>Gleichwohl hat es die «Junge Freiheit» nicht geschafft, trotz eines evidenten Rechtsrutsches der Gesellschaft aus ihrem Nischendasein herauszukommen. Der Korridor der nationalkonservativen Publizistik ist in Deutschland schmal. Die Zeitung wirkt zuweilen wie ein Altherrenblatt, das man bei einer Zigarre in einem deutschen Wirtshaus liest. Will das Blatt aus einer Nische herausbrechen und neue Leserschichten erschliessen, braucht es ideell und personell eine Verjüngungskur. Das Gedankengut der Neuen Rechten wirkt verkopft und nicht mehr zeitgemäss, junge Leser werden damit nicht erreicht. Auf der anderen Seite scheint der Erfolg von AfD und Pegida bis weit ins bürgerliche Milieu die Grenzen nationalkonservativer Publizistik zu weiten. Der Boden für die «Junge Freiheit» stünde damit bereit. Gut möglich, dass die Redaktion bei der nächsten Verkündung der IVW-Zahlen erneut jubeln wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/">«Wer die AfD verstehen will, muss die ‹Junge Freiheit› lesen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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