<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Magazinjournalismus | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/magazinjournalismus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 Jan 2019 11:15:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Wie ich aus der Ferne das Lokale wiederentdeckte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/26/wie-ich-aus-der-ferne-das-lokale-wiederentdeckte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carmen Epp]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 10:07:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Tierwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Urner Wochenblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Urner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Lokaljournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Magazinjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/?p=43695</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele nutzen den Lokaljournalismus als Sprungbrett, um dereinst für ein Magazin oder ein nationales Medium zu arbeiten. Unsere Kolumnistin jedoch ging den umgekehrten Weg: Vom Magazinjournalismus zurück ins Lokale. Wieso? Eigentlich hatte ich dem Lokaljournalismus und dem Kanton Uri ja abgeschworen. Die immer gleichen Anlässe mit den immer gleichen Personen und Geschichten, und nicht zuletzt <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/26/wie-ich-aus-der-ferne-das-lokale-wiederentdeckte/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/26/wie-ich-aus-der-ferne-das-lokale-wiederentdeckte/">Wie ich aus der Ferne das Lokale wiederentdeckte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele nutzen den Lokaljournalismus als Sprungbrett, um dereinst für ein Magazin oder ein nationales Medium zu arbeiten. Unsere Kolumnistin jedoch ging den umgekehrten Weg: Vom Magazinjournalismus zurück ins Lokale. Wieso?</strong></p>
<p>Eigentlich hatte ich dem Lokaljournalismus und dem Kanton Uri ja abgeschworen. Die immer gleichen Anlässe mit den immer gleichen Personen und Geschichten, und nicht zuletzt der Umgang des Kantons mit dem Fall Walker brachten mich dazu, dem Mikrokosmos Uri und dem «Urner Wochenblatt» nach fünf Jahren den Rücken zu kehren. Weg von der Heimat in Uri und der Aktualität, hin zu den Tieren und zeitloseren Themen bei der «Tierwelt». Das war vor zweieinhalb Jahren.</p>
<p>Nun bin ich zurück – im Kanton Uri und im Lokaljournalismus. Bei einer anderen Zeitung zwar – der «Urner Zeitung», der Konkurrenz meines früheren Arbeitgebers – aber wieder konfrontiert mit all dem, was mich damals geradezu flüchten liess. Was war geschehen?</p>
<p>Der Wechsel hätte wohl radikaler nicht sein können. Von der auf einen Kanton spezialisierten Allroundern wurde ich von heute auf morgen zur Hunde-Spezialistin. Auch die Arbeitsweise änderte sich: Beim «Urner Wochenblatt» sass mir stets die Aktualität im Nacken, die ich in begrenzte Zeilen quetschen musste. Bei der «Tierwelt» konnte ich mich gut und gerne eine Woche einem einzigen 7000-Zeichen-Artikel widmen. Ich hatte freie Hand bei der Themenwahl und der Einteilung meiner Zeit.</p>
<p>Ich verstehe jeden Kollegen, der sich genau das wünscht. Und ich möchte die Erfahrungen, die ich während den zwei Jahren bei der «Tierwelt» sammeln durfte, auch keineswegs missen. Nur war das auf Dauer nichts für mich. Ich merkte, dass sich die Themen bei einem spezialisierten Gebiet ebenfalls oder gar noch schneller wiederholen als man denkt. Und mir fehlte plötzlich, was mich zwei Jahre zuvor weggetrieben hatte: die Aktualität, die Pflichtstoffe, die Kürze und – so absurd und unglaublich das auch klingen mag – sogar der Stress.</p>
<p>Trotzdem haderte ich zuerst, als mich der Redaktionsleiter der «Urner Zeitung» anrief und mir eine Stelle anbot. Würde ich wirklich auf den Luxus des langsamen Magazinjournalismus verzichten und in die Heimat zurückkehren wollen? Schliesslich warteten dort wieder die gleichen Anlässe, die gleichen Personen und die gleichen Themen, die mich vor zwei Jahren zur Flucht getrieben hatten. Doch ich sagte zu, mit der Befürchtung zwar, dass ich die Entscheidung schon bald bereuen würde.</p>
<p>Doch es kam anders. Der Anfang war zwar schwer. Das Wiedersehen mit alten Bekannten, denen ich Jahre zuvor als Journalistin auf die Füsse getreten war. Das flaue Gefühl vor dem Einschlafen, ob sich beim Artikel, den ich in kürzester Zeit schreiben musste und der morgen im Blatt ist, keine Fehler eingeschlichen hatten. Das Wissen, dass der verärgerte Leser nicht irgendwo am anderen Ende der Schweiz die Faust im Sack macht, sondern mir beim Spaziergang durchs Dorf begegnen würde. Daran musste ich mich erst wieder gewöhnen.</p>
<p>Seither sind es aber gerade diese Aspekte des Lokaljournalismus, die ich geniesse. Die Nähe zum Leser, die Unmittelbarkeit zu dem, was die Leute beschäftigt und das Gefühl, etwas bewirken zu können, wenn auch nur im Kleinen – all das wirkt ungemein belebend, selbst nach sehr langen und sehr stressigen Tagen.</p>
<p>Ich bin mir bewusst, dass die Euphorie, die ich jetzt verspüre, wieder abreissen könnte. Wie damals vor zweieinhalb Jahren. Im Gegensatz zu damals weiss ich aber heute, dass ich – allen Widrigkeiten zum Trotz, die der Lokaljournalismus mit sich bringt – früher oder später wieder ohnehin wieder zurückkehren würde. Einmal Lokaljournalistin, immer Lokaljournalistin.</p>
<p><em>Bildquelle Vorschaubild:</em> Collage, Hintergrund: <a href="https://www.google.ch/maps/place/Neue+Urner+Zeitung/@46.8802219,8.6467905,3a,75y,231.91h,85.97t/data=!3m7!1e1!3m5!1sblectUO2Cz1n8eXUH85ryg!2e0!6s%2F%2Fgeo1.ggpht.com%2Fcbk%3Fpanoid%3DblectUO2Cz1n8eXUH85ryg%26output%3Dthumbnail%26cb_client%3Dsearch.TACTILE.gps%26thumb%3D2%26w%3D234%26h%3D106%26yaw%3D198.4969%26pitch%3D0%26thumbfov%3D100!7i13312!8i6656!4m5!3m4!1s0x478543850ae6a2ab:0x9465bc5051794734!8m2!3d46.8796088!4d8.6465536">Google Street View</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/26/wie-ich-aus-der-ferne-das-lokale-wiederentdeckte/">Wie ich aus der Ferne das Lokale wiederentdeckte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auswege aus dem Einheitsbrei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 09:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Einheitsbrei]]></category>
		<category><![CDATA[Eveline Dudda]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Magazinjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Print-on-Demand]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=21930</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist eines der Grundübel der Medienkrise: Alle versuchen dasselbe wie die Konkurrenz zu machen. Selbst in Bereichen mit grosser Titelvielfalt, findet man eigentlich nur Einheitsbrei. Sein Angebot kann nur differenzieren, wer weiss, was die Leserinnen und Leser wirklich wollen. Seit ich nicht mehr nur freischaffende Journalistin, sondern auch noch Chefredaktorin eines Gartenmagazins bin, frage <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/">Auswege aus dem Einheitsbrei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eines der Grundübel der Medienkrise: Alle versuchen dasselbe wie die Konkurrenz zu machen. Selbst in Bereichen mit grosser Titelvielfalt, findet man eigentlich nur Einheitsbrei. Sein Angebot kann nur differenzieren, wer weiss, was die Leserinnen und Leser wirklich wollen.<br />
<span id="more-21930"></span><br />
Seit ich nicht mehr nur freischaffende Journalistin, sondern auch noch Chefredaktorin eines Gartenmagazins bin, frage ich mich oft, wie man wohl rausfinden könnte, was die Leserinnen und Leser wirklich, tatsächlich, ganz brennend und echt interessiert.</p>
<p>Umfragen trau ich nicht über den Weg, denn man kann Fragen nur selten so stellen, dass die Antwort darauf tatsächlich die wirkliche Meinung wiedergibt. In Umfragen kaufen ja auch 90% der Leute Bio – nur in den Läden schlägt sich das nicht nieder. Oder fast alle machen in Umfragen Sport – auch wenn sie nur sportlich Auto fahren. Wie es mit der Quotenerfassung beim Fernsehen aussieht, hat Nik Niethammer in einer früheren Kolumne bereits dargestellt. Das taugt auch nur bedingt.</p>
<p>Ich träume im Moment von einem Modell à la Print-on-demand, um zu erfahren, worauf das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes «Wert» legen. Dabei müsste niemand das ganze Heft kaufen, sondern könnten am Kiosk entscheiden, welche Themen sie gedruckt haben möchten und müssten natürlich auch nur für diese bezahlen. Die Bewertung ginge folglich Seite für Seite übers Portemonnaie. Ich denke das wäre spannend. Vor allem wenn der Preis hoch genug wäre.</p>
<p>Ich schätze jedenfalls, dass die meisten Zeitschriften und Magazine deutlich dünner würden. Und ich vermute, dass nur selten ein Editorial gekauft würde, wenn man separat dafür zahlen könnte. Denn obwohl alle Magazine, jedenfalls alle Garten- und Lifestyle-Magazine die ich je in die Hand genommen habe, IMMER mit einem Editorial beginnen, muss das ja noch lange nicht heissen, dass alle Leserinnen bereit wären, für ein Editorial zu zahlen.</p>
<p>Ich persönlich gäbe keinen Rappen dafür aus und vermute ein bisschen, dass das ganze primär auf Nachahmungstrieb basiert: Weil alle Redaktionen ein Editorial haben, meinen alle anderen, sie müssten auch eines haben. Und weil die anderen Editorials langweilig sind, muss das eigene auch nicht wirklich besser sein. (Falls sich jetzt irgendjemand getreten fühlt: Das bezieht sich, wie gesagt, nur auf jene Zeitschriften und Magazine der Garten- und Lifestyle-Kategorie die ich kenne&#8230;.)</p>
<p>Oder nehmen wir die Briefe an die Redaktion: Tatsächlich gibt es Zeitschriften oder Zeitungen in denen die Leserbriefe mindestens so spannend sind wie die eigentliche Berichterstattung. In Garten- und gartennahen Lifestyle-Magazinen ist das aber nie der Fall. Dort enthalten die Leserbriefe fast nur Aussagen wie «Wunderschönes Heft!» oder «Herzlichen Dank für die tollen Beiträge!» und dergleichen Lobgesänge mehr. Würden die Leserinnen für solche «Briefe an die Redaktion» wirklich etwas bezahlen, wenn Sie die Wahl hätten? Ich glaube kaum. Höchstens wenn der eigene Name abgedruckt worden ist.</p>
<p>Diese Art geschriebener Selfies kennt man aus Foren, Blogs, Facebook und Co schon zur Genüge. Und was würde wohl mit den «Leser-fragen-wir-antworten-Rubriken» passieren? In denen die LeserInnen komischerweise immer die «richtigen» Fragen, zum jeweiligen Monatsthema passend, stellen. Ich zweifle ein wenig, dass diese Seiten viel Geld in die Print-on-demand-Kasse spülen würden. Aber man soll ja nicht von sich selbst auf die grosse Masse schliessen.</p>
<p>Mir scheint, diese Gleichschalterei ist eines der Grundübel der Medienkrise: Dass alle versuchen dasselbe wie die Konkurrenz zu machen. Selbst in Bereichen, wo es wirklich viele Titel gibt, (Garten-Natur-Lifestyle!) findet man eigentlich nur Einheitsbrei. Was Leserinnen und Leser tatsächlich wollen weiss zwar niemand so recht, aber welche Zeitschriften erfolgreich sind, scheinen alle zu wissen. Und wenn das Konzept XY erfolgreich ist, dann wird nicht nur das Konzept kopiert, sondern gleich auch noch das Layout und sämtliche Rubriken. Weil das alle machen, werden alle einander immer ähnlicher. Was man am Kiosk dann auch gut sieht…</p>
<p>Als Leserin ärgert mich das, denn ich habe eigentlich keine echte Wahl. Ich kann kein Garten-/Lifestylemagazin ohne Leserbriefe, ohne Promis und Stars, ohne Leserfragen, ohne Kreuzworträtsel und ohne Kochrezept kaufen und ich muss mich dabei immer als «liebe Leserin» auf Seite 3 anquatschen lassen, obwohl ich eher nicht so lieb bin.</p>
<p>Dieses redaktionelle Beigemüse muss ich offenbar in Kauf nehmen wie den Sportteil, die Leserfotos und die Todesanzeigen in der Tageszeitung (Wobei die Todesanzeigen mit steigendem Alter wenigstens interessanter werden.) Bei einer Tageszeitung pro Region mag das ja noch angehen, bei dreissig oder noch mehr Gartenzeitschriften für den deutschsprachigen Raum sollte es dagegen Platz für mehr Vielfalt haben oder etwa nicht?</p>
<p>Als frischgebackene Chefredaktorin macht mich dieser Einheitsbrei nervös. Denn wenn alle in die gleiche Richtung fahren, könnte es ja durchaus sein, dass alles andere zur Geisterfahrt wird. Und die geht selten gut aus. Drum wünsch ich mir so dringend Print-on-demand. Damit ich erfahre, was die Leserinnen und Leser wirklich wollen. Und was ihnen etwas wert ist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/">Auswege aus dem Einheitsbrei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2014/11/10/auswege-aus-dem-einheitsbrei/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
