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	<title>Ralph Grosse-Bley | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>«Würden es wieder so machen»</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:19:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dürfen Medien Fotos von tödlich verunfallten Kindern zeigen? Der «Blick» hats getan. Prominent und grossformatig nach dem schweren Carunfall im Wallis von letzter Woche – und würde es wieder tun. «Blick»- Chefredaktor Ralph Grosse-Bley sagt, weshalb. Fratze des Boulevards, scheinheilige Betroffenheit, Grenzüberschreitung als Geschäftsprinzip oder schlicht: Arschloch-Journalismus. All dessen bezichtigen in den letzten Tagen Schweizer <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/03/blick_app.jpg" alt="" width="120" height="121" /> Dürfen Medien Fotos von tödlich verunfallten Kindern zeigen? Der «Blick» hats getan. Prominent und grossformatig nach dem schweren Carunfall im Wallis von letzter Woche – und würde es wieder tun. «Blick»- Chefredaktor Ralph Grosse-Bley sagt, weshalb.<br />
<span id="more-7319"></span><br />
Fratze des Boulevards, scheinheilige Betroffenheit, <a href="http://www.sonntagonline.ch/blog/496/" target="_blank">Grenzüberschreitung als Geschäftsprinzip</a> oder schlicht: <a href="https://twitter.com/#!/ugly_egli/status/180558626761613312/photo/1" target="_blank">Arschloch-Journalismus</a>. All dessen bezichtigen in den letzten Tagen Schweizer Journalisten ihre Kollegen vom «Blick».</p>
<p>Die Boulevardzeitung aus dem Hause Ringier hatte nach dem schweren Unfall eines Reisecars im Wallis, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder ums Leben kamen, mehrfach Fotos der verstorbenen Kinder gezeigt; am prominentesten am vergangenen Freitag auf der Titelseite. Dafür hagelte es nicht nur Kollegenschelte. Auch der Präsident des Presserats sieht <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/busunglueck/Das-geht-viel-zu-weit/story/21361644?dossier_id=1370" target="_blank">keinen «öffentlichen Informationswert»</a> in den Bildern. Und schliesslich meldete sich die flämische Medienministerin Ingrid Lieten zu Wort und fand zur «Blick»-Berichterstattung: «Das geht viel zu weit.»</p>
<p>Bisher nicht öffentlich zu Wort gekommen ist jene Person, die den kritisierten Bilderreigen letztlich zu verantworten hat: «Blick»-Chefredaktor Ralph Grosse-Bley. Gegenüber der MEDIENWOCHE wollte er sich nicht äussern. Stattdessen bot uns die Ringier-Medienstelle an, ein Kurzinterview zu übernehmen, das <a href="http://www.ringier.com/de/node/1967" target="_blank">Kommunikationsleiter Edi Estermann</a> mit Grosse-Bley geführt und am letzten Freitag im Intranet von Ringier veröffentlicht hat.</p>
<p>Weil wir die Aussagen des «Blick»-Chefs für aufschlussreich und relevant halten, haben wir uns entschieden, das kurze Gespräch zu dokumentieren, obwohl wir die Fragen nicht selbst stellen konnten.</p>
<p><strong>Edi Estermann: Die flämische Medienministerin hat die Berichterstattung über das schlimme Busunglück im Wallis kritisiert. Nur weil Bilder im Internet verfügbar seien, dürften diese noch lange nicht verwendet werden. Der Blick hat Bilder von Opfern gebracht &#8211; sind Sie damit zu weit gegangen?</strong><br />
Ralph Grosse-Bley: Schauen Sie, um dieser Tragödie ein Gesicht zu geben, um sie fassbar zu machen, kann man nicht einfach nur bloss einen Tunnel, einen zerstörten Bus und eine Pannen-Nische zeigen. 22 tote Kinder &#8211; das ist keine Zahl, das ist eine Katastrophe. Die Bilder von Menschen, von Betroffenen, machen das Ausmass des Dramas wenigstens ansatzweise fassbar. Das war auch beim Breivik-Amoklauf in Norwegen so. Auch damals gingen die Fotos der Getöteten um die Welt.</p>
<p><strong>Estermann: Der Präsident des Presserates kritisierte konkret und ganz explizit Berichte des Blick, insbesondere jenen vom Freitag, 16. März, mit dem verunglückten Mädchen Emma auf der Titelseite. Zu Recht?</strong><br />
Grosse-Bley: Wer den berührenden Artikel über Emma und auch über Andrea, die die Tragödie auf wundersame Weise überlebt hat, gelesen hat, erkennt, dass wir mit einem Team vor Ort in Belgien sind. Wir haben den Vater von Emma getroffen, mit dem Opa von Andrea gesprochen. Beide haben der Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt, uns selbst Fotomaterial zur Verfügung gestellt. Unser Team in Belgien und auch im Newsroom hat ganz hervorragende Arbeit geleistet und sich absolut nichts vorzuwerfen. Wenn der Presserat das anders sieht, dann kann ich das nicht nachvollziehen.</p>
<p><strong>Estermann: Würden Sie in einer vergleichbaren Situation wieder so entscheiden?</strong><br />
Grosse-Bley: Ich hoffe sehr, dass es kein vergleichbares Unglück geben wird &#8211; aber wenn doch: Ja! Wir machen den Blick für unsere Leserinnen und Leser, die enorm Anteil nehmen am Schicksal der Opfer von Siders. Wir machen die Zeitung nicht für den Presserat und die Medien-Journalisten der Konkurrenz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/">«Würden es wieder so machen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie man in den Wald ruft …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 14:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ralph Grosse-Bley]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>… so schallt es heraus. Und diesmal schallt es laut und schrill: Morddrohungen und öffentliche Verleumdungen gegen drei Blick-Journalisten. Das Blatt nennt es eine «beispiellose Hetzkampagne». Doch von nichts kommt nichts. In den letzten Tagen erhielten mehrere Blick-Journalisten Morddrohungen. Unbekannte legten ihnen tote Fische in die Briefkästen, verunglimpften sie öffentlich als Kinderschänder und suchten sie <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/12/wie-man-in-den-wald-ruft/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/12/wie-man-in-den-wald-ruft/">Wie man in den Wald ruft …</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/11/fussball.jpg" alt="" width="120" height="116" /> … so schallt es heraus. Und diesmal schallt es laut und schrill: Morddrohungen und öffentliche Verleumdungen gegen drei Blick-Journalisten. Das Blatt nennt es eine «beispiellose Hetzkampagne». Doch von nichts kommt nichts.<br />
<span id="more-28941"></span><br />
In den letzten Tagen erhielten mehrere Blick-Journalisten <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/morddrohungen-gegen-blick-reporter-186813" target="_blank">Morddrohungen</a>. Unbekannte legten ihnen tote Fische in die Briefkästen, verunglimpften sie öffentlich als Kinderschänder und suchten sie per Steckbrief als (Ruf)mörder. Das sind strafbare Handlungen, wenn ein Gericht das so beurteilt. Werden die Täter gefasst, müssen sie mit einer Strafe rechnen.</p>
<p>Doch grundlos fand der Fisch nicht in den Briefkasten und der Steckbrief nicht an die Hauswand. Hier folgt eine Hetzkampagne auf die andere Hetzkampagne – jene gegen die Blick-Journalisten als Reaktion auf die Kampagne gegen den «Petarden-Trottel». Ein FCZ-Anhänger der sich mit einem Feuerwerkskörper drei Finger weggesprengt hat, dient als Sündenbock für eine Fehlentwicklung für die es keine Patentlösung gibt. Doch genau das suggeriert das Boulevardblatt: Wenn wir ein Exempel statuieren, dann wird alles besser.</p>
<p>Ein «Trottel» mag Johann B. tatsächlich sein – solange die Titulierung für Dummkopf steht. Schliesslich war es dumm (und in der Folge auch gefährlich), was der Fussballfan vor dem Spiel in Rom angestellt hatte. Für Blick aber ist ein Trottel nicht nur dumm, sondern auch vogelfrei. Sportreporter Benny E. breitet Detail um Detail aus dem Privatleben und dem persönlichen Umfeld von Johann B. aus. Alles Angaben, die mit der mutmasslichen Straftat im Stadion nichts zu tun haben und deshalb auch nicht von öffentlichem Interesse sind.</p>
<p>Umso überraschender, dass Medienrechtler Peter Studer diesem Vorgehen – wohl wider besseren Wissens – <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2011_44/schweiz/110631/Die-Trottel-Kampagne.htm" target="_blank">seinen Segen erteilt</a>: Solange der junge Mann und dessen Angehörige nicht identifiziert werden können, sei die Berichterstattung medienrechtlich wohl unbedenklich. Das Gegenteil ist der Fall. Der bürgerliche Name von Johann B. lässt sich leicht ergoogeln, ebenso sein Arbeitgeber, den <a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/fc-zuerich/sein-vater-ist-schul-psychologe-186538" target="_blank">Beruf des Vaters</a> nennt Blick, zur Bürotelefonnummer findet man mit einem Klick und die Nennung der Automarke der Eltern dient einzig dazu, die Personen zu identifizieren.</p>
<p>Eine Rüge des Presserats würde <a href="https://docs.google.com/document/d/1Jx6Z9Piv3R10K7lqUKIaQNkhQAbDSkcPIYfmEbKpWTQ/edit" target="_blank">nicht überraschen</a>. Für den Blick wäre das ein Routinevorgang. Schliesslich ist das Blatt auf Verstösse gegen die <a href="http://www.presserat.ch/12980.htm" target="_blank">Ziffer 7</a> der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» (Privatsphäre) <a href="http://www.presserat.ch/25590.htm" target="_blank">abonniert</a>. Aber was kümmert das die Boulevardzeitung. Schliesslich gehören Grenzüberschreitungen zum Geschäft. Der teuerste Rufmord war jener an <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?id=736&amp;detail=true" target="_blank">Thomas Borer</a>. Mit einem Schmerzensgeld in mutmasslicher Millionenhöhe und einer öffentlichen Entschuldigung kaufte sich der Verlag von der Klage Borers frei.</p>
<p>Borer konnte sich wehren. Er tat dies mit den Mitteln des Rechtsstaats. Die unbekannten Rächer für Johann B. tun das nicht. Sie haben Grenzen überschritten. Aber für jede Wirkung gibt es eine Ursache. Wenn der Blick tatsächlich in Sorge um den Fussball handelt, was er als Motiv für die Hetzkampagne nennt, dann würde er es nicht darauf anlegen, den sicheren Zorn eines zentralen Akteurs in dieser leidigen Debatte auf sich zu ziehen.</p>
<p>Derweil gibt Blick-Chefredaktor Ralph Grosse-Bley die Durchhalteparole aus: «Wir werden nicht aufhören, Druck auszuüben.» Das klingt ganz nach Kontinuität in der Berichterstattung. Blick dreht wissentlich und willentlich an der Eskalationsspirale.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/12/wie-man-in-den-wald-ruft/">Wie man in den Wald ruft …</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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