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	<title>Leserbriefe | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Aug 2018 12:33:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ungefilterte PR auf den Leserbriefseiten der NZZ</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/08/17/ungefilterte-pr-auf-den-leserbriefseiten-der-nzz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 12:33:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lobbys versuchten schon immer, Leserbrief-Seiten für ihre Zwecke zu missbrauchen. Die NZZ verlangt keine Interessen-Deklaration.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lobbys versuchten schon immer, Leserbrief-Seiten für ihre Zwecke zu missbrauchen. Die NZZ verlangt keine Interessen-Deklaration.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/17/ungefilterte-pr-auf-den-leserbriefseiten-der-nzz/">Ungefilterte PR auf den Leserbriefseiten der NZZ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Feuerwerke der Ausgewogenheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/01/09/feuerwerke-der-ausgewogenheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 09:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer regelmässig die Leserbriefe in Schweizer Zeitungen liest, kennt die Unterschrift «Pascal Merz, Sursee». Kein Wunder: 2010 und 2011 wurden unter diesem Namen je 200 Leserbriefe abgedruckt. Der Vielschreiber erzählt der MEDIENWOCHE, wie man einen Leserbrief schreibt, der abgedruckt wird. Vielschreiber unter den Leserbriefschreibern an Schweizer Zeitungen gibt es einige, zum Beispiel «Heinrich Frei, Zürich» <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/09/feuerwerke-der-ausgewogenheit/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/09/feuerwerke-der-ausgewogenheit/">Feuerwerke der Ausgewogenheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer regelmässig die Leserbriefe in Schweizer Zeitungen liest, kennt die Unterschrift «Pascal Merz, Sursee». Kein Wunder: 2010 und 2011 wurden unter diesem Namen je 200 Leserbriefe abgedruckt. Der Vielschreiber erzählt der MEDIENWOCHE, wie man einen Leserbrief schreibt, der abgedruckt wird.</strong></p>
<p>Vielschreiber unter den Leserbriefschreibern an Schweizer Zeitungen gibt es einige, zum Beispiel «Heinrich Frei, Zürich» (2011 über 70 abgedruckte Leserbriefe) oder «Walter Egli, Zürich» (2011 über 60). An «Pascal Merz, Sursee» kommen sie aber nicht heran. Bis vor kurzem hatte Merz zwei bis drei Sonntagszeitungen, die Weltwoche (vor der Ära Roger Köppel) und immer eine Tageszeitung abonniert. Doch auch wenn seine Leserbriefproduktion ungebrochen hoch ist, fehlt ihm heute die Zeit für so viel Papier. Es gibt ausserdem ein Problem mit der Qualität: «Falsche Leads. Falsche oder falsch benannte Bilder. Faktische Fehler bei Sportresultaten. Oder eine Legende vorne weist nicht auf die Seite hin. Das hat sicher auch mit dem Zeitdruck zu tun», sagt er nachsichtig. Es verbleiben zwei abonnierte Printpublikationen: die «Sonntagszeitung» und die «Neue Luzerner Zeitung» («die haben wir wegen dem Lokalen abonniert, sie hat aufgrund der fehlenden Konkurrenz leider auf der ganzen Linie an Qualität eingebüsst»). Andere Publikationen werden je nach Bedarf am Kiosk gekauft.</p>
<p>Merz lebt mit seiner Freundin zusammen in Sursee, aufgewachsen ist er in einem Einfamilienhaus auf dem Land. Er spricht in klaren, kurzen Sätzen, die von langen Pausen getrennt sind. Hetzen lässt er sich bestimmt nicht. Manchmal beginnt er unvermittelt zu schmunzeln, was sehr sympathisch wirkt. Am linken Handgelenk trägt er zwei Bänder, ein weisses und ein rotes, auf dem «Hop Suisse», «Hopp Schwiiz» steht.</p>
<p>«Politisch stehe ich am rechten Rand …» &#8211; ich horche gespannt auf im Bahnhofbuffet Olten, wo wir uns per gutschweizerischem Kompromiss treffen &#8211; «… der SP.» Nun ja. Doch, doch: «Ich nehme auch Positionen ein, die nicht links sind. Ich bin zum Beispiel für die Privatisierung von Unternehmen wie der Swisscom oder den Kantonalbanken. Oder bei den Schulden: Wichtig ist ein ausgeglichener Staatshaushalt. Da geht es um Generationen nach uns.» Auf der schwarzen Windjacke steckt ein winziger, roter SP-Pin. Ja, er habe sich für die Kantonsratswahlen im Kanton Luzern aufstellen lassen, sei dann aber nicht gewählt worden. Um seine Unabhängigkeit zu bewahren, sei er gar nie in die Partei eingetreten: «Aktuell bin ich SP-Sympathisant, aber noch nicht Parteimitglied.»</p>
<p>Auch wenn nicht immer der Eindruck entsteht &#8211; Merz kann sich durchaus positionieren: Für den Gegenvorschlag zur SVP-Ausschaffungsinitiative. Für eine Finanzmarkttransaktionssteuer. Für die Abschaltung des AKW Mühleberg. Für mehr Teilzeitarbeitsplätze für Männer. Für einen teamfähigen Bundesrat. Meistens aber wählt er das Sowohl-Als-Auch. Wie Buddha unter dem Bodhibaum ruht er in sich, ist so freundlich, sachlich und ausgewogen wie seine Kommentare &#8211; man könnte auch sagen: nichtssagend. Das müsste man dann aber auch dem ZEN-Buddhismus vorwerfen. Oder man müsste dem Sempachersee unterstellen, er sei langweilig. Von rechts komme oft die Kritik, er schreibe im Mainstream, sagt er. Und beginnt zu schmunzeln.</p>
<p>Bei manchen seiner Sätze hat man tatsächlich den Eindruck, sie irgendwo schon mal gelesen zu haben:</p>
<p>«Wer über Christian Constantin und den FC Sion den Kopf schüttelt, der dürfte bei Bulat Tschagajew wohl einfach nur noch sprachlos sein.»</p>
<p>«Man kann Alex Frei gut finden oder nicht. Doch auch er hat einen gewissen Respekt verdient.»</p>
<p>«Die Opposition zu Berlusconi scheitert schon daran, zusammen gegen etwas zu sein.»</p>
<p>«Ich missgönne den Superreichen ihre Vermögen nicht, mein Neid hält sich in Grenzen, doch ich mache mir Sorgen um das stabile Fundament der Schweiz.»</p>
<p>«Enthaltsamkeit und Treue zu predigen, ist sicher nicht falsch. Dabei die herrschende Realität zu vergessen, aber schon.»«Aktuell sterben wieder sehr viele Menschen an Hunger. Dies scheint uns jedoch nur bedingt zu interessieren.»<br />
Ich frage Merz nach dem Rezept, um über 200 Leserbriefe im Jahr abgedruckt zu kriegen. Er nennt vier Punkte:</p>
<ul>
<li>Positionieren, aber sachlich.</li>
<li>Auf einen konkreten Artikel beziehen.</li>
<li>Je kürzer, desto besser (1100 bis 3000 Zeichen. Es ist eine Kunst, in wenigen Sätzen viel auszusagen).</li>
<li>Schweizer Themen liefern (wenn man über das Ausland schreibt, ist man noch eher ein Exot, es sei denn, es geht um die EU).</li>
</ul>
<p>Wissen muss man dazu, dass Merz seine Briefe oft an mehrere Redaktionen schickt. Er schreibt sie meistens im Zug zur Arbeit, und zwar handschriftlich in ein Notizbuch. Abends dann tippt er sie ab und verschickt sie per E-Mail.</p>
<p>Publizistische Feuerwerke des vernunftgeleiteten und ausgewogenen Kompromisses könnte man die Werke von Merz nennen &#8211; was man sich nur mit einiger Anstrengung irgendwie aufregend vorstellen kann. Als Leitartikler einer nicht zu extremen Zeitung würde Merz mit Sicherheit einen guten Job machen. Doch lieber ist er «Leiter Akquisition» bei den Caritas-Märkten. Und schreibt Leserbriefe in seiner Freizeit.</p>
<p><small>Das Gespräch mit Pascal Merz wurde am 8. November 2011 im Bahnhofbuffet Olten geführt.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/09/feuerwerke-der-ausgewogenheit/">Feuerwerke der Ausgewogenheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Jeden Tag Krawall</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 09:11:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Giacobbo/Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ Online]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Talkback]]></category>
		<category><![CDATA[süddeutsche.de]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Holderegger]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Feedback]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für viele Redaktionen werden die Online-Kommentere ihrer Leser zunehmend zur Belastung: Sie bringen oft keinen publizistischen Mehrwert und verursachen viel Aufwand bei der Moderation. Der häufig verletzende Ton und Inhalt motivieren Redaktoren nicht eben, sich selbst an den Online-Diskussionen zu ihren Artikeln zu beteiligen. Erster Teil einer Serie zu Gegenwart und Zukunft der Online-Kommentare. Früher <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/">Jeden Tag Krawall</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/megafon.jpg" class="alignleft" width="120" height="114" /> Für viele Redaktionen werden die Online-Kommentere ihrer Leser zunehmend zur Belastung: Sie bringen oft keinen publizistischen Mehrwert und verursachen viel Aufwand bei der Moderation. Der häufig verletzende Ton und Inhalt motivieren Redaktoren nicht eben, sich selbst an den Online-Diskussionen zu ihren Artikeln zu beteiligen.</p>
<p>Erster Teil einer Serie zu Gegenwart und Zukunft der Online-Kommentare.<br />
<span id="more-28860"></span><br />
Früher gab es in eigens dafür ausgewiesenen Spalten der Tages- und Wochenzeitungen einige wenige Leserbriefe. Deren Qualität wurde von der jeweiligen Redaktion geprüft. Der Autor des Leserbriefes wurde mit Namen und Wohnort genannt. Eifrige Leserbriefschreiber, deren Traktate regelmässig veröffentlicht wurden, durften sich in einem gewissen Sinne geadelt fühlen. Und: Die Zuschriften wurden gelesen und manchmal entwickelte sich daraus eine gepflegte Debatte; ein gesittetes Hin und Her der Argumente.<br />
Mit dem Aufkommen der Online-Kommentare wurde alles anders: Jeder Leser kann sofort nach Aufschaltung eines Artikels zu diesem seine Meinung kundtun, sich mit anderen austauschen und neue Informationen hinzufügen.</p>
<p>Eigentlich müssten die Redaktionen, Verlage und die Kommentatoren der Online-News-Plattformen zufriedener denn je sein: Die Leser können sich äussern, kritisieren und ihr Sendungsbewusstsein ad hoc befriedigen, und die Verlage profitieren von zusätzlichem Traffic, einer hohen Dynamik auf ihrer Online-Ausgabe und von neuen Möglichkeiten der Leserbindung.<br />
Doch von Zufriedenheit ist allerorten nur wenig zu spüren. Statt den seriösen Meinungsaustausch zu pflegen, hagelt es häufig übelste Beschimpfungen, immer wieder kommt es zu verbalen Schlägereien unter den Online-Kommentartoren. An den Haaren herbeigezogene Argumentationslogiken und Beschimpfungen sind an der Tagesordnung. Sowas mögen weder Journalisten noch die hinsichtlich Stilempfinden und Inhaltsqualität mehr oder minder anspruchsvollen Leser.</p>
<p>Manchem Redaktor mag beim Ansehen des Sketches «Talkback-Nerds» (Giacobbo/Müller) das Lachen buchstäblich im Halse steckenbleiben.</p>
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<p>Denn was Giacobbo/Müller da zeigen, ist der Realität näher, als einem lieb sein kann. Immerhin nimmt die Zahl der zu beanstandenden Kommentaren laut den Verantwortlichen von Blick, NZZ, Tages-Anzeiger, Bild-Online und sueddeutsche.de nicht mehr zu, was vor allem den administrativen und technischen Massnahmen geschuldet sein dürfte.</p>
<p>Neu ist das Problem der entgleisten Online-Kommentare nicht: Stefan Niggemeier, langjähriger Medienredaktor der «Frankfurter Allgemeinen am Sonntag» sowie Gründer und Autor des BILDblog.de beschrieb bereits im März 2008 in seiner klugen Analyse (<a href="http://www.faz.net/artikel/C31013/online-kommentare-wie-sag-ich-s-meinem-randalierer-30126247.html" target="_blank">«Wie sag ich’s meinem Randalierer?»</a>), mit welchen Schwierigkeiten die Redaktionen in ihren Online-Kommentaren kämpfen und bezeichnete die ganze Entwicklung als «mühsamen Lernprozess».<br />
Seitdem nimmt der Druck zu. Denn innerhalb der Redaktionsleitungen wird längst darüber geklagt, dass sich die Talkbacks enthemmter Kommentatoren schädlich auf das Image der jeweiligen News-Plattform auswirken und anspruchsvolle Leser die besorgte Frage stellen: «Was muss das für eine Zeitung sein, die solche Leser hat?»</p>
<p>Stefan Plöchinger, Chefredaktor von sueddeutsche.de und Urs Holderegger von NZZ-Online sind sich durchaus bewusst, dass sich ihre Titel ein Image-Problem einhandeln, wenn sich die Qualität der Online-Kommentare nicht verbessert. In beiden Redaktionen werden deshalb eifrig mögliche Problemlösungen diskutiert. Im Fokus ihrer Bemühungen stehen dabei nicht nur die Leser und Kommentatoren, sondern auch die eigenen Redaktoren. Stefan Plöchinger: «Denn der scharfe Ton in den Kommentaren und auch persönliche Angriffe führen dazu, dass wir weniger Lust haben, uns an Diskussionen zu beteiligen.»<br />
Der Stachel sitzt tief: Nicht nur bei der Online-Ausgabe der «Süddeutschen», auch bei Spiegel-Online halten sich mittlerweile einzelne Redaktionsmitglieder damit zurück, ihre Artikel auch online zu publizieren, weil sie die geharnischten und persönlich oft verletzenden Kommentare der Leser fürchten. «Der Aufwand beim Community Management», resümiert Urs Holderegger von NZZ-Online, «nimmt zu. Auf Dauer wird man das nicht mehr nebenher managen können.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/">Jeden Tag Krawall</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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