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	<title>Religion | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Mar 2021 13:20:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Pfarreiblätter haben Zukunft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/19/pfarreiblaetter-haben-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 13:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 20 Jahren ist Eugen Koller für Layout und Inhalt des «Pfarreiblattes Uri Schwyz» verantwortlich. Er kennt die Herausforderungen für kirchliche Publikationsorgane. Und er ist überzeugt, dass es sie auch künftig brauchen wird.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 20 Jahren ist Eugen Koller für Layout und Inhalt des «Pfarreiblattes Uri Schwyz» verantwortlich. Er kennt die Herausforderungen für kirchliche Publikationsorgane. Und er ist überzeugt, dass es sie auch künftig brauchen wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/19/pfarreiblaetter-haben-zukunft/">Pfarreiblätter haben Zukunft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Religions-Exodus im Radio: «SRF opfert das Innerste der Substanz»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/15/religions-exodus-im-radio-srf-opfert-das-innerste-der-substanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 13:42:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beliebte Religionssendungen von Radio SRF sollen gestrichen werden. Das kritisiert der ehemalige DRS-2-Programmleiter Arthur Godel. «Der Protest wird etwas bringen», sagt er über eine Online-Petition mit über 1300 Unterschriften.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Beliebte Religionssendungen von Radio SRF sollen gestrichen werden. Das kritisiert der ehemalige DRS-2-Programmleiter Arthur Godel. «Der Protest wird etwas bringen», sagt er über eine Online-Petition mit über 1300 Unterschriften.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/15/religions-exodus-im-radio-srf-opfert-das-innerste-der-substanz/">Religions-Exodus im Radio: «SRF opfert das Innerste der Substanz»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Kahlschlag bei SRF verhindern»: Christen, Juden, Muslime und Aleviten starten Online-Petition</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/15/kahlschlag-bei-srf-verhindern-christen-juden-muslime-und-aleviten-starten-online-petition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 13:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die wichtigsten Religions-Radiosendungen von SRF sollen wegfallen: «Blickpunkt Religion» und «Zwischenhalt». Dagegen wehren sich Christen, Juden, Muslime und Aleviten mit einer Online-Petition. Sie sehen den Konzessionsauftrag der SRG verletzt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/15/kahlschlag-bei-srf-verhindern-christen-juden-muslime-und-aleviten-starten-online-petition/">«Kahlschlag bei SRF verhindern»: Christen, Juden, Muslime und Aleviten starten Online-Petition</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wichtigsten Religions-Radiosendungen von SRF sollen wegfallen: «Blickpunkt Religion» und «Zwischenhalt». Dagegen wehren sich Christen, Juden, Muslime und Aleviten mit einer Online-Petition. Sie sehen den Konzessionsauftrag der SRG verletzt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/15/kahlschlag-bei-srf-verhindern-christen-juden-muslime-und-aleviten-starten-online-petition/">«Kahlschlag bei SRF verhindern»: Christen, Juden, Muslime und Aleviten starten Online-Petition</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die neuen Grenzen der Gotteslästerung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/11/09/die-neuen-grenzen-der-gotteslaesterung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 13:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verspottung von religiösen Glaubensinhalten soll nicht mehr unter Strafe stehen, fordern Freidenker. Sie wollen den Strafartikel 261 abschaffen. Welche Erfahrungen macht der «Nebelspalter» mit religiöser Satire?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verspottung von religiösen Glaubensinhalten soll nicht mehr unter Strafe stehen, fordern Freidenker. Sie wollen den Strafartikel 261 abschaffen. Welche Erfahrungen macht der «Nebelspalter» mit religiöser Satire? </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/09/die-neuen-grenzen-der-gotteslaesterung/">Die neuen Grenzen der Gotteslästerung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ein Symbol, das sie nie werden wollten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/19/ein-symbol-das-sie-nie-werden-wollten-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2015 13:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Cabu]]></category>
		<category><![CDATA[Emil]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Loriot]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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		<category><![CDATA[Charlie Hebdo]]></category>
		<category><![CDATA[Wolinski]]></category>
		<category><![CDATA[Luz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Charlie Hebdo ist zum Symbol geworden: Hier zum Sinnbild für die Pressefreiheit, dort verkörpert das Blatt die Verunglimpfung des Islam. Eine doppelte Tragik für die mörderisch dezimierte Redaktion: Neben dem schmerzhaften Verlust ihrer Kollegen hat sie auch die Definitionsmacht über das eigene Schaffen verloren. Zeigen oder nicht zeigen? Die Abbildung des Titelblatts der aktuellen Charlie-Hebdo-Ausgabe <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/19/ein-symbol-das-sie-nie-werden-wollten-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Charlie Hebdo ist zum Symbol geworden: Hier zum Sinnbild für die Pressefreiheit, dort verkörpert das Blatt die Verunglimpfung des Islam. Eine doppelte Tragik für die mörderisch dezimierte Redaktion: Neben dem schmerzhaften Verlust ihrer Kollegen hat sie auch die Definitionsmacht über das eigene Schaffen verloren.<br />
<span id="more-22720"></span><br />
Zeigen oder nicht zeigen? Die Abbildung des Titelblatts der aktuellen Charlie-Hebdo-Ausgabe entwickelte sich zur Glaubensfrage. Redaktionen und Journalisten verwendeten viel Zeit und Energie darauf, ihren Entscheid zu verteidigen. Egal, wie sie sich auch entschieden haben: Die Fokussierung auf eine einzelne Seite reduziert eine <a href="http://www.ina.fr/contenus-editoriaux/articles-editoriaux/charlie-hebdo-son-histoire/" target="_blank">bewegte, rund fünfzigjährige Mediengeschichte</a> auf ein einziges Blatt.</p>
<p>Die wenigen Ausnahmen, wo sich Journalisten die Mühe genommen haben, die Bedeutung der linken Satirezeitschrift verständlich zu machen, bestätigen nur die Regel, wonach Charlie Hebdo als islam- oder allgemeiner: religionsfeindliche Publikation dargestellt wurde. Nach der Mordtat verstellt der Islam-Filter den Blick auf den publizistischen Facettenreichtum des Satireblatts. Damit spielt man das Spiel der islamistisch inspirierten Attentäter und <span style="font-size: 13px;">verrät letztlich die Ideale derer, für die man zu kämpfen vorgibt.</span></p>
<p>Die Macher von Charlie Hebdo wehren sich gegen jegliche Lesart ihrer Zeichnungen als Symbole. «Wir tragen auf unseren Schultern eine symbolgeladene Last, die es so in unseren Zeichnungen nie gab», beklagt sich der überlebende Redaktor und Zeichner Renald Luzier alias Luz. Charlie wehre sich gegen diese Symbolik. «Wir arbeiten immer an konkreten Punkten und befassen uns mit spezifischen Fragen», erklärt Luz <a href="http://www.lesinrocks.com/2015/01/10/actualite/luz-eyes-us-weve-become-symbol-11545347/" target="_blank">im Gespräch mit «Les Inrockuptibles»</a>.</p>
<p>Ausserhalb Frankreichs krankt die Berichterstattung an einem grossen Miss- und noch grösseren Unverständnis. Was ist überhaupt Charlie Hebdo? Nur wenige Medien haben sich die Mühe und Zeit genommen, ihrem Publikum zu erklären, welche Rolle die Zeitschrift seit ihrer Gründung 1970 in Frankreich spielt. Während Medien seitenweise die Biografien und mögliche Motive der Täter ausbreiten, bleiben die Opfer erstaunlich blass. So durchtrennt die Schweiz einen Charlie-Graben: In der Westschweiz, wo die Satirezeitung und ihre Macher als Figuren des öffentlichen Lebens bekannt sind, veröffentlichten die Medien grosse Nachrufe und Porträts der Ermordeten. In der Deutschschweiz dagegen bleibt es bei vergleichsweise bescheidenen Erklärungsansätzen, die sich vor allem auf die letzten Jahre konzentrierten.</p>
<p>Den wohl besten Schlüssel für das Verständnis von Charlie Hebdo gab einem Nils Minkmar, Europa-Kulturkorrespondent der FAZ, in die Hand. Der deutsch-französischer Doppelbürger <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/schuesse-bei-charlie-hebdo-galten-einem-prinzip-13363082-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2" target="_blank">beschreibt eindrücklich</a>, wie Charlie Hebdo in der Biografie Heranwachsender in Frankreich bald einmal auf Asterix &amp; Obelix folgt: «Kaum hat der brave französische Junge alle Asterixhefte durch und das Ideal der wildschweinseligen Subversion am römischen Imperium verinnerlicht, reicht ihm etwa der Grossvater einen Stapel satirischer Hefte, und darin ist der wahre Zaubertrank.»</p>
<p>Die Charlie-Macher begleiten Millionen von Franzosen von Kindesbeinen auf. Ihr Wirkungskreis ist viel grösser, als die bescheidene Auflage der Zeitung einen glauben lassen könnte. Die meisten Zeichner und Redaktoren bewegen sich noch auf anderem Parkett und veröffentlichen in befreundeten Publikationen. Cabu wiederum, der Zeichner mit der lustigen Frisur, präsentierte während zehn Jahren die Kinderfernsehsendung <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WNBTCayvqt8" target="_blank">«Récré A2»</a>. Wolinski veröffentlichte zahlreiche Comic-Bände. Luz tritt als DJ auf, so auch schon an Festivals in der Westschweiz.</p>
<p>Als hätte man in Deutschland Loriot ermordet, versuchte <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/kolumne-mon-berlin-als-haette-man-in-deutschland-loriot-ermordet/11210012.html" target="_blank">eine Autorin im Berliner Tagesspiegel</a> die Bedeutung des Anschlags für Nicht-Franzosen einzuordnen. In der Schweiz wäre es Emil.</p>
<p><a href="https://www.flickr.com/people/guerric/?rb=1" target="_blank">Bild: Flickr/Guerric (CC BY-SA 2.0) </a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/19/ein-symbol-das-sie-nie-werden-wollten-2/">Ein Symbol, das sie nie werden wollten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Medien beissen in den magischen Apfel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/05/medien-beissen-in-den-magischen-apfel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Lusensky]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 10:08:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Döpfner]]></category>
		<category><![CDATA[1976]]></category>
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		<category><![CDATA[Kult]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Apple ist zur kulturellen Ikone geworden, zum Sinnbild für den heutigen Zeitgeist. Der Computerhersteller und Unterhaltungskonzern ist die moderne Religion, die trotz des Rücktritts ihres Gralshüters Steve Jobs ihre Magie – sicher noch eine Weile – bewahren wird; eine Magie, der auch Medienunternehmen nicht widerstehen können. Im April vor einem Jahr sagte Matthias Döpfner, Konzernchef <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/05/medien-beissen-in-den-magischen-apfel/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Apple ist zur kulturellen Ikone geworden, zum Sinnbild für den heutigen Zeitgeist. Der Computerhersteller und Unterhaltungskonzern ist die moderne Religion, die trotz des Rücktritts ihres Gralshüters Steve Jobs ihre Magie – sicher noch eine Weile – bewahren wird; eine Magie, der auch Medienunternehmen nicht widerstehen können.<br />
<span id="more-28914"></span><br />
Im April vor einem Jahr sagte Matthias Döpfner, Konzernchef von Axel Springer, <a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10952" target="_blank">in der Charlie Rose Talkshow</a> am US-Fernsehen über den iPad, Apples jüngste Erfindung: «Jeder Verleger sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet.»</p>
<p>Döpfners Begeisterung für Apple brachte ihn bereits 2008 dazu, die Arbeitsplätze des gesamten Axel Springer-Konzerns <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j2oGlC9aXB4" target="_blank">mit iMacs und MacBooks auszustatten</a>. Axel Springer stieg damit zum zweitgrössten Mac-User nach Google auf. Döpfners Bonmot brachte zum Ausdruck, dass Apple weit mehr ist als die Summe seiner Produkte. Hier geht es nicht mehr nur um Faszination, sondern vielmehr um Anbetung.</p>
<p>Neuere Forschungen zeigen, dass die Marke Apple dieselben Zonen im Gehirn ihrer Anhänger aktiviert, wie bei Leuten mit tiefen religiösen Überzeugungen. Apple trägt heute viele Züge einer modernen Religion, in deren Produkte die Anhänger  ihre Wünsche und Sehnsüchte projizieren. Steve Jobs erscheint dabei wie der Gralshüter, der seiner Gemeinde die Gebote der Kommunikation auf einer Tafel, dem iPad, überbringt.</p>
<p>Doch vergangene Woche trat Jobs als CEO von Apple zurück. Es bleibt die Frage, wie die weltweit höchstbewertete Marke ohne ihren charismatischen Leader weiter wachsen soll. Wie nur wenige Firmen heutzutage verkörpert Apple die Psychologie und die Visionen ihres Gründers. Jobs ist sprichwörtlich das Synonym für Apple.</p>
<p>Apple brachte beim Start 1976 Emotionen in die kalte, technokratische und von IBM dominierte Welt der Computertechnologie. Die Produkte entsprachen einem grundlegenden archetypischen menschlichen Bedürfnis nach Einfachheit und Ordnung. Der Claim «think different» bezog sich dabei auf die liberale Vision des menschlichen Kreativpotentials, das von der Gegenkultur der späten 60-er Jahre und ihrer Revolte gegen die bürokratischen Autoritäten inspiriert war.</p>
<p>Apple war für Jobs von Anbeginn an nicht bloss eine Firma, sonderm ein persönlicher Kreuzzug. Wie seine Miteiferer der Gegenbewegung wollte er die Welt verändern und zwar durch den Markt und die Befreiung der Computertechnologie für die Massen, indem er seine Firmenmythologie vorantrieb.</p>
<p>Die Kraft der Mythologie, sei sie mit der Religion oder aber wie im Falle von Apple mit einem kommerziellen Unternehmen verbunden, besteht darin, dass sie als unbewusste Wahrheit von Menschen gelebt wird, die an sie glauben. Apple stellt schöne und hochwertige Produkte her, keine Frage. Doch das Marketing der Firmenmythologie, die mit Jobs’ eigener Persönlichkeit verknüpft ist, lässt das Unternehmen wie kaum eine andere Firma zur kulturellen Ikone werden.</p>
<p>Von Anfang an hat sich diese Mythologie rund um den Gedanken «wir gegen die anderen» gebildet. Jobs, Apple und seine User fungieren darin als authentische Antihelden, die erfolgreich gegen die Elite und gegen die anonymen Massen rebellieren. Das wurde in der legendären TV-Werbung <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8">«1984»</a> für den ersten Macintosh-Computer (eine symbolische Attacke gegen IBM) und später durch die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4oAB83Z1ydE">«Think different»-Kampagne</a> brillant inszeniert: Apple als Rebell neben Legenden wie Albert Einstein, Bob Dylan oder Martin Luther King Jr.</p>
<p>Diese Aussenseiterperspektive, durch Jobs personifiziert, auf Apple projiziert und uns als Kunden kommuniziert, berührte eine tiefe Seite im gesellschaftlichen Kollektiv, wo Werte wie Selbstbefreiung und individueller Lifestyle sich während der 80er und 90er Jahre rapide ausbreiteten.</p>
<p>Heute ist diese Mythologie nach wie vor lebendig, doch Jobs und Apple haben schon längst auf ein verstärkt archaisches Niveau gewechselt. Das spielt auf die sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Participation_mystique">«Participation mystique»</a> an, ein Begriff, den ursprünglich der französische Sozialanthropolge Lucien Lévy-Bruhl geprägt hat und die magische Identifikation von Naturvölkern mit ihren Gegenständen, ihren Fetischen, beschreibt. Genau diese Identifikation findet heute zwischen Apple und seinen Fans statt.</p>
<p>Nach seiner Rückkehr 1997 als  Apple-CEO startete Jobs das, was als post PC-Ära in die Geschichte einging. Der iMac, der iPod, das iPhone und der iPad, führte Apple auf komplett neue Felder der Unterhaltungselektronik. Ein neues Design und eine brandneue Mythologie wurden geschmiedet mit einem betonten Fokus auf das Marketing seines stärksten Vorzuges, der Marke Apple.</p>
<p>Das zugrundeliegende Gerüst dieser revidierten Mythologie war erneut die Person von Jobs selber und die Gegenkultur, die ihn geformt hatte. Doch «Being different» war Jobs, seinem Unternehmen und seinen Anhängern nicht mehr genug. Wonach sie sich in der schnell sich verändernden Welt sehnten, war der höchste Punkt in der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bedürfnispyramide"> Maslowschen Hierarchie der Bedürfnisse</a>: Das Bedürfnis nach Transzendenz.</p>
<p>Dieses spirituelles Bedürfnis nach Sinn, projizieren wir gemäss dem US-amerikanischen Technologie- und Wissenschaftshistoriker David Franklin Noble heute auf unsere technischen Kommunikationsinstrumente, die wir ständig mit uns führen. Jobs und Apple hatten damit Clarks Gesetz verstanden, das besagt, dass jegliche Technologie magisch wird, wenn sie fortschrittlich und ausgereift genug ist.</p>
<p>Eine simple Berührung mit Zeigefinger und Daumen und wir überschreiten Raum, Zeit und unsere banale Alltagsrealität und flüchten uns in die Fantasiewelten aus Information, Unterhaltung und Kommunikation. Die Kraft, die uns zu den Objekten hinzieht, ist magisch und Apple verwandelte sich symbolisch in ein Gefäss für die Projektionen des kollektiven Unbewussten, für dessen Suche nach Identität, nach Sinn und nach dem Göttlichen.<br />
Die spirituelle Essenz dieses Mythos zeigt sich im Wortgebrauch in den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GkMIOgrqIb8">Keynote-Referaten</a>, in den <a href="http://www.ilounge.com/index.php/news/comments/new-iphone-print-ad-debuts/">Werbebotschaften</a> bis hin zur Architektur der <a href="http://www.apfelnews.eu/wp-content/uploads/2009/02/apple_store_fith.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Apple Stores</a>.</p>
<p>Anderthalb Jahre nach dem euphorischen Kniefall von Springer-CEO Döpfner vor Steve Jobs, sind die Verleger der grossen Zeitungshäuser über das Rettungspotential des iPad für ihre Branche ernüchtert. Die restriktive Politik des Konzerns aus dem kalifornischen Cupertino hat soeben dazu geführt, dass die renommierte Financial Times den App Store verliess. Dennoch ist die Magie der Apple-Produkte bei der Fangemeinde und selbst bei Springerchef Döpfner ungebrochen.</p>
<p>Simsalabim: Jobs der Magier, wedelte ein letztes Mal mit seinem Zauberstab und verschwindet. Wie ein Wunder verwandelte er sich selbst und die Welt in einen Apfel und lässt die Bühne leer zurück. Wir sind alleingelassen, und bleiben verzaubert durch die Objekte, nach denen wir uns sehnen.</p>
<p><em>Übersetzt aus dem Englischen und bearbeitet: René Worni</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/05/medien-beissen-in-den-magischen-apfel/">Medien beissen in den magischen Apfel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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