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	<title>Migration | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Dec 2022 10:49:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Servie-public-Medien zum Einwanderungsland?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/08/medien-zum-einwanderungsland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2022 10:49:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie präsentiert sich das Einwanderungsland Schweiz im Service public? Wie wird das wachsende Publikum mit Migrationshintergrund, oder schöner ausgedrückt, mit internationaler Geschichte, in Fernsehen und Radio abgeholt? Diese Fragen stellen sich mir immer drängender, seit ich im März bei der SRG als Publikumsrat Einsitz nehme.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie präsentiert sich das Einwanderungsland Schweiz im Service public? Wie wird das wachsende Publikum mit Migrationshintergrund, oder schöner ausgedrückt, mit internationaler Geschichte, in Fernsehen und Radio abgeholt? Diese Fragen stellen sich mir immer drängender, seit ich im März bei der SRG als Publikumsrat Einsitz nehme.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/08/medien-zum-einwanderungsland/">Servie-public-Medien zum Einwanderungsland?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsmigration in Europa – das bedeutet sie für die Schweiz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/16/arbeitsmigration-in-europa-das-bedeutet-sie-fuer-die-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 04:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schweiz ist ein beliebtes Einwanderungsland. Kein Wunder, gibt es bei uns doch viele innovative Firmen mit attraktiven Jobangeboten – und zu wenig inländisches Fachpersonal. Doch welche Anforderungen stellen sich an Unternehmen und Branchen, die auf ausländische Mitarbeitende angewiesen sind? Und was muss man tun, um die Leute langfristig hier zu behalten?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweiz ist ein beliebtes Einwanderungsland. Kein Wunder, gibt es bei uns doch viele innovative Firmen mit attraktiven Jobangeboten – und zu wenig inländisches Fachpersonal. Doch welche Anforderungen stellen sich an Unternehmen und Branchen, die auf ausländische Mitarbeitende angewiesen sind? Und was muss man tun, um die Leute langfristig hier zu behalten?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/arbeitsmigration-in-europa-das-bedeutet-sie-fuer-die-schweiz/">Arbeitsmigration in Europa – das bedeutet sie für die Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Öffentlich-Rechtlichen und die Migrationsgesellschaft: Dekolonisiert euch!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/12/die-oeffentlich-rechtlichen-und-die-migrationsgesellschaft-dekolonisiert-euch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 10:46:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Doch die gesellschaftliche Vielfalt spiegelt sich nicht in den Redaktionen und Führungsetagen der deutschen Rundfunkanstalten wider. Was tut sich eigentlich bei den Öffentlich-Rechtlichen in Sachen Vielfalt? Welche Schritte zu mehr Diversität werden unternommen? Was würde es bedeuten, eine Rundfunkanstalt zu dekolonisieren?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Doch die gesellschaftliche Vielfalt spiegelt sich nicht in den Redaktionen und Führungsetagen der deutschen Rundfunkanstalten wider. Was tut sich eigentlich bei den Öffentlich-Rechtlichen in Sachen Vielfalt? Welche Schritte zu mehr Diversität werden unternommen? Was würde es bedeuten, eine Rundfunkanstalt zu dekolonisieren?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/die-oeffentlich-rechtlichen-und-die-migrationsgesellschaft-dekolonisiert-euch/">Die Öffentlich-Rechtlichen und die Migrationsgesellschaft: Dekolonisiert euch!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Babanews: «Das Bedürfnis der ausländischen Community nach eigenen Medien ist da»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/22/babanews-das-beduerfnis-der-auslaendischen-community-nach-eigenen-medien-ist-da/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 11:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Free food free drinks free press]]></category>
		<category><![CDATA[Babanews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Babanews will Migrant*innen die Stimme geben, die sonst in den Medien oft untergeht oder sogar fehlt. Sein Publikum erreicht das Onlinemagazin aus Bern vor allem auf Instagram. Ein Redaktionsbesuch. Die junge Onlineplattform «Babanews» fokussiert sich auf Themen rund um Migration und Integration aus Sicht der Betroffenen. Auf der Website schreibt die Redaktion: «Unter den vielen <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/22/babanews-das-beduerfnis-der-auslaendischen-community-nach-eigenen-medien-ist-da/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Babanews will Migrant*innen die Stimme geben, die sonst in den Medien oft untergeht oder sogar fehlt. Sein Publikum erreicht das Onlinemagazin aus Bern vor allem auf Instagram. Ein Redaktionsbesuch.</strong></p>
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<p>Die junge <a href="https://www.babanews.ch/" target="_blank" rel="noopener">Onlineplattform «Babanews»</a> fokussiert sich auf Themen rund um Migration und Integration aus Sicht der Betroffenen. Auf der Website schreibt die Redaktion: «Unter den vielen (oft lauten) Stimmen fehlen jedoch oft jene, um die es in der Diskussion geht. Diese Lücke möchten wir füllen.» «Babanews» sieht sich als Online-Magazin für Schweizerinnen und Schweizer «mit Wurzeln von überall».</p>
<p><a href="https://www.instagram.com/babanews.ch/">Auf Instagram</a> folgen «Babanews» bereits knapp über 4000 Menschen. Ähnlich wie andere Online-Magazine setzt auch «Babanews» auf Videos, in denen Menschen über ihre Erfahrungen berichten – ernste Themen, angegangen mit einem humorvollen Twist. Wenn etwa muslimische Frauen davon erzählen, welche Sprüche sie sich anhören müssen, weil sie ein Kopftuch tragen. Und in einem Artikel beschreibt eine Redaktorin die <a href="https://www.babanews.ch/die-schoggistrasse/" target="_blank" rel="noopener">«Schoggistrasse»</a> – das Gefühl, wenn sie mit ihrer Familie in den Sommerferien in ihre zweite Heimat im Balkan fährt.</p>
<p>Finanzielle Unterstützung erhält Babanews unter anderem von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB, der Burgergemeinde Bern und von der Stiftung SoliWerk. Noch kommt das Online-Magazin ganz ohne Werbung aus. Albina Muhtari ist Redaktionsleiterin von Babanews und erzählt in meiner neuen Folge der Videokolumne davon, wie das Magazin seine Finanzierung in Zukunft gestalten will – und warum es Nischenmagazine wie «Babanews» in der Schweizer Medienwelt dringend braucht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/22/babanews-das-beduerfnis-der-auslaendischen-community-nach-eigenen-medien-ist-da/">Babanews: «Das Bedürfnis der ausländischen Community nach eigenen Medien ist da»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Ict@migrants» verhilft Migrantinnen zu IT-Jobs</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/12/18/ictmigrants-verhilft-migrantinnen-zu-it-jobs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2018 05:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwanzig Teilnehmerinnen, sechs haben eine Festanstellung gefunden. Das Projekt ist «eine super Chance» für teilnehmende Firmen, findet Dell EMC.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/18/ictmigrants-verhilft-migrantinnen-zu-it-jobs/">«Ict@migrants» verhilft Migrantinnen zu IT-Jobs</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwanzig Teilnehmerinnen, sechs haben eine Festanstellung gefunden. Das Projekt ist «eine super Chance» für teilnehmende Firmen, findet Dell EMC.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/18/ictmigrants-verhilft-migrantinnen-zu-it-jobs/">«Ict@migrants» verhilft Migrantinnen zu IT-Jobs</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien der Migranten: Professionelle Newsplattform vs. mobiles Informationsbüro</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/23/medien-der-migranten-professionelle-newsplattform-vs-mobiles-informationsbuero/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 15:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kosovaren, Albaner und Eritreer kommen in den Schweizer Medien entweder als Täter oder Opfer vor. Die Newsplattform Albinfo und der Eritreische Medienbund arbeiten gegen diese Stereotypen an. Damit leisten sie einen Beitrag zur Integration und Vernetzung ihrer Diaspora-Communitys – bis die Vielfalt der Schweiz aber auch in den Medien abgebildet wird, ist es noch ein <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/23/medien-der-migranten-professionelle-newsplattform-vs-mobiles-informationsbuero/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kosovaren, Albaner und Eritreer kommen in den Schweizer Medien entweder als Täter oder Opfer vor. Die <a href="http://www.albinfo.ch/de/" rel="noopener" target="_blank">Newsplattform Albinfo</a> und der <a href="http://eritreischer-medienbund.ch/" rel="noopener" target="_blank">Eritreische Medienbund</a> arbeiten gegen diese Stereotypen an. Damit leisten sie einen Beitrag zur Integration und Vernetzung ihrer Diaspora-Communitys – bis die Vielfalt der Schweiz aber auch in den Medien abgebildet wird, ist es noch ein langer Weg.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-albinfo-eritreischer-medienbund_20171123b.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-50258" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-albinfo-eritreischer-medienbund_20171123b.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-albinfo-eritreischer-medienbund_20171123b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-albinfo-eritreischer-medienbund_20171123b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-albinfo-eritreischer-medienbund_20171123b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Der 34-jährige Eritreer Okbaab Tesfamariam sitzt im Studio der <a href="https://www.srf.ch/sendungen/arenareporter/arena-reporter-grenzerfahrung" rel="noopener" target="_blank">SRF-Sendung «Arena/Reporter»</a>. Er hat im Publikum Platz genommen und ist gut vorbereitet: Er hat vorgängig intensive Gespräche geführt, viel telefoniert und sich mit Whatsapp-Chats schlau gemacht. Insgesamt drei Arbeitstage lang haben sich er und sein Unterstützerteam für diesen Auftritt vorbereitet.</p>
<p>«Wir können uns vielleicht gar nicht so recht vorstellen, wie es Leuten in anderen Umständen geht, die vielleicht auch übers Mittelmeer gekommen sind», erklärt Moderator Jonas Projer nach etwa der Hälfte der Sendung und fragt Ko-Moderatorin Christa Rigozzi: «Ich glaube niemand im klimatisierten Studio kann es sich vorstellen. Können Sie es sich vorstellen?» Rigozzi antwortet: «Ich weiss es persönlich nicht, aber im Publikum ist jemand, der es weiss.» Rigozzi hält Tesfamariam das Mikrofon hin. «Es ist schrecklich», beginnt dieser, wechselt aber schnell von der persönlichen auf die politische Ebene und richtet sich an den ebenfalls anwesenden SP-Nationalrat Cédric Wermuth: «Es ist gut, dass Sie das ansprechen, Nur weil man in der Schweiz geboren ist, darf man nach Eritrea reisen und Gold aus Zwangsarbeit kaufen.» Rigozzi unterbricht: «Das ist natürlich ein wichtiges Thema. Aber was mich interessiert, damit die Leute hier verstehen: Was bedeutet so eine Reise? Wieso muss man Flüchtlingen helfen? Wieso sind sie in die Schweiz gekommen?» «Wegen der Diktatur, weil es uns zuhause schlecht geht. Es gibt Freiheit für Waffen, für Geld, für Ressourcen – aber es gibt keine Freiheit für Menschen.» Ein bisschen mehr als zwei Minuten lang befragt Rigozzi Tesfemariam. Im Zentrum der Sendung stand ein Dokumentarfilm über Schweizer, die «Grenzerfahrungen» gemacht haben. Die Hauptdiskutanten waren Nationalräte und NGO-Vertreter.</p>
<blockquote><p>«Sie wollten ein Opfer und das haben wir ihnen nicht gegeben.» Okbaab Tesfamariam, Eritreischer Medienbund</p></blockquote>
<p>Einige Wochen später sagt Christian Fischer vom Eritreischen Medienbund Schweiz: «Ich weiss nicht, wie du das siehst, aber aus meiner Perspektive ist das ein Erfolg.» Tesfamariam, der in der Sendung gesprochen hat, ergänzt: «Sie wollten ein Opfer und das haben wir ihnen nicht gegeben.» Tesfamariam ist seit 2008 in der Schweiz, arbeitet als Logistiker, berät NGOs und eine Schulpflege und engagiert sich eben als Sprecher des Medienbunds. </p>
<p>Der Eritreische Medienbund ist ein Freiwilligenprojekt, das 2015 in St. Gallen gegründet wurde. Im Medienbund engagieren sich Eritreer und Schweizer. Kommt eine Medienanfrage, wird per Whatsapp-Chat herumgefragt, welche der momentan drei eritreischen MediensprecherInnen Stellung bezieht. Dann beginnt die Vorbereitung: Was ist der Gesprächsrahmen? Welche Risiken bestehen? Welche Botschaft will man vermitteln? Daraus erarbeiten sie ein Argumentarium. Die Schweizerinnen und Schweizer im Medienbund wissen, wie die Abläufe und der Umgang in der Schweiz allgemein und in den Medien im Besonderen funktionieren. Das ist ihr Beitrag. Die Inhalte bestimmen die Eritreer. «Wenn die Debatte konstruktiv sein soll, muss man die Betroffenen einbeziehen und sie als Experten ernst nehmen», sagt Tesfamariam.</p>
<blockquote><p>Ein Auftritt bei «Tele Züri» kam zustande, weil ein Sprecher des Eritreischen Medienbundes bei der Redaktion intervenierte.</p></blockquote>
<p>Der Medienbund hat schon zahlreiche Schweizer Medien bei Recherchen unterstützt – von WOZ bis «Rundschau». Sprecher des Medienbunds traten schon im «Echo der Zeit», bei «10 vor 10», in der «Arena», im «Club» oder bei «Tele Züri» auf. Teilweise auf Anfrage hin, teilweise aus proaktivem Engagement: Ein Auftritt bei «Tele Züri» kam zustande, weil ein Sprecher des Medienbundes bei der Redaktion intervenierte, nachdem Toni Locher, Eritreischer Honorarkonsul, im TalkTäglich gesprochen hatte. Der Gynäkologe Locher engagiert sich für Entwicklungszusammenarbeit mit Eritrea, streitet aber die Menschenrechtsverletzungen in dem Land ab, das im Pressefreiheitsindex von «Reporter ohne Grenzen» seit Jahren auf den letzten Plätzen rangiert.</p>
<p>Wenn eine Stimme für das Regime vorkomme, soll auch die Gegenperspektive zu Wort kommen. Die Diaspora der Eritreer in der Schweiz ist tief gespalten: Eine ältere Generation, die während dem 30-jährigen Unabhängigkeitskrieg geflohen ist, feiert Feste, die von der eritreischen Regierung organisiert werden. Diejenigen, die seit den 1990er-Jahren in die Schweiz gekommen sind, stehen der Regierung kritisch gegenüber. Obwohl der Medienbund die jüngere Generation der Diaspora-Eritreern vertritt, soll der zivilgesellschaftliche Fokus ihres Medienaktivismus im Sinne aller Eritreer in der Schweiz wirken: klar machen, dass Eritreer nicht nur Opfer sind, eine Stimme erlangen, Stereotypen brechen, die Schweizer Öffentlichkeit informieren. Der Public Relations-Aktivismus des Medienbunds will nicht nur die Perspektive der Schweizer auf Eritreer verändern, sondern auch das Selbstbild der eritreischen Diaspora in der Schweiz. «Auch wir Eritreer nehmen die Negativbotschaften in den Medien wahr. Wenn man immer nur hört, die Eritreer können nichts und schaden, dann glaubt man das irgendwann. Wir holen uns Selbstbewusstsein zurück», erzählt Tesfamariam. </p>
<blockquote><p>Anders als der Eritreische Medienbund ist Albinfo ein professionelles Unternehmen.</p></blockquote>
<p>Der Schweizer Politologe und Journalist Bashkim Iseni trat schon vor zehn Jahren in Politsendungen von RTS als Vertreter der albanischsprachigen Gemeinschaft in der Schweiz auf. Ihn wollte niemand in die Opferrolle drängen, denn Iseni wurde als Experte geladen. Vor acht Jahren gründete er mit Albinfo eine Newsplattform für albanischsprachige Menschen in der Schweiz. «Lajm i fundit nga diaspora online» (Übersetzung: «Die neusten Nachrichten aus der Diaspora online.») steht auf dem Coverfoto von Albinfo. Laut Iseni erreicht die Plattform momentan 30&#8217;000 bis 40&#8217;000 LeserInnen pro Tag; 120&#8217;000 haben auf Facebook «Gefällt mir» geklickt. Das Angebot ist dreisprachig, Deutsch, Französisch und Albanisch. Zumindest an der Resonanz der Publikumsmedien gemessen, wird Albinfo in der Romandie stärker wahrgenommen als in der Deutschschweiz. Iseni schreibt als Gastautor Blogbeiträge für «Le Temps» und «24 heures». Anders als der Eritreische Medienbund ist Albinfo ein professionelles Unternehmen. Fünf Journalisten und drei Übersetzer arbeiten in Lausanne und Zürich; ergänzt von 15 freien Mitarbeitenden.</p>
<p>Chefredaktor Iseni grenzt den Journalismus von Albinfo scharf gegen politischen Aktivismus ab: «Albinfo ist um neutrale Berichterstattung bemüht. Unsere Aufgabe ist ein öffentlicher Dienst. Etwa mit einigen Gewerkschaften, die von uns eine linke Positionierung erwarteten, hat das auch schon zu Problemen geführt.» Journalismus als öffentlicher Dienst heisst für Albinfo Bestreben um Integration der rund 250&#8217;000 Menschen kosovarischer und albanischer Herkunft in der Schweiz und Berichterstattung im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Herkunftsländern.</p>
<blockquote><p>«Keiner der grossen Detailhändler will bei uns Werbung schalten,» erzählt Iseni. Er führt das auf Vorurteile gegenüber Kosovaren zurück.</p></blockquote>
<p>Albinfo ist nicht gewinnorientiert und wird vom Staatssekretariat für Migration, der Eidgenössischen Migrationskommission und von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza unterstützt, trotzdem ist die Gratisplattform auf Inserate angewiesen, was aber nicht nur einfach ist. «Keiner der grossen Detailhändler will bei uns Werbung schalten,» erzählt Iseni. Er führt das auf Vorurteile gegenüber Kosovaren zurück. Iseni gibt deswegen bei der Suche nach zusätzlichen Mitteln aber nicht auf.</p>
<p>Albinfo und Eritreischer Medienbund eint ein entscheidender Punkt: Beide vertreten eine zahlenmässig grosse Diaspora-Community in der Schweiz, über die seit Jahren – wenn nicht Jahrzehnten – mit negativer Schlagseite in den Schweizer Medien berichtet wird. «Wir wollen jungen Menschen mit albanischer Herkunft zeigen, dass die Schweiz auch ihr Land ist. Es ist absurd, dass im Nationalrat und den Chefredaktionen grosser Zeitungen niemand mit einem Balkan-Hintergrund sitzt, wenn man bedenkt wie gross die Diaspora in diesem Land ist», sagt Iseni. Diese Perspektiven öffnen will Albinfo einerseits durch vorbildhafte Professionalität, andererseits durch aktive Themensetzung. Aktuell porträtiert die Videorubrik «Erfolgsgeschichten» Menschen mit albanisch-schweizerischen Hintergrund, die in ihrem Bereich Herausragendes leisten, etwa eine Designerin, die mit ihren gehäkelten Kleidern bereits den «Swiss Design Award» gewonnen hat oder ein Bauer, der nach 25 Jahren in der Schweiz nach Kosovo zurückgekehrt ist und dort nach Schweizer Standards Biolandwirtschaft betreibt. Geschichten, die man sonst nirgends lesen kann.</p>
<blockquote><p>«Migrantengruppen sind in den Schweizer Medien – ausser als Problem dargestellt – kaum Thema und solche Angebote sind für die Vernetzung innerhalb einer Gruppe und die Integration in unsere Gesellschaft wichtig.» Heinz Bonfadelli, Medienwissenschaftler</p></blockquote>
<p>Heinz Bonfadelli, emeritierter Publizistikprofessor an der Universität Zürich, war 2013 an der Evaluation von Albinfo beteiligt. Neben vielen positiven Punkten ergab ihre Befragung, dass nur wenige albanische Frauen und Junge erreicht werden. Dies mag auch am Themenfokus liegen. So finden sich auf der Plattform auch heute kaum Beiträge zu damals oft nachgefragten Servicethemen im Bereich Alltag, etwa über die Kindererziehung oder das Schweizer Schulsystem. Grundsätzlich beurteile die Kommunikationswissenschaft solche Angebote aber positiv. «Migrantengruppen sind in den Schweizer Medien – ausser als Problem dargestellt – kaum Thema und solche Angebote sind für die Vernetzung innerhalb einer Gruppe und die Integration in unsere Gesellschaft wichtig», sagt Bonfadelli. Entscheidend seien aber Transparenz hinsichtlich Betreiber und Finanzierung. Die ist für Bonfadelli sowohl beim Eritreischen Medienbund als auch bei Albinfo gegeben.</p>
<p>Der neutrale Anspruch an die Berichterstattung ändert nichts daran, dass die Existenz einer Plattform wie Albinfo politische Bedeutung hat. Sowohl für die migrantische Community als auch für Schweizerinnen und Schweizer bietet Albinfo Journalismus aus einer Perspektive, die sonst kaum vertreten ist.</p>
<p>Der Eritreische Medienbund ist ein mobiles und effizientes Informationsbüro, das sich politisch positioniert. Albinfo ist eine Newsplattform, die eine Perspektive zeigen will, die sonst fehlt. Die Beweggründe gleichen sich. Beide Projekte kämpfen mit beschränkten Mitteln darum, migrantische Stimmen einer Community in die Schweizer Öffentlichkeit zu tragen. Ohne diese Perspektiven hinkt die Medienöffentlichkeit der Schweizer Realität hinterher.</p>
<p>Es bleibt zu wünschen, dass das Engagement von Leuten wie Iseni und Tesfemariam auch zu grösserer Vielfalt in Schweizer Redaktionen und Chefredaktionen führt. Damit das klappt, müssen sich die Diaspora-Projekte aber über die einzelnen Communities hinaus vernetzen. Wie so ein übergreifendes Netzwerk zur starken Lobby werden kann, zeigt in Deutschland etwa der <a href="http://www.neuemedienmacher.de" rel="noopener" target="_blank">Verein Neue Medienmacher</a>. In der Schweiz ist in diesem Herbst INES, das Institut Neue Schweiz, erstmals an die Öffentlichkeit getreten. INES ist ein Thinktank, der für eine vielfältige, postmigrantische Schweiz eintritt. Zu INES gehört auch eine Mediengruppe, die auf Vielfalt in Redaktionen hinarbeiten will. Der Eritreische Medienbund ist bereits bei einer von INES organisierten Podiumsdiskussionen aufgetreten; Iseni hatte Mitte November noch nichts von INES gehört. Den Röstigraben gilt es ebenfalls zu überwinden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/23/medien-der-migranten-professionelle-newsplattform-vs-mobiles-informationsbuero/">Medien der Migranten: Professionelle Newsplattform vs. mobiles Informationsbüro</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wer kommt zu Wort?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/06/wer-kommt-zu-wort/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadia Bellardi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2016 09:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesellschaftliche Minderheiten, etwa Migranten, kommen in den Medien kaum vor – und wenn, dann oft stigmatisiert dargestellt. Das muss nicht so sein. In der Schweiz und in Europa gibt es zahlreiche Initiativen, die gesellschaftliche Vielfalt in den Medien sichtbar machen wollen. Staatliche, private und marktorientierte Modelle ergänzen sich. Die öffentliche Debatte über Migration wird stark <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/06/wer-kommt-zu-wort/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/06/wer-kommt-zu-wort/">Wer kommt zu Wort?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gesellschaftliche Minderheiten, etwa Migranten, kommen in den Medien kaum vor – und wenn, dann oft stigmatisiert dargestellt. Das muss nicht so sein. In der Schweiz und in Europa gibt es zahlreiche Initiativen, die gesellschaftliche Vielfalt in den Medien sichtbar machen wollen. Staatliche, private und marktorientierte Modelle ergänzen sich.<br />
<span id="more-27697"></span><br />
Die öffentliche Debatte über Migration wird stark von ihrer Darstellung in den Medien beeinflusst. Den Migranten werden oft bestimmte Bilder zugeordnet und ihre Identität auf wenige Charakteristika und Lebensläufe reduziert. Laut T. A. van Dijk, Sprach- und Rassismusforscher an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona, <a href="http://www.discourses.org/OldBooks/Teun%20A%20van%20Dijk%20-%20Communicating%20Racism.pdf" target="_blank">spielen Medien eine zentrale Rolle</a> in der Verbreitung und Annahme von rassistischen Ideologien: «Weltweite Ereignisse werden von den Medien weder passiv beschrieben noch neutral aufgenommen, sondern aktiv re-konstruiert. Im Allgemeinen unterstützen Medien eine Informationsperspektive, die normalerweise weiss, westlich, männlich und mittelschichtig ist.»</p>
<p>Diskriminierende und isolierende Bilder schwächen die Position von Migranten und behindern ihre Entwicklung im Migrationsland. Wenn nicht negativ oder sensationserregend, dann kommen gesellschaftliche Minderheiten in den Medien in der Regel gar nicht vor. So verschwinden diese Gruppen als Gesellschaftsakteure und Publikum. Auch im Zeitalter der sozialen Netzwerke üben Massenmedien weiterhin einen grossen Einfluss darauf aus, was die Öffentlichkeit als relevant wahrnimmt und wem sie das Recht gibt, gehört zu werden.</p>
<p>Gründe für die unbefriedigende Darstellung von Migranten in den Medien gibt es viele:</p>
<ul>
<li>ein Mangel an Informationsquellen</li>
<li>zu wenige (Medien)Experten oder qualifizierte Auskunftspersonen mit Migrationserfahrung</li>
<li>Vorurteile und Stereotypen, die mit der Realität des Migrantenlebens wenig zu tun haben</li>
<li>wenig Berichterstattung über Themen und Schwerpunkte, die mit den Prioritäten und Standpunkten von Migranten und Migrantinnen im Einklang stehen</li>
<li>das Fehlen von Migrationsperspektiven bei Diskussionen über gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen</li>
<li>politische und kommerzielle Interessen, die einen Einfluss auf redaktionelle Entscheidungen ausüben</li>
</ul>
<p>Auch in der Schweiz zählen Migrantinnen und Ausländer seit jeher zu den vernachlässigten Minderheiten in den Medien. 2007 stellte <a href="https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/uni_fr_integrationspotential.pdf.download.pdf/uni_fr_integrationspotential.pdf" target="_blank">eine Studie der Universität Freiburg</a> fest: «Obwohl die Schweizer Bevölkerung zu mehr als einen Fünftel aus Ausländern besteht und viele weitere ebenfalls Wurzeln im Ausland haben, fühlt sich dieser Teil der Bevölkerung in den Medien marginalisiert.» Gemäss der Studie würden Medien eine Brückenfunktion zwischen Einheimischen und Zugewanderten nicht wahrnehmen. Die wichtigste Forderung der Migranten war jene nach aktiver Partizipation in den Medien, also in der Programmgestaltung vor und hinter der Kamera.</p>
<p>Der Bericht des Bundesrates vom 17. Juni 2016 zur «Überprüfung der Definition und der Leistungen des <a href="https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/Elektronische%20Medien/Medienpolitik/service-public-bericht.pdf" target="_blank">Service public der SRG</a>» scheint nun diese Empfehlungen ernst zu nehmen. So hält der Bundesrat fest: «Im Vordergrund dieser Integrations- und Identifikationsfunktion stehen aus heutiger Sicht in erster Linie drei Aspekte: der Austausch unter den schweizerischen Kulturen bzw. die Stärkung der gegenseitigen Verständigung und des nationalen Zusammenhalts, die Berücksichtigung der kommunikativen Bedürfnisse aller Generationen sowie die Integrationsbedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund.»</p>
<p><strong>Es fängt mit der Ausbildung an</strong></p>
<p>Verschiedene Initiativen von europäischen Organisationen, darunter Medien, Behörden und NGOs, fördern seit über 15 Jahren Vielfalt und Anti-Diskriminierung in den Medien, und reflektieren über die Schwierigkeiten deren Umsetzung. So auch «Mediane». Das <a href="http://www.coe.int/t/dg4/cultureheritage/mars/mediane/default_en.asp" target="_blank">Gemeinschaftsprogramm von EU und Europarat</a> hatte zum Ziel, mehr minderheitenspezifische Perspektiven in die Medien einzubringen, ohne dabei ausschliesslich über damit zusammenhängende Probleme zu sprechen. Zentral war die Empfehlung, in Nachrichten auf verschiedenartigere Informationsquellen und Experten zurückzugreifen und gleichzeitig die Ausbildung und Auswahl von Journalisten zu ändern, damit die Profile der Medienschaffenden auch an Vielfalt gewinnen.</p>
<p>Für Stéphane Bijoux, stellvertretendr Direktor für Informationsvielfalt von France Télévisions, wäre das <a href="http://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/vielfalt-nachrichten" target="_blank">eigentlich eine Selbstverständlichkeit</a>: «Wir sind ein öffentlicher Dienst und wichtiger, als nur für Vielfalt in den Inhalten zu sorgen, sei es, die Gesellschaft in der Unternehmensstruktur zu repräsentieren.» Journalismusschulen müssen vermehrt «Studenten mit unterschiedlichen biografischen Hintergründen auswählen – einschliesslich der am stärksten benachteiligten».</p>
<p>Es gibt durchaus auch Erfolgsmeldungen: In der europäischen TV-Fiktion und -Unterhaltung hat die Vielfalt an Boden gewonnen – oft als kommerzielle Strategie, um relevant und in Kontakt mit den Konsumenten zu bleiben. Noch wichtiger ist es aber, das Vielfaltspostulat in den berufsethischen und beschäftigungspolitischen <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/bbctrust/entries/76b1c3da-27e3-48d8-ae33-c85b6f56bc5c" target="_blank">Leitlinien von öffentlich-rechtlichen Anstalten</a> und Regulierungsbehörden zu verankern, basierend auf der Annahme, dass eine vielfältigere Belegschaft (Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigungen) zu einer inklusiveren Medienproduktion beiträgt. Diese Strategie wäre für die SRG sicher auch sinnvoll, um ihre Leistungen im Bereich Integration zu stärken, findet der Bundesrat in seinem Service-public-Bericht: «Uvek und Bakom sollen den regelmässigen Austausch mit der SRG zu deren Integrationsbestrebungen fortsetzen. (…) Eine der grössten Herausforderungen des Service public stellt aus Sicht des Bundesrates die Erreichbarkeit des jungen Publikums dar. Er erwartet von der SRG, ihre audiovisuellen Angebote in Zukunft so auszurichten, dass sie auch beim jungen Publikum auf Resonanz stossen. Das Gleiche gilt für Menschen mit Migrationshintergrund.»</p>
<p><strong>Einander kennenlernen</strong></p>
<p>Andere Instrumente können durch Berufsverbände, etwa Mediengewerkschaften oder berufsständische Organisationen wie Presseräte oder Ombudsstellen realisiert werden. Bereits 2003 hatte die katalanische Journalistengewerkschaft eine «Agenda der Interkulturalität» in Barcelona herausgegeben, mit dem Ziel, Medieninhalte und Medienschaffende differenzierter darzulegen. Die Agenda enthalte Kontaktinformationen von qualifizierten Journalisten verschiedener Herkunft, die als Freelancers oder Festangestellte in der Region arbeiteten – oder arbeiten wollten. Zusätzlich wurden die Kontaktinformationen den Pressesprechern von Migrantengruppen und Organisationen angeboten, ebenso die Namen etablierter Medienschaffender, die sich für die Themen Migration und interkulturelles Leben interessierten. Zweck der Publikation war es, Vernetzungen zu erleichtern, Informationsquellen zu differenzieren und die Kommunikationsbestrebungen von Migranten ans Ziel zu bringen.</p>
<p>Ähnliches wird in Deutschland von den <a href="http://www.neuemedienmacher.de/" target="_blank">«Neuen Deutschen Medienmachern»</a> realisiert, ein «bundesweiter unabhängiger Zusammenschluss von Medienschaffenden mit und ohne Migrationshintergrund». Ihr Projekt <a href="https://www.vielfaltfinder.de/" target="_blank">«Vielfaltfinder»</a> ist eine Expertendatenbank für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und viele andere Spezial- und Alltagsthemen. Die einzige Gemeinsamkeit der Fachleute: sie haben Migrationsgeschichte und spiegeln die Vielfalt Deutschlands wider. Das Ziel ist es, ihre Expertise und Leistung, in unterschiedlichen Ämtern und Tätigkeiten, sichtbar zu machen.</p>
<p>In Österreich wurde 2015 <a href="http://www.join-media.eu/" target="_blank">Join media</a> gegründet, um aus Krisenregionen geflüchteten Medienschaffenden dabei zu unterstützen, ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können. Dem Netzwerk gehören Journalistinnen und Journalisten aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Libanon, Österreich, Pakistan und Syrien an. Laut der Webseite hat der Branchenaustausch zwischen österreichischen Redaktionen und den „Newcomer«-Journalisten bereits zu ersten Kooperationen und Workshops geführt.</p>
<p>Auch die Entwicklung von Richtlinien, welche die Qualität der Medienarbeit zum Thema Migration verbessern, ist eine wichtige Leistung. Die italienische <a href="http://www.cartadiroma.org/who-we-are/" target="_blank">Carta di Roma</a> ist einen verbindlichen Codex für die Berichterstattung über Migrations- und Flüchtlingsthemen. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Berufsverbandes (Ordine dei Giornalisti), dem Nationalen Presseverein (Federazione Nazionale della Stampa Italiana) und der UNO-Flüchtlingsorganisation (UNHCR). Seit 2011 ist der Verein Carta di Roma Ansprechpartner für Medien, Institutionen und alle, die sich mit dem Thema Asyl und Migration medial auseinandersetzen.</p>
<p>Nicht zuletzt kommt es auch auf die gewählte Darstellungsform an, um ein Thema sachgerecht darzustellen. So hilft Datenjournalismus, anhand von Daten und Fakten, statt Emotionen oder subjektive Meinungen, über komplexe Phänomene zu berichten. Folgende Projekte zum Thema Asyl und Migration sind besonders spannend: <a href="http://www.themigrantsfiles.com/" target="_blank">The Migrant Files</a>, <a href="http://openmigration.org/en/" target="_blank">Open Migration</a>, <a href="http://labs.densitydesign.org/dd11/es3/es3-g4-migrationimages/index.html#behaviour" target="_blank">The Big Picture</a>.</p>
<p><b>Wichtige Rolle der Alternativradios</b></p>
<p>In der Schweiz sind Migranten und Migrantinnen seit über 30 Jahren selber aktiv in der Medienproduktion, insbesondere bei den nicht-kommerzorientierten Radios, die den konzessionsrechtlichen Auftrag haben, ein «Minderheitenprogramm» anzubieten. <a href="http://cmfe.eu/" target="_blank">Solche Community-Medien</a>, auch als dritter Mediensektor definiert, spielen eine entscheidende Rolle darin, Partizipation, Medienkompetenzen und das Vorantreiben von sozialer Inklusion zu fördern. In ihrer Rolle als freiwillige Journalistinnen, Reporter und Sendungsmacherinnen können migrationserfahrene Medienschaffende vom Objekt zum Subjekt der Berichterstattung werden, Sichtbarkeit für ihre Anliegen und Leistungen schaffen, sowie ihre eigene Darstellung (mit)bestimmen. Die Erfahrungen bei der Programmgestaltung und Organisation des Radios tragen wesentlich zur beruflichen und sozialen Integration bei. Freiwillige können sich so im Bereich Journalismus professionell weiterbilden, sich vernetzen und ihre Kompetenzen einsetzen. Die Integrationsleistungen der <a href="http://www.unikomradios.ch/" target="_blank">komplementären Radios</a> werden wissenschaftlich anerkannt, etwa in einer <a href="http://www.klippklang.ch/download.php?id=132_7f017d8d" target="_blank">Studie der Universität Zürich</a> und auch der Bundesrat würdigt «die Leistungen der komplementären nicht kommerziellen Radios im Migrationsbereich» Sie wünsche sich eine Fortsetzung dieses Engagements, schreibt die Landeregierung im aktuellen Service-public-Bericht.</p>
<p>Alternativmedien sind prädestiniert, Vertreter der Minderheits- und der Mehrheitsbevölkerung sowie Fachleute in dieser Problematik miteinander zu vernetzen – eine Arbeit, die sich längerfristig auch auf die etablierten Medien auswirken wird. Einzelne Figuren, wie etwa der Berner Komiker Müsülm, ist diesen Weg bereits gegangen. Seine erste Medienerfahrung machte er beim Berner Alternativ Radio RaBe, bevor er schliesslich via Radio 105 als Late-Night-Comedian beim Schweizer Fernsehen landete. Mit Gülsha Adilji, Moderatorin und Aushängeschild vom Jugendsender Joiz, etablierte sich eine weitere Medienmacherin mit Migrationshintergrund mitten im Mainstream.</p>
<p>Solche Erfolgsgeschichten sind aber erst Einzelfälle. Es braucht daher weiterhin Unterstützung von <a href="http://www.annalindhfoundation.org/publications/coexistence-cooperation-experiments-intercultural-broadcasting-swiss-community-radios" target="_blank">interkulturellen und mehrsprachigen Projekten</a>, welche die Inhalte von Sendungen, Artikeln oder Berichten über die «Sprachbarriere» hinweg an ein breiteres Publikum vermitteln können. Durch die Förderung der mehrsprachigen Mediengestaltung können die Erfahrungen, die Situation und der kulturelle Hintergrund der Migranten dem gesamten Publikum näher gebracht werden.</p>
<p><strong>Mit Offenheit und Empathie zu mehr Vielfalt</strong></p>
<p>Am International Journalism Festival in Perugia wurde in diesem Jahr auch über <a href="http://www.journalismfestival.com/programme/2016/diversity-and-transcultural-competences-in-journalism-a-creative-opportunity" target="_blank">das kreative Potential der Vielfalt </a>diskutiert. Wer mit Offenheit, Neugier, Empathie – und Bescheidenheit vorgeht und den eigenen Blick auf die Welt hinterfragt, kann Stimmen und Perspektiven in die Berichterstattung einbinden, welche normalerweise nicht im Vordergrund stehen.</p>
<p>Die Fähigkeit, «das Andere» zu erfassen, müsste Teil des grundlegenden journalistischen Denkens sein oder durch spezielle Projekte/Weiterbildung gefördert werden. Der eigene Hintergrund, die Ausbildung, die man absolviert hat, Erfahrungen, die man gemacht hat und Netzwerke, die man sich aufgebaut hat, beeinflussen die Art und Weise, wie man die Welt sieht und repräsentiert. Eine transkulturelle Herangehensweise, das heisst sich selbst in dem anderen zu sehen, erlaubt es uns, Identität als etwas Facettenreiches wahrzunehmen, als etwas, dass sich konstant durch Interaktion verändert, über Nationalität, Geschlecht, Sprache und Hautfarbe hinaus.</p>
<p>Journalismus, der sich auch auf Gemeinsamkeiten und Verbindungen fokussiert, kann der Komplexität der heutigen Gesellschaft besser gerecht werden, als die kaleidoskopische Zersplitterungen, die uns aus allen Bildschirme begegnen.<br />
Aber es ist nicht ausschliesslich eine journalistische Verantwortung – die gesamte Gesellschaft muss sich ihrer Rolle in einer vernetzten Welt bewusst werden. Initiativen wie das Pilotprojekt Medien <a href="http://transkulturelle-medienkompetenz.ch/index.php" target="_blank">für 8 Millionen vielfältige Menschen</a> für die transkulturellen Gestaltung von Medieninhalte, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen der öffentlichen Institutionen, Verwaltungen und Ausländergemeinschaften, können interkulturelle Integration und eine neue Debatte über die Rolle der Medien in der Gesellschaft vorantreiben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/06/wer-kommt-zu-wort/">Wer kommt zu Wort?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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