<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SPD | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/spd/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Dec 2019 13:16:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gewählt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/12/03/politik-und-medien-geschockt-sozialdemokraten-an-die-spitze-der-spd-gewaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 13:16:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadtjournalisten]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=74856</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ja, sind denn die Genossen jetzt völlig bescheuert geworden? Politiker nahezu aller Parteien sowie Kommentatoren zahlreicher Medien haben am Wochenende geschockt und verstört auf die Nachricht reagiert, dass die SPD zwei Sozialdemokraten an die Spitze der Partei gewählt hat.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/12/03/politik-und-medien-geschockt-sozialdemokraten-an-die-spitze-der-spd-gewaehlt/">Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gewählt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, sind denn die Genossen jetzt völlig bescheuert geworden? Politiker nahezu aller Parteien sowie Kommentatoren zahlreicher Medien haben am Wochenende geschockt und verstört auf die Nachricht reagiert, dass die SPD zwei Sozialdemokraten an die Spitze der Partei gewählt hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/12/03/politik-und-medien-geschockt-sozialdemokraten-an-die-spitze-der-spd-gewaehlt/">Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gewählt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sensationen und Krokodilstränen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lothar Struck]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 12:21:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Chefredaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=6025</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sie ist bigott und wohlfeil, die Kritik, die derzeit auf die «Zeit» und ihren Chefredaktor Giovanni di Lorenzo niederprasselt: Schon nur mit Plagiator Guttenberg zu sprechen, sei unanständig, finden die Kritiker. Doch das Publikum ist nicht dumm. Es weiss sehr wohl die Kungelei zwischen Politik und Presse zu erkennen. Und es gibt sie überall. Da <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/">Sensationen und Krokodilstränen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/12/zeit_icon.jpg" alt="" width="120" height="71" /> Sie ist bigott und wohlfeil, die Kritik, die derzeit auf die «Zeit» und ihren Chefredaktor Giovanni di Lorenzo niederprasselt: Schon nur mit Plagiator Guttenberg zu sprechen, sei unanständig, finden die Kritiker. Doch das Publikum ist nicht dumm. Es weiss sehr wohl die Kungelei zwischen Politik und Presse zu erkennen. Und es gibt sie überall.<br />
<span id="more-28952"></span><br />
Da inthronisierte der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt (92) Ende Oktober in einer <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2011-43.html" target="_blank">«Spiegel»-Titelgeschichte</a>, zwei Jahre vor der Bundestagswahl, seinen politischen Ziehsohn Peer Steinbrück (64) als Kanzlerkandidaten der SPD. Flankiert wurde diese Offensive von der <a href="http://www.zeit.de/2011/44/DOS-Interview-Schmidt-Steinbrueck/komplettansicht" target="_blank">ehrwürdigen «Zeit»</a>, für die Schmidt seit 1983 als Herausgeber zeichnet sowie der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PRPrCqWt-Os" target="_blank">ARD-Talkshow «Günther Jauch»</a> – alles innerhalb weniger Tage.</p>
<p>Nicht nur von den Linken in der SPD, die Steinbrücks pragmatische Politikentwürfe eher ablehnen, wurde diese Omnipräsenz kritisch gesehen. Es drohte der GAU in Form des Überdrusses. Da halfen auch Steinebrücks kecke Distanzierungsversuche nicht («Mein Eindruck ist aber, dass die Republik heute keine schlaflosen Nächte hat über der Frage, wer Kanzlerkandidat der SPD wird»). Als sich herausstellte, dass man auf dem Umschlag von «Zug um Zug»,  auf dem die beiden Autoren Schmidt und Steinbrück als Schachspieler posieren, das Brett anfängerhaft <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/steinbrueck-schmidt-und-schachbrett-gate-komik-statt-symbolik-1744269.html" target="_blank">falsch positioniert hatte</a>, kam noch Spott dazu. Die beiden Welterklärer versagen schon beim Aufbau der Grundstellung des Schachspiels.</p>
<p>Vier Wochen später wird mit grossem Aplomb in der «Zeit» ein Ausschnitt aus einem wenige Tage später erscheinenden Interviewbuch mit Karl Theodor zu Guttenberg (CDU) <a href="http://www.zeit.de/2011/48/DOS-Guttenberg/komplettansicht" target="_blank">veröffentlicht</a>. Guttenberg (40) hatte in wenigen Jahren eine rasante Karriere bis hin zum Verteidigungsminister gemacht. Er galt als Lichtgestalt und war ein Medienliebling. Dann kam die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit nebst Rücktritt von allen Ämtern und Klausur in den USA. Jetzt wurde das Gerichtsverfahren gegen eine Zahlung von 20.000 Euro an einen karitativen Zweck eingestellt; er ist trotz seiner erwiesenen Urheberschutzverletzungen nicht vorbestraft.</p>
<p>Die beiden prominenten Personalien sind mit dem Namen des Chefredakteurs der «Zeit», Giovanni di Lorenzo (52), verknüpft. Di Lorenzo ist seit August 2004 Chefredakteur der «Zeit»; Schmidt gilt als sein Mentor. Anfangs war seine Präsenz im Blatt eher zurückhaltend. Dadurch fielen seine zumeist innenpolitischen Stellungnahmen umso deutlicher auf: Er trat vehement gegen eine Beteiligung der Linkspartei an rot-grünen Regierungen auf, wie dies in Hessen 2008 drohte, und <a href="http://www.zeit.de/2010/36/01-Sarrazin" target="_blank">verteidigte 2010 einige Thesen aus Thilo Sarrazins Buch</a> über die gescheiterte Integration muslimischer Einwanderer in Deutschland («Deutschland schafft sich ab») &#8211; gegen grössere Teile der Redaktion. In der Plagiatsaffäre plädierte er für die Trennung zwischen dem Amt des Verteidigungsministers und den Vorkommnissen um die Doktorarbeit und <a href="http://www.zeit.de/2011/09/01-Guttenberg-Dissertation-Doktortitel" target="_blank">hielt Guttenberg für weiterhin ministrabel</a>. Damit begab er sich abermals im Widerspruch mit nahezu allen Kommentatoren.</p>
<p>Di Lorenzos Guttenberg-Interview wird als parteiische PR-Inszenierung kritisiert. In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1612398/" target="_blank">behauptete Jürgen Kaube</a> von der FAZ, der seinerzeit energisch Stellung gegen Guttenberg bezogen hatte, der «Mogelei» sei eine «Plattform» eingeräumt worden. Andere verwenden gar das <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/themenderwoche/1619608/" target="_blank">Wort des «Steigbügelhalters»</a> – eine Vokabel, die eng verbunden ist mit dem Verleger Alfred Hugenberg und dessen Unterstützung der Nazis in den 1930er Jahren.</p>
<p>Nur weil ein Journalist auf Anregung eines Buchverlags mit einem gestrauchelten Minister spricht, macht er sich noch lange nicht gemein mit dessen zweifelhaften Methoden. Genau das unterstellen aber die Kritiker dem ZEIT-Chefredaktor mit seinem Guttenberg-Interview gemacht zu haben.  Dies wird aus dem Kommentar von di Lorenzo im März abgeleitet. Dabei hatte dieser den Verlust des Doktortitels damals als «angemessen» bezeichnet.</p>
<p>Einiges spricht dafür, dass diese Aufregung, verbunden mit Sorgen um die Unabhängigkeit eines konkurrierenden Mediums, nicht frei von Krokodilstränen ist. Di Lorenzo ist mehr als nur der <a href="http://www.schnauzerblog.de/?p=261" target="_blank">Eckermann</a> Guttenbergs; es ist sehr wohl eine journalistische Frageweise zu erkennen, wenn auch pointiertere Nachfragen in der Plagiats-Causa möglich gewesen wären.</p>
<p>Von einer einseitigen Berichterstattung der «Zeit» kann keine Rede sein. Es gibt ausführliche Gegenberichte aus der Redaktion und parallel zu einer Stellungnahme von di Lorenzo werden die schärfsten Kritiken abgedruckt. Wer sich aber auf di Lorenzo eingeschossen hat, übersieht das geflissentlich. So etwa <a href="http://www.freitag.de/kultur/1148-medientagebuch" target="_blank">Michael Angele vom «Freitag»</a>. Er konnte es nicht aushalten und fiktionalisiert das Ende des Interviews mit dem Abbruch durch Guttenberg. Ein typischer Ausbruch einer Sehnsucht nach Krawalljournalismus. Vielleicht gut für die Nerven. Aber auch gut für den Leser?</p>
<p>Die Nähe  von Qualitätsmedien zu politischen Personen oder Stoffen ist kein Zeitgeistphänomen. Die «Zeit» druckte mehrfach aus Günther Wallraffs Reportagen, die «FAZ» 2005 Auszüge aus den Memoiren Helmut Kohls. Imposant die Autorenliste der Vorabdrucke des «Spiegel», so u.a. Arnulf Baring, Franz Josef Strauss, Oskar Lafontaine und Thilo Sarrazin. Kann man hieraus per se eine neuralgische Parteinahme einer Redaktion schliessen? Ist nicht die seit Monaten fast obszöne, unterschwellig vorgetragene Parteinahme des «Spiegel» für Peer Steinbrück bedenkenswerter?</p>
<p>Dabei ist es eher ungewöhnlich, wenn sich Medien offensiv für eine politische Richtung einsetzen. 1998 erntete der damalige Chefredakteur der «Zeit», Roger de Weck, einen Proteststurm, als er vor der Bundestagswahl einen Regierungswechsel empfahl. Sehr viel weiter verbreitet, aber auch subtiler, ist die Gegnerschaft eines Medientitels zu einer politischen Richtung oder Persönlichkeit. Exemplarisch ist die des «Spiegel» gegenüber dem Kanzler Helmut Kohl zwischen 1982 und 1998. Auch Kampagnen in eigener Sache sind Journalisten nicht abgeneigt, wie man beim Mitherausgeber der «FAZ» Frank Schirrmacher sieht, der 2004 in einer konzertierten Aktion mit «Spiegel» und «ARD» sein Buch bewarb.</p>
<p>Ist es aber nicht sehr viel dekuvrierender, wenn sich der Popstar Guttenberg mit merkwürdigen rhetorischen Verrenkungen um Kopf und Kragen redet und seine politischen Freunde in abstruse Verschwörungen verwickelt sieht? Wird damit nicht auf subtilere Art ein Bild der Persönlichkeit gezeichnet als mit dem üblichen Gesinnungsjournalismus? Und für wie unterentwickelt wird eigentlich das Urteilsvermögen des Publikums eingeschätzt, solche Aufführungen nicht entsprechend einordnen zu können?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/">Sensationen und Krokodilstränen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/12/05/sensationen-und-krokodilstranen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>18</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
