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	<title>Plagiat | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>«Sehr unangenehm»: Oberster Kantons-Politiker der Schweiz schreibt Plagiat in Zeitung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/12/sehr-unangenehm-oberster-kantons-politiker-der-schweiz-schreibt-plagiat-in-zeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 10:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Präsident der Kantonsregierungen, Christian Rathgeb, veröffentlicht in der NZZ einen Beitrag, der mehrere abgeschriebene Textstellen enthält. Die Geschichte ist kurios.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Präsident der Kantonsregierungen, Christian Rathgeb, veröffentlicht in der NZZ einen Beitrag, der mehrere abgeschriebene Textstellen enthält. Die Geschichte ist kurios.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/12/sehr-unangenehm-oberster-kantons-politiker-der-schweiz-schreibt-plagiat-in-zeitung/">«Sehr unangenehm»: Oberster Kantons-Politiker der Schweiz schreibt Plagiat in Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Plädoyer für die Plagiatsjagd</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/13/plaedoyer-fuer-die-plagiatsjagd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lothar Struck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 11:24:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Greifen Promis oder Politikerinnen in die Tasten, stehen sie unter Generalverdacht. Haben sie abgeschrieben oder selbst formuliert? Plagiatsjäger sorgen dafür, dass keine Unredlichkeit unentdeckt bleibt. Sie sind ein notwendig gewordenes Korrektiv gegen Institutionen, die ihre Aufgaben nicht ausreichend wahrnehmen. «Plagiatsjäger sind die Kopfgeldjäger des 21. Jahrhunderts», so kam es mir neulich in der Diskussion um <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/13/plaedoyer-fuer-die-plagiatsjagd/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Greifen Promis oder Politikerinnen in die Tasten, stehen sie unter Generalverdacht. Haben sie abgeschrieben oder selbst formuliert? Plagiatsjäger sorgen dafür, dass keine Unredlichkeit unentdeckt bleibt. Sie sind ein notwendig gewordenes Korrektiv gegen Institutionen, die ihre Aufgaben nicht ausreichend wahrnehmen.</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-90181 alignnone" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Plagiate-20210713-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<p>«Plagiatsjäger sind die Kopfgeldjäger des 21. Jahrhunderts», so kam es mir neulich in der Diskussion um die inzwischen mehr als 40 entdeckten Plagiate im Buch der deutschen grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in den Sinn. Und ich schrieb diesen Satz in einem Facebook-Kommentar auf. Ich hatte vor allem Quentin Tarantinos Film «Django Unchained» vor Augen und die Figur des Dr. King Schultz. Es dürfte eine Herausforderung sein, die Arbeit eines Plagiatsjägers ähnlich zu inszenieren wie die eines Kopfgeldjägers in den USA des 19. Jahrhunderts. Wen interessiert schon die Dauereinstellung auf einen am Computer suchenden Menschen?<br />
</p>
<p>Nachdem ich den Kommentar veröffentlicht hatte, kamen mir Zweifel. Ist dieser Vergleich wirklich treffend? Und, wichtiger: War diese Formulierung tatsächlich von mir? Oder hatte ich sie irgendwann einmal in einem anderen Zusammenhang gehört oder gelesen? Ich kann beschwören, dass ich sie nicht für diesen Kommentar nachgeschlagen hatte. Aber war es meine «Schöpfung»? Für einen Facebook-Kommentar mag die Frage eher lächerlich sein. Aber was, wenn ich sie in einem Buch verwenden würde?</p>
<blockquote><p>Die Diskussion um Plagiate schwappt in Deutschland seit 2011 in Wellen durch die Medien. Immer dann, wenn prominente Politiker betroffen sind, schlägt die Stunde der sogenannten «Plagiatsjäger».</p></blockquote>
<p>Der grösste Plagiatsskandal in der jüngeren Geschichte Deutschlands war zweifellos die Dissertation des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Der war 2011 zwei Jahre im Amt, hatte einige gravierende Reformen im Ministerium umgesetzt und verkörperte den Typus des jungen, aufstrebenden Politikers, der, obwohl in einer konservativen Partei (CSU), nicht vor Veränderungen Halt macht. Einher ging dies mit einer bis an die Grenze gehenden Drang zur Selbstdarstellung. Die Geschichte des Plagiatfunds ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plagiatsaff%C3%A4re_Guttenberg" target="_blank" rel="noopener">bei Wikipedia</a> als Zufallsfund eines Doktoranden beschrieben, der für seine eigene Dissertation Recherchen anstellte und auf Stellen in zu Guttenbergs Arbeit stiess, die er von anderen Autoren kannte, die aber nicht als Zitate ausgewiesen wurden.</p>
<p>Die Abwicklung dieses Plagiatsfalls in Politik und Medien dient im Grossen und Ganzen als Vorlage für alle danach kommenden ähnlichen Entdeckungen: Zunächst bagatellisieren die Ertappten den Sachverhalt, sprechen von wenigen Stellen, von vergessenen Fussnoten. Ohne es zu wollen, stacheln sie die Suche nach Plagiaten noch mehr an. Gleichzeitig wird die Frage laut, wer die Doktorarbeit an der Universität betreut hat. Der Druck auf den mutmasslichen Plagiator wächst. Bei zu Guttenberg lagen fünf Tage zwischen dem Dementi und seiner Bitte an die Universität, den Doktortitel zurückzunehmen. Drei Wochen nach den ersten Vorwürfen trat zu Guttenberg als Minister zurück.</p>

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            [rml_read_more]
<p>Dieser «Erfolg» stachelte weitere Plagiatsjäger an, Dissertationen von Politikerinnen und Politikern, sowie weiteren Prominenten, zu untersuchen. Sie wurden, wie man <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Dissertationen_mit_Plagiaten" target="_blank" rel="noopener">hier</a> nachlesen kann, durchaus fündig. Meist wurde der Doktortitel aberkannt, allerdings nicht immer. Auch das politische Mandat war nicht immer betroffen.</p>
<p>Der jüngste «Fall» von Annalena Baerbocks Plagiaten liegt etwas anders. Baerbock hat mit «Jetzt – Wie wir unser Land erneuern» ein Buch veröffentlicht, ein Sachbuch (<a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baerbock-ueber-plagiatsvorwuerfe-kein-sachbuch-17419338.html" target="_blank" rel="noopener">was sie später bestritt</a>, aber wenn es kein Sachbuch ist – was soll es sonst sein?), in dem sie ihre persönlichen politischen Ideen ausbreitet und Lösungsvorschläge aufzeichnet.</p>
<p>Zunächst hiess es, die plagiierten Stellen stammten aus Wikipedia-Artikeln. Die bei Plagiaten neben dem moralischen Aspekt wichtige Frage nach der Urheberrechtsverletzung sollte damit beantwortet werden, dass Wikipedia-Artikel Gemeingut sind und aus ihnen ohne Quellenangabe zitiert werden darf. Aber auch hier gilt: «Formulierungen, in denen Tatsachen berichtet werden, sind selbstverständlich geschützt», so der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch <a href="https://twitter.com/astefanowitsch/status/1409880049889775625" target="_blank" rel="noopener">in einem Tweet</a>.</p>
<p>Inzwischen betreffen die Plagiatsfunde in Baerbocks Buch auch Reiseberichte, Reden anderer Politiker, Zeitungsartikel und in einem Fall sogar das Wahlprogramm einer konkurrierenden Partei. Im einen oder anderen Fall dürften durchaus Urheberrechtsverletzungen vorliegen. Fast noch schlimmer scheint jedoch, dass eine Kandidatin, die sich mit ihrer ökologisch inspirierten Programmatik auf Erkenntnisse der Wissenschaft stützt, deren Standards sie in der Bearbeitung von Texten schlichtweg ignoriert. Es ist vor allem ein Glaubwürdigkeitsproblem.</p>
<p>Längst ist es auch ein Marketingproblem geworden, da die Partei und einige Journalisten unverdrossen von einer «Schmutzkampagne» reden. Dazu passt Baerbocks Aussage, <a href=" https://www.spiegel.de/politik/deutschland/annalena-baerbock-zu-plagiatsvorwuerfen-niemand-schreibt-ein-buch-allein-a-9b7b2d82-af73-4c38-99dd-1f98268c4e4b" target="_blank" rel="noopener">niemand schreibe ein Buch allein</a>. (Sie erwähnt die «Mitarbeit» eines Ghostwriters und dankt diversen anderen Personen). Hier stiehlt sie sich aus der Verantwortung. Mit der Erfahrung als Autor von Monografien kann ich nur sagen:</p>
<blockquote><p>Wenn man auf dem Cover als Autor erwähnt ist, schreibt man sehr wohl das Buch alleine. Zitate und Gedanken anderer kennzeichnet man in Fuss- oder Endnoten. Und am Ende gibt es ein Lektorat.</p></blockquote>
<p>Journalisten, die nota bene selber gerne bei der Konkurrenz abschreiben und es mit dem Urheberrecht auch nicht immer so genau nehmen, lieben die Konfrontation zwischen der «Getriebenheit» eines Plagiatsjägers und dessen «Opfer». Bei Annalena Baerbock ist der «Plagiatsjäger» der in Salzburg lebende Medienwissenschaftler Stefan Weber. Zunächst wird er noch als eher schrulliger «Blogger» abgetan, der sich, wie es kurz darauf hiess, im Buch der Kandidatin «festgebissen» habe. Dabei wirkt «Priv. Doz. Mag. Dr. Stefan Weber» nicht nur Plagiatsprüfer, sondern arbeitet auch als Gutachter. Er bietet also an, «Werke auf die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis» zu prüfen und bietet hierfür auch Schulungen an. <a href="https://harald-ebner.de/meta-navigation/themen/glyphosat/glyphosat-volltext/article/gutachten_plagiatsvorwurf_gegen_glyphosat_bericht_des_bfr_bestaetigt/" target="_blank" rel="noopener">Im Jahr 2017 diente er den Grünen, also der Partei von Baerbock, noch als Referenz</a>. Weber prüfte – vermutlich im Auftrag der Grünen – inwiefern eine Behörde für einen Risikobericht eines Unkrautvernichtungsmittels aus den Stellungnahmen des Herstellers abgeschrieben hatte, ohne dies anzugeben. Weber wurde fündig und seine Expertise ausdrücklich gewürdigt.</p>
<p>Die Funde im Buch wären, jeder für sich genommen, eher zu vernachlässigen. In der Summe jedoch entsteht ein fatales Bild:</p>
<blockquote><p>Was soll man von jemandem halten, der es nötig hat, seine politischen Ziele und Ambitionen mit Texten anderer zu formulieren?</p></blockquote>
<p>Was sagt der Umgang mit fremden Texten über die Sorgfaltspflicht einer Politikerin aus, die ein politisches Mandat wünscht?</p>
<p>Plagiatsjäger sind Korrektive gegen schläfrig gewordene Institutionen. Sie werden immer dann aktiv, wenn ein Versagen vorliegt. Wenn Promotionsausschüsse ihren Prüfungspflichten nicht ausreichend nachkommen, Lektorate in Verlagen nur oberflächlich ausgeführt werden oder Journalisten in politischer Sympathie Bücher von Mandatsträgern nicht genau untersuchen – dann schlägt ihre Stunde. Es ist nicht immer leicht für sie, mit ihren Funden an die Öffentlichkeit zu treten. Medien reagieren skeptisch, weil sie auch ihre (oft genug unterlassene) Funktion befragen. Man wiegelt ab, spricht häufig von «Bloggern» oder versucht, die Funde zu banalisieren, statt sich den Fakten zu widmen.</p>
<p>Bisweilen sind die Motive, sich bestimmte Texte vorzuknöpfen, nicht immer hehrer Natur. Es gibt Aufträge oder einzelne Plagiatsjäger, die sich zu einer Mission berufen fühlen. In Baerbocks Fall nimmt dies skurrile Züge an. In dem Weber offen die Aufgabe der Kandidatur von Baerbock als Ziel angibt, könnte man ihm tatsächlich eine Kampagnenhaftigkeit seines Tuns attestieren, die sich jenseits der Bemühung korrekter Zitatweisen bewegt.</p>
<blockquote><p>Der vorläufige Tiefpunkt könnte in einem <a href="https://twitter.com/antiplag/status/1411006208979386369" target="_blank" rel="noopener">humorig gemeinten Tweet liegen, mit dem er das Cover von Baerbocks Buch ins Lächerliche zieht</a>.</p></blockquote>
<p>Plagiatsjäger sollten selber wissenschaftlichen Kriterien standhalten, so weit wie möglich neutral sein, das heisst der Sache verpflichtet und sich jedem Aktivismus oder jeder Vereinnahmung tunlichst entziehen.</p>
<p>Sie sensibilisieren den Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer. Eine Diskussion, inwiefern gefundene Textstellen Relevanz besitzen, eine Verletzung des Urheberrechts vorliegt oder gegen die Regularien korrekten Zitierens verstossen wurde, hat niemand zu befürchten, der gewissenhaft gearbeitet hat.</p>
<p><em>Bildquelle: <a href="https://visual.keystone-sda.ch/" target="_blank" rel="noopener">Keystone</a></em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/13/plaedoyer-fuer-die-plagiatsjagd/">Plädoyer für die Plagiatsjagd</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abschreiben als Beruf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/08/abschreiben-als-beruf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 07:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann Annalena Baerbock vieles vorwerfen. Die Plagiatsbeschuldigungen gegen sie aber sind lächerlich. Moralische Entrüstung hat jede politische Kritik ersetzt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/08/abschreiben-als-beruf/">Abschreiben als Beruf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann Annalena Baerbock vieles vorwerfen. Die Plagiatsbeschuldigungen gegen sie aber sind lächerlich. Moralische Entrüstung hat jede politische Kritik ersetzt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/08/abschreiben-als-beruf/">Abschreiben als Beruf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Katapult vs. Hoffmann-Campe: Karten-Klau oder PR-Masche?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/06/29/katapult-vs-hoffmann-campe-karten-klau-oder-pr-masche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2020 13:01:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hamburger Verlag Hoffmann und Campe habe seine Ideen plagiiert, <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/zeit-autoren-kopieren-gesamtes-katapult-buch/" rel="noopener" target="_blank">behauptet der Chefredakteur des Katapult-Magazins</a>. Vorgeschichte und Vorgehensweise lassen die Aktion jedoch eher als Marketing für seinen neuen Verlag erscheinen, sagte Tilman Winterling, Anwalt für Urheberrecht, im Deutschlandfunk.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/29/katapult-vs-hoffmann-campe-karten-klau-oder-pr-masche/">Katapult vs. Hoffmann-Campe: Karten-Klau oder PR-Masche?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hamburger Verlag Hoffmann und Campe habe seine Ideen plagiiert, <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/zeit-autoren-kopieren-gesamtes-katapult-buch/" rel="noopener" target="_blank">behauptet der Chefredakteur des Katapult-Magazins</a>. Vorgeschichte und Vorgehensweise lassen die Aktion jedoch eher als Marketing für seinen neuen Verlag erscheinen, sagte Tilman Winterling, Anwalt für Urheberrecht, im Deutschlandfunk.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/29/katapult-vs-hoffmann-campe-karten-klau-oder-pr-masche/">Katapult vs. Hoffmann-Campe: Karten-Klau oder PR-Masche?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dreister Artikel-Klau bei Blocher-Zeitung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/09/13/dreister-artikel-klau-bei-blocher-zeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2017 19:28:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist peinlich für die neuen Eigentümer: Die Wochenzeitung «St. Galler Nachrichten», seit August im Besitz von Christoph Blocher und der BaZ-Holding, hat ungefragt einen Artikel des «Tages-Anzeigers» kopiert. Der Autor ist empört.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/13/dreister-artikel-klau-bei-blocher-zeitung/">Dreister Artikel-Klau bei Blocher-Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist peinlich für die neuen Eigentümer: Die Wochenzeitung «St. Galler Nachrichten», seit August im Besitz von Christoph Blocher und der BaZ-Holding, hat ungefragt einen Artikel des «Tages-Anzeigers» kopiert. Der Autor ist empört.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/13/dreister-artikel-klau-bei-blocher-zeitung/">Dreister Artikel-Klau bei Blocher-Zeitung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plagiator Dylan: War es Wurstigkeit oder Genialität?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/15/wurstigkeit-oder-genialitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lothar Struck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2017 16:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
		<category><![CDATA[Nobelpreis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=29365</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Posse um die Entgegennahme des Nobelpreises durch Bob Dylan ist um ein skurriles Kapitel reicher. Der Musiker und Lyriker soll seine Preisrede nur in Teilen selbst verfasst und den Rest aus zweitklassiger Textquelle abgeschrieben haben. Hat er oder hat er nicht? Hat der Literaturnobelpreisträger Bob Dylan abgeschrieben oder nicht? Die amerikanische Journalistin Andrea Spitzer <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/15/wurstigkeit-oder-genialitaet/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/15/wurstigkeit-oder-genialitaet/">Plagiator Dylan: War es Wurstigkeit oder Genialität?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Posse um die Entgegennahme des Nobelpreises durch Bob Dylan ist um ein skurriles Kapitel reicher. Der Musiker und Lyriker soll seine Preisrede nur in Teilen selbst verfasst und den Rest aus zweitklassiger Textquelle abgeschrieben haben.</strong></p>
<p>Hat er oder hat er nicht? Hat der Literaturnobelpreisträger Bob Dylan abgeschrieben oder nicht? <a href="http://www.slate.com/articles/arts/culturebox/2017/06/did_bob_dylan_take_from_sparknotes_for_his_nobel_lecture.html" target="_blank" rel="noopener">Die amerikanische Journalistin Andrea Spitzer hatte da etwas gefunden</a>. Dylan bezog ich in seiner Nobelpreis-Vorlesung (ein für das Preisgeld zwingender Text) auf einen seiner Lieblingsromane Moby Dick von Herman Melville und zitierte aus dem Buch. In Wirklichkeit waren es jedoch keine Original-Zitate sondern nur notdürftig veränderte Formulierungen aus «SparkNotes», einer Hilfeseite für Schüler, die sich mit dem Roman befasste.</p>

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<p>Vor einigen Jahren verloren in Deutschland ein paar Politiker über ihre plagiierten Doktorarbeiten ihre Positionen. Dabei war selbst unter Akademikern umstritten, ob man derart harte Massstäbe anlegen sollte. Mit dem eigenen Stand hat man naturgemäss immer etwas mehr Verständnis. Und der normale Bürger erinnerte sich an das Abschreiben beim Banknachbarn in der Schulzeit.</p>
<p>Plagiate sind seit dem 17. Jahrhundert Diskussionsstoff in literarischen Zirkeln. Und schon Shakespeare soll es betrieben haben. Thomas Mann schrieb ganze Seiten aus Lexika ab, wenn es beispielsweise um medizinische Sachverhalte ging. Andere Autoren wie Nabokov oder Bertold Brecht werden ebenfalls immer wieder genannt. Heute nennt man das Phänomen freundlich Intertextualiät. Die Plagiatsjäger in der Literatur gelten in der Regel als Spiesser oder Spassverderber. Der Vorwurf hat seine Schärfe weitgehend eingebüsst. Fast ist es so, dass der Plagiierte sich geehrt fühlen soll benutzt worden zu sein.</p>
<p>Und so sind Plagiatsdiskussionen nur noch für zwei Gruppen relevant: Zum einen für Journalisten, die allerdings selber oft genug abschreiben. Und zum anderen für den akademischen Betrieb, der maulwurfartig die entsprechenden Texte umgräbt.</p>
<p>Das alles ist auch einer Nobelpreisakademie inzwischen bekannt. Dort war man hingerissen von Dylans Vortrag, vermutlich weil man die Schülerhilfe-Seite nicht kennt. Vielleicht fehlt es da und dort inzwischen auch an literarischer Bildung.</p>
<p>Bildquelle Vorschaubild: Montage, Hintergrund <a href="https://pixabay.com/de/bob-dylan-musiker-joan-baez-s%C3%A4nger-63158/">pixababy, CC0 Public Domain</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/15/wurstigkeit-oder-genialitaet/">Plagiator Dylan: War es Wurstigkeit oder Genialität?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Tom Kummers unlautere Textcollagen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/09/tom-kummers-unlautere-textcollagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 11:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wegen Fälschungen wurde Tom Kummer zur Persona non grata im Journalismus. Dennoch fand er für seine Texte wieder Abnehmer. Nun zeigt sich, dass er in seinen Reportagen ausgiebig abgeschrieben hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen Fälschungen wurde Tom Kummer zur Persona non grata im Journalismus. Dennoch fand er für seine Texte wieder Abnehmer. Nun zeigt sich, dass er in seinen Reportagen ausgiebig abgeschrieben hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/09/tom-kummers-unlautere-textcollagen/">Tom Kummers unlautere Textcollagen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gloor vs. Bodin: Originalität ist auch nur eine Kopie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/07/gloor-vs-bodin-originalitaet-ist-auch-nur-eine-kopie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 09:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der bekannte Werber Frank Bodin hat ein Büchlein mit kreativen Tipps veröffentlicht. Sein Kollege Beat Gloor ist überzeugt, dass Bodin zahlreiche von ihm abgeschrieben hat. Eine Episode über Urheberrecht und Freundschaft.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/07/gloor-vs-bodin-originalitaet-ist-auch-nur-eine-kopie/">Gloor vs. Bodin: Originalität ist auch nur eine Kopie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der bekannte Werber Frank Bodin hat ein Büchlein mit kreativen Tipps veröffentlicht. Sein Kollege Beat Gloor ist überzeugt, dass Bodin zahlreiche von ihm abgeschrieben hat. Eine Episode über Urheberrecht und Freundschaft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/07/gloor-vs-bodin-originalitaet-ist-auch-nur-eine-kopie/">Gloor vs. Bodin: Originalität ist auch nur eine Kopie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Köppel in der Wagenburg</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/23/koeppel-in-der-wagenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2015 14:28:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Auslandredaktor der «Weltwoche» hat wiederholt abgeschrieben. Ihr Chefredaktor Roger Köppel tut sich schwer mit der Problembewältigung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Auslandredaktor der «Weltwoche» hat wiederholt abgeschrieben. Ihr Chefredaktor Roger Köppel tut sich schwer mit der Problembewältigung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/23/koeppel-in-der-wagenburg/">Köppel in der Wagenburg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kavaliersdelikt Diebstahl</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/21/kavaliersdelikt-diebstahl-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2015 08:22:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=25211</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Nachsicht, mit der die Plagiatsvorwürfe gegen Weltwoche-Journalist Urs Gehriger abgehandelt werden, ist unangebracht. Wem es egal ist, was in Texten steht und wie sie zustandegekommen sind, dem sind auch seine Leser egal. Es ist kein Geheimnis. Wenn&#8217;s gegen die Weltwoche geht, dann legen Journalisten plötzlich Recherchelust an den Tag: Fall 1, 12. Juli: Plagiat <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/21/kavaliersdelikt-diebstahl-2/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/21/kavaliersdelikt-diebstahl-2/">Kavaliersdelikt Diebstahl</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachsicht, mit der die Plagiatsvorwürfe gegen Weltwoche-Journalist Urs Gehriger abgehandelt werden, ist unangebracht. Wem es egal ist, was in Texten steht und wie sie zustandegekommen sind, dem sind auch seine Leser egal.<br />
<span id="more-25211"></span><br />
Es ist kein Geheimnis. Wenn&#8217;s gegen die Weltwoche geht, dann legen Journalisten plötzlich Recherchelust an den Tag:</p>
<p>Fall 1, 12. Juli: <a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/plagiat-bei-der-weltwoche-1.18578585">Plagiat bei der «Weltwoche»</a> (NZZ am Sonntag, Patrick Imhasly und Pascal Hollenstein)<br />
Fall 2, 14. Juli: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Weltwoche-Redaktor-schrieb-auch-bei-deutscher-Zeitung-ab/story/22191507">«Weltwoche» schrieb auch in Deutschland ab</a> (Tages-Anzeiger, Iwan Städler)<br />
Fall 3, 19. Juli: <a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/weiteres-plagiat-bei-der-weltwoche-1.18582309">Weiteres Plagiat bei der «Weltwoche»</a> (NZZ am Sonntag, Pascal Hollenstein)</p>
<p>Recherchieren können hätte man übrigens seit mindestens dem 5. Juli, 13:31 Uhr. Dann twitterte nämlich Patrick Imhasly (<a href="https://twitter.com/Imhasly">@Imhasly</a>) <a href="https://twitter.com/Imhasly/status/617657010025295872">diesen</a>, inzwischen gelöschten Tweet:</p>
<blockquote><p>@Weltwoche Abgeschrieben? Text über Kriegshistoriker Antony Beevor grossteils identisch mit http://t.co/dZt7C6119f http://t.co/sEFjwmTpYQ</p></blockquote>
<p>Dass Journalisten in fremder Sache unerbittlich, in eigener Sache aber sehr grosszügig sein können, ist hinlänglich bekannt. Aber was, wenn die Medienjournalisten, die den Journalisten auf die Finger schauen sollten, diese Plagiatsfälle verharmlosen? «In einem halben Jahr wird sich niemand mehr an den Fall erinnern», <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/16/abgeschrieben-nicht-so-schlimm/">schreibt</a> etwa Nick Lüthi. Mag sein, aber wäre es nicht an den Medienjournalisten, dafür zu sorgen, dass dem nicht so ist? Gar wie der Weisswäscher in Person tritt Matthias Ackeret, Chefredaktor von «Persönlich», in der «Schweiz am Sonntag» auf. <a href="http://www.persoenlich.com/beitrag/fast-wie-bei-den-taliban-325955">Er beruhigt Gehriger</a>, sich mit seinen Vergehen «in bester Gesellschaft» zu befinden und zählt folgende Mitglieder dieser auf: Karl-Theodor zu Guttenberg (mehr bei <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Guttenplag</a>), Annette Schavan (mehr bei <a href="https://schavanplag.wordpress.com/">Schavanplag</a>), Fritz J. Raddatz (mehr bei <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/28/im-hort-der-hochkultur/">Martin Meyer</a>), Bertolt Brecht und William Shakespeare. «Die Folgen für den weiteren Karriereverlauf waren unterschiedlich», urteilt Ackeret. Stimmt genau, denn Brecht und Shakespeare mussten nicht zurücktreten, weil es gar keine Funktion gab, von der sie hätten zurücktreten können. Wie Ackeret überhaupt darauf kommt, in seinem Text von einer «Moralkeule der Branche» zu sprechen, ist unverständlich. Sucht er etwa nach Journalisten, die ihm zusammenkopierte Texte anbieten? Muss sich jemand, der auf einen offenkundigen Diebstahl hinweist, als Moralkeulen-Schläger bezeichnen lassen?</p>
<p>Persönlich finde ich die Haltung, dass es egal sei, ob man dem Leser originäre oder zusammenkopierte Inhalte anbietet, unerträglich. Es mag sein, dass nicht alle Leser verstehen, was denn nun genau ein Plagiat ist. Einigen von ihnen ist&#8217;s wahrscheinlich auch herzlich egal, aus der «Welt» oder aus der FAZ kopierte Passagen zu lesen, weil sie diese Zeitungen sowieso nicht lesen. Aber kann der Leser denn, wenn er schon nicht zu einem Gratisquatschblatt greift, sondern 8,50 Franken für ein vermeintliches Qualitätsmagazin ausgibt, nicht auch Qualität, Eigenständigkeit, Originalität, Einmaligkeit erwarten? Als Mitglied der Weltwoche-Redaktion wird Urs Gehriger gut dafür bezahlt, eigene Inhalte zu erstellen. Für jede Story, die über eine Kurzmeldung hinausgeht, wird ihm eine Woche oder mehr Zeit zur Verfügung gestellt &#8211; er wird definitiv nicht dafür bezahlt, aus anderen Publikationen abzuschreiben. Er ist auch kein freier Journalist, welcher aufgrund lausiger Honorare sehr viele Artikel schreiben muss, um zu überleben und deshalb öfters in Versuchung gerät, sich die eigene Arbeit durch Kopieren von fremder Arbeit zu erleichtern.</p>
<p>Wenn Journalisten stehlen, kann das mal vorkommen, nun gut. Aber hat nicht im November 2010 eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürger <a href="https://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis357t.html">befürwortet</a>, dass Ausländerinnen und Ausländer, die wegen eines Einbruchsdelikts rechtskräftig verurteilt worden sind, «unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz» verlieren? Der Diebstahl dort und der Diebstahl hier erlaubt keinen direkten Vergleich &#8211; als Beispiel, wie die Anwendung von Härte ganz unterschiedlich beurteilt werden kann, taugt er aber. Befremdlich ist auch, wie Gehriger versucht, die Geschichte auszusitzen. Der Journalist, der mit seinen eigenen Texten Öffentlichkeit schaffen will, gönnt der Öffentlichkeit nicht mal ein Foto von sich. Zur Sache hat er bisher nicht mehr als <a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/plagiat-bei-der-weltwoche-1.18578585">ein dürres Statement</a> geliefert: «Ich habe einen Fehler gemacht und wurde von der Chefredaktion gerügt. Es wird nicht mehr vorkommen.»</p>
<p>Ein Journalist wie Urs Gehriger, der ganze Passagen aus anderen Artikeln kopiert und abschreibt, schadet nicht nur seiner eigenen Glaubwürdigkeit massiv, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Marke, für die er schreibt. Die Zusammenarbeit mit Interviewfälscher Tom Kummer habe Roger Köppel sofort beendet, als er dessen Erfindungen auf die Schliche kam, erzählte Köppel im <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/25/ich-misstraue-der-masse/">MEDIENWOCHE-Interview 2011</a>. Trotzdem nahm er die Zusammenarbeit im <a href="http://www.presseverein.ch/2013/07/kummer-schreibt-wieder-fur-koppel/">Juli 2013</a> wieder auf. Dass Köppel nun zögert, einen verdienten Reporter wie Gehriger wegen einigen kleinen Fehlern fristlos zu entlassen, ist verständlich und auch richtig. Aber zwischen «in der Eile mal nicht sauber gearbeitet» und wild aus irgendwelchen Quellen zusammenkopierten Artikeln besteht ein grosser Unterschied. Inzwischen ist <a href="https://infospiegel.wordpress.com/2015/07/19/viertes-plagiat-von-urs-gehriger-der-nachruf-auf-patrick-mcnee/">Plagiatsvorwurf Nummer 4</a> aufgetaucht. Für den <a href="http://www.weltwoche.ch/index.php?id=554448">Nachruf auf Patrick McNee</a> in der Weltwoche vom 1. Juli 2015 verwendete Gehriger Passagen aus <a href="http://www.kinoweb.de/film98/Avengers/film05.html">Kinoweb.de</a> und <a href="http://www.scifi-forum.de/filme-tv-serien-co/tv-serien/31944-schirm-charme-melone-avengers.html">Scifi-forum.de</a>.</p>
<p>Die Glaubwürdigkeit verspielt man sich nur einmal. Oder jede Woche neu. Bis nächsten Sonntag in der NZZ am Sonntag.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/21/kavaliersdelikt-diebstahl-2/">Kavaliersdelikt Diebstahl</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Weiteres Plagiat bei der «Weltwoche»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/19/weiteres-plagiat-bei-der-weltwoche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 14:05:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Plagiatsaffäre um einen «Weltwoche»-Redaktor ist ein dritter Fall aufgetaucht. Betroffen ist die deutsche Zeitung «Die Welt».</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/19/weiteres-plagiat-bei-der-weltwoche/">Weiteres Plagiat bei der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Plagiatsaffäre um einen «Weltwoche»-Redaktor ist ein dritter Fall aufgetaucht. Betroffen ist die deutsche Zeitung «Die Welt».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/19/weiteres-plagiat-bei-der-weltwoche/">Weiteres Plagiat bei der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Abgeschrieben? Nicht so schlimm…</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/16/abgeschrieben-nicht-so-schlimm-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2015 13:56:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
		<category><![CDATA[abschreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und wieder hat es einen erwischt, diesmal den Ausland-Redaktor der Weltwoche, der fremden Text als den eigenen ausgegeben hat. Ein Fall ohne Folgen. Das Plagiat ist überall und nicht wegzukriegen, aber darum so normal. Eigentlich hätte er nur das eigene Heft lesen müssen: «Es ist heute einfacher, ein Plagiat herzustellen. Es ist aber auch einfacher, ein <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/16/abgeschrieben-nicht-so-schlimm-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder hat es einen erwischt, diesmal den Ausland-Redaktor der Weltwoche, der fremden Text als den eigenen ausgegeben hat. Ein Fall ohne Folgen. Das Plagiat ist überall und nicht wegzukriegen, aber darum so normal.<br />
<span id="more-25196"></span><br />
Eigentlich hätte er nur das eigene Heft lesen müssen: «Es ist heute einfacher, ein Plagiat herzustellen. Es ist aber auch einfacher, ein Plagiat zu entdecken.» Das sagte <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-12/mein-job-ist-es-besser-zu-machen-die-weltwoche-ausgabe-122014.html" target="_blank">Michael Hengartner</a>, Rektor der Uni Zürich, vor einem Jahr im Interview mit der Weltwoche. Doch nicht alle Weltwoche-Redaktoren haben den Merksatz verinnerlicht. So brachten <a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/plagiat-bei-der-weltwoche-1.18578585" target="_blank">NZZ am Sonntag</a> und der <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/weltwocheredaktor-schrieb-auch-bei-deutscher-zeitung-ab/story/22191507" target="_blank">Tages-Anzeiger</a> zwei Fälle ans Licht, wo Textpassagen aus der Weltwoche identisch waren mit Artikeln von Telegraph, respektive FAZ. In den öffentlichen Reaktionen wurde der Fall ebenso als Causa Weltwoche etikettiert und nicht allein als Plagiatsfall. Das Medium dient immer auch als Projektionsfläche für die Kritik.</p>
<p>Aber auch sonst sorgen Meldungen über ethische Grenzüberschreitungen von Kollegen für Aufsehen. Sie sind ein Spiegel für das eigene Tun. Alle können sich exakt in die Situation des Missetäters versetzen. Und man wünscht sich nicht, in dessen Haut zu stecken im Moment des Ertapptwerdens. Das leichte Schaudern beim Gedanken daran befeuert den Voyeurismus und die Lust am Einblick in den Skandal. Das obligate «Wie konnte der nur?» droht aber im Halse stecken zu bleiben. Und mit dem ebenso unvermeidlich folgenden «Wieso gerade der?» dämmert einem, dass es auch nach diesem Einzelfall weitere Einzelfälle geben wird. Als solche werden sie immer noch wahrgenommen, obwohl längst klar ist, dass es sich um eine Massenveranstaltung handelt, die nur deshalb nicht als solche verstanden wird, weil sich dann plötzlich ganz viele an der Nase nehmen müssten.</p>
<p>Arbeiten wir nicht alle mit Artikeln von anderen? Wer hat nicht schon Textabschnitte von einem Dokument ins andere kopiert? Und dabei vielleicht den Überblick verloren, was man selber geschrieben hat und was nicht? Obwohl die Wahrscheinlichkeit aufzufliegen noch nie so gross war wie heute, überwiegt offenbar immer wieder die Verlockung der einfachen Textübernahme. Doch welches Plagiat die Medien aufgreifen und mit dem Finger auf den Fehlbaren zeigen, steht auf einem anderen Blatt. Den einen triffts, <a href="https://www.evernote.com/shard/s4/sh/67360a70-0a08-428b-ab57-db78cc190d64/0b122bc9fff33117cf52746aad4ee0e1" target="_blank">den anderen nicht</a>. Doch das Empörungspotenzial hält sich selbst bei den prominenteren Fällen in Grenzen. So laut jüngst gegen die Weltwoche geheult und gegiftelt wurde, so still war es nur Stunden später.</p>
<p>Die Weltwoche-Plagiate sind den Schweizer Medien keine Zeile mehr wert. Der fehlbare Autor hat sich entschuldigt. Der Chefredaktor hat nicht näher bezeichnete Massnahmen und Sanktionen ergriffen und sich auch entschuldigt. In einem halben Jahr wird sich niemand mehr an den Fall erinnern. Die Konsequenzen für ihre Verfehlungen ziehen die Autoren individuell und ganz unterschiedlich. «Serientäter», die mit Schreibverboten belegt wurden, haben aufgehört mit dem Journalismus, die etwas Talentierteren sind nach einer Schonfrist wieder gern gesehene Autoren. Doch die allermeisten, vor allem die «Einzeltäter», tun als wäre nichts geschehen. Einfach weitermachen. Das können sie auch deshalb, weil man sie lässt.</p>
<p>Denn das Plagiat hat seinen Schrecken verloren. Es gehört längst zur Normalität des Journalismus. Ein Zeichen für die grassierende Sittenverluderung im Journalismus? Kaum. Denn war es früher wirklich besser bestellt um die Berufsethik oder entdeckte man die unerlaubten Textübernahmen einfach nicht? Der nachlässig-entspannte Umgang mit Plagiaten zeigt vor allem auf, wie die Stellung des Autors in digitalen Medien erodiert. Was mit meinem Werk geschieht, bestimme nicht mehr ich alleine: ich plagiiere, ich werde plagiiert. Abhilfe verschafft wenn schon <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Plagiarism_detection" target="_blank">die Technik</a> und nicht das Ethik-Seminar der Journalistenschule.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/16/abgeschrieben-nicht-so-schlimm-2/">Abgeschrieben? Nicht so schlimm…</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>«Weltwoche»-Redaktor schrieb auch bei deutscher Zeitung ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/13/weltwoche-redaktor-schrieb-auch-bei-deutscher-zeitung-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2015 13:52:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5898</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nicht nur beim britischen «Telegraph» hat sich die «Weltwoche» bedient. Auch aus der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» kupferte sie ganze Passagen ab.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/13/weltwoche-redaktor-schrieb-auch-bei-deutscher-zeitung-ab/">«Weltwoche»-Redaktor schrieb auch bei deutscher Zeitung ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur beim britischen «Telegraph» hat sich die «Weltwoche» bedient. Auch aus der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» kupferte sie ganze Passagen ab.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/13/weltwoche-redaktor-schrieb-auch-bei-deutscher-zeitung-ab/">«Weltwoche»-Redaktor schrieb auch bei deutscher Zeitung ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plagiat bei der «Weltwoche»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/07/12/plagiat-bei-der-weltwoche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2015 13:51:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gehriger]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5894</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Auslandredaktor der «Weltwoche» hat einen grossen Artikel zum Teil Wort für Wort aus einer britischen Zeitung abgeschrieben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/12/plagiat-bei-der-weltwoche/">Plagiat bei der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Auslandredaktor der «Weltwoche» hat einen grossen Artikel zum Teil Wort für Wort aus einer britischen Zeitung abgeschrieben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/07/12/plagiat-bei-der-weltwoche/">Plagiat bei der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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