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	<title>Schweizer Medien | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Das Schweizer Medienjahr 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 19:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeitungsverlage rufen nach dem staatlichen Rettungsring. Ob die ersehnten Subventionen fliessen, kann in diesem Jahr das Parlament entscheiden. Überhaupt wird 2020 ein intensives Medienjahr. Neben der Politik sind vor allem die Unternehmen gefordert. Audio und Video für die mobile Nutzung sind die Trends, denen sich stellen muss, wer eine Zukunft haben will. Ein Ausblick <a href="https://medienwoche.ch/2020/01/07/das-schweizer-medienjahr-2020/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeitungsverlage rufen nach dem staatlichen Rettungsring. Ob die ersehnten Subventionen fliessen, kann in diesem Jahr das Parlament entscheiden. Überhaupt wird 2020 ein intensives Medienjahr. Neben der Politik sind vor allem die Unternehmen gefordert. Audio und Video für die mobile Nutzung sind die Trends, denen sich stellen muss, wer eine Zukunft haben will. Ein Ausblick auf Brennpunkte des Medienjahrs 2020.</strong><br />
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							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px">Damit werden sich 2020 Radio, TV, Verlage und die Medienpolitik beschäftigen </h3>
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									Radio/Audio: Podcasts, Plattformen und Privatradios								</span>
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							<p>Das Audio-Jahr 2019 stand ganz im Zeichen der Podcasts und der Trend wird auch 2020 anhalten. 15 Jahre nach seiner Erfindung ist das Audio-Format im Mainstream angekommen. Untrügliches Zeichen dafür sind die regen Aktivitäten der Zeitungsverlage, die nach Text und Bild jetzt auch Ton anbieten. Fast alle grösseren Redaktionen produzieren einen oder mehrere Podcasts.</p> 
<p><strong>Branchenführer in der Schweiz bleibt das öffentliche Radio.</strong> Aus den SRF-Studios erscheinen nahezu im Wochentakt neue Podcasts, zuletzt ein Wissenschaftspodcast und eine Archiv-Serie, vorgebracht als «einzigartiger Talk-Podcast». Bei der Nutzung haben indes die grossen internationalen Plattformen die Nase vor, allen voran Spotify. Seit 2019 versteht sich das Unternehmen nicht mehr nur als Musik-Streamingdienst, sondern als Audio-Plattform mit einem breiten Podcast-Angebot. Damit entwickelt sich das schwedische Unternehmen zum One-stop-shop für Audio im Web – mit allen Vor- und Nachteilen, wie sie die Medien schon vom Umgang mit Facebook und Google her kennen. Auch die Schweizer Produktionen finden zu einem guten Teil hier ihr Publikum. Zwar versucht SRF mit einer eigenen Audio-Plattform die Hörerinnen bei sich zu behalten. <strong>Neben der übermächtigen Konkurrenz von Spotify dürfte das aber ein schwieriges Unterfangen werden.</strong></p>
<p>Für die Verbreitung von Radioprogrammen soll hingegen auch in Zukunft eine Sendeinfrastruktur sorgen, die sich in den Händen der heimischen Branche befindet. Digitalradio DAB+ soll 2024 definitiv UKW ablösen, möglicherweise schon früher, wenn die Radiounternehmen das so wollen. Mit DAB+ sind die Verbreitungs- und Empfangsmöglichkeiten für die Sender gewachsen. Und damit hat die Radiolandschaft in den letzten Jahren ihr Gesicht stark verändert. Anders als nur mit UKW strahlt ein Lokalradio sein Programm heute in der ganzen Deutschschweiz aus. Gemäss Zahlen vom letzten Juni kommt der Umstieg auf DAB+ gut voran. Viereinhalb Millionen Digitalradio-Empfänger befinden sich im Umlauf. Die exklusive UKW-Nutzung liegt nur noch bei 17 Prozent aller Radiohörenden; eine Entwicklung, die sich im laufenden Jahr fortsetzen dürfte. Schon in ein paar Jahren wird sich zeigen, ob DAB+ eine Chance hat gegen Web-Audio über das Mobilfunknetz, das sich für den mobilen Empfang etabliert hat.</p> 
<p>Trotz all der Veränderungen befindet sich die regulatorische Grundlage auf dem Stand von 2006. Wie sich der Service public in der lokalen und regionalen Radiolandschaft weiterentwickeln soll, darüber gibt es keine breitere Diskussion. Im laufenden Jahr könnte es Anlass dazu geben. So erarbeitet der Verband Schweizer Privatradios VSP derzeit ein Positionspapier, das er im Frühjahr vorlegen will. Darin dürfte auch das Verhältnis zur SRG ein Thema sein. Gehören etwa die Regionaljournale ins Angebot von Radio SRF oder ist die Berichterstattung aus den Regionen nicht die Aufgabe der konzessionierten Privatsender, die einen regionalen Service public leisten sollen? Bei allen Ungewissheiten und Unklarheiten wird sich aber 2020 auch eines nicht ändern: <strong>Radio bleibt das Lieblingsmedium der Menschen in der Schweiz.</strong></p>						  </div>
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									TV/Video: Neue Serien, Nonstop-News und Netflix-Konkurrenz								</span>
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						  </h4>
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							<p>Verkehrte Welt? Zumindest umgekehrte Vorzeichen. Während das Fernsehen der SRG auf Unterhaltung mit TV-Serien setzt, investieren die Privaten in News und Nonstop-Nachrichten. Mit «Blick TV» und der Maxime «Video first» bei «20 Minuten» wollen Ringier und Tamedia in diesem Jahr neue Akzente setzen im Videobereich. <strong>Ringier rührt dazu mit der grossen Kelle an.</strong></p> 
<p>Unter der Leitung von Ex-SRF-Mann Jonas Projer werden ab Februar rund 50 Personen viertelstündige News-Sendungen produzieren, die von sechs Uhr morgens bis elf Uhr abends auf allen möglichen Plattformen ausgestrahlt werden. Ebenfalls im Februar will «20 Minuten» loslegen und unter der Losung «Video first» vermehrt – und vor allem in Breaking-News-Situationen – mit Mikrofon und Kamera berichten. Die Bewegtbild-Offensive der zwei Zürcher Medienhäuser erfolgt nicht zufällig in diesem Jahr. Zum einen ist es höchste Zeit, aktiver im Videogeschäft mitzumischen, wenn man das Publikum nicht ganz an die Angebote internationaler Mitbewerber verlieren will. Zum anderen liegt im heimischen Markt dieses Segment noch brach.</p> 
<p>Bis jetzt hat man sich gescheut, weil sich eine solche Ausrichtung finanziell nicht rechnet. Nun werden sich Ringier und Tamedia um die Vormachtstellung streiten. Erfolg haben können sie beide: Sie starten als etablierte Marken, die im Publikums- und Werbemarkt bereits stabil verankert sind.</p> 
<p><strong>Beim Schweizer Fernsehen fliessen derweil trotz allgemeinem Sparkurs Millionen in die Produktion von TV-Serien.</strong> 2020 sollen gleich deren sieben Premiere feiern, darunter die zweiten Staffeln von «Wilder» und «Quartier des Banques». Im gleichen Takt soll es in den kommenden Jahren weitergehen. Bei SRF sieht man die Investition strategisch: Mit «Geschichten aus unserem Land» wolle man das Publikum «noch häufiger und besser erreichen», so der Filmchef von SRF. Damit hofft SRF, eine Alternative zum internationalen Angebot von Netflix & Co. zu bieten. Bei der Distribution setzt die SRG auf eine eigene Infrastruktur. Ab kommendem Herbst soll eine Video-Plattform bereitstehen für Filme und Serien in allen vier Landesprachen, sämtliche mit Untertitel in den drei anderen Sprachen. Dass das Angebot werbefrei sein wird, ist gegenüber dem ebenfalls werbefreien Netflix kein Vorteil, aber für das Publikum trotzdem angenehm.</p> 
<p>Überhaupt neigt sich die Ära das Werbefernsehens für die SRG dem Ende zu. Diese Entwicklung wird auch 2020 anhalten. Andere hingegen hoffen, weiterhin gutes Geld mit bewegten Bildern machen zu können. Etwa der Aargauer Medienunternehmer Peter Wanner. Mit dem Kauf der 3+-Sendergruppe von Dominik Kaiser setzte Wanner ein Ausrufezeichen unter seine schon länger verfolgte Expansionsstrategie im TV-Geschäft. In einem rückläufigen Werbemarkt ist das ein riskantes Unterfangen. Immerhin 14 Millionen Franken pro Jahr muss Wanner nicht selbst erwirtschaften. So viel Geld kriegen vier der fünf Wanner-Regionalsender aus der Medienabgabe.</p> 
</p>Aufs neue Jahr hin hat der Bundesrat die Ausschüttung an das konzessionierte Regionalfernsehen substanziell erhöht. <strong>Eine medienpolitische Perspektive für die dreizehn subventionierten «Privatsender» gibt es aber keine.</strong> Der Bundesrat will an den Rahmenbedingungen bewusst nichts ändern; das sorge für Stabilität. 2020 wird für das bewegte Bild in der Schweiz kein Schicksalsjahr mit einschneidenden Entwicklungen sein. Vielmehr ist das angebrochene Jahr eines des Aufbruchs für die neuen Projekte der grossen Medienunternehmen. </p>						  </div>
						</div>
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									Print/Verlage: Der Staat und die Nutzer sollen zahlen								</span>
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							<p>Die Zeitungshäuser meinen es ernst. Noch in diesem Jahr soll es keine freien Nachrichten mehr geben auf ihren Websites. <strong>Wer News will, muss sich einloggen – oder noch besser: ein Abo kaufen und zahlen.</strong> Ab Herbst 2020 gilt bei sämtlichen Online-Medien von Tamedia, Ringier, CH Media und NZZ eine Login-Pflicht. Es ist ein Rennen gegen die Zeit: Schaffen es die Verlage, den Rückgang aus Zeitungsabos und Werbeeinnahmen mit neu gewonnenen Digitalabos aufzufangen?</p> 
<p>Aus eigener Kraft meinen es die Verlage nicht mehr schaffen zu können und rufen deshalb laut nach dem Staat. Die Post soll Subventionen erhalten und damit den Vertrieb der gedruckten Zeitungsexemplare vergünstigen. So wollen die Verlage die steigenden Vertriebskosten pro Exemplar bei erodierendem Abobestand auffangen. Der Verlegerverband fährt schon länger ein offensives Lobbying für den Ausbau der Presseförderung und droht mit einem «Kahlschlag in der Zeitungslandschaft», sollte der staatliche Zustupf ausbleiben.</p> 
<p><strong>Der Hilferuf wurde bereits weitherum gehört. </strong>Entgegen seiner langjährigen Haltung, wonach die indirekte Presseförderung zu wenig zielführend und darum abzuschaffen oder anzupassen sei, schlägt nun auch der Bundesrat vor, 50 Millionen Franken für die Vergünstigung des Zeitungsvertriebs zur Verfügung zu stellen. Das wären 20 Millionen mehr als heute. Die Verleger fordern indes bis zu 100 Millionen Franken. Beschlossen wird dann wohl irgendein Betrag dazwischen.</p> 
<p>Die Entlastung beim Zeitungsvertrieb wird den Verlagen nicht viel Ruhe bringen. Im Digitalgeschäft müssen sie mit Hochdruck Produkte entwickeln, die ein zahlendes Publikum finden. Für die Redaktionen der Tamedia-Bezahlzeitungen gilt deshalb: mobile first, das Smartphone als primäre Publikationsplattform, dorthin gehen, wo die Nutzer sind.</p> 
<p><strong>«Mobile» lautet das Buzzword der Stunde.</strong> Mit seinem Blick TV zielt Ringier in erster Linie auf die mobile Nutzung ab. Und «20 Minuten» bietet mit seiner App schon länger ein breites Unterhaltungsangebot für unterwegs, seit jüngst ergänzt um ein Nonstop-Radioprogramm. Überall spielen Audio und Video eine grosse Rolle. So will die NZZ als erstes Schweizer Medienhaus einen täglichen News-Podcast anbieten, wie das zahlreiche Zeitungen rund um den Globus schon länger machen. Dazu heuerte die Zürcher Zeitung ein Team an aus Spezialistinnen und Spezialisten, die mit der Audio-Produktion vertraut sind.</p> 
<p>Vergleichsweise wenig unternommen in Richtung Multimedia haben bisher die Zeitungstitel von CH Media im Aargau, in Luzern und in St. Gallen. Ihr Ansatz ist es, mit den Radio- und TV-Redaktionen aus dem eigenen Haus enger zu kooperieren. Ansonsten stehen die Zeichen bei CH Media auf Sparen. Bis Ende des Jahres will Verleger Peter Wanner 200 Vollzeitstellen abbauen. Die schweizerischen Zeitungsverlage haben 2020 selbst zu einem Schicksalsjahr erklärt mit der ultimativen, um nicht zu sagen: erpresserischen, Forderung nach Förderung. Aber auch unabhängig davon steht einiges auf dem Spiel, denn die Rechnung geht nur auf, wenn ein grösserer Teil des Publikums als bisher bereits ist, für mobilen und multimedialen Journalismus zu zahlen.</p>						  </div>
						</div>
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									Medienpolitik: Grüne Akzente und schnelle Reformen								</span>
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						  <div class="wpsm_panel-body">
							<p>Die Personalie hat mehr als nur symbolische Bedeutung. An der Spitze der Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen KVF, die im Nationalrat die Mediengeschäfte vorberät, steht mit dem Luzerner Michael Töngi neu ein Grüner. In der letzten Legislatur präsidierte Natalie Rickli von der SVP die Medienkommission. <strong>Die «grüne Welle» hinterlässt auch in der Medienpolitik ihre Spuren.</strong> Darum darf man davon ausgehen, dass sich die Akzente auch hier nach links verschieben könnten – wobei über die Grundstruktur der schweizerischen Medienordnung grosse Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg besteht.Daran werden auch die Zugewinne der Grünen nichts ändern. Das duale System mit einem starken Service public ist im Grundsatz unbestritten.</p> 
<p>Im ersten Halbjahr 2020 will der Bundesrat seine Vorschläge vorlegen für eine Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes, sowie des Postgesetzes. Die Stossrichtung ist bereits bekannt. Bundesrätin Simonetta Sommaruga schlug im letzten Sommer ein Massnahmenpaket vor. Kernpunkte sind die Ausweitung der indirekten Presseförderung sowie eine finanzielle Unterstützung für Online-Medien. Die Ausweitung der Presseförderung mittels vergünstigter Posttaxen dürfte so gut wie beschlossene Sache sein. <strong>Einzig die SVP lehnt jegliche Fördermassnahmen grundsätzlich ab</strong>, weil die Medien so vom Staat abhängig würden.</p> 
<p>Bei der Höhe des Subventionsbetrags werden die Meinungen auseinander gehen. Im Raum stehen 50 Millionen Franken pro Jahr gemäss Vorschlag Bundesrat (heute 30) und 100 Millionen von Verlegerverbandsvizepräsident Peter Wanner. Beim Vorschlag des Bundesrats für eine Förderung von Online-Medien werden dagegen die Meinungen von Anfang an weiter auseinandergehen. So wollen etwa Mediengewerkschaften und die politische Linke Subventionen an berufsethische Auflagen koppeln: Geld kriegt nur, wer gewisse publizistische und ethische Standards einhält. Der bundesrätliche Vorschlag sieht dagegen eine Koppelung ans Geschäftsmodell vor: Geld kriegt nur, wer seine Inhalte kostenpflichtig anbietet. Beide Ansätze sind umstritten.</p> 
<p>Klar ist: Die Zeit drängt. Wenn die Politik Subventionen als taugliches Mittel ansieht, dann sollten die Fördermassnahmen besser heute greifen als morgen. Mit einem sportlichen Fahrplan wäre es möglich, dass in diesem Jahr die Aufstockung der indirekten Presseförderung beschlossen würde, so dass sie per 2021 wirksam würde. Die Förderung von Online-Medien dürfte indes frühestens 2022 kommen, wie jüngst die «Republik» schrieb.</p> 
<p>Was schon heute klar ist: Die Zeit der grossen (Ent)würfe in der Medienpolitik ist vorbei. Das zeigt eindrücklich das krachende Scheitern eines geplanten Mediengesetzes. <strong>Als eine ihrer ersten Amtshandlungen entsorgte Simonetta Sommaruga das hochtrabende Projekt ihrer Vorgängerin Doris Leuthard.</strong> Mit kleineren Reformpaketen hofft Sommaruga, das Tempo zu beschleunigen gegenüber einem Monstermediengesetz, das eh erst in fünf oder noch mehr Jahren in Kraft getreten wäre.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>So wird die Schweiz pressefrei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/05/03/so-wird-die-schweiz-pressefrei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 07:56:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=56786</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt ihn noch, den guten alten Nebelspalter! Das traditionsreiche Satireblatt fiel in den letzten Jahren immer wieder mit originellen Mediensatiren auf. So auch diesmal zum Tag der Pressefreiheit. Chefredaktor Marco Ratschiller blickt in die Glaskugel und sieht, wo sich die Schweizer Medien bis 2020 hinbewegen: Markus Somm wird Tamedia-Hyperchefredaktor, Watson verzichtet auf Buchstaben und SDA/Keystone wird Parkplatzvermieter, um nur einige Schlagzeilen dieser «vorgezogenen Presseschau» zu nennen. Am Ende bleibt eine pressefreie Schweiz.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/03/so-wird-die-schweiz-pressefrei/">So wird die Schweiz pressefrei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ihn noch, den guten alten Nebelspalter! Das traditionsreiche Satireblatt fiel in den letzten Jahren immer wieder mit originellen Mediensatiren auf. So auch diesmal zum Tag der Pressefreiheit. Chefredaktor Marco Ratschiller blickt in die Glaskugel und sieht, wo sich die Schweizer Medien bis 2020 hinbewegen: Markus Somm wird Tamedia-Hyperchefredaktor, Watson verzichtet auf Buchstaben und SDA/Keystone wird Parkplatzvermieter, um nur einige Schlagzeilen dieser «vorgezogenen Presseschau» zu nennen. Am Ende bleibt eine pressefreie Schweiz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/03/so-wird-die-schweiz-pressefrei/">So wird die Schweiz pressefrei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Medien-Horror-Szenario in Sichtweite</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/12/02/schweizer-medien-horror-szenario-in-sichtweite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 18:23:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=50542</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gibt es bald nur noch drei Medien-Gruppen? Undenkbar ist das nicht mehr. Noch sind es Gerüchte, doch wo Rauch ist, ist auch Feuer.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/12/02/schweizer-medien-horror-szenario-in-sichtweite/">Schweizer Medien-Horror-Szenario in Sichtweite</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es bald nur noch drei Medien-Gruppen? Undenkbar ist das nicht mehr. Noch sind es Gerüchte, doch wo Rauch ist, ist auch Feuer.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/12/02/schweizer-medien-horror-szenario-in-sichtweite/">Schweizer Medien-Horror-Szenario in Sichtweite</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Medienrevolution</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/04/die-medienrevolution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 22:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=49409</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine hartnäckige Berichterstattung kann bei Missständen die Machtverhältnisse ganz gehörig zum Tanzen bringen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine hartnäckige Berichterstattung kann bei Missständen die Machtverhältnisse ganz gehörig zum Tanzen bringen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/04/die-medienrevolution/">Die Medienrevolution</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Medien: Entspannt euch mal!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/21/schweizer-journalismus-entspannt-euch-mal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 04:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=46300</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Schweizer Journalismus verändert sich. Doch davon geht das Land nicht unter.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Journalismus verändert sich. Doch davon geht das Land nicht unter.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/21/schweizer-journalismus-entspannt-euch-mal/">Schweizer Medien: Entspannt euch mal!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Medien: Gefährdete Insel der Seligen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/01/02/schweizer-medien-gefaehrdete-insel-der-seligen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/2017/01/02/schweizer-medien-gefaehrdete-insel-der-seligen/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im internationalen Vergleich stehen die Schweizer Medien noch gut da. Doch die digitale Revolution unterspült auch ihre Fundamente – eine Bilanz.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/01/02/schweizer-medien-gefaehrdete-insel-der-seligen/">Schweizer Medien: Gefährdete Insel der Seligen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im internationalen Vergleich stehen die Schweizer Medien noch gut da. Doch die digitale Revolution unterspült auch ihre Fundamente – eine Bilanz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/01/02/schweizer-medien-gefaehrdete-insel-der-seligen/">Schweizer Medien: Gefährdete Insel der Seligen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 12:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[HbbTV]]></category>
		<category><![CDATA[Lokaljournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Catherine Duttweiler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2263</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein starker Lokaljournalismus kontrolliert als vierte Gewalt die lokalen Würdenträger. Doch die großen Verlage untergraben diese Grundlage unserer Demokratie. Ein Warnruf.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/">Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein starker Lokaljournalismus kontrolliert als vierte Gewalt die lokalen Würdenträger. Doch die großen Verlage untergraben diese Grundlage unserer Demokratie. Ein Warnruf.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/">Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo liegt das Problem?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/12/06/wo-liegt-das-problem/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/12/06/wo-liegt-das-problem/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs Gossweiler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2012 07:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrau Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gossweiler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=11801</guid>

					<description><![CDATA[<p>Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung und Mitglied des Verbandspräsidiums Schweizer Medien, wehrt sich gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts. Der Verband legt seine offizielle Haltung an der Präsidiumssitzung morgen Freitag fest. Mein Urgrossvater lebte davon, dass seine Dorfzeitung Dokumente von der Gemeinde, der Pfarrei oder Vereinen kostenlos abdrucken konnte. Hinzu kamen Beiträge aus der Leserschaft. <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/06/wo-liegt-das-problem/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung und Mitglied des Verbandspräsidiums Schweizer Medien, wehrt sich gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts. Der Verband legt seine offizielle Haltung an der Präsidiumssitzung morgen Freitag fest.<br />
<span id="more-11801"></span><br />
Mein Urgrossvater lebte davon, dass seine Dorfzeitung Dokumente von der Gemeinde, der Pfarrei oder Vereinen kostenlos abdrucken konnte. Hinzu kamen Beiträge aus der Leserschaft. Oft waren die spannendsten Inhalte bezahlte Werbeflächen, etwa die Todesanzeigen. Die gleichen Absender wiederum bezahlten als Nutzer dieser Inhalte eine Abogebühr. Mein Grossvater war eine Art Google für das Dorf mit dem Vorteil, dass er nicht nur an der Werbung sondern auch an den Nutzungsgebühren verdiente.</p>
<p>Vor zwei Wochen luden mich die dänischen Verlegerkollegen nach Kopenhagen ein, damit ich Ihnen erzähle, was wir im Dorf aus dem Businessmodell meines Urgrossvaters gemacht haben. Dank Google hatte ich innert fünf Minuten ein cooles Restaurant für den Lunch gefunden (BioMio am Halmtorvet 19), die entsprechende Metro- und Busverbindung dorthin sowie die Öffnungszeiten des Runden Turms und und und… das alles kostenlos für mich und auch kostenlos für die Anbieter von Food, ÖV und Sightseeing. Nach einem Referat führt mich Google Alerts jeweils direkt auf die Newsplattformen von Zeitungen, die über mich geschrieben haben. Kostenlos für mich, kostenlos für den Nachrichtenanbieter. Noch nie habe ich auf Google einen ganzen Zeitungsartikel lesen können. Die meiste Zeit verbringe ich also auf der Plattform der Zeitung, wo ich die Werbung jeweils intensiv betrachte, weil sie grafisch gestaltet ist und daher emotionaler daherkommt als die reinen Textanzeigen bei Google.</p>
<p>Viele Verleger in Europa versuchen nun von Google via Staat Geld zu erhalten für deren Verlinkung auf ihre Online-Angebote. Erreicht werden soll dies mit einem neuen Leistungsschutzrecht. Dabei sind diese Hinweise unter Google News nichts anderes als die Zeitungsaushänge an den Kiosken: nämlich Werbung für die jeweilige Zeitung. Im Gegensatz zum Kioskaushang bietet Google diese Werbung für uns Verleger kostenlos an. Wo also liegt das Problem? Wir Zeitungsverleger haben in den vergangenen hundert Jahren insbesondere davon gelebt, dass wir den Menschen Suchhilfen geboten haben. Dank uns haben die Leute relevante News, Marktangebote sowie Klatsch und Tratsch mitbekommen. Wir waren die Suchmaschinen in der analogen Welt und haben damit sehr gutes Geld verdient. Denn uns haben nicht nur die Absender von Informationen Geld gegeben sondern auch die Empfänger derselben.</p>
<p>In den 1970er Jahren führten die Zeitungshäuser als eine der ersten Branchen den Computer und somit die Digitalisierung der Produktionsprozesse ein. Leider haben die meisten Verleger drei Jahrzehnte lang nichts anderes getan als diese digitale Daten auf analoge Druckplatten zu pressen. Die einstigen Pioniere mutierten zu reinen Druckmaschinenbesitzern. Ein Vierteljahrhundert später entstand Google. Warum konnte dieses Unternehmen so schnell so radikal unsere Kernkompetenz, das Suchen und Finden von Information, übernehmen? Weil Google von Beginn weg auf das Netz, statt auf Druckmaschinen gesetzt hat.</p>
<p>Wohin geht die Reise? So lange sich Google an das Urheberrecht hält, gibt es für uns keinen Grund, ein Leistungsschutzrecht zu fordern. Schon die Forderung alleine stellt uns Verleger auf die Verliererseite. Wir zeigen damit dem Markt, dass wir keine Rezepte für die Zukunft haben, ausser den Gesetzgeber um Hilfe zu bitten. Damit würde sich die Marktverschiebung von uns zu Google nur noch intensivieren. Vielmehr müssen wir unsere Ressourcen und Kreativität dazu einsetzen, unsere Rolle als Zeitungen für die Zukunft zu definieren. Oberstes Prinzip dabei: die Verteidigung der Pressefreiheit. Danach folgt der technologische Wandel weg vom Papier hin in die Onlinewelt. Was sind unsere Kompetenzen und Verkaufsargumente? Sicher unsere publizistischen Inhalte, die Google ja nicht klaut, sondern hilfreich darauf verweist. Mehr dürfen wir von dem Giganten nicht erwarten. Ansonsten wird Google von sich aus sämtliche Verweise auf Zeitungen kappen. Spätestens da werden wir schmerzlich erfahren, wie aussichtslos dieser Kampf für ein Leistungsschutzrecht ist. Ganz zu schweigen von den Problemen bei der Umsetzung eines solchen Gesetzes. Etwa bei der Geldverteilung. Alleine hier gäbe es dann viel mehr Anspruchsgruppen als nur die Presseverleger, die jetzt die hohle Hand machen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/06/wo-liegt-das-problem/">Wo liegt das Problem?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Abwarten im Windschatten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/06/20/abwarten-im-windschatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 15:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[LSR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Ettlinger]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pietro Supino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schweizer Verleger hatten sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts hinzuarbeiten. So schnell geht das aber nicht. An der wiederaufgeflammten Diskussion in Deutschland will sich der Verband Schweizer Medien nicht beteiligen. Sie fordern beide das Gleiche. Sowohl deutsche Verleger als auch ihre Brachenkollegen in der Schweiz wollen mit einem <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/20/abwarten-im-windschatten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/20/abwarten-im-windschatten/">Abwarten im Windschatten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/02/logo_medienrecht.jpg" alt="" width="120" height="120" />Die Schweizer Verleger hatten sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts hinzuarbeiten. So schnell geht das aber nicht. An der wiederaufgeflammten Diskussion in Deutschland will sich der Verband Schweizer Medien nicht beteiligen.<br />
<span id="more-8891"></span><br />
Sie fordern beide das Gleiche. Sowohl deutsche Verleger als auch ihre Brachenkollegen in der Schweiz wollen mit einem Leistungsschutzrecht verhindern, dass ihre Produkte im Internet von Dritten, beispielsweise Google, übernommen und vermarktet werden. Die bestehenden Urheberrechtsgesetze reichten dafür nicht aus, finden die Verleger. Mit Leistungsschutzrecht wollen sie <a href="http://www.bdzv.de/recht-und-politik/leistungsschutzrecht-verlage/leistungsschutzrecht-fakten/" target="_blank">gegen rechtswidrige Nutzung</a> vorgehen. Gegen die Zahlung von Lizenzgebühren könnten die Verlage Dritten eine rechtmässige Nutzung einräumen. So weit die Theorie. In der Praxis sieht die Lage etwas komplizierter aus.</p>
<p>Seit vor einer Woche ein erster Gesetzesentwurf öffentlich bekannt wurde, gehen in deutschen Fachkreisen die Wogen hoch. Kritiker monieren insbesondere die Rechtsunsicherheit, die mit der Einführung eines Leistungsschutzrechts entstehen könnte. Denn der Entwurf lasse mehr offen, als dass er kläre. In extremis wäre es gar möglich, fürchten Medienjuristen, dass Wortkombinationen unter den Schutz des neuen Rechts fielen und Verlage gegen deren Verwendung rechtlich vorgehen könnten; von einer <a href="http://www.internet-law.de/2012/06/leistungsschutzrecht-was-ist-von-den-fakten-und-argumenten-des-bdzv-zu-halten.html" target="_blank">«Monopolisierung der Sprache»</a> ist in diesem Zusammenhang gar die Rede. Derweil versuchen die Befürworter zu beschwichtigen, und solche Befürchtungen zu entkräften. Es sei alles nicht so gemeint, das <a href="http://www.presseschauder.de/vier-grunde-warum-blogger-das-leistungsschutzrecht-nicht-furchten-sollten/" target="_blank">Zitatrecht</a> weiterhin gewährleistet, nur gewerbliche Nutzung würde entschädigungspflichtig.</p>
<p>In der Schweiz ging es bisher noch nicht so hoch zu und her, obwohl der Verband Schweizer Medien das genau gleiche fordert. Nach einer <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/keine-sympathien-fuer-ein-leistungsschutzrecht-1.7391789" target="_blank">Artikelserie</a> <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/verlage-haben-anrecht-auf-besseren-schutz-1.7232236" target="_blank">in der NZZ</a> <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/wer-liberal-ist-verteidigt-geistiges-eigentum-1.7549626" target="_blank">vor zwei Jahren</a> <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/noch-ein-gebuehrenmodell-1.9528929" target="_blank">verlief die Debatte </a> im Sand und wird inzwischen nur noch in Fachkreisen geführt. Etwa an einer <a href="http://www.sf-fs.ch/deutsch/Formulare/Bestellformular/?event=11.%20Urheberrechtstagung:%20Leistungsschutz%20f%C3%BCr%20Verlage?&amp;date=28.02.2012&amp;location=Zunfthaus%20zur%20Schmiden,%20Z%C3%BCrich" target="_blank">Tagung</a> des Schweizer Forums für Kommunikationsrecht Ende Februar. Wie es scheint, haben die Verleger auch gar kein Interesse an einer öffentlichen Diskussion. Obwohl der Verband Schweizer Medien die Einführung eines Leistungsschutzrechts <a href="http://schweizermedien.ch/index.php?id=102" target="_blank">als ein Ziel für 2012</a> gesetzt hat, mag sich der Vorsitzende des dafür zuständigen Departements Recht, der Tamedia-Verleger Pietro Supino, nicht selbst zum Thema äussern.</p>
<p>Für den Verband nimmt Rechtskonsulent Martin Ettlinger Stellung. Aus seinen Ausführungen wird klar, weshalb die Schweizer Verleger den Ball flach halten: «Das Leistungsschutzrecht für Verlage wird in der Schweiz aus Verlagssicht noch nicht prioritär begleitet, bis die Situation in Deutschland eindeutig geklärt ist.» Zum Inhalt des deutschen Gesetzesentwurfs könne man sich nicht äussern. Nur so viel: Man begrüsse grundsätzlich die Konkretisierung und das Fortschreiten des Anliegens in Deutschland. Gleichzeitig weist Ettlinger auch darauf hin, dass es nur bedingt möglich sei, inhaltliche Parallelen zu ziehen, «da die Urheberrechte der beiden Länder relevante Unterschiede aufweisen.»</p>
<p>Ein anderer, wesentlicher Unterschied ist die Haltung der Regierungen. In Deutschland steht die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage im Koalitionsvertrag festgeschrieben, während sich der schweizerische Bundesrat klar gegen ein solches Sonderrecht für Verlage ausgesprochen hat.</p>
<p>Ähnliche Positionen zum Leistungsschutzrecht in der Schweiz und Deutschland vertreten die Journalistenverbände. Sie stellen sich nicht grundsätzlich gegen ein solches Vorhaben, machen aber ihre Unterstützung davon abhängig, ob die Medienschaffenden angemessen aus den zu erwartenden Lizenzerlösen entschädigt werden. Kritik an den zu befürchtenden Kollateralschäden für die freie Online-Kommunikation vernimmt man von den Berufsverbänden und Gewerkschaften kaum. Was auch daher rühren mag, dass sie die Diskussion um ein Leistungsschutzrecht nicht prioritär behandeln. Das sagt auch Stephanie Vonarburg, Juristin und Zentralsekretärin der Mediengewerkschaft Syndicom: «Für uns steht die Diskussion um ein Leistungsschutzrecht nicht zuoberst auf der Traktandenliste, da es Medienschaffende nur indirekt betrifft.»</p>
<p>Beim Urheberrecht sieht die Gewerkschaft bedeutendere Baustellen als die Einführung eines Leistungsschutzrechts. «Unserer Meinung nach müsste zuerst das urheberrechtliche Verhältnis zwischen Autoren und Verlagen sauber geklärt werden, bevor die Verlage dank einem Leistungsschutzrecht Geld eintreiben gehen», sagt Stephanie Vonarburg. «Schliesslich soll das Leistungsschutzrecht eine Leistung schützen, die Verlage nur deshalb erbringen können, weil sie sich die Urheberrechte der Medienschaffenden davor umfassend abtreten lassen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/20/abwarten-im-windschatten/">Abwarten im Windschatten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nervosität vor dem Showdown</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 15:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Communication Summit 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Communication Summit vom vergangenen Dienstag hat ein Nachspiel. Die Veranstaltung lief nicht zur Zufriedenheit der Verleger ab. Nun beschwert sich der Verband Schweizer Medien bei den Organisatoren: Die Position der Verleger im Streit um die Online-Aktivitäten der SRG sei ungenügend zur Geltung gekommen. Unter anderen Umständen wäre der Brief kaum der Rede wert. Doch <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/">Nervosität vor dem Showdown</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/02/Ohne-Titel-2.jpg" alt="" width="120" height="114" /> Der Communication Summit vom vergangenen Dienstag hat ein Nachspiel. Die Veranstaltung lief nicht zur Zufriedenheit der Verleger ab. Nun beschwert sich der Verband Schweizer Medien bei den Organisatoren: Die Position der Verleger im Streit um die Online-Aktivitäten der SRG sei ungenügend zur Geltung gekommen.<br />
<span id="more-30435"></span><br />
Unter anderen Umständen wäre der Brief kaum der Rede wert. Doch in diesem Fall entbehren das Schreiben des Verlegerverbands nicht einer gewissen Brisanz. Wie Urs Meyer, Geschäftsführer von Schweizer Medien, gegenüber der MEDIENWOCHE bestätigt, habe er sich an die Organisatoren des Communication Summit gewandt und sich darüber beschwert, dass sein Verband bei der Besetzung des Podiums nicht miteinbezogen worden sei. Beim Zürcher Presseverein, Co-Organisator der jährlichen Versanstaltung, will man keine Stellung nehmen und lässt nur soviel ausrichten: Man habe den Brief zur Kenntnis genommen und freundlich geantwortet.</p>
<p>An der Branchenveranstaltung vom letzten Dienstag ging es um den <a href="http://www.presseverein.ch/2012/02/grossandrang-beim-comsum12/" target="_blank">Service public im Online-Zeitalter</a> und im Speziellen um die von Verlegerseite kritisierten Pläne der SRG ihr Webangebot künftig auch durch Werbung zu finanzieren. Als Vertreter der Verleger nahm AZ-Medien-CEO Christoph Bauer auf dem Podium Platz. Es kann also nicht die Rede davon sein, dass die privaten Medien übergangen worden wären. Nur, Bauer war offenbar der falsche Mann aus Sicht des Verlegerverbands, zumal als Konterpart auf SRG-Seite Generaldirektor Roger de Weck auftrat.</p>
<p>«Uns wäre lieber gewesen, wenn jemand aus der Verhandlungsdelegation teilgenommen hätte», sagt Urs Meyer vom Verlegerverband. Bauer sei zwar Mitglied eine Arbeitsgruppe zum Thema, bewege sich aber «nicht auf gleicher Flughöhe» wie de Weck. Doch selbst wenn eine vom Verband als besser geeignete Person die Position der Verlage vertreten hätte, wäre sie gegen die perfekt inszenierte Propaganda-Show von SRG-Direktor de Weck chancenlos geblieben.</p>
<p>Das Nachspiel zum Communication Summit wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verhandlungen zwischen SRG und Verleger in Sachen Online-Expansion von Schweizer Radio und Fernsehen. Bis im März müssen sich die beiden Seiten gefunden haben, sonst spricht Bundesrätin und Medienministerin Doris Leuthard ein Machtwort. Dass vor allem die Verlegerseite nervös wirkt vor dem Showdown, dafür gibt es gute Gründe.</p>
<p>Zum einen hat der Bundesrat vor zwei Jahren entschieden, dass Werbung im Online-Angebot der SRG grundsätzlich zulässig sei und diese auch gegen den Widerstand der Verleger bewilligt würde. Das schränkt den Verhandlungsspielraum schon mal erheblich ein und gibt der SRG Rückenwind. Zum anderen fehlt den Verlegern ein erster Lobbyist, der die Position der Verlage im Online-Streit kompetent und kohärent gegen aussen vertritt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/">Nervosität vor dem Showdown</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Schawi, de Weck und die neue SRG</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/03/roger-de-weck-krempelt-die-srg-um/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/02/03/roger-de-weck-krempelt-die-srg-um/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs Gossweiler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 14:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gossweiler]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrau Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Schawinski]]></category>
		<category><![CDATA[SF]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gastbeitrag von Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung und Präsidiumsmitglied Verband Schweizer Medien Das grosse Thema von heute waren weder die Unruhen in Ägypten noch der straffällig gewordene Sozialtherapeut. Das grosse Thema heute war Roger Schawinski, der zu seiner «ersten Liebe», dem Schweizer Fernsehen, zurückkehrt. Dabei ist seine Abkehr vom Anti-SRG-Kurs gar keine Überraschung. Bereits <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/03/roger-de-weck-krempelt-die-srg-um/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/03/roger-de-weck-krempelt-die-srg-um/">Schawi, de Weck und die neue SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gastbeitrag von Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung und Präsidiumsmitglied Verband Schweizer Medien</em></p>
<p>Das grosse Thema von heute waren weder die Unruhen in Ägypten noch der straffällig gewordene Sozialtherapeut. Das grosse Thema heute war Roger Schawinski, der zu seiner «ersten Liebe», dem Schweizer Fernsehen, zurückkehrt. Dabei ist seine Abkehr vom Anti-SRG-Kurs gar keine Überraschung. Bereits Mitte der 90-er Jahre hatte sich Schawinski für den Posten des SRG-Generaldirektors beworben. Armin Walpen machte jedoch das Rennen. Spannender und genialer ist die Geschichte aus der Sicht von Roger de Weck: Er integriert einen der grössten Kritiker der SRG gleich ins System und macht ihn somit mundtot.<span id="more-28708"></span><br />

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<p>De Weck vollzieht nötigen Wandel</p>
<p>Beim Thema SRG spielt Schawinski jedoch nur eine Nebenrolle. Die Hauptrolle hat der neue Kapitän Roger de Weck, den ich 1993 das erste Mal traf. Der jetzige SRG-Generaldirektor war zu der Zeit Chefredaktor des Zürcher Tages-Anzeigers. Sein damaliger Verleger Hans Heinrich Coninx brachte uns zusammen. Ich sollte de Weck und den übrigen Managern von Tamedia meine Vision der Medienintegration vorstellen. Ich vertrat damals wie heute die Ansicht, dass durch die Digitalisierung die Mauern zwischen den elektronischen und gedruckten Medien eingerissen werden. Zudem entstehe eine neue Plattform, die die Medienkonsumenten und die Medienproduzenten online miteinander verbinde. Das Wort Internet existierte damals noch nicht in Medienkreisen. Heute, rund zwei Jahrzehnte später, vollzieht Roger de Weck diesen Wandel beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Schweiz und provoziert damit seinen ehemaligen Arbeitgeber in Zürich und alle anderen privaten Medienhäuser massiv. Die SRG breitet sich auf allen Kanälen weiter aus und will nun – trotz einem jährlichen Budget von 1,6 Milliarden Franken (!) – auch die eigenen Webdienste mit kommerzieller Werbung anreichern. Damit drängt sie die privaten Anbieter endgültig an den Rand. Der Bundesrat zögert offiziell noch, der SRG diese letzte Hürde aus dem Weg zu räumen. Wie immer, wenn der Veranstalter der «Arena» etwas von den Politikern will, sagen diese aber am Ende ja. Vorher soll sich die SRG allerdings mit den Verlegern gütlich einigen.</p>
<p>Mit der SRG ins Boot steigen, lohnt sich nicht</p>
<p>Wir Verleger wiederum sind schon oft mit der SRG ins gleiche Boot gestiegen, um ein paar Jahre später als Verlierer wieder auszusteigen. Dies war so bei der Einführung der TV-Spots, als eine gemeinsame Vermarktungsgesellschaft gegründet wurde. Später beim Gebührensplitting für ein paar private TV-Stationen. Nun soll eine unheilige Allianz im Web entstehen. Diesmal erweckt es zumindest den Anschein, dass die Verleger dies nicht wollen. Doch kann man der SRG den Weiterausbau im Internet verbieten? Natürlich nicht. Klassisches Fernsehen wird sich in den nächsten Jahren rasant verändern. Insbesondere bei der Distribution. Webbasierende Dienste wie Zattoo, Wilmaa, kino.to, Newssites von TV-Stationen oder Video-on-Demand auf dem iPad sind nur einige davon. Dieser Entwicklung kann und darf sich die SRG nicht verschliessen. Roger de Weck hat dies erkannt. Erst seit Anfang Jahr im Amt, drückt er mächtig auf die Tube. Sowohl intern mittels Fusion von Radio und TV in den jeweiligen vier Landesteilen als auch gegen Aussen mittels politischem Lobbying.</p>
<p>De Weck weckt hohe Erwartungshaltung</p>
<p>Soll man die SRG also gewähren lassen? Von wegen! Vielmehr braucht es endlich eine klare Strategie wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit dem vielen, vielen Steuergeld dem Land einen wirklichen Dienst erweisen kann. Dem brillanten Kopf de Weck einen Ratschlag zu geben, ist vermessen. Doch ein bisschen mehr Offenheit gegenüber der Welt und mehr Interesse an einer vielfältigen Medienkultur würde man der Spitze der SRG derzeit wünschen. Letztmals traf ich de Weck an der Dreikönigstagung des Schweizer Medieninstituts in Zürich. Im Zürcher World Trade Center – gegenüber vom Leutschenbach – hielt der Intellektuelle seine erste Grundsatzrede als SRG-Generaldirektor. Er beklagte die starke ausländische Konkurrenz, forderte mehr finanzielle Mittel und pochte trotzig auf eine autonome Schweizer Lösung. Der sonst glühende Verfechter einer europäischen Integration sprach bei dieser Tagung eher wie ein Bauernverbandspräsident oder wie der Migrationsbeauftragte der SVP (alles Böse kommt aus dem Ausland). Von der de Weck-geführten SRG erwarte ich mehr, als mit staatlich verordneten Gebührengeldern die private Konkurrenz zu erdrücken. Die SRG sollte drei Schwerpunkte verfolgen:<br />
Förderung der Integration und des Informationsaustauschs zwischen den Landesteilen – Weltweite Verbreitung von freien, neutralen Informationen – Internationale Stärkung des Medienplatzes Schweiz</p>
<p>Regionale Isolation statt Integration</p>
<p>1994 bewilligte der damalige Medienminister Adolf Ogi dem Intendanten Roy Oppenheim den neuen SRG-Sender Schweiz 4. Oppenheim wollte damit eine Art «Best of» aller SRG-Sender, ausgestrahlt in allen vier Landesteilen, lancieren. Nach jahrelangem Kampf gelang es dem Deutschschweizer Programmdirektor Peter Schellenberg Schweiz 4 in SF 2 umzuwandeln. Statt mehr Schweiz für alle Landesteile erhielt die Region Deutschschweiz zwei TV-Kanäle. Logischerweise wollten dies kurzum auch die Romandie und das Tessin. Statt die Integration unter den Landesteilen zu fördern, zementierte die SRG den Röstigraben und erhöhte auf sprachregionaler Ebene die Schlagkraft bei gleichbleibender Isolation. Bewilligt hat dies der Zürcher Medienminister Moritz Leuenberger. Dieser ist auch verantwortlich für eine isolationistische Radio- und Lokal-TV-Landschaft.</p>
<p>Gesamtschweizerisches Programm</p>
<p>In unserer Familie gibt es die schöne Tradition, dass alle 30 Jahre ein Gossweiler die Rekrutenschule in Fribourg absolviert. Dadurch kommt man als Deutschschweizer mit der Französisch sprechenden Schweiz in Berührung. Die Armee bildet so eine Brückenfunktion zwischen den Landesteilen. Heute hat der Fribourger de Weck die Chance, mit seiner SRG wirkungsvoller das Gleiche zu tun. Das bedeutet mehr Koproduktionen zwischen den Landesteilen, mehr mehrsprachige Programme und mehr gesamtschweizerische Aktionen. Dies bringt zwar nicht mehr Quote, jedoch mehr Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis zwischen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sprechenden Schweizern. Eine mögliche Massnahme wäre die Einstellung aller zweiten Senderketten der Sprachregion, bei gleichzeitigem Aufbau eines echten, mehrsprachigen und gesamtschweizerischen Programms. Die dadurch erzielten, hohen Einsparungen fliessen in den internationalen Ausbau der SRG.</p>
<p>SRG als internationaler Informationsdienstleister</p>
<p>Wie Henry Dunant im 19. Jahrhundert die Vision umsetzte, dass die Schweiz der ganzen Welt humanitäre Dienste erweisen kann, könnte Roger de Weck im 21. Jahrhundert der ganzen Welt freie Informationen liefern. Nicht flächendeckend, jedoch mit Fokus auf Krisengebiete. Eines davon ist beispielsweise der Balkan. Politisch noch nicht gefestigt, mit einer hohen Anzahl Emigranten in der Schweiz, ist diese Weltgegend sehr wichtig für die Weiterentwicklung von Europa. Unlängst hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk Grossbritanniens, die BBC, angekündigt, aus Kostengründen die Newsdienste in Serbischer, Mazedonischer und Albanischer Sprache zu streichen. Dies ist umso bedauerlicher, da in diesen Ländern die freie Presse noch nicht gewährleistet ist. Hier könnte die SRG nun im Interesse der Schweiz und Europa in die Bresche springen. Auch in Ungarn, wo die neue Regierung in Budapest zunehmend die freien Informationsangebote zensiert, könnte die SRG zur unabhängigen Meinungsbildung beitragen. Weitere Tätigkeitsfelder: Russland, China oder Iran. Mit diesen Diensten würde die Zivilgesellschaft vor Ort und das Image der Schweiz weltweit als neutraler, freier Staat gestärkt. Derzeit passiert bei der SRG genau das Gegenteil. Swissinfo, das in Ansätzen solche Ziele verfolgt, muss von Jahr zu Jahr mehr sparen, damit die SRG das Geld im Kampf gegen die inländische private Konkurrenz zur Verfügung hat.</p>
<p>Für einen starken Medienplatz Schweiz</p>
<p>Darüber hinaus könnte Roger de Weck den Medienplatz Schweiz insgesamt stärken. Fernsehschaffende aus aller Welt sollten sich hier treffen, um Ideen auszutauschen, Know-how-Transfer zu gewährleisten und die internationale Pressefreiheit zu stärken. Mit der Goldenen Rose von Montreux führte die SRG während Jahrzehnten eine der wichtigsten TV-Messen durch. Gleichzeitig produzierte sie am Schluss eine Unterhaltungssendung, die weltweit ausgestrahlt wurde. Statt diese geniale Idee weiter auszubauen, verkaufte die SRG den gesamten Event. Heute findet die Goldene Rose in Luzern unter Ausschluss der internationalen Medienszene statt.</p>
<p>Wegbereiter de Weck</p>
<p>Zwischen unserem ersten Treffen 1993 und dem vorerst letzten im 2011, traf ich Roger de Weck noch ein einziges Mal. Es war vor ein paar Jahren, als Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, einen runden Geburtstag feierte. Er tat dies in Berlin, weil er damals als Chef der Tageszeitung Die Welt amtete. Eingeladen war auch Roger Schawinski, zu der Zeit als Chef von Sat.1 ebenfalls in Berlin wohnhaft. Den beiden den Weg geebnet hat der dritte Roger, nämlich Roger de Weck, als Chefredaktor der Zeit in Hamburg. Es erfüllte mich als Schweizer Verleger mit Stolz, mit diesen drei Rogers in Berlin zu feiern. Heute wünsche ich mir, dass Roger de Weck als neuer SRG-Generaldirektor wiederum ein Wegbereiter wird. Ein Wegbereiter für eine integrationsfördernde, weltoffene und innovationsstarke SRG.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/03/roger-de-weck-krempelt-die-srg-um/">Schawi, de Weck und die neue SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Alles paletti…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes Zaugg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 09:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Dreikönigstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>…meinte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am diesjährigen Dreikönigstreffen, dem Stelldichein der Schweizer Verlagsszene. Da wird zwar in erster Linie Networking betrieben, an diesem Treffen sollen aber auch die Trends aufgegriffen werden. Und diesbezüglich dürfte die Einschätzung des Bündner Verlagsherrn ungenügend sein. Richtig ist, dass die Print-Gewaltigen mit den neuen Medien besser zurecht kommen, doch bestehen im <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/alles-paletti/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/alles-paletti/">Alles paletti…</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>…meinte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am diesjährigen Dreikönigstreffen, dem Stelldichein der Schweizer Verlagsszene. Da wird zwar in erster Linie Networking betrieben, an diesem Treffen sollen aber auch die Trends aufgegriffen werden. Und diesbezüglich dürfte die Einschätzung des Bündner Verlagsherrn ungenügend sein. Richtig ist, dass die Print-Gewaltigen mit den neuen Medien besser zurecht kommen, doch bestehen im Zeitungs- und Zeitschriftengeschäft bezüglich Online-Business noch beachtliche Lücken.<span id="more-217"></span></p>
<p>Da ist zunächst die Frage der Finanzierung, die immer noch weitgehend unbeantwortet ist. Zuerst galt die Devise, dass Informationen ab Netz kaum bezahlt würden, also stellten die Verlage ihre News gratis ins Web. In der Hoffnung, die Auslagen durch Werbeeinkünfte zu decken. Dies gelang bekanntlich nicht, weshalb lauthals verkündet wurde: Wer unsere Leistung bezieht, soll zahlen! Ein ähnlicher ZickZack-Kurs kennzeichnet das Verhältnis der Verlegerschaft zum Computerriesen Apple. Anfänglich Skepsis bis Ablehnung gegenüber dem cleveren Geschäftsmodell von Steve Jobs, dann machten doch viele mit und bedienten sich einer kleinen Schlaumeierei. Ihr App für die Applewelt war gratis, damit konnten Interessenten jedoch lediglich ein Abonnement bestellen, welches der Verlag direkt in Rechnung stellte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Apple diesem allzu durchsichtigen Treiben einen Riegel schob. Für das nun einsetzende Wehklagen mancher Verleger dürften die smarten Kalifornier nur ein müdes Lächeln übrig haben.</p>
<p>Das eigentliche Problem liegt tiefer: Die heute angebotenen Inhalte entsprechen vielfach kaum dem Qualitätsjournalismus, welcher Obmann Lebrument am Verleger-Gipfel als intakt bezeichnete. Seit Jahren vermischen sich, vorab in Fachzeitschriften, in zunehmendem Masse aber auch in Zeitungen, Werbetexte mit mehr oder weniger kommentierten Meldungen, verwischen sich damit die Grenzen zwischen Redaktion, Agenturmeldungen und PR. Und wer als Verleger glaubt, dass dieses Wischiwaschi der Leserin oder dem Leser verborgen bleibe, der irrt sich. Heute verfügen die Postillen-Nutzer über verschiedene Kanäle und sie haben die Möglichkeit, die gewünschten Informationen selbst zu suchen oder anzufordern bis sie jene Übersicht und Klarheit erreichen, die sie wollen. Wer ihm jedoch die Inhalte in der heute geforderten Form präsentieren kann, der wird dafür bezahlt; aber nur, wenn die Quelle genügend vertrauenswürdig ist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/alles-paletti/">Alles paletti…</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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