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	<title>Olaf Schulze | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>(K)einen Schritt weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 08:18:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mehrere hunderttausend Swisscom-Kunden können ab sofort die HbbTV-Dienste der SRG nutzen. Inhalte, die bisher nur online zur Verfügung standen, gibts nun am TV. Die Kooperation bringt die vom Bundesrat weiterhin angestrebte Regulierung des Teletext-Nachfolgers keinen Schritt voran. Anders als bei gedruckten Medien, wo das neue Layout am Tag X vollumfänglich zur Verfügung steht, dauert es <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/15/keinen-schritt-weiter/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere hunderttausend Swisscom-Kunden können ab sofort die HbbTV-Dienste der SRG nutzen. Inhalte, die bisher nur online zur Verfügung standen, gibts nun am TV. Die Kooperation bringt die vom Bundesrat weiterhin angestrebte Regulierung des Teletext-Nachfolgers keinen Schritt voran.<br />
<span id="more-24276"></span><br />
Anders als bei gedruckten Medien, wo das neue Layout am Tag X vollumfänglich zur Verfügung steht, dauert es bei elektronischen Medien oft Jahre, bis sich ein neues Format etabliert hat. Gegenwärtig kann man das beim Relaunch des Teletext beobachten.</p>
<p>Mit HbbTV (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hybrid_Broadcast_Broadband_TV" target="_blank">Hybrid Broadband Broadcast TV</a>) steht die Nachfolgetechnologie längst in den Startlöchern. Damit können Sender zum Beispiel ihre Online-Mediatheken am TV zugänglich machen oder Live-Streams zeigen, die heute nur auf Computer, Tablet oder Smartphone zugänglich sind. Ebenso dienst HbbTV als Teletext-Ersatz für Kurznachrichten, neu aber mit Bild.</p>
<p>Einzelne kleinere Kabelnetzbetreiber stellen den Dienst bereits heute zur Verfügung. In der Westschweiz hat die SRG den multimedialen Informationsdienst schon vor drei Jahren getestet.  Der Nutzer profitiert auch von den bereits zahlreichen ausländischen Sender, die entsprechende Angebote zu ihren Programmen bereitstellen.</p>
<p>So richtig in die Gänge ist die Neuerung aber bisher nicht gekommen. Auch deshalb nicht, weil Kabelnetzbetreiber und andere Programmweiterverbreiter nicht verpflichtet sind, HbbTV aufzuschalten. Ein Versuch, in der Radio- und Fernsehverordnung  eine Verbreitungspflicht für den Teletext-Nachfolger <a href="http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/gesetzgebung/00909/04667/index.html?lang=de" target="_blank">festzuschreiben</a>, <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/07/srg-wunschprogramm-nicht-durchgewinkt/" target="_self">scheiterte im ersten Anlauf</a>. Das Bakom schrieb in der Verordnung quasi ein SRG-Wunschprogramm und rechnete wohl nicht mit dem Widerstand der anderen betroffenen Akteure.</p>
<p>Gegen eine gesetzliche Regulierung von HbbTV stellten sich insbesondere Swisscom und die grossen Kabelnetzbetreiber. Ihr Verband Swisscable droht weiterhin mit dem Gang vor Gericht, sollte die Verordnung dahingehend ergänzt werden. Zur Zeit liegt die Revision auf Eis. Der Bundesrat hat HbbTV aus der Vorlage zurückgenommen und nur die übrigen Teile in Kraft gesetzt.</p>
<p>Unabhängig von der ungeklärten Rechtslage haben sich Swisscom und SRG jetzt <a href="http://www.presseportal.ch/de/pm/100014224/100771198/swisscom-tv-2-0-bringt-hbbtv-auf-den-sendern-der-srg-ssr" target="_blank">darauf verständigt</a>, dass Nutzer von Swisscom TV 2.0 ab sofort auf die HbbTV-Dienste der SRG zugreifen können. Bereits Ende 2014 hatten 250’000 Haushalte die neueste Generation des TV-Angebots von Swisscom installiert. Heute dürften es entsprechend mehr sein.</p>
<p>Mit dem jüngsten Schritt der beiden Schwergewichte erhält der Teletext-Nachfolger HbbTV den bisher grösste Schub. Mit ihrem Entscheid, das Angebot der SRG zugänglich zu machen, öffnet Swisscom seine TV-Plattform für einen Wettbewerb der Zusatzdienste. Swisscom selbst bietet bereits heute – unabhängig von HbbTV – auf ihrer TV-Plattform eine ganze Reihe interaktiver und multimedialer Funktionen an, die sich mit der Fernbedienung anwählen lassen. Die neue Vielfalt ist für den Nutzer eine gute Nachricht. Er kriegt eine Auswahl und kann sich für den besseren Dienst entscheiden. Oder im Idealfall beide nutzen.</p>
<p>Zur Frage, ob die TV-Plattformen (v.a. IPTV und Kabelnetze) per Verordnung dazu gezwungen werden sollen, die Zusatzdienste der Programmanbieter (Sender) aufzunehmen, herrscht weiterhin grosse Uneinigkeit. Vor dem Hintergrund des Swisscom/SRG-Deals werden die Gespräche des Bakom mit der Branche im Mai unter neuen Vorzeichen stattfinden.</p>
<p>Die Kabelnetzbetreiber werden die Einigung von Swisscom und SRG als Beleg dafür ins Feld führen, dass es eben gerade keine Regulierung brauche. «Eine Privilegierung von HbbTV durch den Gesetzgeber ist absolut unnötig», schreibt Matthias Lüscher vom Verband Swisscable. Auch Swisscom teilt diese Haltung, wie Sprecher Olaf Schulze festhält: «Wo Dienste freiwillig erbracht werden, besteht keine Notwendigkeit für eine gesetzliche Pflicht.» Allerdings schlägt das frühere Staatsunternehmen weniger harsche Töne an als die Kabelnetzbetreiber. Die Vereinbarung mit der SRG zeigt auch, dass Swisscom bereit ist, auf vertraglicher Basis, ohne Regulierung, die Dienste aufzuschalten.</p>
<p>Trotz dieses für die Entwicklung des eigenen HbbTV-Angebots  wichtigen Schritts, hält die SRG an der Forderung fest, den Bereich zu regulieren, nicht alle Netzbetreiber seien so zugänglich wie die Swisscom, schreibt SRG-Sprecher Daniel Steiner. Damit könnte er Cablecom meinen, das HbbTV aus «technischen Gründen» im digitalen Angebot («Horizon») nicht zur Verfügung stellt. Man biete «heute schon gleichwertige Dienste wie Replay und Apps an», <a href="https://support.upc-cablecom.ch/app/answers/detail/a_id/5387/~/hbbtv-und-die-replay-funktion-auf-horizon" target="_blank">teilt das Unternehmen seinen Kunde mit</a>. Auch bei Sunrise TV gibt es kein HbbTV.</p>
<p>Für die SRG ist der zusätzliche Vektor auch für die Kommerzialisierung von strategischer Bedeutung. Im gescheiterten Verordnungsentwurf war davon die Rede, dass Werbung möglich sein sollte, allerdings nur in Text und Bild. Die SRG möchte hier auch Bewegtbild und interaktive Formate einsetzen können. Sie sieht die geforderte Durchleitungspflicht für HbbTV quasi als Gegenleistung für die Privilegierung der Plattform- und Netzbetreiber, die ohne Vertrag das Signal der Sender weiterverbreiten und teilweise kommerzialisieren dürfen. Es geht also auch hier: ums Geld.</p>
<p>Auch um Gebühren. Die SRG argumentiert auch dahingehend, dass sie im Bestreben um einen effizienten Einsatz der Mittel, dort präsent sein will, wo das Publikum mit seinen Bedürfnissen hingeht. Also auch zu multimedialen Zusatzdiensten, die immer stärker in den Fokus rücken mit dem Smart-TV als Standardausstattung in einer Mehrheit der Haushalte.</p>
<p>Wie weiter nun? Beim Bakom betont Susanne Marxer, die für das Dossier zuständige Co-Sektionsleiterin Recht, dass sich an er Ausgangslage für die Revision nichts geändert habe. «Die Fragestellungen sind durch die neuesten Entwicklungen bei Swisscom-TV nicht gelöst», schreibt Marxer auf Anfrage. Bei den anstehenden Anhörungen in den kommenden Wochen müsste schon ein Wunder geschehen, damit eine Lösung gefunden wird, die allen Mitspielern passt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/15/keinen-schritt-weiter/">(K)einen Schritt weiter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der blaue Elefant im Raum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 13:55:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Swisscom]]></category>
		<category><![CDATA[bluewin.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Lottenbach]]></category>
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		<category><![CDATA[Urs F. Meyer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>bluewin.ch ist eine der meistgenutzten Online-Plattformen der Schweiz. In erster Linie wegen der beliebten E-Mail-Dienste. Aber nicht nur. Bereits heute arbeitet eine 30-köpfige Redaktion für das Portal. Nun will Swisscom das publizistische Angebot ausbauen. Bisher verhielt es sich mit bluewin.ch wie mit dem sprichwörtlichen Elefanten im Raum. Alle sehen ihn, aber niemand hält seine Anwesenheit <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/01/der-blaue-elefant-im-raum/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>bluewin.ch ist eine der meistgenutzten Online-Plattformen der Schweiz. In erster Linie wegen der beliebten E-Mail-Dienste. Aber nicht nur. Bereits heute arbeitet eine 30-köpfige Redaktion für das Portal. Nun will Swisscom das publizistische Angebot ausbauen.</strong></p>
<p>Bisher verhielt es sich mit bluewin.ch wie mit dem sprichwörtlichen Elefanten im Raum. Alle sehen ihn, aber niemand hält seine Anwesenheit für ein Problem. «Hand aufs Herz: Wer nutzt Bluewin für etwas anderes als fürs E-Mail?», fragte Hansi Voigt, damals Chefredaktor von 20 Minuten Online, vor anderthalb Jahren. Das entspricht der landläufigen Meinung: <a href="http://www.bluewin.ch/" target="_blank" rel="noopener">bluewin.ch</a> weist nur wegen seiner Webmail-Dienste so <a href="http://netreport.net-metrix.ch/audit/detail.php?id=27127&amp;l=de&amp;s=51421" target="_blank" rel="noopener">hohe Nutzerzahlen</a> aus.</p>
<p>Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Verantwortlichen behaupten sogar das Gegenteil: Die meisten Besucher nutzten das Portal wegen den redaktionellen Inhalten. «Nur bei einem kleinem Teil unserer Besucher steht das Abrufen ihrer E-Mails im Fokus», sagt Marc Lottenbach, als «Head of Portal &amp; Content Experience» verantwortlich für das Swisscom-Portal. Nutzerzahlen, die das belegen würden, kann oder will Lottenbach aber keine vorlegen. Mit einem Blick lässt sich indes leicht feststellen, dass sich das redaktionelle Angebot auf bluewin.ch nicht eben bescheiden ausnimmt. Wer sich über die aktuelle Nachrichtenlage informieren will, findet auf bluewin.ch ein reichhaltiges Angebot. Und das soll nun wachsen. «Vor allem in den Bereichen Sport, Entertainment und Digital wollen wir an Profil gewinnen», sagt Marc Lottenbach. Bis wann dieser Ausbauschritt erfolgen soll, kann Lottanbach nicht sagen.</p>
<p>Die Voraussetzungen für einen Ausbau des redaktionellen Angebots von bluewin.ch sind ideal. Dank den TV-Aktivitäten von Swisscom, besteht Spielraum für eine stärkere Verknüpfung von Web und TV-Plattform. Zum Teil läuft das schon heute: Wer Swisscom-TV schaut, kann über plattforminterne Applikationen auf Zusatzinformationen zum Fernseh- und Filmangebot, aber auch auf Nachrichten, zugreifen. Bluewin-Manager Lottenbach bestätigt gegenüber der MEDIENWOCHE, künftig Web und TV «noch stärker zu verknüpfen.» Aber auch bei den eigenständigen redaktionellen Inhalten will Swisscom zulegen. Beschäftigt bluewin.ch schon heute Autorinnen und Autoren für einzelne Rubriken, sollen noch mehr dazukommen.</p>
<p>Gut möglich, dass bluewin.ch mit dieser Weiterentwicklung künftig stärker auf dem Radar der Konkurrenz aufscheinen wird. Wenn nicht wegen der Inhalte, dann wegen der Eigentümerschaft. Bluewin ist Teil von Swisscom und Swisscom wiederum gehört mehrheitlich der Eidgenossenschaft. Beim schweizerischen Verlegerverband will man zwar nichts verschreien, zeigt sich aber wachsam. Etwas verklausuliert, aber dennoch unmissverständlich signalisiert Geschäftsführer Urs F. Meyer die Wachsamkeit der Verleger: «Würden die privaten Medienhäuser den Eindruck gewinnen, dass bei der Swisscom Gelder aus dem Monopolbereich ein konkurrenzierendes Medienangebot wettbewerbsverzerrend finanzieren, wäre der Gang zur Weko oder zum Preisüberwacher sicher angebracht.»</p>
<p>Das publizistische Angebot von Swisscom untersteht keiner rundfunkrechtlichen Regulierung, wie dies bei den Online-Aktivitäten der SRG der Fall ist. Doch auch ohne gesetzliche Schranken will sich Swisscom zurückhalten. «Wir sind uns der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit bewusst, mit der eigenen Medientätigkeit Zurückhaltung zu üben, besonders im Bereich News und Politik», schreibt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze auf Anfrage. Konkret heisst das, dass die Nachrichten auf bluewin.ch auch künftig ausschliesslich mit Agenturmaterial bestritten werden.</p>
<p>Bei aller Zurückhaltung: Den Ausbau des publizistischen Angebots von bluewin.ch – auch wenn er nur die Bereiche Sport, Unterhaltung und Digital betrifft – könnten andere Online-Medien durchaus zu spüren kriegen. Marc Lottenbach macht denn auch keinen Hehl daraus, dass sich bluewin.ch als Konkurrenz zu «Blick», «20 Minuten» und Schweizer Fernsehen versteht. Bei Ringier und Tamedia will man diese Ankündigung nicht näher kommentieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/01/der-blaue-elefant-im-raum/">Der blaue Elefant im Raum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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