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	<title>Verlinkungen | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 06 Oct 2022 20:28:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Kaputte Link-Kultur im Journalismus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/06/kaputte-link-kultur-im-journalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 20:28:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Jahren dachten wir alle, dass sich Links zu Originalquellen in journalistischen Artikeln im Netz irgendwann durchsetzen würden. Doch bis heute wollen private und öffentlich-rechtliche Medienhäuser ihre Leser:innen entmündigen und einsperren – zu Lasten eines zeitgemässen Journalismus. Ein Kommentar.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Jahren dachten wir alle, dass sich Links zu Originalquellen in journalistischen Artikeln im Netz irgendwann durchsetzen würden. Doch bis heute wollen private und öffentlich-rechtliche Medienhäuser ihre Leser:innen entmündigen und einsperren – zu Lasten eines zeitgemässen Journalismus. Ein Kommentar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/06/kaputte-link-kultur-im-journalismus/">Kaputte Link-Kultur im Journalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Erfahren Sie mehr“ – Warum der Call-To-Action mehr als nur eine Handlungsaufforderung ist</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/10/erfahren-sie-mehr-warum-der-call-to-action-mehr-als-nur-eine-handlungsaufforderung-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2022 06:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Platzierungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während ein Call-To-Action grundsätzlich diesem essenziellen Zweck dient, wirft er zeitgleich auch Fragen auf: Was steckt hinter dessen Bezeichnung? Wie profitieren Unternehmen davon und was muss beim Einsatz eines CTA beachtet werden?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Interne Verlinkung &#038; SEO: Tipps + Tricks</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/29/interne-verlinkung-seo-tipps-tricks-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2022 15:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die internen Verlinkungen auf einer Website sind sehr wichtig. Dabei spielen viele Faktoren eine große Rolle. In diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir die Relevanz von internen Verlinkungen und welche Modelle Du kennen solltest. Du lernst Tipps und Tricks, wie Du mit einer durchdachten Strategie die interne Verlinkung Deiner Seite auf Vordermann bringen kannst.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/29/interne-verlinkung-seo-tipps-tricks-2/">Interne Verlinkung & SEO: Tipps + Tricks</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die internen Verlinkungen auf einer Website sind sehr wichtig. Dabei spielen viele Faktoren eine große Rolle. In diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir die Relevanz von internen Verlinkungen und welche Modelle Du kennen solltest. Du lernst Tipps und Tricks, wie Du mit einer durchdachten Strategie die interne Verlinkung Deiner Seite auf Vordermann bringen kannst.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/29/interne-verlinkung-seo-tipps-tricks-2/">Interne Verlinkung & SEO: Tipps + Tricks</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interne Verlinkung &#038; SEO: Tipps + Tricks</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/26/interne-verlinkung-seo-tipps-tricks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2022 08:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinenoptimierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die internen Verlinkungen auf einer Website sind sehr wichtig. Dabei spielen viele Faktoren eine grosse Rolle. In diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir die Relevanz von internen Verlinkungen und welche Modelle Du kennen solltest. Du lernst Tipps und Tricks, wie Du mit einer durchdachten Strategie die interne Verlinkung Deiner Seite auf Vordermann bringen kannst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die internen Verlinkungen auf einer Website sind sehr wichtig. Dabei spielen viele Faktoren eine grosse Rolle. In diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir die Relevanz von internen Verlinkungen und welche Modelle Du kennen solltest. Du lernst Tipps und Tricks, wie Du mit einer durchdachten Strategie die interne Verlinkung Deiner Seite auf Vordermann bringen kannst.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/26/interne-verlinkung-seo-tipps-tricks/">Interne Verlinkung & SEO: Tipps + Tricks</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Instagram rollt Link Sticker für alle aus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/28/instagram-rollt-link-sticker-fuer-alle-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2021 07:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram Tools]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Bye-Bye Swipe up&#8220; und „Hallo Link Sticker&#8220; – Instagram macht jetzt das Verlinken aus der Story für alle Nutzer:innen möglich.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Bye-Bye Swipe up&#8220; und „Hallo Link Sticker&#8220; – Instagram macht jetzt das Verlinken aus der Story für alle Nutzer:innen möglich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/28/instagram-rollt-link-sticker-fuer-alle-aus/">Instagram rollt Link Sticker für alle aus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die sieben Todsünden der Nachrichtenportale</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/05/03/die-sieben-todsuenden-der-nachrichtenportale/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/05/03/die-sieben-todsuenden-der-nachrichtenportale/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 09:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachrichtenportale machen ihren Lesern das Leben oft unnötig schwer. Doch hinter vielen unverständlichen Eigenarten steht ein grosser Druck der Werbeindustrie, dem die Nachrichtenportale gehorsam nachgeben. Hier die sieben nervigsten Ausprägungen des aktuell existierenden Online-Journalismus: Klau von Inhalten Klick-Irrsinn Fehlende Links, vage Quellenangaben Sinnlose Links auf eigene Storys «Qualitätsjournalismus» Falsche Versprechen Mehr statt weniger Klau von <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/03/die-sieben-todsuenden-der-nachrichtenportale/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachrichtenportale machen ihren Lesern das Leben oft unnötig schwer. Doch hinter vielen unverständlichen Eigenarten steht ein grosser Druck der Werbeindustrie, dem die Nachrichtenportale gehorsam nachgeben. Hier die sieben nervigsten Ausprägungen des aktuell existierenden Online-Journalismus:</strong><br />
<span id="more-13796"></span></p>
<ol>
<li><a href="#klau">Klau von Inhalten</a></li>
<li><a href="#irrsinn">Klick-Irrsinn</a></li>
<li><a href="#links">Fehlende Links, vage Quellenangaben</a></li>
<li><a href="#links2">Sinnlose Links auf eigene Storys</a></li>
<li><a href="#qualitätsjournalismus">«Qualitätsjournalismus»</a></li>
<li><a href="#teaser">Falsche Versprechen</a></li>
<li><a href="#mehr">Mehr statt weniger</a></li>
</li>
</ol>
<p><a name="klau"><strong>Klau von Inhalten</strong></a></p>
<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-1.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13968" />Die Zeitungsverleger fühlen sich von Google beklaut, weil Google und andere Aggregatoren Ausschnitte ihrer veröffentlichten Texte in Zitatlänge automatisiert anzeigen. Und fordern deswegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Dabei ist es umgekehrt: Nachrichtenportale von Zeitungsverlegern klauen Inhalte aus dem zum Google-Konzern gehörenden Videoportal YouTube. Und zwar nicht nur ab und an mal, sondern recht regelmässig. Ein paar Beispiele von Schweizer Nachrichtenportalen in der Bildergalerie rechts.</p>
<p><a href="http://bazonline.ch/digital/wild-wide-web/10-000-iPhones-fuer-ein-Domino/story/26099442">Newsnet</a> bietet ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tj7al6MXu7U">Fremdvideo</a> als eigenes an, gibt «Quelle: Youtube/Aatma Studio» an, verlinkt Quelle nicht.</p>
<p><a href="http://www.blick.ch/life/mit-wingsuit-durch-ein-felsloch-was-fuer-ein-sprung-id2274334.html">Blick.ch</a> bietet ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8L8UCfxmtSw">Fremdvideo</a> als eigenes an, blendet im Video «Quelle: Youtube.com/EpicTVadventure» ein, verlinkt Quelle nicht.</p>
<p><a href="http://www.20min.ch/videotv/?vid=306287&#038;cid=16">20min.ch</a> bietet ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=940NtUR-p3Q">Fremdvideo</a> als eigenes an, gibt «Quelle: YoutTube/DPTVisor» an, verlinkt Quelle.</p>
<p>Korrekt wäre es, die Videos mit dem von YouTube angebotenen Embed-Code einzubinden, so besteht ein Link zur Originalquelle, die Seitenabrufe werden mitgezählt, je nach dem kann ein Videoanbieter so <a href="https://support.google.com/youtube/?hl=en&#038;topic=2676320#topic=1115889">Geld verdienen mit YouTube</a>. Doch einige Nachrichtenportale laden solche Videos im eigenen Player hoch und geben sie so de facto als Eigene aus. So verunmöglichen sie die Monetarisierung des Urhebers, vergrössern aber den eigenen Traffic und verkaufen damit auch noch Werbung.</p>
<p><a name="irrsinn"><strong>Klick-Irrsinn</strong></a></p>
<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-2.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13969" />Kennen Sie das?</p>
<p>Ein Nachrichtenportal will von Ihnen wissen, ob Sie einen Artikel gerne verteilt auf <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/knigge-fuer-die-feiertage-so-kommen-sie-gefahrlos-durch-weihnachten-1.1558394">16 Seiten</a> / <a href="http://www.zeit.de/2013/16/99-fragen-werner-herzog">8 Seiten</a> / <a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/alternative-fuer-deutschland-lucke-wir-lehnen-auslaenderfeindlichkeit-ab/54127">3 Seiten</a> lesen möchten oder doch lieber nur auf einer Seite.</p>
<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-sueddeutsche.de_.jpg" alt="" title="Screenshot sueddeutsche.de" width="258" height="33" class="alignnone size-full wp-image-13894" /><small>Bild: Screenshot sueddeutsche.de</small></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-zeit.de_.jpg" alt="" title="Screenshot zeit.de" width="314" height="26" class="alignnone size-full wp-image-13897" /><small>Bild: Screenshot zeit.de</small></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-cicero.de_.jpg" alt="" title="Screenshot cicero.de" width="180" height="37" class="alignnone size-full wp-image-13892" /><small>Bild: Screenshot cicero.de</small></p>
<p>Die Antwort fällt sicher nicht leicht. Schliesslich haben wir uns ja durch den jahrzehntelangen Gebrauch von Printmedien so an das Blättern gewöhnt, dass wir fast nicht mehr ohne können.</p>
<p>Die richtige Antwort lautet: Die Verlagshäuser verkaufen den Werbetreibenden Seitenaufrufe, und jeder Klick treibt diese Zahl in die Höhe. Deshalb werden auch Bilder eher in Galerien angezeigt als untereinander oder nebeneinander. Aus Usability-Sicht sind in Einzelteile aufgespaltete Seiten einfach nur Unsinn.</p>
<p><a name="links"><strong>Fehlende Links, vage Quellenangaben</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-4.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13971" />Mit Links und Hyperlinks können Quellen, die im Internet verfügbar sind, verlinkt werden. So wird dem Leser transparent, woher ein Zitat kommt, worauf sich ein Satz bezieht, was genau in der Originalquelle steht. Mit einem Klick auf den Link macht er sich ein Bild &#8211; und kommt wieder zurück, um weiter zu lesen. Aus journalistischer Sicht ist die Verlinkung von Quellen im Netz nicht ein Soll, sondern ein Muss. Auch allgemeine Quellenangaben wie «Quelle: YouTube» oder «Quelle: Twitter» sind ungenügend. Wäre ein Online-Fischhändler, der seinen Kunden «Fische» mit «Herkunft: Meer» verkaufen will, erfolgreich? Wohl eher nicht.</p>
<p>Was für viele Blogger selbstverständlich ist, machen Online-Portale oftmals einfach nicht: Weil sie Printinhalte online nicht anders aufbereiten, weil sie technisch dazu nicht in der Lage sind, weil sie solche Fragen für Details halten oder weil sie befürchten, dass Leser plötzlich merken, dass es im Internet mehr gibt als das eigene Angebot (als hätten sie das nicht schon längst gemerkt).</p>
<p>Im <a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a> heisst es dazu:</p>
<blockquote><p>Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser. (…) Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.</p></blockquote>
<p><a name="links2"><strong>Sinnlose Links auf eigene Storys</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-5.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13972" />Statt Links zu setzen, wenn es Sinn macht, verlinken sich viele Nachrichtenhäuser selbst, und das exzessiv mit Hyperlinks auf Storys aus dem eigenen Angebot. Der Leser soll im eigenen Universum herumirren und so möglichst viele Seitenaufrufe generieren. Nichts gegen Eigenverlinkungen, wenn es Sinn macht, aber oft macht es überhaupt keinen Sinn.</p>
<p>Die «Welt» beispielsweise verlinkt eigene «Themen» im Text so, dass es schmerzt. Im Text <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article115660240/Wolf-unter-Schafen.html">«Wolf unter Schafen»</a> geht es um ein nicht aufgeführtes Theaterstück von Maxim Biller. Der Begriff «Deutschland» wird mit einem Flugzeug-Symbol ergänzt und führt zur Seite <a href="http://www.welt.de/themen/deutschland-reisen/">welt.de/themen/deutschland-reisen/</a>, was mit dem Text «Die besten Tipps zu Urlaub in Deutschland finden Sie in unserem Themenspecial» angekündigt wird:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-welt.de_.jpg" alt="" title="Screenshot welt.de" width="440" height="89" class="alignnone size-full wp-image-13895" /><small>Bild: Screenshot welt.de</small></p>
<p>Noch schlimmer dann einige Absätze weiter die Verlinkung von «Mini» mit «Neuheiten, Fahrberichte und Tests zu Mini finden Sie in unserem Themenspecial», was zur Seite <a href="http://www.welt.de/themen/mini/">welt.de/themen/mini</a> führt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-welt.de-2.jpg" alt="" title="Screenshot welt.de" width="441" height="27" class="alignnone size-full wp-image-13896" /><small>Bild: Screenshot welt.de</small></p>
<p>Da wünscht man sich eigentlich nur noch, die Bezahlmauer von Welt.de würde einen vor solchem Blödsinn schützen.</p>
<p><a name="qualitätsjournalismus"><strong>«Qualitätsjournalismus»</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-6.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13973" />Wie es möglich ist, dem Publikum einerseits «Qualitätsjournalismus» anzupreisen und ihm andererseits Hingeschludertes und Falsches zu präsentieren, das hat Newsnetz (heute: Newsnet) <a href="http://blog.ronniegrob.com/2009/09/09/qualitatsjournalismus-mit-newsnetz-11/">in den ausgehenden Nullerjahren besonders eindrücklich gezeigt</a>. Wer sich abheben will, muss nicht Qualitätsjournalismus liefern, sondern Qualität. <a href="https://www.taz.de/!114854/">So sieht das</a> auch das Aushängeschild der Marke «Tages-Anzeiger», Constantin Seibt:</p>
<blockquote><p>Etwas wirklich Einleuchtendes braucht das Präfix «Qualität» nicht. Es gibt keinen Qualitätssex oder Qualitäts-Rolls-Royce. Der einzige Ort, wo man sonst von Qualität spricht, sind Billigläden.</p></blockquote>
<p>Im Netz können alle Mist liefern, und alle Qualität. Johannes Boie von der «Süddeutschen Zeitung» hat es kürzlich gut <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/570324">auf den Punkt gebracht</a>:</p>
<blockquote><p>Die Grenze verläuft nicht zwischen den Millionen Nutzern auf Twitter und den Nachrichtenredaktionen, sie verläuft zwischen sauberer Recherche und Unsinn. Doch nur von professionellen Journalisten kann man letztlich verlangen, alles zu tun, um Unsinn zu vermeiden, egal, ob sie ihrem Job gerade auf Twitter, im TV oder in einer Zeitung nachgehen.</p></blockquote>
<p>Journalisten machen nicht nur Tippfehler, manchmal schiessen sie auch richtig grosse Böcke. Das ist menschlich, es stellt sich die Frage, wie bemüht man ist, Fehler zu vermeiden und wie man damit umgeht. Eine Marke, die für Print ein Korrektorat beschäftigt, aber online Kraut und Rüben zulässt, macht sich unglaubwürdig.</p>
<p><a name="teaser"><strong>Falsche Versprechen</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-3.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13970" /></p>
<p>Ist ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teaser">Teaser</a> in jedem Fall eine Todsünde? Sicher nicht. Aber es muss jedem Leser klar sein, dass nicht unbedingt journalistische Gründe dafür verantwortlich sind, dass die eigentlich interessante Nachricht im Vorspann verschwiegen wird.</p>
<p>Problematisch bei der inflationären Verwendung solcherart erzeugten Klickanreize ist erstens die Abstumpfung des Publikums, das irgendwann auf gar nichts mehr klickt. Und zweitens die Nähe des Journalismus zur Werbeindustrie, die mit unverlangten Zuschriften (&#8222;Öffnen Sie dieses Schreiben sofort, um &#8230;&#8220;) und Klick-mich-an-Betteleien nach Aufmerksamkeit giert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-spiegel.de_.jpg" alt="" title="Screenshot spiegel.de" width="450" height="103" class="alignnone size-full wp-image-13893" /><small>Klassischer Teaser. Bild: Screenshot spiegel.de</small></p>
<p><a name="mehr"><strong>Mehr statt weniger</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2013/05/screenshot-7.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus «Sieben Laster» von Pieter Brueghel dem Älteren" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-13976" />Das hier ist Punkt 7 einer Liste, und Listen gibt es, weil Leute gerne Listen lesen.</p>
<p>Aber gehören <a href="http://www.welt.de/partnerschaft/article1782342/Wie-lang-wie-oft-wo-und-mit-wem.html">329 Fotos</a>, die irgendwas mit Sex zu tun haben, wirklich in das Angebot einer Zeitungsmarke?</p>
<p>Es kann jede Tabelle als klickbare Liste anzeigt werden.<br />
Es kann jedes Ereignis in einem Live-Ticker dargestellt werden.<br />
Es kann jede Frage in eine Umfrage gepackt werden.<br />
Es kann jede Frage zu einem spekulativen Artikel werden.<br />
Es kann jede Firma mit dem Börsenkurs verlinkt werden.<br />
Es kann jede Gruppe von Fotos in einer Galerie gezeigt werden.<br />
Es kann jeden Tag gefragt werden, ob man das Portal als Startseite einrichten will.</p>
<p>Doch nicht alles, was gemacht werden kann, muss auch gemacht werden.</p>
<p><small>Siehe auch <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/04/die-vier-tugenden-der-oeffentlich-rechtlichen/">«Die vier Tugenden der Öffentlich-rechtlichen»</a> vom 4. September 2013.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/05/03/die-sieben-todsuenden-der-nachrichtenportale/">Die sieben Todsünden der Nachrichtenportale</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Eine Reportage für die Zugfahrt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/11/eine-reportage-fuer-die-zugfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 09:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen.fm]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Görsdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Jenny Rotter]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Breng]]></category>
		<category><![CDATA[Laurence Thio]]></category>
		<category><![CDATA[Lies Mich]]></category>
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		<category><![CDATA[Longreads]]></category>
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		<category><![CDATA[Lukas Bischofberger]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liesmich.me und Reportagen.fm verlinken jeweils am Freitag auf ausgesuchte Reportagen. Die beiden neuen Websites aus Berlin wollen ihren Besuchern beim Auffinden von lesenswerten Texten helfen und folgen damit einem Trend aus den USA. Sie haben eine Zugfahrt von vierzig Minuten vor sich und möchten diese Zeit mit einem oder zwei guten Reportagetexten auf dem iPad <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/11/eine-reportage-fuer-die-zugfahrt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liesmich.me/">Liesmich.me</a> und <a href="http://reportagen.fm/">Reportagen.fm</a> verlinken jeweils am Freitag auf ausgesuchte Reportagen. Die beiden neuen Websites aus Berlin wollen ihren Besuchern beim Auffinden von lesenswerten Texten helfen und folgen damit einem Trend aus den USA.<br />
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Sie haben eine Zugfahrt von vierzig Minuten vor sich und möchten diese Zeit mit einem oder zwei guten Reportagetexten auf dem iPad füllen? Dann sind sie richtig bei diesen beiden Projekten, die eine gemeinsame Geschichte aufweisen: Bevor sich Martin Fischer Anfang September aufgrund von Differenzen zur Ausrichtung des Projekts von Liesmich.me absetzte und Reportagen.fm in’s Leben rief, wurden die Reportagen gemeinsam ausgesucht. Nun gibt es zwei Projekte, die sich zum aktuellen Zeitpunkt sehr ähnlich sehen. Dem Publikum werden Reportagen präsentiert, die einen internen Auswahlprozess überstanden haben und mit einer Lesezeit versehen werden. Die Vorbilder dafür kommen aus New York, <a href="http://longform.org/">Longform</a> zum Beispiel oder <a href="http://longreads.com/">Longreads</a>.</p>
<p>Martin Fischer, der seinen Vornamen wegen Verwechslungen mit anderen Martin Fischers (zum Beispiel dem 20-Minuten-Redaktor) auf Tin abkürzt, ist ein in Berlin lebender Schweizer, der als freier Journalist arbeitet (Neon, NZZ am Sonntag, St.Galler Tagblatt). Er macht Reportagen.fm zusammen mit den Tagesspiegel-Journalisten Jonas Breng (zugezogen aus Hamburg) und Björn Stephan (aus Schwerin) sowie zwei weiteren Leuten; man kennt sich vom Studium an der Freien Universität Berlin. Mit 100 Facebook-Fans und 50 Newsletter-Abonnenten ist das Projekt noch überschaubar, eine Kommerzialisierung, für die bereits einige Ideen bestehen, macht in der aktuellen Grössenordnung noch keinen Sinn.</p>
<p>«Durch die Tablets und die Smartphones ist es möglich geworden, auf dem Sofa lange Texte zu lesen», sagt Fischer. Und auf Zugfahrten. Und in der Wartehalle vor dem Boarding. Und wo auch immer sonst Lesegelegenheiten warten. Für ihn wird der im Netz wahrgenommene Journalismus immer noch von Nachrichten dominiert. «Die längeren Erzählstücke dagegen sind online oft schwierig zu finden und gehen unter. Da wollen wir etwas nachhelfen.» Verlinkt werden pro Woche lediglich drei Stücke, und das mit Grund, wie Breng erklärt: «Wenn wir acht Stücke bringen würden, müssten die Leser ja wieder auswählen.» Die drei Texte sind dafür sorgsam ausgesucht. Die Teammitglieder tauschen Vorschläge aus miteinander, jeder Text wird nochmals gelesen, dann eine Empfehlung verschickt. Die Entscheidung fällt jeweils am Donnerstagabend per Skype in der Gruppenschaltung.</p>
<p>Ebenso aufwändig ist der Auswahlprozess bei Lies Mich. Links werden per E-Mail hin und her geschickt, dann wird alles gelesen, diskutiert, und schliesslich entschieden. Das Lies-Mich-Team zählt vier Köpfe, zuletzt ist Alexander Görsdorf vom bekannten Blog <a href="https://notquitelikebeethoven.wordpress.com/">«Not quite like Beethoven»</a> dazugestossen. Die anderen drei kennen sich aus der Redaktion einer gymnasialen Schülerzeitung: Laurence Thio, Lukas Bischofberger und Jenny Rotter. Ausser Thio, der in Potsdam eine Journalistenschule besucht, arbeiten sie derzeit im Bereich PR. Bisher sammelten sie schon 170 Reportagen &#8211; so ist das Projekt auch nach Themenbereichen wie <a href="http://www.liesmich.me/tag/rechtsextremismus/">Rechtsextremismus</a>, <a href="http://www.liesmich.me/tag/deutsche-einheit/">Deutsche Einheit</a> oder <a href="http://www.liesmich.me/tag/medien-2/">Medien</a> durchsuchbar.</p>
<p>«Wichtig ist uns, dass die Leser viele Möglichkeiten haben, auf unserer Seite gute Texte zu finden: Ob nach Lesezeit, nach Medium, Ressort, Thema oder ganz einfach per Suchfunktion», sagt Lukas Bischofberger. Verlinkt werden in der Regel Texte von mehr als 7000 Zeichen Länge. «Die Texte müssen gut geschrieben und vom Thema her interessant sein. Die meisten haben eine zeitlose Komponente, damit wir sie auswählen». Wichtig für das Projekt sei die Konstanz, man will es auf jeden Fall in einer langfristigen Perspektive weiterführen. Auch wenn «ein grosses Interesse an dieser Art von Empfehlungen» spürbar sei, habe man sich vorerst dazu entschieden, LiesMich als Non-Profit-Projekt weiterzuführen. Die schwierige Auffindbarkeit von guten Stücken betont auch er: «Die Zeitungen verkaufen ja eine Mischung, deshalb verstecken sie die guten Stücke online gerne. Wir brechen das auf.» Gefährdet werden könnten die Projekte durch die von der Aufmerksamkeit profitierenden Zeitungsverlage, dann nämlich, wenn sie ihre Reportagen nicht mehr im Netz veröffentlichen oder hinter eine undurchlässige Bezahlmauer stecken. «Das ist ein Problem, und das sehen wir mit Sorge», so Bischofberger. Dass der «Spiegel» und die «Zeit» ihre Printtexte zum Teil erst Wochen nach der Publikation online stellen, wird mit wenig Freude aufgenommen.</p>
<p>Abschätzen, welches Projekt besser ist, kann man kaum. Die Teaser von Lies Mich sind zwar ausführlicher und ausgefeilter formuliert, wiederum fragt sich, ob jemand mehr als drei Zeilen lesen möchte, um abzuschätzen, ob er eine Viertelstunde in eine doch sowieso sorgfältig ausgesuchte Reportage investieren möchte. Reportagefans abonnieren am Besten beide Projekte.</p>
<p><strong><a href="http://www.liesmich.me/">Liesmich.me</a></strong> (<a href="https://www.facebook.com/LiesMich">Facebook</a> / <a href="https://twitter.com/lies_mich">Twitter</a>)<br />
<strong><a href="http://reportagen.fm/">Reportagen.fm</a></strong> (<a href="https://www.facebook.com/reportagenfm">Facebook</a> / <a href="https://twitter.com/ReportagenFM">Twitter</a>)</p>
<p><small>Das Gespräch mit Tin Fischer und Jonas Breng wurde am 28. September 2012 in Berlin geführt. Das mit Lukas Bischofberger, Laurence Thio und Alexander Görsdorf am 3. Oktober 2012, ebenfalls in Berlin.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/11/eine-reportage-fuer-die-zugfahrt/">Eine Reportage für die Zugfahrt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Pseudokostenpflicht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/07/13/pseudokostenpflicht/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/07/13/pseudokostenpflicht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2012 08:16:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Paywall]]></category>
		<category><![CDATA[AZ Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nacht für Nacht macht es sich @KueddeR zur Aufgabe, als «kostenpflichtig» deklarierte Artikel aus allen grösseren Schweizer Zeitungen über Twitter frei zu verlinken. Damit tut er zwar nichts Verbotenes, zeigt aber die Grenzen der Bemühungen auf, die Leser online zum Zahlen zu bringen. Die Verlage stecken in einem Dilemma. Stellen Sie sich vor, irgendwo bietet <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/13/pseudokostenpflicht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nacht für Nacht macht es sich @KueddeR zur Aufgabe, als «kostenpflichtig» deklarierte Artikel aus allen grösseren Schweizer Zeitungen über Twitter frei zu verlinken. Damit tut er zwar nichts Verbotenes, zeigt aber die Grenzen der Bemühungen auf, die Leser online zum Zahlen zu bringen. Die Verlage stecken in einem Dilemma.<br />
<span id="more-30509"></span><br />
Stellen Sie sich vor, irgendwo bietet jemand etwas an, doch weit und breit ist niemand zu sehen, nur ein grosses Schild, die Ware sei kostenpflichtig. Würden Sie bezahlen?</p>
<p>So geht es Nutzern, die Mitteilungen wie diese lesen:</p>
<blockquote><p>Dies ist ein kostenpflichtiger Artikel aus der Tages-Anzeiger iPad-App. Mehr Informationen zur Tages-Anzeiger iPad-App finden Sie hier.</p>
<p>Dieser NZZ-Artikel ist normalerweise kostenpflichtig und wurde speziell für Sie freigeschaltet. Noch nicht NZZ-Kunde? Wählen Sie jetzt das für Sie passende Angebot unter abo.nzz.ch!</p>
<p>Laden Sie sich hier die iPad App von &#8222;Solothurner Zeitung&#8220; runter.</p></blockquote>
<p>Und so weiter. Diesen Herbst will die NZZ eine durchlässige Paywall errichten. Beim Tages-Anzeiger gibt man sich <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=102862">«entschlossen»</a>, im Herbst zu dieser Frage «konkrete Umsetzungsideen» entwickelt zu haben. Und die AZ Medien geben gegenüber MEDIENWOCHE bekannt, über eine Paywall-Einführung Ende Jahr zu entscheiden.</p>
<p>Bei der Ausgestaltung der Bezahlschranke gibt es zwei Extreme, und beide sind problematisch:</p>
<p>&#8211; Werden alle Inhalte hinter eine unzugängliche Mauer gestellt, dann wird kaum über sie diskutiert. Das Medium findet als reines Printmedium statt und ist akut vom Aussterben bedroht.</p>
<p>&#8211; Sind alle Inhalte frei verfügbar, bleibt man abhängig von der nur unbefriedigende Einnahmen einbringenden Online-Werbung.</p>
<p>Das Problem der Verlage in der jetzigen Situation ist der teilbare Link, der das Netz zur wunderbaren Kommunikationsmaschine gemacht hat, wie wir sie alle lieben. Denn ein Nutzer, der über einen auch für andere zielführenden Link verfügt, will ihn teilen und tut das auch. Ob der Link aus einem passwortgeschützten Bereich entstammt, interessiert ihn zurecht herzlich wenig, er hat ja bereits bezahlt (hier zum Beispiel die aktuelle <a href="http://www.weltwoche.ch/uploads/media/weltwoche-12-28-87569824.pdf">Weltwoche als PDF-Datei</a>). Auf die Idee, jemanden, der ein Video in die Videothek zurückbringt, zu fragen, mit wie vielen Leuten er den Film angeschaut hat und um Nachzahlung zu bitten, käme ja auch niemand. Der Kommunikationsraum ist nun mal das Netz, und wenn etwas Unzugängliches diskussions- und publikationswürdig ist, dann wird es eben zugänglich gemacht. Nichts anderes machen Journalisten.</p>
<p>Twitterer wie «NewsMän» <a href="https://twitter.com/KueddeR">@KueddeR</a> teilen so gerne Inhalte aus dem passwortgeschützten Bereich, dass man fast von einem Geschäftsmodell sprechen könnte. Doch das gibt es nicht. «Bin kein Journalist» steht in der Twitter-Bio von @KueddeR. Von ihm auf Anfrage zu erfahren ist (in insgesamt 12 Häppchen à 140 Zeichen per Direktmitteilung auf Twitter) lediglich, dass er ein Medienkonsument sei, der anonym bleiben möchte. Seine Tätigkeit sieht er als Service: «Da ich viel lese, fände ich es schade, wenn interessante Artikel ungelesen ins Archiv wandern für immer. 99 Prozent der Artikel, die ich verzwitschere, sind Links, die die Zeitungen als Feature (not a bug) anbieten, zum weiterempfehlen. Hier sind keine urheberrechtliche Probleme vorhanden.» Als Ausnahme erlaube er sich ab und zu, einen Screenshot eines Artikels zu posten. «Als zahlender Kunde erlaube ich mir, vereinzelt Artikel so weiterzugeben. Falls eine Zeitung schon wegen einem Screenshot bei mir reklamieren würde, dann würde ich mein Abo kündigen und die Zeitung nicht mehr kaufen.»</p>
<p>Für die Paywall-Bemühungen der Zeitungen hat er Verständnis, der NZZ-Paywall nach Vorbild der New York Times sieht er gespannt entgegen: «Wenn die Verlage mittels Werbung ihre Kosten nicht decken könnten, müssen sie was ändern. Ob sich das durchsetzt? Werden wir sehen, aber was für eine Alternative gibt es sonst? Sehe keine.»</p>
<p>Die Links aus dem passwortgeschützten Bereich, die jeden Tag von diesem Konto veröffentlicht werden, sind durchaus im Sinne der Verlage, wie zum Beispiel Tamedia-Unternehmenssprecher Christoph Zimmer sagt: «Wir freuen uns, wenn Artikel aus der iPad-App des Tages-Anzeigers über soziale Netzwerke weiterempfohlen werden. Das ist ganz explizit erwünscht. Vorgehen würden wir nur gegen eine exzessive Weitergabe, beispielsweise durch dafür programmierte Software oder User.» Nicht ganz so enthusiastisch ist die Haltung der AZ Medien. Unternehmenssprecherin Eva Keller: «AZ Medien tolerieren im Moment das Teilen von Links, wobei dieses Thema in Diskussion steht &#8211; wie auch das Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen.»</p>
<p>Gewiss, die technische Umsetzung einer Paywall ist schwierig. Doch nicht nur die NZZ hat Mühe, ihre terminlich gesteckten Ziele zu erreichen, auch die New York Times benötigte für eine erste Version zwei Jahre und die FAZ brauchte nur schon zwei Jahre, um die Grundlagen für eine Paywall zu schaffen (siehe dazu das Interview mit Tobias Trevisan im «Schweizer Journalist» 06-07/2012).</p>
<p>Das weitaus grössere Problem für die meisten Verlage ausser vielleicht der NZZ ist aber die Qualität. Denn für mittelmässigen oder gar unterdurchschnittlichen Journalismus wird kaum jemand Geld ausgeben wollen. Aktuell ist der finanzielle Spielraum bei vielen Verlagen klein, die Frustration über das bisher online verschwendete Geld dagegen gross. Entmutigt ziehen sich viele zurück auf das, was sie zu verstehen glauben: Papier. Und setzen so auf eine wegsterbende Leserschaft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/13/pseudokostenpflicht/">Pseudokostenpflicht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Leben der Anderen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/11/08/das-leben-der-anderen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 08:47:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Agenturmeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperlink]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Stadler]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gatekeeper]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlinkungen]]></category>
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		<category><![CDATA[LINK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Onlineportale von Schweizer Zeitungen und Zeitschriften machen nicht den Eindruck, als wären sie ein Teil des WWW. Sie verweigern sich der Kommunikation nach aussen und setzen keine Links auf externe Seiten. Die ehemaligen Gatekeeper sollten endlich ihre Tore öffnen und mit dem Rest der Welt reden. Wer von sich überzeugt ist, hat kein Problem, <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/08/das-leben-der-anderen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/08/das-leben-der-anderen/">Das Leben der Anderen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Onlineportale von Schweizer Zeitungen und Zeitschriften machen nicht den Eindruck, als wären sie ein Teil des WWW. Sie verweigern sich der Kommunikation nach aussen und setzen keine Links auf externe Seiten. Die ehemaligen Gatekeeper sollten endlich ihre Tore öffnen und mit dem Rest der Welt reden. Wer von sich überzeugt ist, hat kein Problem, seine Leser anderswo hinzuschicken – er weiss, dass sie wieder zurückkommen.<br />
<span id="more-28938"></span><br />
Die zahlreichen Sozialen Netzwerke im Netz wüssten nicht mehr, über was sie reden und was sie verlinken sollen, wenn es die etablierten Medien nicht mehr gäbe, schreibt Rainer Stadler (ras.), Medienredaktor der NZZ in einem <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002959.html#comment-88397">Kommentar auf Medienspiegel.ch</a>:</p>
<blockquote><p>Es gäbe ein schönes Experiment, das ich leider nicht durchführen darf: die Agenturen SDA, AP und Reuters während einer Woche kidnappen und dann schauen, was geschieht. Erweitern wir das virtuelle Experiment noch um das Kidnapping von NZZ, Tages-Anzeiger, Blick, SRG-Sendern, BaZ, AZ, St.Galler Tagblatt, Le Temps, Corriere del Ticino. Was geschähe dann? Es würde zappenduster auf den SM-Plattformen. Man könnte dort noch Gefühle, Föteli und Meinungen austauschen, aber fast ohne jeden Bezug zum aktuellen (zumindest Schweizer) Geschehen, praktisch ohne Faktenbasierung.</p></blockquote>
<p>Das ist falsch: Die Diskussion würde sich einfach vermehrt auf Primärquellen verlagern. Nicht nur die ehemaligen <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29">Gatekeeper</a> sind heute im Web, sondern alle: Parlamente, Parteien, Departemente, Gerichte, die Polizei, Firmen, Universitäten, Stiftungen, Organisationen, Verbände, Gruppen, Gewerkschaften, Kirchen. Politiker, Künstler, Blogger, Kleinunternehmer. Und wer keine eigene Website pflegt, ist womöglich aktiv auf einer der unüberschaubar vielen Unterseiten sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube. Alle diese Primärquellen sind kleine oder grosse Veröffentlichungen.</p>
<p>Nicht alle dieser Veröffentlichungen sind journalistisch &#8211; aber vom Tweet einer Privatperson bis zur Medienmitteilung der Nationalbank sind sie alle verlinkbar. Und doch werden diese Quellen nicht verlinkt, sondern lediglich erwähnt. Statt einen Link in den Text einzubauen, damit sich der Leser bei Interesse dort näher informieren kann – ein Service, der auch der kleinste Blogger oder Twitterer seinem Publikum bietet – wird ihm alles umständlich nacherzählt. Als würde der Leser, wenn er einmal entdeckt hat, dass es im Internet auch noch andere Websites gibt, nie mehr wiederkommen.</p>
<p>Um es deutlich zu sagen: Im Netz ist die allgemeine Angabe der Quelle nicht genug. Erst der direkte Verweis  auf die betreffende Story ist eine ordentliche Quellenangabe. Angaben wie &#8222;Internet&#8220;, &#8222;YouTube&#8220;, &#8222;Twitter&#8220; oder auch &#8222;Newsnet&#8220;, die alles und nichts heissen können, sind schlicht unjournalistisch. Wir brauchen genaue Angaben der Fundstellen. Und es sind nun mal Links, die die Eigenschaft haben, an die korrekte Fundstelle zu verweisen. Gründe, einen Link zu verweigern, kann es geben, etwa dann, wenn man einem zweifelhaften Angebot nicht zu zusätzlicher Prominenz verhelfen will. Das kommt allerdings nur selten vor.</p>
<p>Sascha Lobo <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,782065,00.html">schreibt sehr richtig</a>: &#8222;Verlinkung ist digitales Leben, der Rest ist Konsum.&#8220; Warum bloss wagt es niemand, sich in dieses digitale Leben einzufügen? Ein Link auf eine andere Website ist oft der Beginn einer Kommunikation: Man nimmt den Anderen, und sei es der Konkurrent, als Gesprächspartner wahr, und würdigt ihn als Quelle. Immerhin: einige Redaktoren bei 20 Minuten Online und NZZ Online scheinen das begriffen haben, auch im Newsnet wurden schon <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Hans-Grunder-pokert-hoch/story/13133653">vereinzelt Links</a> gesichtet.</p>
<p>Auf den anderen Schweizer Portalen sucht man in aller Regel vergebens nach Links auf  Angebote ausserhalb der eigenen Domäne. Es ist fast wie in (untergegangenen) sozialistischen Systemen wie Nordkorea oder der DDR. Das Zentralkomitee versucht die Kommunikation mit den Anderen von oben her zu steuern. Kommuniziert bloss nicht mit den Kindern ennet der Grenze, sonst kommt ihr noch auf dumme Gedanken oder lernt etwas dazu! Dabei ist es doch immer das Leben der Anderen, das einen inspiriert und von dem man lernt. Das gilt nicht nur für Links, sondern auch für Soziale Netzwerke, Bücher, Filme, Blogs oder die Kaffeepause.</p>
<p>Kommunikation, das sei den Ängstlichen und Vorsichtigen gesagt, ist an sich nur mal Kommunikation. Wer das digitale Leben der Anderen aufnimmt, verarbeitet, beantwortet, verlinkt, gibt sich selbst nicht etwa auf. Nein, er bietet seinen Lesern eine Ergänzung zum eigenen Produkt. Was andere besser können, sollte man nicht schlechter zusammenfassen. Es reicht, darauf zu verweisen.</p>
<p>Als Grundlage braucht es dazu Online-Journalismus mit Substanz. Also mehr als umformulierte Agenturmeldungen und Pressemitteilungen, mehr als aus dem Printprodukt übernommene Artikel, mehr als neu zusammengefasste Artikel aus anderen Zeitungen, mehr als aus dem Web heruntergeladene und im eigenen Angebot wieder hochgeladene Videos.</p>
<p>Liebe Medienmanager, liebe Chefredaktoren ehemaliger Gatekeeper: Verweist per Link, per Hyperlink auf andere Websites. Nehmt teil am digitalen Leben. Schottet Euch nicht ab. Macht Euren Redaktoren keine Linkverbote. Setzt Quellenangaben, die nachvollziehbar sind.</p>
<p>Oder, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WjWDrTXMgF8">um es mit Ronald Reagan zu sagen</a>:</p>
<p>Open This Gate! <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Tear_down_this_wall">Tear Down This Wall!</a></p>
<p><iframe loading="lazy" width="450" height="335" src="https://www.youtube.com/embed/WjWDrTXMgF8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Nachtrag, 12:20 Uhr:</strong> Auch David Bauer schreibt auf tageswoche.ch zum Thema: <a href="http://blogs.tageswoche.ch/de/blogs/pageimpression/109936/Die-falsche-Angst-vor-dem-Link-zur-Konkurrenz.htm">&#8222;Die falsche Angst vor dem Link zur Konkurrenz&#8220;</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/08/das-leben-der-anderen/">Das Leben der Anderen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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