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	<title>Serien | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Apr 2022 18:17:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Netflix-Serie über gnadenlose britische Massenmedien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/28/netflix-serie-ueber-gnadenlose-britische-massenmedien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 18:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die angloamerikanische Schauspielerin Sienna Miller, derzeit in der Serie «Anatomy of a Scandal» zu sehen, hat den Terror der Massenmedien selbst erlebt, der ihrer Figur widerfährt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die angloamerikanische Schauspielerin Sienna Miller, derzeit in der Serie «Anatomy of a Scandal» zu sehen, hat den Terror der Massenmedien selbst erlebt, der ihrer Figur widerfährt. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/netflix-serie-ueber-gnadenlose-britische-massenmedien/">Netflix-Serie über gnadenlose britische Massenmedien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>SRF-Serie «Frieden» als Test für die Zukunftsstrategie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/28/srf-serie-frieden-als-test-fuer-die-zukunftsstrategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2020 08:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue Sechsteiler «Frieden» von Petra Volpe (Idee und Drehbuch) und Michael Schaerer (Regie) ist Beispiel dafür, wohin sich das SRF im fiktionalen Bereich bewegen möchte. Mit der anspruchsvollen und kostspieligen Produktion erhofft man sich auch im Ausland Chancen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/28/srf-serie-frieden-als-test-fuer-die-zukunftsstrategie/">SRF-Serie «Frieden» als Test für die Zukunftsstrategie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Sechsteiler «Frieden» von Petra Volpe (Idee und Drehbuch) und Michael Schaerer (Regie) ist Beispiel dafür, wohin sich das SRF im fiktionalen Bereich bewegen möchte. Mit der anspruchsvollen und kostspieligen Produktion erhofft man sich auch im Ausland Chancen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/28/srf-serie-frieden-als-test-fuer-die-zukunftsstrategie/">SRF-Serie «Frieden» als Test für die Zukunftsstrategie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Deutsche Fernsehserien: Lieber konservativ als innovativ</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/18/deutsche-fernsehserien-lieber-konservativ-als-innovativ/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2014 07:35:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
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		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Tilmann P. Gangloff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA verschaffen sich Renommee mit innovativen Fernsehserien. Doch im hiesigen Fernsehen erreichen sie keine hohen Einschalt- quoten. Biedere Produktionen sind erfolgreicher.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA verschaffen sich Renommee mit innovativen Fernsehserien. Doch im hiesigen Fernsehen erreichen sie keine hohen Einschalt- quoten. Biedere Produktionen sind erfolgreicher.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/18/deutsche-fernsehserien-lieber-konservativ-als-innovativ/">Deutsche Fernsehserien: Lieber konservativ als innovativ</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wir zeigen&#039;s, wenn ihr schlaft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/08/wir-zeigens-wenn-ihr-schlaeft-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 09:46:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
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		<category><![CDATA[Philippe Wampfler]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schweizer Fernsehen kauft gute Serien ein &#8211; und zeigt sie dann, wenn niemand mehr zuschaut. Serienliebhaber werden so nicht bedient. Doch kann das Fernsehen echte Serienfans überhaupt noch bedienen? In der Kategorie der besten Dramaserie gewann 2012 «Homeland» &#8211; sowohl bei der Verleihung der Emmys als auch der Golden Globes. Die erste Staffel der <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/08/wir-zeigens-wenn-ihr-schlaeft-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schweizer Fernsehen kauft gute Serien ein &#8211; und zeigt sie dann, wenn niemand mehr zuschaut. Serienliebhaber werden so nicht bedient. Doch kann das Fernsehen echte Serienfans überhaupt noch bedienen?<br />
<span id="more-30543"></span><br />
In der Kategorie der besten Dramaserie gewann 2012 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homeland_(Fernsehserie)">«Homeland»</a> &#8211; sowohl bei der Verleihung der <a href="http://www.emmys.com/nominations/2012/Outstanding%20Drama%20Series">Emmys</a> als auch der <a href="http://www.goldenglobes.org/nominations/">Golden Globes</a>. Die erste Staffel der Serie soll im Frühjahr 2013 im deutschsprachigen Fernsehen zu sehen sein &#8211; die ProSiebenSat1-Gruppe hat sie eingekauft. Während in den USA bereits die zweite Staffel ausgestrahlt wird, muss man hierzulande also zuwarten. Nun ja, nicht ganz. Die SRG zeigt «Homeland» seit dem 23. September jeweils am Sonntagabend um 22:40 Uhr: <a href="http://www.rts.ch/emissions/series/toutes-les-series/4265809-homeland.html">Auf RTS Un</a>, dem ersten Kanal der französischsprachigen Schweiz. Zudem sind auf RTS zu sehen: True Blood, Cougar Town, Hung und einige <a href="http://www.rts.ch/emissions/series/toutes-les-series/">weitere Serien</a>.</p>
<p><a href="http://www.sendungen.sf.tv/hung/">Hung</a>? Das läuft doch auch bei SF2. Richtig, zuletzt in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober, um 1:15 Uhr. Gemessene Zuschauerzahl: 200. Marktanteil: 0,1 Prozent. Die durchaus unterhaltsame Serie läuft so unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Gleiches gilt leider auch für das bereits auf Arte gezeigte, herausragende dänische Politdrama <a href="http://www.sendungen.sf.tv/borgen">Borgen</a>, das jeweils Montags um 23:45 Uhr auf SF1 läuft: lediglich 20.800 Zuschauer haben am 1. Oktober eingeschaltet, was einem Marktanteil von 6,2 Prozent entspricht. Wundern kann das niemand: Bewohner eines Lands mit einer Arbeitslosenquote von unter 3 Prozent und einem landläufigen Arbeitsbeginn um spätestens 7:30 Uhr können nicht um 1 Uhr nachts fernsehen.</p>
<p>Hung wird aus lizenzrechtlichen Gründen spätnachts wiederholt. In der Primetime werde halt «das Interesse eines viel breiter orientierten Publikums» bedient, schreibt der Programmleiter TV von SRF, Stefano Semeria, auf Anfrage: «Gleichwohl beobachten wir mit Begeisterung die sich immer weiter entwickelnde europäische Produktionslandschaft. Hier setzen wir darauf, dass in Zukunft auch qualitativ hochwertige serielle Stoffe zur Verfügung stehen, die wir zu einem früheren Zeitpunkt als in der Late Night präsentieren können.»</p>
<p>Es stellt sich allerdings die Frage, wie weit Serienfans überhaupt noch vom Fernsehen erreicht werden können. <a href="http://philippe-wampfler.com/2011/03/19/serien-die-ich-schaue-teil-2/">Serienkonsument Philippe Wampfler</a> schreibt auf Anfrage: «Ich schaue mir generell keine Serien im Fernsehen an, weil ich keinen Fernseher mehr habe. Ich habe vor fünf Jahren aufgehört, Serien am Fernsehen zu schauen, weil ich damals alle Serien gratis und legal runterladen konnte und sie in HD auf dem Computer anschauen konnte. Das mache ich weiterhin.»</p>
<p>Die Vorteile des Serienkonsum per Stream oder DVD sind offenkundig, denn anders als vor dem Fernseher kann frei gewählt werden, wann geschaut wird und wieviele Folgen. Der Konsum kann jederzeit unterbrochen und nach Belieben wiederholt werden. Zwar ist eine Borgen-Folge jeweils eine Woche im Videoportal verfügbar, jedoch nicht in HD-Qualität, Präferenzen wie Originalsprache und Untertitel können nicht individuell eingestellt werden. Fans, denen das wichtig ist, könnte das Fernsehen wohl nur zufriedenstellen, in dem sie die Folgen maximal einen Tag nach der Ausstrahlung in den USA zeigt &#8211; was schon an der fehlenden Zeit für die Synchronisation scheitert. «Leute wie mich kann man nicht mehr an Bord holen», schreibt Wampfler weiter, der die Strategie von SRF «eigentlich recht überzeugend» findet: «Die grossen Kisten für das Massenpublikum, aber immer wieder auch anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Serien.»</p>
<p>Dass Serien auf SRF kaum wahrgenommen werden, liegt aber auch an der Kommunikation. Der Start einer Serie muss offensiv angekündigt werden, besonders dann, wenn die Folgen nicht in sich abgeschlossen sind. Man kann das auf der Website machen, mit Trailern und in Zusammenarbeit mit den Medien. Oder man schreibt darüber im hauseigenen <a href="http://film.blog.sf.tv/">Film- und Serienblog</a>. Doch dort ist über Serien nur wenig zu erfahren, stattdessen bloggen SRF-Redaktoren willkürlich über allerlei Filmfestivals und Filme, die gar nicht auf SRF gezeigt werden. Auch wenn das den Redaktoren sicher Spass macht und sich womöglich der eine oder andere Filmfan für die Einträge begeistern lässt, laufen die Blogeinträge dem aktuellen <a href="http://www.srgssr.ch/de/srg/rechtliche-grundlagen/gesetzgebung/">Konzessionsauftrag</a> entgegen, der programmbezogene Inhalte im Internet vorsieht (siehe dazu auch das <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/06/%C2%ABmit-uns-kann-man-reden%C2%BB/">MEDIENWOCHE-Interview mit Ruedi Matter vom 6. April 2011</a>).</p>
<p><small><strong>Nachtrag / Korrektur</strong>, 8. Oktober 2012, 16:20 Uhr: In einer früheren Version des Artikels hiess es, Borgen sei eine norwegische Serie. Tatsächlich ist Borgen eine dänische Serie, danke für den Hinweis von Manuel Meiendorf per Kommentar.</p>
<p><strong>Nachtrag 2</strong>, 11. Oktober 2012, 12:15 Uhr: Das SRF-Film- und Serienblog hat reagiert und einen Blogeintrag zu unserem Beitrag geschrieben: <a href="http://film.blog.sf.tv/2012/10/von-serien-und-blogs.html">«Von Serien und Blogs»</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/08/wir-zeigens-wenn-ihr-schlaeft-2/">Wir zeigen's, wenn ihr schlaft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Lindenstrasse und Lückenfüller</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/04/25/lindenstrasse-und-lueckenfueller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 05:08:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Ursula Ganz-Blättler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der DRS-1-«Treffpunkt»: Moderator Dani Fohrler widmet sich mit Hilfe des Lindenstrassen-Fanclubs, einer Medienwissenschaftlerin, einem Drehbuchautor und drei Zuhörern zwei Stunden lang Fernsehserien, die auch DRS-1-Hörer interessieren könnten. Noch vor ein paar Jahrzehnten steckten Serien ganz tief in der Trashkiste. Wer etwas auf sich hielt, las ein Buch oder schaute sich Filme an, im Kino. Heute <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/25/lindenstrasse-und-lueckenfueller/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/25/lindenstrasse-und-lueckenfueller/">Lindenstrasse und Lückenfüller</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der DRS-1-«Treffpunkt»: Moderator Dani Fohrler widmet sich mit Hilfe des Lindenstrassen-Fanclubs, einer Medienwissenschaftlerin, einem Drehbuchautor und drei Zuhörern zwei Stunden lang Fernsehserien, die auch DRS-1-Hörer interessieren könnten.<br />
<span id="more-30467"></span><br />
Noch vor ein paar Jahrzehnten steckten Serien ganz tief in der Trashkiste. Wer etwas auf sich hielt, las ein Buch oder schaute sich Filme an, im Kino. Heute zeigt sich die Begeisterung des Publikums für Serien in den Einschaltquoten, den DVD-Verkäufen, den Up- und Downloads, den Tischgesprächen. Auch wenn sie in der medialen Rezeption kaum vorkommen. Die zweistündige «Treffpunkt»-Sendung zum Thema «Meine liebste Fernsehserie» versuchte herauszufinden, wer Serien schaut und warum.</p>
<p>Nachdem Moderator Dani Fohrler die Medienwissenschaftlerin Ursula Ganz-Blättler ein paar Mal Barbara Ganz-Blättler nennt, muss er kurz vor Ende der zweistündigen Sendung zwei dringende Verkehrsmeldungen verlesen. Und dann will er zu dem kommen, was er den «Höhepunkt» der Sendung nennt: Die Auswertung der <a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/treffpunkt/2785.sh10220917.html">Online-Umfrage auf drs1.ch</a>, die eine Antwort auf die Frage «Welches ist Ihre liebste TV-Serie?» einfordert. Fohrler wundert sich, dass «Mein cooler Onkel Charlie», wie die US-Sitcom «Two and a Half Men» in hiesigen Programmen unpassenderweise heisst, beim DRS-1-Publikum auf Rang 3 abgeschnitten hat. Nun ja, es könnte an den drei oder vier Stimmen liegen, die ich trotz eingebauten Cookie-Schutz dafür abgeben konnte. «Gewonnen» hat die sinnlose Umfrage die ARD-Serie Lindenstrasse vor der ZDF-Serie «Ein Fall für zwei». Da half es auch nichts, dass der Serienmontag auf SF2 mit den ebenfalls zur Auswahl stehenden «Grey’s Anatomy» und «Dr. House» mehrfach positiv angesprochen wurde.</p>
<p>Die Umfrage nimmt viel Zeit ein, Fohrler spricht sie in den zwei Stunden mindestens fünf mal an. Vielleicht versteht er darunter die viel gepriesene Konvergenz zwischen Radio und Online. Doch eigentlich ist sie nicht mehr als ein Lückenfüller, wie auch die Marotte, vor jedem Musikstück anzukündigen, was nach dem Musikstück zu hören sein wird, «grad i wenige Augeblick». Diese Zeit könnte man genau so gut mit Musik füllen. Oder noch besser mit Inhalten.</p>
<p>Ein Sender wie Deutschlandfunk hat jedenfalls keine Mühe, sich einem Thema zwei Stunden lang nur mit Worten zu widmen. Dass man das dem gemeinen DRS-1-Hörer nicht zumuten mag, ist verständlich, aber Pseudoinhalte braucht auch der keine. Als Musik zwischen den Textbeiträgen läuft, was vor mehr als 20 Jahren mal hippe Musik auf DRS3 war und heute das Rauschen der sogenannten Evergreens. Nacheinander gespielt werden: Dexys Midnight Runners, Rod Stewart, Bryan Adams, F.R. David.</p>
<p>Dani Fohrler meistert seine Moderationsaufgabe aber sehr gut. Er ist engagiert, fast schon aufgedreht und bringt tatsächlich Schwung in die Sendung. Etwas mühsam ist, wie er mit den Fans der Lindenstrasse, die einen guten Teil der Sendung einnimmt, umgeht. Markus Rickli und Barbara Knoch, zwei Mitglieder aus einem Fanclub zur deutschen Serie (<a href="http://listra-fanclub.ch">listra-fanclub.ch</a>), werden von ihm mehrfach darauf hingewiesen, was es doch für ein Highlight gewesen sein muss, als sie in Köln den Stars der Sendung nahe sein konnten &#8211; was die beiden bedeutend unaufgeregter sehen. Die fahren nämlich alle paar Jahre mal nach Köln. Barbara Knoch fand es zwar schön, die Schauspieler zu sehen und von «Mutter Beimer» <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Luise_Marjan">Marie-Luise Marjan</a> manchen Schwank aus ihrem Leben erzählt zu kriegen. Allerdings war sie auch etwas enttäuscht, «weil alles sehr klein ist, weil alles nur Attrappe ist und weil so viele Scheinwerfer da sind».</p>
<p>Weiter zu Wort kommt Michael Meisheit, der seit 15 Jahren Lindenstrasse-Drehbücher schreibt («Wir entwickeln das Drehbuch meist ein, eineinhalb Jahre im Voraus»), Werner Messmer, der für SRF Serien einkauft («Das ein Teamwork von Redaktoren und der Programmleitung, ein aufwändiger Aushandlungsprozess, die oberste Geschäftsleitung redet auch ein Wörtchen mit») und eben Ursula Ganz-Blättler, Dozentin für Medienwissenschaft an der Uni St. Gallen («Etwas wie Dexter hätte es vor 20 bis 30 Jahren nicht gegeben»).</p>
<p>Während man sich die Online-Umfrage hätte sparen müssen, ist der Einbezug des Publikums zu Beginn der Sendung ein Gewinn. Drei Hörer sind live in der Sendung: Eine gesteht, wie sie «Wege zum Glück» fast in die Sucht getrieben habe und wie sie sonnige Tage drinnen verbrachte und sich vorzeitig von ihrem Jass-Chränzli verabschiedete, um keine Folge zu verpassen &#8211; nun will sie keine neue Serie mehr anfangen. Ein anderer Hörer hat seit «Dallas» und «Denver-Clan» nichts mehr richtig gepackt. Und für einen weiteren wird Lindenstrasse zu einer ungünstigen Zeit gesendet, weil dann nämlich das Abendessen stattfindet.</p>
<p><small><a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/top/treffpunkt/2785.sh10220917.html">«Meine liebste Fernsehserie»</a> vom 24. April 2012, 9 bis 11 Uhr, Radio DRS1.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/25/lindenstrasse-und-lueckenfueller/">Lindenstrasse und Lückenfüller</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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