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	<title>Musik | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Nachfrage nach Vinylplatten explodiert &#8211; auch in der Schweiz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/02/startseite-kultur-nachfrage-nach-vinylplatten-explodiert-auch-in-der-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 12:19:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war lange eine Sache von Freaks, heute übersteigt die Nachfrage das Angebot um das Zwei- bis Dreifache. Das Warten auf Vinyl kann in der Schweiz inzwischen 40 Wochen dauern. Die Langspielplatte lohnt sich wieder, die Firma Adon steigt wieder in die Produktion ein.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/startseite-kultur-nachfrage-nach-vinylplatten-explodiert-auch-in-der-schweiz/">Nachfrage nach Vinylplatten explodiert – auch in der Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war lange eine Sache von Freaks, heute übersteigt die Nachfrage das Angebot um das Zwei- bis Dreifache. Das Warten auf Vinyl kann in der Schweiz inzwischen 40 Wochen dauern. Die Langspielplatte lohnt sich wieder, die Firma Adon steigt wieder in die Produktion ein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/startseite-kultur-nachfrage-nach-vinylplatten-explodiert-auch-in-der-schweiz/">Nachfrage nach Vinylplatten explodiert – auch in der Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Aus für SRF 3 Musik-Specials: Die letzten Bastionen sind gefallen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 07:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach fast vierzig Jahren streicht Radio SRF 3 seine abendlichen Musik-Specials aus dem Programm. Damit verschwindet ein wichtiges Stück Radio- und Musikgeschichte – mit einer Ausnahme. Der 1. November 1983 markierte eine Zäsur in der Deutschschweizer Mediengeschichte. Neben zahlreichen Privatradios, die erstmals auf Sendung gingen, legte an diesem Dienstag auch «Radio DRS» mit seinem neuen <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach fast vierzig Jahren streicht Radio SRF 3 seine abendlichen Musik-Specials aus dem Programm. Damit verschwindet ein wichtiges Stück Radio- und Musikgeschichte – mit einer Ausnahme.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-95680 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Der 1. November 1983 markierte eine Zäsur in der Deutschschweizer Mediengeschichte. Neben zahlreichen Privatradios, die erstmals auf Sendung gingen, legte an diesem Dienstag auch «Radio DRS» mit seinem neuen Programm für ein junges Publikum los. Mussten sich bis dahin Pop und Rock, Jazz und Folk den Platz mit Volksmusik und Klassik auf den ersten beiden DRS-Kanälen teilen, so erhielten sie mit DRS 3 nun eine eigene Plattform.</p>
<p>Von zehn Uhr abends bis Mitternacht standen die nach Genres gegliederten Specials im Programm. In den ersten Jahren ab 1983 widmeten sich die Specials Black Music, Country, Rock und Folk. Am Freitag und Samstag war feiern angesagt mit den Sendungen «Let&#8217;s dance!» und «Let&#8217;s party!». Und zum Wochenausklang gab es am Sonntagabend ein «Jazz-Special».</p>
<blockquote><p>Selbst die radikale Umgestaltung 2002, bei der DRS 3 viele Sendungen der Gründungszeit kippte, überlebten die Specials.</p></blockquote>
<p>Mit dieser Programmstruktur war DRS 3 damals nicht allein. In einer ersten Bilanz zu den neuen Privatsendern schrieb die NZZ Ende November 1983: «Musikalische Akzente werden in den Programmen der Lokalradios abends unter anderem mit den als Specials angekündigten Sendungen gesetzt, die einer bestimmten Art von Musik gewidmet sind, etwa dem Rock &#8217;n&#8216; Roll.» Von diesen musikalischen Akzenten ist bei den kommerziellen Lokalradios schon länger nichts mehr zu hören. Bei DRS 3 (seit Ende 2012 SRF 3) sollten sich die Specials dagegen fast 40 Jahre im Programm halten. Selbst die radikale Umgestaltung 2002, bei der DRS 3 viele Sendungen der Gründungszeit kippte, überlebten die allabendlichen Musikhintergrundsendungen.<br />
</p>
<p>Ununterbrochen seit 1983 blieben einzig das <a href="https://www.srf.ch/audio/rock-special" target="_blank" rel="noopener">Rock Special</a> und das <a href="https://www.srf.ch/audio/black-music-special" target="_blank" rel="noopener">Black Music Special</a> im Programm. Andere verschwanden, neue kamen dazu, weitere wechselten den Namen oder den Sender. Als das <a href="https://www.srf.ch/audio/country-special" target="_blank" rel="noopener">Country Special</a> 2009 zu DRS 1 wechselte, folgte an seiner Stelle das Reggae-Special. Das Jazz-Special hatte 2002 ausgedient. Aus dem Blues-Special 2013 wurde <a href="https://www.srf.ch/audio/pop-routes" target="_blank" rel="noopener">Pop Routes</a>. Die früheren Sendungen Folk Special und Tropical Special firmierten ab 1995, respektive 2000, als <a href="https://www.srf.ch/audio/world-music-special" target="_blank" rel="noopener">World Music Special</a>. Ein Dance Special gab es von 1991 bis 1995.</p>
<blockquote><p>«Die abendlichen Musik-Specials von DRS/SRF 3 sind die letzten Bastionen des ehemals stolzen Senders.»<br />
<small>Stefan Künzli, Aargauer Zeitung, 2015</small></p></blockquote>
<p>Was die Sendungen verband und auszeichnete, war die profunde Sachkenntnis ihrer Macher:innen. Fachleute, die um den Globus reisten, auf der Suche nach Ungehörtem, wie etwa <a href="https://www.srf.ch/audio/world-music-special/fast-40-jahre-world-music-special-momente-fuer-die-ewigkeit?id=12153111" target="_blank" rel="noopener">Marianne Berna</a>, um nur einen Namen zu nennen. Während dreissig Jahren prägte die Musikjournalistin bis 2015 den World Music Special. Sie brachte einem interessierten Publikum insbesondere Musik aus Afrika näher, deren Protagonist:innen sie persönlich kannte und Grössen wie Fela Kuti auf Tournée begleitete. Wie Berna lebten und brannten auch alle anderen Special-Redaktor:innen und -Moderator:innen für «ihre» Musik.</p>
<p>Solch sorgfältige Pflege und Präsentation ausgewählter Musikstile in eigenen Sendungen hat bei SRF ausgedient. Nach 38 Jahren und vier Monaten verschwinden die Specials. 2015 schrieb der Aargauer Autor und Musikjournalist Stefan Künzli: «Die abendlichen Musik-Specials von DRS/SRF 3 sind die letzten Bastionen des ehemals stolzen Senders.» Und nun sind die letzten Bastionen gefallen.</p>
<p>SRF 3 will «Genres sprengen», wie sich der verantwortliche Abteilungsleiter <a href="https://medien.srf.ch/-/die-neuen-musikangebote-bei-radio%C2%A0srf%C2%A03%C2%A0-%C2%A0linear-und-digital" target="_blank" rel="noopener">ausdrückt</a>. Anstelle der bisherigen Specials gibt es neu ein um eine Stunde verlängertes Sounds!. Was auch heisst, dass der SRF3-Musikabend neu schon um elf Uhr endet und nicht wie bisher um Mitternacht. Sounds!, seit über vierzig Jahren die erste Anlaufstelle für Indie, Alternative und Underground, soll «musikalisch noch breiter und offener» werden. Die Genres aus den bisherigen Specials blieben «fixer und unverzichtbarer Bestandteil» der neuen Sendung. Mit zwei Podcasts will SRF 3 die Marke Sounds! erweitern. Nach offizieller Lesart handelt es sich also um einen Umbau und nicht um einen Abbau. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich mit Rahel Giger, Dominic Dillier und Lukie Wyniger gleich drei bisherige Specials-Macher:innen entschieden haben, beim neuen Musikabend nicht mitzuarbeiten. Ihr Know-how lässt sich nicht so leicht ersetzen.</p>
<blockquote><p>Vom Abbau verschont geblieben ist das Country Special, das weiterhin jeden Sonntag auf Radio SRF 1 zu hören ist.</p></blockquote>
<p>Kommt dazu, dass sich SRF 3 mit dem Entscheid, die Specials zu streichen, Konkurrenz geschaffen hat. Die sich im Aufbau befindliche <a href="https://beta.sonum.fm/" target="_blank" rel="noopener">Audioplattform sonum.fm</a> bietet einer Reihe der früheren Radioleute eine neue Heimat. Derzeit <a href="https://wemakeit.com/projects/soundfunding" target="_blank" rel="noopener">sammeln sie Geld</a>. Kommen die erforderlichen 60&#8217;000 Franken zusammen, sollen ab Herbst Sendungen erklingen im Stil der Specials und von Sounds! vor März 2022.</p>
<p>Vom Abbau verschont geblieben ist das <a href="https://www.srf.ch/audio/country-special" target="_blank" rel="noopener">Country-Special</a>, den es weiterhin und wie bisher am Sonntagabend auf Radio SRF 1 zu hören gibt. Seine Rettung war der Senderwechsel vor 13 Jahren. Die Sendung erinnert nun daran, welch hohen Stellenwert das Schweizer Radio einst der musikalischen Genrepflege beigemessen hatte.<br />
&#8212;<br />
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px"><em>Darum hörte ich Reggae Special: Bekenntnisse eines treuen Hörers</em> </h3>
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									Man musste Lukie nicht mögen, um die Sendung zu lieben								</span>
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						  <div class="wpsm_panel-body">
							<em><p>In meinen Playlists muss man mit der Lupe nach Reggae suchen. Denn eigentlich mag ich die Klänge aus der Karibik nicht besonders, und noch weniger das ganze Drum und Dran. Aber wenn sich irgendwo in meiner Musiksammlung doch ein Stück Reggae findet, dann wegen ihm; wegen Lukie Wyniger, «Lukie mit ie und Wyniger mit y», wie er sich, nicht frei von Eitelkeit, am Sender vorzustellen pflegte.</p>

<p>Zehn Jahre lang moderierte der Basler DJ und Radiojournalist die Sendung <a href="https://www.srf.ch/audio/reggae-special" target="_blank" rel="noopener">Reggae Special</a> auf «Radio SRF 3». Im Zentrum standen stets Lukie und seine Lieblingsmusik. In dieser Reihenfolge. «Ich auf Jamaika», «ich mit Künstler X», «ich im Studio Y». Was andere genervt und ihnen Anlass zum Ausschalten geboten hätte, hielt mich gerade dabei.</p>

<p>Über die Jahre entwickelte ich eine Art Hassliebe und Dienstag 20 Uhr wurde zu einem der wenigen Pflichttermine in meinem sonst eher zufällig strukturierten Radiokonsum. Während ich andere Sendungen regelmässig als Podcast höre, gab es beim Reggae Special kein Pardon. Es musste live sein und auch nicht über Kopfhörer, sondern laut.</p>

<p>Natürlich hörte ich auch die anderen Specials von SRF 3, insbesondere die Rock-Ausgabe am Mittwoch, der ich von meinen musikalischen Vorlieben her eigentlich viel mehr zugetan gewesen wäre. Gemessen an der geschätzten Hördauer verbrachte ich dennoch deutlich mehr Zeit mit Reggae als mit Rock. Wieso eigentlich? Die Frage musste ich mir bisher nie stellen, weil es immer weiterging, Dienstag für Dienstag.</p>

<p>Wahrscheinlich bin ich deshalb so lange und bis am Schluss dabei geblieben, weil ich kein Reggae-Fan bin. Als Kenner und Spezialist hätte ich mich vermutlich genervt ob der Vorlieben des Moderators. Als Laie konnte mir das egal sein. Klar merkte ich mit der Zeit, dass immer wieder die gleichen Namen auftauchten. Das empfand ich aber nicht als einengendes Korsett, sondern ich vertraute dem Fachwissen des Moderators, dass es sich dabei wirklich um das Beste vom Besten handelt. Schliesslich weiss Wyniger auch, wer das Zeug zum nächsten Bob Marley hat.</p>

<p>Was mich über die Jahre auch als Hörer dabei hielt, war sein mitunter polarisierender Moderationsstil. Wyniger hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Er sagte auch, was ihm nicht gefällt. In der Kontroverse um sexistische und homophobe Texte von Dancehall-Künstlern schlug er sich wortreich auf die Seite von Kunstfreiheit und lokaler Tradition. Das konnte nerven, wenn man anderer Meinung war. Nur: Lieber ein Moderator, der seinen Standpunkt offensiv vertritt als einer, der rumdruckst und gar keine Stellung nimmt. Wyniger wollte es gar nicht allen recht machen. Gerade deshalb habe ich immer wieder eingeschaltet am Dienstag um acht. Am 15. März zum letzten Mal.</p>

Nick Lüthi</em>						  </div>
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					<!-- Inner panel End -->
					
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			</item>
		<item>
		<title>40 Jahre CD : Die schleichende Musik- und Datenrevolution</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/15/40-jahre-cd-die-schleichende-musik-und-datenrevolution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 13:35:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die CD ist 40 Jahre alt und hat den Musikmarkt über Jahre dominiert. Golem.de blickt zurück auf Beethovens Neunte und stotternde Discmans.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die CD ist 40 Jahre alt und hat den Musikmarkt über Jahre dominiert. Golem.de blickt zurück auf Beethovens Neunte und stotternde Discmans.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/15/40-jahre-cd-die-schleichende-musik-und-datenrevolution/">40 Jahre CD : Die schleichende Musik- und Datenrevolution</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>TikToks musikalischer Jahresrückblick: Das sind die Top Songs, Artists und Genres</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/16/tiktoks-musikalischer-jahresrueckblick-das-sind-die-top-songs-artists-und-genres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 07:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[TikTok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TikTok hat schon den einen oder anderen Song in die Charts katapultiert. Welche Lieder, Künstler:innen und Genres dieses Jahr besonders angesagt waren, zeigt TikToks großer musikalischer Jahresrückblick.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="article-detailed--bold-text">TikTok hat schon den einen oder anderen Song in die Charts katapultiert. Welche Lieder, Künstler:innen und Genres dieses Jahr besonders angesagt waren, zeigt TikToks großer musikalischer Jahresrückblick.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/16/tiktoks-musikalischer-jahresrueckblick-das-sind-die-top-songs-artists-und-genres/">TikToks musikalischer Jahresrückblick: Das sind die Top Songs, Artists und Genres</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Musik und Künstliche Intelligenz: die Summe der Schönheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/12/17/musik-und-kuenstliche-intelligenz-die-summe-der-schoenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 13:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was Beethoven einst begann, soll eine Künstliche Intelligenz nun fertig schreiben: die unvollendete 10. Symphonie. Immer häufiger sind es Maschinen, die Bilder malen, Sonaten komponieren, Bücher schreiben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/12/17/musik-und-kuenstliche-intelligenz-die-summe-der-schoenheit/">Musik und Künstliche Intelligenz: die Summe der Schönheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was Beethoven einst begann, soll eine Künstliche Intelligenz nun fertig schreiben: die unvollendete 10. Symphonie. Immer häufiger sind es Maschinen, die Bilder malen, Sonaten komponieren, Bücher schreiben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/12/17/musik-und-kuenstliche-intelligenz-die-summe-der-schoenheit/">Musik und Künstliche Intelligenz: die Summe der Schönheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn ein Arbeitgeber «gut klingt»…</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/11/19/wenn-ein-arbeitgeber-gut-klingt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 05:21:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Agentur]]></category>
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		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=74266</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Agentur deepblue stellt sich über Spotify-Playlists von Mitarbeitern vor.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/19/wenn-ein-arbeitgeber-gut-klingt/">Wenn ein Arbeitgeber «gut klingt»…</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Agentur deepblue stellt sich über Spotify-Playlists von Mitarbeitern vor.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/19/wenn-ein-arbeitgeber-gut-klingt/">Wenn ein Arbeitgeber «gut klingt»…</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeitreise zu den Anfängen der elektronischen Tonaufnahmen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/01/01/zeitreise-zu-den-anfaengen-der-elektronischen-tonaufnahmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jan 2018 11:54:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Gruppe US-amerikanischer Künstler unter der Leitung von Jack White («White Stripes») und T Bone Burnett nehmen ihre Musik mit Geräten auf, wie sie vor hundert Jahren für die Tonaufzeichnung verwendet wurden. Dazu haben sie das allererste elektrische Aufnahmegerät nachgebaut und sich so auf eine Zeitreise zurück in die 1920er-Jahre begeben. «Das ist doch wirklich <a href="https://www.arte.tv/de/videos/079688-000-A/the-american-epic-sessions/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gruppe US-amerikanischer Künstler unter der Leitung von Jack White («White Stripes») und T Bone Burnett nehmen ihre Musik mit Geräten auf, wie sie vor hundert Jahren für die Tonaufzeichnung verwendet wurden. Dazu haben sie das allererste elektrische Aufnahmegerät nachgebaut und sich so auf eine Zeitreise zurück in die 1920er-Jahre begeben. «Das ist doch wirklich wahnsinnig romantisch», kommentiert Jack White das Experiment. Der Dokumentarfilm «The American Epic Sessions» des Kultursenders «Arte» begleitet die Musiker und beleuchtet Schönheit und Tücken der historischen Tontechnik.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/01/01/zeitreise-zu-den-anfaengen-der-elektronischen-tonaufnahmen/">Zeitreise zu den Anfängen der elektronischen Tonaufnahmen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Gute Musik und gute Quoten – das geht»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/27/gute-musik-und-gute-quoten-das-geht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2014 21:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Couleur 3]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2486</guid>

					<description><![CDATA[<p>Couleur 3 ist für viele der beste Schweizer Radiosender. Leiter Yves Demay spricht über den Vergleich mit dem kritisierten SRF 3 und erklärt, warum Geld für ihn keine Rolle spielt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Couleur 3 ist für viele der beste Schweizer Radiosender. Leiter Yves Demay spricht über den Vergleich mit dem kritisierten SRF 3 und erklärt, warum Geld für ihn keine Rolle spielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/27/gute-musik-und-gute-quoten-das-geht/">«Gute Musik und gute Quoten – das geht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Die Favoriten der Lieblinge</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/04/18/die-favoriten-der-lieblinge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 10:13:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Zurich]]></category>
		<category><![CDATA[Musikjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Hoenicke]]></category>
		<category><![CDATA[Finger Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Musikblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Musikmagazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1801</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Finger Magazine erscheinen keine Texte über Musiker. Stattdessen erzählen und schreiben Musiker selbst, welche Songs und Tracks sie hören. Zum Beispiel beim Sex oder zum Frühstück. Die intimen Einblicke in den Musikgeschmack prominenter Musiker eignet sich ideal als WC-Lektüre. Verleger und Chefredaktor Adrian Hoenicke, seit einiger Zeit wohnhaft in Berlin Kreuzberg, findet diese Form <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/18/die-favoriten-der-lieblinge/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.fingermag.com/">Finger Magazine</a> erscheinen keine Texte über Musiker. Stattdessen erzählen und schreiben Musiker selbst, welche Songs und Tracks sie hören. Zum Beispiel beim Sex oder zum Frühstück. Die intimen Einblicke in den Musikgeschmack prominenter Musiker eignet sich ideal als WC-Lektüre.<br />
<span id="more-28792"></span><br />
Verleger und Chefredaktor Adrian Hoenicke, seit einiger Zeit wohnhaft in Berlin Kreuzberg, findet diese Form des Musikjournalismus viel interessanter als das, was Medien sonst über Musik schreiben. Für seinen Geschmack wiederholen sich die Formulierungen der Musikjournalisten zu oft. An die Einordnung von Musik, also an die Arbeit von Musikbloggern und Musikjournalisten, glaubt er trotzdem: «Es braucht irgendwelche Guides, die Dich durch den Dschungel des Backkatalogs leiten.» Empfehlungen aufgrund gesammelter Daten, wie man das von <a href="http://www.amazon.de/">Amazon</a> oder <a href="http://www.lastfm.de/">Last.fm</a> her kennt, können ihm allerdings keine Abhilfe liefern. «Die sind oft sehr eindimensional, das bringt selten etwas. Vielleicht einem Musikkonsument, der sich nur oberflächlich interessiert.»</p>
<p>Die erste Platte, die Suzanne Vega kaufte, war «Abbey Road» von den Beatles. Heidy Happy hört beim Zubereiten des Frühstücks das Weihnachtsoratorium von Bach. Wenn Nicolas Godin von Air an die Schule denkt, dann an «The Head On The Door» von The Cure. Und wenn Jay-Jay Johanson mit seiner Frau Liebe macht («when I make love to my wife»), dann ist sie es, die die Musik auflegt (in letzter Zeit Air, Jarvis Cocker und Phoenix).</p>
<p>So ziehen sich Fragen und Antworten durch das Heft. 60 bis 70 Prozent davon beruhen auf E-Mails mit den Musikern, der Rest wurde persönlich oder telefonisch aufgenommen. Interviews mit Deutschsprachigen sind in deutscher, Interviews mit Englischsprachigen in englischer Sprache zu lesen. Weil letztere die grosse Mehrheit bilden, ist das Finger Magazine zu einem guten Teil auf englisch &#8211; nur gelegentliche deutschsprachige Künstler und die Einleitungen zu den Gesprächen erinnern an die Zürcher Herkunft. Mit dem Journalisten Philipp Anz hat Finger weiterhin einen Ableger in Zürich.</p>
<p>Die halbjährliche Erscheinungsweise des Hefts hat mit dem Inserateaufkommen zu tun, jedoch wäre dem langjährigen Werbetexter Hoenicke ein monatliches Magazin fast zu viel: «Es ist ein ja kein aktuelles Heft, sondern mehr eins, das in der WG auf dem WC rumliegt.» Eigene Inputs bezieht er von Websites wie <a href="http://testpressing.org/">Testpressing.org</a>, <a href="http://www.dangerousminds.net/">Dangerousminds.net</a>, <a href="http://allez-allez.co.uk/">Allez-allez.co.uk</a>, <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/">Kraftfuttermischwerk.de</a>, <a href="http://drownedinsound.com/">Drownedinsound.com</a>, <a href="http://pitchfork.com/">Pitchfork.com</a> oder dem Schweizer <a href="78s.ch">78s.ch</a>. Und Musikmagazinen wie dem «Mojo Magazine» aus London oder dem deutschen «Groove». «Spex» dagegen habe «einen zu intellektuellen Aufsatz, der manchmal fast etwas lächerlich wirkt.» Als Inspirationsquelle dienen ihm auch Figuren wie der Zürcher DJ <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lexx_%28Musiker%29">Lexx</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Peterson">Gilles Peterson</a>, der eine Radiosendung auf BBC hat.</p>
<p>Viel wichtiger für die Zukunft des Finger Magazine ist aber die mit einigen interessanten Features aufwartende Website. Einzelne Songs in den Antworten der Musiker werden mit Musikdateien verknüpft, die zum Beispiel auf YouTube verfügbar sind. So kann man sich die gegebenen Antwort auch gleich anhören.</p>
<p>Die Akquise von Online-Werbung ist aber viel schwieriger, sagt Hoenicke: «Das Internet ist global. Das Problem ist, dass die Werbebudgets immer noch sehr regional eingegrenzt sind. Ein möglicher Ausweg könnte das Sponsoring einer ganzen Website oder Teile davon sein, so wie es <a href="http://redbullmusicacademyradio.com/">Redbullmusicacademyradio.com</a> macht &#8211; für die publizistische Unabhängigkeit find ich das nicht problematisch.»</p>
<p>Abgesehen von wenigen Grossverdienern ist es für die Musiker schwierig geworden, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen. Einnahmen sind vor allem durch Auftritte und Merchandising zu erzielen. Selbst kauft Hoenicke aber nach wie vor Vinyl: «In meiner Jugend hat man ja noch Platten und CDs gekauft. Die Zukunft gehört aber wohl den Streaming Services, heute muss man ja zum Musikhören keine Dateien mehr besitzen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/18/die-favoriten-der-lieblinge/">Die Favoriten der Lieblinge</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Abrechnung, nachgerechnet</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/04/11/abrechnung-nachgerechnet/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/04/11/abrechnung-nachgerechnet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 09:51:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[illegal]]></category>
		<category><![CDATA[legal]]></category>
		<category><![CDATA[Der Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Fässler]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Plattitüden]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alljährlich vergibt die Berner Tageszeitung «Der Bund» (Tamedia) einen Essaypreis. «Ich bin dann mal im Cyberspace» lautete der Schreibauftrag in diesem Jahr. Eine Expertenjury und das Publikum hat mit dem Text «Wir sind viele» eine «Abrechnung» mit dem Internet zum Gewinner gekürt. Autor des Werks ist der 27-jährige Michael Fässler. Bei genauerer Lektüre erweist sich <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/11/abrechnung-nachgerechnet/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/11/abrechnung-nachgerechnet/">Abrechnung, nachgerechnet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alljährlich vergibt die Berner Tageszeitung «Der Bund» (Tamedia) einen Essaypreis. <a href="http://www.derbund.ch/news/standard/5-BundEssayWettbewerb-Ich-bin-dann-mal-im-Cyberspace/story/11248796" target="_blank">«Ich bin dann mal im Cyberspace»</a> lautete der Schreibauftrag in diesem Jahr. Eine Expertenjury und das Publikum hat mit dem Text «Wir sind viele» <a href="http://www.derbund.ch/bern/Wir-sind-viele-/story/15474387" target="_blank">eine «Abrechnung» mit dem Internet</a> zum Gewinner gekürt. Autor des Werks ist der 27-jährige Michael Fässler. Bei genauerer Lektüre erweist sich das am Samstag veröffentlichte 15&#8217;000-Zeichen-Stück als Ansammlung von Plattitüden, gespickt mit Faktenfehlern.<br />
<span id="more-1760"></span><br />
Fässler leitet seinen preisgekrönten Essay vielversprechend ein: «Das Internet hat den globalen Meinungsmarkt auf beispiellose Weise demokratisiert.» Der Autor benennt gleich auch die Schattenseiten des demokratischen Mediums: «Für unsere Partizipation bezahlen wir aber einen hohen Preis.» Was danach in dem als «Abrechnung» präsentierten «Essay» folgt, trägt indes wenig zur Erhellung bei. Fässler stolpert über die eigenen Beine. Und das nicht nur einmal.</p>
<p>Die etwas länglich geratene Eröffnung, die der Autor wahrscheinlich aus dem Internet abgeschrieben hat (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_Breaks_Guitars" target="_blank">Quellen</a> <a href="http://www.davecarrollmusic.com/ubg/" target="_blank">nennt er keine</a>), handelt vom <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Maxwell" target="_blank">Musiker David Carroll</a>, der über Nacht zum Internet-Star wurde. Fässler schreibt den Namen des Protagonisten konsequent mit einem r. Während sich dieser Schnitzer noch auf das Korrektorat abschieben lässt, geht es danach so richtig los. Wir dokumentieren nachfolgend die gravierendsten Fakten- und Denkfehler im preisgekrönten «Essay».</p>
<blockquote><p><em>(..) Falls es herkömmliche Chroniken künftig überhaupt noch geben wird. Denn momentan droht der gesamte Wissensbestand der Menschheit ins Mitmach-Lexikon Wikipedia abzuwandern.</em></p></blockquote>
<p>Wikipedia als schwarzes Loch, als wissensverschlingendes Monster. Welch dummes, und vor allem: falsches Bild. Dass es Wikipedia längst mit «herkömmlichen Chroniken» aufnehmen kann und kein Verlust droht, wenn «der gesamte Wissensbestand der Menschheit ins Mitmach-Lexikon» abwandert, zeigte schon 2005 ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:External_peer_review/Nature_December_2005" target="_blank">Vergleich zwischen Wikipedia und der Encyclopaedia Britannica</a> bei dem das Online-Lexikon nicht schlechter abschnitt als die renommierte Enzyklopädie.</p>
<blockquote><p><em>(..) eigentlich interessiert uns der Schutz der Privatsphäre. Trotzdem ist es in unserem Leben denkbar, dass wir tagsüber gegen Überwachungskameras in unseren Innenstädten auf die Strasse gehen, abends aber die Bilder von der Demo ins Internet laden und der Welt zur freien Verfügung stellen.</em></p></blockquote>
<p>Ob der Staat seine Bürger filmt und ihre Bilder in Datenbanken von potenziell Tatverdächtigen ablegt oder ob die Bürger sich selbst filmen, sind zwei Paar Schuhe. Im Umgang mit Bildern von Demonstrationen hat sich bei verantwortungsvollen Bürgern schon längst die Sitte etabliert, <a href="http://media.de.indymedia.org/images/2006/01/137436.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">die Gesichter zu anonymisieren</a>.</p>
<blockquote><p><em>35 Millionen Mal haben wir Crockers Video bis heute angeklickt.</em></p></blockquote>
<p>Wer ist eigentlich dieses «wir», von dem der Autor dauernd schreibt? Der Autor pauschalisiert damit auf unzulässige Weise und nimmt die Leser in Sippenhaftung, indem er ihnen bestimmte Handlungsweisen unterstellt.</p>
<blockquote><p><em>Das Video, in dem sich der Steinbock Paul aus dem Berner Tierpark Dählhölzli mit den Hörnern am Hintern kratzt, wurde bisher auch bereits über eine halbe Million Mal angeklickt. Fellini war gestern.</em></p></blockquote>
<p>Stimmt. Fellini ist seit 1993 tot. Die grossen Regisseure heissen heute Hooper, Coen, Tarantino, Forster – und ihre Hauptdarsteller heissen sicher nicht Steinbock Paul.</p>
<blockquote><p><em>Dank Mark [Zuckerberg] sind wir auch jederzeit bestens darüber informiert, was unsere Freunde aus Übersee zum Znüni gegessen haben. An der Haustüre unserer Grosseltern haben wir aber seit Ewigkeiten nicht mehr geklingelt.</em></p></blockquote>
<p>Nur weil der Autor schon lange nicht mehr bei den Grosseltern geklingelt hat, heisst das noch lange nicht, dass andere dies auch versäumt haben.</p>
<blockquote><p><em>Das Internet macht uns zu Verbrechern.</em></p></blockquote>
<p>Eine These, steiler als die Eigernordwand. Verbrechen sind <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a10.html" target="_blank">gemäss Strafgesetzbuch Art. 10 Abs. 2</a> Taten, auf die Freiheitsstrafen von mehr als drei Jahren stehen. Der Autor meint vermutlich: Kriminelle. Aber auch das macht die These nicht plausibler. Denn das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten aus dem Internet zum Privatgebrauch, von dem der Autor hier schreibt, ist <a href="http://www.nzz.ch/2006/03/19/ct/articleDO8RN.html" target="_blank">in der Schweiz nicht strafbar</a>. Nur der Upload.</p>
<blockquote><p><em>Dann reiben wir uns die Augen, wenn wir durch die Berner Von-Werdt-Passage gehen und bemerken, dass ein weiterer exzellenter Plattenladen unserer Stadt wegen uns die Türe schliessen musste.</em></p></blockquote>
<p>Ein Kausalzusammenhang zwischen illegalen Downloads und dem Ende der Plattenläden, wie ihn der Autor mit diesem lokalen Beispiel insinuiert, existiert nicht. In seiner Studie «The Effect of Filesharing on Record Sales» hat der Harvard-Ökonom Felix Oberholzer <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17076/1.html" target="_blank">2004</a> und <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/370804/TrkMagTsr6" target="_blank">2007</a> nachgewiesen, dass illegale Tauschbörsen keine Auswirkungen auf die CD-Verkäufe haben. <a href="http://blog.soundseller.eu/2010/03/study-the-impact-of-file-sharing-on-the-purchase-of-music/" target="_blank">Brigitte Andersen und Marion Frenz</a> von der Universität London konnten sogar belegen, dass Leute, die Musik im Internet tauschen, die besseren CD-Käufer sind.</p>
<blockquote><p><em>Während [Helene Hegemanns] Buch «Axolotl Roadkill» letzten Frühling von der jungen Leserschaft euphorisch aufgenommen wurde, landete sie für ihren freizügigen Umgang mit ihren Quellen aus der Blogosphäre auf dem Scheiterhaufen der aufgebrachten Feuilletonisten.</em></p></blockquote>
<p>Weshalb Quellen konsultieren, wenn ich auch aus der Erinnerung ungefähr die halbe Wahrheit hinkriege, muss sich der Autor bei dieser Passage gesagt haben. Die Hegemann-Posse spielte sich folgendermassen ab: Die Feuilletonisten waren nicht aufgebracht, <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-02-10/intertextuelle-illusionen" target="_blank">sondern begeistert von der «sprachgewaltigen» Jungautorin</a>. Aufgedeckt hat das Plagiat übrigens <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html" target="_blank">ein Blog</a>.</p>
<blockquote><p><em>Der Stärkere gewinnt eben auch im Internet, indem ihm die grösste Aufmerksamkeit zuteilwird.</em></p></blockquote>
<p>Damit widerspricht sich der Autor selbst. In der Einleitung seines «Essays» erzählt er die Geschichte des «unbekannten Musikers» Dave Carroll (mit zwei r), der zum Youtube-Star wurde. Wie dieses Beispiel zeigt, hat im Internet eben jeder und jede und auch der vermeintlich Schwächere die Möglichkeit, sich globale Aufmerksamkeit und Gehör zu verschaffen.</p>
<blockquote><p><em>Wer soll überhaupt noch Blogeinträge lesen, wenn doch alle mit dem Verfassen von Blogeinträgen beschäftigt sind?</em></p></blockquote>
<p>Der Autor hat offenbar noch nie etwas von der <a href="http://www.connectedmarketing.de/cm/2006/11/wie_funktionier.html" target="_blank">90-9-1-Regel </a>gehört. In sozialen Communities im Internet, wozu in diesem Fall auch Blogs gezählt werden dürfen, lesen 90 Prozent der Nutzer nur, 9 Prozent beteiligen sich von Zeit zu Zeit und nur das letzte Prozent produziert regelmässig selbst Inhalte. Also von wegen: Wir sind alle mit dem Verfassen von Blogeinträgen beschäftigt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/11/abrechnung-nachgerechnet/">Abrechnung, nachgerechnet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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