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	<title>Rainer Moritz | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Diskurs im Mittelmass</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lothar Struck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2014 10:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Safranski]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Ausgabe des «Literaturclub» ohne Moderator Stefan Zweifel bleibt mittelmässig und reibt sich in gegenseitigen Unterbrechungen auf. Es fragt sich, welcher renommierte Kritiker die Leitung dieser Sendung übernehmen wollen wird. Es ist schon ein Elend. Da gibt es seit Jahren eine eigentlich wunderbare Literatursendung im deutschsprachigen Fernsehen, in der von klugen Menschen über vier, <a href="https://medienwoche.ch/2014/06/26/diskurs-im-mittelmass/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Ausgabe des «Literaturclub» ohne Moderator Stefan Zweifel bleibt mittelmässig und reibt sich in gegenseitigen Unterbrechungen auf. Es fragt sich, welcher renommierte Kritiker die Leitung dieser Sendung übernehmen wollen wird.<br />
<span id="more-20403"></span><br />
Es ist schon ein Elend. Da gibt es seit Jahren eine eigentlich wunderbare Literatursendung im deutschsprachigen Fernsehen, in der von klugen Menschen über vier, fünf Bücher jenseits der ansonsten üblichen, marktschreierischen Attitüden seriös gesprochen wird. Und dann sind die Haare von Elke Heidenreich Aufmacher für einen <a href="http://www.blick.ch/people-tv/tv/schwere-vorwuerfe-ans-schweizer-fernsehen-elementarste-regeln-werden-nicht-ernst-genommen-id2935931.html">Bericht im «Blick»</a> zur Aufzeichnung der <a href="http://www.srf.ch/player/tv/literaturclub/video/literaturclub-vom-24-06-2014?id=dd75f8fd-53d8-4bb8-ad8b-daca3867472c">aktuellen Sendung</a>:</p>
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<p>Nach dem spektakulären wie lächerlichen <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/23/chancenlos/">Rauswurf von Stefan Zweifel</a> als Moderator des «Literaturclub» schaut also der Boulevard auf diese Sendung. Ein Boulevard, für den Literatur ein Appendix des Marktes ist, der sich nach dessen Regeln zu fügen hat. So ist es auch logisch, dass ein Rummelplatzdirektor wie Roger Schawinski die vermeintlich elitären Elemente, die Stefan Zweifel und seine Form von Literaturkritik unterstützen, <a href="http://www.persoenlich.com/beitrag/der-aufstand-der-literaturkritiker-318365">in den Orkus verbannen möchte</a>. Wo Qualität aus An- und Abschaltquoten definiert wird, ist kein Platz für unnütze Sachen wie Literatur.</p>
<p>Also jetzt Sendung 1 nach Zweifel. Rainer Moritz war als «Gast-Moderator» eingesprungen. Schon in den ersten beiden Sendungen unter Zweifels Ägide, im Herbst 2012, übernahm Moritz für den an den Stimmbändern erkrankten Rüdiger Safranski, was Moritz&#8216; launige Vorstellung von Safranski erklärt, er sei «heute bei bester Stimme». Fein säuberlich ausgewogen verteilte er seine Spitzen in der Einleitung. Alle Zitate seien dem Moderator «vorgelegt» worden und «zweifach geprüft». Und die «Disziplin des Bücherweitwurfs werden wir nicht ausüben heute Abend». Die Literatur stehe im Mittelpunkt und es ginge nicht darum, die Diskussion der letzten Wochen weiter zu «zerreden».</p>
<p>Dann begann die Runde mit einer Neuauflage von Erich-Maria Remarques «Im Westen nichts Neues». Als Heidenreich eine Passage aus dem Buch vorlesen wollte, begann sie mit: «Ich zitiere wörtlich». Vielleicht sagt man der studierten Germanistin mal, dass Zitate immer    «wörtlich» sind.</p>
<p>Schliesslich wandte man sich dann drei Neuerscheinungen zu. Die Diskussionen verliefen auf eher mittelmässigem Niveau. Als es bei Tomas Espedals «Wider die Natur» um einen älteren Mann ging, der ein Verhältnis mit einer wesentlich jüngeren Frau hatte, wurde Heidenreich schnell ein bisschen zotig. In der ganzen Sendung gelang es auch Rainer Moritz es nicht, Elke Heidenreich auf elementarste Dinge der Gesprächsführung zu vergattern. Sie unterbrach immer wieder Ausführungen ihrer Mitdiskutanten, besonders von Rüdiger Safranski. Die schüchterne Hildegard Keller wurde häufig einfach übersprochen. Moritz verfuhr mit Heidenreich gelegentlich ähnlich, um überhaupt einen Punkt zu machen.</p>
<p>Einmal allerdings, bei einer Lesung aus Georgi Gospodinovs «Physik der Schwermut» gab es einen schalkhaften Moment in der Lesung. Der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart las eine kurze Geschichte von zwei Freunden, die kein Geld haben, sich eine Eintrittskarte für einen Kinofilm zu kaufen. Dafür bieten sie auf der Strasse ein «Kino für Arme» an. Für zehn Prozent des Eintrittspreises erhalten denjenigen, die ebenfalls kein Geld für die Karte haben, die Zusammenfassung des Films in schriftlicher Form. Aus den Vorankündigungen zitierend und mit etwas Phantasie gehe das leicht, so einer der Protagonisten. Mit den Einnahmen könnte man danach dann ins Kino gehen und endlich den Film schauen. Wer auch immer diese Stelle ausgesucht hat – eine wunderbare Parabel auf den Betrieb im allgemeinen und eine teilnehmende Person in der Runde im speziellen.</p>
<p>Moritz hat seine Rolle als «Gast»-Moderator zu oft betont, als das dies die Lösung für den «Literaturclub» ab September sein könnte. Die Parität würde einen Moderator/eine Moderatorin aus der Schweiz fordern. Spontan fallen einem hier einige Namen ein, die dieser Sendung guttun würden, zum Beispiel Barbara Villiger Heilig, die schon in der Ära Radisch ab und an Gast war, oder Roman Bucheli. Aber ob sich ein renommierter Kritiker, eine renommierte Kritikerin nach dem aktuellen Desaster in diese «Schlangengrube» (Stefan Zweifel) begeben und mit einer <a href="https://medienwoche.ch/2014/06/10/nicht-oeffentlich-sprachlos-namenlos/">abgeschotteten, klandestinen Redaktion</a> zusammenarbeiten möchte, bleibt die Gretchenfrage.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/06/26/diskurs-im-mittelmass/">Diskurs im Mittelmass</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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