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	<title>Project R | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 Sep 2017 13:13:31 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von «Republik» bis Red Bull: Alles wird gut</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/08/von-republik-bis-red-bull-alles-wird-gut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
		<category><![CDATA[Red Bull]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle wollen mehr Fakten, mehr Wahrheit im Journalismus. Aber welcher Verleger findet den Weg hinaus aus der eigenen Blase?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle wollen mehr Fakten, mehr Wahrheit im Journalismus. Aber welcher Verleger findet den Weg hinaus aus der eigenen Blase?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/08/von-republik-bis-red-bull-alles-wird-gut/">Von «Republik» bis Red Bull: Alles wird gut</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Brillant orchestriert aus dem Ex-Puff</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/01/brillant-orchestriert-aus-dem-ex-puff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Medienprojekt «Republik» macht bisher alles richtig und verbucht einen Sensationserfolg beim Crowdfunding. Doch vermutlich werden viele der 10’000 Spender das Produkt nie wieder so gut finden wie heute.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medienprojekt «Republik» macht bisher alles richtig und verbucht einen Sensationserfolg beim Crowdfunding. Doch vermutlich werden viele der 10’000 Spender das Produkt nie wieder so gut finden wie heute.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/01/brillant-orchestriert-aus-dem-ex-puff/">Brillant orchestriert aus dem Ex-Puff</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Make Journalismus Great Again</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/04/27/make-journalismus-great-again/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalismus ist kaputt. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man die Kampagnen von Wikitribune und Republik anschaut, die beide dieser Tage gestartet sind.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalismus ist kaputt. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man die Kampagnen von Wikitribune und Republik anschaut, die beide dieser Tage gestartet sind.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/27/make-journalismus-great-again/">Make Journalismus Great Again</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Zeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2017 23:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Krautreporter]]></category>
		<category><![CDATA[Tageswoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt gilt es ernst: Project R geht im Mai auf Geldsuche. 3000 Leserinnen und Leser sollen 750&#8217;000 Franken vorschiessen. Das ist kein unrealistisches Ziel. Für einen nachhaltigen Betrieb wird’s dann aber eng. Unser Autor hat gerechnet. Es hat sich in der Branche herumgesprochen: Constantin Seibt, Christof Moser und inzwischen sieben weitere Mitglieder der «Aufbau-Crew» wollen <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt gilt es ernst: Project R geht im Mai auf Geldsuche. 3000 Leserinnen und Leser sollen 750&#8217;000 Franken vorschiessen. Das ist kein unrealistisches Ziel. Für einen nachhaltigen Betrieb wird’s dann aber eng. Unser Autor hat gerechnet.<br />
<span id="more-33116"></span><br />
Es hat sich in der Branche herumgesprochen: Constantin Seibt, Christof Moser und inzwischen sieben weitere Mitglieder der «Aufbau-Crew» wollen ein neues Medienorgan in die Welt setzen. Wunderbar. «Journalismus unabhängig von den Grossverlagen», Analyse, Vertiefung, die grosse Reportage, also einfach all das, was der Journalismus mal war, bevor das Internet über ihn hereinbrach. Bevor die Verlage begannen, ihr journalistisches Angebot zu Tode zu sparen und sich in Content Provider zu verwandeln, die Profit wenn schon in erster Linie über Verkaufs- und Dienstleistungsplattformen zu machen, um den dramatischen Schwund an Printinseraten wenigstens teilweise auszugleichen. Wunderbar. Frühstarter wie die Huffington Post und andere US-Blogs wuchsen schnell zu einer ernsthaften Konkurrenz der klassischen Printmedien heran und sind längst etabliert sowie profitabel. Wunderbar.</p>
<p>Nur: Im gesamten deutschen Sprachraum fällt einem kein vergleichbares Beispiel ein, auch die mit grossem Trara gestartete deutsche Ausgabe der Huffington Post dümpelt in weitgehender Bedeutungslosigkeit vor sich hin. Auch die Krautreporter eignen sich schlecht als Vorbild. Die Autorenplattform startete fulminant mit fast einer Million Euro aus einem Crowdfunding und 15&#8217;000 zahlenden Lesern. Binnen eines Jahres sprangen aber zwei Drittel der Abonnenten wieder ab. Und in der Schweiz schaffen es auch die Millionen einer spendablen Pharma-Erbin nicht, aus der als Gegenmodell zur bürgerlich gewordenen «Basler Zeitung» geplanten Tageswoche mehr als ein Organ zu machen, das in erster Linie durch Skandale bei der Manipulation der Auflagenhöhe, ständige Wechsel auf den Chefstühlen und Sparmassnahmen durch Entlassungen auffällt.</p>
<p>Umso bewundernswerter ist es, dass nicht nur Constantin Seibt sein beneidenswertes Plätzchen als Edelfeder mit weitgehender Schreibfreiheit beim Tages-Anzeiger aufgab, um sich in ein Abenteuer zu stürzen. Selbst wenn man ihm unterstellte, dass es keine hellseherischen Fähigkeiten braucht, um zu prognostizieren, dass er als 51-Jähriger dort in dieser Position seine Pensionierung wohl nicht erlebt hätte: Chapeau.</p>
<p>Von Intelligenz zeugt auch, dass die Crew von Project R nicht mit der üblichen Blauäugigkeit an die Sache herangeht. Die besteht normalerweise darin, dass vor allem gute Journalisten felsenfest überzeugt sind, dass es doch für exzellente Analysen, rasant gut geschriebene Reportagen, geniale Kommentare, für Hintergründe und Einordnung genügend Leser geben muss, die bereit sind, dafür auch zu bezahlen. Dass dieser Markt sich angesichts des heutigen Elends-Journalismus aus «copy and paste», das Übernehmen von Agentur-Meldungen, also dem Verwursten von zugeliefertem Material, täglich und massiv vergrössert. Mit diesen unschlagbaren Argumenten muss man nur noch Financiers, Investoren, warum nicht auch Mäzene finden, die die handelsüblichen 10 Millionen vorstrecken. Damit werden dann die ersten drei Jahre vorfinanziert, bis das Projekt garantiert den Break-Even erreicht, zumindest selbsttragend ist, um anschliessend Return on Investment zu generieren. Was bislang, im gesamten deutschen Sprachraum, aber noch nie geklappt hat.</p>
<p>Project R macht das anders. Obwohl anscheinend Investoren und Mäzene vorhanden sind, die mit 3,5 Millionen «exakt die Hälfte der sieben Millionen, die wir in fünf Jahren bis zu dem Moment brauchen, in dem das digitale Magazin selbsttragend sein soll», zugesagt haben, soll mit einem Crowdfunding der Markt getestet werden. Konkret: «Damit diese Gelder ausgelöst werden, müssen wir das drittgrösste Crowdfunding überleben, das in der Schweiz je stattgefunden hat. Wir müssen mindestens 3000 Leserinnen und Leser von uns überzeugen und 750&#8217;000 Franken sammeln.» Ab Ende April, innerhalb von fünf Wochen. Dazu hätte ich als rechnender Journalist ein paar Fragen. Selbst wenn 3000 potenzielle Leser bereit sein sollten, im Schnitt pro Nase 250 Franken in ein bislang aus einer eher inhaltsleeren Webseite, einer netten Party, zwei Newslettern und einer durchaus kompetenten Crew bestehendes Projekt zu stecken: dann wären laut eigenen Angaben erst der «Aufbau einer Redaktion und die ersten zwei Jahre finanziert». Aber immerhin: «Schaffen wir die Dreiviertelmillion gemeinsam nicht, wird das Projekt liquidiert.»</p>
<p>Ich wage mal die Prognose: Die schaffen das. In der reichen Schweiz gibt es genügend Linke und Alternative, die nicht mal auf den Ausbau ihrer Weinkeller in der Toskana oder in der Provence verzichten müssen, um sich für eine gute Sache von 250 Franken oder mehr zu trennen. Notfalls verzichtet man auf einen Restaurantbesuch, der angesichts der Tatsache, dass man sich die aktuelle Welt kräftig schöntrinken muss, zu zweit auch nicht mit weniger zu Buche schlägt. Soweit also alles im grünen Bereich. Aber mangels anderer schriftlicher Äusserungen muss man sich den Inhalt der Newsletter zur Brust nehmen. Der aktuelle umfasst immerhin knapp 15&#8217;000 Anschläge, also eine wohlgefüllte Seite einer Printzeitung. Das kann man natürlich als klares Signal verstehen: kurz und knapp ist dumm, wer hier nach dem ersten Drittel aufgibt, hat sich bereits als potenzieller Leser verabschiedet. Und wer nicht versteht, wieso der Newsletter mit einem gebildeten Ausflug in das Verhör des grossartigen US-Schriftstellers Dashiell Hammett vor dem McCarthy-Ausschuss in den Fünfziger Jahren beginnt, ist entweder ein Banause oder ein übellauniger Kritiker, wenn er darauf hinweist, dass Hammett noch mehr als Hemingway der Meister der kurzen, geraden, schnörkellosen Sätze war. Die noch viel schwerer zu schreiben sind als Thomas Mann&#8217;sche Wortgirlanden.</p>
<p>Aber lassen wir die Form, gehen wir zum Inhalt und zu den Zahlen. Project R rechnet also mit mindestens 3000 Lesern, die bereit sind, zu zahlen. Und natürlich vielen mehr, die bereit sind, die Inhalte vollständig oder teilweise gratis zu konsumieren, also höchstens mit Aufmerksamkeit bezahlen. Wenn nun nach den ersten zwei Jahren, die inklusive Aufbau 4,25 Millionen kosten, die nächsten drei Jahre bis zum angepeilten Break-Even mit weiteren 2,75 Millionen finanziert werden müssen, braucht es immerhin genau 11&#8217;000 zusätzliche Zahler von 250 Franken. Oder 3700 Leser, die bereit sind, jedes Jahr diesen Betrag zu zahlen. Immer vorausgesetzt, die budgetierten 7 Millionen reichen und die Finanzflussrechnung ergibt nicht, dass man zwar bis Ende Jahr gesehen liquide, aber morgen zwischendurch pleite ist.</p>
<p>Wenn also das geplante Redaktionsbudget, nach Startkosten, aus rund einer Million pro Jahr besteht, bedeutet das, dass neben einigermassen erträglichen Salären der Mannschaft in der Höhe von mindestens einer halben Million plus Kosten der Infrastruktur (ein umfangreicher Webauftritt ist nicht gratis) inklusive Büro von weiteren 100&#8217;000 Franken noch 400&#8217;000 pro Jahr für den Inhalt übrig bleiben. Also etwas mehr als 33&#8217;000 Franken pro Monat. Und wir haben noch gar nicht von den Kosten der Eigenwerbung gesprochen, die bekanntlich im Web auch nicht gratis ist. Eine klassische Reportage, Schreiber und Fotograf, Spesen und Honorar, kostet im Kleinformat mindestens 10&#8217;000 Franken, geht’s ins wildere Ausland und dauert es länger als eine Woche, verdoppelt sich der Betrag. Wenn man den lachhaften BR-Ansatz nimmt aus dem Regulativ des längst nicht mehr gültigen Gesamtarbeitsvertrags und auf das Überlebensnotwendige für einen freien Journalisten von 800 Franken pro Tag aufrundet, kostet eine einigermassen seriös recherchierte und weitgehend am Schreibtisch geschriebene Story mindestens 1600 Franken; sind es mehr als eineinhalb Tage Recherche, was bei einem komplizierteren Thema ohne weiteres auf vier oder fünf Tage ansteigen kann, sprechen wir von 4400 Franken, immer unter der Voraussetzung, dass der Journalist in einem halben Tag einen Artikel in der sprachlichen Oberliga schreiben kann.</p>
<p>Damit ergibt sich ein monatlicher Output von vielleicht einem Artikel pro Woche, plus natürlich all das, was den festangestellten Journalisten aus der Feder fliesst. Als ich mich vor vielen Jahren mal einem ähnlichen Traumprojekt hingab, rechnete ich mit einem monatlichen Redaktionsbudget von mindestens 500&#8217;000 Franken, aus dem zehn Reportagen und zehn Essays entstehen sollten, nicht mehr und nicht weniger. Kleine Workforce, Infrastruktur und Werbung natürlich extra. Mit Werbeeinnahmen rechnete ich nicht, ebenso wenig schätze ich diese beim Project R; zumindest am Anfang wird der Traffic sowieso viel zu klein sein, um im Werbemarkt attraktiv zu werden. Und ich nehme nicht an, dass Project R Schweinereien wie «Native Advertising» und Ähnliches mitmachen wird.</p>
<p>Umfangreich beschreibt der aktuelle Newsletter auch die juristische Form, die das Project R gefunden hat. Ein kleiner Konzern in Form einer AG und einer Genossenschaft, nicht unähnlich der SRG mit ihrer Trägerschaft und den Sendeunternehmen. Die Genossenschaft soll gemeinnützig sein und nichts weniger als «dem Journalismus seine Rolle in der Demokratie sichern», sie ist «mitglieder-, spenden- und stiftungsfinanziert». Die AG soll das digitale Magazin herstellen und Marketing betreiben. Mit dieser Struktur soll natürlich in erster Linie die Machtfrage gelöst werden. Wer zahlt, befiehlt, das gilt überall. In diesem Modell hat die Genossenschaft das übliche Prinzip «ein Genossenschafter, eine Stimme», unabhängig von seinen Einlagen. Diese Genossenschaft, als Sammlung der Leser verstanden, hält «etwas über 40 Prozent» der AG, die Mitarbeitenden «halten knapp unter 40 Prozent der Aktien». Die Investoren «kontrollieren rund 20 Prozent des Aktienkapitals. Sie werden jedoch, im Falle eines Gewinns, bei der Ausschüttung finanziell bevorzugt». Damit soll eine «Machtbalance» zwischen Publikum, Mitarbeitern und Investoren hergestellt werden. Aber das ausgeklügelte Modell löst natürlich das Problem nicht, dass kein normaler Investor bereit ist, für aktuell 3,5 Millionen nur 20 Prozent der Aktien zu erhalten, während die Genossenschafter für geplante 750&#8217;000 Franken mehr als 40 Prozent bekommen, und die Mitarbeiter für einen unbekannten Betrag ebenfalls knapp 40 Prozent. Und wenn dann noch das Aktienkapital durch die Ausgabe von neuen Aktien (für neue Mitarbeiter oder zur Kapitalaufnahme) verwässert wird, ginge jedem normalen Investor sowieso der Hut hoch. Da das Problem der Machtbalance innerhalb von «wer zahlt, befiehlt» nicht für alle Beteiligten befriedigend gelöst werden kann, geschieht es hier schlichtweg auf Kosten des Investors. Kann man machen, wenn man Geldgeber findet, die sich darauf einlassen, dass sie zwar kräftig abdrücken, aber faktisch nichts zu bestimmen haben.</p>
<p>Wir fassen zusammen: Meine Mitarbeit habt Ihr auf sicher, wenn gewünscht. Ansonsten alles Glück der Welt, Ihr werdet’s brauchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/">Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Medientalk: Wie gründe ich ein Medien-Startup?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/01/28/medientalk-wie-gruende-ich-ein-medien-startup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeitschrift L&#8217;Hebdo wird eingestellt – die schweizer Medienlandschaft werde immer kleiner, hiess es jüngst weder. Immer kleiner? Nicht ganz. Eine handvoll Online-Projekte leistet Widerstand. Die Frage ist nur: wie erfolgreich sind sie?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/01/28/medientalk-wie-gruende-ich-ein-medien-startup/">Medientalk: Wie gründe ich ein Medien-Startup?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitschrift L&#8217;Hebdo wird eingestellt – die schweizer Medienlandschaft werde immer kleiner, hiess es jüngst weder. Immer kleiner? Nicht ganz. Eine handvoll Online-Projekte leistet Widerstand. Die Frage ist nur: wie erfolgreich sind sie?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/01/28/medientalk-wie-gruende-ich-ein-medien-startup/">Medientalk: Wie gründe ich ein Medien-Startup?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überlebensübung in der Nische</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Minder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 15:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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		<category><![CDATA[Christof Moser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine bunte Population von Plattformen mit einem journalistischen Kontrastprogramm hat sich jenseits der grossen Medienhäuser im Internet angesiedelt. Im digitalen Biotop zu überleben, ist aber nicht ganz einfach. Ein Besuch beim «Coup»-Magazin und ein breiter Blick auf eine blühende Landschaft. Ein zum Büro umfunktionierter Kellerraum, darin vier Arbeitsplätze, ein Elektroöfeli, das notdürftig heizt. Durchs Fenster geht der <a href="https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine bunte Population von Plattformen mit einem journalistischen Kontrastprogramm hat sich jenseits der grossen Medienhäuser im Internet angesiedelt. Im digitalen Biotop zu überleben, ist aber nicht ganz einfach. Ein Besuch beim «Coup»-Magazin und ein breiter Blick auf eine blühende Landschaft.<br />
<span id="more-28563"></span><br />
Ein zum Büro umfunktionierter Kellerraum, darin vier Arbeitsplätze, ein Elektroöfeli, das notdürftig heizt. Durchs Fenster geht der Blick in einen kleinen Innenhof, dahinter ragt die Mauer des Zürcher Volkshauses in die Höhe. «Wenn die Chippendales auftreten, hören wir das Kreischen», sagt Pascal Sigg. Er ist einer der drei Gründer des <a href="http://www.coup-magazin.ch/" target="_blank">digitalen Gesellschaftsmagazins «Coup»</a>, das seit März 2016 online ist. Die Redaktionsstube entspricht dem romantischen Klischee vom Garagen-Start-up. Auch die Gründer passen gut ins Bild. Drei junge, leidenschaftliche Journalisten, die nicht glücklich wurden, mit dem, was in den etablierten Medien möglich ist. Sie wollten lange, aufwändig recherchierte Texte schreiben, statt täglich drei Geschichten rauszuhauen oder online Klicks zu generieren. Referenz waren die vergangenen Blütezeiten des «Magazins» des «Tages-Anzeigers», die deutsche Wirtschaftszeitschrift «brand eins», das Magazin «Reportagen». «Wir wollen Journalismus verkaufen, nicht Aufmerksamkeit», fasst Sigg zusammen.</p>
<p>Im November 2014 mietete er zusammen mit Andres Eberhard und Joel Bedetti das Kellerabteil im Volkshaus. Dort brüteten sie über einem Geschäftsmodell. Es musste etwas sein, das sich mit ihren anderen Jobs vertrug: Sigg arbeitet 50% auf dem Sportamt der Stadt Zürich und schreibt seine Dissertation, Eberhard hat eine 60%-Stelle als Redaktor beim Zürcher Oberländer, beide sind daneben noch als Freie tätig. Bedetti ist hauptsächlich Freelancer. Die Lösung: Eine grosse Geschichte im Umfang von 25&#8217;000 bis 35&#8217;000 Zeichen pro Monat. Online drängte sich auf, weil Druck und Vertrieb wegfielen, aber auch weil es mehr formale Flexibilität bietet als Papier. Die Basler Stiftung für Medienvielfalt der Roche-Erbin Beatrice Oeri unterstützte das Projekt mit 15&#8217;000 Franken, den sie in eine professionelle Crowdfunding-Kampagne steckten. Das Sammelziel waren 50‘000 Franken, die fürs erste Jahr reichen sollten: Zwölf Artikel à 3000 Franken für die Autorinnen und Autoren plus die Kosten von Website, Grafik, Marketing und Crowdfunding. Zwei Tage vor Ablauf der Sammelfrist stand der Pegel erst bei 30‘000 Franken, die Mission war gefährdet. Dann trat eine Einzelperson, die nicht genannt sein will, auf den Plan und schüttete das fehlende Geld in den Topf: <a href="https://wemakeit.com/projects/digitales-magazin-coup/show/news" target="_blank">«Coup» war gelandet</a>. Inzwischen stehen acht grosse Reportagen auf der Website. 400 Personen haben ein Abonnement. Zum Gründerteam sind die Journalistin Anna Miller und der Grafiker Konrad Mazanowski gestossen. «Im Januar ziehen wir eine erste Zwischenbilanz», sagt Pascal Sigg.</p>
<p><strong>Die andere Sicht</strong><br />
Die Geschichte von «Coup» ist in mehrfacher Hinsicht exemplarisch für verlagsunabhängige digitale Magazine. Viele entstanden, weil ihre Macherinnen und Macher mit der real existierenden Medienlandschaft unzufrieden waren. Das gilt auch für jenes Projekt, das derzeit am meisten von sich reden macht: <a href="https://project-r.construction/" target="_blank">«Project R»</a>. «Es ist Zeit, dass sich die Journalisten unabhängig machen und der Journalismus unabhängig von den Grossverlagen existieren kann», schreibt Constantin Seibt auf der Facebook-Seite von Project R. Der bekannte Noch-«Tages-Anzeiger»-Redaktor ist das Aushängeschild des geplanten Magazins. Er und Christof Moser, heute Reporter und Medienkritiker der «Schweiz am Sonntag», sind daran, sieben Millionen Franken Startkapital aufzutreiben. 3,5 Millionen seien bereits gesichert, schreibt der «Schweizer Journalist» in seiner Dezember-Ausgabe. Die Redaktion soll acht bis zehn Personen umfassen, denen «einigermassen branchenkonforme Löhne» bezahlt werden sollen. Losgehen soll es frühestens im Spätsommer 2017. Neben der Werbung sollen Abonnentinnen und Abonnenten das nötige Geld in die Kasse spülen. Gegenüber der Wochenzeitung WOZ <a href="http://www.woz.ch/-730f" target="_blank">hatte Seibt im Oktober gesagt</a>, Konzerne wie Tamedia würden sich zu «grossen Verteilstationen von Informationen und Waren» wandeln, was verheerende Folgen für den Journalismus, für Leserinnen und Leser und die Demokratie habe. Dem wolle das Projekt etwas entgegensetzen. Was genau, ist noch wolkig. «Grosse Schauplätze, grosse Debatten, verlässliche Argumente», und «entscheidende Fragen mit grossen Geschichten» werden die beiden Initianten im «Schweizer Journalist» zitiert.</p>
<p><a href="http://www.infosperber.ch/" target="_blank">«Infosperber»</a>, seit März 2011 im Netz, stört sich ebenfalls daran, dass sich die Zeitungen, Radio und Fernsehen zunehmend an Einschaltquoten und (sinkenden) Inserateeinnahmen orientieren. «Infosperber will diese Mainstream-Medien nicht konkurrenzieren, sondern sie ergänzen. Die Plattform setzt sich zum Ziel, allein nach gesellschaftlicher oder politischer Relevanz zu gewichten», steht in der Rubrik «über uns». Um Analysen und Hintergrund statt News und Kurzfutter geht es seit 2010 <a href="https://www.journal21.ch/" target="_blank">auch im «Journal 21»</a>. Dahinter stehen 80 erfahrene, viele davon pensionierte, namhafte Journalistinnen und Journalisten. «Wir richten uns an Leserinnen und Leser, die bereit sind, anspruchsvolle Texte zu konsumieren», schreibt Gründer Heiner Hug, ehemaliger Leiter der Tagesschau des Schweizer Fernsehens.</p>
<p><strong>Im Reich der Monopole</strong><br />
Regionale Zeitungsmonopole wirken ebenfalls als guter Nährboden, der digitale Medien spriessen lässt. In Basel bietet der Journalist Peter Knechtli seit 1998 mit seinen <a href="http://onlinereports.ch/" target="_blank">«Online Reports»</a> eine Alternative oder zumindest eine wichtige Ergänzung zur «Basler Zeitung». Das war damals eine Pioniertat, zumal als Online-Angebot. Dank Werbung und einem mit Spenden alimentierten Recherchierfonds hält sich Knechtli bis heute gut. Daran änderte sich auch nichts, als 2011 in Basel <a href="http://www.tageswoche.ch/" target="_blank">zusätzlich die «Tageswoche»</a> auf den Plan trat, eine digitale Zeitung mit einer gedruckten Ausgabe am Freitag. Der Hybrid war entstanden, nachdem die «Basler Zeitung» in Blochers Fahrwasser geriet und sie der SVP-Politiker schliesslich kaufte. Die «Tageswoche» wurde mit viel Geld der gleichzeitig gegründeten Stiftung für Medienvielfalt von Beatrice Oeri angeschoben und wird von ihr bis heute mitfinanziert.</p>
<p>Weil die Zeitungsvielfalt auch anderswo abnimmt, entstanden in jüngerer Zeit in verschiedenen Regionen digitale Alternativen. Im Reich von Hanspeter Lebruments Südostschweiz ist mit <a href="http://grheute.ch/" target="_blank">«GR heute»</a> seit September 2015 eine neue, unabhängige Stimme zu hören. In Bern gibt es das <a href="http://www.journal-b.ch/" target="_blank">«Journal B» (seit 2013)</a>, in Zug und Luzern <a href="http://www.zentralplus.ch/" target="_blank">«zentralplus.ch» (seit 2013)</a>. Urnerinnen und Urner können sich seit 2011 <a href="https://www.politcast-uri.ch/" target="_blank">auf «politcast-uri.ch»</a> Audiobeiträge anhören. Das <a href="https://tsri.ch/zh/" target="_blank">Stadtmagazin «tsüri.ch»</a> ist seit Januar 2015 online. Mit Texten, Videos und Ausgehtipps richtet es sich an ein junges, urbanes Publikum. Nach Meinung der Macher bestand für diese Zielgruppe eine Angebotslücke. Der Erfolg scheint die Diagnose zu bestätigen: Bis zu 30‘000 Menschen besuchen die Plattform monatlich.</p>
<p>«Für die Medienvielfalt sind die Online-Medien fraglos eine gute Sache», sagt die Medienjournalistin Bettina Büsser. Viele spielten auch als Ausbildungsredaktionen für junge Journalistinnen und Journalisten eine wichtige Rolle. Davon kann ein Magazin aber nicht leben. Genug Geld zu generieren, ist die grosse Herausforderung für die digitalen Medien. Es sei denn, sie betreiben Journalismus ehrenamtlich, was keine Seltenheit ist. Bei Infosperber, Journal 21 und einigen der regionalen Magazine, etwa «Journal B» in Bern, und Fachmedien arbeiten die Leute für Gottes Lohn. Die Magazine, die ihre Mitarbeitenden entlöhnen wollen, haben das Problem, dass Werbung, wie sie heute im Web funktioniert, auf so kleinen Seiten nichts hergibt, ausser ein verschandeltes Layout. Gleichzeitig zeigt sich die Leserschaft nur bedingt bereit, für das Gelesene zu bezahlen. Und Mäzene stehen auch nicht Schlange. Oft komme es zu einem Wettlauf, sagt Medienkennerin Bettina Büsser: «Reicht der Enthusiasmus so lange, bis genügend zahlende Abonnenten vorhanden sind?» Besonders in der Startphase spielten deshalb Stiftungen eine wichtige Rolle. «Ohne reiche Erben, die solche Projekte unterstützen, wäre die Landschaft ärmer.»</p>
<p><strong>Die vom Fach</strong><br />
Unübersichtlich artenreich ist die Population der digitalen Fachmedien. Unter den ersten, die den Evolutionsschritt vom Papier ins Netz machten, waren Magazine, die über die Kommunikationsbranche berichteten. Der <a href="http://www.kleinreport.ch/" target="_blank">Newsletter «Klein Report»</a> erscheint seit dem Jahr 2000. Gleich alt ist der <a href="http://www.persoenlich.com/" target="_blank">«persoenlich.com»</a>-Newsletter, die digitale Ergänzung des Hochglanzmagazins «persönlich». Jünger (seit 2011), analytischer und kritischer kommt die «Medienwoche» daher. Bei ihr gibt es keine täglichen News, sondern Hintergrundberichte, Analysen, Interviews und Meinung. Journalismus, aber auch Kunst, Musik und Dokumentarfilm werden im <a href="http://neulandmagazin.net/" target="_blank">Magazin «Neuland»</a> thematisiert. Es erscheint alle zwei Monate.</p>
<p>Was noch? Noch ganz ganze viel. Zum Beispiel <a href="https://tink.ch/" target="_blank">«Tink.ch»</a>: Das Online-Jugendmagazin feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. Es ist aus der Berner Kultur- und Stadtagenda «Youthguide» hervorgegangen und heute ein dreisprachiges Magazin mit Redaktionen in der ganzen Schweiz. Die Schreibenden sind junge Leute zwischen 15 und 30, die hier das journalistische Handwerk lernen. Oder <a href="https://www.swissmom.ch/" target="_blank">«swissmom.ch»</a>, das Fachmagazin rund ums Kinderkriegen und –haben, das dieses Jahr vom Verlegerverband einen Q-Award bekommen hat, obwohl der eigentlich Publikationen auf Papier vorbehalten ist. Oder «Das Lamm», das kritische Fragen zur Nachhaltigkeit stellt, oder «Saiten», das Ostschweizer Kulturmagazin, oder <a href="http://finews.ch/" target="_blank">«finews.ch»</a> und <a href="http://insideparadeplatz.ch/" target="_blank">«insideparadeplatz.ch»</a>, die Intimes aus der Schweizer Finanzbranche berichten, oder… Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Die grosse Vielfalt hat auch damit zu tun, dass Fachmagazine – egal ob digital oder analog – leichter zu Geld kommen, als thematisch breit aufgestellte Medien.</p>
<p><strong>Verkaufen, planen, organisieren</strong><br />
Wer jedoch einen weiten Winkel pflegen und davon leben will, muss sich was einfallen lassen. Bei «coup» zum Beispiel ist der Zeitpunkt nicht mehr fern, zu dem die Crowdfunding-Mittel zur Neige gehen. Jetzt muss wieder Geld her. Das bedeutet Klinken putzen bei Stiftungen und Privatpersonen, Bekanntheitsgrad und Abonnentenzahlen erhöhen, vielleicht einen Förderverein gründen. Also verkaufen, planen, organisieren: Machen sich Journalisten selbständig, müssen sie Dinge tun, um die sich vorher die Verlage kümmerten. «Coup»-Gründer Pascal Sigg hat damit kein Problem: «Ich finde das Unternehmerische spannend.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/">Überlebensübung in der Nische</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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