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	<title>Stifterverein | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Aus zwei mach eins</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/09/20/aus-zwei-mach-eins/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2016 14:54:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität der Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Stifterverein]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahrbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Medienqualitätsrating]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Macher des Medienqualitätsratings wollen die Debatte über die Medienqualität in der Schweiz befeuern. Das «Jahrbuch Qualität der Medien» will das auch und hat in den letzten Jahren schon die eine oder andere Debatte angestossen. Vernünftigerweise müssten die beiden Projekte zusammenspannen. Auch wenn der Befund nicht wirklich überraschen konnte, ist die Freude trotzdem gross, wenn <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/20/aus-zwei-mach-eins/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/20/aus-zwei-mach-eins/">Aus zwei mach eins</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Macher des Medienqualitätsratings wollen die Debatte über die Medienqualität in der Schweiz befeuern. Das «Jahrbuch Qualität der Medien» will das auch und hat in den letzten Jahren schon die eine oder andere Debatte angestossen. Vernünftigerweise müssten die beiden Projekte zusammenspannen.<br />
<span id="more-28028"></span><br />
Auch wenn der Befund nicht wirklich überraschen konnte, ist die Freude trotzdem gross, wenn Wissenschaft und Publikum bestätigen, was viele vermuten: Das «Echo der Zeit» wurde im Rahmen des <a href="http://mqr-schweiz.ch/de/" target="_blank">Medienqualitätsrating</a> als beste Radio- und Fernsehsendungen identifiziert. Entsprechend gross waren <a href="https://twitter.com/jacobiis/status/777839573909069824" target="_blank">Freude und Jubel</a>. Bei der NZZ, die gleich doppelt abräumte und zwei «goldene Q» für Wochenausgabe und Sonntagsblatt erhielt, bleibt der Jubel auf den netzöffentlichen Kanälen etwas dezenter. Gar noch weniger Reaktionen zeigte Gewinner Nummer vier, das Onlineportal 20minuten.ch, das die Auszeichnung in der Gruppe der Boulevard- und Pendlerzeitungen erhielt; Tamedia, hält bekanntlich nicht <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/15/verlegerverband-bremst-medienrating/">viel von wissenschaftlicher Fremdbeobachtung</a> und zieht ein <a href="http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/tamedia-lieber-interne-als-externe-qualitaetspruefer-ld.112994" target="_blank">internes Qualitätsmonitoring</a> vor.</p>
<p>Hinter den Ergebnissen, so wenig überraschend sie sich nun auch präsentieren, steckt ein grosser Aufwand. Fast zwei Jahre hat es gedauert vom Startschuss des Projekts bis zu den ersten Ergebnissen. Drei Hochschulinstitute haben mit grossem Personaleinsatz daran gearbeitet, Tausende von Zeitungsartikeln, Online-Beiträgen, Radio- und Fernsehsendungen codiert, dazu Mediennutzer nach ihren Einschätzungen bezüglich Medienqualität befragt. Die Kombination von wissenschaftlicher Inhaltsanalyse und Publikumsurteil sei einzigartig und das Alleinstellungsmerkmal des Medienratings im Vergleich mit anderen Qualitätsuntersuchungen.</p>
<p>Nun ist die Übung kein Selbstzweck, sondern «will die Medienqualität in der Schweiz fördern und das Qualitätsbewusstsein bei den Medien selbst sowie bei den Mediennutzern stärken», schreibt der <a href="http://medienqualitaet-schweiz.ch/" target="_blank">Stifterverein Medienqualität Schweiz</a> im Vorwort zu seinem ersten Rating. Das wollen auch andere. Allen voran das <a href="http://www.foeg.uzh.ch/de/jahrbuch.html" target="_blank">«Jahrbuch Qualität der Medien»</a>. Im Vorwort der aktuellen Ausgabe heisst es: «Das Ziel des Jahrbuchs ist es, die Diskussion über die Qualität der Medien zu vertiefen und zu einer Verbesserung ihrer Qualität beizutragen.»</p>
<p>Nähme die Qualität der Qualitätsdebatte mit der Anzahl der Qualitätsstudien zu, dann wäre nachvollziehbar, warum es neben dem bereits umfassenden und inzwischen gut etablierten «Jahrbuch» noch eine zweite, ebenfalls sehr umfassende Studie bräuchte. Forschungsökonomisch und auch finanziell wäre es sicher sinnvoller, das «Jahrbuch» um jene Aspekte zu erweitern, die nun das Qualitätsrating exklusiv für sich beansprucht, wie etwa die Publikumsbefragung und die für die Erstausgabe noch unvollständig gebliebene Evaluation der redaktionsinternen Qualitätssicherungsprozesse. Umso mehr, als dass beide Studien mit dem gleichen Qualitätsbegriff operieren und zu einem Drittel vom gleichen Personal erstellt werden. Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft, kurz fög, welches das «Jahrbuch» verantwortet, analysiert für das Medienrating die Berichterstattungsqualität.</p>
<p>Weil der Stifterverein einen eigenen Weg eingeschlagen hat, weist sein Medienqualitätsrating nun Mängel auf, die den Wert der «goldenen Q»-Auszeichnungen schmälern. So wurden zahlreiche Medien und Redaktionen gar nicht erst von der Qualitätsstudie erfasst. Neben anderen fehlen etwa die Schweizerische Depeschenagentur SDA, die Wochenzeitung WOZ oder auch Swissinfo. Diese sollen in den kommenden Jahren auch beforscht werden, wenn es die Mittel erlauben. Finanziert wird das Medienrating über Zuwendungen von Donatoren, wie ABB, Denner, Amag oder Novartis, die jährlich zwischen 10 und 50’000 Franken beisteuern. Nach dem gleichen Modell alimentiert sich auch das «Jahrbuch». Man fischt also im gleichen Teich, oder um eine negative Wassermetapher zu bemühen: gräbt sich gegenseitig das Wasser ab.</p>
<p>Die Nähe von «Jahrbuch» und Qualitätsrating wird in der Publikation der Ratingergebnisse eigens in einem kurzen Kapitel aufgegriffen. Neben dem gemeinsamen Ziel, «den Diskurs über die Medienqualität in der Schweiz zu fördern» und dem gleichen Qualitätsbegriff, gebe es auch Unterschiede. Das Jahrbuch interessiere sich «zentral für die Frage, wie sich die Entwicklung der finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen im Informationsjournalismus auf die Berichterstattungsqualität auswirkt». Das Rating-Projekt zeichne sich dagegen durch die dreifache Medienqualitätsmessung aus. Aber alles in allem verhielten sich die beiden Projekte «komplementär zueinander. Sie ergänzen sich auf sinnvolle Weise.» Wenn sie sich ja so gut ergänzen, dann würden sie das noch effizienter und ressourcenoptimierter unter einem gemeinsamen Dach tun, nach dem Motto: Besser ein «Jahrbuch Plus», als ein unvollständiges Medienqualitätsrating.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/20/aus-zwei-mach-eins/">Aus zwei mach eins</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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