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	<title>Stefan Keller | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Jul 2021 08:56:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>«Jede gute Recherche muss eine Grenze verletzen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/10/jede-gute-recherche-muss-eine-grenze-verletzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2021 08:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Keller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie der Journalismus das Geschichtsbild der Schweiz verändert hat und warum man an der eigenen Wahrheit besser immer zweifelt: Ein Gespräch mit WOZ-Redaktor Stefan Keller aus Anlass seiner Pensionierung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Journalismus das Geschichtsbild der Schweiz verändert hat und warum man an der eigenen Wahrheit besser immer zweifelt: Ein Gespräch mit WOZ-Redaktor Stefan Keller aus Anlass seiner Pensionierung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/10/jede-gute-recherche-muss-eine-grenze-verletzen/">«Jede gute Recherche muss eine Grenze verletzen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Es geht auch ohne «Lex Weltwoche»</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[WOZ]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt W. Zimmermann]]></category>
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		<category><![CDATA[Eigentumsverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Keller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Forderung von sechs Parteipräsidenten nach Offenlegung der Eigentumsverhältnisse der Weltwoche ist bereits erfüllt – ganz ohne neues Gesetz. Überhaupt wäre eine «Lex Weltwoche» ein unzulässiger Eingriff in die Medienfreiheit, schreibt die linke WOZ der Politik ins Stammbuch. Als Medienkolumnist geniesst Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche offensichtlich grosse Narrenfreiheit. Die geht so weit, dass <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/20/es-geht-auch-ohne-lex-weltwoche/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/01/wewo_logo.jpg" alt="" width="120" height="117" /> Die Forderung von sechs Parteipräsidenten nach Offenlegung der Eigentumsverhältnisse der Weltwoche ist bereits erfüllt – ganz ohne neues Gesetz. Überhaupt wäre eine «Lex Weltwoche» ein unzulässiger Eingriff in die Medienfreiheit, schreibt die linke WOZ der Politik ins Stammbuch.<br />
<span id="more-30423"></span><br />
Als Medienkolumnist geniesst Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche offensichtlich grosse Narrenfreiheit. Die geht so weit, dass er sogar eines der – vermeintlich – <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002621.html" target="_blank">bestgehüteten Geschäftsgeheimnisse</a> der Schweizer Medien ausplaudern darf: die Eigentumsverhältnisse seines Auftraggebers, der Weltwoche. Er habe sich darüber vorgängig nicht mit Verleger und Chefredaktor Roger Köppel abgesprochen, teilt Zimmermann auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Folgendes weiss er zu schreiben:</p>
<blockquote><p>Als Roger Köppel 2006 die Weltwoche kaufte, musste er nach meinen Informationen gegenüber dem Verkäufer Tito Tettamanti eine fünfjährige Sperrfrist eingehen, während deren er nicht an Dritte verkaufen durfte. Dafür sicherte Tettamanti die Bankkredite ab, weil keine Bank einem Journalisten einfach so zwölf Millionen leiht. Seit 2007 hat Köppel jährlich zwischen ein und zwei Millionen Franken verdient und die Kredite zu gutem Teil zurückzahlen können.</p></blockquote>
<p>Nun braucht das freilich (noch) nicht die ganze Wahrheit zu sein. Dessen ist sich auch Zimmermann bewusst, wenn er schreibt «nach meinen Informationen». Er relativiert seine Aussagen aber nur insofern, als «auch Double- und Triple-Checks nie ganz ausschliessen, dass man in den Details nicht ganz richtig liegt.» Doch er denke, «dass im vorliegenden Fall meine Informationen halten». Zumindest das, was da steht, sollte also stimmen. Sonst hätte Verleger Köppel die Kolumne wohl kaum zur Veröffentlichung freigegeben.</p>
<p>So wohlfeil die <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite/?newsid=203574" target="_blank">Forderung der Parteipräsidenten</a> nach Transparenz bei der Weltwoche, so schnell und unspektakulär wurde sie nun erfüllt. Ob sich die Politiker mit Zimmermanns Angaben zufriedengeben, können wir sicher in der Sonntagszeitung lesen. Der berechtigten Forderung nach Transparenz über die Eigentumsverhältnisse von Medienunternehmen haben die Politiker mit ihrem maulheldenhaften Auftritt einen Bärendienst erwiesen. Wer sich um eine Offenlegung der <a href="http://www.sonntagonline.ch/blog/410/" target="_blank">eigenen Sponsoren drückt</a>, dem steht es schlecht an, Transparenzforderungen in Richtung Medien zu stellen. Deutsch und deutlich erteilt denn auch ein anderer Medienkolumnist, Stefan Keller in der Wochenzeitung WOZ, eine Absage an die geforderte «Lex Weltwoche» mit Verweis auf die verfassungsmässig garantierte Medienfreiheit:</p>
<blockquote><p>Es ist also bestimmt nicht an der Politik, einzuschreiten, wenn eine Zeitung «unter dem Deckmantel von Recherchen» (Zitat SP-Präsident Levrat, Anm. d. Red.) politische Kampagnen anzettelt (..). Selbst wenn eine Zeitung wie die Weltwoche ständig halb wahre Informationen verbreitet und bösartige Unterstellungen publiziert, sollte die Politik sich hüten, deshalb gleich neue Mediengesetze zu fordern.</p></blockquote>
<p>Auch Zimmermann hält die Intervention der Parteipräsidenten für unangebracht und «höchst kontraproduktiv», da sie «ohne vorgängige Diskussion mit der Medienbranche einen einseitigen Aktionismus gestartet» hat. Grundsätzlich würde er aber ein Gesetz unterstützen, «wonach Medienhäuser all ihre Aktionäre benennen müssen, die mehr als zehn Prozent ihres Kapitals halten».</p>
<p>P.S. Da war noch was in Zimmermanns Kolumne. Er äussert sich nicht nur zu den Eigentumsverhältnissen der Weltwoche, sondern übt auch noch scharfe Kritik an deren Berichterstattung zur Affäre Hildebrand, im Speziellen am Artikel von Urs Paul Engeler vom 5. Januar: «Allerdings beging das Blatt den hitzköpfigen Fehler, Hildebrand als Lügner und als Gauner zu betiteln. Die Debatte wurde dadurch unnötig emotionalisiert.» Solche Selbstkritik – auch wenn hier «nur» der Medienkolumnist Position bezieht – wünscht man sich auch von anderen Medien zu ihrer Leistung in der Affäre Hildebrand.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/20/es-geht-auch-ohne-lex-weltwoche/">Es geht auch ohne «Lex Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Einen GAV gibt’s nur ohne Lebrument</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 07:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpartnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Keller]]></category>
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		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesamtarbeitsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Löhne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was in anderen Branchen zum sozialpartnerschaftlichen Einmaleins gehört, ist in den Deutschschweizer und Tessiner Medien schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr: Seit 2004 stehen die Journalisten ohne Gesamtarbeitsvertrag GAV da – mit teils verheerenden Folgen. Nun sehen die Gewerkschaften einen Silberstreifen am Horizont: Sie hoffen auf die Mindestlohninitiative und den eben erfolgreich erneuerten Vertrag in der <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/einen-gav-gibts-nur-ohne-lebrument/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/hanspeter_lebrument.jpg" alt="" width="120" height="120" />Was in anderen Branchen zum sozialpartnerschaftlichen Einmaleins gehört, ist in den Deutschschweizer und Tessiner Medien schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr: Seit 2004 stehen die Journalisten ohne Gesamtarbeitsvertrag GAV da – mit teils verheerenden Folgen. Nun sehen die Gewerkschaften einen Silberstreifen am Horizont: Sie hoffen auf die Mindestlohninitiative und den eben erfolgreich erneuerten Vertrag in der Westschweiz als Hebel für neue GAV-Verhandlungen. Grösster Hemmschuh ist und bleibt Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument.<br />
<span id="more-28881"></span><br />
In der Westschweiz tritt heute der revidierte <a href="http://www.impressum.ch/impressum/de/i-news/i-Info/2011/1106/cctinkraft.html" target="_blank">Gesamtarbeitsvertrag GAV für die Medienbranche</a> in Kraft. Ein Vorgang, von dem die Berufverbände diesseits des Röstigrabens nur träumen können. Seit 2004 leben die Deutschschweizer und Tessiner Jorunalistinnen und Journalisten ohne GAV. «Unsere Strategien sind gescheitert», gesteht Stefan Keller, seit 2005 Präsident Sektor Presse bei Comedia, heute Syndicom. Der Graben ist tief zwischen den Sozialpartnern in der Medienbranche. Begriffe wie Lohnverhandlung und Gesamtarbeitsvertrag haben in Verlegerkreisen einen unschönen Klang.</p>
<p>Bezeichnend, dass Keller in den sechs Jahren seines gewerkschaftlichen Engagements den Verlegerpräsidenten nur ein einziges Mal persönlich getroffen hat. «Ohne Hanspeter Lebrument wären die Voraussetzungen für GAV-Verhandlungen wohl eher wieder intakt», schätzt er. Keller beruft sich dabei – ohne Namen zu nennen – auf entsprechende Aussagen von Kaderleuten aus den Verlagen. Auch Syndicom-Generalsekretärin Stefanie Vonarburg sagt, dass es der Verlegerpräsident geschafft habe, das Thema GAV bei den Arbeitgebern der Branche praktisch zu tabuisieren. Die Folgen seien besonders in den letzten zwei Jahren für freie Medienschaffende und Berufseinsteiger verheerend. Die Rede ist von Lohndumping und Löhnen von zum Teil weit unter 4000 Franken bei hundertprozentiger Arbeitsleistung.</p>
<p>Nun klammern sich die Gewerkschaften an den Strohhalm der Mindestlohninitiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Sie hoffen, damit die Lohndiskussion auch in der Medienbranche anzuschieben, um auf diesem Umweg doch noch mit den Verlegern ins Gespräch zu kommen. Stefanie Vonarburg: «Dabei ist es nicht unser Ziel, für die Branche staatliche Mindeslöhne festsetzen zu lassen, das muss über einen GAV konkretisiert werden.» Die vom Verlegerverband nach der Aufkündigung des Journalisten-GAV 2004 festgelegten Mindeststandards sei hier kein akzeptierbarer Ersatz. «Er wurde einseitig von den Verlegern erlassen und wird laufend unterwandert», sagt Vonarburg.</p>
<p>Doch die Sozialpartner werden kaum miteinander ins Gespräch kommen, denn Lohndiskussionen sind beim Verband Schweizer Medien VSM kein Thema. «Die Presselandschaft ist in der Schweiz zu verschieden», erklärt VSM-Geschäftsführer Urs F. Meyer am Unterschied zwischen den Zürcher Grossverlagen und etwa dem Wohlener Anzeiger. Bereits im GAV 2000 jedoch waren für kleine und mittlere Verlage Sonderregelungen vorgesehen, die allerdings nie beansprucht worden waren. Ein Lohnregulativ ist demnach auch für knapp kalkulierende Häuser offenbar weit weniger problematisch, als es die Verleger gemeinhin darstellen. Doch Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument glaubt nicht, dass sich die Haltung der Verleger ändern werde. Seit dem Ende des GAV habe sich die Arbeitswelt verändert, sei die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine andere. «Jedes Verlagshaus hat heute sein eigenes von Kiga und Seco abgesegnetes Personalreglement. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man jetzt für die Journalisten gesonderte Mindestlöhne einführen sollte.»</p>
<p>Gestern gab es einen weiteren Dämpfer: Der Bundesrate will die Regulierung der Presse <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/30/problem-erkannt-entscheid-verweigert/" target="_self">allein dem Markt überlassen</a> – obwohl er den Befund der Wissenschaft anerkennt, dass der Markt alleine die Vielfalt und Qualität der Presse nicht gewährleisten kann. Ein winziger Hoffnungsschimmer bleibt dennoch: Die Tripartite Kommission des Bundes (TPK Bund), bestehend aus den Sozialpartnern sowie dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), hat für das laufende Jahr die tiefen Löhne im Journalismus im Fokus und will mit einer arbeitsmarktlichen Studie die Arbeitsverhältnisse untersuchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/einen-gav-gibts-nur-ohne-lebrument/">Einen GAV gibt’s nur ohne Lebrument</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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