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	<title>Tageszeitungen | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Oct 2020 06:02:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Printmedien im Recruiting: goldene Regeln</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/13/printmedien-im-recruiting-goldene-regeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 04:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Stellenausschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Printinserate]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Printmedien haben im Recruiting noch lange nicht ausgedient. In vielen Ausgaben sind nach wie vor diverse Stelleninserate zu finden. Dabei heisst es doch immer, Print habe ausgedient – auch im Recruiting? Weit gefehlt!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Printmedien haben im Recruiting noch lange nicht ausgedient. In vielen Ausgaben sind nach wie vor diverse Stelleninserate zu finden. Dabei heisst es doch immer, Print habe ausgedient – auch im Recruiting? Weit gefehlt!</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/13/printmedien-im-recruiting-goldene-regeln/">Printmedien im Recruiting: goldene Regeln</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wissen, wie der Hase läuft – Lokaljournalismus zwischen Klischees und digitaler Transformation</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/07/30/wissen-wie-der-hase-laeuft-lokaljournalismus-zwischen-klischees-und-digitaler-transformation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2019 08:17:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für Lokaljournalisten ist gerade die spannendste Zeit seit den Gründerjahren der Tageszeitungen. Niemals wurde ihre Arbeitsweise derart auf den Kopf gestellt und niemals wurde ihr Tun derart in Frage gestellt wie durch die Digitalisierung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/07/30/wissen-wie-der-hase-laeuft-lokaljournalismus-zwischen-klischees-und-digitaler-transformation/">Wissen, wie der Hase läuft – Lokaljournalismus zwischen Klischees und digitaler Transformation</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Lokaljournalisten ist gerade die spannendste Zeit seit den Gründerjahren der Tageszeitungen. Niemals wurde ihre Arbeitsweise derart auf den Kopf gestellt und niemals wurde ihr Tun derart in Frage gestellt wie durch die Digitalisierung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/07/30/wissen-wie-der-hase-laeuft-lokaljournalismus-zwischen-klischees-und-digitaler-transformation/">Wissen, wie der Hase läuft – Lokaljournalismus zwischen Klischees und digitaler Transformation</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Dossier: Umbau und Abbau bei den Tamedia-Tageszeitungen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/post-dossier/tamedia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MW Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 13:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=46729</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das grösste Medienhaus der Schweiz gibt seinen bezahlten Tageszeitungen eine komplett neue Struktur. Ab kommendem Jahr werden die zwölf Tamedia-Titel in Deutsch- und Westschweiz von je einem Redaktionspool in den beiden Sprachregionen bedient. Die (Sch)rumpfredaktionen vor Ort werden nur noch für die Lokalberichterstattung zuständig bleiben. Es wird mit einem grösseren Personalabbau gerechnet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/post-dossier/tamedia/">Dossier: Umbau und Abbau bei den Tamedia-Tageszeitungen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das grösste Medienhaus der Schweiz gibt seinen bezahlten Tageszeitungen eine komplett neue Struktur. Ab kommendem Jahr werden die zwölf Tamedia-Titel in Deutsch- und Westschweiz von je einem Redaktionspool in den beiden Sprachregionen bedient. Die (Sch)rumpfredaktionen vor Ort werden nur noch für die Lokalberichterstattung zuständig bleiben. Es wird mit einem grösseren Personalabbau gerechnet.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/post-dossier/tamedia/">Dossier: Umbau und Abbau bei den Tamedia-Tageszeitungen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Politik zum Tamedia-Zeitungsabbau: «Es wird ausgeholzt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/31/politik-zum-tamedia-zeitungsabbau-es-wird-ausgeholzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2017 10:14:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Medienkonzentration ist nicht länger nur innerhalb der Branche ein Thema: PolitikerInnen quer durch die Schweiz und die Parteien zeigen sich besorgt über die Entwicklung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/31/politik-zum-tamedia-zeitungsabbau-es-wird-ausgeholzt/">Politik zum Tamedia-Zeitungsabbau: «Es wird ausgeholzt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medienkonzentration ist nicht länger nur innerhalb der Branche ein Thema: PolitikerInnen quer durch die Schweiz und die Parteien zeigen sich besorgt über die Entwicklung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/31/politik-zum-tamedia-zeitungsabbau-es-wird-ausgeholzt/">Politik zum Tamedia-Zeitungsabbau: «Es wird ausgeholzt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tamedia schenkt Bern zwei Zeitungsmumien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/24/tamedia-schenkt-bern-zwei-zeitungsmumien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2017 15:30:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns Tamedia hat entschieden. Die Redaktionen von «Der Bund» und der «Berner Zeitung» wissen jetzt, was es geschlagen hat: Der Printmedienplatz Bern wird an die Wand gefahren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/24/tamedia-schenkt-bern-zwei-zeitungsmumien/">Tamedia schenkt Bern zwei Zeitungsmumien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns Tamedia hat entschieden. Die Redaktionen von «Der Bund» und der «Berner Zeitung» wissen jetzt, was es geschlagen hat: Der Printmedienplatz Bern wird an die Wand gefahren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/24/tamedia-schenkt-bern-zwei-zeitungsmumien/">Tamedia schenkt Bern zwei Zeitungsmumien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es geht nicht mehr um Qualitätsjournalismus, sondern nur noch um das kommerziellen Digitalgeschäft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/24/es-geht-nicht-mehr-um-qualitaetsjournalismus-sondern-nur-noch-um-das-kommerziellen-digitalgeschaeft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2017 10:12:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia hat in den letzten zehn Jahren über 500 Millionen Franken an Aktionäre und Kaderleute ausgeschüttet. Wäre nur ein kleiner Teil davon in Qualitätsjournalismus geflossen, stünden die einzelnen Titel heute besser da.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/24/es-geht-nicht-mehr-um-qualitaetsjournalismus-sondern-nur-noch-um-das-kommerziellen-digitalgeschaeft/">Es geht nicht mehr um Qualitätsjournalismus, sondern nur noch um das kommerziellen Digitalgeschäft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tamedia hat in den letzten zehn Jahren über 500 Millionen Franken an Aktionäre und Kaderleute ausgeschüttet. Wäre nur ein kleiner Teil davon in Qualitätsjournalismus geflossen, stünden die einzelnen Titel heute besser da.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/24/es-geht-nicht-mehr-um-qualitaetsjournalismus-sondern-nur-noch-um-das-kommerziellen-digitalgeschaeft/">Es geht nicht mehr um Qualitätsjournalismus, sondern nur noch um das kommerziellen Digitalgeschäft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Feuerkraft, weniger Vielfalt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/24/mehr-feuerkraft-weniger-vielfalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2017 03:30:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Medienhaus zentralisiert die Zeitungsredaktionen. Damit ist eines klar. Die grosse Pressevielfalt, welche die Schweiz einst auszeichnete, ist Geschichte.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medienhaus zentralisiert die Zeitungsredaktionen. Damit ist eines klar. Die grosse Pressevielfalt, welche die Schweiz einst auszeichnete, ist Geschichte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/24/mehr-feuerkraft-weniger-vielfalt/">Mehr Feuerkraft, weniger Vielfalt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tamedia prüft «radikale Szenarien» für ihre Tageszeitungen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/05/tamedia-prueft-radikale-szenarien-fuer-ihre-tageszeitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 May 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Unternehmensleitung hat die Mitarbeiter über das «interne Projekt 2020» informiert. Weil mit einem massiven Rückgang der Einnahmen gerechnet wird, werden diverse Ideen geprüft. Klar ist: Es müssen Kosten gespart werden. Ob es zu einem Stellenabbau kommt, will Tamedia gegenüber persoenlich.com nicht bestätigen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Unternehmensleitung hat die Mitarbeiter über das «interne Projekt 2020» informiert. Weil mit einem massiven Rückgang der Einnahmen gerechnet wird, werden diverse Ideen geprüft. Klar ist: Es müssen Kosten gespart werden. Ob es zu einem Stellenabbau kommt, will Tamedia gegenüber persoenlich.com nicht bestätigen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/05/tamedia-prueft-radikale-szenarien-fuer-ihre-tageszeitungen/">Tamedia prüft «radikale Szenarien» für ihre Tageszeitungen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tamedia: «Wir müssen uns aggressiver um Bezahlbeziehungen bemühen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/02/tamedia-wir-muessen-uns-aggressiver-um-bezahlbeziehungen-bemuehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia vermeldet einen Gewinneinbruch von 60 Prozent für 2016. CEO Christoph Tonini nennt im Interview seinen besten Deal des Jahres. Zudem spricht er über Sparmassnahmen im Print und deren Bedeutung für die Mitarbeitenden. Auch die neue Smart-App vom Newsnet kommt zur Sprache.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/02/tamedia-wir-muessen-uns-aggressiver-um-bezahlbeziehungen-bemuehen/">Tamedia: «Wir müssen uns aggressiver um Bezahlbeziehungen bemühen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tamedia vermeldet einen Gewinneinbruch von 60 Prozent für 2016. CEO Christoph Tonini nennt im Interview seinen besten Deal des Jahres. Zudem spricht er über Sparmassnahmen im Print und deren Bedeutung für die Mitarbeitenden. Auch die neue Smart-App vom Newsnet kommt zur Sprache.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/02/tamedia-wir-muessen-uns-aggressiver-um-bezahlbeziehungen-bemuehen/">Tamedia: «Wir müssen uns aggressiver um Bezahlbeziehungen bemühen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Print wird unterschätzt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/11/08/print-wird-unterschaetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2015 09:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hermann Petz hat anlässlich des 70-jährigen Bestehens der ‹Tiroler Tageszeitung› ein Buch mit dem Titel ‹Die Zeitung ist tot? Es lebe die Zeitung!› veröffentlicht, in dem er zu dem Schluss kommt, dass für regionale Tageszeitungen in Zukunft nach wie vor ein Platz in der Medienlandschaft vorhanden sein wird. Warum? Lesen Sie das Interview.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/11/08/print-wird-unterschaetzt/">Print wird unterschätzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hermann Petz hat anlässlich des 70-jährigen Bestehens der ‹Tiroler Tageszeitung› ein Buch mit dem Titel ‹Die Zeitung ist tot? Es lebe die Zeitung!› veröffentlicht, in dem er zu dem Schluss kommt, dass für regionale Tageszeitungen in Zukunft nach wie vor ein Platz in der Medienlandschaft vorhanden sein wird. Warum? Lesen Sie das Interview.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/11/08/print-wird-unterschaetzt/">Print wird unterschätzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Lösung heisst Rückschritt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Aug 2013 08:08:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die gedruckten Zeitungen verfügen über eine unterschätzte Zukunftschance: Wenn das Internet eine totalüberwachte Zone ist, werden Redaktionsräume und -systeme, auf die Regierungen und Geheimdienste keinen Zugriff haben, zur Geheimwaffe. Gedruckte Zeitungen auf dem technischen Stand des 19. Jahrhunderts könnten wieder zur Speerspitze der Medienfreiheit werden. Seit doch schon einigen Jahren sind Texte zu lesen, die <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Die Lösung heisst Rückschritt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die gedruckten Zeitungen verfügen über eine unterschätzte Zukunftschance: Wenn das Internet eine totalüberwachte Zone ist, werden Redaktionsräume und -systeme, auf die Regierungen und Geheimdienste keinen Zugriff haben, zur Geheimwaffe. Gedruckte Zeitungen auf dem technischen Stand des 19. Jahrhunderts könnten wieder zur Speerspitze der Medienfreiheit werden.<br />
<span id="more-15462"></span><br />
Seit doch schon einigen Jahren sind Texte zu lesen, die Fragen stellen zur Zukunft der Zeitungen, insbesondere der Tageszeitungen. Die Antwort darauf ist kurz und schmerzvoll: Tageszeitungen in ihrer bekannten, gedruckten Form haben keine Zukunft &#8211; es sei denn, die aktuellen Trends ändern sich grundsätzlich. Vielleicht gibt es sie auch in Jahrzehnten noch, als überkommenes und verzichtbares Luxusprodukt, wie beispielsweise Schallplatten. Die Bedeutung der letzten Jahrhunderte werden sie wohl aber einbüssen. In dieser ganzen Flut an Debattenbeiträgen ist aber noch kaum jemand auf die – eigentlich naheliegende – Idee gekommen, die Lösung in der Vergangenheit zu suchen.</p>
<p>Denn mit einer Totalüberwachung des Internets eröffnen sich neue Chancen. Die keine Rückmeldungen erzeugenden Papierprodukte könnten den rückverfolgbaren Digitalprodukten bevorzugt werden &#8211; von Konsumenten, die ihre Privatsphäre bei der Lektüre bewahren möchten. Wer die Zeitung auf Papier liest und vernichtet, kann verheimlichen, welche Artikel seine besondere Aufmerksamkeit gefunden haben. Ein weiterer Vorteil bietet sich in der konsequenten Verweigerung aller überwachbaren Kommunikationsmittel.</p>
<p>Ich rede von der Zeitung als &#8230;<br />
&#8230; hermetisch abgeschlossene, unverwanzte Redaktionseinheit.<br />
&#8230; private und durch das Redaktionsgeheimnis geschützte Zone.<br />
&#8230; Hafen für Daten und Informationen, die dem Zugriff von Staaten und Geheimdiensten verwehrt bleiben sollen.</p>
<p>Um alte Stärken zu neuer Blüte zu bringen, benötigt es den Rückschritt, also die Abschaffung von überwachbaren Kommunikationsmitteln wie E-Mails, Telefonen oder dem Internet. Um eine sichere Anlaufstelle für Informanten zu werden, müssen Journalisten so vorgehen, als wären sie Bewohner einer Diktatur in einer vormodernen Zeit.</p>
<p>Ich rede von &#8230;<br />
&#8230; Treffen von Informanten in der abhörsicheren Öffentlichkeit.<br />
&#8230; Notizen auf Papier oder einem anderen leicht zu vernichtenden Stoff.<br />
&#8230; einem Verzicht auf jegliche Recherchemethoden, die eine Mitaufzeichnung ermöglichen.</p>
<p>Das klingt höchst unrealistisch? Ein Leben ohne Kommunikationshilfsmittel ist für Journalisten durchaus möglich, wie Selbstversuche wie <a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ich-bin-dann-mal-offline-Ein-Selbstversuch-Leben-ohne-Internet-und-Handy/Christoph-Koch/e341523.rhd">«Ich bin dann mal offline»</a> (Christoph Koch) oder <a href="http://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Ohne_Netz/12529">«Ohne Netz»</a> (Alex Rühle) bewiesen haben. Und auch sonst könnten sich Recherchemethoden des 19. Jahrhunderts (vor die Tür gehen, mit Menschen reden, Dinge mit eigenen Augen sehen) als Vorteile gegenüber einer im Mainstream schwimmenden Konkurrenz herausstellen.</p>
<p>Verleger Axel Springer wurde im 19. Stock des Berliner Verlagsgebäudes abgehört &#8211; in seinem eigenen Büro von seiner eigenen Sekretärin «Rosie», auch bekannt unter dem Kürzel «IM Grunewald». Sie berichtete der DDR-Staatssicherheit stets brühwarm, was im Verlegerbüro so passierte (vgl. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_83xk3kZxlM">«Bespitzelt Springer! Wie die Stasi einen Medienkonzern ausspähte»</a>). Im Vergleich zum damaligen Coup der Stasi ist es für den Staat und die Geheimdienste heute eher einfacher, an Informationen zu gelangen: Sie sind zuhauf vorhanden und was fehlt, wird irgendwann geleakt.</p>
<p>Wer den Überwachungstätigkeiten des Staats selbst etwas entgegensetzen möchte, findet im Netz viele Websites, die Abhörgeräte zu einem bezahlbaren Preis offerieren: Der <a href="http://www.abhoergeraete.biz/abhorgerate/tonspy-pro.html">Tonspy Pro für 239 Euro</a> beispielsweise ruft an, sobald in der Nähe des Geräts geredet wird («Dadurch können Sie ganz bequem vom Büro aus prüfen, wie es Ihren Kindern zu Hause geht»). Aber warum sollte ein Zeitungsverlag nicht grösser planen? Er hat die Mittel, um eine private Gegenoffensive zu starten und ein abhörsicheres Gebäude mit rigider Zutrittskontrolle in bescheidenem Umfang zu bauen. Ganz so gross wie die neue Zentrale des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst">Bundesnachrichtendiensts</a> in Berlin Mitte (4000 Arbeitsplätze in 3300 Büros auf 10 Hektaren <a href="http://www.bnd.bund.de/DE/Einblicke/Neubau_der_Zentrale/Fakten_neue_Zentrale/fakten_zentrale_node.html">Fläche</a>, voraussichtliche Fertigstellung <a href="http://www.bnd.bund.de/DE/Einblicke/Neubau_der_Zentrale/Bauablauf/bauablauf_node.html">2015</a>) kann es ja schon aus finanziellen Gründen gar nicht werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Die Lösung heisst Rückschritt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Papst tot, König erstochen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/17/papst-tot-koenig-erstochen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 08:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Woche 42]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ära der gedruckten Zeitungen läuft allmählich aus. Und doch prägen sie unser Bild der Welt seit über 400 Jahren. Ein Besuch in der Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek am Berliner Westhafen gibt Aufschluss über ihre Geschichte. Wieso heissen Zeitungen eigentlich Bote der Urschweiz, Landbote, Engadiner Post oder Prättigauer Post? Es liegt am Übertragungsweg der Nachrichten. Die <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/17/papst-tot-koenig-erstochen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ära der gedruckten Zeitungen läuft allmählich aus. Und doch prägen sie unser Bild der Welt seit über 400 Jahren. Ein Besuch in der Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek am Berliner Westhafen gibt Aufschluss über ihre Geschichte.<br />
<span id="more-10681"></span><br />
Wieso heissen Zeitungen eigentlich Bote der Urschweiz, Landbote, Engadiner Post oder Prättigauer Post? Es liegt am Übertragungsweg der Nachrichten. Die Zeitungen wurden von der Post verbreitet, und die Postboten dienten nicht nur als Verträger, sondern auch als Korrespondenten. Sie waren die ersten, die Neuigkeiten aus den Regionen erfahren und zurück in die Regionen getragen haben. Wie die Informationen geliefert wurden, ist in Zeitungsnamensbestandteilen wie «Express» oder «Telegraph» zu erkennen. Die Texte im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Danziger_Dampfboot">«Danziger Dampfboot»</a> wurden beispielsweise per Schiff transportiert.</p>
<p>Solche Übermittlungen bergen einige Fehlerquellen, doch vorher war alles noch viel unsicherer. So notiert der fleissige und stellenweise höchst unterhaltsame Tagebuchschreiber <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Pepys">Samuel Pepys</a> am <a href="http://www.pepysdiary.com/archive/1665/10/08/">8. Oktober 1665</a>, der Anfangszeit der Ära der Zeitungen, dramatische News:</p>
<blockquote><p>Heute hörte ich, daß der Papst gestorben ist; ausserdem soll der König von Frankreich erstochen worden sein, doch gilt nur die erste Meldung als gesichert. Zweifellos wird das die Unruhe in diesem Teil der Welt erheblich vergrössern, nachdem erst kürzlich der König von Spanien gestorben ist.</p></blockquote>
<p>Also: Papst tot, König von Frankreich erstochen? Was für ein aufregender Nachrichtentag! Doch am <a href="http://www.pepysdiary.com/archive/1665/10/09/">9. Oktober 1665</a> wird alles wieder dementiert:</p>
<blockquote><p>Die Nachricht von der Ermordung des Königs von Frankreich hat sich als falsch erwiesen, genauso wie die vom Tod des Papstes.</p></blockquote>
<p>In der NZZ begannen Korrespondentenberichte während vielen Jahrzehnten wie von Boten übermittelte Briefe, zum Beispiel «win. Nairobi, im April», «U. Sd. Peking, im Juni» oder «cja. Ottawa, 8. September». Erst seit dem Relaunch der Zeitung im September 2009 werden die Artikel nur noch mit «win. Washington» oder «Ingrid Meissl Årebo, Stockholm» gezeichnet. Martin Woker, Leiter der NZZ-Auslandredaktion, schreibt auf Anfrage: «Wir hatten allerdings schon zuvor immer häufiger bei grösseren Artikeln die sogenannte Korrespondentenzeile verwendet: Also ‹Von unserem Korrespondenten xy aus z›. Erklären lässt sich die Anpassung damit, dass auf diese Weise die Einzigartigkeit des NZZ-Korrespondentennetzes besser verankert wird.»</p>
<p>Die erste Ausgabe der damaligen «Zürcher Zeitung» erschien am 12. Januar 1780. Der erste Zeitungsverleger überhaupt, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Carolus">Johann Carolus</a>, kam aus Strassburg und forderte gleich das Monopolrecht für seine ab 1605 gedruckte Zeitung (was ihm vom Stadtrat verwehrt wurde) &#8211; um Geld verdienen zu können. Ihren Höhepunkt feierten die Zeitungen dann in den 1920er-Jahren, bevor nacheinander Radio, Fernsehen und Internet Aufmerksamkeit abschöpften. An manchen Tagen wurden bis zu sechs Ausgaben gedruckt und verkauft (die NZZ kam von 1894 bis 1969 mit täglich drei Ausgaben heraus). Zu dieser Zeit erschienen allein in Berlin mehr als 120 Tages- und Wochenzeitungen, wie Christoph Albers von der Staatsbibliothek zu Berlin erklärt, die zur Stiftung Preussischer Kulturbesitz gehört.</p>
<p>Die Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek gibt es erst seit 1993, als die Bestände der geteilten Stadt zusammengeführt wurden. Seit 1997 lagern diese auf 24.000 m² in einem ehemaligen Getreidespeicher. Kein idealer Ort, denn auf der anderen Seite des Wassers am Westhafen stehen elf weisse Tankbehälter, die bei einem Brand die über 180.000 Zeitungsoriginalbände und über 150.000 Mikrofilme zerstören könnten (weshalb eine Umsiedlung schon lange geplant ist). Sie lagern in mehreren Etagen. Beim Betreten der Räume schlägt einem ein dumpfer, leicht modriger Geruch entgegen. Es ist auch etwas dunkler als sonst, denn die Bestände werden durch eine Spezialfolie an den Fenstern vor UV-Licht geschützt.</p>
<p>Als die die Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, kürzlich <a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/1298068/Alles-digital_Das-Ende-des-Buches">ankündigte</a>, Bücher, die sowohl elektronisch als auch in der Print-Ausgabe verfügbar sind, nur noch elektronisch sammeln, erntete sie prompt Proteste &#8211; auch wenn das die unbestreitbare Zukunft sein wird. Die Staatsbibliothek zu Berlin würde gerne mehr digitalisieren, aber dazu fehlen aktuell die Gelder und es sind auch Urheberrechtsfragen offen, wie Albers sagt. Auch wenn der Staatsbibliothek keine konkreten Fälle vorliegen, gibt es natürlich «Leute, die nicht wollen, dass zum Beispiel DDR-Zeitungen frei verfügbar sind, weil sie so via Google mit Aussagen gefunden werden könnten, zu denen sie nicht mehr stehen.» Bisher wurden lediglich drei Zeitungen aus der Bismarckzeit mit Volltextsuche verfügbar gemacht, sogenannte <a href="http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/list/">«Image-Digitalisierungen»</a> gibt es aber einige mehr.</p>
<p>Nicht vergessen sollte man angesichts der vielen Zeitungen, dass das, was drin steht, oft gar nicht so wichtig ist, wie das, was nicht drinsteht. «Seit es Zeitungen gibt, gibt es das Problem der Zensur», sagt Christoph Albers. Sobald es politisch unruhig wird, werde aus «Sicherheitsgründen» die Pressefreiheit eingeschränkt oder gleich abgeschafft, wie 1933, als die deutsche Presse durch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung">Gleichschaltungsgesetze</a> ihre Freiheit verlor. «Viele mussten die Titelblätter vom Propagandaministerium übernehmen, nur im Lokalteil konnte man noch frei schreiben.» Es kann aber auch in Zeiten grösster Freiheit nicht berichtet werden: «Die stärkste Waffe einer Zeitung mit Monopolstellung ist das Nichtberichten. So kann man ganz schön manipulieren: meinungsbildend sein, auch ohne dass das besonders bemerkt wird.»</p>
<p><small>Der Besuch in der Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek am Berliner Westhafen fand am 2. Oktober 2012 statt.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/17/papst-tot-koenig-erstochen/">Papst tot, König erstochen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein Manifest auf dem Silbertablett</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 14:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Patrik Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
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		<category><![CDATA[Terror]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Terrorist, der in Norwegen am Freitagnachmittag fast 100 Menschen umgebracht hat, füttert die Medien in eigener Sache. Die Journalisten verhalten sich genau so, wie er sich das vorgestellt hat. Der Anschläge in Norwegen vom letzten Freitag haben fast 100 Opfer gefordert. Es ist nicht die Tat eines verwirrten Amokläufers, sondern eine kaltblütige, genau geplante <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/25/ein-manifest-auf-dem-silbertablett/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Terrorist, der in Norwegen am Freitagnachmittag fast 100 Menschen umgebracht hat, füttert die Medien in eigener Sache. Die Journalisten verhalten sich genau so, wie er sich das vorgestellt hat.<br />
<span id="more-28897"></span><br />
Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011">Anschläge in Norwegen</a> vom letzten Freitag haben fast 100 Opfer gefordert. Es ist nicht die Tat eines verwirrten Amokläufers, sondern eine kaltblütige, genau geplante Exekution. Gemordet hat einer, für den die Leben seiner Opfer und ihrer Angehörigen keine Relevanz haben, dem es einzig und allein um die Auswirkungen seiner auf maximalem Narzissmus und Fanatismus gegründeten Tat geht. Es bleibt, alle, die politische Ziele haben, an das Vorgehen in einer Demokratie zu erinnern: Man bringt nicht den um, der eine andere Meinung hat, sondern man diskutiert mit dem politischen Gegner &#8211; das Volk entscheidet dann, welchem Kandidaten, welcher Seite einer Abstimmungsvorlage sie ihre Stimme geben möchte.</p>
<p>Die Tat ist eine PR-Aktion für sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011#.E2.80.9EManifest.E2.80.9C">2083-Manifest</a> (&#8222;A European Declaration Of Independence&#8220;) &#8211; was ihm wichtiger war, die Tötungen oder die Verbreitung seines Werks, darüber lässt sich nur spekulieren. Das hinterlassene Manifest beginnt mit einer genauen Anleitung, wie es verbreitet und weitergeleitet werden soll, mit dem nachdrücklichen Vorschlag, es auch zu übersetzen und auf Papier zu drucken. Und es endet, als wäre es eine einzige, überdimensionierte Pressemitteilung, mit mehreren, zum Teil recht absurden Pressefotos (ein Foto zeigt ihn in einem Taucheranzug mit Waffe, ein anderes in einem Ganzkörper-Schutzanzug).</p>
<p>Wie verhalten sich die Medien? Natürlich genau so, wie sich das der Täter vorgestellt hat. Sie drucken seine Fotos dankbar ab, setzen ihn inklusive Waffe auf die Titelseite, versehen ihn mit Namen: &#8222;blonder Teufel&#8220; (Bild), &#8222;Teufel von Oslo&#8220; (tz), &#8222;Bestie&#8220; (Express), &#8222;Mord-Maschine&#8220; (Berliner Kurier). Fast alle Zeitungen entscheiden sich am Montag dazu, die Tragödie vom Freitagnachmittag auf der Titelseite zu setzen. Neben wenigen kreativen Titeln lautet die Standardschlagzeile &#8222;Norwegen weint&#8220; oder, etwas weniger doof, &#8222;Norwegen trauert&#8220;. <a href="https://twitter.com/#!/patrik_mueller/status/95389134381789184">Auch in der Schweiz</a>.</p>
<p>Das hinterlassene Dokument im Umfang von rund 1500 Seiten wird nun von Tausenden, wenn nicht Millionen Journalisten, Bloggern, Interessierten gelesen und ausgewertet. Sie werden so mit Informationen versorgt, die sie zuvor vielleicht noch nie gelesen haben, und, so hofft der sich der Täter vermutlich, irgendwie hängenbleiben. Natürlich haben die Journalisten dabei ein ungutes Gefühl, als besondere moralische Tat verweigern sie dem Dokument in aller Regel den Link &#8211; wer am hinterlassenen Dokument oder am hinterlassenen Video interessiert ist, muss sich schon selbst auf die Suche machen.</p>
<p>Die Hinterlassenschaften sind nicht überraschend: Im Video sind die üblichen, langweiligen Bilder und Karikaturen zu sehen, die Weltverschwörungs-Blogs eben so füllen &#8211; abwechselnd mit Mittelalter-Kampfbildern und stilisierten Texttafeln ziehen sie vorbei zu kitschiger Musik. Sollte jemand tatsächlich vor haben, die 1500 Seiten des Manifests zu lesen, wird er darin, so meine Spekulation, etwa das finden, was die letzten Jahre in solchen Blogs zu lesen war. Eine inhaltliche Zusammenfassung könnte lauten, dass er sich wünscht, die Länder in Europa würden sich vermehrt isolationistisch verhalten &#8211; als Vorbilder werden Japan und Südkorea genannt.</p>
<p>Der Wunsch des Terroristen, sich ganz für &#8222;die Sache&#8220; hinzugeben, ist unübersehbar. Hier war ein Mensch am Werk, der, in gewissen Kreisen und wenigstens für ein paar Jahrhunderte, &#8222;unsterblich&#8220; werden wollte, eine Art heroische Kultfigur revolutionären Widerstands, das alte Lied. Die Medien, deren Berichterstattung nach einem Anschlag eines solchen Ausmasses absehbar ist, geben ihr Bestes, damit das auch gelingt. Alles, was vom Täter für sie vorbereitet wurde, wird breit ausgewalzt, vom einen Satz im Twitter-Konto bis zum 1500-Seiten-Manifest.</p>
<p><a href="http://www.meyerwerbung.ch/">Thomas Meyer</a> schreibt <a href="http://www.facebook.com/thomasmeyerzuerich#!/thomasmeyerzuerich/posts/247378708614810">auf Facebook</a>:</p>
<blockquote><p>Die Tatsache, dass man auch einen Massenmord begehen kann, um über Nacht Weltruhm zu erlangen, ist hauptsächlich den Medien geschuldet. Artig zeigen sie jedes Bild und zitieren jede Aussage.</p></blockquote>
<p>Die Verantwortung dafür wollen sie natürlich nicht tragen, <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/">wie sie auch keine Verantwortung für Folgekosten ihrer Berichterstattung tragen wollen</a>.</p>
<p>Nein, einen solchen Terroranschlag soll man nicht totschweigen. Aber es ist ein Fakt, dass ein Massenmörder nach seiner Tat von den Medien wochenlang &#8222;gefeiert&#8220; wird. Ob im negativen Sinne oder nicht &#8211; hat das eine Relevanz für den Täter?</p>
<p><small>Dieser Artikel erschien <a href="http://blog.ronniegrob.com/2011/07/25/ein-manifest-auf-dem-silbertablett/">auch auf ronniegrob.com</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/25/ein-manifest-auf-dem-silbertablett/">Ein Manifest auf dem Silbertablett</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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