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	<title>Stern | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Sep 2018 13:15:20 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Mit 70 ist der «Stern» verglüht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/09/17/mit-70-ist-der-stern-verglueht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 12:24:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der «Stern» war ein Magazin, «das wie kein anderes über Jahrzehnte die deutsche Biederkeit und die Ausbrüche daraus ebenso wie das Weltgeschehen bildreich und hintergründig dokumentierte», schreibt die Medienjournalistin Silke Burmester in ihrer kenntnisreichen und umfassenden Würdigung des Blatts anlässlich seines 70. Geburtstags. Doch was ist davon übrig geblieben? Die Metapher bietet sich an: Der «Stern» ist verglüht. Denn was heute fehle, sei Geld und ein grosser Geist. Apropos Geld: Die Autorin hat in einem Tweet offengelegt, dass sie für die 16'000 Zeichen gerade mal 500 Euro erhalten hat, das für eine Recherche mit zahlreichen Gesprächspartnern und vier Tagen Schreibarbeit. Nicht nur dem «Stern» fehlt das Geld, auch der taz.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der «Stern» war ein Magazin, «das wie kein anderes über Jahrzehnte die deutsche Biederkeit und die Ausbrüche daraus ebenso wie das Weltgeschehen bildreich und hintergründig dokumentierte», schreibt die Medienjournalistin Silke Burmester in ihrer kenntnisreichen und umfassenden Würdigung des Blatts anlässlich seines 70. Geburtstags. Doch was ist davon übrig geblieben? Die Metapher bietet sich an: Der «Stern» ist verglüht. Denn was heute fehle, sei Geld und ein grosser Geist. Apropos Geld: Die Autorin hat in einem Tweet offengelegt, dass sie für die 16&#8217;000 Zeichen gerade mal 500 Euro erhalten hat, das für eine Recherche mit zahlreichen Gesprächspartnern und vier Tagen Schreibarbeit. Nicht nur dem «Stern» fehlt das Geld, auch der taz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/09/17/mit-70-ist-der-stern-verglueht/">Mit 70 ist der «Stern» verglüht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Stern» verteidigt umstrittenes Cover mit Donald Trump</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/25/stern-verteidigt-umstrittenes-cover-mit-donald-trump/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2017 10:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das aktuelle Titelbild des Stern sorgt für Aufregung. Das Cover zeigt Donald Trump, der die Hand zum Hitlergruß erhebt. Die Schlagzeile lautet &#8222;Sein Kampf &#8211; Neonazis, Ku-Klux-Klan, Rassismus: Wie Donald Trump den Hass in Amerika schürt&#8220;. Unter anderem der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Darstellung scharf kritisiert. Stern-Chefredakteur Christian Krug verteidigte das Bild.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/25/stern-verteidigt-umstrittenes-cover-mit-donald-trump/">«Stern» verteidigt umstrittenes Cover mit Donald Trump</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das aktuelle Titelbild des Stern sorgt für Aufregung. Das Cover zeigt Donald Trump, der die Hand zum Hitlergruß erhebt. Die Schlagzeile lautet &#8222;Sein Kampf &#8211; Neonazis, Ku-Klux-Klan, Rassismus: Wie Donald Trump den Hass in Amerika schürt&#8220;. Unter anderem der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Darstellung scharf kritisiert. Stern-Chefredakteur Christian Krug verteidigte das Bild. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/25/stern-verteidigt-umstrittenes-cover-mit-donald-trump/">«Stern» verteidigt umstrittenes Cover mit Donald Trump</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Stern»: Eine Illustrierte mit Vorgeschichte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/26/stern-eine-illustrierte-mit-vorgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2014 11:48:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Henri Nannen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgarter Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schuler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Buch entlarvt den Mythos von Henri Nannens «Stern»-Gründung als Legende: Eine Zeitschrift gleichen Namens war schon vor dem Krieg auf dem Markt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/26/stern-eine-illustrierte-mit-vorgeschichte/">«Stern»: Eine Illustrierte mit Vorgeschichte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch entlarvt den Mythos von Henri Nannens «Stern»-Gründung als Legende: Eine Zeitschrift gleichen Namens war schon vor dem Krieg auf dem Markt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/26/stern-eine-illustrierte-mit-vorgeschichte/">«Stern»: Eine Illustrierte mit Vorgeschichte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 13:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="color: #464646;">Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/">Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nachruf auf den Chefredakteur</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/03/nachruf-auf-den-chefredakteur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 07:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Chefredaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Wochen jagen sich in der deutschen Medienwelt die Meldungen über entlassene oder angezählte Chefredakteure. Was ist aus dem Traumjob von früher geworden, und wer will ihn eigentlich noch machen?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/nachruf-auf-den-chefredakteur/">Nachruf auf den Chefredakteur</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Wochen jagen sich in der deutschen Medienwelt die Meldungen über entlassene oder angezählte Chefredakteure. Was ist aus dem Traumjob von früher geworden, und wer will ihn eigentlich noch machen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/nachruf-auf-den-chefredakteur/">Nachruf auf den Chefredakteur</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Geballte Wut auf die Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Winterbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 13:15:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Burda]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[meedia.de]]></category>
		<category><![CDATA[Bild-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Kachelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Medienschelte]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Kachelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jörg Kachelmann hat zusammen mit seiner Frau Miriam seine Sicht auf seine Verhaftung und den spektakulären Prozess gegen ihn nach einem Vergewaltigungsvorwurf  aufgearbeitet. Das Buch «Recht und Gerechtigkeit» ist in dieser Woche erschienen. Darin rechnet Kachelmann gnadenlos ab, mit der Justiz, mit der Polizei und nicht zuletzt auch mit Medien und Journalisten. Stefan Winterbauer von meedia.de <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Geballte Wut auf die Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Kachelmann hat zusammen mit seiner Frau Miriam seine Sicht auf seine Verhaftung und den spektakulären Prozess gegen ihn nach einem Vergewaltigungsvorwurf  aufgearbeitet. Das Buch «Recht und Gerechtigkeit» ist in dieser Woche erschienen. Darin rechnet Kachelmann gnadenlos ab, mit der Justiz, mit der Polizei und nicht zuletzt auch mit Medien und Journalisten. Stefan Winterbauer von meedia.de hat die Medienschelte gelesen.<br />
<span id="more-30545"></span><br />
Dass Jörg Kachelmann vor allem der Bild-Zeitung und den Burda-Zeitschriften Bunte und Focus vorhält, eine Vorverurteilungskampagne gegen ihn gefahren zu haben, ist nicht neu. Der Furor und Hass, mit dem er in seinem Buch mit den Medien abrechnet, überrascht dann aber doch an der einen oder anderen Stelle. Bereits auf Seite 48 heisst es: «Der Inhalt der Bild-Zeitung einerseits, der auf Menschenverachtung beruht und diesen Rechtsstaat mit Füssen tritt, und andererseits die Heuchelei der Verlegerin Friede Springer, die ein philanthropes öffentliches Leben vortäuscht, das aber auf dem Kot ihrer Produkte aufgebaut ist: Was für eine Kombination!» Die Bild-Zeitung und ihre Verantwortlichen, so Kachelmann weiter, seien eine «Gefahr für die Demokratie in Deutschland».</p>
<p>Auf Gerichtsreporter ist Kachelmann (bis auf zwei Ausnahmen) nicht gut zusprechen: «Mir scheint, die Medienvertreter vor Gericht sind halt eben die, bei denen die Redaktionen froh sind, wenn sie aus dem Haus sind und keinen grösseren Schaden anrichten.» Kachelmanns kritische Sicht auf den Journalismus begann laut seinen Schilderungen schon lange vor seiner Verhaftung. Auf Seite 48f schreibt er: «Gleichzeitig war die Verachtung für viele Journalisten gewachsen, weil sie auch einfachste Zusammenhänge bei Wettergeschichten entweder nicht korrekt wiedergeben konnten oder wollten &#8211; sogar korrektes Zitieren schien in den letzten Jahren ein Ding der Unmöglichkeit geworden zu sein.»</p>
<p>Später, auf Seite 62, schreibt Kachelmann, dass «jeder Amateurblogger besser recherchieren kann als die Angestellten der so genannten Qualitätszeitungen, geschweige denn die örtlichen Springer-Pressevertreter». Zeitungen und auch TV-Sender hätten während seiner Zeit in U-Haft beispielsweise u.a. angebliche Zellennachbarn interviewt, die gar keine waren. Auch mit der Süddeutschen Zeitung geht Kachelmann hart ins Gericht. Die «vermeintlichen Spitzenrechercheure in der fälschlicherweise als Qualitätszeitung betrachteten Papiersammlung» hätten ungefiltert die Sichtweise der Mannheimer Staatsanwaltschaft übernommen. Kachelmann: «Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, dass die Geschichten der Süddeutschen in Sachen Seriosität mit dem Elend in Focus, Bild und Bunte gleichzusetzen waren. Es lohnt sich nicht, Geld für solche Blätter auszugeben; Sachen einwickeln kann man auch mit billigeren Zeitungen.» (S.70)<br />
Dass er kurz nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft ein grosses Interview im «Spiegel» gab und ein selbst produziertes Video-Interview ins Internet stellte, bezeichnet Kachelmann in seinem Buch rückblickend als Fehler, bzw. «Gaga-Idee»: «Dass damit nun auch all die anderen, auch die Vorverurteilungsmedien, ein Interview einfach so bekamen, war schlicht blöd.» Kachelmann-Interviews waren bei Medien trotzdem noch begehrt. So dokumentiert er auch E-Mails von Bunte Chefreporterin Tanja May, die mit diversen Ex-Freundinnen von ihm Kontakt aufnahm und ihn auch  selbst für ein Interview anfragte (S.144): «Da mein Kollege und ich bereits so viele ihrer reizenden Frauen kennengelernt haben, würden wir uns sehr gern  auch einmal mit Ihnen unterhalten. Interesse?» Man wird sich bei Bunte wohl gedacht haben, dass sich das «Interesse» in Grenzen hält.</p>
<p>Kachelmann schildert auch eine Begegnung mit dem Bild-Journalisten Martin Heidemanns (S. 205): «Heidemanns machte kein Geheimnis daraus, dass er fast über jeden Promi und Politiker eine volle Schublade hat und dass es kein Zufall ist, wenn ein Star, der bisher eher zurückhaltend in der Öffentlichkeit agiert hat, plötzlich ‘freiwillig’ Heim oder Weinberg herzeigt. Auch, so liess Heidemanns durchblicken, würde man in Zukunft über den Politiker Wulff noch einiges hören.»</p>
<p>Die einzigen beiden Medien, die bei Kachelmann gut wegkommen, sind «Der Spiegel» und «Die Zeit»: «Gisela Friedrichsen vom Spiegel und Sabine Rückert von der Zeit waren die beiden einzigen Gerichtsreporter vor Ort, die diesen Namen verdienten, aber sie repräsentierten Medien, die wegen ihrer wöchentlichen Erscheinungsweise keine laufende Berichterstattung pflegen können.» Die anderen Medienvertreter hätten «mehr oder weniger alle nichts verstanden von dem, was einen deutschen Strafprozess ausmacht.» Und weiter: «Journalismus ist mehr, als dem Knabensopran von Staatsanwalt Oltrogge und andererseits Johann Schwenn zuzuhören, um dann ratlos zusammenzuschwurbeln, dass man nichts genaues wisse und die Wahrheit wohl nie herauskommen werde.»</p>
<p>Kachelmanns Medien-Fazit: «Es ist schwierig, nach alldem das hohlste und dreisteste Blatt zu küren. Burdas Bunte oder Focus, Springers Bild, die Süddeutsche, der Stern, der Tagesspiegel sind sicher die Blindesten unter den Einäugigen, aber wir wollen nicht die staatstreuen Medienhäuser in Baden-Württemberg vergessen, wo noch alles strammsteht, wenn es Obrigkeit gebietet, sei es noch so sinnlos und abseitig.» Mit letzterer Bemerkung meint Kachelmann die Stuttgarter Nachrichten, die in einem Kommentar dem Mannheimer Gericht vorgeworfen hatten, Johann Schwenn zu viele Eskapaden vor Gericht durchgehen zu lassen.</p>
<p>Das Buch der Kachelmanns liefert tatsächlich einige interessante Einblicke in das Innenleben des Skandalprozesses. Kachelmann hätte sich und seiner Sache womöglich einen grösseren Dienst erwiesen, hätte er auf die ständigen Beschimpfungen und Pauschalurteile («Alles Schwachsinn», «Alles Lüge») verzichtet. Das Buch ist dann am besten, wenn ausführlich aus den verschiedenen Gerichtsgutachten zitiert wird. Für eine objektive Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte steckt Jörg Kachelmann einfach zu tief drin.</p>
<p><small><a href="http://meedia.de/print/kachelmanns-geballte-wut-auf-die-medien/2012/10/09.html" target="_blank">Die Medienwoche veröffentlicht diesen Text mit freundlicher Genehmigung von meedia.de</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Geballte Wut auf die Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Es gibt Hoffnung auf Besserung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/22/es-gibt-hoffnung-auf-besserung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 06:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Bild.de]]></category>
		<category><![CDATA[Blick.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Ulrich Jörges]]></category>
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		<category><![CDATA[NZZ Online]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Online-Kommentare gehören zu Online-Medien wie Leserbriefe in die Zeitung. Wie in den beiden ersten Beiträgen unserer Serie aufgezeigt, gibt es bei der Interaktion mit dem Publikum allerdings noch Optimierungsbedarf: Die gepflegte und gesittete Diskussion mit der Leserschaft will oftmals nicht so recht gelingen. Doch am Horizont zeichnen sich Lösungen ab, wie Qualitätsverbesserungen etabliert werden können. <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/22/es-gibt-hoffnung-auf-besserung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/22/es-gibt-hoffnung-auf-besserung/">Es gibt Hoffnung auf Besserung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/megafon.jpg" class="alignleft" width="120" height="114" /> Online-Kommentare gehören zu Online-Medien wie Leserbriefe in die Zeitung. Wie in den beiden ersten Beiträgen unserer Serie aufgezeigt, gibt es bei der Interaktion mit dem Publikum allerdings noch Optimierungsbedarf: Die gepflegte und gesittete Diskussion mit der Leserschaft will oftmals  nicht so recht gelingen. Doch am Horizont zeichnen sich Lösungen ab, wie Qualitätsverbesserungen etabliert werden können. – Dritter Teil unserer Serie zu Gegenwart und Zukunft von Leserkommentaren in Online-Medien.<br />
(1. Teil: <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/16/jeden-tag-krawall/" target="_blank">Jeden Tag Krawall</a>, 2. Teil: <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/20/wenn-der-leser-ausrastet/" target="_blank">Wenn der Leser ausrastet</a>)<br />
<span id="more-28867"></span><br />
Der Stern-Journalist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Ulrich_J%C3%B6rges" target="_blank">Hans-Ulrich Jörges</a> proklamierte bereits vor Jahren hinsichtlich der Einflussnahme der Leser auf die Zeitungen: «Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheisshäuser nach oben kommt.» Abgesehen davon, dass Jörges diese Empfehlung heute nie und nimmer als Online-Kommentar absetzen könnte, ist die Gültigkeit dieser Warnung längst erloschen. Denn die Leser verstehen die Option, online ihre Kommentare veröffentlichen zu können, längst als Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Als sueddeutsche.de vor Jahren – andere Medien zogen später nach – nach 19.00 Uhr eingetroffene Kommentare bis zum nächsten Morgen um acht Uhr einfror, um sie zu Betriebszeiten einer Qualitätskontrolle unterziehen zu können, gab es unter den Online-Kommentatoren der News-Seite einen <a href="http://www.inwit.de/index.php/237/internet-mit-offnungszeiten-suddeutsche-zeitung-entzurnt-online-leser/" target="_blank">riesigen Aufruhr</a>. «Zensur» war noch einer der milderen Begriffe, mit dem diese Massnahme zur Qualitätssicherung gewürdigt wurde. Und dennoch: sueddeutsche.de blieb hart. Mittlerweile regt sich niemand mehr darüber auf.</p>
<p>Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass die Redaktionen bei der Umsetzung von bisweilen einschneidenden Massnahmen just auf Hilfe der Kommentatoren selbst hoffen. Christoph Zimmer, Leiter Unternehmenskommunikation von Tamedia: «Die Nutzerinnen und Nutzer sind ein wichtiges Korrektiv. Sie können aus ihrer Sicht heikle Kommentare der Redaktion melden.» Und Rowan Barnett, Leiter Community und Social Media bei BILD.de weiss: «Neben der Weiterentwicklung unserer Moderationstools möchten wir, dass unsere User stärker in der Rolle des Moderators agieren und uns helfen, unerwünschte Kommentare schnell zu entfernen.»</p>
<p>Über konkrete Pläne und Einzelmassnahmen äussern sich die einzelnen Redaktionen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Die in der <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/tabelle_massnahmen.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Tabelle</a> zusammengefassten Massnahmen zeigen immerhin: Die Geduld der Redaktionen gegenüber einzelnen Trollen und Randalierern ist begrenzt: Boulevard-Medien, wie blick.ch oder bild.de, werden wie bisher «Optimierungen» durch mehrheitlich dirigistische und technische Massnahmen durchziehen. Bei den sogenannten Qualitätsmedien ist die Bandbreite der Möglichkeiten grösser. In praktisch allen Redaktionen von nzz.ch bis zeit.de wird beispielsweise diskutiert, gute Kommentare zu prämieren, nur ausgewählte Kommentatoren im Wochenwechsel zuzulassen oder etwa die Kommentarfunktion zu splitten. Bei diesem Splitting würden beispielsweise sachliche Fehler im Artikel, Rechtschreibfehler etc. pp. direkt einem Redaktor zugestellt und anschliessend von diesem eliminiert, ohne dass sie veröffentlicht werden. Tagesanzeiger-Online hat dies bereits realisiert: Neben dem jeweiligen Artikel findet der kundige Leser die Funktion «Korrektur-Hinweis – Melden Sie uns sachliche und formale Fehler.» Der Kommentar zur Sache wiederum wird nach eingehender Prüfung publiziert.</p>
<p>Die anonyme Veröffentlichung von Beiträgen dürfte ohnedies – und aus gutem Grund – bald der Vergangenheit angehören. Vorreiter ist das Schweizer Fernsehen. Hier werden nur Beiträge von Kommentatoren unter Angabe des Nachnamens, des Anfangsbuchstabens des Vornamens und des Wohnortes <a href="http://login.sf.tv/personal.php?module=user&amp;action=create&amp;WT.si_n=login&amp;WT.si_p=neureg" target="_blank">veröffentlicht</a>. Für Heimlichkeiten gibt es ohnedies keinen Grund und der von den Redaktionen zur Verfügung gestellte Service (um nichts anderes handelt es sich bei Online-Kommentaren) sollte den Redaktionen selbst letztlich auch so viel wert sein, dass sie diesen nicht zum Tummelplatz für enthemmte Sendungsbewusste verkommen lassen.</p>
<p>Zudem: Was spricht bei Qualitätsmedien dagegen, die Feld-Wald- und Wiesen-Kommentare ganz abzuschaffen und dem Leser stattdessen eine konkrete Frage zu präsentieren, deren Antwort im Kontext des behandelten Themas eine echte Problemlösung darstellen könnte? Beispielsweise: «Welche Massnahmen sollen aus Ihrer Sicht konkret ergriffen werden, um Griechenland vor der Pleite zu retten?» Veröffentlicht würden hier ausschliesslich ernstzunehmende und konkrete Problem-Lösungs-Vorschläge.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/22/es-gibt-hoffnung-auf-besserung/">Es gibt Hoffnung auf Besserung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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