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	<title>Medien machen Politik | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 Nov 2022 08:55:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Macht und Nähe &#8211; wie abhängig sind Medien von der Politik?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/16/macht-und-naehe-wie-abhaengig-sind-medien-von-der-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 08:55:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wegen kompromittierender SMS an den damaligen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist ORF-TV-Chefredakteur Matthias Schrom zurückgetreten. Und auch «Presse»-Chefredakteur und -Herausgeber Rainer Nowak hat seinen Rücktritt erklärt, nachdem Chats mit dem damaligen Generalsekretär im Finanzministerium Thomas Schmid bekannt geworden waren, in denen es auch um mögliche Posten ging. Welche Regeln gibt es für den Umgang zwischen Politikern <a href="https://tvthek.orf.at/profile/Im-Zentrum/6907623/IM-ZENTRUM-Macht-und-Naehe-wie-abhaengig-sind-Medien-von-der-Politik/14156734">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/16/macht-und-naehe-wie-abhaengig-sind-medien-von-der-politik/">Macht und Nähe – wie abhängig sind Medien von der Politik?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen kompromittierender SMS an den damaligen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist ORF-TV-Chefredakteur Matthias Schrom zurückgetreten. Und auch «Presse»-Chefredakteur und -Herausgeber Rainer Nowak hat seinen Rücktritt erklärt, nachdem Chats mit dem damaligen Generalsekretär im Finanzministerium Thomas Schmid bekannt geworden waren, in denen es auch um mögliche Posten ging. Welche Regeln gibt es für den Umgang zwischen Politikern und Journalisten? Wie können politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen verbessert werden, um die Abhängigkeit der Medien von der Politik zu verringern?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/16/macht-und-naehe-wie-abhaengig-sind-medien-von-der-politik/">Macht und Nähe – wie abhängig sind Medien von der Politik?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Österreich: Führende Journalisten lassen nach Kritik Positionen ruhen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/08/oesterreich-fuehrende-journalisten-lassen-nach-kritik-positionen-ruhen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 10:50:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Wien lassen zwei führende Journalisten ihre Jobs ruhen, weil sie die notwendige Distanz vermissen liessen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/oesterreich-fuehrende-journalisten-lassen-nach-kritik-positionen-ruhen/">Österreich: Führende Journalisten lassen nach Kritik Positionen ruhen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Wien lassen zwei führende Journalisten ihre Jobs ruhen, weil sie die notwendige Distanz vermissen liessen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/oesterreich-fuehrende-journalisten-lassen-nach-kritik-positionen-ruhen/">Österreich: Führende Journalisten lassen nach Kritik Positionen ruhen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie «Unser Mitteleuropa» ein Netzwerk rechter Medien in Europa aufbaut</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/29/wie-unser-mitteleuropa-ein-netzwerk-rechter-medien-in-europa-aufbaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 11:34:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie hetzen gegen Migration oder verbreiten Falschinformationen: Medien aus elf europäischen Ländern kooperieren, um ihren Einfluss zu vergrössern. Sie stehen Parteien wie der FPÖ, AfD oder Fratelli d’Italia nahe. Im Zentrum stehen die Webseite «Unser Mitteleuropa» und ein toter Österreicher, der Kontakte in die rechtsextreme Szene hatte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/29/wie-unser-mitteleuropa-ein-netzwerk-rechter-medien-in-europa-aufbaut/">Wie «Unser Mitteleuropa» ein Netzwerk rechter Medien in Europa aufbaut</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hetzen gegen Migration oder verbreiten Falschinformationen: Medien aus elf europäischen Ländern kooperieren, um ihren Einfluss zu vergrössern. Sie stehen Parteien wie der FPÖ, AfD oder Fratelli d’Italia nahe. Im Zentrum stehen die Webseite «Unser Mitteleuropa» und ein toter Österreicher, der Kontakte in die rechtsextreme Szene hatte. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/29/wie-unser-mitteleuropa-ein-netzwerk-rechter-medien-in-europa-aufbaut/">Wie «Unser Mitteleuropa» ein Netzwerk rechter Medien in Europa aufbaut</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Schöne neue Parallelwelt – Netzwerke der «Alternativmedien»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/19/schoene-neue-parallelwelt-netzwerke-der-alternativmedien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 06:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie prophezeien eine angebliche «Corona-Diktatur 2.0» und sehen im Ukraine-Krieg das Werk von «Globalisten»: Auf1 und andere selbsterklärte «Alternativmedien» wie Compact oder Apolut. Hinter den Krisen unserer Zeit wittern sie stets die grosse Verschwörung. Mit den radikalen Protesten auf der Strasse bilden diese Medien eine Symbiose. Doch sie bekommen Gegenwind: YouTube sperrt ihre Kanäle, Medienaufsichten <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Schoene-neue-Parallelwelt-Netzwerke-der-Alternativmedien,zapp13850.html">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie prophezeien eine angebliche «Corona-Diktatur 2.0» und sehen im Ukraine-Krieg das Werk von «Globalisten»: Auf1 und andere selbsterklärte «Alternativmedien» wie Compact oder Apolut. Hinter den Krisen unserer Zeit wittern sie stets die grosse Verschwörung. Mit den radikalen Protesten auf der Strasse bilden diese Medien eine Symbiose. Doch sie bekommen Gegenwind: YouTube sperrt ihre Kanäle, Medienaufsichten ermahnen sie. Dieses ZAPP spezial zeigt, wie sich Medienaktivisten wie Ken Jebsen oder der Österreicher Stefan Magnet gegen Widerstände durchsetzen und an einer neuen, vernetzen Gegenöffentlichkeit arbeiten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/19/schoene-neue-parallelwelt-netzwerke-der-alternativmedien/">Schöne neue Parallelwelt – Netzwerke der «Alternativmedien»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die «Bild» Cancel-Culture-Debatten herbeifantasiert (feat. NZZ)</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/06/wie-die-bild-cancel-culture-debatten-herbeifantasiert-feat-nzz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 13:05:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ärzte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ärzte spielen ihren Song «Elke» nicht mehr, berichtet die «Bild» aufgeregt. Interessant ist eher, was die Zeitung alles verschweigt. Eine Einordnung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/06/wie-die-bild-cancel-culture-debatten-herbeifantasiert-feat-nzz/">Wie die «Bild» Cancel-Culture-Debatten herbeifantasiert (feat. NZZ)</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ärzte spielen ihren Song «Elke» nicht mehr, berichtet die «Bild» aufgeregt. Interessant ist eher, was die Zeitung alles verschweigt. Eine Einordnung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/06/wie-die-bild-cancel-culture-debatten-herbeifantasiert-feat-nzz/">Wie die «Bild» Cancel-Culture-Debatten herbeifantasiert (feat. NZZ)</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pro-russische Propaganda: Massenweise falsche News-Seiten enttarnt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/08/31/pro-russische-propaganda-massenweise-falsche-news-seiten-enttarnt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 14:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Fake-News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist die größte Desinformations-Kampagne bisher: Nachgemachte Medienseiten verbreiten pro-russische Propaganda, hunderte Fake-Accounts teilen sie massenhaft in Sozialen Medien.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/31/pro-russische-propaganda-massenweise-falsche-news-seiten-enttarnt/">Pro-russische Propaganda: Massenweise falsche News-Seiten enttarnt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die größte Desinformations-Kampagne bisher: Nachgemachte Medienseiten verbreiten pro-russische Propaganda, hunderte Fake-Accounts teilen sie massenhaft in Sozialen Medien.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/31/pro-russische-propaganda-massenweise-falsche-news-seiten-enttarnt/">Pro-russische Propaganda: Massenweise falsche News-Seiten enttarnt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Matthias Ackeret im Gespräch mit Reto Brennwald</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/08/31/matthias-ackeret-im-gespraech-mit-reto-brennwald-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 14:13:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
		<category><![CDATA[Tele Blocher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Er sei der vielleicht unterschätzteste Journalist der Schweiz, schrieb die Schaffhauser AZ über Matthias Ackeret. Bekannt ist er vor allem wegen TeleBlocher, seiner wöchentlichen Gesprächssendung mit dem ehemaligen Bundesrat.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/31/matthias-ackeret-im-gespraech-mit-reto-brennwald-2/">Matthias Ackeret im Gespräch mit Reto Brennwald</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er sei der vielleicht unterschätzteste Journalist der Schweiz, schrieb die Schaffhauser AZ über Matthias Ackeret. Bekannt ist er vor allem wegen TeleBlocher, seiner wöchentlichen Gesprächssendung mit dem ehemaligen Bundesrat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/31/matthias-ackeret-im-gespraech-mit-reto-brennwald-2/">Matthias Ackeret im Gespräch mit Reto Brennwald</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beisshemmungen beim NDR</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/08/26/beisshemmungen-beim-ndr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2022 16:29:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Beschwerden eines Reporters über politische Einflussnahme seiner Kieler Vorgesetzten schaltet sich der Landesrundfunkrat ein.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/26/beisshemmungen-beim-ndr/">Beisshemmungen beim NDR</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Beschwerden eines Reporters über politische Einflussnahme seiner Kieler Vorgesetzten schaltet sich der Landesrundfunkrat ein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/26/beisshemmungen-beim-ndr/">Beisshemmungen beim NDR</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rupert Murdochs Sender Talk TV: Null Zuschauer trotz Piers Morgan</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/08/07/rupert-murdochs-sender-talk-tv-null-zuschauer-trotz-piers-morgan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Aug 2022 13:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
		<category><![CDATA[Talk TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rupert Murdoch beglückt nun auch Großbritannien mit einem Sender fürs rechte Publikum. Als Moderator engagiert er den Star-Krawallero Piers Morgan. Warum nur will das niemand sehen?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/07/rupert-murdochs-sender-talk-tv-null-zuschauer-trotz-piers-morgan/">Rupert Murdochs Sender Talk TV: Null Zuschauer trotz Piers Morgan</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rupert Murdoch beglückt nun auch Großbritannien mit einem Sender fürs rechte Publikum. Als Moderator engagiert er den Star-Krawallero Piers Morgan. Warum nur will das niemand sehen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/08/07/rupert-murdochs-sender-talk-tv-null-zuschauer-trotz-piers-morgan/">Rupert Murdochs Sender Talk TV: Null Zuschauer trotz Piers Morgan</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien-Propaganda: Darum geniesst Putin in Serbien «praktisch göttlichen Status»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/05/propaganda-darum-geniesst-putin-in-serbien-praktisch-goettlichen-status/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 06:51:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Vladimir Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Serbien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Serbien herrscht ein regelrechter Personenkult um Wladimir Putin. Ein grosser Teil der Bevölkerung will sich lieber Russland anschliessen, als der EU beitreten. Serbische Experten machen dafür auch staatsnahe Propaganda-Medien verantwortlich.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/05/propaganda-darum-geniesst-putin-in-serbien-praktisch-goettlichen-status/">Medien-Propaganda: Darum geniesst Putin in Serbien «praktisch göttlichen Status»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Serbien herrscht ein regelrechter Personenkult um Wladimir Putin. Ein grosser Teil der Bevölkerung will sich lieber Russland anschliessen, als der EU beitreten. Serbische Experten machen dafür auch staatsnahe Propaganda-Medien verantwortlich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/05/propaganda-darum-geniesst-putin-in-serbien-praktisch-goettlichen-status/">Medien-Propaganda: Darum geniesst Putin in Serbien «praktisch göttlichen Status»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rauer Ton und riskante Schlagseite: Medien zum Ukrainekrieg</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/21/medien-zum-ukrainekrieg-rauer-ton-und-riskante-schlagseite/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/06/21/medien-zum-ukrainekrieg-rauer-ton-und-riskante-schlagseite/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marlis Prinzing]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 12:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ukrainekrieg hält Europa in Atem wie kein anderer Krieg. Er erzeugt zuweilen eine mediale Schlagseite, bei der vor lauter Solidarität weder Platz für dringend notwendige professionelle Distanz bleibt, noch Toleranz gegenüber Menschen, die sich vor der Eskalation des Krieges fürchten. Medien wirft man oft Panikmache vor. Doch jetzt, wo es um Waffen für die <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/21/medien-zum-ukrainekrieg-rauer-ton-und-riskante-schlagseite/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/21/medien-zum-ukrainekrieg-rauer-ton-und-riskante-schlagseite/">Rauer Ton und riskante Schlagseite: Medien zum Ukrainekrieg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Ukrainekrieg hält Europa in Atem wie kein anderer Krieg. Er erzeugt zuweilen eine mediale Schlagseite, bei der vor lauter Solidarität weder Platz für dringend notwendige professionelle Distanz bleibt, noch Toleranz gegenüber Menschen, die sich vor der Eskalation des Krieges fürchten.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-98029" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Krieg-Medien-20220621b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Medien wirft man oft Panikmache vor. Doch jetzt, wo es um Waffen für die Ukraine geht und darum, ab wann Putin die Nato als Kriegspartei sieht und gar zu Atomwaffen greift, werfen etliche Journalistinnen und Journalisten selber den Warnenden aus Politik, Wissenschaft und Kollegenkreis Panikmache vor. Sie scheinen wachsende Spannungen und Atomkriegsrisiken zu verharmlosen, viele benehmen sich wie ein Sprachrohr der ukrainischen Politik und attackieren jene, die das anders sehen. Sind Medien im Solidaritätsrausch? Agieren sie geradezu aktivistisch und vergessen sie ihre eigentliche Rolle? </p>
<blockquote><p>Schweres Kriegsgerät aus Deutschland für die Ukraine? In Deutschland stehen seit Wochen viele Journalistinnen und Journalisten stramm zum «Ja».</p></blockquote>
<p>An der Frühwarnfunktion festzuhalten, ist ein Beispiel für den Wert professioneller Distanz. Sie hilft dabei, sich Gefahren nicht blindlings auszusetzen, regt zum Nachdenken, Abwägen und Differenzieren an. Putins Drohungen mit atomarer Eskalation als reine Drohgebärde zu verharmlosen, ist so waghalsig wie zu glauben, Hunde, die bellen, würden nie beissen. Zumal Fakt ist: Die Spannungen wachsen weiter. Der russische Ex-Präsident und Putin-Vertraute Dmitri Medwedew drohte mit der Stationierung von Atomwaffen sowie mit Vergeltungsschlägen gegen Entscheidungszentren im Westen, falls die Ukraine russisches Gebiet angreifen würde. «Welt»-Reporter Christoph Wanner zählte zu den wenigen, die diese Äusserung als äusserst brenzlig einordneten, da sie sich als Ankündigung von Angriffen auf andere europäische Städte interpretieren liesse.<br />
</p>
<p>Schweres Kriegsgerät aus Deutschland für die Ukraine? In Deutschland stehen seit Wochen viele Journalistinnen und Journalisten stramm zum «Ja». Einschneidend in Erinnerung bleibt der Talk-Abend des 28. April. An jenem Tag beschloss der Deutsche Bundestag nach langem Ringen die Lieferungen schwerer Waffen. In den Diskussionsrunden bei <a href="https://youtu.be/SkH_1UEuq7w" rel="noopener" target="_blank">Maybrit Illner (ARD)</a> sowie bei <a href="https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-28-april-2022-100.html" rel="noopener" target="_blank">Markus Lanz (ZDF)</a> folgten Lageeinschätzungen, die repräsentativ für Diskussionen dieser Art sind: Journalismus, dem ja sonst oft Panikmache vorgeworfen wird, spielt die an den Beschluss geknüpften Risiken herunter, treibt die Politik vor sich her. Die Politik-Gäste in beiden Sendungen liessen durchblicken, dass ihnen angesichts dieser Entscheidung mulmig war: Würden die Nato-Staaten dadurch in den Krieg einbezogen und dieser in einen dritten Weltkrieg eskalieren? </p>
<blockquote><p>Viele Medien- und Meinungsmacher spielen die Gefährlichkeit der Lage herunter.</p></blockquote>
<p>Anders Spiegel-Journalistin Melanie Amann. Sie hatte (eindrücklich!) kurz zuvor Olaf Scholz interviewt – das Interview, in dem der deutsche Bundeskanzler seine Zurückhaltung bei Waffenlieferungen gerade damit erklärte, dass er dadurch eine Eskalation in einen Atomkrieg verhindern wolle. Nun, bei Illner, kritisierte sie den langen Vorlauf des Parlamentsbeschlusses, befürchtete fast im selben Atemzug eine ähnliche Debatte zu anderem Kriegsgerät und warf dem Kanzler vor, er jage den Menschen Angst ein vor einem Atomkrieg und verzögere damit, dass sie die wachsende militärische Unterstützung für die Ukraine billigen. Amann ist nicht die einzige: Viele Medien- und Meinungsmacher spielen die Gefährlichkeit der Lage herunter und erwecken den Eindruck, die Sorge vor einer Eskalation bis hin zum Nukleareinsatz sei feige und naiv. </p>
<p>Gegenargumente, auch Innehalten, sind offensichtlich unerwünscht. Diese Rigorosität irritiert. Das sind Alarmzeichen, das ist Anlass zur Selbstreflexion: Rückt hier Journalismus so nahe an die Positionen der ukrainischen Entscheidungsträger heran, dass kaum noch Raum bleibt für professionelle Distanz?</p>
<p>Die Ukraine ist moralisch und faktisch im Recht. Das erzeugt Solidarität. Das ist wichtig, auch aus menschlichen Gründen. Journalismus sollte parteiisch sein, wenn Säulen des demokratischen Grundverständnisses ausgehöhlt werden, und solidarisch mit jenen, deren Menschenrechte verletzt werden. Aber es besteht kein Grund, zugleich das journalistische Distanz- und Differenzierungsprinzip über Bord zu werfen. Ausgewogene Distanz ist ein Gebot der Professionalität und kein Widerspruch zur humanitären journalistischen Solidarität; sie bezieht sich auf das Grundsätzliche. Bezogen auf den Ukrainekrieg scheinen manche Journalistinnen und Journalisten dies aber zu vergessen oder beispielsweise kritische Hinweise auf das immense Ausmass der öffentlichen Korruption in der Ukraine oder auf die Rolle des Nationalhelden Stepan Bandera abzutun als «Whataboutism», als Thema, das jetzt, zu Kriegszeiten, nicht zu diskutieren sei. Dass ukrainische Politiker ihre Bedürfnisse und Auffassungen darlegen, ist unbestritten legitim. Deshalb müssen sich deutsche Medien aber nicht freiwillig «embedden», als Sprachrohr ukrainischer Politik agieren und sich einer wenig differenzierten Blindlings-Solidarität hingeben, die andererseits dazu verleitet zu übersehen oder nicht ernst zu nehmen, dass hierzulande Menschen fürchten, der Krieg könne sich auf Deutschland ausweiten. Die gebotene professionelle Distanz fehlt auch, wenn Kommentator <a href="https://www.rnd.de/politik/wer-stoppt-den-wahnsinn-2CALDSRD4RE6ZMFQJO5VFIPF2Y.html" rel="noopener" target="_blank">Matthias Koch</a> (RND, 2. März 2022) gemeinsam mit einem Psychiater bei Putin aus der Ferne eine Wahnkrankheit diagnostiziert, was zudem medien- sowie medizinethisch fragwürdig ist. Wenn <a href="https://www.bild.de/politik/kolumnen/politik-ausland/kommentar-zum-ukraine-krieg-die-nato-muss-jetzt-handeln-79346732.bild.html" rel="noopener" target="_blank">«Springer»-Verleger Mathias Döpfner</a> in einem «Bild»-Kommentar vom vergangenen 4. März Deutschland dazu aufforderte, notfalls gegen die Nato-Regeln an der Seite der Ukraine zu kämpfen, dann ist das nur noch Kriegstreiberei.</p>
<blockquote><p>Dort, wo keine Bomben fallen, bleibt Raum für Diskurs und Reflexion.</p></blockquote>
<p>Zur Solidarität mit einem angegriffenen Land und seiner Bevölkerung gehört auch tatkräftige Unterstützung, sei es durch Spenden oder humanitäre Hilfe beispielsweise für von dort Geflüchtete. Aber ein solches Füreinander, ein solches «Wir»-Gefühl heisst nicht, dass es keine Unterschiede mehr gibt. Wo Krieg herrscht, ist Journalismus patriotisch, Partei, Lautsprecher der Regierung; regimekritische Medien gibt es dann nicht mehr. Wo Bomben fallen, ist kaum noch Alltag möglich, dort ist kein Schulunterricht, keine Talkshow, kaum Raum, über den Tag hinaus zu denken. Wir stecken hier – zum Glück – nicht in derselben Lage. Diese Unterschiede sollten wir nicht vergessen, zumal sie allen nutzen: Dort, wo keine Bomben fallen, bleibt Raum für Diskurs und Reflexion. Auch dieser Debattenraum ist Teil unserer Wertegemeinschaft – und Teil der Solidarität und Unterstützung. </p>
<p>Journalismus organisiert und moderiert solche öffentlichen Auseinandersetzungen, gibt Abwägungen (beispielsweise von Pro- und Contra-Argumenten, ob es Sinn macht, wenn Deutschland schwere Waffen liefert). Über kontroverse Debattenpositionen, aber auch durch eine multiperspektive Herangehensweise ermöglichen Medien dem Publikum, sich ein möglichst vollständiges Bild zu machen: Über Krieg berichten, umfasst die Augenzeugenschaft der Kriegsreporter in den zerstörten Städten sowie die Expertise von Auslandsjournalisten und -journalistinnen, die die Mentalitäten und Vorgeschichten zum Beispiel in der Ukraine oft weit besser kennen als jene, die anreisen, um über akute Geschehnisse und Gefechte zu berichten. Und ebenso wichtig ist die Fachkundigkeit von Journalistinnen, die sich mit internationaler Verhandlungsführung, Diplomatie und Friedensschlüssen auskennen. In den Fokus der Ukraineberichterstattung gehören in allen Phasen stets Perspektiven auf Krieg und Frieden.</p>
<blockquote><p>In vielen Talkshows und Medienkommentaren sind Einwände gegen den Kurs, den sich die Ukraine vom Westen wünscht, nicht wirklich erwünscht.</p></blockquote>
<p>Vorher nachdenken, welche Folge ein bestimmtes Handeln hat, ist ein ethisches Gebot. Journalismus soll fragen und hinterfragen, beispielsweise auch danach, was mit den gelieferten Waffen geschieht, wenn der Krieg endet, oder wenn sich die Machtverhältnisse in der Ukraine ändern. Wir stecken in einem ethischen Dilemma, jede Entscheidung hat grosse Nachteile, kann grosses Leid erzeugen. Waffenlieferungen verlängern nicht nur den Krieg, sie erhöhen auch die Zahl der Toten und Verwundeten und das Ausmass der Zerstörung; das gilt auch für eine weitere Eskalation. Darüber müssen wir reden. Auch dafür ist Journalismus wichtig.</p>
<p>Doch das wird immer schwieriger. In vielen Talkshows und Medienkommentaren sind Einwände gegen den Kurs, den sich die Ukraine vom Westen wünscht, nicht wirklich erwünscht, in einigen gibt es klare Antwort-Erwartungen, zum Beispiel das «Ja» auf die Frage «Schwere Waffen, ja oder nein?». Nur zögerlich werden Personen eingeladen, die das anders sehen und zu Zurückhaltung mahnen. Und wenn in einer Gesprächsrunde, wie etwa am 2. Juni bei Markus Lanz, die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot (Universität Bonn) eine abweichende Ansicht vertritt, dann genügt es nicht mehr, wie lange üblich, dass diese zur Kenntnis genommen und kritisiert wird, sondern ihrer Position wird – etwa <a href="https://www.morgenpost.de/vermischtes/article235581175/ulrike-guerot-politik-wissenschaftlerin-talkshows-kritik.html" rel="noopener" target="_blank">in der «Berliner Morgenpost»</a> – Punkt für Punkt die Legitimation entzogen.</p>
<blockquote><p>In Schweizer Medien sind Kriegsbereitschaft sowie die Unerbittlichkeit der Debatte nicht durchweg so vehement wie in Deutschland.</p></blockquote>
<p>Umfragen zur Ukrainepolitik zeigen, dass sich in der deutschen Bevölkerung die Ansichten in etwa die Waage halten, also etwa jeder zweite zum Beispiel gegen die Waffenlieferungen in die Ukraine ist; doch Hinweise hierauf werden auch in Kommentaren und Talks häufig abgetan als letztlich durch die Mahner verschuldete Verirrung. Der Soziologe Harald Welzer gehört zu den Mahnern. Er hat <a href="https://www.emma.de/artikel/offener-brief-bundeskanzler-scholz-339463" rel="noopener" target="_blank">einen offenen Brief</a> dazu unterzeichnet. Man muss die darin formulierten Positionen nicht teilen. Doch Vehemenz und Wortwahl mancher Reaktionen auf den Brief irritieren. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, klassifizierte Welzer in einer Talkrunde von Anne Will (ARD) als «moralisch verwahrlost», als einen, der «in seinem Professorenzimmer sitzt und philosophiert» und Mitverantwortung trage am Sterben in der Ukraine. Das ist kein werteorientierter Debattenstil. Auch Jürgen Habermas erntete heftige Kritik. In einem mit «Schriller Ton, moralische Erpressung» überschriebenen <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/das-dilemma-des-westens-juergen-habermas-zum-krieg-in-der-ukraine-e068321/?reduced=true" rel="noopener" target="_blank">Gastbeitrag in der «Süddeutschen Zeitung»</a> analysierte der Philosoph den von «Pressestimmen geschürten Meinungskampf», der «zwischen ehemaligen Pazifisten, einer schockierten Öffentlichkeit und einem abwägenden Bundeskanzler nach dem Überfall auf die Ukraine» entbrannt sei. Habermas beschwor dabei den öffentlich-diskursiven Schlagabtausch als grundlegend für die demokratische Willensbildung. <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/juergen-habermas-aeussert-sich-zum-ukraine-krieg-17993997.html" rel="noopener" target="_blank">Simon Strauss warf ihm in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung»</a> eine «fahrlässige Denunziation der ukrainischen Regierung» vor, <a href="https://schmid.welt.de/2022/04/30/der-philosoph-und-der-krieg-eine-antwort-auf-juergen-habermas/" rel="noopener" target="_blank">«Welt»-Autor Thomas Schmid</a> eigene Interessen: Habermas verteidige «auf orthodoxe Weise sein Lebenswerk. Und in durchaus trickreicher und mitunter auch boshafter Weise».</p>

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            [rml_read_more]
<p>In Schweizer Medien sind Kriegsbereitschaft sowie die Unerbittlichkeit der Debatte nicht durchweg so vehement, aber durchaus vorhanden. «Nicht nur die deutsche Politik muss sich fragen, ob sie sich daran mitschuldig machen will» beschliesst <a href="https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/ist-deutschland-schuld-wenn-russland-den-ukrainekrieg-gewinnt-ld.1686958" rel="noopener" target="_blank">NZZ-Chefredaktor Eric Gujer</a> (3. Juni) einen Kommentar, in dem er vor einer raschen Waffenruhe und einem Kompromissfrieden warnt. <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/international/100-tage-krieg-putins-toedliche-wette-er-rechnet-damit-dass-europa-und-die-usa-kriegsmuede-werden-ld.2299872?reduced=true" rel="noopener" target="_blank">Patrik Müller</a> appelliert in den CH-Media-Zeitungen (4. Juni) an den Westen: «Jetzt nicht in Kriegsmüdigkeit verfallen». Man müsse sich «den Kampf für Freiheit und Demokratie etwas kosten lassen».</p>
<blockquote><p>Frank A. Meyer reisst einen Satz aus dem Text heraus, um Anliegen und Personen zu verunglimpfen.</p></blockquote>
<p>Publizist <a href="https://www.blick.ch/sonntagsblick/frank-a-meyer-die-kolumne-das-aergernis-id17551292.html" rel="noopener" target="_blank">Frank A. Meyer</a> ging ad personam zur Sache. In seiner «Sonntagsblick»-Kolumne (5. Juni) verhöhnt er «drei Akademiker aus zwei Zürcher Universitäten», die er selber nicht beim Namen nennt. Michael Ambühl, Nora Meier und Daniel Thürer von ETH und Uni Zürich haben in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» unter der Überschrift «Verhandeln – aber wie?» drei Szenarien entworfen für Abkommen, und sie differenzieren: «Dem brutalen, völkerrechtswidrigen Krieg Russlands muss man sowohl militärisch, wirtschaftlich als auch politisch entschlossen und geschlossen entgegentreten. Dieser Krieg wird jedoch mit einer diplomatischen Verhandlung enden müssen. Daher dürfte es sich lohnen, sich bereits jetzt mit dem Inhalt und dem Zeitpunkt solcher Verhandlungen zu befassen.» Das alles interessiert Meyer nicht, er reisst einen etwas technisch formulierten Satz aus dem Text heraus, um Anliegen (Nachdenken über Verhandlungsoptionen und Nachkriegsszenarien) und Personen zu verunglimpfen. Meyer: «Was sind das für Wörter und Sätze über Menschen, die für ihre Freiheit kämpfen und sterben, die auch morgen und übermorgen kämpfen und sterben werden, um ihr Land gegen einen verbrecherischen Aggressor zu verteidigen?!» Und weiter: «Kämpfende und sterbende Menschen als Objekte gut gemeinter geistesmenschlicher Erwägungen? Ja, ja, ja, diese Vorschläge aus Schweizer Studierstuben sind gut gemeint. Schrecklich gut.»</p>
<p>Der Kolumnist will kämpfen. Seine Kritik an jenen, die über Waffenstillstand und Friedensverhandlungen nachdenken, kleidet er in Fragen: «Soll diese mutige Nation unter Bombenhagel und Raketenbeschuss ihren Existenzkampf einstellen, um wenigstens einen Teil ihres Territoriums vor der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Vernichtung zu retten?»; «Verrät diese defätistische Tonalität nicht das verächtliche Verhältnis, das Deutschland – das der Westen – zur Ukraine schon immer hatte? Und die Bewunderung für das Grossreich der Russen, vom Zarismus über den Kommunismus bis zum Putinismus der frühen Jahre?» Sowieso habe allein die Ukraine zu entscheiden, ob sie weiterkämpfen wollte, sie sei «das demokratisch regierte, selbstbestimmte und selbstbestimmende Subjekt ihrer Gegenwart, ihrer Zukunft – und nicht das Objekt volkspädagogisch beseelter Politisierer.» Selenskyj brauche keine wohlfeilen Ratschläge, sondern: «Das bedrängte Land braucht Raketen, Flugzeuge, Panzer und Munition. Jetzt!» Und steigert sich ins «Wir»: «Die Ukraine – das sind auch wir. Wir sind gemeint.»</p>
<blockquote><p>Medien sind wichtige Werkzeuge von Public Diplomacy, sie geben Raum für Narrative und Sprachbilder.</p></blockquote>
<p>Ein solches «Wir» ist riskant. Es wird zurzeit in vielen Talkrunden und Kommentaren ausgerufen. Jounalistinnen und Journalisten sollten es zumindest niedrig dosieren. Leicht kann ein «Wir» auch Verwirrung stiften oder den Blick trüben. Kommentatoren (z.B. Jan Jessen in der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung») äusserten sich beeindruckt, als die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90 / Die Grünen) in Butscha erklärte: Diese Opfer könnten wir sein. Medien sollten dieses «Wir» relativen. Denn wahr ist: Weder Deutschland noch die Schweiz befinden sich offiziell im Krieg mit Russland. Warum sollten dessen Truppen also auf Deutsche schiessen? Warum sollen unsere Städte zurzeit ebenfalls bedroht sein? Zu Kriegsopfern würden die Bürger und Bürgerinnen beider Länder dann, wenn sich ihre Regierungen dazu entschliessen, sie aufs Schlachtfeld zu schicken. Das «Wir» löst ein Geschehen heraus, das Folge militärischen und politischen Handelns ist, und beschränkt es auf die menschliche Ebene. Sie ist wichtig. Aber sie ist eben immer im Zusammenhang zu sehen; Krieg ist zwar ein menschliches Schicksal, aber anders als zum Beispiel eine Pandemie eines, das durch menschliches Handeln – politisch wie militärisch – erzeugt wird. Genau das sollte Journalismus klarstellen.</p>
<p>Im «Wir» spiegelt sich auch die Wirksamkeit öffentlicher Diplomatie (Public Diplomacy) wider. «Wir verteidigen nicht nur uns, wir verteidigen euch», erklärte Vitali Klitschko. «Wir schützen unsere gemeinsamen Werte und Prinzipien.» Diese Sätze sagt der Bürgermeister von Kiew in einem Interview mit den Sendern ntv und RTL. Medien sind wichtige Werkzeuge von Public Diplomacy, sie geben Raum für Narrative und Sprachbilder (z.B. in den ersten Kriegswochen den ukrainischen Appell infolge der russischen Luftangriffe: «Schliessen Sie den Himmel!»), verschaffen den Videoauftritten von Selenskyj sowie den Tweets, Provokationen und Talkshow-Auftritten von Botschafter Andrij Melnyks weitere Reichweite, ebenso wie den Appellen zum Beispiel an die deutsche Solidarität mit der Ukraine.</p>
<p>Beim Thema Ukrainekrieg sind Zweifel angebracht, ob Journalisten und Journalistinnen bewusst ist, dass sie auch instrumentalisiert werden, und auch Befürchtungen: Verwechseln einige ihre Rolle mit jener des Politikers oder der eines Kriegsaktivisten? Wählen sich manche die Kriegsaktivisten-Rolle sogar bewusst aus und geben dafür die in werteorientierten Gesellschaften so wichtige kritische Beobachterperspektive auf? Oder haben etliche Angst davor, quasi gegen den Strom zu kommentieren, davor, nicht solidarisch genug mit der Ukraine zu erscheinen und sich dafür dann rechtfertigen zu müssen? Die Antworten auf die tatsächlichen Absichten lassen sich nur vermuten (beziehungsweise mittels vergleichender Interviews mit den betreffenden Personen erforschen). Aber sich solche Fragen zu stellen, kann bereits das Rückgrat stärken und die Schieflagen, bezogen auf die eigene Rolle, bewusster machen sowie zurechtrücken. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/21/medien-zum-ukrainekrieg-rauer-ton-und-riskante-schlagseite/">Rauer Ton und riskante Schlagseite: Medien zum Ukrainekrieg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Berlusconi bietet Putin-Propaganda eine Plattform</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/14/berlusconi-bietet-putin-propaganda-eine-plattform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 08:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sensations-Hascherei in den Talkshows und die intransparente Rolle der russischen Botschaft in Rom führen zu einem heiklen Mix. Jetzt wird Italiens Parlament aktiv. Ob das etwas bewirkt, bleibt äusserst fraglich.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/berlusconi-bietet-putin-propaganda-eine-plattform/">Berlusconi bietet Putin-Propaganda eine Plattform</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sensations-Hascherei in den Talkshows und die intransparente Rolle der russischen Botschaft in Rom führen zu einem heiklen Mix. Jetzt wird Italiens Parlament aktiv. Ob das etwas bewirkt, bleibt äusserst fraglich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/berlusconi-bietet-putin-propaganda-eine-plattform/">Berlusconi bietet Putin-Propaganda eine Plattform</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So hat Putins Sender die Demokratie ausgenutzt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/12/so-hat-putins-sender-die-demokratie-ausgenutzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2022 10:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[RT Deutsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EU hat RT Deutsch gesperrt: Trotzdem sendet der staatsnahe russische Sender weiterhin seine Propaganda. Mit ein paar Tricks ist RT Deutsch aber weiterhin erreichbar. Die Sperrung war eine Antwort auf Russlands Angriff auf die Ukraine. Wie Russland die Toleranz der Demokratie ausgenutzt hat und ob es sinnvoll war Putins Sender zu sperren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/12/so-hat-putins-sender-die-demokratie-ausgenutzt/">So hat Putins Sender die Demokratie ausgenutzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p> Die EU hat RT Deutsch gesperrt: Trotzdem sendet der staatsnahe russische Sender weiterhin seine Propaganda. Mit ein paar Tricks ist RT Deutsch aber weiterhin erreichbar. Die Sperrung war eine Antwort auf Russlands Angriff auf die Ukraine. Wie Russland die Toleranz der Demokratie ausgenutzt hat und ob es sinnvoll war Putins Sender zu sperren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/12/so-hat-putins-sender-die-demokratie-ausgenutzt/">So hat Putins Sender die Demokratie ausgenutzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Talk mit Trump: Der Knalleffekt verpuffte schnell</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/12/talk-mit-trump-der-knalleffekt-war-schnell-verpufft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Stäuber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2022 10:21:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Piers Morgan]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
		<category><![CDATA[GB News]]></category>
		<category><![CDATA[Talk TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rupert Murdoch will es noch einmal wissen. Der inzwischen 91 Jahre alte Medienmogul setzt in Grossbritannien auf billig produziertes Fernsehen. «Talk TV» soll seinen weiterhin starken Boulevard-Zeitungen einen möglichen Weg in die Zukunft weisen. Zum Start sorgte Donald Trump für gute Quoten. Piers Morgan, kontroverser Talkmaster und Veteran des britischen Boulevards, weiss, wie man einen <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/12/talk-mit-trump-der-knalleffekt-war-schnell-verpufft/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/12/talk-mit-trump-der-knalleffekt-war-schnell-verpufft/">Talk mit Trump: Der Knalleffekt verpuffte schnell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rupert Murdoch will es noch einmal wissen. Der inzwischen 91 Jahre alte Medienmogul setzt in Grossbritannien auf billig produziertes Fernsehen. «Talk TV» soll seinen weiterhin starken Boulevard-Zeitungen einen möglichen Weg in die Zukunft weisen. Zum Start sorgte Donald Trump für gute Quoten.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97142" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Murdoch-Talk-TV-20220512-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Piers Morgan, kontroverser Talkmaster und Veteran des britischen Boulevards, weiss, wie man einen Medienwirbel erzeugt. Vor dem Start seiner neuen Talkshow, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Piers_Morgan_Uncensored" target="_blank" rel="noopener">«Piers Morgan Uncensored»</a>, kursierte in den sozialen Medien ein kurzer, höchst dramatischer <a href="https://mobile.twitter.com/piersmorgan/status/1517019255149105157" target="_blank" rel="noopener">Zusammenschnitt</a> aus der ersten Sendung, unterlegt mit mitreissender Orchestermusik. Ein schwitzender, offensichtlich genervter Donald Trump ist zu sehen, er reagiert ungehalten auf kritische Fragen, zum Schluss steht er auf und sagt: «Stell die Kamera ab!» Vor der Erstausstrahlung des Interviews mit dem früheren US-Präsidenten servierte Morgan seinen fast acht Millionen Twitter-Followern weitere saftige Ausschnitte aus dem Gespräch – und die britische Presse stürzte sich darauf, überall las man vom bevorstehenden «explosivsten Interview des Jahres», wie Morgan es unbescheiden nannte.<br />
</p>
<p>Als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Piers_Morgan" target="_blank" rel="noopener">Piers Morgan</a> am 25. April 2022 mit seinem neuen Talk erstmals auf Sendung ging, war ihm denn auch ein beeindruckendes Publikum garantiert: Zu Spitzenzeiten schauten sich rund 400’000 Britinnen und Briten die einstündige Sendung an – «mehr als BBC News, Sky News und GB News … ZUSAMMEN!!!», <a href="https://twitter.com/piersmorgan/status/1518874629242335232" target="_blank" rel="noopener">twitterte Morgan</a> am nächsten Tag und klang dabei selbst ein bisschen wie Trump. Über die beeindruckenden Zuschauerzahlen dürfte sich nicht nur Morgan gefreut haben, sondern auch der Mann, der die neue Sendung möglich gemacht hat: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_Murdoch" target="_blank" rel="noopener">Rupert Murdoch</a>.</p>
<blockquote><p>Murdochs eigene Vorlieben mögen bei der Gründung von «Talk TV» eine Rolle gespielt haben, aber ausschlaggebend war wohl vielmehr, wie er die Zukunft seines Medienimperiums sichern kann.</p></blockquote>
<p>Der fulminante Auftakt von «Piers Morgan Uncensored» war gleichzeitig der Startschuss für den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/TalkTV_(British_TV_channel)" target="_blank" rel="noopener">Fernsehsender «Talk TV»</a>, das neuste Projekt des australischen Medienmoguls. Es ist ein Versuch, den britischen Fernsehmarkt aufzumischen – laut Insidern habe Murdoch während der Covid-Lockdowns viel Zeit vor dem Fernseher verbracht, sei aber vom Angebot eher unbeeindruckt gewesen. Für den Medienzar war die Lösung offensichtlich: Er lanciert einfach selbst einen Sender – bevorzugt einen, der seiner rechtskonservativen politischen Haltung Rechnung trägt.</p>
<p>Seine eigenen Vorlieben mögen eine Rolle gespielt haben, aber ausschlaggebend war wohl vielmehr, wie Murdoch die Zukunft seines Medienimperiums sichern kann; mit seinen inzwischen 91 Jahren eine naheliegende Frage. Nach dem Verkauf des Fernsehsenders «Sky News» im Jahr 2018 verlässt sich das Geschäft der britischen Murdoch-Tochtergesellschaft <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/News_UK" target="_blank" rel="noopener">News UK</a> (das Mutterunternehmen heisst <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/News_Corp." target="_blank" rel="noopener">News Corp</a> und ist in New York angesiedelt) wieder verstärkt auf Zeitungen wie die «Sun», die «Times» und deren Sonntagsausgaben. Aber wie Print allgemein befinden sich auch die Murdoch-Blätter seit langer Zeit in der Krise: Im Jahr 2000, als der britische Boulevard noch auf der Höhe seiner Macht war, verkaufte die «Sun» täglich 3.5 Millionen Exemplare; zwanzig Jahre später waren es noch gut 1.25 Millionen.</p>
<p>Im Juni 2021 meldete News UK, dass der Wert der «Sun» auf Null Pfund herabgesetzt worden war. Grund war in erster Linie eine dicke Busse, die News UK hatte zahlen müssen, und zwar für einen historischen Fall von unerlaubter Informationsbeschaffung über einen Politiker. Es war ein Nachbeben des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/News-International-Skandal" target="_blank" rel="noopener">Abhörskandals</a>, der den Murdoch-Konzern vor über zehn Jahren arg in Bedrängnis gebracht hatte. Zur Erinnerung: Reporter von Murdoch-Zeitungen hatten routinemässig private Telefongespräche abgehört, um an Informationen zu kommen. Der Skandal hatte Folgen: Das Klatschblatt «News of the World» wurde 2011 eingestellt, und mehrere Reporter, Privatdetektive und Polizisten gingen ins Gefängnis. Aber an der Kultur und dem Einfluss des britischen Boulevards änderte sich wenig, noch immer vermögen die Zeitungen die nationale Konversation zu prägen.</p>
<blockquote><p>Trotz der weiterhin starken Stellung im Print hat Murdoch immer wieder mal was Neues ausprobiert, um auch in Zukunft relevant zu bleiben.</p></blockquote>
<p>Freilich ist Murdochs Einfluss in Grossbritannien nicht so gross wie in seinem Heimatland Australien. Dort gehören ihm 70 Prozent der Printmedien, darüber hinaus kontrolliert er einen grossen Fernsehsender. Während des Wahlkampfs 2019 nahmen diese Medien die oppositionelle Labor-Partei derart aggressiv in die Mangel, dass der konservative Premierminister Scott Morrison am Ende entgegen allen Erwartungen doch noch gewann. In wenigen Wochen wird in Australien erneut gewählt – und wieder schiessen <a href="https://www.srf.ch/news/international/folgen-der-medienkonzentration-die-macht-der-murdoch-medien-im-australischen-wahlkampf" target="_blank" rel="noopener">die Murdoch-Medien</a> scharf gegen Labor. Letztes Jahr lancierten Politikerinnen und Politiker der Labor- und der Grünen Partei eine Petition, die eine unabhängige Untersuchung zu Medienvielfalt, Besitzverhältnissen und Regulierung in Australien fordert. Die Petition wurde über 500’000 Mal unterschrieben.</p>
<p>In Grossbritannien sind die Murdoch-Zeitungen zwar weniger dominant, erreichen aber doch einen Anteil von 32 Prozent an der gesamten Auflage der britischen Printmedien. Weil die britischen Radio- und Fernsehnachrichten sich zu einem erheblichen Teil an den Zeitungen orientieren, können die Murdoch-Titel auf diese Weise die Berichterstattung ein Stück weit steuern. Trotz der weiterhin starken Stellung im Print hat News UK in den vergangenen Jahren immer wieder mal was Neues ausprobiert, um auch in Zukunft relevant zu bleiben.</p>
<p>So kaufte Murdochs «News Corp» 2016 beispielsweise die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Wireless_Group" target="_blank" rel="noopener">Wireless Group</a>, die in Grossbritannien mehrere Radiostationen besitzt, darunter «Virgin Radio», «Talk Radio» und «Talk Sport». Vier Jahre später startete er mit «Times Radio» seinen eigenen Sender, eine Art Spin-off der «Times». Der Schritt zum Fernsehen ist jedoch eine grössere Herausforderung – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rebekah_Brooks" target="_blank" rel="noopener">Rebekah Brooks</a>, Chefin von News UK, war laut Presseberichten zunächst skeptisch wegen der erheblichen Kosten eines neuen Senders. Das Projekt wurde denn auch etwas zurechtgestutzt: «Talk TV» ist kein klassischer Fernsehsender, sondern zeigt nur zu Spitzenzeiten originäre Programme; nebst «Piers Morgan Uncensored» gibt es zum Beispiel eine Nachrichten- und eine Debattensendung. Ansonsten ist lediglich ein gefilmter Mitschnitt des Radioprogramms <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Talkradio" target="_blank" rel="noopener">«Talk Radio»</a> zu sehen, also ein oder zwei eher uninteressante Talking Heads.</p>
<blockquote><p>«Talk TV» verlässt sich zu einem erheblichen Teil auf Journalistinnen und Moderatoren, die bereits früher für Murdoch-Titel gearbeitet hatten.</p></blockquote>
<p>Der neue Fernsehsender ist für Murdoch auch deswegen interessant, weil er ihm erlaubt, Inhalten und Journalisten aus unterschiedlichen Sparten seines Medienimperiums in einer Art gegenseitiger Befruchtung mehr Publizität zu verleihen. «Talk TV» habe die Möglichkeit, «News-UK-Talente aus den verschiedenen Titeln einzusetzen», sagte der Rundfunkchef von «News UK», <a href="https://www.news.co.uk/2022/03/talk-tv-piers-morgan-uncensored-to-launch-on-monday-25th-april-2022/" target="_blank" rel="noopener">Scott Taunton</a>. Bereits jetzt verlässt sich «Talk TV» zu einem erheblichen Teil auf Journalistinnen und Moderatoren, die bereits früher für Murdoch-Titel gearbeitet hatten. Tom Newton Dunn beispielsweise, der im neuen Sender eine Talkshow leitet, war früher der Politikchef der «Sun». Umgekehrt hat Piers Morgan Anfang dieses Jahres als Teil seines Deals mit dem Murdoch-Konzern eine zweiwöchentliche Kolumne in der «Sun» gestartet.</p>
<p>Der Chef der Medienanalysefirma «Enders Analysis», Douglas McCabe, sagte gegenüber der <a href="https://www.ft.com/content/32388334-a1de-4ef1-9126-68112e53cac5" target="_blank" rel="noopener">«Financial Times»</a>, dass «Talk TV» insbesondere Möglichkeiten für Murdochs wichtigstes Klatschblatt eröffne: «Man ist wohl zur Einsicht gekommen, dass die Zukunft der ‹Sun› in hohem Mass visuell ist.» Mit dem Fernsehsender könne Murdoch testen, ob sich der Boulevard künftig eher auf Video als auf Text verlassen müsse.</p>
<p>Inhaltlich orientiert sich «Talk TV» tatsächlich stark an der kulturkämpferischen Stossrichtung der «Sun». Seit der Kanal auf Sendung gegangen ist, hat Piers Morgan die ganze Bandbreite an Themen beackert, die auf der rechten Seite regelmässig für Entrüstung sorgen: Er hat sich über genderneutrale Toiletten aufgeregt; über die «woke» britische Luftwaffe, die für einen Medienevent nicht-weisse Frauen gesucht hat («männerhassender Blödsinn»); über Cancel-Culture; und über Prinz Harry und Meghan, die nach ihrem Bruch mit dem Königshaus zu seinen Intimfeinden zählen.</p>
<blockquote><p>Ob man mit den Tiraden Morgans und seiner Mitstreiter ein grösseres Publikum erreicht, ist fraglich.</p></blockquote>
<p>Dahinter stecke auch Geschäftssinn, schreibt die Medienwissenschaftlerin Emily Bell im <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2021/sep/19/rupert-murdoch-launch-talktv-piers-morgan-talkshow" target="_blank" rel="noopener">«Guardian»</a>: Emotionen und Empörung zu generieren, ist höchst profitabel. Das sei wohl auch der Grund, weshalb Murdoch darauf verzichtet hat, einen richtigen Nachrichtensender aufzubauen – dieser müsste sich nicht nur an die Vorschriften bezüglich der inhaltlichen Balance halten, sondern wäre auch viel kostspieliger: «Die harte, teure Arbeit der Berichterstattung hat schon immer den Kürzeren gezogen gegenüber dem billigeren Geschäft, die Nachrichten zu kommentieren», schreibt Bell.</p>

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<p>Ob man mit den Tiraden Morgans und seiner Mitstreiter ein grösseres Publikum erreicht, ist jedoch fraglich. Die Erfahrung von «GB News», einem ähnlich gelagerten TV-Projekt, ist instruktiv. Auch dieser Sender ist ein Versuch, Fernsehprogramme für ein rechtsgerichtetes Publikum zu machen; <a href="https://medienwoche.ch/tag/gb-news/">«GB News»</a> startete im Juni 2021 mit grossem Tamtam, nur um bald danach zur Lachnummer zu werden. Es gab unzählige technische Pannen, der Star-Moderator Andrew Neil schmiss nach wenigen Wochen das Handtuch, ein anderer Moderator wurde gefeuert, weil er während der Sendung aus Solidarität mit «Black Lives Matter» hingekniet war. Und die Zuschauerzahlen blieben denkbar bescheiden. Da half es auch nichts, dass Nigel Farage, ehemaliger Ukip-Chef und Koryphäe des Rechtspopulismus, seine eigene Show bekam.</p>
<blockquote><p>Die jüngste Sendung von Piers Morgan haben nur noch 58’000 Leute geschaut – das sind weniger als je zuvor.</p></blockquote>
<p>«Die Hoffnung, dass es ein desillusioniertes Fernsehpublikum gibt, das vom bestehenden Nachrichtenangebot nicht bedient wird, scheint sich nicht erfüllt zu haben», schrieb Tom Standen-Jewell von «Enders Analysis» vor einigen Wochen. Wenn Murdoch auf eine riesige Zahl von Zuschauerinnen und Zuschauern hoffe, die sich nach parteiischeren TV-Nachrichten sehnen, werde er womöglich enttäuscht werden.</p>
<p>Bereits zeichnet sich ab, dass Standen-Jewell damit Recht haben könnte. Nach dem unbestrittenen Erfolg der ersten Ausgabe von «Piers Morgan Uncensored» mit Donald Trump als Gast stürzten die Publikumszahlen rasant in den Keller. Die jüngste Sendung am vergangenen Montag haben nur noch 58’000 Leute geschaut – das sind weniger als je zuvor, und weniger als Nigel Farage auf «GB News» anlockte.</p>
<p>Als Antiklimax stellte sich übrigens auch das gross angekündigte Trump-Interview heraus. Das Endprodukt vermochte das Versprechen des aufwühlenden Trailers kaum zu halten und war weit zahmer als man erwartet hatte. Der suggerierte Eklat am Ende des Gesprächs fand auch nicht statt, es ging viel gesitteter zu und her: Trump bittet den Moderator, das Gespräch endlich zu beenden, dieser schüttelt ihm die Hand und sagt: «Das war ein tolles Interview», worauf Trump antwortet: «Ja, es war okay».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/12/talk-mit-trump-der-knalleffekt-war-schnell-verpufft/">Talk mit Trump: Der Knalleffekt verpuffte schnell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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