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	<title>Verwaltung | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Sep 2022 08:30:34 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Was ist eigentlich ein CMS?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/29/was-ist-eigentlich-ein-cms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 08:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
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		<category><![CDATA[CMS]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CMS ist die Abkürzung für Content Management System. Hinter diesem Begriff versteht man eine Software, die zur Erstellung aber auch Verwaltung von Inhalten jeglicher Form genutzt werden kann. Diese Software wird jedoch überwiegend zum Betreiben von Websites sowie für Offline-Plattformen eingesetzt. Vorteile eines Content-Management-Systems Es gibt einige nennenswerte Vorteile, die die Installierung einer solchen Software <a href="https://www.punkt-pr.de/2022/09/26/was-ist-eigentlich-ein-cms/#more-14664">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>CMS ist die Abkürzung für Content Management System. Hinter diesem Begriff versteht man eine Software, die zur Erstellung aber auch Verwaltung von Inhalten jeglicher Form genutzt werden kann. Diese Software wird jedoch überwiegend zum Betreiben von Websites sowie für Offline-Plattformen eingesetzt. Vorteile eines Content-Management-Systems Es gibt einige nennenswerte Vorteile, die die Installierung einer solchen Software …</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/29/was-ist-eigentlich-ein-cms/">Was ist eigentlich ein CMS?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Künstliche Intelligenz wird zum Superhelden der Polizei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/04/kuenstliche-intelligenz-wird-zum-superhelden-der-polizei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 12:35:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI bestimmt bereits heute bedeutend unser Leben – und hält immer öfter auch Einzug in die öffentliche Verwaltung. Doch wie weit darf sie gehen?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>KI bestimmt bereits heute bedeutend unser Leben – und hält immer öfter auch Einzug in die öffentliche Verwaltung. Doch wie weit darf sie gehen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/04/kuenstliche-intelligenz-wird-zum-superhelden-der-polizei/">Künstliche Intelligenz wird zum Superhelden der Polizei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>So wird die Behördenkommunikation auf ein sinnvolles Minimum beschränkt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/05/12/so-wird-die-behoerdenkommunikation-auf-ein-sinnvolles-minimum-beschraenkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Grenacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 13:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Behördenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Bärtschi]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: In der Sonntagszeitung fordert Simon Bärtschi, die Kommunikation der Bundesbehörden mit noch mehr Bürokratie zu beaufsichtigen und sie so einzuschränken. Falsch, findet Christoph Grenacher. Die Medien halten den Hebel selber in der Hand. Drei Vorschläge, was zu tun wäre für weniger warme Luft aus Bundesbern. Dass sich die Bundesverwaltung <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/12/so-wird-die-behoerdenkommunikation-auf-ein-sinnvolles-minimum-beschraenkt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: In der Sonntagszeitung fordert Simon Bärtschi, die Kommunikation der Bundesbehörden mit noch mehr Bürokratie zu beaufsichtigen und sie so einzuschränken. Falsch, findet Christoph Grenacher. Die Medien halten den Hebel selber in der Hand. Drei Vorschläge, was zu tun wäre für weniger warme Luft aus Bundesbern.<br />
<span id="more-27370"></span><br />
Dass sich die Bundesverwaltung (mit unserem Geld) eine Armada von Schönfärbern zulegt, um ihrem Arbeitgeber (nämlich uns) Informationen wohlfeil unterzujubeln statt nüchtern darzubieten, ist nicht eben fadengrader Service public. Simon Bärtschi ist darum beizupflichten, wenn er diese Praxis in der letzten <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_08_05_2016/fokus/Bienenfleissig-aber-unnuetz-63260" target="_blank">«Medienmacher»-Kolumne der SonntagsZeitung</a> als «Bienenfleissig, aber unnütz» deklariert.</p>
<p>Allerdings: Dass sich Medien über die Kommunikationsarmada aus der Verwaltung beklagen, ist scheinheilig. Wenn Journalisten bedauern, dass die Berner Nebelwerfer unentwegt Bullshit in die Redaktionsstuben pfeffern, so verweigern sich die Medien auch ihrem ureigenen Auftrag als Gatekeeper.</p>
<p>Selbst wenn der Jammer über das wachsende Heer von Berner Hofschranzen durchs Land hallt – was geschieht dann: Breite Kampagne in den Medien über steuerfinanzierte Behördenpropaganda? Informationspflicht oder Manipulation als Thema in der öffentlichen Debatte? Diskurs über die Abgrenzung zwischen PR und Journalismus in der Branche?</p>
<p>Iwo!</p>
<p>Die Karawane zieht weiter und bürstet den kurzfristigen Aufreger weg, der sowieso auf die Falschen zielte: Nicht die Verursacher sind zu tadeln, sondern die Empfänger. Die Medien hätten und haben es ursächlich in der Hand, die Spreu vom Weizen zu trennen.</p>
<p>Doch was schlägt Bärtschi vor? «Eine Beschränkung des Ausstosses auf die wichtigsten Informationen, einheitliche Standards für alle Kommunikationsstellen sowie die Schaffung eines Rats für Kommunikation, wie ihn heute selbst Insider der Verwaltung fordern.»</p>
<p>Mumpitz, geschätzter Simon Bärtschi, Blendgranaten! Statt sich der Aufgabe der Medien zu erinnern, appelliert er an Standards und fordert zur Beschränkung der Kommunikationsbürokratie noch mehr Bürokratie. Als ob die Behörden auf Geheiss irgendeines neu gegründeten Gremiums auf Kompetenzen verzichten würden, die sie einmal erhalten haben.</p>
<p>Ich habe mal gelernt, dass Journalismus ein Handwerk ist und kein Lieferservice aus Bern. Das offenkundige Malaise kann somit nur durch Arbeit und Transparenz behoben werden – etwa folgendermassen:</p>
<ol>
<li><strong>Schweizer Medien als Wächter der Demokratie</strong> nehmen ihren Auftrag ernst und lancieren eine auf die National- und Ständeräte fokussierte Kampagne mit dem Ziel, die Volks- und Standesvertreter an ihre Aufsichts- und Kontrollpflicht zu erinnern und dafür zu sorgen, dass mit politischen Vorstössen quer durch die Parteienlandschaft die Etats der Departemente und der Bundeskanzlei für öffentlichkeitsrelevante Aufgaben massiv beschnitten werden. Die Namen jener Parlamentarier, die sich einer Reduktion der Informationsflut des Bundes verschliessen, werden veröffentlicht. Initiiert wird die Kampagne von der Konferenz der Chefredaktoren (was tun die eigentlich?), den Branchenverbänden und –Organisationen und den Verlagen, denen es ja wohl nicht genügen kann, bloss Steigbügelhalter zu spielen.</li>
<li><strong>Schweizer Medien als vierte Gewalt im Staat</strong> etablieren eine nachvollziehbare Informationskultur in der Branche, die fallweise auch nachweist, in welchem Interesse welche Geschichte lanciert wurde. Wieso verweist die SonntagsZeitung bei einer Tourismusgeschichte lobenswert darauf dass die Reise von der Deutschen Zentrale für Tourismus unterstützt (und wahrscheinlich auch inspiriert) wurde – und wieso ziehen die Medienhäuser hier nicht mit durchgehenden Standards auch in andern Ressorts nach? Und wenn wir schon bei den Internas der Redaktionen sind: Wie wär’s mit einem Vertragszusatz, der nicht nur Modalitäten, Verhaltensweisen und Beziehungen zu Informanten regelt, sondern auch einen Kodex enthält bei einem Jobwechsel in eine öffentliche staatliche, kantonale oder kommunale Aufgabe?</li>
<li><strong>Schweizer Medien als Garanten des politischen und gesellschaftlichen Diskurses</strong> brauchen weniger Lippenbekenntnisse. «Mir wäre als Leser, Zuschauer und Verleger schon sehr viel geholfen, wenn es weniger schlechten und tendenziösen Journalismus gäbe», schrieb einst Michael Ringier. Den Worten wären einfach noch Taten beizufügen: In einer ernsthaften Aus- und permanenten Weiterbildung, einer steten Qualitätskontrolle und einer unablässigen kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen leidenschaftlichen Arbeit fänden sich Ansätze, dass die Medien ihre Aufgabe als eigenständige Plattformen zur Meinungsbildung und Partizipation des Souveräns erfüllen könnten. Und wenn sie dieses Zeitgeschehen, wie Pietro Supino verlangt, während sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr abdecken müssen, dann braucht es für 7/24 auch entsprechend genügend Personal.</li>
</ol>
<p>Das, lieber Simon Bärtschi, das wäre dann auch bienenfleissig. Bloss auf der richtigen Seite.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/12/so-wird-die-behoerdenkommunikation-auf-ein-sinnvolles-minimum-beschraenkt/">So wird die Behördenkommunikation auf ein sinnvolles Minimum beschränkt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SRF-Regionaljournale: «Staatssender» oder Messfehler?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/02/05/srf-regionaljournale-staatssender-oder-messfehler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2016 13:18:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[René Grossenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden]]></category>
		<category><![CDATA[Medienforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Rolf Hieringer]]></category>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gewähren die Regionaljournale von Schweizer Radio SRF den Akteuren aus Regierung und Verwaltung zu viel Raum in ihrem Programm? Medienforscher René Grossenbacher hat hierzu im Auftrag des Bakom verdächtig hohe Werte ermittelt. Doch die Journalistinnen und Journalisten wehren sich: Mit Grossenbachers Methode lasse sich Behördennähe nicht messen und wenn, sei diese nicht a priori negativ <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/05/srf-regionaljournale-staatssender-oder-messfehler/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gewähren die Regionaljournale von Schweizer Radio SRF den Akteuren aus Regierung und Verwaltung zu viel Raum in ihrem Programm? Medienforscher René Grossenbacher hat hierzu im Auftrag des Bakom verdächtig hohe Werte ermittelt. Doch die Journalistinnen und Journalisten wehren sich: Mit Grossenbachers Methode lasse sich Behördennähe nicht messen und wenn, sei diese nicht a priori negativ zu werten.</strong></p>
<p>Die Zahlen hätten das Zeug zum Skandal: In der regionalen Berichterstattung erweisen sich die Programme von Radio SRF als eigentlicher Behördenfunk, sprich: Staatssender. So könnte man die Befunde der Studie <a href="http://www.publicom.ch/wp-content/uploads/ber_SRG_2014.pdf" target="_blank">«Analyse der Radioprogramme der SRG SSR 2014 (Deutschschweiz)»</a> lesen, die das Forschungsinstitut Publicom im Auftrag des <a href="http://www.bakom.admin.ch/themen/radio_tv/01153/01156/04801/index.html?lang=de" target="_blank">Bundesamts für Kommunikation</a> vorgelegt hat.</p>
<p><a href="http://www.publicom.ch/" target="_blank">Publicom</a> und ihr Chef <a href="http://www.publicom.ch/ueber-uns/team/rene-grossenbacher/" target="_blank">René Grossenbacher</a> haben herausgefunden, dass sämtliche sieben Regionaljournale des Deutschschweizer Radios SRF beim gemessenen Leistungsmerkmal «Behördennähe» auffällig hohe Werte aufweisen. Gemessen wurde der Anteil der exekutiven Akteure am Total der politischen Akteure. Der höchste Wert schlägt beim Regionaljournal Bern, Freiburg, Wallis zu Buche. Von zehn Informationsbeiträgen mit politischen Akteuren, kommen in deren neun Vertreter aus Regierung oder Verwaltung zu Wort.</p>
<p>Die geringste gemessene Behördennähe weisen die Regionaljournale für die beiden Basel, sowie für Aargau und Solothurn auf. Aber auch bei ihnen stammt immer noch mehr als jede zweite politische Stimme auf dem Sender aus Exekutive und Ämtern. So weit so schlecht.</p>
<p>Aber was wurde genau gemessen? Und stimmen die Zahlen überhaupt? Hierzu gehen die Meinungen zwischen Forschung und Praxis diametral auseinander. Eine Umfrage der MEDIENWOCHE bei Mitarbeitenden und Leitungspersonal verschiedener Regionaljournale ergibt einhellig das gleiche Ergebnis: absoluter Humbug. Mit der gewählten Methode könnten keine verlässlichen Aussagen zur Behördennähe der jeweiligen Programme gemacht werden, finden die Journalistinnen und Journalisten.</p>
<p>Sie monieren zuerst einmal den zu kleinen Beobachtungszeitraum der Forschenden. Aus den viereinhalb Stunden Sendung pro Regionaljournal könnten keine Schlüsse gezogen werden. Publicom gesteht dieses Manko insofern ein, als dass die Studie dazu festhält: Es sei «zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse lediglich auf je ca. 4.5 Stunden Sendezeit beruhen. D.h. einzelne Beiträge und Ereignisse können diese relativ stark beeinflussen.»</p>
<p>Weiter kritisieren die Regionaljournale die negative Wertung der Variablen «Behördennähe». Im Forschungsbericht steht dazu: «Unter dem Aspekt des Pluralismusgebots von besonderem Interesse ist, welche politischen Akteure im Fokus stehen. Zunächst ist festzuhalten, dass die oft bei Medien zu beobachtende starke Behördennähe bei den meisten SRF-Programmen kaum festzustellen ist. Eine Ausnahme bilden die Regionaljournale, die eine ausgeprägte Tendenz zu behördennaher Berichterstattung an den Tag legen.» Ein Vorwurf, den keine Redaktion auf sich sitzen lässt.</p>
<p>Rolf Hieringer, in der Radio-Chefredaktion zuständig für die Regionaljournale, wehrt sich: «Behördennähe muss nicht negativ sein. Wir haben ein starkes politisches Profil und eine gewisse Informationspflicht, da lässt es sich nicht vermeiden, dass Regierung und Verwaltung eine starke Präsenz in den Programmen haben.» Der langjährige Radiojournalist illustriert das an einem Beispiel: «Wenn wir mit einem Regierungsrat ein zehnminütiges kritisches Interview führen, zählt das in der Studie als zehn Minuten Behördennähe. Mit dieser Behördennähe kann ich gut leben».</p>
<p>Publicom-Chef René Grossenbacher sieht die Unabhängigkeit der Berichterstattung weniger wegen ungefilterter Behördenpropaganda in Gefahr, als wegen eines zu engen Fokus auf die Agenda von Exekutive und Verwaltung: «Auch das stellt ein Risiko dar», gibt Grossenbacher zu bedenken. Radiomann Hieringer hält dagegen: «Wer politischen Journalismus macht, kommt an der Agenda der Behörden nicht vorbei.»</p>
<p>Zumindest in diesem Punkt werden sich Theorie und Praxis nicht finden. Dennoch halten die Radioleute die amtlich verordnete Programmforschung nicht für komplett nutzlos. So sorgten die Befunde zur Behördennähe in den Regionalredaktionen immerhin dafür, dass die eigene Berichterstattung überprüft und das Bewusstsein geschärft wurde für die Risiken behördlicher Beeinflussung. Als Schuss vor den Bug hat der Bericht seine Wirkung nicht verfehlt. Aber als Grundlage für eine fruchtbare Debatte auf der Grundlage wissenschaftlicher Befunde taugt die Radiostudie nicht.</p>
<p>Damit befinden sich Radio SRF und Publicom in bester Gesellschaft. Auch die Presse tut sich jeweils schwer mit der Qualitätsmessung im «Jahrbuch Qualität der Medien». Die teils drastischen Befunde und die auf den Fuss folgende Fundamentalkritik an den Forschungsmethoden zeigen hier wie dort, dass sich Forschung und Journalismus nur schlecht verstehen.</p>
<p>«So läuft es seit Jahrzehnten», weiss Medienforscher Grossenbacher. «Wenn die Resultate nicht genehm sind, ist die Methode falsch.» Es gebe aber auch Lichtblicke. So sei die Methode der Radiostudie seit ein paar Jahren von der SRG grundsätzlich akzeptiert, wenn auch mit Vorbehalten. Aber konkrete Verbesserungsvorschläge seien nie unterbreitet worden, weiss der Publicom-Forscher – ausser dem Wunsch nach einer grösseren Stichprobe: «Das würden wir noch so gerne machen, aber ich kann versichern, dass die Resultate sich kaum verändern würden.» Das muss bis zum Tatbeweis eine Behauptung bleiben. Publicom täte indes gut daran, in einer nächsten Untersuchung das selbst eingestandene Manko der zu kurzen Messdauer zu beheben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/05/srf-regionaljournale-staatssender-oder-messfehler/">SRF-Regionaljournale: «Staatssender» oder Messfehler?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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