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	<title>Nico Gurtner | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Als es ernst galt, fehlte der doppelte Boden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 01:02:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Gurtner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erklärung liegt auf der Hand: Hätte man die bisherige Quotenmessung so lange weitergeführt, bis das neue System funktioniert, wäre es nie zu einem Ausfall gekommen. Nun erklärt aber die Firma Mediapulse, dass das gar nicht möglich gewesen wäre: Am 31. Dezember wurde das alte Panel definitiv ausser Betrieb genommen und liess sich nach dem <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erklärung liegt auf der Hand: Hätte man die bisherige Quotenmessung so lange weitergeführt, bis das neue System funktioniert, wäre es nie zu einem Ausfall gekommen. Nun erklärt aber die Firma Mediapulse, dass das gar nicht möglich gewesen wäre: Am 31. Dezember wurde das alte Panel definitiv ausser Betrieb genommen und liess sich nach dem Auftreten der Unregelmässigkeiten mit den neuen Zahlen nicht mehr reaktivieren.<br />
<span id="more-31163"></span><br />
Seit Anfang Jahr gibt es <a href="http://" target="_blank">keine Zuschauerzahlen für das Fernsehen</a> in der Schweiz. Die Quote wird zwar erhoben, aber die Messwerte bleiben unter Verschluss. Bei der Auswertung traten verschiedene Unregelmässigkeiten auf, die nun bereinigt werden müssen. Die Publikation verzögert sich deshalb bis mindestens 18. Februar.</p>
<p>Der Ausfall hätte sich vermeiden lassen, wenn das <a href="http://www.telecontrol.ch/typo3/" target="_blank">Telecontrol-Panel</a> mindestens so lange in Betrieb gehalten worden wäre, bis <a href="http://kantarmedia.ch/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=72&amp;Itemid=470" target="_blank">das neue System</a> der Firma Kantar funktioniert. Bis heute kursierte diese Erklärung in der Branche, <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/24/risiko-bewusst-in-kauf-genommen/" target="_self">wir berichteten darüber</a>. Die zuständige Firma Mediapulse wollte oder konnte dazu bisher nicht Stellung nehmen. Jetzt erklärt Mediapulse-Sprecher Nico Gurtner, dass auf diese Weise der Ausfall nicht hätte vermieden werden können.</p>
<p>Eine Überlappung von altem und neuem Panel war zwar vorgesehen, aber nur für Dezember. «Der Projektplan sah vor, dass dem Umstieg auf das neue Panel ein Monat Testphase mit doppelt geführter Messung vorausgeht», sagt Gurtner. Damit ist auch klar: Der doppelte Boden hielt zwar während der vorgesehenen Testphase, fehlte aber, als man ihn hätte brauchen können.</p>
<p>Ende Dezember war mit Telecontrol endgültig Schluss. «Die Panel-Haushalte waren informiert, dass am 31. Dezember ihre Messgeräte deaktiviert würden», sagt Mediapulse-Sprecher Gurtner. Da die Probleme, die zur Verzögerung führten, erst Anfang Januar bekannt wurden, wäre es unmöglich gewesen, das alte Panel wieder zu aktivieren.</p>
<p>Nun geht es an die Gegenwartsbewältigung: «Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Qualität der Daten sicherzustellen und Vertrauen in das neue System zu schaffen», heisst es bei Mediapulse. Das wird aber schwieriger, je länger der Ausfall andauert. Ein Sender, der mit seiner neuen Quote nicht zufrieden ist, wird versucht sein, das fehlerhaft gestartete System für sein schwaches Abschneiden verantwortlich zu machen. Über die neuen Zahlen lässt sich aber schlecht diskutieren. Man muss ihnen vertrauen, weil es keine Vergleichswerte gibt. Die alte und die neue Methode sind zu unterschiedlich; sie sind wie zwei Währungen ohne Wechselkurs.</p>
<p>Eine wichtige Rolle kommt deshalb der medienwissenschaftlichen <a href="http://www.mediapulse.ch/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=fileadmin/user_upload/Diverses/2012_Q4_Organe_und_Fuehrungsgremien.pdf&amp;t=1360634008&amp;hash=8d3945749051bcae39a445e781ed8d17">Kommission</a> unter dem Vorsitz von Professor Heinz Bonfadelli der Universität Zürich zu. Sie bürgt in letzter Instanz für die Qualität der Zahlen. Selbst der wissenschaftliche Segen wird wohl einzelne TV-Veranstalter kaum davon abhalten, die Werte anzuzweifeln. So hat die Privatsendergruppe von AZ-Verleger Peter Wanner (Tele Züri, Tele M 1 und Tele Bern) bereits <a href="http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/tv-macher-wissen-nicht-mehr-wie-viele-zuschauer-sie-haben-126017481" target="_blank">vorsorglich Massnahmen angekündigt</a> für den Fall, dass sie Zweifel mit der neuen TV-Quote nicht zufrieden sein sollten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/">Als es ernst galt, fehlte der doppelte Boden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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