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	<title>Sonntagsblick | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[10 vor 10]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das Magazin, Literaturkritik, Sonntagsblick</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/07/das-magazin-literaturkritik-sonntagsblick/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne-Sophie Scholl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 09:52:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Das Wort den Turnerinnen Der «Blick» zuerst, danach folgten weitere Zeitungen, «Le Temps», die «NZZ am Sonntag», das Westschweizer Fernsehen RTS: Sie meldeten im Sommer menschenunwürdige Trainingsmethoden im Leistungszentrum des Schweizerischen Turnverbands in Magglingen. Köpfe rollten und eine Anwaltskanzlei wurde mit einer Untersuchung beauftragt. Damit hätte die Geschichte gegessen sein können. Doch <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/07/das-magazin-literaturkritik-sonntagsblick/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-83154" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201107b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201107b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201107b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201107b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201107b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Das Wort den Turnerinnen</h3>
<p>Der «Blick» zuerst, danach folgten weitere Zeitungen, «Le Temps», die «NZZ am Sonntag», das Westschweizer Fernsehen RTS: Sie meldeten im Sommer menschenunwürdige Trainingsmethoden im Leistungszentrum des Schweizerischen Turnverbands in Magglingen. Köpfe rollten und eine Anwaltskanzlei wurde mit einer Untersuchung beauftragt. Damit hätte die Geschichte gegessen sein können.</p>
<p>Doch die beiden «Magazin»-Journalisten Christof Gertsch und Mikael Krogerus bohrten weiter. Am Samstag vor einer Woche publizierten sie <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wie-turnerinnen-in-magglingen-gebrochen-werden-170525604713" target="_blank" rel="noopener">«Die Magglingen-Protokolle»</a> in einer quasi monothematischen Ausgabe im «Magazin» und in weiteren Tamedia-Publikationen in der Romandie. In dem Text richten sie den Fokus nicht auf einzelne Personen, sondern auf das System, auf den historisch-politischen Kontext, auf die Gesellschaft — auf uns alle. Nicht zum ersten Mal wurden Vorwürfe gegen missbräuchliche Trainingsmethoden laut, nicht zum ersten Mal wurden Verantwortliche ausgewechselt. War die mediale Aufmerksamkeit verschwunden, blieben die Missstände.</p>
<p>Vor allem aber: Gertsch und Krogerus stellen die Frauen ins Zentrum. Acht junge Frauen stehen hin, mit Bild, mit vollem Namen, mit ihren Aussagen. Ihr O-Ton dominiert den Artikel, die Journalisten lassen die jungen Frauen und weitere ehemalige Turnerinnen als die starken Akteurinnen auftreten, die sie sind.</p>
<p>Das setzt Massstäbe. Es ist eine grossartige Recherche, in Form und Inhalt. Schon jetzt ist klar: Es ist einer der wichtigsten Texte des Jahres.</p>
<p>Unterdessen hat <a href="https://www.bluewin.ch/de/sport/weitere/magglingen-protokolle-frau-amherd-war-erschuettert-457919.html" target="_blank" rel="noopener">Viola Amherd</a> reagiert, die Bundesrätin will durchgreifen. Drei Monate haben die beiden Journalisten für die Recherche investiert – solchen Journalismus muss man sich leisten können. Die Schweiz muss sich solchen Journalismus leisten.</p>
<h3>The Bad – Achtung: elitäre Literatur!</h3>
<p>Am Sonntag wird der Schweizer Buchpreis für das wichtigste Buch des Jahres verliehen. Schon jetzt ist klar: Dorothee Elmiger muss den Preis gewinnen. Ihr Buch «Aus der Zuckerfabrik» ist herausragend, inhaltlich und literarisch.</p>
<p>Falls Sie das Buch lesen wollen, geben wir Ihnen hier eine Einordnung der Berichterstattung mit Lesetipps:</p>
<p>📚 Das Buch ist experimentell. Das ist nichts Schlimmes. Es heisst einfach: Das Buch hat keinen Plot, die Textfragmente treten miteinander in Dialog. Die Verbindungen dürfen Sie herstellen. Befolgen Sie den <a href="https://www.zeit.de/2020/34/dorothee-elmiger-aus-der-zuckerfabrik-buch" target="_blank" rel="noopener">Rat der Autorin</a>: Wenn Ihnen eine Stelle zu wirr erscheint, lesen Sie einfach darüber hinweg.</p>
<p>📚 Das Buch zitiert eine Vielzahl historischer Persönlichkeiten. Sie haben diese Namen noch nie gehört? Das spielt keine Rolle. Auch hier: Folgen Sie dem Rat der Autorin, lesen Sie das Buch nicht mit zu viel Respekt. Alles, was Sie wissen müssen, steht im Text. Wissen über das zitierte Personal auszuspielen ist eine überholte Kritikereitelkeit. Es ist auch eine Form der Aneignung des Textes – im Buch selbst wirft Elmiger die Frage auf: Wie kann ich schreiben, ohne mir den Gegenstand des Textes anzueignen?</p>
<p>📚 Kolonialismus, Kapitalismus, Kant: Sie glauben, das Buch ist ein Männerbuch? Dann haben Sie vermutlich <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/ueberall-zeichen-und-zusammenhaenge-729643450104" target="_blank" rel="noopener">die eine</a> oder <a href="https://www.tagblatt.ch/kultur/elmiger-im-zuckerschock-ld.1247219" target="_blank" rel="noopener">andere Rezension</a> eines Kritikermannes gelesen — die statistische Wahrscheinlichkeit dafür ist in der Schweiz sehr hoch. Aber es stimmt nicht: Es kommen viele Frauen darin vor, mit <a href="https://www.woz.ch/-ad4a" target="_blank" rel="noopener">bemerkenswerten Biografien</a>. «Aus der Zuckerfabrik» ist ein sehr offener Text — Frauen lesen anders, Männer auch, das zeigt sich in diesem Fall deutlicher als gewöhnlich. Es geht in dem Buch um Rassismus UND um Sexismus, vor allem geht es darum, wie die beiden zusammenhängen.</p>
<p>Lesen Sie das Buch einfach selbst. Seien Sie neugierig. Haben Sie Humor. Lassen Sie sich berauschen. Viel Vergnügen!</p>
<h3>The Ugly – Goldene Tomate für den Sonntagsblick</h3>
<p>Wir haben es immer vermutet. Nun wissen wir: Jürg Halter KANN lächeln. Der Beweis gelang SRF-Literaturclub-Moderatorin Nicola Steiner jüngst in <a href="https://www.facebook.com/srfkultur/posts/3587044551357339" target="_blank" rel="noopener">einem Clip</a> mit dem düsteren Barden.</p>
<p>Nichts zu lächeln hatte Jürg Halter diese Woche. Am Sonntag publizierte der Sonntagsblick viereinhalb Doppelseiten zum Thema, wie «wir» durch die Krise kommen – und erntete damit einen <a href="https://twitter.com/QuotenTweet/status/1322856888220995584?s=20" target="_blank" rel="noopener">Shitstorm</a> auf Social Media. Unter den 111 portierten Persönlichkeiten waren lediglich 23 Frauen, auf der ersten Doppelseite war eine einzige Frau zu sehen, der Rest lauter Männer ü50, ü60, ü70, ü80. Zahlreiche Frauen protestierten, ganz genau sah der düstere Barde hin: Es sind alles <a href="https://twitter.com/halterjuerg/status/1322884529938378756" target="_blank" rel="noopener">Millionäre</a>, schreibt Jürg Halter auf Twitter, das sei geradezu zynisch.</p>
<p>Oder: Haben wir etwas verpasst und sie alle wollen freiwillig eine Solidaritäts-Sondersteuer zahlen – wie sie in Deutschland bei Wiederaufbau nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg erhoben wurde?</p>
<p>Liebe Medienkommission, lieber Nationalrat, lieber Ständerat: Wir bitten Sie inständig, integrieren Sie eine griffige Genderpolitik in die überarbeitete Version der Medienförderung. Retten Sie so die Herren an den Schaltstellen der Vierten Gewalt vor künftigen geschäfts- und gesellschaftsschädigenden Fauxpas.</p>
<p>Wir vergeben derweil den Preis der Goldenen Tomate.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/07/das-magazin-literaturkritik-sonntagsblick/">Das Magazin, Literaturkritik, Sonntagsblick</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bei dieser Story ging es um Clickbaiting</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/03/31/bei-dieser-story-ging-es-um-clickbaiting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 13:16:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=77520</guid>

					<description><![CDATA[<p>Push-Nachrichten, News, Live-Ticker, Grafiken, Interviews, Reportagen, Kommentare, Einordnungen – schon seit Wochen fahren die Medien die Corona-Krise riesig. Dass sie einen soliden Job machen, notierte ich schon vor zwei Wochen. Es gibt allerdings auch immer wieder Ausreisser. Einer dieser Ausreisser greife ich hier exemplarisch auf.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/31/bei-dieser-story-ging-es-um-clickbaiting/">Bei dieser Story ging es um Clickbaiting</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Push-Nachrichten, News, Live-Ticker, Grafiken, Interviews, Reportagen, Kommentare, Einordnungen – schon seit Wochen fahren die Medien die Corona-Krise riesig. Dass sie einen soliden Job machen, notierte ich schon vor zwei Wochen. Es gibt allerdings auch immer wieder Ausreisser. Einer dieser Ausreisser greife ich hier exemplarisch auf.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/31/bei-dieser-story-ging-es-um-clickbaiting/">Bei dieser Story ging es um Clickbaiting</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>50 Jahre Sonntagsblick: Sechs Ex-Chefredaktoren – sechs Erinnerungen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/25/50-jahre-sonntagsblick-sechs-ex-chefredaktoren-sechs-erinnerungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 10:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=67472</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bilder aus dem Liebesurlaub am Todestag von Prinzessin Diana, ein geheimes Papier über die UBS oder die Evakuierung der Redaktion: Christoph Grenacher, Bernhard Weissberg, Hannes Britschgi, Mathias Nolte, Fridolin Luchsinger und Christine Maier blicken zurück.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bilder aus dem Liebesurlaub am Todestag von Prinzessin Diana, ein geheimes Papier über die UBS oder die Evakuierung der Redaktion: Christoph Grenacher, Bernhard Weissberg, Hannes Britschgi, Mathias Nolte, Fridolin Luchsinger und Christine Maier blicken zurück.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/25/50-jahre-sonntagsblick-sechs-ex-chefredaktoren-sechs-erinnerungen/">50 Jahre Sonntagsblick: Sechs Ex-Chefredaktoren – sechs Erinnerungen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>50 Jahre Sonntagsblick: Einer für alle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/24/50-jahre-sonntagsblick-einer-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 10:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=67484</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor einem halben Jahrhundert galoppiert eine junge Redaktion ins Unbekannte. Das Abenteuer macht den Sonntag zum Lesetag – und pflügt die Medienwelt um.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/24/50-jahre-sonntagsblick-einer-fuer-alle/">50 Jahre Sonntagsblick: Einer für alle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem halben Jahrhundert galoppiert eine junge Redaktion ins Unbekannte. Das Abenteuer macht den Sonntag zum Lesetag – und pflügt die Medienwelt um.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/24/50-jahre-sonntagsblick-einer-fuer-alle/">50 Jahre Sonntagsblick: Einer für alle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der «Sonntags-Blick» wird 50 Jahre alt – seine besten Zeiten hat er hinter sich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/23/der-sonntags-blick-wird-50-jahre-alt-seine-besten-zeiten-hat-er-hinter-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Mar 2019 10:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=67510</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die goldenen Zeiten der Sonntagspresse sind vorbei. Nach einem zehnjährigen Boom haben in der Deutschschweiz bloss drei Titel überlebt. Der älteste unter ihnen, der «Sonntags-Blick», feiert nun den 50. Geburtstag.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/23/der-sonntags-blick-wird-50-jahre-alt-seine-besten-zeiten-hat-er-hinter-sich/">Der «Sonntags-Blick» wird 50 Jahre alt – seine besten Zeiten hat er hinter sich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die goldenen Zeiten der Sonntagspresse sind vorbei. Nach einem zehnjährigen Boom haben in der Deutschschweiz bloss drei Titel überlebt. Der älteste unter ihnen, der «Sonntags-Blick», feiert nun den 50. Geburtstag.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/23/der-sonntags-blick-wird-50-jahre-alt-seine-besten-zeiten-hat-er-hinter-sich/">Der «Sonntags-Blick» wird 50 Jahre alt – seine besten Zeiten hat er hinter sich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Braucht es den Sonntagsblick noch?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/22/braucht-es-den-sonntagsblick-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 10:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=67506</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor 50 Jahren erschien der erste Sonntagsblick. Es war die erste nationale, deutschsprachige Zeitung für den Sonntag. Wie geht es dem Sonntagsblick heute? Gespräch mit Hans Jürg Deutsch, er war damals Chefredaktor.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 50 Jahren erschien der erste Sonntagsblick. Es war die erste nationale, deutschsprachige Zeitung für den Sonntag. Wie geht es dem Sonntagsblick heute? Gespräch mit Hans Jürg Deutsch, er war damals Chefredaktor.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/22/braucht-es-den-sonntagsblick-noch/">Braucht es den Sonntagsblick noch?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Sehnsucht nach Europa</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/30/sehnsucht-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2015 11:37:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Hossli]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was soll ein Reporter auf der Balkan-Route? Er trifft Kinder, Profiteure, eine Greisin – und erlebt Menschlichkeit.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll ein Reporter auf der Balkan-Route? Er trifft Kinder, Profiteure, eine Greisin – und erlebt Menschlichkeit.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/30/sehnsucht-nach-europa/">Sehnsucht nach Europa</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frank A. Meyer über die SRG Das Glashaus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/05/17/frank-a-meyer-ueber-die-srg-das-glashaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2015 13:46:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[FAM]]></category>
		<category><![CDATA[Frank A. Meyer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4951</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist ja alles gut mit der SRG. Sie liefert, rund um die Uhr, Radio- und Fernsehsendungen für die Deutschschweiz, die französischsprachige Schweiz, das Tessin sowie die Region der Rätoromanen: kleine Sprachräume, winzige Räume sogar, vor allem für TV-Programme, die internationalen Ansprüchen genügen sollen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist ja alles gut mit der SRG. Sie liefert, rund um die Uhr, Radio- und Fernsehsendungen für die Deutschschweiz, die französischsprachige Schweiz, das Tessin sowie die Region der Rätoromanen: kleine Sprachräume, winzige Räume sogar, vor allem für TV-Programme, die internationalen Ansprüchen genügen sollen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/17/frank-a-meyer-ueber-die-srg-das-glashaus/">Frank A. Meyer über die SRG Das Glashaus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Strippenzieher</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/05/10/die-strippenzieher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2015 12:49:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Affäre Markwalder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4923</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Fall Markwalder rückt eine diskrete Branche ins Rampenlicht – die Berater mit Macht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fall Markwalder rückt eine diskrete Branche ins Rampenlicht – die Berater mit Macht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/10/die-strippenzieher/">Die Strippenzieher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Arena»-Chef Jonas Projer: Das ist der mächtigste Mann im Wahljahr</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/12/arena-chef-jonas-projer-das-ist-der-maechtigste-mann-im-wahljahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2015 12:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Projer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4495</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Freitag startet die neue «Arena». Das Konzept ist kaum bekannt, trotzdem hagelt es von den Parteien Kritik. Moderator Jonas Projer nimmt erstmals Stellung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag startet die neue «Arena». Das Konzept ist kaum bekannt, trotzdem hagelt es von den Parteien Kritik. Moderator Jonas Projer nimmt erstmals Stellung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/12/arena-chef-jonas-projer-das-ist-der-maechtigste-mann-im-wahljahr/">«Arena»-Chef Jonas Projer: Das ist der mächtigste Mann im Wahljahr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Transparenz von Fail zu Fail</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/07/23/transparenz-von-fail-zu-fail/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/07/23/transparenz-von-fail-zu-fail/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2013 15:25:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=15153</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Frage ist ein Dauerbrenner: Wie deklarieren Medien die Interessen Dritter, die ihre Berichterstattung beeinflussen, etwa Geschenke oder Vergünstigungen? Dass es mit der vielgepriesenen Transparenz nicht weit her ist, zeigen drei aktuelle Fälle fehlender oder mangelhafter Offenlegung aus Schweizer Medien. Eigentlich wäre doch alles ganz einfach. Aber offenbar immer noch kompliziert genug, dass es mit <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/23/transparenz-von-fail-zu-fail/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Frage ist ein Dauerbrenner: Wie deklarieren Medien die Interessen Dritter, die ihre Berichterstattung beeinflussen, etwa Geschenke oder Vergünstigungen? Dass es mit der vielgepriesenen Transparenz nicht weit her ist, zeigen drei aktuelle Fälle fehlender oder mangelhafter Offenlegung aus Schweizer Medien.</strong></p>
<p>Eigentlich wäre doch alles ganz einfach. Aber offenbar immer noch kompliziert genug, dass es mit der Umsetzung nicht richtig klappen will. Mal für Mal verpassen es Medien, sauber zu deklarieren, wenn Dritte Einfluss auf ihre Berichterstattung nehmen. Drei aktuelle Beispiel zeigen: Mit der viel beschworenen Transparenz ist es in Schweizer Medien nicht weit her. Was Medien von anderen fordern, sind sie selber nicht imstande einzulösen. Dabei wäre der Aufwand minimal, das Publikum ins Bild zu setzen, unter welchen Umständen die Berichterstattung zustande gekommen ist.</p>
<p><strong>1. Der Klassiker, Version NZZ</strong><br />
Galicien muss eine schöne Ecke sein. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die NZZ. Der unlängst <a href="http://www.nzz.ch/lebensart/reisen-freizeit/unbekanntes-galicien-1.18114814" target="_blank">auf der Reisen-Seite veröffentlichte Text</a> vermag durchaus das Interesse an einem Ferienbesuch er im Nordwesten Spaniens zu wecken. Der geübte Leser geht hier automatisch davon aus, dass jemand zur Reise eingeladen hat. So weit sind wir: Beim Reisejournalismus (und in gleich Masse auch dem Autojournalismus) nimmt man es inzwischen achselzuckend in Kauf, dass er korrupt ist. Genau darum könnte man ja problemlos mit offenen Karte spielen: «Zu dieser Reise hat die Organisation XY eingeladen.» 50 Anschläge reichen. In der NZZ suchen wir die Zeile vergeblich.</p>
<p>Die Autorin der Reisereportage schreibt, sie selbst <a href="https://twitter.com/brhnzz/status/357932434395893760" target="_blank">bedaure den Mangel an Transparenz</a>, aber «die NZZ macht leider nie solche Hinweise». Wie bitte? Der (bewusste?) Verzicht auf Transparenz als redaktioneller Courant normal? Will die Zeitung den Anschein der Käuflichkeit vermeiden? Man würde es gerne vom Chefredaktor persönlich erfahren. Doch der lässt sich bis heute Zeit mit einer Antwort. Wobei er sie auch so gibt. Schweigend.</p>
<p><strong>2. Unvollständig macht verdächtig</strong><br />
Nachdem das Schweizer Fernsehen über Missstände in der Vorzeigehütte des Schweizerischen Alpenclubs SAC am Monte Rosa berichtet hatte, meldete sich die <a href="http://m.schweizamsonntag.ch/ipad/articleView.htm?article=bGluZTJfTkFUX2xpbmUyLTE0XzA3XzIwMTNfU29ubnRhZ19SZWRha3Rpb25fdjFfMTMwNTYzOA==" target="_blank">«Schweiz am Sonntag» mit der Gegengeschichte</a>: Üble Kampagne, alles ganz anders, keine Probleme, Hütte läuft einwandfrei. In einem Nebensatz schreibt der Autor, dass er von Siemens zum Hüttenbesuch eigeladen wurde. Danach aber kein Wort mehr zur Rolle von Industriekonzern im Zusammenhang mit dem Renommierbau in den Alpen. Die unvollständig Transparenz irritiert. Was verschweigt der Journalist? Hat etwa Siemens den Lead in der Krisenkommunikation übernommen und Medien aufgeboten, der SRF-Berichterstattung etwas entgegenzuhalten? Nennt die Zeitung den zweiten Teil der Geschichte nicht, weil es für sie peinlich wäre, ihre Käuflichkeit zuzugeben?</p>
<p>Alles viel harmloser. Aber weil nicht offengelegt, führt der Transparenzhinweis auf eine falsche Fährte. In der Realität hat Siemens schon im März zur Pressereise eingeladen, als die Monte-Rosa-Hütte keine Schlagzeilen gemacht hatte. Ein Zufall also, dass ausgerechnet nach den Negativschlagzeilen der Trip zum Objekt angestanden hat. Ein Hinweis auf die speziellen Umstände hätte die Zweifel ausgeräumt. Auch Siemens wäre es recht gewesen, nicht in den Ruch der Spin-Doctors gerückt zu werden. Sprecher Benno Estermann findet: «Es wäre hilfreich gewesen, wenn der Journalist geschrieben hätte, dass die Reise seit Langem geplant gewesen war.»</p>
<p><strong>3. Eingebettet bei Eveline</strong><br />
Interviewtermin hoch über den Wolken. Der Sonntagsblick war exklusiv (für einmal tatsächlich) mit Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf im Bundesratsjet nach Moskau unterwegs. Das Ergebnis des Trips: Ein <a href="http://www.hossli.com/articles/2013/07/21/ruhig-wird-es-wohl-erst-wenn-ich-nicht-mehr-bundesratin-bin/" target="_blank">langes Interview</a> und ein <a href="http://www.hossli.com/articles/2013/07/21/mit-not-schoggi-am-gipfel-der-machtigen/" target="_blank">Making-of</a> mit Einblicken in den Arbeitsalltag der Magistratin. Die Kosten für die Reise im Bundesratsjet trägt die Eidgenossenschaft. Daraus hat der Autor auch keinen Hehl gemacht, sondern gar damit kokettiert, wenn er <a href="https://twitter.com/phossli/status/358862919997460480" target="_blank">in einem Tweet schrieb</a>: «Moskau retour. Embedded mit Eveline Widmer-Schlumpf in Russland.» Aber wer bezahlte den Rest? Unterkunft und Verpflegung in Moskau? Auch darüber gibt er<a href="https://twitter.com/phossli/status/358942876094316546" target="_blank"> auf Nachfrage via Twitter Auskunft</a>. Aber wieso nicht gleich und nicht dort, wo es interessiert, nämlich am Ende des Interviews?</p>
<p>Klar gibt es grössere Probleme als die fehlende Deklaration einer Pressereise. Klar gibt es den gesunden Menschenverstand und das Wissen um die Geschichte hinter der Geschichte, selbst wenn der Transparenzhinweis fehlt. Dennoch müssen Medien ein Interesse daran haben, von sich aus und nicht erst auf Nachfrage hin offenzulegen, wie ihre Berichterstattung zustande gekommen ist. Es geht um ihre Glaubwürdigkeit. Wer sich schon im Courant normal schwertut mit Transparenz, wird es nicht leichter haben, wenn es mal wirklich drauf ankommt, die Karten offenzulegen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/23/transparenz-von-fail-zu-fail/">Transparenz von Fail zu Fail</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Noch «viele Zufälligkeiten» im Newsroom</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/05/22/noch-viele-zufaelligkeiten-im-newsroom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 23:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Blick am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Newsroom]]></category>
		<category><![CDATA[Konvergenz]]></category>
		<category><![CDATA[Blick.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Jürg Auf der Maur]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor drei Jahren hat die «Blick»-Gruppe ihre Redaktionen in einem Newsroom neu aufgestellt. Wo die Grenzen der kanalübergreifenden Zusammenarbeit liegen, zeigt eine aktuelle Untersuchung am Beispiel des «Blick»-Politikressorts. Den einen gilt er als Zukunftsmodell redaktioneller Organisation. Andere sehen im Newsroom das Schreckbild industrieller Nachrichtenproduktion. Hierzulande befeuerte Ringier die Debatte mit dem Entscheid, die Redaktionen der <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/22/noch-viele-zufaelligkeiten-im-newsroom/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor drei Jahren hat die «Blick»-Gruppe ihre Redaktionen in einem Newsroom neu aufgestellt. Wo die Grenzen der kanalübergreifenden Zusammenarbeit liegen, zeigt eine aktuelle Untersuchung am Beispiel des «Blick»-Politikressorts.<br />
<span id="more-14178"></span><br />
Den einen gilt er als Zukunftsmodell redaktioneller Organisation. Andere sehen im Newsroom das Schreckbild industrieller Nachrichtenproduktion. Hierzulande befeuerte Ringier die Debatte mit dem Entscheid, die Redaktionen der «Blick»-Gruppe räumlich und organisatorisch zusammenzuführen. Das Branchenblatt «Schweizer Journalist» nannte damals den «Blick»-Newsroom das «wichtigste Projekt» im Schweizer Journalismus. Drei Jahre nach dem Start ist es ruhig geworden um den Newsroom, mit dem die Trennwände zwischen «Blick», «Blick am Abend», «Sonntagsblick» und blick.ch eingerissen wurden.</p>
<p>Doch wie bewährt sich die neue Struktur im Alltag? Wie konvergent arbeiten «Blick»-Journalisten heute? Eine <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/projektbericht_gysi.pdf">unabhängige Studie</a> liefert erstmals Antworten auf diese Fragen. Reto Gysi von Wartburg, <a href="http://www.fuw.ch/article/reto-gysi/" target="_blank">Redaktor bei der «Finanz und Wirtschaft»</a>, hat im Rahmen seines Studiums <a href="http://www.maz.ch/aktuell/news/492.asp" target="_blank">«New Media Journalism»</a> an MAZ und Leipzig School of Media das Politikressort der «Blick»-Gruppe näher angeschaut. Dazu absolvierte er während der Frühjahrssession der eidgenössischen Räte ein Praktikum in der «Blick»-Bundeshausredaktion, die seit einem Jahr ebenfalls als Newsroom organisiert ist. Insgesamt neun Leute arbeiten für «Blick» in Bern.</p>
<p>Die wohl wichtigste Voraussetzung für konvergentes Arbeit sei erfüllt, stellt Gysi von Wartburg in seiner Studie fest. «Eine eigentliche Verweigerungshaltung, für einen anderen Kanal als das eigene Stammmedium zu schreiben, ist nicht feststellbar.» Das sind mehr als nur hehre Absichtsbekundungen. Eine Auszählung sämtlicher Artikel aus dem Politikressort während dreier Wochen im März zeigt, dass Beiträge von allen neun Mitarbeitern in mindestens zwei der vier Kanäle veröffentlicht wurden. Insofern sei das Ziel erreicht, «dass alle für mehrere Kanäle schreiben.»</p>
<p>Dieser Befund sagt aber noch nichts über den tatsächlichen Grad der multimedialen Integration aus. Regelmässig bi-medial arbeiten im «Blick»-Politikressort nämlich nur die drei Mitarbeitenden, die primär für blick.ch zuständig sind. Sie schreiben auch regelmässig für den «Blick am Abend» und gelegentlich für den «Blick». Die Mitarbeiter mit gedruckten Stammmedien dagegen sind vorerst Printjournalisten geblieben. Ihre Artikel werden zwar auch online veröffentlicht, aber ohne ihr eigenes Zutun. Aus einem einfachen Grund: Längst nicht alle «Blick»-Journalistinnen und -Journalisten beherrschen das Online-Redaktionssystem.</p>
<p>Anspruch und Wirklichkeit klaffen auch anderswo im Newsroom noch auseinander. Die kanalübergreifenden Karrieren einzelner Themen kommen praktisch kaum vor, obwohl das ein deklariertes Ziel der Redaktion wäre. «Dass ein vom &#8218;Blick am Abend&#8216; aufgegriffenes Thema vom Politikressort im &#8218;Blick&#8216; weitergezogen wird, liess sich im Untersuchungszeitraum empirisch nicht feststellen», hält Reto Gysi von Wartburg in seiner Untersuchung fest.</p>
<p>Vom Ziel eines integrierten Newsrooms befindet sich das Politikressort vom «Blick» ein Jahr nach seiner Neustrukturierung noch weit entfernt. In den Abläufen steckt noch viel altes Denken drin. So steht die Tageszeitung innerhalb des Ressorts immer noch zuoberst in der Prestige-Hierarchie: «Hat jemand eine wirklich gute Geschichte, will er oder sie damit lieber in den &#8218;Blick&#8216;, als sie zuerst über blick.ch zu verbreiten», schreibt Gysi von Wartburg in seiner Studie. Vieles geschieht auch unbewusst. «Man entscheidet viel und schnell», sagt «Blick»-Politikchef Jürg Auf der Maur. «Und es hat, wie auf jeder Zeitungsredaktion, viel Zufälligkeiten drin.» Erschwerend für die Kommunikation kommt dazu, dass Ressortleiter Auf der Maur hauptsächlich in Zürich arbeitet und sein Team in Bern.</p>
<p>Zumindest punktuell hat der Newsroom die Arbeit des Politikressorts in die angestrebte multimediale und konvergente Richtung verändert. Da die Journalistinnen und Journalisten nicht mehr nach Kanälen getrennt arbeiten, wird mehr untereinander diskutiert. Ausserdem würden die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten in den vier Kanälen ausgenutzt und Geschichten bewusster platziert. Dass man erst am Anfang eines langen Prozesses steht, ist sich Ressortleiter Jürg Auf der Maur bewusst. Man müsse die Newsroom-Idee noch stärker implementieren, schreibt er in seiner Beurteilung der Studienarbeit. Dabei setzt man vor allem auf den Faktor Zeit. Durchaus ein mögliches Erfolgsrezept, da nachrückende jüngere Kollegen mit konvergenter Arbeit aus Ausbildung und Praktika besser vertraut sind, als altgediente Redaktoren, die nur schon Mühe haben ein CMS zu bedienen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/22/noch-viele-zufaelligkeiten-im-newsroom/">Noch «viele Zufälligkeiten» im Newsroom</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die missverstandene Stadt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joel Weibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 08:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Rothenbühler]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Pichard]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt Loderer]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Biel]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Lenz]]></category>
		<category><![CDATA[WOZ]]></category>
		<category><![CDATA[Dario Venutti]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Edipresse]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Fehr]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Jürg Scherrer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=10695</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kommt Biel in den nationalen Medien vor, zeichnen die Journalisten selten ein ausgewogenes Bild. Biel ist entweder hui oder pfui – aber meistens pfui. Das soll sich nun ändern: Biel findet Gefallen an der Idee von Pressereisen in die missverstandene Stadt. – Ein Gastbeitrag aus dem Bieler Tagblatt. «Wie schwul ist Biel?», titelte der «Sonntagsblick» <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Die missverstandene Stadt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kommt Biel in den nationalen Medien vor, zeichnen die Journalisten selten ein ausgewogenes Bild. Biel ist entweder hui oder pfui – aber meistens pfui. Das soll sich nun ändern: Biel findet Gefallen an der Idee von Pressereisen in die missverstandene Stadt. – Ein Gastbeitrag aus dem Bieler Tagblatt.<br />
<span id="more-30544"></span><br />
«Wie schwul ist Biel?», titelte der «Sonntagsblick» am 30. September. Man möchte zurückfragen: Wie schwul ist der «Sonntagsblick»? Und zwar mit der jugendsprachlich konnotierten Interpretation von schwul als Adjektiv für doof, dämlich, dümmlich. Das allerdings wäre zu dumm – schliesslich ist schwul kein Schimpfwort.</p>
<p>Aber wie dumm ist es, einen Artikel so zu betiteln, wenn es letztlich darum geht, zwei volle Seiten über Biel zu schreiben und dies durchaus sachlich? Abgesehen davon zeigt dieses jüngste Beispiel, dass die Wahrnehmung Biels in der Aussenperspektive speziell ist. Als Grundsatz lässt sich festhalten: Die Stadt Biel lässt niemanden kalt und dies seit Jahrzehnten. Das zeigt ein Querschnitt von Artikeln in den grossen Publikationen aus Zürich der letzten 18 Jahre. Beim Durchblick dieser Artikel stellt sich sehr schnell das Gefühl ein, dass Biel nicht als die Stadt wahrgenommen wird, die sie ist.</p>
<p>Nick Lüthi von der «Medienwoche», der in Bern lebt und Biel gut kennt, sagt es so: «Biel war in den Medien schon immer eine Attribut-Stadt: zum Beispiel Auto-Partei-Stadt, Sozialhilfe-Metropole, Expo-Stadt, Boom-Stadt, Auto-Stadt, Uhren-Stadt und nun eben Homosexuellen-Stadt. Quasi alle fünf Jahre erhält Biel ein neues Attribut.» Man könnte auch sagen: Die immer gleichen Attribute bleiben, und ab und zu kommt ein neues dazu. Zum Beispiel: <a href="http://www.svp-wohlen-anglikon.ch/wb/media/Media/WeWwo_2012_10_01_Biel_d2.pdf">«Biel der Analphabeten»</a> («Weltwoche», 27. 9. 2012, geschrieben von Alain Pichard, Stadtrat der GLP in Biel) oder die «Goldgräberstadt» («Der Bund», 29.12.2012, Benedikt Loderer, Stadtwanderer, Wahl-Bieler und BT-Kolumnist) oder das «ungezähmte» Biel («Wochenzeitung», 24.03.05) oder alternativ auch das «Liebesnest der Islamisten» («Weltwoche», 29.04.2010).</p>
<p>Alle diese Artikel zeugen auch davon, dass Biel-Texte meist grundsätzlich mit einem Gefühl der Sehnsucht oder der Abscheu gezeichnet werden. Peter Rothenbühler kombinierte beides in der «Schweizer Illustrierten» im August 1996: «Bei der Durchfahrt nach Biel war ich schockiert. […] Warum lässt man diese Stadt einfach verlottern? Was ist los mit Biel?», schrieb Rothenbühler, der Heimweh-Bieler, damalige Wahlzürcher und heutige Wahl-Lausanner. Nur einen Monat später schrieb der «Tages Anzeiger»: «In Biel werden in den nächsten Jahren Millionen investiert. Alles mit dem Ziel, die Stadt attraktiver zu gestalten.» Und mit dem Kennerblick aus Zürich fügte der Autor an. «Die Frage ist bloss, ob sie das braucht.» Wenn Zürich unter der höchsten Arbeitslosigkeit im Land und einem permanenten Einwohnerschwund leiden würde, wie Biel damals, würde der Autor dies kaum fragen.</p>
<p>Heute, 18 Jahre später, wurden die Millionen investiert, die zentrale Achse von Guisanplatz bis und mit Nidaugasse saniert, das Manor-Gebäude steht in der Innenstadt. Rolex, Sputnik, DT-Swiss und andere Firmen haben im Bözingenfeld gebaut, bald wird die Swatch-Group ein neues architektonisches Wahrzeichen aufstellen. Die Stadien werden wohl gebaut (im Gegensatz zu Zürich), unzählige Wohnungen sind entstanden, im Zentrum entsteht ein neuer Platz.</p>
<p>Und doch fragte der «Tages-Anzeiger» im August 2011: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kleine-Stadt-mit-heftigen-Eruptionen/story/26499965?track" target="_blank">«Was ist los in dieser Stadt?»</a> Der erste Satz des Textes von Dario Venutti beginnt mit den zwei Worten: Jürg Scherrer. Jürg Scherrer, der Wieder-Präsident der Autopartei, ehemalige Bieler Gemeinderat und ehemalige Nationalrat, hatte sich damals schon längst aus der Politik und dem öffentlichen Leben verabschiedet. Weil man in Zürich offenbar nur ihn kennt, hat Venutti Scherrer aus der Mottenkiste geholt und sein Porträt über Biel mit einem Spruch des italienischen Philosophen und Kommunisten Antonio Gramsci beschlossen: «Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren. Es ist die Zeit der Monster.»</p>
<p>Monster-Biel? Monströs ist höchstens, dass Scherrer nicht kleinzukriegen ist. Der Mann, der die Gaskammern im Zweiten Weltkrieg gegenüber dem Radio RTS im Jahr 2002 als ein «Detail der Geschichte» bezeichnet hat, gilt trotzdem immer wieder als kompetenter Auskunftspartner. Auch im «Sonntagsblick»-Artikel hatte er einen prominenten Auftritt: «Sie werden sehen, am Nachmittag wird es dunkel in Biel», diktierte Scherrer dem Sobli-Schreiber. Dieser schrieb zwei Absätze später: «Tatsächlich am Nachmittag wird es dunkel. Immer mehr dunkle Gesichter auf der Strasse.» Die «Wochenzeitung» vertritt eine andere Haltung. Der «Bund»-Journalist Christoph Lenz schrieb im April unter dem Titel «Bonne nuit, Bienne»: «Biel war einst die Hochburg von Hip-Hop, Punk, alternativer Subkultur. Doch jetzt regiert die Bauspekulation, Wohnbaugenossenschaften geraten unter Druck, alternativ genutzte Fabriken werden abgerissen und Plätze privatisiert. All das unter sozialdemokratischer Regie.»</p>
<p>Dass die Steuereinnahmen pro Kopf in Biel weit unter dem Durchschnitt der anderen Städte liegen und Biel dank der steigenden Anzahl Kinder rund 250 Millionen Franken in den nächsten zehn Jahren in die Schulen investieren muss und auch in der «Seeland-Metropole» (noch so ein Attribut) das Geld nicht auf der Strasse liegt, blendet der Autor aus. Er sehnt sich nach diesem anarchistischen Biel, während sich viele Bewohner Biels nicht mehr damit zufriedengeben wollen, dass alte Sandsteinhäuser mit Gerüsten gesichert werden müssen, um die Passanten vor Steinschlag zu schützen. Ausser in Biel gibt es das nur in den ausgestorbenen Vorstädten in Ostdeutschen Bundesländern.</p>
<p>Stadtpräsident Erich Fehr sagt dazu: «Die Synthese aus den Artikeln im ‹Tages-Anzeiger› und in der ‹Wochenzeitung› käme der Wahrheit schon näher.» Auch dem Stadtoberhaupt ist aufgefallen, dass Biels Wahrnehmung in den Deutschschweizer Medien nicht optimal ist. Er hat deswegen den Kontakt zu den Medienhäusern an der Limmat gesucht und hat sich und seine Stadt in Gesprächen auf höchster Ebene vorgestellt. «Damit die Journalisten beim nächsten Mal auch unsere Meinung einholen.»</p>
<p>Peter Rothenbühler, heute stellvertretender publizistischer Leiter bei Edipresse, analysiert das Problem etwas anders: «Der Artikel im Tages-Anzeiger war eine Frechheit, zu einseitig. Ich kann in jede Stadt gehen und nur mit den Extremisten sprechen. Das ist einfach. Der Autor hatte nie das Bestreben, diese Stadt zu verstehen und zu entdecken.» Aus Rothenbühlers Sicht sollte die Bieler Presse streng sein mit Biel. «Aber von Aussen kommen und nur das Negative berichten, das geht nicht.» Allerdings fügt er an: Wenn ein solcher Artikel komme, müsse sich eine Stadt fragen, was sie falsch gemacht hat. Er plädiert dafür, dass Biel für Journalisten Pressereisen anbietet und die Leute ansonsten mit ihren Attraktionen nach Biel lockt. Zudem solle der Stadtpräsident ein neues Projekt aufziehen. Den «Sonntagsblick»-Artikel hat Rothenbühler nicht gelesen, aber: «Dass die Homosexualität in Biel kein Thema war, ist sensationell. Das zeigt wie hochentwickelt die kulturelle und gesellschaftliche Toleranz in Biel ist.» Insgesamt komme Biel in der Berichterstattung in den nationalen Medien zu wenig gut weg. «Es gibt eine Tendenz, Biel als Stadt zu vieler Sozialfälle und zu vieler Muslime zu stigmatisieren. Das ist gefährlich, da muss man Gegensteuer geben.»</p>
<p>Das versucht Fehr derzeit. Auch die Pressereisen-Idee wird derzeit diskutiert. Allerdings will Fehr nicht einfach mit der Ankündigung eines neuen Grossprojektes positive Meldungen generieren: «Für die Grösse der Stadt sind wir, was Anzahl und Grösse der Projekte betrifft, derzeit stolz unterwegs. Jetzt setzen wir unsere Kraft in den Campus der Fachhochschule und die Detailarbeit bei Littering, Wohnqualität und so weiter. Das ist vielleicht ein Unterschied in unserer Kommunikation zu früher: Wir sprechen die Probleme an und arbeiten an ihnen. Gleichzeitig sprechen wir über die Vorzüge Biels. Wir haben das Ganze auf eine realistischere Ebene geholt.» Jetzt müssten nur noch die Journalisten aus Zürich den Realismus für sich entdecken.</p>
<p><small>Dieser Artikel erscheint heute im Bieler Tagblatt. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion durfte die Medienwoche den Text übernehmen.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Die missverstandene Stadt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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