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	<title>Margrit Sprecher | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Die Reporterin – Margrit Sprecher wird 80</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/05/22/die-reporterin-margrit-sprecher-wird-80/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2016 20:03:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Sprecher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Margrit Sprecher ist die Grande Dame der Schweizer Reportage. Sie ist überhäuft mit Auszeichnungen und hat eine grosse Fangemeinde. Ihre Reportagen lösen oft Kontroversen aus, doch das stört sie nicht, im Gegenteil.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Margrit Sprecher ist die Grande Dame der Schweizer Reportage. Sie ist überhäuft mit Auszeichnungen und hat eine grosse Fangemeinde. Ihre Reportagen lösen oft Kontroversen aus, doch das stört sie nicht, im Gegenteil.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/22/die-reporterin-margrit-sprecher-wird-80/">Die Reporterin – Margrit Sprecher wird 80</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Reporterin Margrit Sprecher erinnert sich an ihre Verleger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/04/04/reporterin-margrit-sprecher-erinnert-sich-an-ihre-verleger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2016 11:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Sprecher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Reporterin Margrit Sprecher wird im April für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Für uns erinnert sie sich an alle ihre Verleger. Ein sehr persönlicher Rückblick auf vierzig Jahre Schweizer Presse.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reporterin Margrit Sprecher wird im April für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Für uns erinnert sie sich an alle ihre Verleger. Ein sehr persönlicher Rückblick auf vierzig Jahre Schweizer Presse.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/04/reporterin-margrit-sprecher-erinnert-sich-an-ihre-verleger/">Reporterin Margrit Sprecher erinnert sich an ihre Verleger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Er sieht die Brücken brennen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/29/er-sieht-die-bruecken-brennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2015 15:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Dengler]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Sprecher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Übernehmen Österreicher die «Neue Zürcher Zeitung»? Der Grazer Veit Dengler will mehr Wandel, als viele Schweizer ertragen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Übernehmen Österreicher die «Neue Zürcher Zeitung»? Der Grazer Veit Dengler will mehr Wandel, als viele Schweizer ertragen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/29/er-sieht-die-bruecken-brennen/">Er sieht die Brücken brennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Honorar zahlt die Credit Suisse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/10/25/honorar-zahlt-die-credit-suisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2013 14:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Credit Suisse Bulletin]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Ammann]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Künzler]]></category>
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		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Sprecher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gleich zwei Zeitungen haben jüngst Artikel veröffentlicht, die ursprünglich für das Bulletin der Credit Suisse geschrieben wurden. Eine Grenzüberschreitung oder nur eine Gratwanderung? Auf den ersten Blick sieht alles ganz normal aus. Ein Interview in der Basler Zeitung mit Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller, eine Recherche der Berner Zeitung zur Entwicklung der Gesetzgebung in der Schweiz. Zwei <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/25/honorar-zahlt-die-credit-suisse/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zwei Zeitungen haben jüngst Artikel veröffentlicht, die ursprünglich für das Bulletin der Credit Suisse geschrieben wurden. Eine Grenzüberschreitung oder nur eine Gratwanderung?<br />
<span id="more-16460"></span><br />
Auf den ersten Blick sieht alles ganz normal aus. Ein Interview in der Basler Zeitung mit <a href="http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Angst-darf-die-Innovation-nicht-hemmen-/story/25666642" target="_blank">Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller</a>, eine Recherche der Berner Zeitung zur <a href="http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Der-unbegrenzte-Eifer-des-Gesetzgebers/story/22333272" target="_blank">Entwicklung der Gesetzgebung in der Schweiz</a>. Zwei Texte, wie man sie – zum Glück – weiterhin in Schweizer Tageszeitungen findet. Erst am Ende der Lektüre bemerkt man den kleinen, aber nicht minder bedeutsamen Unterschied zum Normalfall: Die Artikel stammen aus dem Bulletin der Grossbank Credit Suisse.</p>
<p>Die Umstände der Zweitveröffentlichung in BaZ und BZ unterschieden sich indes in einem zentralen Punkt: Das Shiller-Interview haben zwei Redaktoren des CS-Bulletins geführt. Für die Gesetzgebung-Recherche in der BZ zeichnet dagegen ein freier Journalist, der seinen Artikel nach der Erstveröffentlichung im Bankmagazin auch der Zeitung angeboten hat.</p>
<p>Beim <a href="https://www.credit-suisse.com/ch/de/news-and-expertise/publications/bulletin.html" target="_blank">CS-Bulletin</a> spricht man von Courant normale im Zusammenhang mit der Textübernahme: «Seit wir das Bulletin leiten, gab es immer wieder Zweitverwertungen – das ist nichts Neues. Schon früher wurden Bulletin-Inhalte syndiziert», teilt Simon Brunner auf Anfrage mit. Der frühere Weltwoche-Redaktor verantwortet zusammen mit Michael Krobath und Daniel Ammann (beide auch Ex-Weltwoche) seit 2012 <a href="https://www.credit-suisse.com/ch/de/news-and-expertise/publications/bulletin/service/contact.html" target="_blank">die Redaktion des Bankmagazins</a>. Ihr beruflicher Hintergrund als langjährige Journalisten färbt deutlich auf die Machart des Bulletins ab, das als attraktiv gestaltetes und aktuell gehaltenes Magazin daherkommt. Der einzige, aber entscheidende Unterschied zu anderen Publikationen von diesem Format ist die Grossbank als Herausgeber.</p>
<p>Deshalb stellen sich bei einer Zweitverwertung in einer sich als unabhängig verstehenden Zeitung andere Fragen, als wenn man Artikel von einer befreundeten Redaktion übernimmt. Auch wenn sich das CS-Bulletin einem hochwertigen Magazinjournalismus verpflichtet sieht (und diesen Anspruch durchaus auch einlöst), bleibt es ein PR-Organ der Grossbank. Journalismus-Professor Daniel Perrin ging kürzlich sogar so weit, den Autoren des Bankmagazins den Status als Journalisten abzusprechen. «Jemand, der fürs CS-Bulletin schreibt, zählt für uns nicht als Journalist. Ein Journalist schreibt für die Öffentlichkeit, im Interesse der Öffentlichkeit», sagte Perrin im letzten Juni gegenüber persoenlich.com.</p>
<p>Was aber sagen die Redaktionen von BaZ und BZ zur Zweitveröffentlichung eines Texts, den die Credit Suisse ursprünglich finanziert hat? Während man es in Basel vorzieht zu schweigen und die Fragen der MEDIENWOCHE nicht beantworten will, hat sich die Chefredaktion der Berner Zeitung <a href="https://www.evernote.com/shard/s4/sh/88a2b4de-cbd3-4067-bd1d-c863e542ab7e/942974079037bd1417c84d8afd4e1fd0" target="_blank">umgehend auf Twitter</a> <a href="https://www.evernote.com/shard/s4/sh/f3b39cf1-a263-4b2d-b0bf-7e5d01208c46/fd453ea5add2edebf51e9a7f81e4ce0e" target="_blank">zu Wort gemeldet</a>. Der stellvertretende BZ-Chefredaktor Peter Jost verteidigt die Veröffentlichung mit dem Hinweis auf den Einzelfall. Eine regelmässige Textübernahme hielte er sehr wohl für problematisch. Ausserdem hat die BZ den Artikel nicht 1:1 übernommen, sondern textlich und grafisch überarbeitet und erweitert und dafür den freien Autor auch entschädigt.</p>
<p>Ganz generell stehen die beiden Textübernahmen für eine Grenzverschiebung im Journalismus. Wenn ein freier Journalist eine Recherche zuerst dem Magazin einer Grossbank anbietet und erst für die Zweitverwertung eine unabhängige Tageszeitung anfragt, dann ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, wer die attraktiveren Bedingungen bietet. Selbst die grossen Namen der Branche haben heute offensichtlich kein Problem damit, für Unternehmenspublikationen zu schreiben. So liest man Starreporterin Margrit Sprecher im Magazin des Lebensversicherers Swiss Life. Musikjournalismus-Doyen und Britannien-Fussballkorrespondent der NZZ Hanspeter «Düsi» Künzler schreibt für das neue Wochenmagazin der Fifa.</p>
<p>Für Zeitungen bleibt der Abdruck von Texten aus Firmenpublikationen eine Gratwanderung. Im konkreten Fall, wie bei den beiden erwähnten Artikeln aus BaZ und BZ, kann sich eine Zweitveröffentlichung durchaus als sinnvoll und unproblematisch erweisen. Allerdings müssten Redaktionen solche Übernahmen grundsätzlich als Eingeständnis der eigenen Schwäche und als Ansporn verstehen, möglichst ohne fremde Dienste auszukommen.</p>
<p>Auch wenn sich Journalismus und Unternehmenskommunikation einander immer stärker annähern, verfolgen sie im Kern unterschiedliche Interessen. Ein Firmenmagazin bleibt als Gesamtprodukt ein PR-Instrument, egal wie journalistisch die einzelnen Beiträge auch gemacht sein mögen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/25/honorar-zahlt-die-credit-suisse/">Honorar zahlt die Credit Suisse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Aufgestellt für den Selbstmord</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/02/aufgestellt-fur-den-selbstmord/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 08:20:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schweizer Journalistenbranche will lieber gemeinsam alt werden, statt sich konsequent zu erneuern. Frischen Kräften bleibt der Zugang zu verantwortungsvollen Aufgaben verwehrt. Jüngere Generationen arbeiten und informieren sich woanders. So ist man auf dem besten Wege, sich selbst abzuschaffen. Änderungen sind gefragt! &#8222;Die Zukunft liegt nicht in der Vergangenheit&#8220;, stellt der einzige hauptamtliche Medienredaktor der <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/02/aufgestellt-fur-den-selbstmord/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/02/aufgestellt-fur-den-selbstmord/">Aufgestellt für den Selbstmord</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/09/Bild-von-Lodovico-Agostino-Marazzani-Visconti.png" class="alignleft" width="120" height="120" /> Die Schweizer Journalistenbranche will lieber gemeinsam alt werden, statt sich konsequent zu erneuern. Frischen Kräften bleibt der Zugang zu verantwortungsvollen Aufgaben verwehrt. Jüngere Generationen arbeiten und informieren sich woanders. So ist man auf dem besten Wege, sich selbst abzuschaffen. Änderungen sind gefragt!<br />
<span id="more-28913"></span><br />
<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/simulation_alter_arena-zeiten_1.12104086.html">&#8222;Die Zukunft liegt nicht in der Vergangenheit&#8220;</a>, stellt der einzige hauptamtliche Medienredaktor der Schweizer Tageszeitungen, Rainer Stadler, in der NZZ fest: das &#8222;neue&#8220; Format der &#8222;Arena&#8220; sei nicht mehr als eine Simulation der alten. Richtig, auch <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/19/schauinski/">Schaüinski</a> ist nicht mehr als ein abgefilmter &#8222;Doppelpunkt&#8220;, ein &#8222;Talk Täglich&#8220; mit Designer. Ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet die mehr oder minder verwitterten Gesichter von Roger Schawinski (*1945) und Filippo Leutenegger (*1952) frischen Wind in die öffentlich-rechtlichen und privaten Talkformate bringen sollen?</p>
<p>Die etablierten journalistischen Formate werden zusammen mit ihrem Publikum immer älter. Jüngere Generationen werden damit oft nicht mehr erreicht, denn die <a href="http://www.mpfs.de/?id=189">informieren sich zunehmend im Web</a>. Kontakt mit journalistischen Angeboten haben sie vor allem durch Videoportale, Gratiszeitungen und Online-Portale, doch letztere befinden sich nur noch ab und zu in der Hand der etablierten Verleger. Die Frage sei erlaubt: Wann hat zuletzt eine Titelgeschichte einer Printpublikation die Jugend so begeistert, dass sie deswegen die Kioske stürmte? Es muss irgendwann im letzten Jahrtausend gewesen sein.</p>
<p>Über die Themen, die viele junge Menschen interessieren, berichten etablierte journalistische Formate nur am Rande und wenn, dann nicht selten falsch. Auch wenn das Problem vielerorts erkannt und verbessert wurde, fühlen sich Onlinespieler, Weblogger, Webnutzer zurecht oft unangemessen behandelt. Wer beispielsweise Wegweisendes lesen will über die neusten Entwicklungen im Internet, kann das im Netz täglich tun. Doch in den journalistisch etablierten Medien werden die ganze Branchen umwälzenden Veränderungen durch das Internet noch immer recht stiefmütterlich behandelt. Natürlich auch, weil es sich dabei um die direkte Konkurrenz handelt.</p>
<p>Dass Zeitungen und Zeitschriften kaum noch junge Leser für sich gewinnen können, liegt auch an den Personalstrukturen der Verlage. Es werden zwar durchaus junge Mitarbeiter beschäftigt, doch die sind entweder für online zuständig oder für untergeordnete Aufgaben &#8211; was im Bewusstsein vieler Print-Führungskräfte fatalerweise ein Äquivalent ist. Ganz im Gegensatz zur USA, dort sind die aufstrebenden Stars der journalistischen Branche <a href="http://www.thelmagazine.com/gyrobase/theyre-young-they-re-successful-theyre-not-you/Content?oid=1454923&amp;storyPage=8">26</a>, <a href="http://www.thelmagazine.com/gyrobase/theyre-young-they-re-successful-theyre-not-you/Content?oid=1454923&amp;storyPage=9">25</a>, <a href="http://www.thelmagazine.com/gyrobase/theyre-young-they-re-successful-theyre-not-you/Content?oid=1454923&amp;storyPage=7">23</a> Jahre alt. Wir erinnern uns: &#8222;Weltwoche&#8220;-Chef Roger Köppel, der sich bald als eines der grössten Talente der Schweizer Medienbranche herausstellte, schrieb ab 1994 (mit 29) lange Feuilleton-Texte im &#8222;Tages-Anzeiger&#8220; und wurde 1997 (mit 32) zum Chefredakteur des &#8222;Magazins&#8220;. Welche journalistischen Stars unter 30 oder unter 35 hat die Schweizer Medienszene eigentlich die letzten Jahre geboren? Fällt jemandem ein Name ein?</p>
<p>Überhaupt sind die Plätze in den Redaktionen bereits besetzt und besonders die wirklich attraktiven Jobs werden auch besetzt gehalten. Von Journalisten, die die grosse Sparrunde vor zwei Jahren überlebt haben. Das war gar nicht so einfach und manchmal auch einfach Zufall, denn viele von denen, die ihren Job behalten durften, sind ja nicht besser als jene, die gehen mussten. Gehen mussten alle möglichen Mitarbeiter: Aus nachvollziehbaren sozialen Gründen nicht ganz so schwer fiel der Abschied von Alten, die frühpensioniert werden konnten und von Jungen, die &#8222;sicher wieder was finden&#8220;. Doch Journalismus sollte von allen Gesellschaftsschichten für alle Gesellschaftsschichten gemacht werden. Neben den Jungen in Führungspositionen fehlen auf vielen Redaktionen die Nicht-Akademiker, eine riesige Gruppe, von denen durchaus viele schreiben können. &#8222;Tagi&#8220;-Co-Chef Res Strehle, (&#8222;68, aber lieb&#8220;), sagte in einem <a href="http://www.woz.ch/artikel/2009/nr28/schweiz/18118.html">Interview mit der &#8222;Woz&#8220;</a>: &#8222;Wir stossen niemanden ins Prekariat.&#8220; Wieviele aber das journalistische Prekariat gar nicht erst verlassen und dann irgendwann in ganz andere Jobs verschwinden, zählt niemand.</p>
<p>Geblieben sind nach den <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=82610">«Mai-Massakern»</a> 2009 (eine Übersicht der Entlassungen hat <a href="http://medienspiegel.ch/abbauschlacht.html">medienspiegel.ch</a>) viele Anpassungsfähige, die eine Familie zu versorgen haben und ohne zu murren das tun, was von oben gefordert wird. Oft sind das akademisch gebildete Eltern, zwischen 35 und 55 Jahren. Kaum zum Opfer fielen den Entlassungen überraschenderweise die Vorgesetzten. Nehmen wir mal <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ueberuns/impressum/Impressum/story/28680087">die Chefs beim &#8222;Tages-Anzeiger&#8220;</a>: Neben vier Mitgliedern der Chefredaktion gibt es zwei Nachrichtenchefs und sieben Ressortleiter. Man fragt sich unwillkürlich, ob der &#8222;Tagi&#8220; bald mehr Chefs als Mitarbeiter hat. Die Krise führt in den Printmedien immer mehr zu einer umgekehrten Hierarchie-Pyramide. Während die Inhalte produzierende Basis immer schmaler wird, bleiben die Führungsetagen unangetastet, sie werden nur gemeinsam älter. Frank A. Meyer (*1944) beispielsweise darf jeden Sonntag zweimal seine vorgestrige Sicht der Welt im &#8222;Sonntags-Blick&#8220; ausbreiten. Seine &#8222;Hasstirade gegen das Internet&#8220; (<a href="http://hyperkontext.at/weblog/artikel/frank-a-meyer-und-seine-reproduzierte-wirklichkeit-der-medien/">Zitat hyperkontext.at</a>) mit dem Titel <a href="http://www.blick.ch/news/fam/basta-125570">&#8222;Basta!&#8220;</a> sorgte im Web für ungläubiges Staunen und unverhohlenes Gelächter. Hunderte von Twitterern verlinkten einen von Michel Reimon verfassten Brief <a href="https://wp_updatethoughts.wordpress.com/2009/08/14/offenster-brief-zum-dummsten-text-eines-journalisten-uber-das-internet/">&#8222;zum dümmsten Text eines Journalisten über das Internet&#8220;</a>.</p>
<p>Natürlich gibt es überall Ausnahmen, und bei der WOZ, bei der Weltwoche und auch beim Schweizer Fernsehen hat man durchaus hin und wieder mal den Eindruck, dass auch Jüngere Verantwortung übernehmen dürfen.</p>
<p>Weil das Boot schon voll ist, erhalten junge Journalisten heute kaum Chancen, ihre Talente auszuleben. Sie bleiben im Vergleich schlecht bezahlt und müssen unter Druck Agenturmeldungen umformulieren und oberflächliche Beiträge raushauen &#8211; andere wiederum sehen Redaktionen seit jeher nur von Aussen. Die vielleicht verdienstvollste Schweizer Journalistin der letzten Jahrzehnte, Margrit Sprecher, sagte <a href="http://www.klartext.ch/?p=9219">im &#8222;Klartext&#8220; (Ausgabe 5/09)</a>: &#8222;Es ist entwürdigend, wie mit den Jungen umgegangen wird.&#8220; Zusammengestrichene und nicht erscheinende Artikel würden das Selbstvertrauen beschädigen, &#8222;das Wichtigste, das man in unserem Beruf haben muss&#8220;. Auch wenn Tamedia und NZZ erfreulicherweise angekündigt haben, neue Mitarbeiter im Online-Bereich einzustellen, werden nur wenige davon den journalistischen Bereich betreffen. Wiederum werden die meisten von denen, die Inhalte erstellen, ein Kürzel bleiben und nicht die Chance erhalten, zu einer der publizistischen Stimmen zu reifen, an die sich die Leserschaft erinnert und die sie wieder und wieder lesen will.</p>
<p>Fasst sich mal ein Verleger (Peter Wanner) ein Herz und setzt einen damals 31-Jährigen (Patrik Müller) an die Spitze einer Sonntagszeitung (&#8222;Sonntag&#8220;), dann wird das mit Misstrauen, man könnte auch sagen Herablassung, aus dem inzestuösen Zürich verfolgt. Thomas Knellwolf vom &#8222;Tages-Anzeiger&#8220; schrieb 2007 über die erste Ausgabe des Neulings, &#8222;die kleine, teilweise profilierte Redaktion aus Baden&#8220; habe &#8222;nichts Weltbewegendes zu vermelden&#8220;. Er stiess ausserdem auf &#8222;Interviews ohne kritische Fragen&#8220;, und auch die &#8222;lokalen Nachrichten im &#8218;Sonntag&#8216; konnten nicht überzeugen&#8220;. Dass die &#8222;Sonntag&#8220;-Redaktion viel kleiner ist als die der &#8222;Sonntagszeitung&#8220; oder der &#8222;NZZ am Sonntag&#8220;, wurde nicht erwähnt.</p>
<p>Nur wenig später tanzten die Zürcher Grossverlage um Patrik Müller wie um ein goldenes Kalb und wollten ihn zum Chef von &#8222;Tagi&#8220; und &#8222;Blick&#8220; machen &#8211; der aber lehnte alle Angebote ab (<a href="https://twitter.com/#!/patrik_mueller/status/106014245518446593">Tweet vom 23. August 2011</a>: &#8222;Liebe Zürcher, bin 8 Jahre bei Peter Wanner &#8211; es macht Spass, bei ihm zu arbeiten&#8220;). Selbst Talente zu entdecken und Verantwortung zu übertragen, gehört heute offenbar nicht mehr zu den Stärken der Grossverlage. Lieber besetzen sie die Spitzen mit alten Haudegen der Branche, oder, falls den Job gar niemand machen kann oder will, mit Marc Walder. Frische Kräfte kommen nicht an die Macht, denn die haben ja noch keine Erfahrung. Jene wiederum, die ausreichend Erfahrung sammeln durften, sind bereits so betriebsblind, dass sie nicht als frische Kräfte gelten können.</p>
<p>&#8222;Bei Ringier habe ich erlebt, dass gewisse Chefs Angst haben, bessere Leute zu engagieren, weil ihnen diese gefährlich werden könnten&#8220; sagte Müller 2009 in einem <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=81502">Interview mit &#8222;Persönlich&#8220;</a>. Das ist auch in anderen Verlagen so. Doch weil sich, solange die Zahlen einigermassen stimmen, darum niemand kümmert, bleibt alles, wie es ist. Für die Zukunft ist diese Haltung jedoch Selbstmord. Wenn keine Erneuerung mehr stattfindet, wenn keine jungen oder unbequemen Journalisten mehr Verantwortung übernehmen dürfen, dann verlieren die Publikationen bald auch noch den letzten Geruch von Frische. Und werden, was sie schon zu einem guten Teil geworden sind: Rentnerblätter mit einer laufend wegsterbenden Leserschaft. Wer sich wirklich um die Zukunft des Landes Sorgen macht, wie es im aktuellen Wahlkampf fast alle Parteien behaupten, sollte die Jugend mit gutem Journalismus versorgen.</p>
<p>Der Schweizer Journalismus verabschiedet sich nach und nach von den Menschen unter 35 Jahren, sowohl als wichtige Mitarbeiter als auch als Leser. Überhaupt, die treiben sich ja, man musste es bitter erfahren, doch nur in diesem Internet rum. Ihre Zahlungsbereitschaft tendiert angeblich gegen null. Und dann sind sie auch noch untreu. Viele Wohngemeinschaften machen sich nicht mal mehr die Mühe, für jedes WG-Mitglied und für jede Tageszeitung kostenlose Probeabos aneinanderzureihen &#8211; dabei würde das doch der Auflage zugutekommen.</p>
<p>Die 548 Franken für ein NZZ-Jahresabo setzen einen gut entlöhnten Job mit Lesefreizeit voraus, ein Luxus, über den nicht alle verfügen. Studenten haben zwar 40 Prozent Rabatt, doch dann sind es immer noch über 300 Franken, die auch anders ausgegeben werden können. Und die Zukunft verheisst zweierlei: Teurere Jahresabos und weniger sichere Jobs für junge Leser &#8211; eine Todesspirale. Bei den ganz jungen Lesern setzen einige Verlage mit Projekten wie <a href="http://new.baz.ch/zisch/">&#8222;Zeitung in der Schule&#8220;</a> an, doch dann verlieren sich die Bemühungen um die Jugend wieder, Beilagen wie &#8222;Ernst&#8220; tauchten zuletzt in den 1990er-Jahren auf.</p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/dossier/finanzkrise/Sie-begehen-Selbstmord-aus-Angst-vor-dem-Tod/story/20100068">&#8222;Selbstmord aus Angst vor dem Tod&#8220;</a> nannte Roger Schawinski die Internetstrategie der in Panik geratenen Printmedien. Doch wenn es überhaupt eine Zukunft gibt für Printmedien, dann liegt sie in dieser schmählich vernachlässigten U35-Generation, die Printprodukte gar nicht generell ablehnt, wie manch ein verzweifelter Verlagsmanager vermutet.</p>
<p>Das Problem liegt bei den Trainern der Branche. Sie und ihr aufgeblähter Stab sind zu einem guten Teil nicht für die Zukunft aufgestellt. Und da niemand Druck macht in der Schweizer Medienbranche und lieber alle vordergründig Freunde bleiben, denken die Clubpräsidenten nicht daran, zu handeln, also mal den einen oder anderen Cheftrainer zu feuern. Am Schluss bleiben die Zuschauer aus und die schönen Stadien müssen für immer schliessen. Dann wird halt wieder auf dem Acker gespielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/02/aufgestellt-fur-den-selbstmord/">Aufgestellt für den Selbstmord</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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