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	<title>Ueli Maurer | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>SMD, SRF, Ueli Maurer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 21:25:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[SMD]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – SMD mit mehr Audio «Radio goes SMD» schreibt die Schweizer Mediendatenbank SMD und weist darauf hin, dass ihre Nutzer*innen neu «sekundengenau» Audiopassagen der drei Westschweizer Radios RJB, RTN und RFJ finden können, ausserdem von 24 SRF-Radiosendungen, darunter etwa das «Echo der Zeit» und die Regionaljournale. Mehr noch: Die gesprochenen Texte können mithilfe <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg" alt="" width="1456" height="486" class="aligncenter size-full wp-image-99969" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-1024x342.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – SMD mit mehr Audio</h3>
<p>«Radio goes SMD» schreibt die Schweizer Mediendatenbank SMD und weist darauf hin, dass ihre Nutzer*innen neu «sekundengenau» Audiopassagen der drei Westschweizer Radios RJB, RTN und RFJ finden können, ausserdem von 24 SRF-Radiosendungen, darunter etwa das «Echo der Zeit» und die Regionaljournale. Mehr noch: Die gesprochenen Texte können mithilfe einer automatischen Transkription auch gelesen werden.</p>
<p>Laut <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/29/wir-wollen-mehr-einnahmen-generieren-fuer-die-verlage/">Geschäftsführer Roberto Nespeca</a> hat die SMD 2019 damit begonnen, audiovisuelle Medien in die Datenbank aufzunehmen. Damals startete ein Pilotversuch mit Informationssendungen von Fernsehen RTS, später kamen Sendungen von Fernsehen SRF dazu – schliesslich ist die SRG eine der SMD-Aktionärinnen.</p>
<p>Videos sind viel einfacher zu erfassen als Audios: Da sie bereits die Sender untertiteln, kann dies SMD diesen Text übernehmen. Ein Klick auf den entsprechenden Zeitstempel im Text führt dann genau auf den entsprechenden Zeitpunkt im Video, das auf der Online-Seite des Anbieters verbleibt.</p>
<p>Schwieriger ist die Erfassung von Radiosendungen – insbesondere, wenn sie, wie etwa die Regionaljournale, in Schweizerdeutsch sind. Denn es fehlt die geschriebene Textvorlage. «Gemeinsam mit SRF und <a href="https://recapp.ch/" rel="noopener" target="_blank">recapp</a> entwickelten wir eine Speech-to-Text-Komponente, die gesprochenes Schweizerdeutsch automatisch in geschriebenes Hochdeutsch transkribiert», so Nespeca.</p>
<p>Zwar haben sich bei einer SMD-Umfrage Ende 2021 nur je knapp die Hälfte der antwortenden Nutzer*innen dafür ausgesprochen, dass die SMD die Inhalte von regionalen und lokalen Radios und TVs aufnehmen müsse. Aber, so Nespeca: «Wir sind überzeugt, das Ton- und Bewegtbild-Material eine gute Ergänzung zum bestehenden Print- und Online-Angebot darstellt.» Die SMD sei bereits in der Integrationsphase «bei gut einem halben Dutzend Partnern».<br />
</p>
<h3>The Bad – SRF mit schmelzender Eishockey-Expertise</h3>
<p>Jetzt auch noch Mario Rottaris. Der frühere Fribourg-Gottéron- und Nationalmannschafts-Spieler <a href="https://www.srf.ch/sport/mehr-sport/in-eigener-sache/in-eigener-sache-mario-rottaris-verlaesst-srf-expertenteam" rel="noopener" target="_blank">verlässt das Schweizer Fernsehen SRF</a>, wo er seit 2005 als Eishockey-Experte im Einsatz war – bei insgesamt 16 Hockey-WMs und hunderten Spielen der National-League. «Seine kontrollierten Aussagen, sein diskreter Sprachwitz und seine Fachkompetenz im Zusammenspiel mit Jann Billeter haben die SRF-Zuschauer seit der Weltmeisterschaft 2005 durch die Spiele der Schweizer Nati geschaukelt», <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/nati/an-wm-einfach-ersetzt-wo-ist-srf-nati-experte-mario-rottaris-id17518448.html" rel="noopener" target="_blank">lobte ihn der «Blick»</a>. </p>
<p>Rottaris Co-Kommentator Billeter hat SRF Sport bereits im Sommer 2021 verlassen; er wechselte nach 24 Jahren SRF zu MySports. Im Herbst 2021 folgte Stefan Bürer; nach 28 Jahren bei SRF wurde er Kommunikationschef bei den SC Rapperswil-Jona Lakers. Und im Juni 2022 hat Eishockey-Fachfrau Daniela Milanese SRF Sport nach 23 Jahren verlassen. Sie kommentiert <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/premiere-von-daniela-milanese-bei-mysports-bei-srf-wars-wie-in-einer-langjaehrigen-beziehung-id17927603.html" rel="noopener" target="_blank">seit dieser Woche bei «MySports»</a>.</p>
<p>Damit schmelzen bei SRF quasi Jahrzehnte von Eishockey-Expertise weg. Ein Grund dafür sind verlorene Senderechte: Nicht die SRG, sondern Sunrise UPC, zu der «MySports» gehört, hat sich 2021 die Rechte der Eishockey-National League für die kommenden fünf Saisons gesichert. Die SRG erhielt auch keine Sublizenz. Das Schweizer Fernsehen kann noch die Eishockey-WM, die Spiele der Nationalteams und den Spengler Cup zeigen, Live-Spiele der National League aber nicht mehr.</p>
<p>Auch für Mario Rottaris war dies ein Abgangsgrund – doch nicht der einzige. Seine «Passion», so wird er in der SRF-Mitteilung zitiert, sei es gewesen, die WMs als Co-Kommentator vor Ort und die Playoffs aus den Stadien zu begleiten. Die Playoffs dürfe SRF nun nicht mehr live übertragen, und «meine WM-Ära endete 2021». Denn für die WM 2022 im letzten Mai hat SRF Rottaris durch einen <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/nati/an-wm-einfach-ersetzt-wo-ist-srf-nati-experte-mario-rottaris-id17518448.html" rel="noopener" target="_blank">anderen Live-Experten ersetzt</a>. Dieser Aspekt des Abgangs von Rottaris ist also SRF-hausgemacht.</p>
<h3>The Ugly – Maurer mit grossem Medien-Schwindel</h3>
<p>«Schaut die Zeitungen gar nicht erst an, werft sie weg», hatte Bundesrat Ueli Maurer <a href="https://www.edito.ch/klartext/2011/03/21/%C2%ABschaut-die-zeitungen-nicht-an-werft-sie-weg%C2%BB/" rel="noopener" target="_blank">2011 in einem Interview</a> gesagt. Später nannte er etwa einen <a href="https://www.suedostschweiz.ch/zeitung/aff-ist-der-satz-des-jahres" rel="noopener" target="_blank">SRF-Kameramann «Aff»</a>, warf den Medien eine «selbstverfügte Gleichschaltung» vor und reagierte unlängst auf Patti Basler, die ihn <a href="https://www.persoenlich.com/medien/ueli-maurer-beleidigt-srf-bei-deville" rel="noopener" target="_blank">für eine SRF-Umfrage ansprach</a>, mit «Die huere Frage vum Färnseh, vill tümmer chammer nid si als ihr sind». Und so weiter.</p>
<p>Wie er es in seiner politischen Karriere immer wieder getan hat, griff Maurer auch bei seiner Rücktritts-Medienkonferenz Medien und Medienschaffende an. Und diese? Auch wenn ihnen Maurer «Einheitsbrei» und Google-statt-Recherche vorwarf und einmal mehr behauptete, sie seien nach links gerutscht, blieben sie höflich. Dabei hatte gleichentags Maurers SVP im Parlament gezeigt, was man tun kann, wenn einem das Geschehen nicht passt: Die Fraktion stand auf und drehte dem Rednerpult den Rücken zu. Selbst <a href="https://youtu.be/eHfOqNqf3_Q" rel="noopener" target="_blank">«Kä Luscht»-Bundesrat</a> Maurer hätte gestaunt, hätten die Bundeshaus-Journalist*innen während seiner Rücktritts-Rede dasselbe getan.</p>
<p>Zumindest hätten die Bundeshaus-Journalist*innen und auch jene, die danach darüber berichteten, Maurers grossen Medien-Schwindel thematisieren können: Er kritisiert die Medien und ihre Inhalte – und erzählt gleichzeitig, er nutze ausser Teletext keine Medien. Woher weiss er denn, was die Medien berichten?</p>
<p>Politiker*innen, die Journalist*innen und Medien diffamieren, schaffen einen Boden für einen sich verbreitenden Medienhass, der auch in physischen Angriffen gipfelt. Auch in der Schweiz. Bundesrätin Simonetta Sommaruga lässt im Moment einen <a href="https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/elektronische-medien/medienpolitik/nationaleraktionsplan.html" rel="noopener" target="_blank">Nationalen Aktionsplan für die Sicherheit von Medienschaffenden</a> ausarbeiten. Sie hätte mit der Umsetzung im Bundeshaus beginnen sollen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/">SMD, SRF, Ueli Maurer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ueli Maurer und die Medien: Leiden Journalisten am Stockholm-Syndrom?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/03/ueli-maurer-und-die-medien-leiden-journalisten-am-stockholm-syndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2022 19:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Methusalem im Bundesrat tritt ab und tritt nach. Im Visier steht die Vierte Gewalt. Wie diese reagiert, ist verblüffend.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Methusalem im Bundesrat tritt ab und tritt nach. Im Visier steht die Vierte Gewalt. Wie diese reagiert, ist verblüffend.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/03/ueli-maurer-und-die-medien-leiden-journalisten-am-stockholm-syndrom/">Ueli Maurer und die Medien: Leiden Journalisten am Stockholm-Syndrom?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ueli Maurer im Oval Office – Schuldfrage nach Interview-Panne</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/05/17/ueli-maurer-im-oval-office-schuldfrage-nach-interview-panne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2019 17:42:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Treffen von Ueli Maurer mit US-Präsident Donald Trump veröffentlichte das Weisse Haus erste Bilder. Doch nicht alles lief glatt: Ein Live-Interview Maurers mit dem Sender CNN ging besonders daneben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/17/ueli-maurer-im-oval-office-schuldfrage-nach-interview-panne/">Ueli Maurer im Oval Office – Schuldfrage nach Interview-Panne</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Treffen von Ueli Maurer mit US-Präsident Donald Trump veröffentlichte das Weisse Haus erste Bilder. Doch nicht alles lief glatt: Ein Live-Interview Maurers mit dem Sender CNN ging besonders daneben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/17/ueli-maurer-im-oval-office-schuldfrage-nach-interview-panne/">Ueli Maurer im Oval Office – Schuldfrage nach Interview-Panne</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Es gibt keine Tiefe mehr» – Ueli Maurer kritisiert Schweizer Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/04/23/es-gibt-keine-tiefe-mehr-ueli-maurer-kritisiert-schweizer-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2019 11:14:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer hat in einem Interview Medien und insbesondere die Presse pauschal kritisiert. Er vermisse in den Zeitungen grundsätzliche Auseinandersetzungen mit Themen, sagte der SVP-Magistrat. «Das muss uns nachdenklich stimmen.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/23/es-gibt-keine-tiefe-mehr-ueli-maurer-kritisiert-schweizer-medien/">«Es gibt keine Tiefe mehr» – Ueli Maurer kritisiert Schweizer Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer hat in einem Interview Medien und insbesondere die Presse pauschal kritisiert. Er vermisse in den Zeitungen grundsätzliche Auseinandersetzungen mit Themen, sagte der SVP-Magistrat. «Das muss uns nachdenklich stimmen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/23/es-gibt-keine-tiefe-mehr-ueli-maurer-kritisiert-schweizer-medien/">«Es gibt keine Tiefe mehr» – Ueli Maurer kritisiert Schweizer Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ueli Maurer läuft davon: SRF-Mann Reto Lipp wittert SVP-Spielchen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/04/08/ueli-maurer-laeuft-davon-srf-mann-reto-lipp-wittert-svp-spielchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2019 17:29:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundespräsident Ueli Maurer verzichtet kurzfristig auf ein Interview bei «Eco». SRF-Mann Reto Lipp erklärt seine Sicht. Und unterstellt Maurer «SVP-Spielchen».</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/08/ueli-maurer-laeuft-davon-srf-mann-reto-lipp-wittert-svp-spielchen/">Ueli Maurer läuft davon: SRF-Mann Reto Lipp wittert SVP-Spielchen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundespräsident Ueli Maurer verzichtet kurzfristig auf ein Interview bei «Eco». SRF-Mann Reto Lipp erklärt seine Sicht. Und unterstellt Maurer «SVP-Spielchen».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/08/ueli-maurer-laeuft-davon-srf-mann-reto-lipp-wittert-svp-spielchen/">Ueli Maurer läuft davon: SRF-Mann Reto Lipp wittert SVP-Spielchen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Party ist noch nicht vorbei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/09/26/die-party-ist-noch-nicht-vorbei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2013 08:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Luxus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkongress]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Neininger]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Gossweiler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Krise keine Spur: Den Schweizer Verlegern geht es richtig gut. Das sieht man alle Jahre am Medienkongress. An ihrer Selbstbeweihräucherungszeremonie lassen sich die Medienmacher die Party nicht gerne vermiesen, auch von einem Bundesrat nicht. Beobachtungen aus dem Victoria-Jungfrau Grand Hotel in Interlaken. In der bescheidenen Pension Victoria Der Aufenthalt im 1864 als Pension Victoria <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/26/die-party-ist-noch-nicht-vorbei/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Krise keine Spur: Den Schweizer Verlegern geht es richtig gut. Das sieht man alle Jahre am Medienkongress. An ihrer Selbstbeweihräucherungszeremonie lassen sich die Medienmacher die Party nicht gerne vermiesen, auch von einem Bundesrat nicht. Beobachtungen aus dem Victoria-Jungfrau Grand Hotel in Interlaken.<br />
<span id="more-15868"></span><br />
<strong>In der bescheidenen Pension Victoria</strong><br />
Der Aufenthalt im 1864 als Pension Victoria erbauten Victoria-Jungfrau Grand Hotel fühlt sich an wie ein Besuch im Bundeshaus, einem Kunstmuseum oder einem geweihten Gebäude; das bescheidene eigene Dasein wird einem bei jedem Schritt bewusst. Das wundervolle Prunkgebäude, in dem Zimmer zwischen 500 und 2000 Franken angeboten werden und im Durchschnitt für 366 die Nacht verkauft werden (<a href="http://www.victoria-jungfrau-collection.ch/investor-relations/kennzahlen/">2012</a>) scheint genau der richtige Ort für die reichen Zeitungsverleger, ihren Jahreskongress zu feiern. Gegen eine Zahlung von 400 Franken darf ich als Journalist mit dabei sein und gebe mir Mühe, nicht zu wenig vom beim Abendessen am Donnerstag servierten Pinot Noir, Réserve du Patron (<a href="http://www.weingut-bick.ch/weine.html">35,40 die Flasche</a>) zu trinken. Als Unterkunft wähle ich den sehr sympathischen und besonders bei jungen Südkoreanern und Chinesen beliebten <a href="http://www.lazyfalken.ch/">Lazy Falken</a> (60 Franken die Nacht, WC und Dusche auf dem Flur).</p>
<p><strong>Umbruch und Aufbruch</strong><br />
Warum der Medienkongress unter dem Motto «Umbruch und Aufbruch» stattfand, war zunächst nicht klar, hatte doch Hanspeter Lebrument, Verlegerpräsident seit zehn Jahren, die Medienkrise für «beendet» erklärt (<a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/lebrument-erkl%C3%A4rt-medienkrise-f%C3%BCr-beendet-294797">2010</a>). Doch von jemand, der glaubt, er könne Google «Nachhilfeunterricht» geben (<a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/google-hat-angst-vor-uns-275616#.UkFnMryjjZ5">2007</a>), ist vielleicht nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.</p>
<p>2013 schaut man also nach vorne und bemüht sich ernsthaft, dem Motto gerecht zu werden. Und das gelingt gar nicht schlecht: Keine der Veranstaltungen ist grottenschlecht, langweilig wird einem nur bei Otfried Jarren (Präsident Eidg. Medienkommission) und zeitweise bei den Eigen-PR-Vorträgen von Philipp Welte (Verlagsvorstand Hubert Burda Media) und Rainer Esser (Geschäftsführer Zeitverlag). Die Triebkraft für die Neuorientierung des Verbands scheint bei <a href="http://neininger.me/">Blogger</a> Norbert Neininger zu liegen; er präsentiert den äusserst erfrischenden Investor <a href="https://www.linkedin.com/profile/view?id=88442417">Eran Davidson</a>, der Investmentsfonds in der Höhe von 180 Millionen Franken an junge Unternehmen zu verteilen hat und echten Unternehmergeist in diese Veranstaltung (von Unternehmern, man glaubt es kaum) bringt. Ringier-CEO Marc Walder findet den Vortrag «very interesting and provocative».</p>
<p>Davidson empfiehlt beispielsweise, den 22-Jährigen in der Firma zuzuhören, «weil deren Verstand immer noch klar ist. Sie wissen nicht viel, aber sie wissen es besser als Du». Und auch allen anderen, manchmal sei es ja die Sekretärin, die eine geniale Idee habe. Gute Unternehmer würden ein Klima schaffen, in dem solche Menschen angstfrei zu Wort kommen.</p>
<p><strong>Eine Blase um Michael Ringier</strong><br />
Ich versuche mir vorzustellen, wie Ringier-Verleger Michael Ringier gebannt an den Lippen von «Glückspost»-Praktikanten und Ringier-Journalistenschülern hängt, um etwas zu lernen, das er für sein Leben und seine Firma brauchen kann. Aber irgendwie gelingt es mir nicht recht. Es tauchen stattdessen Bilder auf von Tennisplätzen, Kunstgalerien, Villen, Telefonhörern, Füllfederhaltern, Hinterzimmern, Luxushotels, Limousinen, Privatjets, bevölkert mit Frauen und Freunden seines Alters, seiner Klasse, seinen Vermögensverhältnissen. Vielleicht müsste <a href="http://www.bilanz.ch/people/die-reichsten-und-ihre-autos-hengstparade">Rolls-Royce-Fahrer Ringier</a> einfach mal an einem SVP-Buurezmorge einige seiner Leser kennenlernen. Schliesslich kann er durchaus locker sein und hat den Mut, auch bittere Wahrheiten gelassen auszusprechen: «Wir haben kein Monopol mehr, das ist doch das grosse Problem!»</p>
<p>Immerhin kennt er «Deutschlands bekanntester Blogger». Angeblich ist das ein gewisser Philipp Riederle (*1994), auf dessen Website zwar kein Blog zu finden ist, aber dafür haufenweise <a href="http://www.philippriederle.de/erfahrung/presse/">Berichte</a> der etablierten Medien. Tatsächlich ist Riederle <a href="http://www.meiniphoneundich.de/">Videopodcaster</a>, Unternehmensberater, Vortragsredner und Buchautor. Ringier über Riederle: «Er sagte: ‹Make sense.› &#8211; Darum geht es.» Dem kann man sich nur vorbehaltslos anschliessen.</p>
<p>Im Podiumsgespräch mit Gabor Steingart (Herausgeber Handelsblatt) liest Ringier dann Leserkommentare Schweizer Medienseiten vor, die sich kritisch mit ihm auseinandersetzen. Kommentare konkurrierender Medienseiten natürlich, auch wenn auf Blick.ch ebenfalls kritische Leserstimmen veröffentlicht werden. Ist es die Aufgabe eines Verkäufers, sich öffentlich über Kundenreaktionen zu beschweren? Oder hat das Internet Ringier Wahrheiten aufgezeigt, die ihm bisher von seinem Umfeld erfolgreich vorenthalten wurden? Für einen Moment erhält man den Eindruck, Leserbriefschreiber seien die besseren Menschen als Online-Kommentierer. Natürlich ist das Blödsinn: Leserbriefe und Leserkommentare werden von den Redaktionen geprüft und freigegeben.</p>
<p>Hinsichtlich der Berichte über die Nicht-Bestätigung von Andrea Bleicher als «Blick»-Chefredaktorin aufgrund eines «Daumen runter» des gut befreundeten Frank A. Meyer sagt er sympathisch selbstironisch, die Lage sei doch klar: «Die Schwulengang hat die Lady rausgeknallt.» Und: «Früher hat Frank A. Meyer meine Wahlzettel ausgefüllt, heute tut das meine Frau, denn Meyer hat ja nichts mehr zu sagen.» Humor darf man ihm attestieren, doch als Boulevardverleger, selbst als widerwilliger, ist er viel zu dünnhäutig. Michael Ringier ist das Aushängeschild einer Branche, die Kritik üben lässt, Kritik an sich aber einfach nicht ertragen kann. Dabei kritisiert doch sogar die von Michael Ringier geliebte Kunst &#8211; gemeinsam mit seiner Frau Ellen wurde der Kunstsammler im Kunstwerk <a href="http://www.jotacastro.eu/selected-works/motherfuckers-never-die/">«Motherfuckers never die» von Jota Castro</a> verewigt (ausgestellt an der Art Basel 2009).</p>
<p><strong>«Jahrhundertfehler» Kostenlos-Kultur</strong><br />
Die Vortragenden sind sich einig, Schuld an der schlechten Branchenstimmung sind vor allem jene, die negativ reden: «Print wird totgeredet», klagt Philipp Welte. «Unsere Inhalte kostenlos abzugeben, ist der Jahrhundertfehler unserer Branche», sagt Gabor Steingart. Auch Rainer Esser will keine Inhalte verschenken, die gut Geld verdienende Gratiszeitung «20 Minuten» lobt er trotzdem. Warum sie nur immer über ihre angeblichen «Jahrhundertfehler» reden und dabei weiterhin ihre Inhalte kostenlos im Internet anbieten, bleibt ihr Geheimnis. Die wichtigsten NZZ-Artikel gibt es trotz Website-Paywall kostenlos auf dem Smartphone. In der «Blick»-App (einmalig 4 Franken) ist sogar jeden Tag die ganze Printausgabe kostenlos zugänglich. Offenbar trauen sich die Verleger nicht recht zu, Inhalte zu produzieren, die den Kunden tatsächlich etwas wert sind. Mehr dazu in unserem Artikel <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/13/pseudokostenpflicht/">«Pseudokostenpflicht»</a>.</p>
<p>Norbert Neininger liefert als einer der einzigen Vortragenden keinen Verkündigungsauftritt, sondern eine Prezi-Präsentation inklusive zwei YouTube-Videos. Als die Technik diese abspielt, blendet YouTube Werbung ein, die sofort reflexartig weggeklickt wird. Aber echt, immer diese Scheiss-Werbung! Mit der man selbst online Geld verdienen will. Aber die Frage ist berechtigt: Warum nervt Werbung im Netz derart, dass man sie sofort und unbesehen wegklickt?</p>
<p><strong>Solidarität für Gattungsmarketing</strong><br />
Printwerbung nervt nicht, trotzdem brauche es dafür Gattungsmarketing, meldet Peter Wanner aus dem Department Werbemarkt: «Printwerbung macht immer noch einen Umsatz von 1,8 Milliarden Franken. Aber Sie können sich vorstellen, was das bedeutet für uns alle, wenn wir da jedes Jahr 100 Millionen Franken verlieren.» Ausserdem wäre es schön, wenn auch die Redaktionen mal etwas mitspielen würden: «Es täte sicher gut, wenn auch die Printmedien ab und zu etwas Positives über Print vermelden würden.» Seine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung des Gattungsmarketings habe gut gearbeitet, allerdings musste man dann bei einer Sitzung in Weggis bemerken, dass die gefassten Pläne dafür satte 1,9 Millionen Franken kosten (und das jedes Jahr, ab 2015). «Jetzt ist Solidarität gefragt», steht in der Powerpoint-Präsentation von Wanner.</p>
<p><strong>Keine Lohnverhandlungen mit Angestellten</strong><br />
Auf Lohnverhandlungen mit dem Journalistenverband Impressum lassen sich die Verleger nicht ein, denn Präsident Lebrument erklärt, er habe deren Entwurf zu einer Vereinbarung über die Arbeitsbedingungen nicht gelesen, weshalb &#8211; hallo Logik &#8211; es auch keine Verhandlungen geben könne. Verbandsvertreter Urs Thalmann verlässt nach den anschliessenden langwierigen, völlig ergebnislos bleibenden und äusserst ermüdenden Diskussionen die Medienkonferenz mit einem sehr lauten Knallen der Türe, fassungslos über solche, wie soll man ihnen sagen, bauernschlauen Tricks? Ehrlich gehandelt hätte der Verlegerverband, in dem er zugegeben hätte, gar nicht verhandeln zu wollen. Die ganze Farce <a href="http://www.edito.ch/de/2013/09/18/verleger-in-formkrise/">fasst Philipp Cueni auf edito.ch zusammen</a>, mit dabei auch die abenteuerliche Lebrument-Aussage, es gebe keine Arbeitslosigkeit im Journalismus.</p>
<p><strong>Ein Präsident per Akklamation</strong><br />
Warum wurde der 2010 ins Präsidium gewählte Urs Gossweiler mit einem Reisegutschein verabschiedet? «Er ist nicht wieder angetreten», antwortet Hanspeter Lebrument auf Nachfrage und sagt Gossweiler zur Verabschiedung: «Wir werden Deine Einsitznahme im Präsidium nicht so schnell vergessen.» Auf Anfrage sagt Gossweiler: «Ich habe dem Präsidium meine Gründe dargelegt und dort sollen sie auch bleiben.» Gilbert Bühler von den «Freiburger Nachrichten» rückt nach, kein Gegenkandidat stellt sich. Lebrument wird nach einem kurzen positiven Votum von Pietro Supino als Verlegerpräsident bestätigt; sehr schnell und etwas undurchsichtig läuft das ab, als hätte man Angst, jemand könnte eine Diskussion beginnen. Supino fragt nicht, ob jemand etwas gegen eine Wahl einzuwenden hat, er lässt gar nicht erst abstimmen. Sondern sagt: «Wenn wir das alle auch wollen, dann bestätigen wir das durch Akklamation.» Man klatscht verhalten, womöglich haben nicht alle das Fremdwort verstanden. Ganz zu Beginn der Veranstaltung gab es übrigens keinen Applaus für Lebrument.</p>
<p>Lebrument mag ein guter Ausgleich sein zwischen den grossen und den kleinen Verlegern sowie zwischen Stadt und Land. Tatsächlich sind einfach alle heilfroh, dass er diesen Job macht, auf den sonst niemand Lust hat. Deshalb bestätigt man ihn, klatscht höflich seinen abenteuerlichen Reden und buht sie nicht aus. Lebrument geniesst im Gegenzug die Aufmerksamkeit und sonnt sich etwas in der Reihe der bisherigen Verlegerpräsidenten (er legt dazu ein Slide auf, das die 11 Präsidenten in den 115 Jahren des Verbands zeigt, mit ihm unten rechts). Mit Widersprüchen kommt er gut zurecht und spricht einerseits von Printmedien, die «völlig im freien Markt agieren» und plädiert andererseits für die Beibehaltung der gesetzlichen Bevorzugung seiner Branche (ermässigter Post- und Transporttarif, reduzierter Mehrwertsteuersatz).</p>
<p>Ein Präsident, der nicht mehr ist als ein schlechter Kompromiss und Delegierte, die alles beschweigen und abnicken. Man hätte vorne die Revolution ausrufen können, diese Delegierten hätten höflich geklatscht. Um Schweizer Verleger aus der Reserve zu holen, braucht es schon einen Ueli Maurer.</p>
<p><strong>Der Bundespräsident macht Stunk</strong><br />
Gibt es einen Menschen in der Schweiz, der in den 1990er-Jahren mehr öffentliche Aggressionen ertragen musste als Ueli Maurer? Sein Briefkasten wurde mit Fäkalien gefüllt, sein Haus mit Farbbeuteln beworfen, die Pneus am Auto zerstochen, er selbst mit einer Torte beworfen. Von Viktor Giacobbo wurde er jahrelang als fröhlich-dümmlicher Lakai Christoph Blochers <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FzVEzVLxk0Y">dargestellt</a>. Von Roger Schawinski als «Parteipräsident von Blochers Gnaden» tituliert, hatte er irgendwann genug und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=IUXB_5Ylfp4">verliess den Sonntalk</a>. Vor 2000 hatte Ueli Maurer unter den Journalisten kaum Fans, inzwischen hat er einige wenige gewonnen. Doch unter vielen Journalisten, man muss sich da nichts vormachen, herrscht ein den Tatsachen nicht gerecht werdendes Bild eines Bauerntölpels vor.</p>
<p>Als Maurer spricht, hört ihm der halbgefüllte Saal zunächst aufmerksam zu. Doch als er statt konkrete Medienkritik sattsam bekannte Allgemeinplätze in voller Unschärfe bringt, erhöht sich die Unruhe. Irgendwann bricht dann der Ärger, am eigenen Anlass frontal angegriffen zu werden, durch und kulminiert in einzelnen Pfiffen, Hahas und Buhrufen (natürlich nicht von den vorderen Tischen, an denen die Verlegerelite mit besonderen Gästen sitzt, während alle anderen stehen müssen). Aus der Schummerigkeit des hinteren Raumes stimmen erstaunlich viele in die Buhrufe ein, natürlich nur, um sich im persönlichen Gespräch danach von solchen Aktivitäten zu distanzieren (<a href="http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/reden/liste/detailspeech.50232.nsb.html">schriftliche Rede</a> / <a href="http://f.blick.ch/media/2441699-6305/Ansprache-des-Bundespraesidenten-Ueli-Maurer.pdf">mündliche Version</a>).</p>
<p>Wiederum: Was für ein grossartiges und freies Land, in dem der höchste Vertreter der Exekutive von Verlegern und Journalisten ausgebuht wird, man sich danach friedlich wieder zusammen hin setzt und niemand klagt, niemand wird verhaftet, niemand verschwindet.</p>
<p>Mehr zu Maurers Rede in <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/15/der-wert-der-medienschelte/">«Der Wert der Medienschelte»</a> von Nick Lüthi. Ausserdem wurde sie am Dienstagabend <a href="http://www.srf.ch/player/tv/club/video/club-vom-24-09-2013?id=12fa6107-4d14-495d-bab2-1c34de444ee2">im Schweizer Fernsehen verhandelt</a>:</p>
<p><iframe src='https://www.srf.ch/player/tv/club-vom-24-09-2013/videoembed/club-vom-24-09-2013?id=12fa6107-4d14-495d-bab2-1c34de444ee2&#038;mode=embed' width='460' height='259' frameborder='0' name='Club vom 24.09.2013'></iframe></p>
<p><strong>Musik &#038; Tanz</strong><br />
Ob der für Freitagabend angekündigte Tanzabend tatsächlich ausgefallen ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, leider bin ich sofort nach dem Nachtisch aus Langeweile eingeschlafen. Den glasigen Blicken einiger anderer zu folgen, sind sie mir bald gefolgt. Um 22.30 Uhr waren nicht mehr viele anwesend, wie schon die ganze Veranstaltung über wurden Frauen und Journalisten nur vereinzelt gesichtet. Vielleicht haben die Herren Verleger noch miteinander getanzt.</p>
<p>Solange die Werbetreibenden sich nicht grundlegend umorientieren oder eine tiefgreifende Wirtschaftskrise Einzug hält, wird bald wieder gefeiert. Für nächstes und übernächstes Jahr ist das Grand Hotel in Interlaken jedenfalls bereits gebucht. Noch ist die Party der durch das Internet von ihrem Monopol befreiten Zeitungsverleger nicht vorbei.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/26/die-party-ist-noch-nicht-vorbei/">Die Party ist noch nicht vorbei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Wert der Medienschelte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2013 13:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Thesenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlegerverband]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Rede]]></category>
		<category><![CDATA[Medienschelte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer prominenten Medienschelte endete der Verlegerkongress am letzten Freitag in Interlaken: Bundespräsident Ueli Maurer liess kein gutes Haar an den Schweizer Medien. Die Verleger quittierten die Breitseite mit Buhrufen. Dabei müssten sie Maurer dankbar sein. Der Medienkongress endete, wie er angefangen hatte. Mit einem Eklat. Am Donnerstag desavouierte das Präsidium des Verbands Schweizer Medien <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/15/der-wert-der-medienschelte/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/15/der-wert-der-medienschelte/">Der Wert der Medienschelte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer prominenten Medienschelte endete der Verlegerkongress am letzten Freitag in Interlaken: Bundespräsident Ueli Maurer liess kein gutes Haar an den Schweizer Medien. Die Verleger quittierten die Breitseite mit Buhrufen. Dabei müssten sie Maurer dankbar sein.<br />
<span id="more-15887"></span><br />
Der Medienkongress endete, wie er angefangen hatte. Mit einem Eklat. Am Donnerstag desavouierte das Präsidium des Verbands Schweizer Medien <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bizarrerien-in-interlaken-1.18149460" target="_blank">seinen Geschäftsführer</a>. Zum Schluss des Kongresses verlor ein Teil der Anwesenden die Contenance und quittierte die Rede von Bundespräsident Ueli Maurer <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bundesrat-maurer-ausgepfiffen-1.18150128" target="_blank">mit Pfiffen und Buh-Rufen</a>.</p>
<p>Die Reaktion ist zwar nachvollziehbar. Denn <a href="http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/reden/liste/detailspeech.50232.nsb.html" target="_blank">die Rede</a> war ein Ärgernis. Aber es geziemt sich nicht, einem Magistraten gegenüber mit lautstarken Missmutsbekundungen aufzutreten. Dass der Bundespräsident ein überaus negatives Bild der Schweizer Medien zeichnet, sei ihm unbenommen. Wenn er es dabei mit den Fakten nicht so genau nimmt, darüber darf man sich aufregen.</p>
<p>Wer eine Breitseite abfeuert, trifft immer irgendeinen Punkt. So auch Maurer. Tatsächlich zeigt sich in den schweizerischen Medien bisweilen ein einseitiges Meinungsspektrum. Patrik Müller nennt als Beispiel <a href="http://www.sonntagonline.ch/blog/954/" target="_blank">die Frage eines Schweizer EU-Beitritts</a>. Es gibt heute keine Redaktion, die ernsthaft einen Beitritt der Schweiz zur EU fordert. Bezeichnenderweise nennt Maurer nicht das naheliegende Beispiel als Beleg für die «Denkverbote», sondern allerhand anderes von Atomenergie bis Zuwanderung.</p>
<p>So sagt Maurer: «Es gibt in der Schweizer Medienlandschaft so etwas wie eine selbstverfügte Gleichschaltung.» Was der Bundespräsident damit wohl meint: Schweizer Medien haben einen Linksdrall. Dabei vergisst er tunlichst zu erwähnen, dass es mit der Weltwoche, der Basler Zeitung und auch der Berner Zeitung mindestens drei grosse Titel gibt, die einen konsequent bürgerlichen Kurs fahren. Von «Gleichschaltung» kann keine Rede sein, auch wenn die Meinungsvielfalt durchaus grösser sein könnte.</p>
<p>Maurer macht in seiner Rede genau das, was viele Medien auch tun: Er nimmt eine These und sucht sich jene Fakten zusammen, die seine Behauptung stützen. Was seiner Annahme widerspricht, blendet er aus. Oder erfindet frei dazu. Wie etwa die Aussage, dass sich die klammen Verleger nun an den Staat wendeten und Subventionen einforderten. Passt schön ins Bild, stimmt aber nicht. Auch am Medienkongress machten Verleger erneut deutlich, dass sie <a href="https://twitter.com/nick_luethi/status/378469590176890880" target="_blank">keinerlei staatliche Unterstützung</a> wünschen. Dass sie Maurers Unterstellung mit Vehemenz zurückweisen, ist nachvollziehbar.</p>
<p>Anstatt ihn auszubuhen, hätten die Verleger dankbar applaudieren müssen. Mit seinem halbgaren Elaborat bot der Bundespräsident eindrücklichen Anschauungsunterricht, wie man Vertrauen und Glaubwürdigkeit verspielt, wenn man sich von Vorurteilen leiten lässt. In dem Sinn traf seine Kritik durchaus einen wunden Punkt. Nur nicht so, wie er es eigentlich gemeint hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/15/der-wert-der-medienschelte/">Der Wert der Medienschelte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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