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	<title>SRF 3 | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[10 vor 10]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Musikabend auf SRF 3: Schwer geniessbarer Mix aus Konserve und Frischware</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/20/musikabend-auf-srf-3-schwer-geniessbarer-hybrid-aus-konserve-und-frischware/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/05/20/musikabend-auf-srf-3-schwer-geniessbarer-hybrid-aus-konserve-und-frischware/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 09:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Sounds!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die legendäre SRF-Sendung «Sounds!» erklingt seit zwei Monaten nach einem neuen, «ganzheitlichen» Konzept. Soll es hören, wem es gefällt. Früher war nicht alles besser, aber anders. Eigentlich dürfte ich diese Zeilen gar nicht schreiben. Denn ich war Fan und bin also hochgradig befangen. Dreissig und mehr Jahre lang hörte ich regelmässig das Abendprogramm von Radio <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/20/musikabend-auf-srf-3-schwer-geniessbarer-hybrid-aus-konserve-und-frischware/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die legendäre SRF-Sendung «Sounds!» erklingt seit zwei Monaten nach einem neuen, «ganzheitlichen» Konzept. Soll es hören, wem es gefällt. Früher war nicht alles besser, aber anders.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97298" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Das-neue-Sounds-SRF3-20220520-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Eigentlich dürfte ich diese Zeilen gar nicht schreiben. Denn ich war Fan und bin also hochgradig befangen. Dreissig und mehr Jahre lang hörte ich regelmässig das <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/">Abendprogramm von Radio SRF 3</a>, zuletzt fast täglich – Pandemie sei Dank. Zuerst zwei Stunden «Music Special», vor allem die Reggae- und Rock-Sendungen, danach bis Mitternacht zwei Stunden Indie-Musik bei «Sounds!». Es waren die einzigen vier Stunden am Tag, diese «letzten Bastionen des ehemals stolzen Senders», die ich noch regelmässig auf SRF 3 hörte.<br />
</p>
<p>Seit dem 21. März heisst der Musikabend zwar immer noch (und wie seit über 40 Jahren) «Sounds!». Er hat aber mit dem gleichnamigen Vorläufer nicht mehr viel zu tun. Beim neuen Format handelt es sich um eine Fusion des alten «Sounds!» mit den vormaligen genrespezifischen «Special»-Sendungen. Damit wolle man eine <a href="https://medien.srf.ch/-/die-neuen-musikangebote-bei-radio%C2%A0srf%C2%A03%C2%A0-%C2%A0linear-und-digital" target="_blank" rel="noopener">«ganzheitliche» Musiksendung</a> bieten, welche «die verschiedenen Musikrichtungen miteinander verbindet». Und das neue Abendprogramm dauert nur noch drei statt wie bisher vier Stunden. Um 23 Uhr ist schon Schluss.</p>
<blockquote><p>Der neue Musikabend auf SRF 3 ist nach eigenen Angaben «ohne Scheuklappen» unterwegs und will «breite Zugänge» schaffen.</p></blockquote>
<p>Als Stammhörer der langjährigen Kombination von Specials und «Sounds!» habe ich mich mit der neuen Struktur auch nach zwei Monaten noch nicht angefreundet. Lange eingeübte Rituale prägen sich tief ein. Und die Radionutzung erfolgt nun mal stark ritualisiert. Wenn ich jetzt abends nach acht SRF 3 einschalte, dann tue ich das primär aus professionellem Interesse und nicht mehr als Fan. Auch darum schreibe ich nun trotz meiner langen und leidenschaftlichen Hörhistorie darüber: Ich versuche zu verstehen, worin der Mehrwert des neuen Konzepts gegenüber der früheren Programmstruktur liegen könnte.</p>
<p>Tatsächlich sprengt das neue «Sounds!» Genregrenzen. In ein und derselben Sendung geht es um eine neue Hip-Hop-Platte und bald darauf dreht sich alles um Ambient. Solche Sprünge können inspirierend wirken, einen zu Kopfreisen animieren oder überraschende Zusammenhänge aufzeigen, aber ich nehme sie vielmehr als Abspulen des Vielfaltsgebots gemäss Sendungskonzept wahr. Von allem ein Bisschen hat auch etwas Beliebiges. Vertiefung wäre mir lieber. Aber davon steht nichts im neuen Konzept; das war früher. Jetzt ist man «ohne Scheuklappen» unterwegs und will «breite Zugänge» schaffen.</p>
<blockquote><p>Es gibt weiterhin Strecken in der Sendung, die genauso locker und souverän daherkommen wie im «Sounds!» vor dem 21. März.</p></blockquote>
<p>Gegen einen eklektizistischen Ansatz wäre grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn die Moderation aus einem Guss und elegant durchs Programm führen würde. Bei überraschenden Stilsprüngen will ich erfahren, was das eine mit dem anderen verbindet und was sich die Redaktion dabei überlegt hat. Stattdessen gleicht die Rolle der Moderation der eines Content-Jockeys: hier ein Expertenstatement einspielen, da einen <a href="https://www.srf.ch/audio/sounds-story-talk" target="_blank" rel="noopener">Podcast</a> abrufen. Die vorproduzierten Elemente wirken als Fremdkörper in der Sendung, umso mehr, wenn sie, wie bei manchen Podcasts, gut hörbar <a href="https://www.srf.ch/audio/sounds-story-talk/sounds-story-ist-das-noch-musik-oder-bereits-ein-trip?id=12188268" target="_blank" rel="noopener">einem Skript folgen</a>. So degeneriert Radio – das Live-Medium per se – zu einem schwer geniessbaren Hybrid aus Konserve und Frischware.</p>

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<p>Natürlich gibt es weiterhin Strecken in der Sendung, manchmal auch eine ganze Stunde, die genauso locker und souverän daherkommen wie im «Sounds!» vor dem 21. März. Das liegt vor allem an Luca Bruno und Andi Rohrer, die mit ihren Stimmen und ihren Vorlieben für Kontinuität sorgen, wo sonst alle Zeichen auf Neuanfang stehen. Lea Inderbitzin, die auf den Wechsel hin dazugestossen ist, bringt mit ihrer unverblümten und direkten Art einen frischen Moderationsstil in die Sendung. Ihre Herkunft vom Jugendradio «3fach» aus Luzern lässt sich dabei nicht überhören. Ob Authentizität am Mikrofon aber auch heisst, jeden Kraftausdruck, der einem gerade über die Lippen geht, ungefiltert in den Äther zu artikulieren, ist vermutlich eine Geschmacksfrage.</p>
<p>Irgendwann wird mein berufliches Interesse am neuen «Sounds!» nachlassen, und ob ich dann als Privatperson die Sendung weiterhin höre, wage ich zu bezweifeln. Früher war nicht alles besser, aber anders. Wenn ich Bier mag und mir jemand ein Red Bull hinstellt, dann verzichte ich dankend darauf, verdamme aber das Dosengetränk nicht. Soll es trinken, wem es schmeckt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/20/musikabend-auf-srf-3-schwer-geniessbarer-hybrid-aus-konserve-und-frischware/">Musikabend auf SRF 3: Schwer geniessbarer Mix aus Konserve und Frischware</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Für alle etwas, für alle zu wenig: SRF 3 droht sich selbst überflüssig zu machen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/22/fuer-alle-etwas-fuer-alle-zu-wenig-srf-3-droht-sich-selbst-ueberfluessig-zu-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2022 21:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95829</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neue, erweiterte Musiksendung «Sounds!» ist am Montagabend gestartet worden. Sie ist kompetent gemacht, kann aber die abgeschafften Specials kaum ersetzen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/22/fuer-alle-etwas-fuer-alle-zu-wenig-srf-3-droht-sich-selbst-ueberfluessig-zu-machen/">Für alle etwas, für alle zu wenig: SRF 3 droht sich selbst überflüssig zu machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue, erweiterte Musiksendung «Sounds!» ist am Montagabend gestartet worden. Sie ist kompetent gemacht, kann aber die abgeschafften Specials kaum ersetzen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/22/fuer-alle-etwas-fuer-alle-zu-wenig-srf-3-droht-sich-selbst-ueberfluessig-zu-machen/">Für alle etwas, für alle zu wenig: SRF 3 droht sich selbst überflüssig zu machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SRF 3 wird eine stinknormale Radiostation</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/20/srf-3-wird-eine-stinknormale-radiostation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2022 12:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Musikjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95774</guid>

					<description><![CDATA[<p>Letzte Woche beendete Radio SRF 3 die jahrzehntelange Ära der unterschiedlichen «Special»-Sendungen, nächste Woche beginnt das neue Abendprogramm mit der ganzheitlichen Musiksendung. Ein Abgesang.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/20/srf-3-wird-eine-stinknormale-radiostation/">SRF 3 wird eine stinknormale Radiostation</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche beendete Radio SRF 3 die jahrzehntelange Ära der unterschiedlichen «Special»-Sendungen, nächste Woche beginnt das neue Abendprogramm mit der ganzheitlichen Musiksendung. Ein Abgesang.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/20/srf-3-wird-eine-stinknormale-radiostation/">SRF 3 wird eine stinknormale Radiostation</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Aus für SRF 3 Musik-Specials: Die letzten Bastionen sind gefallen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 07:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach fast vierzig Jahren streicht Radio SRF 3 seine abendlichen Musik-Specials aus dem Programm. Damit verschwindet ein wichtiges Stück Radio- und Musikgeschichte – mit einer Ausnahme. Der 1. November 1983 markierte eine Zäsur in der Deutschschweizer Mediengeschichte. Neben zahlreichen Privatradios, die erstmals auf Sendung gingen, legte an diesem Dienstag auch «Radio DRS» mit seinem neuen <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach fast vierzig Jahren streicht Radio SRF 3 seine abendlichen Musik-Specials aus dem Programm. Damit verschwindet ein wichtiges Stück Radio- und Musikgeschichte – mit einer Ausnahme.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignnone wp-image-95680 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF3-Music-Specials-Sterben-20220317-1-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Der 1. November 1983 markierte eine Zäsur in der Deutschschweizer Mediengeschichte. Neben zahlreichen Privatradios, die erstmals auf Sendung gingen, legte an diesem Dienstag auch «Radio DRS» mit seinem neuen Programm für ein junges Publikum los. Mussten sich bis dahin Pop und Rock, Jazz und Folk den Platz mit Volksmusik und Klassik auf den ersten beiden DRS-Kanälen teilen, so erhielten sie mit DRS 3 nun eine eigene Plattform.</p>
<p>Von zehn Uhr abends bis Mitternacht standen die nach Genres gegliederten Specials im Programm. In den ersten Jahren ab 1983 widmeten sich die Specials Black Music, Country, Rock und Folk. Am Freitag und Samstag war feiern angesagt mit den Sendungen «Let&#8217;s dance!» und «Let&#8217;s party!». Und zum Wochenausklang gab es am Sonntagabend ein «Jazz-Special».</p>
<blockquote><p>Selbst die radikale Umgestaltung 2002, bei der DRS 3 viele Sendungen der Gründungszeit kippte, überlebten die Specials.</p></blockquote>
<p>Mit dieser Programmstruktur war DRS 3 damals nicht allein. In einer ersten Bilanz zu den neuen Privatsendern schrieb die NZZ Ende November 1983: «Musikalische Akzente werden in den Programmen der Lokalradios abends unter anderem mit den als Specials angekündigten Sendungen gesetzt, die einer bestimmten Art von Musik gewidmet sind, etwa dem Rock &#8217;n&#8216; Roll.» Von diesen musikalischen Akzenten ist bei den kommerziellen Lokalradios schon länger nichts mehr zu hören. Bei DRS 3 (seit Ende 2012 SRF 3) sollten sich die Specials dagegen fast 40 Jahre im Programm halten. Selbst die radikale Umgestaltung 2002, bei der DRS 3 viele Sendungen der Gründungszeit kippte, überlebten die allabendlichen Musikhintergrundsendungen.<br />
</p>
<p>Ununterbrochen seit 1983 blieben einzig das <a href="https://www.srf.ch/audio/rock-special" target="_blank" rel="noopener">Rock Special</a> und das <a href="https://www.srf.ch/audio/black-music-special" target="_blank" rel="noopener">Black Music Special</a> im Programm. Andere verschwanden, neue kamen dazu, weitere wechselten den Namen oder den Sender. Als das <a href="https://www.srf.ch/audio/country-special" target="_blank" rel="noopener">Country Special</a> 2009 zu DRS 1 wechselte, folgte an seiner Stelle das Reggae-Special. Das Jazz-Special hatte 2002 ausgedient. Aus dem Blues-Special 2013 wurde <a href="https://www.srf.ch/audio/pop-routes" target="_blank" rel="noopener">Pop Routes</a>. Die früheren Sendungen Folk Special und Tropical Special firmierten ab 1995, respektive 2000, als <a href="https://www.srf.ch/audio/world-music-special" target="_blank" rel="noopener">World Music Special</a>. Ein Dance Special gab es von 1991 bis 1995.</p>
<blockquote><p>«Die abendlichen Musik-Specials von DRS/SRF 3 sind die letzten Bastionen des ehemals stolzen Senders.»<br />
<small>Stefan Künzli, Aargauer Zeitung, 2015</small></p></blockquote>
<p>Was die Sendungen verband und auszeichnete, war die profunde Sachkenntnis ihrer Macher:innen. Fachleute, die um den Globus reisten, auf der Suche nach Ungehörtem, wie etwa <a href="https://www.srf.ch/audio/world-music-special/fast-40-jahre-world-music-special-momente-fuer-die-ewigkeit?id=12153111" target="_blank" rel="noopener">Marianne Berna</a>, um nur einen Namen zu nennen. Während dreissig Jahren prägte die Musikjournalistin bis 2015 den World Music Special. Sie brachte einem interessierten Publikum insbesondere Musik aus Afrika näher, deren Protagonist:innen sie persönlich kannte und Grössen wie Fela Kuti auf Tournée begleitete. Wie Berna lebten und brannten auch alle anderen Special-Redaktor:innen und -Moderator:innen für «ihre» Musik.</p>
<p>Solch sorgfältige Pflege und Präsentation ausgewählter Musikstile in eigenen Sendungen hat bei SRF ausgedient. Nach 38 Jahren und vier Monaten verschwinden die Specials. 2015 schrieb der Aargauer Autor und Musikjournalist Stefan Künzli: «Die abendlichen Musik-Specials von DRS/SRF 3 sind die letzten Bastionen des ehemals stolzen Senders.» Und nun sind die letzten Bastionen gefallen.</p>
<p>SRF 3 will «Genres sprengen», wie sich der verantwortliche Abteilungsleiter <a href="https://medien.srf.ch/-/die-neuen-musikangebote-bei-radio%C2%A0srf%C2%A03%C2%A0-%C2%A0linear-und-digital" target="_blank" rel="noopener">ausdrückt</a>. Anstelle der bisherigen Specials gibt es neu ein um eine Stunde verlängertes Sounds!. Was auch heisst, dass der SRF3-Musikabend neu schon um elf Uhr endet und nicht wie bisher um Mitternacht. Sounds!, seit über vierzig Jahren die erste Anlaufstelle für Indie, Alternative und Underground, soll «musikalisch noch breiter und offener» werden. Die Genres aus den bisherigen Specials blieben «fixer und unverzichtbarer Bestandteil» der neuen Sendung. Mit zwei Podcasts will SRF 3 die Marke Sounds! erweitern. Nach offizieller Lesart handelt es sich also um einen Umbau und nicht um einen Abbau. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich mit Rahel Giger, Dominic Dillier und Lukie Wyniger gleich drei bisherige Specials-Macher:innen entschieden haben, beim neuen Musikabend nicht mitzuarbeiten. Ihr Know-how lässt sich nicht so leicht ersetzen.</p>
<blockquote><p>Vom Abbau verschont geblieben ist das Country Special, das weiterhin jeden Sonntag auf Radio SRF 1 zu hören ist.</p></blockquote>
<p>Kommt dazu, dass sich SRF 3 mit dem Entscheid, die Specials zu streichen, Konkurrenz geschaffen hat. Die sich im Aufbau befindliche <a href="https://beta.sonum.fm/" target="_blank" rel="noopener">Audioplattform sonum.fm</a> bietet einer Reihe der früheren Radioleute eine neue Heimat. Derzeit <a href="https://wemakeit.com/projects/soundfunding" target="_blank" rel="noopener">sammeln sie Geld</a>. Kommen die erforderlichen 60&#8217;000 Franken zusammen, sollen ab Herbst Sendungen erklingen im Stil der Specials und von Sounds! vor März 2022.</p>
<p>Vom Abbau verschont geblieben ist das <a href="https://www.srf.ch/audio/country-special" target="_blank" rel="noopener">Country-Special</a>, den es weiterhin und wie bisher am Sonntagabend auf Radio SRF 1 zu hören gibt. Seine Rettung war der Senderwechsel vor 13 Jahren. Die Sendung erinnert nun daran, welch hohen Stellenwert das Schweizer Radio einst der musikalischen Genrepflege beigemessen hatte.<br />
&#8212;<br />
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px"><em>Darum hörte ich Reggae Special: Bekenntnisse eines treuen Hörers</em> </h3>
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									Man musste Lukie nicht mögen, um die Sendung zu lieben								</span>
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							<em><p>In meinen Playlists muss man mit der Lupe nach Reggae suchen. Denn eigentlich mag ich die Klänge aus der Karibik nicht besonders, und noch weniger das ganze Drum und Dran. Aber wenn sich irgendwo in meiner Musiksammlung doch ein Stück Reggae findet, dann wegen ihm; wegen Lukie Wyniger, «Lukie mit ie und Wyniger mit y», wie er sich, nicht frei von Eitelkeit, am Sender vorzustellen pflegte.</p>

<p>Zehn Jahre lang moderierte der Basler DJ und Radiojournalist die Sendung <a href="https://www.srf.ch/audio/reggae-special" target="_blank" rel="noopener">Reggae Special</a> auf «Radio SRF 3». Im Zentrum standen stets Lukie und seine Lieblingsmusik. In dieser Reihenfolge. «Ich auf Jamaika», «ich mit Künstler X», «ich im Studio Y». Was andere genervt und ihnen Anlass zum Ausschalten geboten hätte, hielt mich gerade dabei.</p>

<p>Über die Jahre entwickelte ich eine Art Hassliebe und Dienstag 20 Uhr wurde zu einem der wenigen Pflichttermine in meinem sonst eher zufällig strukturierten Radiokonsum. Während ich andere Sendungen regelmässig als Podcast höre, gab es beim Reggae Special kein Pardon. Es musste live sein und auch nicht über Kopfhörer, sondern laut.</p>

<p>Natürlich hörte ich auch die anderen Specials von SRF 3, insbesondere die Rock-Ausgabe am Mittwoch, der ich von meinen musikalischen Vorlieben her eigentlich viel mehr zugetan gewesen wäre. Gemessen an der geschätzten Hördauer verbrachte ich dennoch deutlich mehr Zeit mit Reggae als mit Rock. Wieso eigentlich? Die Frage musste ich mir bisher nie stellen, weil es immer weiterging, Dienstag für Dienstag.</p>

<p>Wahrscheinlich bin ich deshalb so lange und bis am Schluss dabei geblieben, weil ich kein Reggae-Fan bin. Als Kenner und Spezialist hätte ich mich vermutlich genervt ob der Vorlieben des Moderators. Als Laie konnte mir das egal sein. Klar merkte ich mit der Zeit, dass immer wieder die gleichen Namen auftauchten. Das empfand ich aber nicht als einengendes Korsett, sondern ich vertraute dem Fachwissen des Moderators, dass es sich dabei wirklich um das Beste vom Besten handelt. Schliesslich weiss Wyniger auch, wer das Zeug zum nächsten Bob Marley hat.</p>

<p>Was mich über die Jahre auch als Hörer dabei hielt, war sein mitunter polarisierender Moderationsstil. Wyniger hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Er sagte auch, was ihm nicht gefällt. In der Kontroverse um sexistische und homophobe Texte von Dancehall-Künstlern schlug er sich wortreich auf die Seite von Kunstfreiheit und lokaler Tradition. Das konnte nerven, wenn man anderer Meinung war. Nur: Lieber ein Moderator, der seinen Standpunkt offensiv vertritt als einer, der rumdruckst und gar keine Stellung nimmt. Wyniger wollte es gar nicht allen recht machen. Gerade deshalb habe ich immer wieder eingeschaltet am Dienstag um acht. Am 15. März zum letzten Mal.</p>

Nick Lüthi</em>						  </div>
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		<title>Das Modell «Republik» soll nun auch den Radio-Journalismus retten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/17/das-modell-republik-soll-nun-auch-den-radio-journalismus-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 23:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[sonum.fm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95647</guid>

					<description><![CDATA[<p>All die spezialisierten Musiksendungen haben auf SRF3 ausgesendet. Nun wechseln viele der bekannten Stimme zu einer neuen Plattform, die auf Abopreise statt Gratisinhalte setzt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>All die spezialisierten Musiksendungen haben auf SRF3 ausgesendet. Nun wechseln viele der bekannten Stimme zu einer neuen Plattform, die auf Abopreise statt Gratisinhalte setzt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/das-modell-republik-soll-nun-auch-den-radio-journalismus-retten/">Das Modell «Republik» soll nun auch den Radio-Journalismus retten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NZZ&#160;Kommentar-Bot, SRF&#160;3&#160;Musik-Specials, Inside&#160;Paradeplatz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jan 2022 20:54:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Inside Paradeplatz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=94013</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Liest sich wie die NZZ, ist’s aber nicht «Nach dem Seuchensozialismus kommt der Klimasozialismus. Das ist eine Gefahr für die liberale Gesellschaft. Wie wir uns dagegen wappnen, erklärt Ihnen unsere Wirtschaftsredaktion» – Kenner*innen werden wahrscheinlich bei diesem Lead an die NZZ denken. Doch das stimmt nicht ganz: Der Text stammt von einem <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">NZZ Kommentar-Bot, <br>SRF 3 Musik-Specials, <br>Inside Paradeplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-94014" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Liest sich wie die NZZ, ist’s aber nicht</h3>
<p>«Nach dem Seuchensozialismus kommt der Klimasozialismus. Das ist eine Gefahr für die liberale Gesellschaft. Wie wir uns dagegen wappnen, erklärt Ihnen unsere Wirtschaftsredaktion» – Kenner*innen werden wahrscheinlich bei diesem Lead an die NZZ denken. Doch das stimmt nicht ganz: Der Text stammt von einem seit Ende letzten Jahres aktiven und sehr amüsanten Twitter-Account namens <a href="https://twitter.com/NZZbot" rel="noopener" target="_blank">«NZZ Kommentar Bot»</a>. </p>
<p>«Geht der Feminismus zu weit? Ein offenes Gespräch mit Andreas Glarner, Markus Somm und Eric Gujer» twitterte @NZZBot zum Beispiel. Oder: «Fridays for future? Warum Sie Ihre Teenager lieber in die MINT-Nachhilfe anstatt an Klimademos schicken.» Seine Entstehungsgeschichte erzählt @NZZBot so: «Wir zwangen unseren Bot über 1000 Artikel der NZZ des Eric Gujer zu lesen, nun twittert er selbstständig Hot Takes aus der liberalen Provinz» – und fügt, sicher ist sicher, noch «Parodie Account!» hinzu.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE wollte wissen, wie die NZZ und insbesondere Inlandchefin Christina Neuhaus und Chefredaktor Eric Gujer darauf reagieren. Denn beide erwähnt der Bot persönlich, zum Beispiel mit: «Die Schweiz muss sich von niemandem sagen lassen, wie sie die Pandemie zu meistern hat. Ein Kommentar von Christina Neuhaus.» Und: «Die Virusvarianten kommen und gehen, nur die Hysterie bleibt. Es gilt jetzt, trotz täglichen Rekordzahlen, Ruhe zu bewahren und nicht in einen unnötigen Aktionismus zu verfallen. Ein Kommentar von Eric Gujer.» Was meinen sie dazu?  «Wir wollen mit unserem Journalismus Debatten anstossen. Offenbar gelingt uns das», antwortete Karin Heim, Leiterin der NZZ-Unternehmenskommunikation.</p>
<p>Allerdings: Der @NZZBot stösst wohl kaum Debatten an und verleitet eher zu fröhlichem Gekicher.</p>
<h3>The Bad – Profilierte Stimmen verlassen SRF-3-Abendprogramm</h3>
<p>Abtauchen in fremde Musikwelten. Popgeschichte hören. Mit Musik verreisen. Oder sich berieseln lassen, bis einen plötzlich ein Stück aufhorchen lässt. Das bot bisher der Abend bei Radio SRF 3 mit den wechselnden «Music Specials» von Montag bis Freitag (<a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/pop-routes/pop-routes-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Pop Routes»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/reggae-special/reggae-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Reggae Special»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/rock-special/rock-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Rock Special»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/world-music-special/world-music-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«World Music Special»</a> und <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/black-music-special/black-music-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Black Music Special</a>»). </p>
<p>Ab Ende März 2022 findet der SRF-3-Abend neu ohne die charakteristischen und von Fans heiss geliebten «Specials» statt. Denn dann startet jeweils ab 20 Uhr ein «neuer und ganzheitlicher Musikabend». Laut Manuel Thalmann, Leiter Jugend &#038; Musik, sollen dabei die verschiedenen Genres der Specials weiterhin abgebildet und thematisiert werden: «Der neue Musikabend pflegt einen Umgang mit ‹fliessenden Grenzen› und sieht darin viel Potenzial.» Neu sollen ausserdem Podcast- und YouTube-Angebote dazukommen. Das neue Musikangebot werde kommuniziert, «sobald alle Details feststehen».</p>
<p>Klar, auch das SRF-3-Abenprogramm hat mit sinkenden Quoten zu kämpfen. Aber wird ein Musikprogramm mit «fliessenden Grenzen» das Problem wirklich lösen? Zumal einige profilierte Stimmen fehlen werden. Thalmann verspricht zwar, dass Inhalte und Stimmen der – Specials-Macher*innen «fixer und unverzichtbarer» Bestandteil des Programms bleiben werden. Doch mit Lukie Wyniger («Reggae Special», Bild oben), Rahel Giger («Word Music Special») und DJ Pesa («Pop Routes») haben sich drei der fünf «Special»-Moderator*innen entschieden, die SRF-Musikredaktion zu verlassen, wie Abteilungsleiter Thalmann auf Anfrage mitteilt. Ihr grosses Musikwissen werden sie mitnehmen.</p>
<h3>The Ugly – «Inside Paradeplatz» verdient sein Publikum</h3>
<p>Wenn Beni Frenkel für «Inside Paradeplatz» schreibt, kann es zu rechtlichen Schritten kommen. Bei seinem <a href="https://archive.ph/hGYrP" rel="noopener" target="_blank">Artikel</a> über Ellen Ringier und «Fritz+Fränzi» gab’s eine <a href="https://insideparadeplatz.ch/wp-content/uploads/2021/11/Gegendarstellung-Inside-Paradeplatz.pdf" rel="noopener" target="_blank">Gegendarstellung</a>. Und als er jüngst über die Wirtschaftsjournalistin Patrizia Laeri und deren Finanzplattform «elleXX» <a href="https://archive.ph/jANiq" rel="noopener" target="_blank">schrieb</a>, musste «Inside Paradeplatz» auf <a href="https://www.ellexx.com/de/themen/gesellschaft/ellexx-wehrt-sich-gegen-sexistische-berichterstattung-2/?ref=refind" rel="noopener" target="_blank">Klage von «elleXX»</a> hin entsprechende Aussagen vom Netz nehmen, weil er dabei sexistische Ausdrücke verwendet hatte. Zum gleichen Artikel ist zudem eine Klage von elleXX beim Zürcher Handelsgericht hängig.</p>
<p>Lukas Hässig, Betreiber von Inside Paradeplatz, reagierte darauf mit einem <a href="https://archive.ph/m7lwL" rel="noopener" target="_blank">weiteren Artikel</a>. Frenkels Text habe die Entwicklung des «elleXX»-Fonds ins Zentrum gestellt, dessen Performance bisher «wenig berauschend» sei, schrieb er. Und: «Die Anreicherung des kritisierten Berichts mit Beschreibungen zur Persönlichkeit Laeri hängt mit deren Auftritten zusammen.» </p>
<p>Laeri ist also selber schuld, wenn im Kopf von irgendwelchen Personen sexistische und frauenfeindliche Phantasien abgehen? Dass sie abgehen (und von «Inside Paradeplatz» gut gefüttert werden), zeigen sehr viele Kommentare zu den beiden Artikeln. Kommentare, die laut Hässig moderiert werden: «Credo ist, möglichst freie Meinungsäusserung; rote Linie sind Aufruf zu Gewalt, Pornographie, strafrechtliche Vorwürfe etc.», wie er auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt.</p>
<p>Es sind Kommentare, von denen «zurück in die Küche, Patty!» noch einer der netteren ist, es sind Kommentare, nach deren Lektüre man sich noch öfter die Hände waschen möchte als es Alain Berset empfiehlt. Hässig und Frenkel haben ganz offensichtlich das Publikum, das sie verdienen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">NZZ Kommentar-Bot, <br>SRF 3 Musik-Specials, <br>Inside Paradeplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>20 Minuten, SRF 3, CH Media</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/14/20-minuten-srf-3-ch-media/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2020 08:14:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[CH Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «20 Minuten» übernimmt Verantwortung Bei Berichterstattung über Suizid ist grundsätzlich äusserste Zurückhaltung geboten. Bei «20 Minuten» finden Leser*innen seit 2016 am Ende des Textes eine Servicebox, wenn es um Suizid geht. Dort gibt es Informationen zu verschiedenen Hilfsangeboten für Menschen, die entweder selber suizidgefährdet sind oder etwa eine nahestende Person durch Suizid <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/14/20-minuten-srf-3-ch-media/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/14/20-minuten-srf-3-ch-media/">20 Minuten, SRF 3, CH Media</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-Patrik-Müller-20201113b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-83357" /></p>
<h3>The Good – «20 Minuten» übernimmt Verantwortung</h3>
<p>Bei Berichterstattung über Suizid ist grundsätzlich äusserste <a href="https://www.suizid-netz-aargau.ch/fileadmin/user_upload/Checkliste_Medienberichterstattung.pdf" rel="noopener" target="_blank">Zurückhaltung</a> geboten. Bei «20 Minuten» finden Leser*innen seit 2016 am Ende des Textes eine Servicebox, wenn es um Suizid geht. Dort gibt es Informationen zu verschiedenen Hilfsangeboten für Menschen, die entweder selber suizidgefährdet sind oder etwa eine nahestende Person durch Suizid verloren haben. </p>
<p>Neu werden diese Serviceboxen auch bei Artikeln zu Themen wie Essstörungen, Stalking, Mobbing oder Rassismus eingesetzt – in Zusammenarbeit mit verschiedenen NGOs, Verbänden und Fachstellen. Verantwortlich für das Projekt ist unter anderem Remo Schraner, der 2019 seine Anstellung als Redaktor bei «20 Minuten» vorübergehend aufgegeben hatte, um sich seinem Blog «Der Volpe» zu widmen. Dort schreibt Schraner über seine eigene Depression.</p>
<p>Gaudenz Looser lässt sich in der Medienmitteilung hoffnungsvoll zitieren: «Wir möchten unsere soziale Verantwortung wahrnehmen und unsere Leserinnen und Leser in schwierigen Lebenssituationen bestmöglich unterstützen.» Noch ein bisschen schöner wäre, wenn die «20 Minuten»-Redaktion diese soziale Verantwortung auch bei der Artikel selber flächendeckend wahrnehmen würde. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<h3>The Bad – SRF 3 ruft zur Belästigung auf</h3>
<p>Dieses Jahr wird Weihnachten covid-bedingt etwas anders ausfallen. Dass deshalb das eine oder andere berufliche Weihnachtsessen abgesagt wird, reut mich persönlich nicht. Oder wie sollen Weihnachtsessen im Home-Office aussehen? Die Frage birgt humoristisches Potenzial – dachte man sich bei der Redaktion von Radio SRF 3. Das satirische Kuchendiagramm, das diese Anfang Woche geteilt hat, greift aber daneben: «Unangemessene Bilder an die Praktikantin schicken», heisst dort eine Kategorie. Haha.</p>
<p>Ha.</p>
<p>Dieser «Witz» ist ein Aufruf zu sexualisierter Belästigung.</p>
<p>Das Meme löste auf Twitter und Instagram einen Shitstorm aus. Die Redaktion krebste daraufhin zurück und ging sowohl öffentlich als auch in privaten Instagram-Nachrichten in die Defensive: Man habe auf humorvolle Weise auf noch immer geltende Missstände aufmerksam machen wollen, sei sich aber bewusst, dass man danebengegriffen habe. Die Redaktion gelobt Besserung. Das wäre schön, denn all I want for christmas is: Endlich keinen Sexismus mehr in Schweizer Redaktionen.</p>
<h3>The Ugly – CH Media übernimmt keine Verantwortung</h3>
<p>Als Reaktion auf die «Magglingen-Protokolle» in <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/07/das-magazin-literaturkritik-sonntagsblick/">«Das Magazin»</a> veröffentlichten die CH-Media-Zeitungen den Gastbeitrag  «Was darf eine Trainerin einem Athleten antun?» vom ehemaligen Paralympics-Champion Lukas Christen.</p>
<p>Was genau in Magglingen geschehen sei, schreibt Christen, wisse er nicht. Dennoch fühlt er sich dazu berufen, Folgendes zu kommentieren: «Dass man auf gewisse Gefühle im Nachhinein mit Verzweiflung und Gram reagiert, ist sehr menschlich. [&#8230;] Jedoch warne ich davor, das öffentlich zu tun». Korrekte Menschlichkeit und Spitzensport vertrügen sich schlecht, das müsse jede Athletin bedenken, so Christen.</p>
<p>Ein Schlag ins Gesicht der acht Frauen, die den Mut hatten, an die Öffentlichkeit zu treten. «Es handelt sich um einen externen Meinungsbeitrag, er wird auch klar als Gastbeitrag deklariert», schreibt CH-Media-Chefredaktor Patrik Müller auf Anfrage der MEDIENWOCHE. «Der Autor bringt breite Erfahrung als aktiver und sehr erfolgreicher Behindertensportler mit und im Sinne der Meinungsvielfalt soll und darf er seine Sicht der Dinge darlegen». Eine (wohlwollender) <a href="https://www.tagblatt.ch/meinung/kommentare/nach-neuen-missbrauchsvorwuerfen-junger-ex-kaderturnerinnen-gegen-magglingen-das-leiden-muss-endlich-aufhoeren-ld.1274177" rel="noopener" target="_blank">Kommentar zur Recherche</a> des «Magazin» habe man bereits einen Tag nach Erscheinen der Reportage publiziert.</p>
<p>Bloss: In einer Welt, in der es für Betroffene von sexualisierter Gewalt noch immer wahnsinnig viel Mut braucht, öffentlich darüber zu sprechen, ist das ein Nullargument. Journalismus bedeutet Verantwortung – und in diesem konkreten Fall hätte das Bedürfnis nach vielfältiger Meinung dieser Verantwortung untergeordnet werden müssen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/14/20-minuten-srf-3-ch-media/">20 Minuten, SRF 3, CH Media</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Weshalb keine «Bitches» und «Motherfucker» im Schweizer Radio laufen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/02/11/weshalb-keine-bitches-und-motherfucker-im-schweizer-radio-laufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2019 04:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meistgehörte Musik in der Schweiz ist harter, deutscher Rap. Radios machen aber trotzdem einen Bogen drum. Mit gutem Grund.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/11/weshalb-keine-bitches-und-motherfucker-im-schweizer-radio-laufen/">Weshalb keine «Bitches» und «Motherfucker» im Schweizer Radio laufen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meistgehörte Musik in der Schweiz ist harter, deutscher Rap. Radios machen aber trotzdem einen Bogen drum. Mit gutem Grund.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/11/weshalb-keine-bitches-und-motherfucker-im-schweizer-radio-laufen/">Weshalb keine «Bitches» und «Motherfucker» im Schweizer Radio laufen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Flugunglück: Soll man Bilder von Opfern und Angehörigen zeigen?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/27/flugunglueck-soll-man-bilder-von-opfern-und-angehoerigen-zeigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2015 19:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Germanwings]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schweizer Boulevardmedien zeigten nach dem Absturz der Germanwings-Maschine unter anderem ein Klassenfoto von tödlich verunglückten Jugendlichen. Wird uns der Absturz damit menschlich näher gebracht oder ist das pietätsloser Voyeurismus?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/27/flugunglueck-soll-man-bilder-von-opfern-und-angehoerigen-zeigen/">Flugunglück: Soll man Bilder von Opfern und Angehörigen zeigen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schweizer Boulevardmedien zeigten nach dem Absturz der Germanwings-Maschine unter anderem ein Klassenfoto von tödlich verunglückten Jugendlichen. Wird uns der Absturz damit menschlich näher gebracht oder ist das pietätsloser Voyeurismus?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/27/flugunglueck-soll-man-bilder-von-opfern-und-angehoerigen-zeigen/">Flugunglück: Soll man Bilder von Opfern und Angehörigen zeigen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>De Weck: «Das Attentat massakriert die Pressefreiheit nicht»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/08/de-weck-das-attentat-massakriert-die-pressefreiheit-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 14:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie Hebdo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Chef des grossen Medienhauses SRG SSR macht Roger de Weck das Attentat in Paris sehr betroffen. Am Donnerstagmorgen war er live zu Gast bei Mario Torriani.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/08/de-weck-das-attentat-massakriert-die-pressefreiheit-nicht/">De Weck: «Das Attentat massakriert die Pressefreiheit nicht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Chef des grossen Medienhauses SRG SSR macht Roger de Weck das Attentat in Paris sehr betroffen. Am Donnerstagmorgen war er live zu Gast bei Mario Torriani.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/08/de-weck-das-attentat-massakriert-die-pressefreiheit-nicht/">De Weck: «Das Attentat massakriert die Pressefreiheit nicht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Gute Musik und gute Quoten – das geht»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/27/gute-musik-und-gute-quoten-das-geht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2014 21:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Couleur 3]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Couleur 3 ist für viele der beste Schweizer Radiosender. Leiter Yves Demay spricht über den Vergleich mit dem kritisierten SRF 3 und erklärt, warum Geld für ihn keine Rolle spielt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/27/gute-musik-und-gute-quoten-das-geht/">«Gute Musik und gute Quoten – das geht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Couleur 3 ist für viele der beste Schweizer Radiosender. Leiter Yves Demay spricht über den Vergleich mit dem kritisierten SRF 3 und erklärt, warum Geld für ihn keine Rolle spielt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/27/gute-musik-und-gute-quoten-das-geht/">«Gute Musik und gute Quoten – das geht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 08:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Billag]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Aargau]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Empfangsgebühren]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Hochuli]]></category>
		<category><![CDATA[RTVG]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte. Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte.<br />
<span id="more-21189"></span><br />
Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des Bundeshauses und sprach mit verschiedenen Parlamentariern. Thema: Die Revision des Radio- und TV-Gesetzes, bei der sich die Räte nach zahlreichen Wendungen schliesslich doch einigen konnten. Ich versuchte auszuloten, ob das Gesetz in der Schlussabstimmung durchkommen wird und wie wahrscheinlich ein Referendum ist.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli just am Abend zuvor auf SRF 3 freimütig ausplauderte, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Schliesslich schaue sie ja weder fern, noch höre sie Radio. Auf den Hinweis des Moderators, dass sie mehrere empfangsfähige Geräte besitze und deshalb abgabepflichtig ist, sagte sie: «Wenn ich etwas nicht brauche, zahle ich auch nicht.» Rebellisch sei dies nicht.</p>
<p>Während ich also am Dienstagmorgen mit Natalie Rickli, Kurt Fluri und Jürg Grossen über die RTVG-Revision sprach, wusste ich zuerst noch nichts von Hochulis Äusserungen. Ich erfuhr es über unseren Blattmacher und sprach in der Folge auch die Parlamentarier darauf an. Je länger, je mehr kristallisierte sich heraus, dass eher Hochulis Verhalten und weniger das drohende RTVG-Referendum Gegenstand meines Artikels werden würden.</p>
<p>Obwohl ich es mir von einer ehemaligen SRG-Mitarbeiterin schlecht vorstellen konnte, ging ich zuerst davon aus, dass Hochuli schlicht nicht wusste, aufgrund ihrer zahlreichen Geräte und trotz TV- und Radio-Abstinenz Billag-Gebühren bezahlen zu müssen (ob das sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man sich streiten – aber das ist nicht Gegenstand dieser Kolumne). Also rief ich ihren Pressesprecher an, der mir von einem «Abkommen» zwischen der Billag und ihr erzählte. Es kam mir spanisch vor, zu eindeutig schien mir die Faktenlage. Ein Abkommen zugunsten einer Regierungsrätin? Wenn das stimmte, wäre der Skandal erst recht perfekt gewesen.</p>
<p>In der Absicht, seine Chefin zu entlasten, sandte mir der Pressesprecher Screenshots des vermeintlichen Abkommens. Der geschickteste Schachzug war das nicht – er belastete Hochuli nämlich zusätzlich. Im zugeschickten Schreiben wies die Billag die Politikerin darauf hin, dass sie aufgrund ihrer Abmeldung «folglich alle Empfangsgeräte ausser Betrieb setzen» müsse. Dass dazu auch Handys, Computer oder ein Autoradio zählen – Hochuli selbst machte nie einen Hehl daraus, solche Geräte zu besitzen –, wurde im Schreiben explizit erwähnt.</p>
<p>Was tun, wenn die Fakten derart gegen einen sprechen? Fehler eingestehen, Besserung geloben, nach vorne schauen – so könnte man meinen. In der Kommunikationsmaschinerie Hochulis schien diese Sichtweise noch nicht vorzuherrschen. Zwar liess ihr Sprecher ausrichten, dass es ihr «leid tue, falls sie etwas getan haben sollte, das trotz Billag-Absolution nicht in Ordnung sein sollte». Am Tag darauf, als der Artikel also längst erschienen war, schrieb der gleiche Sprecher: Frau Hochuli werde künftig die Gebühren entrichten, «falls sie dazu verpflichtet ist». Einsicht tönt anders.</p>
<p>Das deutet darauf hin, dass es Hochuli eben doch in erster Linie ums Rebellentum geht. Sie schien gar richtiggehend stolz auf ihren «zivilen Ungehorsam», sonst hätte sie gegenüber dem SRF-Moderator ihre Billag-Verweigerung kaum bereits im Vorgespräch erwähnt. Weshalb für etwas bezahlen, das man nicht konsumiert? Ich kann dieser Sichtweise durchaus etwas abgewinnen – nur greift sie zu kurz.</p>
<p>Gerade als hochrangige Behördenvertreterin muss die Aargauer Politikerin ein vitales Interesse daran haben, dass die demokratisch legitimierten Gesetze eingehalten werden. Da muss sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen, so wenig sie die entsprechenden Paragraphen gutheisst. Sonst leistet sie genau jenen Kräften Vorschub, die sich um demokratische Spielregeln foutieren, weil «die da oben» ja ohnehin machten, was sie wollten.</p>
<p>Mit der Gebührenverweigerung macht Susanne Hochuli zudem unfreiwillig Werbung für die neue Medienabgabe, die ab 2018 alle Haushalte zahlen sollen &#8211; unabhängig von der konkreten Mediennutzung und den vorhandenen Empfangsgeräten. Kontrollen, wer mit welchen Geräten welche Programme konsumiert, werden damit obsolet. Es ist die Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet eine Billag-Verweigerin das beste Argument für eine flächendeckende Abgabepflicht liefert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 07:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Gilli]]></category>
		<category><![CDATA[Tele Züri]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska von Grünigen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein freundlich-fieses Staccato ist längst landesweit bekannt. Pointiert, blitzschnell und mit fast schon besessener Hartnäckigkeit talkt Markus Gilli seit über 15 Jahren im regionalen TV.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/">Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sein freundlich-fieses Staccato ist längst landesweit bekannt. Pointiert, blitzschnell und mit fast schon besessener Hartnäckigkeit talkt Markus Gilli seit über 15 Jahren im regionalen TV.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/">Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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