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	<title>Pegida | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 May 2020 11:45:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Für die Todesstrafe mal wieder in die Türkei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/01/fuer-die-todesstrafe-mal-wieder-in-die-tuerkei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der Facebook-Seite von Pegida war es bereits am Dienstag ein Thema: die Verhaftung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel in der Türkei. In einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite schreibt Pegida-Chef Lutz Bachmann: „Um es drastisch auszudrücken, ‚Gibt’s in der Türkei die Todesstrafe? Wenn ja, wäre die Hinrichtung von Schmierfink Deniz mal wieder ein guter Grund hinzufahren!‘“</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/01/fuer-die-todesstrafe-mal-wieder-in-die-tuerkei/">Für die Todesstrafe mal wieder in die Türkei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Facebook-Seite von Pegida war es bereits am Dienstag ein Thema: die Verhaftung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel in der Türkei. In einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite schreibt Pegida-Chef Lutz Bachmann: „Um es drastisch auszudrücken, ‚Gibt’s in der Türkei die Todesstrafe? Wenn ja, wäre die Hinrichtung von Schmierfink Deniz mal wieder ein guter Grund hinzufahren!‘“</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/01/fuer-die-todesstrafe-mal-wieder-in-die-tuerkei/">Für die Todesstrafe mal wieder in die Türkei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Lügenmaschine Trump und die «Lugenpresse»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/10/27/luegenmaschine-trump-und-die-lugenpresse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 23:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Nazi]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die «Lugenpresse» ist im US-Wahlkampf angekommen. Über die Wahlverwandschaft zwischen Pegida und Donald Trump und die Gemeinsamkeiten in der Geringschätzung der freien Medien. Zwischen Cleveland und Dresden liegen Welten, genauer gesagt 7000 Kilometer. Ideologisch trennen beide Städte aber nicht viel. Die Buzzfeed-Reporterin Rosie Gray twitterte kürzlich ein Video von einer Trump-Wahlkampfveranstaltung in Cleveland, wo empörte <a href="https://medienwoche.ch/2016/10/27/luegenmaschine-trump-und-die-lugenpresse/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/10/27/luegenmaschine-trump-und-die-lugenpresse/">Lügenmaschine Trump und die «Lugenpresse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die «Lugenpresse» ist im US-Wahlkampf angekommen. Über die Wahlverwandschaft zwischen Pegida und Donald Trump und die Gemeinsamkeiten in der Geringschätzung der freien Medien.<br />
<span id="more-28319"></span><br />
Zwischen Cleveland und Dresden liegen Welten, genauer gesagt 7000 Kilometer. Ideologisch trennen beide Städte aber nicht viel. Die Buzzfeed-Reporterin Rosie Gray twitterte kürzlich ein Video von einer Trump-Wahlkampfveranstaltung in Cleveland, wo empörte Trump-Anhänger <a href="https://www.buzzfeed.com/rosiegray/the-alt-right-has-adopted-an-old-nazi-term-for-reporters?utm_term=.bdak8nrp1K#.wayqlymW3P" target="_blank">«Lugenpresse» (sic!) in die Kamera brüllten</a>.</p>
<blockquote class="twitter-video" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="en">Friendly interaction outside the press pen. &#8222;Lugenpresse!&#8220; <a href="https://t.co/MWUZynJ8jx">pic.twitter.com/MWUZynJ8jx</a></p>
<p>— Rosie Gray (@RosieGray) <a href="https://twitter.com/RosieGray/status/789985264282271744">October 23, 2016</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><br />
Seit die Kampfvokabel von Pegida-Demonstranten aus der Nazi-Mottenkiste hervorgekramt und auf Kundgebungen skandiert wurde, hat der Begriff eine steile Karriere gemacht. 2014 wurde der Terminus zum «Unwort des Jahres» gewählt, und nun hat er Eingang in den US-Wahlkampf gefunden. Angelsächsische Medien bezeichneten das Wort «Lügenpresse» als das, was es ist: als ein Kampfbegriff der Nazis. Die britische <a href="http://www.huffingtonpost.co.uk/entry/donald-trump-supporters-quoting-hitler-to-attack-journalists-at-cleveland-rally_uk_580cd719e4b0fce107d0f819" target="_blank">«Huffington Post» titelte</a>: «Trump-Anhänger zitieren Hitler, um die Medien zu attackieren.»</p>
<p>Das Wort geistert schon länger durch den englischsprachigen Raum. Die rechtslastige Webseite <a href="http://www.occidentaldissent.com/2016/09/24/honesty-about-charlotte-nc/" target="_blank">«Occidental Dissent»</a>, die der identitären Alt-Right-Bewegung zuzurechnen ist, verwendet häufig das Wort «Lugenpresse» oder die englische Übersetzung («Lying Press») – auch im Zusammenhang mit einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung («heavily Jewish Lugenpresse»), einige rechtsradikale und antisemitische Twitter-Accounts verschlagworten ihre kruden Einlassungen mit dem Hashtag #Lugenpresse. Die ultrarechte Nachrichtenseite Breitbart News Network, die als Ausgangspunkt für ein Trump-TV dienen könnte und die ihr ehemaliger Redaktor Ben Shapiro als «Trump-Pravda» verspottete, führte mit dem wegen Volksverhetzung verurteilten ehemaligen Pegida-Chef Lutz Bachmann ein ausführliches Exklusiv-Interview, in dem dieser unwidersprochen über die «Lügenpresse» sprechen durfte.</p>
<p>Im Grunde führt auch Trump das Wort bereits im Mund, ohne es allerdings expressis verbis zu nennen. Der republikanische Präsidentschaftskandidat bezichtigt die gesamte politische Elite in Washington und allen voran die Medien kollektiv der Lüge. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, weil Trump selbst Lügen und Unwahrheiten verbreitet. Die «Huffington Post» wies ihm in einer einstündigen Rede 71 Faktenfehler nach. Die «New York Times» beschloss, Trumps Unwahrheiten nicht mehr nur als «falsch», sondern als Lügen zu bezeichnen, was Chefredakteur Dean Baquet damit rechtfertigte, dass Trumps krude Äusserungen mit «falsch» nicht angemessen zu qualifizieren seien. Richard Cohen attestierte in der «Washington Post» Trump eine «hitlerische Missachtung der Wahrheit», nachdem dieselbe Zeitung eine Woche zuvor in ihren Kommentarspalten dafür plädierte, Trump nicht mit Hitler vergleichen zu wollen. Trump und die Wahrheit, das ist ein eigenes Kapitel der Geschichte. Trump erhebt schon gar nicht mehr den Anspruch auf Faktentreue. Trump ist stark, gerade weil er sich nicht den Vorsichtsregeln der Political Correctness unterwirft, sondern sie genüsslich bricht. Nach dem Motto: «Wahr ist, was ich euch sage, und nicht die in Washington!».</p>
<p>Wahr ist auch, dass Trump und «die» Medien ein symbiotisches Verhältnis haben. Sie greifen seine Äusserungen, die allen Regeln der politischen Korrektheit widersprechen, begierig auf. Ob Fernsehen, Zeitungen, Radio oder Internet – Donald Trump spielt auf allen Kanälen. Ganz gleich, ob der republikanische Präsidentschaftskandidat über muslimische Einwanderer herzieht oder Menschen mit Behinderung beleidigt – die Meldung wird so lange durch den medialen Reisswolf gedreht, bis sie auf jeder noch so kleinen Plattform auftaucht. So erhielt Trump bis Februar gratis und franko Sendezeit im Wert von umgerechnet zwei Milliarden Dollar, berichtet die «New York Times». Das ist das Fünffache vom Betrag, den der Präsidentschaftskandidat John McCain 2008 in seinem Wahlkampf ausgegeben hatte.</p>
<p>Dass Trumps Anhänger nun den Vorwurf der «Lügenpresse» erheben, lässt tief blicken. Es zeigt eine radikale Systemkritik und ideologische Wahlverwandtschaft zwischen den Trumpisten in den USA und den Pegidisten in Deutsfhland, die lange Zeit beide dasselbe meinten, aber nun zum ersten Mal auch dasselbe aussprechen. Die Anhänger dieser rechtspopulistischen Bewegungen sind von einem Furor getrieben, dass «die da oben» in Washington oder Berlin ihnen nicht die Wahrheit erzählen, dass Informationen unter Verschluss gehalten und dem Wahlvolk verheimlicht werden. Dass im Trump-Lager die abenteuerlichsten Geschichten verbreitet werden und soziale Netzwerke zunehmend zum Durchlauferhitzer dieser Fake-News werden, dass sie damit selbst den Boden für eine zunehmende Postfaktizität bereiten, scheint die Anhänger auf der Suche nach ihrer subjektiven «Wahrheit» nicht zu stören.</p>
<p>Unter Trumps 12,4 Millionen Followern auf Twitter befinden sich auch 4,6 Millionen Fake-Accounts, darunter viele Bots, automatisierte Skripte, die Content generieren. Social Bots täuschen die Öffentlichkeit über ihre wahre Urheberschaft, indem sie vorspiegeln, Menschen mit Meinungen zu sein – obwohl dahinter Programmiercode steckt. Diese Softwareagenten sorgten dafür, dass nach dem ersten TV-Duell der Hashtag #TrumpWon zum Trending Topic in den USA auf Twitter avancierte und ein Gegennarrativ zur medialen Berichterstattung konstruiert wurde.</p>
<p>Trump hatte die Bühne des dritten TV-Duells kaum betreten, da feuerte seine Twitter-Armee bereits aus allen Rohren. Der Hashtag #IfTheMediaRiggedTheElection (dt. «Wenn Medien die Wahl manipulieren»), der die von Trump geäusserten Manipulationsvorwürfe aufs Tapet brachte, wurde wenige Stunden vor der Debatte in den USA zum Trending Topic auf Twitter. Trump fachte dieses Geraune um einen möglichen Wahlbetrug an, indem er sich eine Anfechtung der Wahl vorbehielt. «Ich werde das Ergebnis dieser grossen und historischen Wahl vollkommen anerkennen – wenn ich gewinne», sagte er bei einer Kundgebung in Delaware (Ohio). «Ich würde mir aber das Recht vorbehalten, im Falle eines fragwürdigen Resultats dieses anzufechten oder juristisch dagegen vorzugehen.» Es wäre ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte der US-amerikanischen Demokratie. Dass ein Kandidat die Legitimität einer demokratischen Wahl anzweifelt, kennt man sonst nur aus Entwicklungsländern. Bots, die auch die AfD im Bundestagswahlkampf 2017 einsetzen will, manipulieren die öffentliche Meinung. Trotz dieser Unwahrheiten ruft niemand Lügen-Twitter, sondern Lügenpresse – ein Vorwurf, der sich gegen die «Systempresse» richtet.</p>
<p>Die Chefredakteurin des «Guardian», Katharine Viner, hat in einem fulminanten Artikel («How technology disrupted the truth») beschrieben, wie in einer Welt, in der soziale Netzwerke News absorbieren und jeder seine eigenen Fakten habe, die Wahrheit disrumptiert werde. Im digitalen Zeitalter, schreibt Viner, sei es nie so einfach gewesen, falsche Informationen zu verbreiten, die die Nutzer für bare Münze nehmen. Es gehe nicht mehr um absolute, sondern eine gefühlte Wahrheit, die sich freilich schwer vermessen lässt. Und der als elitär verstandene Wahrheitsbegriff lässt sich viel leichter diskreditieren, indem man ihn mit der Kampfvokabel «Lügenpresse» attackiert, die eine Objektivitätsprüfung von Anfang an suspendiert. Das hässliche Wort «Lügenpresse» ist nur der schrillste Ruf einer schleichenden Radikalisierung der Sprache und des Denkens. Dass er nun von Trumpisten skandiert wird, zeigt, dass es zwischen den rechtspopulistischen Bewegungen in den westlichen Demokratien eine ideologische Brücke gibt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/10/27/luegenmaschine-trump-und-die-lugenpresse/">Lügenmaschine Trump und die «Lugenpresse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Wer die AfD verstehen will, muss die ‹Junge Freiheit› lesen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 12:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die nationalkonservative Wochenzeitung «Junge Freiheit» steigert zum wiederholten Mal ihre Auflage, bleibt aber eine Nischenpublikation. Daran ändern auch die Erfolge von AfD und Pegida nichts, als deren intellektuelle Vorhut das deutsche Blatt auftritt. Das Vertrauen in die Massenmedien ist letztlich immer noch grösser, als dies das laute «Lügenpresse»-Geschrei vermuten lassen würde. Als im Januar die Zahlen <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die nationalkonservative Wochenzeitung «Junge Freiheit» steigert zum wiederholten Mal ihre Auflage, bleibt aber eine Nischenpublikation. Daran ändern auch die Erfolge von AfD und Pegida nichts, als deren intellektuelle Vorhut das deutsche Blatt auftritt. Das Vertrauen in die Massenmedien ist letztlich immer noch grösser, als dies das laute «Lügenpresse»-Geschrei vermuten lassen würde. <span id="more-26799"></span> Als im Januar die Zahlen für die verkauften Zeitungsauflagen im vierten Quartal 2015 veröffentlicht wurden, waren die Gesichter in den Verlagshäusern lang: «Bild»-Zeitung, minus 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, FAZ minus 6,6 Prozent und «Die Welt» büsste 14,2 Prozent ein. Nur ein Gewinner ging aus der IVW-Analyse hervor: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit#Auflagenentwicklung" target="_blank">die «Junge Freiheit»</a>. Die konservative Wochenzeitung konnte ihre verkaufte Auflage im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 16,4 Prozent auf 25&#8217;868 Exemplare steigern.</p>
<p>Das nimmt sich in absoluten Zahlen, verglichen mit anderen Wochenpublikationen, wie «Zeit», «Spiegel» oder Focus äussers bescheiden aus. Doch der Befund lässt aufhorchen, weil es dem allgemeinen Rückwärtstrend entgegenläuft. Die Redaktion feixte und auf Twitter <a href="https://twitter.com/EndstationLinks/status/689864934381981696" target="_blank">wird gejubelt</a>: «praktisch durchweg Auflagenverluste für die #Lügenpresse, dafür steigert sich die ‹Junge Freiheit›. Gut so».</p>
<p>Eine mögliche Erklärung für den gegenwärtigen Aufschwung der «Jungen Freiheit» liegt auf der Hand: das Blatt profitiert von AfD, Pegida und Flüchtlingskrise. Doch sie greift zu kurz. Hinter dem Erfolg steckt die Kritik national-konservativer Kreise an den «System-Medien», die einseitig berichten und die wahren Umstände der Ereignisse bemänteln würden. Dieses Unbehagen instrumentalisiert die Zeitung.</p>
<p>1986 als Schülerzeitung in Berlin gestartet, ist das Wochenblatt zum Leitmedium der «Neuen Rechten» avanciert. Die Redaktoren, darunter einige ehemalige FAZ-Journalisten, schreiben gegen die politische Korrektheit an und sehen sich als eine Art ausserparlamentarische Opposition der Medien. Die Artikel kommen mit einem antielitären Gestus des «Wir sagen euch die Wahrheit!» daher. Die Beiträge tragen reisserische Titel wie «Gieriger Staatsfunk» oder «Grenzlüge» – was nach Enthüllung klingt, entpuppt sich indes meist als Thesenjouralismus.</p>
<p>Gepaart wird dieser hochtourige, boulevardeske Sound mit einer gehörigen Portion Schwarzmalerei. «Ein Hauch der Weimarer Republikt (sic!, mit Schreibfehler) umweht uns», wird ein Kommentar von Chefredaktor Dieter Stein angekündigt. Dabei scheint das Blatt auch vom Auflagenrückgang der FAZ zu profitieren, die wegen ihrer dezidiert pro-westlichen Haltung in der Ukraine-Krise Abonnenten <a href="http://www.pi-news.net/2015/09/w-huebner-warum-ich-mein-fas-abo-kuendige/" target="_blank">am rechten Rand vergrault</a> hat. Die sogenannten «Putinversteher» haben eine neue publizistische Heimat gefunden.</p>
<p>Der Medienforscher Carsten Reinemann hat neulich in der «Süddeutschen Zeitung» <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/medienkritik-wie-gross-ist-der-vertrauensverlust-in-die-medien-wirklich-1.2858608" target="_blank">einen klugen Satz gesagt</a>: «Je höher die Pressefreiheit, desto grösser ist auch das Misstrauen.» Auf diesen Zusammenhang von Pressefreiheit und Medienvertrauen hat Jan Müller 2013 das erste Mal hingewiesen in <a href="https://books.google.ch/books?id=2_JmjnB-AEAC&amp;lpg=PP1&amp;dq=Jan%20M%C3%BCller%202013%20Mechanisms%20of%20trust&amp;hl=de&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q=Jan%20M%C3%BCller%202013%20Mechanisms%20of%20trust&amp;f=false" target="_blank">«Mechanisms of Trust»</a>. Der Politikwissenschaftler argumentiert auf Basis umfangreicher Analysen, dass das hohe Vertrauen, das Medien in vielen autoritären Staaten geniessen, mit der mangelnden Verfügbarkeit bzw. Vielfalt von Informationsquellen sowie eher traditionalen und autoritären Einstellungen auf Seiten des Publikums zu tun hat.</p>
<p>In Demokratien dagegen, wo die Meinungsfreiheit hochgehalten und Bürger öffentlich Kritik an Staat und Institutionen äussern können, sind die Vertrauenswerte geringer. Was auch heisst: Je höher die Bildungsressourcen der Bevölkerung, desto ausgeprägter ist das Mass der kritischen Distanzierung von staatlichen und politischen Institutionen. Das Misstrauen gegenüber den Medien ist somit demokratieimmanent. Auf Anfrage erklärt Medienforscher Reinemann: «Man muss sich nur mal die Vertrauens-Rankings ansehen. Wo es Alternativen und eine Auswahl gibt – Parteien, Medien – ist das Vertrauen typischerweise geringer als in Kategorien, wo es sie nicht gibt, etwa bei der Polizei oder Universitäten.»</p>
<p>Die Medienvielfalt, deren Mangel die «Junge Freiheit» immer beklagt, ist somit ursächlich für das offenkundige Misstrauen gegenüber der Presse. Und das spielt der konservativen Zeitung derzeit in die Hände. Die Zeitung rühmt sich in einer Werbebroschüre als Intelligenzblatt, 77 Prozent der Leser besässen einen Hochschulabschluss. Die Zahlen sind aber nicht unabhängig bestätigt.</p>
<p>Die <a href="http://www.nzz.ch/ein-seltsames-freiheitsverstaendnis-1.764009" target="_blank">NZZ schrieb 2008</a> über die «Junge Freiheit»: «Biedermännischer Patriotismus in Butzenscheibendeutsch, ein manchmal sehr schiefer Blick auf die nationalsozialistische Geschichte und viel Ressentiment in der Behandlung von Einwanderungsproblemen stehen hier neben Berichten über gesellschaftliche Konfliktzonen, die in anderen Medien lieber beschwiegen werden.» Dieses «Butzenscheibendeutsch» ist inzwischen einem aufgekratzten Erregungston gewichen.</p>
<p>Der Slogan der Zeitung lautet: «Lesen, was Sache ist». Eine Parallele zum Motto der «Weltwoche» «Schreiben, was ist». Doch anders als das «Zentralorgan für politische und moralische Provokationen» (<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben-auto/provokateure-und-fakten-im-fleischwolf/story/24228454" target="_blank">Tages-Anzeiger</a> über die «Weltwoche») vermag die «Junge Freiheit» nicht, Debatten anzustossen. Dafür ist die Reichweite dann doch zu gering und die Konkurrenz in der rechtskonservativen Publizistik zu gross. Neben der «Jungen Freiheit» bestellen Blogs wie «Politically Incorrect» und «Achse des Guten», sowie der Kopp-Verlag, bei dem der ehemalige FAZ-Journalist Udo Ulfkotte erfolgreich Bücher publiziert, erfolgreich das Feld. Die «Junge Freiheit» versucht sich als eine Art Ideenwerkstatt für das rechtskonservative Spektrum zu profilieren.</p>
<p>Wer die AfD verstehen will, müsse die «Junge Freiheit» lesen, sagte Alexander Gauland, Vizepräsident der «Alternative für Deutschland». Die inhaltliche Nähe zwischen der neuen nationalkonservativen Partei und der dem konservativen Blatt ist offenkundig. Entsprechend intensiv ist die Berichterstattung über die neue Partei. Auf der Website wird der AfD <a href="https://jungefreiheit.de/thema/afd/" target="_blank">ein umfassendes Dossier gewidmet</a>, ihre Politiker kommen häufig zu Wort. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adam" target="_blank">Konrad Adam</a>, von 1979 bis 2000 Feuilletonredakteur der FAZ und bis Juli 2015 einer der Bundesvorsitzenden der AfD, publiziert regelmässig in der «Jungen Freiheit».</p>
<p>In einem Beitrag mit dem Titel «Deutschland ruiniert sich» <a href="https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/deutschland-ruiniert-sich/" target="_blank">verstieg sich Adam zur Aussage</a>: «Sie (Die Deutschen) wollen Vorbild sein und der Welt ein Beispiel geben, egal, in welcher Disziplin, im Fussball oder im Autoexport, in Blitzkriegen, Endsiegen oder was auch immer: ‹Wir schaffen das!›» Das ist schon ein abenteuerlicher Vergleich. Was hat die Integration von Flüchtlingen mit dem Endsieg zu tun? Allein diese Aufgabe in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken, kommt einer geistigen Brandstiftung gleich, bis zur Verfassungswidrigkeit ist es hier nicht mehr weit.</p>
<p>Die «Junge Freiheit» wurde jahrelang vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet, wogegen die Zeitschrift erfolgreich klagte. Die Erwähnung der «Jungen Freiheit» als rechtsextreme Publikation im Verfassungsschutzbericht stelle eine «unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit» dar, urteilte das Bundesverfassungsgericht. Seitdem wurde manche radikale Position geschliffen, die Optik nach einem Relaunch modernisiert. Die Zeitschrift kommt nicht so dumpf daher wie richtige rechtsextreme Postillen. Die «Junge Freiheit» ist aus der publizistischen Schmuddelecke heraus, sie ist in bürgerlichen Kreisen lesbar und salonfähig geworden. Die Lücke, die der christlich-konservative «Rheinische Merkur» seit seiner Einstellung 2010 (letzte verkaufte Auflage: 64 356 Exemplare) in der publizistischen Landschaft Deutschlands hinterlassen hat, versucht die «Junge Freiheit» mit einer kernigeren und kantigeren Version zu füllen. Doch passt der Anspruch zur Wirklichkeit?</p>
<p>Der Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenharter, der sich in mehreren Publikationen mit der «Jungen Freiheit» beschäftigt hat, sagt im Gespräch mit der Medienwoche: «Die Zeitung bemüht sich schon sehr, die AfD zu umgarnen, mehr als Pegida.» Die Unzufriedenheit mit Merkel und Merkels CDU treibe wohl einige Leute hin zur «Jungen Freiheit», die Leserbriefe seien jedenfalls «überdeutlich». So könnte die Zeitung zu einer AfD-Postille verkommen, einem Parteiorgan, das nur aus Gründen der politischen Unkorrektheit den Politikern nach dem Mund redet. Dieser Effekt nutzt sich schnell ab. Kluge Köpfe gibt es in der Redaktion durchaus, Leute, die schreiben und Sachverhalte auf den Punkt bringen können.</p>
<p>Gleichwohl hat es die «Junge Freiheit» nicht geschafft, trotz eines evidenten Rechtsrutsches der Gesellschaft aus ihrem Nischendasein herauszukommen. Der Korridor der nationalkonservativen Publizistik ist in Deutschland schmal. Die Zeitung wirkt zuweilen wie ein Altherrenblatt, das man bei einer Zigarre in einem deutschen Wirtshaus liest. Will das Blatt aus einer Nische herausbrechen und neue Leserschichten erschliessen, braucht es ideell und personell eine Verjüngungskur. Das Gedankengut der Neuen Rechten wirkt verkopft und nicht mehr zeitgemäss, junge Leser werden damit nicht erreicht. Auf der anderen Seite scheint der Erfolg von AfD und Pegida bis weit ins bürgerliche Milieu die Grenzen nationalkonservativer Publizistik zu weiten. Der Boden für die «Junge Freiheit» stünde damit bereit. Gut möglich, dass die Redaktion bei der nächsten Verkündung der IVW-Zahlen erneut jubeln wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/20/wer-die-afd-verstehen-will-muss-die-junge-freiheit-lesen/">«Wer die AfD verstehen will, muss die ‹Junge Freiheit› lesen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Münchhausen-Check: Gibt es eine «Lügenpresse»?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/15/muenchhausen-check-gibt-es-eine-luegenpresse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2015 21:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Ines Pohl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Umgang mit den Bildern vom Pariser Marsch der Mächtigen belege, dass das Wort «Lügenpresse» nicht nur ein Hirngespinst der Pegida-Anhänger sei, meint «taz»-Chefin Pohl. Die SPIEGEL-Dokumentation machte den Faktencheck. Hat sie Recht?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/15/muenchhausen-check-gibt-es-eine-luegenpresse/">Münchhausen-Check: Gibt es eine «Lügenpresse»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Umgang mit den Bildern vom Pariser Marsch der Mächtigen belege, dass das Wort «Lügenpresse» nicht nur ein Hirngespinst der Pegida-Anhänger sei, meint «taz»-Chefin Pohl. Die SPIEGEL-Dokumentation machte den Faktencheck. Hat sie Recht?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/15/muenchhausen-check-gibt-es-eine-luegenpresse/">Münchhausen-Check: Gibt es eine «Lügenpresse»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abwehrschlacht gegen «das Volk»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/14/abwehrschlacht-gegen-das-volk/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2015/01/14/abwehrschlacht-gegen-das-volk/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 13:12:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die etablierten Medien in Deutschland reagieren geradezu hysterisch auf die Demonstranten des Dresdner Bündnisses Pegida, welche darauf aufmerksam machen, «das Volk», also der Gesetzgeber, zu sein. Ein Blick auf den Aufstieg der Schweizerischen Volkspartei SVP zeigt, wie das herauskommen könnte. Letzten Montag organisierten die «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) zum 12. Mal <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/14/abwehrschlacht-gegen-das-volk/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die etablierten Medien in Deutschland reagieren geradezu hysterisch auf die Demonstranten des Dresdner Bündnisses Pegida, welche darauf aufmerksam machen, «das Volk», also der Gesetzgeber, zu sein. Ein Blick auf den Aufstieg der Schweizerischen Volkspartei SVP zeigt, wie das herauskommen könnte.<br />
<span id="more-22647"></span><br />
Letzten Montag organisierten die «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Patriotische_Europ%C3%A4er_gegen_die_Islamisierung_des_Abendlandes">Pegida</a>) zum 12. Mal einen Abendspaziergang durch Dresden. Erstmals versammelten sich 25 000 Personen, die Organisatoren sprachen gar von 40 000 Personen. Bisher war von Journalisten gerätselt worden, um was es diesen Demonstranten, die zunächst beschlossen hatten, sich den etablierten Medien zu verweigern, eigentlich geht. Seit einiger Zeit exisitiert jedoch ein <a href="http://www.i-finger.de/pegida-positionspapier.pdf">Positionspapier mit 19 Punkten</a>, das auch viele klassisch linke Forderungen enthält:</p>
<ul>
<li>PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten.</li>
<li>PEGIDA ist FÜR sexuelle Selbstbestimmung!</li>
<li>PEGIDA ist GEGEN Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche, verbotene Organisationen wie z.B. PKK.</li>
</ul>
<p>Doch weil, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-die-erste-demo-in-dresden-nach-dem-terror-in-paris-a-1012653.html">so schreibt Spiegel.de</a>, «die Medien angeblich das Pegida-Positionspapier mit 19 Forderungen ignorierten, verkürzte man nun auf sechs Punkte, teilte Bachmann mit». Organisator <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Bachmann">Lutz Bachmann</a> formulierte also am 12. Januar 2015 diese sechs (hier zusammengefassten) Forderungen von Pegida an die Politik (<a href="http://youtu.be/s34s775UIt0?t=37m">zu sehen ab Minute 37</a>):</p>
<ol>
<li>Qualifizierte, nicht wahllose Zuwanderung, nach dem Vorbild von Kanada oder der Schweiz</li>
<li>Ein Recht auf Integration und eine Pflicht zur Integration</li>
<li>Eine konsequente Ausweisung von religiösen Fanatikern</li>
<li>Direkte Demokratie auf Bundesebene</li>
<li>Ein Ende der Kriegstreiberei gegen Russland und die Beibehaltung der Autonomie der Länderparlamente</li>
<li>Mehr Mittel für die innere Sicherheit</li>
</ol>
<p>Wem diese Punkte einigermassen gemässigt vorkommen, liegt richtig, denn das sind sie. Die unter grossem Jubel geforderten Volksentscheide auf Bundesebene haben ausser der CDU/CSU fast alle Parteien in Deutschland schon mal gefordert (und natürlich nie umgesetzt). Ähnlich populär ist der Ruf nach Beibehaltung der Autonomie der Länderparlamente, also der Wunsch nach starken förderalistischen Strukturen. 1., 2, und 6. sind gängige Forderungen rechter und konservativer Parteien vieler Länder, nur 3., die konsequente Ausweisung von religiösen Fanatikern, dürfte sich bei deutschen Staatsbürgern als schwierig umsetzbar herausstellen.</p>
<p>Die deutschen Medien reagieren auf Pegida mit Verweigerung (<a href="http://www.n-tv.de/politik/Warum-man-Pegida-nicht-zuhoeren-muss-article14311711.html">Christoph Herwartz auf n-tv.de</a>: «Trotz gemässigter Forderungen: Warum man Pegida nicht zuhören muss»), Verständnislosigkeit (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/prantls-politik-pegida-1.2268930">Heribert Prantl auf sueddeutsche.de</a>: «Ich halte es für falsch, hier Verständnis zu zeigen») oder Nulltoleranz (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-pegida-eine-folge-von-angst-und-armut-a-1009297.html">Jakob Augstein auf spiegel.de</a>: «Null Toleranz für Pegida»). Aus Schweizer Sicht ist die Hysterie, mit der deutsche Journalisten auf die Bewegung reagieren, nicht recht verständlich. Sie ist darin begründet, dass die Zuwanderungsdebatte in Deutschland (Ausländeranteil aktuell: 11 Prozent) einen massiven Rückstand auf die Zuwanderungsdebatte in der Schweiz (Ausländeranteil aktuell: 24 Prozent) aufweist. Was vor zwanzig Jahren südlich des Rheins diskutiert wurde, kommt jetzt also auch nördlich des Rheins auf die Tagesordnung. Etwa jeder Zehnte in Deutschland ist ein Ausländer, das war in der Schweiz zuletzt 1960 der Fall &#8211; inzwischen ist fast jeder Vierte einer. Dass die kürzlich von den Schweizer Stimmbürgern angenommene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Volksinitiative_%C2%ABGegen_Masseneinwanderung%C2%BB">Volksinitiative «gegen Masseneinwanderung»</a> in deutschen Medien auf viel Unverständnis stiess, ist in diesen Statistiken zu suchen. Hätte Deutschland einen Ausländeranteil von 24 Prozent, so würden 19 Millionen Ausländer mit 61 Millionen Deutschen zusammenleben (und nicht 7,6 Millionen mit 73,1).</p>
<p>Die von Christoph Blocher angeführte Schweizerische Volkspartei (SVP), seit 1999 die Partei in der Schweiz mit den meisten Wählerstimmen, hatte in den 1990er-Jahren fast die gleichen Auseinandersetzungen mit den Journalisten etablierter Medien wie Pegida heute. Noch heute gibt es nur wenige Schweizer Journalisten, die der Partei freundlich gesinnt sind, doch immerhin sind die primitiven Frontalangriffe und Beschimpfungen weniger geworden, auf beiden Seiten. Bei den letzten Wahlen 2011 konnte die SVP einen Wähleranteil von 26,6 Prozent für sich verbuchen. Man kann diese Partei als radikal einstufen, aber dann macht man mehr als einen Viertel der Schweizer Wähler zu Radikalen. Man kann auch erfolgreiche Volksentscheide als radikal erklären, dann macht man mehr als die Hälfte der abstimmenden Schweizer Stimmbürger zu Radikalen.</p>
<p>Liest man aktuell etablierte deutsche Medien, so muss man das Gefühl erhalten, bei Pegida seien jede Woche zehntausende waschechte Rassisten und Neonazis unterwegs, die das Ziel haben, den Rechtsstaat aus den Angeln zu heben. Keine Frage, es gilt, aufmerksam zu sein: Wie bei jeder Bewegung sind viele fragwürdige Figuren mit fragwürdigen Meinungen, Parolen, Transparenten und Flaggen dabei. Aber doch auch sehr viele Bürger, die nichts mehr als die von Bachmann vorgetragenen Punkte vertreten &#8211; ganz so wie bei der SVP auch. Einige der Dresdner Durchschnittsbürger sehen sich offenkundig von keiner Partei mehr vertreten, und gehen deshalb jeden Montag auf die Strasse und machen darauf aufmerksam, dass, falls Deutschland sich als Demokratie versteht, sie das Sagen haben. Natürlich aber haben auch die zahlreicher auftretenden Gegendemonstranten das Sagen in Deutschland, und wenn sie Gruppierungen wie Pegida ablehnen, ist es völlig richtig, dass auch sie auf der Strasse ihr Wort kund tun. Noch ist es zu früh, um zu urteilen, wie sich Pegida entwickelt. Vielleicht wird es ein eher harmloses Protestbündnis bleiben, vielleicht wird es sich radikalisieren, vielleicht geht es in einer Partei auf, vielleicht löst es sich auf.</p>
<p>Interessant zu beobachten ist, dass die Journalisten der überregionalen Medien tatsächlich äusserst überrascht zu sein scheinen über die Wut, die ihnen in Dresden entgegenbrandet. Aber ist sie denn so unverständlich? In welchem deutschen überregionalen Medium findet denn eine Bäckereifachverkäuferin, eine Rentnerin, ein Hilfsarbeiter, ein Koch oder ein Maschinenmechaniker aus Dresden sein Leben, seine Positionen, seine Probleme, seine Ängste wieder, ohne Herabsetzung dieser Positionen? Warum genau sollen die Pegida-Demonstranten jene Journalisten lieben, die ihnen aus ihren ach so progressiven Redaktionen in Hamburg und Berlin nur immer wieder nahelegen, was für rückständige, ängstliche, provinzielle, «rechte» Trottel sie eigentlich sind? Selbstverständlich aber rechtfertigt das nicht die zahlreichen Drohungen, Übergriffe und rassistischen Beleidigungen gegenüber Journalisten.</p>
<p>Gipfel der Verachtung gegenüber den vielen Normalbürgern, die an Pegida-Demos gehen, war eine durch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) organisierte irrwitzige <a href="http://www.bdzv.de/aktuell/pressemitteilungen/artikel/detail/solidaritaet_mit_charlie_hebdopressefreiheit_verteidigen/">Gemeinschaftsaktion deutscher Zeitungen</a>. Sie verknüpfte ohne erkennbaren Anlass friedliche, «Lügenpresse» rufende «Pegida-Anhänger» mit den Mördern der «Charlie-Hebdo»-Redakteure in Paris. «Satire, Tabubruch, auch Blasphemie muss unsere Gesellschaft aushalten», proklamierte BDZV-Präsident Helmut Heinen einerseits, um sich bereits im nächsten Absatz bitter zu beklagen, dass Zeitungen auch schon mal «dumpf» als «Lügenpresse» «verunglimpft» werden. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20077/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fuer-kampf-gegen-pegida/">Stefan Niggemeier schrieb dazu</a>: «Die Zeitungsverleger instrumentalisieren das Attentat von Paris für ihren Kampf gegen Pegida. Ich möchte mich davon distanzieren.» <a href="http://www.gutjahr.biz/2015/01/wundern-wir-uns/">Und Richard Gutjahr</a>: «Wie beim Färbetest von Blendax-Antibelag wird hier auf einmal sichtbar, wie sehr sich die Medien-Elite von ihren eigenen Lesern entfremdet hat – und dazu zählen ausdrücklich auch die Pegida-Kritiker.»</p>
<p>Wenn sich die etablierten Journalisten den Respekt der Pegida-Leute wieder erwerben wollen, denn es sind auch ihre Leser und Kunden, dann müssen sie bereit sein, sich ernsthaft mit ihren Positionen auseinanderzusetzen. Funktionieren könnte es mit der Behebung dieser Probleme:</p>
<p><strong>Problem 1</strong> ist, dass sowohl die SVP als auch die Pegida Forderungen vertreten, welche die meisten Journalisten ablehnen. Die SVP ist gross geworden, obwohl oder weil Journalisten diese Positionen bekämpfen und jede neue Forderung, jede neue Personalie, jeden neuen Fauxpas der SVP skandalisierten und skandalisieren. Wie gross Pegida wird? Wir werden es sehen. Die Abwehrschlacht der Schweizer Journalisten jedenfalls war bemerkenswert erfolglos, und das sollte deutschen Journalisten zu denken geben. Nach dem überraschenden Aufstieg der SVP sind einzelne Journalisten angetreten, die einhellige Diabolisierung der SVP in den Medien zu durchbrechen &#8211; das könnte nächstens auch in Deutschland geschehen. Interessant auch, dass Menschen, die Montags demonstrieren und «Wir sind das Volk» rufen, von Journalisten durchaus positiv gesehen werden können &#8211; wenn sie die Ziele von Journalisten, wie 1989, teilen.</p>
<p><strong>Problem 2</strong> ist, dass Journalisten in Deutschland unzureichend zwischen Rechten und Rechtsradikalen unterscheiden. «Links» zu sein, wird in vielen elitären Köpfen mit «gut» zu sein gleichgesetzt oder wenigstens mit «fortschrittlich», während «rechts» zu sein immer gleich mit «rechtsradikal» oder «rechtspopulistisch», also «schlecht» gleichgesetzt wird &#8211; als gäbe es unter Linken keine «Linkspopulisten» oder «Linksradikalen». Kurz: Wenn es ein demokratisches «links» gibt im politischen Spektrum, dann muss es auch ein demokratisches «rechts» geben. Dass sich das Pegida-Bündnis explizit gegen die «Islamisierung» wendet, ist übrigens leicht nachzuvollziehen. Denn das Radikalreligiöse ist noch das Einzige, gegen das zu sein die Tabusetzer der deutschen Elite erlaubt haben.</p>
<p><strong>Problem 3</strong> sind die Journalisten der Leitmedien selbst. Sie sind zu einem Grossteil nicht aus und schon gar nicht permanent in Dresden und haben in aller Regel wenig Ahnung von den Lebensverhältnissen ausserhalb Hamburg Eppendorf und Berlin Prenzlauer Berg. Das Problem löst sich, in dem Redaktionen endlich heterogener werden: Also Dresdner, Ausländer und Frauen rein in journalistische Führungspositionen. Und westdeutsche, männliche Akademiker mit elitärem Dünkel raus. Von denen hat es nämlich mehr als genug.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/14/abwehrschlacht-gegen-das-volk/">Abwehrschlacht gegen «das Volk»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Medien vs. Pegida: Abwehrschlacht gegen «das Volk»</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 08:29:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ronnie Grob]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Jouranlisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die etablierten Medien in Deutschland reagieren geradezu hysterisch auf die Demonstranten des Dresdner Bündnisses Pegida, welche darauf aufmerksam machen, «das Volk», also der Gesetzgeber, zu sein. Ein Blick auf den Aufstieg der Schweizerischen Volkspartei SVP zeigt, wie das herauskommen könnte.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die etablierten Medien in Deutschland reagieren geradezu hysterisch auf die Demonstranten des Dresdner Bündnisses Pegida, welche darauf aufmerksam machen, «das Volk», also der Gesetzgeber, zu sein. Ein Blick auf den Aufstieg der Schweizerischen Volkspartei SVP zeigt, wie das herauskommen könnte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/14/medien-vs-pegida-abwehrschlacht-gegen-das-volk/">Medien vs. Pegida: Abwehrschlacht gegen «das Volk»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Lügenpresse»: Wo Pegida und Islamisten der gleichen Meinung sind</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/13/luegenpresse-wo-pegida-und-islamisten-der-gleichen-meinung-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 08:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo das Wort von «Lügenpresse» die Runde macht, endet der pluralistische Sektor. Das gilt für radikalisierte Islamkritiker ebenso wie für die Islamisten. Sie eint die Ablehnung von Meinungsvielfalt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/13/luegenpresse-wo-pegida-und-islamisten-der-gleichen-meinung-sind/">«Lügenpresse»: Wo Pegida und Islamisten der gleichen Meinung sind</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wo das Wort von «Lügenpresse» die Runde macht, endet der pluralistische Sektor. Das gilt für radikalisierte Islamkritiker ebenso wie für die Islamisten. Sie eint die Ablehnung von Meinungsvielfalt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/13/luegenpresse-wo-pegida-und-islamisten-der-gleichen-meinung-sind/">«Lügenpresse»: Wo Pegida und Islamisten der gleichen Meinung sind</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Umfrage: Fast jeder Zweite misstraut den Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/22/umfrage-fast-jeder-zweite-misstraut-den-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2014 08:59:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur 40 Prozent der Deutschen halten die Presse für objektiv. Vor allem Gebildete und Gutverdienende glauben, die Berichterstattung sei einseitig und politisch gelenkt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/22/umfrage-fast-jeder-zweite-misstraut-den-medien/">Umfrage: Fast jeder Zweite misstraut den Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur 40 Prozent der Deutschen halten die Presse für objektiv. Vor allem Gebildete und Gutverdienende glauben, die Berichterstattung sei einseitig und politisch gelenkt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/22/umfrage-fast-jeder-zweite-misstraut-den-medien/">Umfrage: Fast jeder Zweite misstraut den Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Lügenpresse» – ein Begriff und seine Geschichte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/21/luegenpresse-ein-begriff-und-seine-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2014 07:54:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Buggisch]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Begriffsgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Lügenpresse!», skandiert das versammelte Pegida-Volk auf seinen Demonstrationen in Dresden. Wer dabei ein mulmiges Gefühl bekommt, hat ein gutes Gespür für die Ideologisierung von Sprache. Die Suche nach den Ursprüngen führt dabei zurück in finstere Zeiten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/21/luegenpresse-ein-begriff-und-seine-geschichte/">«Lügenpresse» – ein Begriff und seine Geschichte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Lügenpresse!», skandiert das versammelte Pegida-Volk auf seinen Demonstrationen in Dresden. Wer dabei ein mulmiges Gefühl bekommt, hat ein gutes Gespür für die Ideologisierung von Sprache. Die Suche nach den Ursprüngen führt dabei zurück in finstere Zeiten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/21/luegenpresse-ein-begriff-und-seine-geschichte/">«Lügenpresse» – ein Begriff und seine Geschichte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Pegida-Demo: «Na, du linksintellektuelle Prostituierte!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/16/auf-der-pegida-demo-na-du-linksintellektuelle-prostituierte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 15:08:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[stern.de]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Autorin war am Montag zum ersten Mal auf einer Pegida-Demo in Dresden. Jetzt sitzt sie wieder in Hamburg am Schreibtisch. Und wird diese Szenen nicht los.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/16/auf-der-pegida-demo-na-du-linksintellektuelle-prostituierte/">Auf der Pegida-Demo: «Na, du linksintellektuelle Prostituierte!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Autorin war am Montag zum ersten Mal auf einer Pegida-Demo in Dresden. Jetzt sitzt sie wieder in Hamburg am Schreibtisch. Und wird diese Szenen nicht los.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/16/auf-der-pegida-demo-na-du-linksintellektuelle-prostituierte/">Auf der Pegida-Demo: «Na, du linksintellektuelle Prostituierte!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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