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	<title>Kleinbasler Zeitung | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Memoriav, TX Group, Kleinbasler Zeitung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 May 2021 07:53:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Der neue Archivschatz Memobase Seit dieser Woche eröffnet die generalüberholte Suchplattform memobase.ch ganz neue Möglichkeiten, um sich durchs «audiovisuelle Erbe der Schweiz» zu wühlen. Memobase versammelt hunderttausende Fernseh-, Radiobeiträge und Fotos aus allen möglichen Schweizer Medienarchiven. Für manches, etwa die Rundschau-Reportage von 1969 über eine Rockerkommune, braucht man ein Login der SRF-Mediendatenbank <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/22/memoriav-tx-group-kleinbasler-zeitung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210522b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-88753" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210522b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210522b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210522b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Good-Bad-Ugly-20210522b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Der neue Archivschatz Memobase</h3>
<p>Seit dieser Woche eröffnet die generalüberholte Suchplattform <a href="https://memoriav.ch/de/die-neue-memobase-hebt-ab-medienmitteilung/" rel="noopener" target="_blank">memobase.ch</a> ganz neue Möglichkeiten, um sich durchs «audiovisuelle Erbe der Schweiz» zu wühlen. Memobase versammelt hunderttausende Fernseh-, Radiobeiträge und Fotos aus allen möglichen Schweizer Medienarchiven. Für manches, etwa die Rundschau-Reportage von 1969 über eine Rockerkommune, braucht man ein Login der SRF-Mediendatenbank FARO.</p>
<p>Doch über 100’000 Medien sind frei verfügbar. Kaum je lud eine Online-Suchmaske so sehr zum Schmökern ein: «Frauen Unterbäch» ins Suchfeld tippen und schon ist man beim Filmwochenschau-Beitrag zum <a href="https://memobase.ch/de/object/bar-001-SFW_0761-2" rel="noopener" target="_blank">«Frauenstimmrecht in Unterbäch»</a> von 1957. Schränkt man nun in der Leiste links auf die Jahre «1931–1940» ein, kommt man zu einem Beitrag über die <a href="https://memobase.ch/de/object/bar-001-SFW_0008-3_ip" rel="noopener" target="_blank">Tabakernte im Wallis von 1940</a>. Für Journalist:innen werden damit Materialien, die sie bisher mit Aufwand sichten mussten, geradezu spielerisch greifbar. Dank dem neuen Memobase kann man auch im stressigen Tagesgeschäft seine Artikel um historische Zeitzeug:innenstimmen bereichern. Oder schlicht Stunden verplempern … Oh, die Deadline!</p>
<h3>The Bad – Wird der Eat.ch-Preis bald von Belgrad verschickt?</h3>
<p>«Für deine herausragende Arbeit» erhalten dutzende Tamedia-Journalist:innen im Rahmen der internen <a href="https://www.tamedia.ch/de/unternehmen/newsroom/medienmitteilungen/tamedia-zeichnet-die-erfolgreichsten-artikel-mit-den-abo-awards-aus" rel="noopener" target="_blank">«Abo-Awards»</a> einen 100-Franken-Gutschein von Eat.ch, weil ihre Artikel besonders viele neue Abos generierten oder eine hohe Verweildauer hatten. Der Mutterkonzern TX Group wiederum plant für das ganze Unternehmen, was bei «20 Minuten» bereits der Fall ist: die Auslagerung von HR- und Finanzaufgaben nach Belgrad, wie die <a href="https://www.republik.ch/2021/05/20/zehn-absurde-sparuebungen-von-schweizer-medien-das-listicle" rel="noopener" target="_blank">«Republik»</a> berichtet. Wie kann eine Personalabteilung, die Bedürfnisse von Mitarbeitenden kennen und deren Fähigkeiten einschätzen muss, über 1250 Kilometer und eine Sprachbarriere hinweg funktionieren? TX-Group-Sprecher Michele Paparone erklärt gegenüber der MEDIENWOCHE, dass «Dienstleistungen, die nahe an den Mitarbeitenden sind» weiterhin «lokal erbracht» werden. Was hingegen nach Belgrad umziehen soll, ist die Datenanalyse: «Einzelne Aspekte der technischen Plattform, auf der die Personalien und HR-Datensätze gespeichert sind», könne die TX Group «lokationsunabhängig» betreuen.</p>
<p>Gegenwärtig sucht das Belgrader Team einen <a href="https://jobs.txservices.rs/jobs/1178506-senior-hr-data-analyst-hr-controller" rel="noopener" target="_blank">«Senior HR Data Analyst»</a>. Beim Lesen der Stellenausschreibung kann einem die Lust aufs Auswandern überkommen: Während Tamedia in der Schweiz vor vier Jahren die Papierkörbe wegsparte, bietet die TX Group in Belgrad «work-life balance», flexible Arbeitszeit, sowie «beer evenings, yearly retreats» und eine «fun atmosphere». Wer weiss, vielleicht entscheiden schon nächstes Jahr ausgeglichene Belgrader:innen, welche überlasteten Zürcher:innen Eat.ch-Gutscheine und ein Danke «für deine herausragende Arbeit» erhalten.</p>
<h3>The Ugly – Ach, wie gern würde ich die «Kleinbasler Zeitung» lieben…</h3>
<p>Die <a href="https://www.kleinbasler-zeitung.ch/index.html" rel="noopener" target="_blank">«Kleinbasler Zeitung»</a> berichtet aus meinem Quartier, wie aus einer guten alten Zeit, die es wahrscheinlich niemals gegeben hat. Einmal im Monat erscheint sie, Auflage 46’000, die fünfköpfige Redaktion sitzt über der Modeboutique des Verlegers. Es gibt Texte übers Stadtleben, historische Verbrechen und das neuste aus dem Zoo. Die Gratiszeitung hat tolle Formate: Die Kolumne «Mir hänn jetz e Katz», wo «Gluggsi, der Maudi» in Mundart über Gefühlshöhen und Tiefen der Katzenhaltung schreibt. Noch besser ist «Auf ein Bier mit …». Dort porträtiert ein Redaktor ältere Herren – meist Stammgäste des Restaurants «Schoofegg», bei der Redaktion gleich um die Ecke.</p>
<p>Ich möchte die «Kleinbasler Zeitung» lieben – doch leider ist sie hoffnungslos reaktionär! Das war schon immer so, aber noch keine Ausgabe war so vorgestrig wie <a href="https://www.kleinbasler-zeitung.ch/archiv/pdf/05_KBZ_20.05.2021.pdf" rel="noopener" target="_blank">die vom 20. Mai</a>: Begleitet vom Schriftzug «Isch das no unser Basel?» zeigt sie ein leeres, noch nicht mal verspraytes Tramhäuschen auf dem Titel. Die Antwort gibt Seite 3. «Das isch nümm myy Stadt …» – so startet eine dreiviertel Seite anonymer und gehässiger Fasnachtsverse: gegen «Drägg», Demonstrationen und Parkplatzvernichtung. Aber vor allem gegen obdachlose Bettler:innen aus Osteuropa. Der anonyme Schreiber verbreitet dabei auch Falschinformationen, etwa, dass diese in Hotels schlafen dürfen oder dass ja niemand Kritik hören wolle. Dabei war die Stimmung schon vor diesen Versen aufgeheizt bis rassistisch. Just ein paar Tage vor Erscheinen der «Kleinbasler Zeitung» beantragte die Regierung ohnehin die Wiedereinführung eines <a href="https://www.medien.bs.ch/nm/2021-regierungsrat-beantragt-die-einfuehrung-eines-ausgedehnten-bettelverbotes-rr.html" rel="noopener" target="_blank">Bettelverbots</a>. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/22/memoriav-tx-group-kleinbasler-zeitung/">Memoriav, TX Group, Kleinbasler Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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