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	<title>Rudeljournalismus | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Die Ameisenmühle oder die selektive Wahrnehmung der Massenmedien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/11/16/die-ameisenmuehle-oder-die-selektive-wahrnehmung-der-massenmedien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2015 21:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rudeljournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>War da was in Griechenland? Was macht eigentlich Sepp Blatter? Gab es einen TGV-Unfall mit zehn Toten? Alles kein Thema in den Medien. Mega-Ereignisse, wie jetzt gerade die Attentate von Paris, vernebeln das Erinnerungs- und Beobachtungsvermögen. Warum das so ist, beschreibt unser Autor mit einer Parabel aus dem Tierreich.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>War da was in Griechenland? Was macht eigentlich Sepp Blatter? Gab es einen TGV-Unfall mit zehn Toten? Alles kein Thema in den Medien. Mega-Ereignisse, wie jetzt gerade die Attentate von Paris, vernebeln das Erinnerungs- und Beobachtungsvermögen. Warum das so ist, beschreibt unser Autor mit einer Parabel aus dem Tierreich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/11/16/die-ameisenmuehle-oder-die-selektive-wahrnehmung-der-massenmedien/">Die Ameisenmühle oder die selektive Wahrnehmung der Massenmedien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Transparenz allein reicht nicht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/03/10/transparenz-allein-reicht-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 08:52:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Dieser Grundsatz zieht sich durch die gesamte Schweizer Agrarpolitik. Dass kein Schwein durchblickt, ist ganz im Interesse der Behörden. Doch das hat Folgen für den Journalismus. Darum sollten sich Medienschaffende nicht nur für mehr Transparenz in der Verwaltung einsetzen, sondern auch für einfachere Gesetze und Reglemente. Die Schweizer <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/10/transparenz-allein-reicht-nicht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Dieser Grundsatz zieht sich durch die gesamte Schweizer Agrarpolitik. Dass kein Schwein durchblickt, ist ganz im Interesse der Behörden. Doch das hat Folgen für den Journalismus. Darum sollten sich Medienschaffende nicht nur für mehr Transparenz in der Verwaltung einsetzen, sondern auch für einfachere Gesetze und Reglemente.<br />
<span id="more-18480"></span><br />
Die Schweizer Agrarpolitik ist kompliziert. Und sie wird mit jeder Agrarreform noch komplizierter. Wer sich nicht total auf agrarpolitische Themen spezialisiert, hat wenig Chancen das System überhaupt zu durchschauen. Kein Wunder sind die Medienschaffenden für jede Kritik dankbar, die ihnen zugetragen wird. Leider führt aber genau dieser Fokus auf ein paar kritische Stimmen – in aller Regel von Interessenvertretern – bei allen agrarpolitischen Fragen zu einer Art Rudeljournalismus: <span style="font-size: 13px;">Alle hetzen in dieselbe Richtung und bellen einander nach.</span></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Weil dieser Effekt quasi systembedingt ist, nenne ich ihn «behördeninduzierten Rudeljournalismus». Ich gehe davon aus, dass den Behörden dieser Effekt bewusst ist. Ich wage sogar zu behaupten, dass sie froh darüber sind. In der Vergangenheit haben nämlich meistens die diejenigen vom Rudeljournalismus profitiert, die diese neuen Vorschriften-Geschwüre in die Welt setzten und damit eigene und fremde Arbeitsplätze sicherten: Die Behörden und Bürolisten.</span></p>
<p>Natürlich ist Rudeljournalismus nicht nur negativ, im Rudel ist man ja auch stark. Problematisch finde ich nur, dass die Richtung, in die sich ein Rudel bewegt, sehr einfach mit selektiv gestreuten Informationen gesteuert werden kann. <a href="http://www.focus-ap-pa.ch/" target="_blank">Die Agrarreform 14-17</a> bot viel Anschauungsmaterial dazu. Da wurde die Reform als Stärkung der Berglandwirtschaft verklärt – obwohl im Berggebiet der grösste Rückgang an Betrieben prognostiziert wird.</p>
<p>Graslandbasierte Produktionssysteme wurden in den Himmel gelobt – obwohl dieses Gras auch aus importiertem Heu oder von Kunstwiesen auf Äckern bestehen kann. Darüber, dass manche Bauern in Folge der neuen Agrarpolitik mehr Tiere halten müssen als früher, um in den Genuss von Direktzahlungen zu kommen, schrieb praktisch niemand. Das merkte ohnehin nur, wer sich intensiv mit der komplexen Materie befasste. Weil dazu kaum jemand Zeit hat, bellte das Medienrudel brav in die behördlich gewünschte Richtung.</p>
<p>Ich finde das irgendwie verrückt. Denn es gibt so viele Journalistinnen und Journalisten, die sich für <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/" target="_blank">mehr Transparenz</a> in der Bundesverwaltung einsetzen und versuchen Licht ins Dunkel der Behörden zu bringen. Das ist gut und richtig. Genauso wichtig wäre jedoch ein Kampf für einfache, für Bürgerinnen und Journalisten nachvollziehbare Vorschriften. In der Agrarpolitik ist das Potenzial dazu riesig – in anderen Bereichen ist das vermutlich ähnlich. Vielleicht sollten wir als Rudel auch einmal in diese Richtung jagen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/10/transparenz-allein-reicht-nicht/">Transparenz allein reicht nicht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die Rechnung für die Panikmache</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 09:35:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>
		<category><![CDATA[Sprossen]]></category>
		<category><![CDATA[Thessa]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Panikmache]]></category>
		<category><![CDATA[Rudeljournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC]]></category>
		<category><![CDATA[Gurken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ungenutzte Impfdosen gegen die Schweinegrippe, Erwerbsausfälle bei Gemüseproduzenten wegen EHEC, Polizeieinsätze bei Facebook-Partys: Medien, die mit ihrer Berichterstattung Hysterie schüren, erzeugen Kosten &#8211; immer häufiger werden diese von der Allgemeinheit getragen. Viele Medien handeln genau so wie die von ihnen so gerne kritisierten Banken: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Konfrontiert man sie mit dem Vorwurf, sie <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/">Die Rechnung für die Panikmache</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ungenutzte Impfdosen gegen die Schweinegrippe, Erwerbsausfälle bei Gemüseproduzenten wegen EHEC, Polizeieinsätze bei Facebook-Partys: Medien, die mit ihrer Berichterstattung Hysterie schüren, erzeugen Kosten &#8211; immer häufiger werden diese von der Allgemeinheit getragen.<br />
<span id="more-28889"></span><br />
Viele Medien handeln genau so wie die von ihnen so gerne kritisierten Banken: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Konfrontiert man sie mit dem Vorwurf, sie hätten einen Anteil an den durch immer neue Hysterien verursachten Kosten für die Allgemeinheit, so streiten sie alles ab:</p>
<ul>
<li>Schuld an den Kosten für die Schweinegrippe-Impfdosen, die ungenutzt das Ablaufdatum überschritten haben, sind nicht die Medien, die über Wochen hinweg Panik geschürt haben, sondern die Behörden, die sich verpflichtet sahen, die Bevölkerung zu schützen und aufgrund dieses Drucks der Pharmaindustrie enorme Mengen an Impfstoffen abkaufte. (<a href="http://www.bildblog.de/13615/schweinegrippe-arbeiten-an-der-hysterie/">Beispiel</a>)</li>
<p></p>
<li>Schuld an den Verkaufsausfällen bei den Gurken und den Sprossen, die kurzzeitig in Verdacht waren, EHEC-Erkrankungen auszulösen, sind nicht die Medien, die durch ihre flächendeckende Berichterstattung bei den Konsumenten Ängste ausgelöst haben, sondern das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Robert-Koch-Institut, die Warnungen ausgesprochen haben. (<a href="http://www.bildblog.de/30763/panikmache-in-deutschen-landen/">Beispiel</a>)</li>
<p></p>
<li>Schuld an den Kosten für den Polizeieinsatz an einer aus dem Ruder laufenden Facebook-Party ist nicht die Boulevardzeitung, die per Aufmacher auf die Party hinweist, sondern das 16-jährige Mädchen, das (versehentlich oder auch nicht) öffentlich zum Besuch ihrer Geburtstagsparty eingeladen hat. (<a href="http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/stellungnahmen-und-meinungen/mopo-chefredakteur-frank-niggemeier-sie-ueberschaetzen-unseren-einfluss.html">Beispiel</a>)</li>
</ul>
<p>Es ist wahr: Eingeladen hat die 16-jährige Thessa, Impfdosen bestellt und vor Gurken und Sprossen gewarnt haben die Behörden. Doch wäre es zur Ausnahmesituation gekommen, wenn sich die Medien nicht gegenseitig hochgeschaukelt hätten?</p>
<p>In unserer Welt des permanenten Reizes ist es nicht einfach, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Für die Medien ist, aufmerksamkeitsökonomisch gesehen, jede Ausnahmesituation ein Segen. Und, das haben die Medien schon längst herausgefunden: Wenn keine Ausnahmesituation besteht, dann schafft man sich eben eine.</p>
<p>Was bleibt? Die Medienkonzerne verdienen Geld mit der Panikmache. Und die Steuerzahler sind dazu gezwungen, die daraus resultierenden Kosten zu begleichen.</p>
<p>Die Rechnung für die Schweinegrippe-Impfaktionen beläuft sich in Deutschland auf <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schweinegrippe602.html">&#8222;zwischen rund zehn und 40 Milliarden Euro&#8220;</a>, in der Schweiz auf <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweinegrippe_kosten_bund_130_millionen_franken_1.3631092.html">&#8222;etwa 130 Millionen Franken&#8220;</a>. Wo auch immer da die Wahrheit liegt, es sind absurd hohe Beträge für eine Aktion, die Ökonom Mathias Binswanger für <a href="http://www.bilanz.ch/invest/mathias-binswanger-zur-krisenpolitik-gruesse-von-keynes">ein sinnloses Konjunkturprogramm</a> hält und bei der unklar ist, wie viele Menschen sie tatsächlich vor dem Tod bewahrt hat. Es bleibt zu erinnern, dass die Pandemie <a href="http://media.mercola.com/ImageServer/public/2009/November/swine-flu-deaths.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">vergleichsweise wenige Opfer</a> gefordert hat. Selbst <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Der-TamifluMythos-/story/13929775">der Nutzen der Gegenmittel ist umstritten</a>, so das von den Ämtern bestellte und gegen die Vogelgrippe eingesetzte Medikament <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oseltamivir">Tamiflu</a>. Und dann haben britische Journalisten auch noch herausgefunden, dass mindestens drei Wissenschaftler, die an den WHO-Richtlinien für die Pandemie mitarbeiteten, auch <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article7910012/Bezahlte-Pharmaindustrie-fuer-Panik-vor-Schweinegrippe.html">auf den Gehaltslisten von Pharmakonzernen</a> stehen.</p>
<p>Der Ausweg aus der Situation ist, der Panikmache keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Das ist Aufgabe der Konsumenten, vor allem aber der Journalisten. Irrelevantes bleibt irrelevant, auch wenn alle anderen darüber reden und schreiben und senden. Vom Rudeljournalismus sollten wir uns alle distanzieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/">Die Rechnung für die Panikmache</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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