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	<title>Stefan Plöchinger | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 07:04:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>SZ-Digitalchef Plöchinger sagt, wieso wir agil werden müssen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/23/wieso-wir-agil-werden-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2015 20:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Plöchinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Junge Leser nutzen das Netz ganz anders als alte. Während die Journalistenbranche immer noch über den besten Weg von Print nach Online debattiert, ist die Realität schon eine Station weiter.» Stefan Plöchinger, Chefredaktor Süddeutsche.de</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/23/wieso-wir-agil-werden-muessen/">SZ-Digitalchef Plöchinger sagt, wieso wir agil werden müssen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Junge Leser nutzen das Netz ganz anders als alte. Während die Journalistenbranche immer noch über den besten Weg von Print nach Online debattiert, ist die Realität schon eine Station weiter.» Stefan Plöchinger, Chefredaktor Süddeutsche.de</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/23/wieso-wir-agil-werden-muessen/">SZ-Digitalchef Plöchinger sagt, wieso wir agil werden müssen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wider das Misstrauen und die Prangerkultur</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/18/wider-das-misstrauen-und-die-prangerkultur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Fürst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2015 09:04:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Plöchinger]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Haller]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Kotynek]]></category>
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		<category><![CDATA[Juliane Leopold]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalismus sieht sich mit einer neuen Welle der Medienkritik konfrontiert. Redaktionen analysieren vermehrt das Nutzerverhalten und suchen nach publikumsnahen Formaten. Dabei betonen sie die journalistische Relevanz und halten traditionelle ethische Standards hoch. Geht das zusammen? Die Jahrestagung des Netzwerks Medienethik suchte nach Antworten. «Unterm Strich suchen die Leser nicht billige Scheisse, sondern Tiefe.» Selten <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/18/wider-das-misstrauen-und-die-prangerkultur/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalismus sieht sich mit einer neuen Welle der Medienkritik konfrontiert. Redaktionen analysieren vermehrt das Nutzerverhalten und suchen nach publikumsnahen Formaten. Dabei betonen sie die journalistische Relevanz und halten traditionelle ethische Standards hoch. Geht das zusammen? Die Jahrestagung des Netzwerks Medienethik suchte nach Antworten.<br />
<span id="more-23545"></span><br />
«Unterm Strich suchen die Leser nicht billige Scheisse, sondern Tiefe.» Selten hört man so deutliche Worte auf einer Tagung, auf der Wissenschaftler und Journalisten gemeinsam diskutieren. In der vergangenen Woche wurde in München über die <a href="http://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/tagung2015/" target="_blank">«Zukunft des Journalismus»</a> verhandelt und über medienethische Probleme debattiert. In unverblümter Weise sprach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Pl%C3%B6chinger" target="_blank">Stefan Plöchinger</a>, Chefredaktor von Süddeutsche.de, bei seinem öffentlichen Abendvortrag vor rund 100 Teilnehmern über Nutzerbedürfnisse, den Vorwurf der <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/15/luegenpresse-das-unwort-verstehen/" target="_self">Lügenpresse</a> und den Umgang mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29" target="_blank">Trollen</a>.</p>
<p>Weil Nutzer immer noch nach Tiefe suchen, dürfen Journalisten nicht nur dem hinterherlaufen, was vielfach gegoogelt und angeklickt wird. Plöchingers Beispiel: Nur weil Michael Schumacher im Netz zu den Top-Suchbegriffen zählt, lassen sich Nachrichten wie «Corinna bringt Schumi Blumen vorbei» journalistisch nicht rechtfertigen.</p>
<p>Das stellte auf der Tagung auch niemand in Frage. Überhaupt dürfte sich so mancher gewundert haben, wie stark sich die Chefredaktionen von Süddeutsche.de, Zeit Online, ZDF und BuzzFeed miteinander einig werden konnten. Streitbar blieb allerdings, wie und wo die Nutzer am besten zu erreichen sind und an wen eine medienethische Verantwortung zu richten sei.</p>
<p><strong>Teilen von «bits and pieces»</strong><br />
Den Auftakt machte <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/juliane-leopold-buzzfeed-interview" target="_blank">Juliane Leopold</a>, Chefredaktorin des deutschsprachigen Ablegers von BuzzFeed, ein Unterhaltungs- und Newsportal. Rund 75% aller Nutzer gelangen über Facebook auf Beiträge von BuzzFeed. Die Startseite spielt so keine nennenswerte Rolle mehr. Entsprechend sieht Juliane Leopold in Facebook einen «Treiber journalistischer Darstellungsformen». Entscheidend sind die Algorithmen und Darstellungsweisen des sozialen Netzwerks.</p>
<p>Viele Nutzer teilen Inhalte, die sie sich selbst nicht richtig anschauen, sondern schnell wieder verlassen. «Niedliche Inhalte» laufen besonders gut. Daneben braucht es Beiträge, deren Bedeutsamkeit die Nutzer auf Twitter mitteilen können: «Super <a href="https://twitter.com/search?f=realtime&amp;q=Buzzfeed%20%22important%20read%22&amp;src=typd&amp;lang=de" target="_blank">important read</a>». Diese Art von <a href="http://www.psychology48.com/deu/d/impression-management/impression-management.htm" target="_blank">Impression Management</a> ist ganz im Sinne von Gründer <a href="http://www.buzzfeed.com/about/team" target="_blank">Jonah Peretti</a> und trägt zur Verbreitung des Portals bei. Inhaltlich setzt man auf «bits and pieces» anstatt «erschlagender Texte und Bleiwüsten». Videos von zwei Minuten Länge sollen jede kurze Pause der überwiegend mobilen Nutzer füllen. Sie werden so aufbereitet, dass sie auch ohne Ton funktionieren und selbst auf der Arbeit genutzt werden können.</p>
<p><strong>«Ist das Journalismus?»</strong><br />
BuzzFeed greift auch das geflügelte Wort der «Transparenz» auf und hat kürzlich <a href="http://www.buzzfeed.com/shani/the-buzzfeed-editorial-standards-and-ethics-guide#.vlyV9dmqg" target="_blank">«Editorial Standards»</a> zusammengestellt und veröffentlicht. Damit will man zeigen, dass es ein Bewusstsein für medienethische Standards gibt und die Nutzer sich auf sauberes journalistisches Arbeiten verlassen können. Im Auditorium blieben die Reaktionen verhalten. Nur in der Kaffeepause und auf <a href="https://twitter.com/hashtag/nme15?f=realtime&amp;src=hash" target="_blank">Twitter</a> wurde gefragt: «Ist das Journalismus?». Auch wäre die Frage berechtigt gewesen: Kann man sich ausschliesslich an der Verbreitung orientieren und zugleich journalistische Normen hochhalten?</p>
<p>Umso erstaunlicher waren dann gewisse Parallelen zu Qualitätsmedien. <a href="http://www.zeit-verlagsgruppe.de/presse/2014/07/zeit-online-martin-kotynek/" target="_blank">Martin Kotynek</a>, stellvertretender Chefredaktor von Zeit Online, stimmte zu, dass man sich immer stärker auf die mobilen Nutzer einstellt. Nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich. Dazu gehören auch hier kurze Videos ohne Tonspur. Man denkt darüber nach, vermehrt auf Audioformate zu setzen sowie interaktive Geschichten mit Hilfe von Karten zu erzählen. Ausserdem gibt es inzwischen Nachtschichten. Denn Nutzer greifen nicht mehr gegen 9 Uhr auf Nachrichten zu, sondern frühmorgens, unmittelbar nach dem Aufwachen.</p>
<p><strong>(K)ein Diktat der Zahlen</strong><br />
Durch Datenanalysen und Experimentieren mit neuen Darstellungsformen und Aktualitätszyklen stellt man sich auf die veränderten Bedürfnisse der Nutzer ein. Die Datenanalysen allein hinterlassen aber viele Fragezeichen. Deshalb werden regelmässig Nutzer eingeladen, um ihre Reaktionen auf neue Features zu beobachten und das Nutzerverhalten zu verstehen. Hier zeigt sich auch: Die Nutzer wollen einen Spagat aus Schnelligkeit und Tiefe, also einen raschen Überblick und zugleich Einordnungsleistungen. Dafür suchen sie die journalistischen Medien noch immer gezielt auf. Aus Sicht von Kotynek ist die Startseite also «nicht tot», sondern gewinnt an Bedeutung.</p>
<p>In der Diskussion zeigte sich dann: Bei BuzzFeed stehen Teilen und Klicken stets im Vordergrund. Zeit Online grenzt sich im Selbstverständnis dagegen deutlich stärker von einem «Diktat der Zahlen» ab. Laut Kotynek hat die journalistische Relevanz Priorität. Ein Thema wird auch dann als Aufmacher gewählt, wenn bereits zu ahnen ist, dass es kein «Klickzahlen-Magnet» wird. Allerdings räumte er ein: Auch die Zeit-Leser stellen den Akt des Teilens in einigen Fällen über den der Information. Teilen ist Mit-Teilen und Teil-Sein-Wollen einer Community. Wirklich gelesen werden die Beiträge aber oft nicht.</p>
<p><strong>Verbreitete «Erregungs- und Prangerkultur»</strong><br />
<a href="https://presseportal.zdf.de/biografie/Person/elmar-thevessen/" target="_blank"> Elmar Theveßen</a>, stellvertretender Chefredaktor des ZDF, hat den Eindruck, dass auch die Qualitätsmedien es mittlerweile zu stark «allen recht machen wollen». Sie setzen wie alle anderen Medien auf Aufmerksamkeit und lassen sich zu oft von der «Erregungs- und Prangerkultur» mitreissen. Theveßen fordert daher eine Rückbesinnung auf journalistische Werte wie Achtung der Menschenwürde, Informationsüberprüfung und Unabhängigkeit.</p>
<p>Er kommt mit den Forschern <a href="http://scrippsjschool.org/faculty/faculty_details.php?oak=debatin" target="_blank">Bernhard Debatin</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Haller_%28Medienwissenschaftler%29" target="_blank">Michael Haller</a> darin überein, dass am Gewissen von Journalisten angesetzt und die Individualethik gestärkt werden muss. <a href="http://www.unifr.ch/dcm/index.php?page=team-von-prof-p-schoenhagen" target="_blank">Silke Fürst (Autorin dieses Beitrags, Anm. d. Red.) und Mike Meißner</a> setzen mit ihrer Studie dagegen, dass angesichts des zunehmenden ökonomischen Drucks und der redaktionellen Arbeitsbedingungen das allein kaum realistisch ist. Stattdessen sind besonders die Redaktion, das Medienunternehmen und die Medienpolitik in die Pflicht zu nehmen (siehe das <a href="http://www.netzwerk-medienethik.de/wp-content/uploads/2014/02/NME-2015-Book-of-Abstracts1.pdf" target="_blank">«Book of Abstracts»</a>).</p>
<p>Stefan Plöchinger schloss in der Diskussion mit Tagungsorganisator <a href="https://www.hfph.de/hochschule/lehrende/prof-dr-alexander-filipovic" target="_blank">Alexander Filipović</a> an diese Probleme an. Bei Ereignissen wie dem Anschlag auf Charlie Hebdo ist eine Art «Kriegs-Euphorie» zu beobachten. Es ist zwar klar, dass Journalisten auf neue Ereignisse und grosse Themen brennen. Aber gerade das kann nicht der ethische Massstab sein. Hier ist mehr Sensibilität und Professionalität geboten. In der Berichterstattung zählt insgesamt die Korrektheit einer Nachricht und nicht die Schnelligkeit («Get it first, but first get it right»).</p>
<p><strong>Kein Vertrauen in die Medien?</strong><br />
Ein neues Misstrauen in «die» Medien sieht Plöchinger jedoch nicht. Hinter dem Vorwurf der «Lügenpresse» steht die Verschwörungstheorie, dass die Medien im Dienste anderer Interessen stehen und sich untereinander absprechen. Was an der Kritik dran ist: Es gibt natürlich gewisse Formen der Konsonanz und Gleichförmigkeit. Aber dies liegt daran, dass Journalisten sich gegenseitig stark beobachten und alle durch die gleichen «Zyklen, Methoden und Apparate versorgt werden» (wie etwa Leitmedien, Pressekonferenzen und Twitter).</p>
<p>Auch wenn derzeit stark über das <a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/luegenpresse-ist-unwort-des-jahres-13367291.html" target="_blank">Unwort des Jahres</a> diskutiert wird, spiegelt dies nicht das Vertrauen in einzelne Medien wider. Sicher, der Bild-Zeitung wird man kaum vertrauen, einer FAZ oder Süddeutschen mehr. Und das bringen laut Plöchinger auch die Nutzungszahlen zum Vorschein. Die Süddeutsche verkauft jährlich 11.000 neue Digital-Abos und setzt ab März mit einer Paywall auch zukünftig auf den zahlungsbereiten Leser, der Vertrauen in das Medium hat. <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ZAPP-Studie-Vertrauen-in-Medien-gesunken,medienkritik100.html" target="_blank">Die Zapp-Studie</a> zeigt zwar, dass derzeit nur knapp 30 Prozent der Bevölkerung grosses Vertrauen in «die Medien» haben. Aber Plöchinger bezweifelt, dass diese kritische Haltung gegenüber den Medien im Allgemeinen wirklich ein neues Phänomen ist.</p>
<p>Und tatsächlich zeigt ein genauer Blick in die Studie, dass die Erschütterung des Vertrauens konstruiert ist. Zwar gibt es gegenüber den Jahren 2013 und 2012 einen leichten Rückgang. Gehen wir aber in die Jahre 2007 und 2009 zurück, so liegt das grosse Vertrauen ebenfalls bei etwa 30 Prozent. Von einem neuen Problem kann also nicht gesprochen werden. Stattdessen unterliegen die Daten Schwankungen und sind mutmasslich beeinflusst durch Konjunkturen der öffentlichen Medienkritik. Weniger schwankend ist dagegen das Vertrauen in einzelne Medientitel.</p>
<p>Aufgabe eines guten Medienjournalismus ist es, solche Einordnungen zu leisten. Das renommierte Medienmagazin Zapp leistet dies in seinem <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ZAPP-Studie-Vertrauen-in-Medien-gesunken,medienkritik100.html" target="_blank">Filmbeitrag</a> nicht, sondern inszeniert einen nie gekannten Vorwurf an die Medien. Der Vortrag von <a href="http://www.schicha.net/" target="_blank">Christian Schicha</a> zeigt, dass die Machart von Zapp auch über dieses Thema hinaus zum Teil einseitig und aufmerksamkeitsheischend ist. Die interviewten Medienexperten werden teilweise bereits für eine bestimmte Position angefragt, und Gegenpositionen gibt es nicht immer. Die von Zapp kritisch diskutierten Medienskandale werden durch Analogien aus dem Tierreich, dem Zirkus und dem Theater zwar besonders anschaulich. Dabei geht aber auch die Komplexität des Themas etwas verloren. Der Medienjournalismus wird so seinem kritischen Anspruch selbst nicht ganz gerecht.</p>
<p><strong>Das Aus für Trolle und Diskussionskultur</strong><br />
Neben den Normen Ausgewogenheit und Transparenz stand auch die Partizipation der Nutzer zur Diskussion. Die Süddeutsche will den Nutzern zwar eine Diskussionsplattform anbieten. Allerdings gibt es nur noch drei bis sechs Artikel pro Tag, die für Online-Kommentare freigeschaltet sind. Diese werden stark moderiert und von der Redaktion genau beobachtet. Grund dafür sind die «Trolle und Pöbler», die zwar deutlich in der Minderheit sind, aber die Diskussionskultur kaputt machen. «Wenn einmal der Ton versaut ist, kriegt man die Diskussion nicht mehr hin.»</p>
<p>Dafür erntete Plöchinger im Plenum Kritik. Wenn die Medien differenziert betrachtet werden sollen, so gilt für den Netzwerkforscher <a href="http://www.ifkw.uni-muenchen.de/personen/mitarbeiter/nuernbergk_christian/" target="_blank">Christian Nuernbergk</a> das gleiche für das Publikum. Wegen einer Minderheit von pöbelnden Nutzern sollte nicht die Freiheit aller Nutzer eingeschränkt werden. Es muss sichergestellt werden, dass zu wichtigen Themen ein Meinungsaustausch stattfinden kann. Trolle lassen sich nicht nur durch mehr Ressourcenaufwand fernhalten. Auch die Aufhebung der Anonymität hat bereits Wirkungen auf die Qualität und Sachlichkeit der Kommentierungen. Der Schweizer Presserat hat sich bereits 2011 intensiv <a href="http://presserat.ch/_D52_2011_d.htm" target="_blank">mit dieser Frage beschäftigt.</a></p>
<p>Plöchinger betonte, dass die Ressourcen auf die starke Moderation weniger Beiträge konzentriert werden müssen. Was er auf der Veranstaltung nicht verriet: Die Süddeutsche steckt ihre Ressourcen zukünftig auch in eine «<a href="http://www.sueddeutsche.de/kolumne/whatsapp-mitmach-aktion-werden-sie-sz-tester-1.2353319" target="_blank">exklusive Tester-Gruppe auf WhatsApp,</a> die von Neuerungen früher erfährt und sie beeinflussen kann». Nicht der Dialog zwischen den Nutzern, sondern die nutzerorientierte Optimierung des Produkts steht offenbar im Vordergrund.</p>
<p><strong>Austausch von Wissenschaft und Praxis</strong><br />
Abschliessend stellte sich auch für die Veranstaltung selbst die Frage nach der Qualität der Diskussionskultur. Dem <a href="http://www.netzwerk-medienethik.de/" target="_blank">Netzwerk Medienethik</a> und der <a href="http://www.dgpuk.de/fachgruppenad-hoc-gruppen/kommunikations-und-medienethik/" target="_blank">DGPuK-Fachgruppe Medienethik</a> ist es gelungen, Journalisten und Wissenschaftler zu einem Austausch zusammenzuführen. Allerdings wurde viel über Traffic und Nutzerverhalten gesprochen und zu wenig über Medienethik gestritten. Zudem wurde der erste Tag unter den «Fokus Praxis» und der zweite unter den «Fokus Wissenschaft» gestellt. Und so blieb mancher Praktiker der Veranstaltung am zweiten Tag fern. Für die nächste Tagung im Februar 2016 wünscht man sich daher eine noch bessere Verknüpfung beider Perspektiven und eine stärkere Kontroverse.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/18/wider-das-misstrauen-und-die-prangerkultur/">Wider das Misstrauen und die Prangerkultur</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Dinge beim richtigen Namen nennen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/16/die-dinge-beim-richtigen-namen-nennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 07:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Augenzeuge]]></category>
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		<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Plöchinger]]></category>
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		<category><![CDATA[Woche 42]]></category>
		<category><![CDATA[Hansi Voigt]]></category>
		<category><![CDATA[süddeutsche.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daran wird die kranke Kommentarkultur nicht genesen, aber die Süddeutsche Zeitung setzt ein wichtiges und richtiges Signal: Kommentare heissen neu «Beiträge», weil nur noch veröffentlicht werden soll, was zu den Artikeln etwas beiträgt. Aus gleichen Erwägungen gehörte auch der «Leserreporter» abgeschafft und zum «Augenzeugen» umbenannt. Nachtrag: «Leserreporter» sponsern «Reporter» Der Kommentar gilt zurecht als anspruchsvolle <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/16/die-dinge-beim-richtigen-namen-nennen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/16/die-dinge-beim-richtigen-namen-nennen/">Die Dinge beim richtigen Namen nennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Daran wird die kranke Kommentarkultur nicht genesen, aber die Süddeutsche Zeitung setzt ein wichtiges und richtiges Signal: Kommentare heissen neu «Beiträge», weil nur noch veröffentlicht werden soll, was zu den Artikeln etwas beiträgt. Aus gleichen Erwägungen gehörte auch der «Leserreporter» abgeschafft und zum «Augenzeugen» umbenannt.<br />
<span id="more-30549"></span><br />
<a href="#nachtrag">Nachtrag: «Leserreporter» sponsern «Reporter»</a></p>
<p>Der Kommentar gilt zurecht als anspruchsvolle journalistische Form. In traditionellen Redaktionsorganisationen ist er denn auch den erfahrenen Journalisten vorbehalten. Kommentieren kann und soll nur, wer vom Thema etwas versteht, dazu eine Meinung hat und diese verständlich auszudrücken weiss.</p>
<p>In den letzten Jahren hat der Kommentar einen Begriffswandel durchlaufen und dabei eine Abwertung erfahren. Im journalistischen Kontext wird darunter nicht mehr alleine das klassische Meinungsstück verstanden, sondern auch und vor allem die mehr – aber meist weniger – ergiebigen Meinungsbekundungen von Leserinnen und Lesern auf Medienwebsites. Hier gilt bekanntlich: Kommentieren dürfen alle, unabhängig davon, ob sie von der Sache etwas verstehen; ganz im Gegensatz zum redaktionellen Kommentar.</p>
<p>Nun schreitet die Süddeutsche Zeitung zur Ehrrettung des Kommentars. Online-Chef Stefan Plöchinger <a href="http://www.sueddeutsche.de/kolumne/debattesz-wir-freuen-uns-auf-ihren-beitrag-1.1406776" target="_blank">schreibt dazu</a>: «Wir reden nicht mehr von Kommentaren unter den Artikeln. Sondern von Beiträgen unserer Leser zu den Artikeln &#8211; weil echte Kommunikation bedingt, dass jeder ein gutes Argument beiträgt.» Die neue Terminologie alleine bewirkt natürlich noch gar nichts, deshalb will sueddeutsche.de die Leserbeiträge künftig stärker gewichten: «Wir werden jene Beiträge von Lesern als &#8218;Beste Beiträge&#8216; hervorheben, die die Debatte weiterbringen, und andere zurückstellen.»</p>
<p>Wie mit den Kommentaren verhält es sich auch beim Leserreporter. Das Einsenden von Handy-Schnappschüssen als Reportertätigkeit zu bezeichnen, spottet jeder Beschreibung. Und dennoch konnte sich die Begrifflichkeit im deutschsprachigen Raum etablieren; im Englischen ist es mit dem Amateur Journalist nicht viel besser. Noch hat sich kein Medium durchgerungen und den Leserreporter als das bezeichnet, was er ist: ein Augenzeuge.</p>
<p>Hansi Voigt, abtretender Chefredaktor von 20 Minuten Online, ist sich des Problems bewusst, <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/28/gewohnheiten-veraendern-sich/" target="_blank">wenn er sagt</a>: «Man könnte sie &#8218;Augenzeugen&#8216; nennen, denn sie liefern ja keine eigene journalistische Wertung oder Deutung mit. Die journalistische Arbeit geschieht hier auf der Redaktion, das können sie nicht leisten. Auch wenn es keine Reporter sind: Der Name &#8218;Leserreporter&#8216; hat sich halt durchgesetzt.» Voigt könnte seinem Nachfolger mit auf den Weg geben, dies zu ändern.</p>
<p>Auf den ersten Blick geht es nicht um viel. Zwei Begriffe zu ändern, sieht verdächtig nach Kulissenschieberei aus. Das ist es auch, wenn die Begriffe nicht mit dem gefüllt werden, wofür sie stehen, respektive urspünglich standen. Der Kommentar und der Reporter gehören zurück in die Spähre des professionellen Handwerks und nicht in den Amateurbereich.</p>
<p><a name="nachtrag"></a><br />
Eine bizarre Koinzidenz im Zusammenhang mit dem Reporter-Begriff findet sich derzeit beim Schweizer Fernsehen SF: Als TV-Sponsor der Sendung «Reporter» tritt 20 Minuten Online <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c47c3175-53af-4a62-afa3-b9128ee90208" target="_blank">mit seinen «Leserreportern» auf</a>. Entgegen den Aussagen von Hansi Voigt, Chefredaktor 20 Minuten Online, der es für problematisch hält, Augenzeugen als «Reporter» zu adeln (siehe oben), setzt sein Titel nun noch eins drauf, indem er unter dem Label der Amateurknipserei die Profi-Reporter sponsert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/16/die-dinge-beim-richtigen-namen-nennen/">Die Dinge beim richtigen Namen nennen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn der Leser ausrastet</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/20/wenn-der-leser-ausrastet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 07:14:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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		<category><![CDATA[NZZ Online]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Plöchinger]]></category>
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		<category><![CDATA[Rolf Cavalli]]></category>
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		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Newsnetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein Teufelskreis: Redaktionen provozieren mit Zuspitzung und Reizthemen das Publikum zu pointierten Kommentaren und wundern sich dann, wenn die Diskussion ins Unterirdische abgleitet. Unter den Kommentatoren wiederum sind es die Provokateure und Brüllaffen, die den Ton angeben und die Debatte reglmässig auf Stammtischniveau absenken. Was tun? Den Medien bieten sich zwei Wege an: <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/20/wenn-der-leser-ausrastet/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/20/wenn-der-leser-ausrastet/">Wenn der Leser ausrastet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/megafon.jpg" class="alignleft" width="120" height="114" /> Es ist ein Teufelskreis: Redaktionen provozieren mit Zuspitzung und Reizthemen das Publikum zu pointierten Kommentaren und wundern sich dann, wenn die Diskussion ins Unterirdische abgleitet. Unter den Kommentatoren wiederum sind es die Provokateure und Brüllaffen, die den Ton angeben und die Debatte reglmässig auf Stammtischniveau absenken. Was tun? Den Medien bieten sich zwei Wege an: Die Diskussionen laufenlassen, schliesslich bringen sie Klicks und Potenzial für Nachzieher. Oder aber: Frühzeitig den Riegel schieben und die Leserschaft in nervenaufreibenden «Erziehungskursen» die Kunst des gepflegten Kommentierens lehren. – Zweiter Teil unserer Serie zu Gegenwart und Zukunft von Leserkommentaren in Online-Medien. (Teil 1: <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/" target="_self">Jeden Tag Krawall</a>)<br />
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Wer es als Redaktor oder Journalist in der Kommentarspalte der eigenen Online-Ausgabe einmal so richtig krachen lassen will, hat leichtes Spiel: Er muss seinen Artikel nur knallhart personifizieren und die Leserschaft dann mittels einer spezifischen Botschaft gnadenlos emotionalisieren. Gelingt es ihm schliesslich auch noch, populäre Turbo-Aspekte wie Ausländer, Arbeitslosigkeit, Atomkraft Gleichberechtigung oder den Nahostkonflikt, in die Geschichte mit einzubauen, wirkt dies wie ein Brandbeschleuniger. Die Administratoren bzw. Moderatoren des jeweiligen Kommentargefässes können sich vor Arbeit kaum noch retten. Es sind exakt diese Zutaten, die eine hitzige und unsachliche Diskussion in Gang bringen. Hat es unter den Online-Kommentatoren dann noch ein paar Hitzköpfe, die meinen, die Wahrheit schon immer für sich gepachtet zu haben, dann kann sich der Durchschnittsleser die Lektüre der Kommentare getrost sparen. Denn Volkes Seele kocht. Rowan Barnett von BILD.de kennt das bestens und weiss: «Das hängt immer vom Thema ab.»</p>
<p>Aber nicht nur: Wer sich im Schutze der Anonymität sicher fühlt, schreibt sich leichter den Frust von der Seele, als wenn er dies unter Angabe des vollen Namens und des Wohnortes tut. Hier müssen sich die meisten Redaktionen selbst bei der Nase nehmen. Es gibt verlässliche Authentifizierungsverfahren. Nur sind die aufwändig und teuer. NZZ Online, Newsnetz (tagesanzeiger.ch, bernerzeitung.ch, derbund.ch, bazonline.ch) und sueddeutsche.de haben immerhin erkannt, dass ausser Rand und Band argumentierende Online-Kommentatoren einen Teufelskreis in Gang bringen. <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/stefan_ploechinger_wird_chefredakteur_von_sueddeutsche_de" target="_blank">Stefan Plöchinger</a> von sueddeutsche.de sagt dazu: «Irgendwann sinkt die Qualität der Kommentare so weit ab, bis sich nur noch eine In-Group in Zurufen ergeht.»</p>
<p>Wer sind nun diese Persönlichkeiten, die in den Online-Kommentarspalten den Teufelskreis in Gang bringen und wie funktioniert der Teufelskreis letztlich? Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, aber die Heisssporne unter den Kommentatoren heissen Hinz + Kunz, Du und Ich, Uschi und Fuschi, Hans und Heiri und sie verhalten sich im Prinzip nicht anders wie die Teilnehmer an einem Stammtisch, an dem Frauen und Männer beispielsweise die Frage diskutieren, wie viel Ausländer die Schweiz verträgt. Die Diskussion läuft solange gesittet ab, bis einer der Diskussionsteilnehmer beispielsweise sagt: «Mir ist es egal, wie viele Ausländer in die Schweiz kommen, solange sie nur weiblich, dunkelhäutig und billig sind.» In diesem Moment geht «die Bombe» hoch und es kommt zu einem wüsten Gemetzel. Letztlich speisen sich derartige Konflikte aus dem Umstand, dass einer der Diskutanten mit seiner radikalen, oft verletzenden Argumentation die Identität, das Weltbild und/oder die Wertvorstellungen der anderen Teilnehmer in Frage stellt. Um nichts anderes geht es dem «Bombenleger», den man getrost zu den ewigen Nörglern zählen darf, der mit nichts und niemandem (auch nicht mit sich selbst) zufrieden ist und die Schuld für alles Übel dieser Welt nur bei seinen Mitmenschen sucht. Er diskutiert nicht, um eine Lösung zu finden, sondern um andere klein zu machen, notfalls verbal zu vernichten. Wenn man so will: ein «Glaubenskrieger».</p>
<p>Die Online-Chefs von NZZ, Newsnetz, sueddeutsche.de, aber auch von Blick und Bild-Online hängen das Thema «Glaubenskrieger» in der Öffentlichkeit nicht gerne allzu hoch, handelt es sich bei diesen Heissblütern unter den Kommentatoren doch nur um den «harten Kern von notorischen Leserbriefschreibern» (Blick-Online Chefredaktor Rolf Cavalli). Zwar bekunden die Redaktionen, die notorischen Scharfschützen wären in den vergangenen Jahren mehr oder minder gnadenlos diszipliniert worden, in einzelnen Fällen «einfach gesperrt», wie <a href="http://design.nzzdomizil.ch/_impressum_holderegger_urs_1.371.html?independent=true" target="_blank">Urs Holderegger, Redaktionsleiter NZZ Online</a>, kundtut. Fakt ist: Man kriegt diese Leute nur schwer in den Griff. Sie tauchen immer wieder auf, beseelt von ihrer persönlichen Mission.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/20/wenn-der-leser-ausrastet/">Wenn der Leser ausrastet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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