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	<title>Afghanistan | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Jun 2022 12:17:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Wie können Journalistinnen und Journalisten unter den Taliban noch arbeiten?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/02/wie-koennen-journalistinnen-und-journalisten-unter-den-taliban-noch-arbeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 12:17:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Sieg der Taliban gab es in Afghanistan eine diverse Medienlandschaft. Jetzt müssen Nachrichtensprecherinnen im Fernsehen ihr Gesicht verschleiern, im Radio läuft keine Musik mehr, und es gelten vage, willkürliche Regeln. Ein Gespräch mit dem Journalisten Emran Feroz.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/wie-koennen-journalistinnen-und-journalisten-unter-den-taliban-noch-arbeiten/">Wie können Journalistinnen und Journalisten unter den Taliban noch arbeiten?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Sieg der Taliban gab es in Afghanistan eine diverse Medienlandschaft. Jetzt müssen Nachrichtensprecherinnen im Fernsehen ihr Gesicht verschleiern, im Radio läuft keine Musik mehr, und es gelten vage, willkürliche Regeln. Ein Gespräch mit dem Journalisten Emran Feroz. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/wie-koennen-journalistinnen-und-journalisten-unter-den-taliban-noch-arbeiten/">Wie können Journalistinnen und Journalisten unter den Taliban noch arbeiten?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Berichterstattung aus Afghanistan: Lauter blinde Flecken</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/21/berichterstattung-aus-afghanistan-lauter-blinde-flecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 07:07:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstaunlich moderate Taliban? Westliche Medien freuen sich, wenn die Extremisten in Afghanistan ihre Arbeit nicht stören – und helfen auch so mit, das neue Regime zu normalisieren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/21/berichterstattung-aus-afghanistan-lauter-blinde-flecken/">Berichterstattung aus Afghanistan: Lauter blinde Flecken</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlich moderate Taliban? Westliche Medien freuen sich, wenn die Extremisten in Afghanistan ihre Arbeit nicht stören – und helfen auch so mit, das neue Regime zu normalisieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/21/berichterstattung-aus-afghanistan-lauter-blinde-flecken/">Berichterstattung aus Afghanistan: Lauter blinde Flecken</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Der Journalismus ist in Afghanistan schon gestorben»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/14/der-journalismus-ist-in-afghanistan-schon-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2021 22:37:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der in Wien lebende afghanische Journalist zeichnet ein tristes Bild der Lage – Kriegsreporter Tuschla: Hohe Korruption in Politik und auch bei Militär</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der in Wien lebende afghanische Journalist zeichnet ein tristes Bild der Lage – Kriegsreporter Tuschla: Hohe Korruption in Politik und auch bei Militär</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/14/der-journalismus-ist-in-afghanistan-schon-gestorben/">«Der Journalismus ist in Afghanistan schon gestorben»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Medienvielfalt, Hassrede, Fluchtgrund</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/04/medienvielfalt-hassrede-fluchtgrund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2021 06:20:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Es tut sich was im «Wanner-Land» Spriesst da ein Pflänzchen im Zentrum von Peter Wanners Medienmonopol? Letzten Montag haben rund 30 Personen den «Verein für Medienvielfalt in Baden» gegründet und sind nun daran, ein Online-Portal für die Grossregion Baden auf die Beine zu stellen. Dominik Achermann (Verleger «Grosseltern») hat das Projekt zusammen <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/04/medienvielfalt-hassrede-fluchtgrund/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-90805" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210904b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210904b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210904b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210904b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210904b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Es tut sich was im «Wanner-Land»</h3>
<p>Spriesst da ein Pflänzchen im Zentrum von Peter Wanners Medienmonopol? Letzten Montag haben rund 30 Personen den «Verein für Medienvielfalt in Baden» gegründet und sind nun daran, ein Online-Portal für die Grossregion Baden auf die Beine zu stellen.</p>
<p>Dominik Achermann (Verleger «Grosseltern») hat das Projekt zusammen mit Andriu Deflorin (Kommunikations- und Marketing-Manager) initiiert. «Es hat eine coole Dynamik angenommen», sagt Achermann. Mit dabei sind vor allem, aber nicht nur, Leute aus der Medienbranche, darunter der Badener Journalist Robin Schwarz. Er ist einer der Verantwortlichen für Redaktionskonzept und Community-Management: «Ich glaube nicht, dass man heute ein Medium planen kann, ohne an die Community zu denken», sagt Schwarz. Die neue Plattform soll «politisch relevant, nahe bei den Leuten» über lokale Themen berichten und «die soziale Kohäsion fördern». Kultur soll laut Schwarz ebenfalls im Fokus sein: «Baden hat ein relativ grosses Kulturangebot, das eine gute Berichterstattung verdient.» Am Redaktionskonzept werde in den nächsten Monaten gearbeitet, «aber es ist noch nichts spruchreif».</p>
<p>Natürlich schauen die Mitglieder des Vereins interessiert auf Projekte wie «Bajour», «zentralplus» oder «Tsüri.ch». Jetzt geht es um die Finanzierung; momentan verschicken die Verantwortlichen Stiftungsanfragen. «Wir wollen erst starten, wenn die ersten Jahre finanziert sind», so Achermann.</p>
<h3>The Bad – Doppelter Handlungsbedarf bei Hasskommentaren</h3>
<p>Rund die Hälfte der Schweizer Jugendlichen stösst mehrmals pro Woche auf Hate Speech im Internet. Rund einem Viertel der befragten 12- bis 19-Jährigen begegnen Hasskommentare ab und zu, bloss einem Viertel selten oder überhaupt nie. Dies zeigt die Studie <a href="https://www.swisscom.ch/de/about/nachhaltigkeit/james.html#focus" target="_blank" rel="noopener">«JAMESfocus. Hassrede im Internet»</a>.</p>
<p>Das Resultat war zu erwarten, unschön ist es trotzdem. Es besteht Handlungsbedarf – bessere Kontrollen und Meldemöglichkeiten, mehr Sensibilisierung und Schulung – aber nicht nur beim Schutz der Jugendlichen vor Hate Speech. Denn zwar findet eine grosse Mehrheit solche Kommentare laut Umfrage «feige»; es sei «Zeitverschwendung» sich damit zu befassen. Doch im Gegensatz zu den jungen Frauen, deren Zustimmung viel tiefer ist, haben 47 Prozent der jungen Männer «für manche Hasskommentare Verständnis». Etwas mehr als ein Drittel von ihnen findet derartige Posts «unterhaltsam» sowie «interessant». Wer so über Hasskommentare denkt, ist wahrscheinlich nicht weit davon entfernt, sie zu liken, weiterzuleiten – oder gar selbst welche zu schreiben.</p>
<h3>The Ugly – Afghanische Journalist*innen in die Schweiz holen</h3>
<p>Hunderte von Journalist*innen sehen keine andere Chance, als Afghanistan zu verlassen. Viele können nicht mehr arbeiten, weil ihre Medien geschlossen wurden, weil ihnen Taliban-Vertreter vorschreiben, was sie zu senden haben – oder weil sie Frauen sind. In Kabul ist in den gut zwei Wochen seit der Machtübernahme der Taliban die Zahl der Frauen, die für die acht grössten Medienunternehmen arbeiten, von mehr als 500 auf unter 80 gesunken. Journalistinnen wie Journalisten werden an ihrer Arbeit gehindert, bedroht, geschlagen. Und müssen fliehen.</p>
<p>Manche von ihnen haben es bereits ausser Landes geschafft. Aber niemand von ihnen konnte sich in der Schweiz in Sicherheit bringen. Diese hat, ausser der Rückführung ihrer Mitarbeitenden und deren Familien, nichts unternommen. <a href="https://www.persoenlich.com/medien/afghanische-journalisten-in-gefahr#:~:text=Die%20Schweizer%20Sektion%20von%20Reporter,f%C3%BCrchten%2C%20das%20Land%20verlassen%20d%C3%BCrften." target="_blank" rel="noopener">Reporter ohne Grenzen Schweiz</a> hat den Bundesrat aufgefordert, afghanische Medienschaffende aufzunehmen – bisher erfolglos.</p>
<p>Immerhin hat die Schweiz eine Erklärung der «United Nations Group of Friends for the Protection of Journalists» mitunterzeichnet, in der diese ihrer Beunruhigung Ausdruck verleiht und Angriffe auf Medienschaffende verurteilt. Sie werde, schreibt die UNO-Gruppe, «die Situation von Journalisten und Pressefreiheit in Afghanistan weiterhin eng beobachten». Kein gutes Vorzeichen für eine rasche Veränderung der Schweizer Aufnahmepolitik: Was passiert, wenn der Bundesrat ein grosses Problem «beobachtet», wissen wir seit der Corona-Pandemie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/04/medienvielfalt-hassrede-fluchtgrund/">Medienvielfalt, Hassrede, Fluchtgrund</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Afghanistan: Keine Zeugen, keine Hoffnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/27/afghanistan-keine-zeugen-keine-hoffnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 17:47:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus Afghanistan gilt es viel mehr Menschen zu retten, als in ein paar Flugzeuge passen. Wer berichtet, was passiert, wenn die Taliban endgültig die Macht haben?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/27/afghanistan-keine-zeugen-keine-hoffnung/">Afghanistan: Keine Zeugen, keine Hoffnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Afghanistan gilt es viel mehr Menschen zu retten, als in ein paar Flugzeuge passen. Wer berichtet, was passiert, wenn die Taliban endgültig die Macht haben?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/27/afghanistan-keine-zeugen-keine-hoffnung/">Afghanistan: Keine Zeugen, keine Hoffnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand berichtet.</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/26/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-niemand-berichtet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 12:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das deutsche Ausenministerium hat versagt, ebenso das Innen- und Verteidigungsministerium &#8211; Bundeskanzlerin Merkel sowieso. Aber auch die Medien haben versagt: In Afghanistan war 20 Jahre Krieg und niemand hat berichtet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/26/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-niemand-berichtet/">Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand berichtet.</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das deutsche Ausenministerium hat versagt, ebenso das Innen- und Verteidigungsministerium &#8211; Bundeskanzlerin Merkel sowieso. Aber auch die Medien haben versagt: In Afghanistan war 20 Jahre Krieg und niemand hat berichtet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/26/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-niemand-berichtet/">Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand berichtet.</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die Taliban Jagd auf Journalisten machen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/22/wie-die-taliban-jagd-auf-journalisten-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 14:54:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Journalisten aus der ganzen Welt berichten rund um die Uhr aus Afghanistan und riskieren dafür ihr Leben. Denn die Taliban wollen die Medienvertreter offenbar gezielt zum Schweigen bringen – auch auf Kosten ihrer Familien.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/wie-die-taliban-jagd-auf-journalisten-machen/">Wie die Taliban Jagd auf Journalisten machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Journalisten aus der ganzen Welt berichten rund um die Uhr aus Afghanistan und riskieren dafür ihr Leben. Denn die Taliban wollen die Medienvertreter offenbar gezielt zum Schweigen bringen – auch auf Kosten ihrer Familien.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/wie-die-taliban-jagd-auf-journalisten-machen/">Wie die Taliban Jagd auf Journalisten machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Taliban und Social Media: Auf den Kanälen ihrer Feinde</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/22/taliban-und-social-media-auf-den-kanaelen-ihrer-feinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 14:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg zur Macht bedienen sich die Taliban Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook. Das hat Kalkül – und bringt die Betreiber in eine schwierige Situation.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/taliban-und-social-media-auf-den-kanaelen-ihrer-feinde/">Taliban und Social Media: Auf den Kanälen ihrer Feinde</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Weg zur Macht bedienen sich die Taliban Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook. Das hat Kalkül – und bringt die Betreiber in eine schwierige Situation.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/taliban-und-social-media-auf-den-kanaelen-ihrer-feinde/">Taliban und Social Media: Auf den Kanälen ihrer Feinde</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Berichten ohne vor Ort zu sein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/22/berichten-ohne-vor-ort-zu-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 14:48:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reportagen aus Afghanistan sind kaum noch möglich – und dennoch bekommen wir täglich neue Fotos und Videos aus dem Land. Wer macht diese Bilder und wie sind sie zu bewerten? ARD-Korrespondentin Sibylle Licht erklärt im Dlf, wie sie aus Neu Delhi über Afghanistan berichtet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/berichten-ohne-vor-ort-zu-sein/">Berichten ohne vor Ort zu sein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reportagen aus Afghanistan sind kaum noch möglich – und dennoch bekommen wir täglich neue Fotos und Videos aus dem Land. Wer macht diese Bilder und wie sind sie zu bewerten? ARD-Korrespondentin Sibylle Licht erklärt im Dlf, wie sie aus Neu Delhi über Afghanistan berichtet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/22/berichten-ohne-vor-ort-zu-sein/">Berichten ohne vor Ort zu sein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Alle meine heiklen Artikel werden im Ausland publiziert»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/13/alle-meine-heiklen-artikel-werden-im-ausland-publiziert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 16:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der afghanische Investigativjournalist Hassan Hakimy (33) befindet sich momentan auf Europareise. Bei seinem Zwischenstopp in der Schweiz sprach die MEDIENWOCHE mit ihm über Medienfreiheit in Afghanistan, Drohungen gegen ihn und zu den Flüchtlingen aus seinem Heimatland in Europa. Vier Mal pro Stunde fährt ein Postauto vorbei; nur selten will hier jemand aus- oder einsteigen. Im <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/13/alle-meine-heiklen-artikel-werden-im-ausland-publiziert/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/13/alle-meine-heiklen-artikel-werden-im-ausland-publiziert/">«Alle meine heiklen Artikel werden im Ausland publiziert»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der afghanische Investigativjournalist Hassan Hakimy (33) befindet sich momentan auf Europareise. Bei seinem Zwischenstopp in der Schweiz sprach die MEDIENWOCHE mit ihm über Medienfreiheit in Afghanistan, Drohungen gegen ihn und zu den Flüchtlingen aus seinem Heimatland in Europa.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-67053" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/03/MW-Interview-Hassan-Hakimy_20190313-DSC_0008-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Vier Mal pro Stunde fährt ein Postauto vorbei; nur selten will hier jemand aus- oder einsteigen. Im Luzerner Weiler, wo sich Hassan Hakimy auf seiner Europareise für ein paar Tage bei einem ehemaligen Arbeitskollegen erholt, ist es still.</p>
<p>Das Landleben kennt Hassan Hakimy. Aber dort, wo Hakimy sonst arbeitet, gibt es keinen öffentlichen Verkehr. Der afghanische Investigativjournalist und Menschenrechtsaktivist wirkt schon sein ganzes Berufsleben lang in Ghor. Die afghanische Provinz ist fast so gross wie die Schweiz, wird aber von nur gut 700&#8217;000 Menschen bewohnt.</p>
<p>Innerhalb von Afghanistan gilt Ghor als strukturschwach. Hakimy arbeitet seit 14 Jahren als Journalist für lokale, nationale und internationale Medien. Er recherchiert und schreibt zu Themen wie Korruption, Vergewaltigung und Zwangsverheiratung von Kindern. Durch Europa reist Hakimy auch, weil er über die Situation und Erfahrungen seiner geflüchteten Landsleute berichten will.</p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Herr Hakimy, entschuldigen Sie die Frage, aber sie drängt sich auf nach der Lektüre Ihrer Recherchen, die auf Englisch erschienen sind: Warum sind Sie noch am Leben?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Es gab viele Versuche, mich einzuschüchtern: von Drohungen bis Bomben. Gruppen haben mich auf der Strasse abgepasst – manche kamen als Überbringer von Morddrohungen, manche Männer sprachen sie selbst aus. Taliban, Daesh, auch gewisse Offizielle schickten Leute. Drei Mal war ich für kurze Zeit im Gefängnis.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den Job zu wechseln?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Nie! Ich mag meine Arbeit. Und sie ist wichtig. Ich mag es, zu recherchieren, bei jeder einzelnen Geschichte. Und die Leute mögen es. Ich zehre von der Energie, etwas zu tun, das meinem Land und seiner Bevölkerung hilft. Die Bevölkerung verdient jemanden, der recherchiert, warum etwas ist, wie es ist: Was ist passiert? Wie ist es passiert? Was genau führte zur aktuellen Situation? Weshalb gehen die Kinder in manchen ländlichen Regionen von Ghor beispielsweise nicht zur Schule?</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie sprechen eine Ihrer mehrmonatigen Recherchen an. Welche Ihrer Veröffentlichungen hat am meisten ausgelöst?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>In Afghanistan haben wir <a href="https://iwpr.net/global-voices/afghanistan-outrage-marriage-six-year-old-girl" rel="noopener" target="_blank">viele Probleme</a>, aber wenn ein Thema sauber dokumentiert ist, löst man immer etwas aus. Nach der Recherche über die <a href="https://iwpr.net/global-voices/afghanistan-ghost-teachers-ghor" rel="noopener" target="_blank">Geisterschulen in Ghor</a> sind Politiker und Beamte zurückgetreten. Viele echte Schulen nahmen den Betrieb auf und Kinder, die davor nicht oder bloss wenige Tage pro Monat zur Schule gegangen sind, besuchen sie heute regelmässig. Auch meine Aufarbeitung einer Vergewaltigung hat zur Inhaftierung und Verurteilung der Täter geführt.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie recherchieren zu sehr heiklen Themen und trotzdem bringen Sie Leute dazu, sich mit Namen in Ihren Artikeln zitieren zu lassen. Wie erlangen Sie das Vertrauen dieser Leute?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Es ist die Sache des Journalisten, so mit Leuten zu sprechen, dass sie ihm vertrauen. Aber ich muss ehrlich sein: Sobald ich meinen Namen sage, wissen die Leute in Ghor bereits, wer ich bin.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>In einem Porträt über Sie habe ich gelesen, dass selbst der Provinzgouverneur seinen Angestellten im Witz gedroht hat: «Arbeitet sauber, sonst erzähle ich&#8217;s dem Hakimy!»</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Genau, alle kennen mich. Meist wissen sie nicht genau, für wen ich arbeite oder welche Werte ich vertrete, aber sie wissen, dass sie mir vertrauen können, dass mein Antrieb aufrichtig ist – und dass ich das, was sie umtreibt, öffentlich machen werde.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie haben bereits geschildert, wie Sie mit Drohungen und Mordversuchen leben lernen mussten. Haben Ihre Gesprächspartner keine Angst, mit Ihnen zu sprechen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Viele wollen nicht on-the-record sprechen, manche aber schon. Ein Teil derjenigen, die sich namentlich zitieren lassen, setzt sich so schon einem Risiko aus. Es kommt aufs Thema an: Verfehlungen von Regierungspersonen und Korruption sind am heikelsten. Da ist es wirklich gefährlich. Wenn mich ein in der Kritik stehender Politiker fragt, woher ich Dokumente oder Informationen habe, sage ich immer so naiv wie möglich: «Ich habe sie einfach gefunden.» Nur gegenüber dem Gericht in Kabul muss ich Auskunft geben. Gewisse Fragen stellt mir der Richter dann aber bewusst nicht. Weil er weiss, dass er mich oder andere in Gefahr bringen könnte.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie arbeiten bis heute sowohl für afghanische Medien als auch für das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Institute_for_War_and_Peace_Reporting" rel="noopener" target="_blank">Institute for War and Peace Reporting IWPR</a>. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Angefangen habe ich bei einem Lokalradio in Ghor, bis 2011 war ich dann Redaktor bei der Nachrichtenagentur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pajhwok_Afghan_News" rel="noopener" target="_blank">Pajhwok Afghan News</a>. Das IWPR, das Pajhwok ursprünglich gegründet hat, lud mich zu einem Recherchetraining ein – und beim IWPR habe ich alles gelernt, was ich heute anwende.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie recherchieren bis zu sechs Monate an einer einzelnen Geschichte. Wie entscheiden Sie, in welches Thema Sie sich für eine solche Dauer reinknien?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Das passiert Schritt für Schritt. Ich stelle mir regelmässig die Frage: Was ist jetzt wichtig? Wenn ich dann wirklich von einem Thema gefangen bin, arbeite ich fast rund um die Uhr und vergesse zu essen. Einmal kam ich drei Wochen lang nicht zum Duschen und Kleiderwechseln, gegessen habe ich in der Zeit höchstens einmal pro Tag.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wie geht es Ihnen denn hinterher, wenn eine Recherche abgeschlossen ist?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Oh – dann fühle ich mich gut. Ich fahre in mein Dorf nach Ghor, wo meine Familie lebt. Mein Haus dort hat einen grossen Garten, wo ich die Tage damit zubringe, mit meinen Kindern zu spielen und das Leben zu geniessen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Nach allem, was Sie bisher erzählten, hätte ich nicht gedacht, dass Sie Kinder haben.</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Doch, doch. Damit ihnen nichts zustösst, bin ich nach Kabul gezogen – alleine. Sie leben mit ihrer Mutter in meinem Dorf.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie sind ja nicht bloss Journalist, sondern auch Menschenrechtsaktivist mit Fokus auf Frauen- und Kinderrechte. Gibt es Kreise, die kritisieren, dass Sie als Journalist und Menschenrechtsaktivist gleichzeitig wirken?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Manche Geistliche betreiben in der Moschee Propaganda gegen mich. Ihnen sind Menschenrechte nicht bloss zuwider, weil Frauen- und Kinderrechte Teil davon sind, sondern auch, weil eine Durchsetzung der Menschenrechte tatsächliche Demokratie bedeuten und bedingen würde. Deshalb reden sie in ihren Moscheen gegen mich an. Einer schreibt auch auf Facebook Verleumdungen: Ich sei Alkoholiker und so weiter. Kürzlich postete er über meine jetzige Europa-Reise: Ich sei nach Europa gereist, auf einen ungläubigen Kontinent – ob das denn keinen schlechten Einfluss auf mich habe? Ich bin in den Niederlanden in eine Moschee und hab mich dort gefilmt: «Hier gibt&#8217;s auch Moscheen, keine Sorge.» Diesen Leuten muss ich beweisen, dass ich tatsächlich Muslim bin.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation in Afghanistan?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>17 Journalisten haben die Taliban vergangenes Jahr umgebracht. Die Korruption bleibt ein grosses Problem; Drogen ebenso. Es gibt ernsthafte Spannungen zwischen den politischen Lagern. Was soll ich sagen? Nicht sehr gut – das ist meine Einschätzung.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Weshalb bleiben Sie dann nicht einfach in Europa?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Wenn ich in Afghanistan bin, habe ich konstant Angst: Vielleicht sterbe ich jetzt; vielleicht bringt mich in einer Stunde jemand um. Aber diese Angst schwindet, wenn ich daran denke, dass mich die Bevölkerung braucht. Es ist wichtig, gebraucht zu werden. Darum will ich zurück. Darum kam es mir noch nie in den Sinn, in Europa zu bleiben.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie nahmen an einer Konferenz in Den Haag teil und reisen seither durch verschiedene Länder. Was ist Ihr Eindruck von Europa?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Wissen Sie, ich war schon einmal mehr als einen Monat in den USA, war in Japan, in Indien. Von Europa kannte ich bisher bloss die Stadt London, aber trotzdem war mir die europäische Realität nicht komplett neu. Was mich aber schon beeindruckt, besonders in den Niederlanden, wo ich am meisten Einblick bekommen habe: Journalistinnen und Journalisten können hier unabhängig arbeiten. Es gibt keine Mächtigen, die den Daumen heben oder senken. In Afghanistan gehört es schon fast zur Tradition, dass Mächtige sagen, welche Passagen gelöscht werden sollen. Oder dass sie verhindern, dass Artikel überhaupt erst erscheinen. In den Niederlanden gibt es keine Regierung und keine Taliban, die den Zeitungen ihre Berichte und Positionen diktieren.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wenn die Regierung interveniert, werden in der afghanischen Berichterstattung Dinge geändert?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Oft. Eigentlich immer, wenn jemand über Korruption berichtet. Auch mich wollten sie nach einer langen Korruptionsrecherche an der Publikation hindern.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Und haben Sie Ihre Recherche deren Willen angepasst?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Ich habe nichts geändert – nie! Sonst hätte ich ein ruhigeres Leben.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Aber auch wenn Sie selbst keine Angst von den Mächtigen haben: Ihre Chefs ja vielleicht schon. Also wieso finden Sie überhaupt noch jemanden, der Ihre Berichte veröffentlicht?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Das IWPR-Büro ist zum Glück in London. Die fürchten nichts, die sind nicht in Afghanistan. Nur ich bin in Afghanistan. Alle meine heiklen Artikel werden im Ausland publiziert.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie sind nicht bloss wegen der Konferenz, sondern auch deshalb in Europa, weil Sie sich für die Situation von Asylsuchenden und aus Afghanistan Geflüchteten interessieren.</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Genau. Ich konnte bisher mit Geflüchteten in den Niederlanden, Dänemark, Deutschland und der Schweiz sprechen. Hier in der Schweiz traf ich am Ufer des Vierwaldstättersees in Luzern viele aus Afghanistan Geflüchtete. Jetzt kenne ich ihre Situation.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Und wie schätzen Sie ihre Situation ein?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Die ersten, mit denen ich gesprochen habe, sagten, sie seien schon fast vier Jahre in Europa und warteten noch immer auf den Abschluss ihres Asylverfahrens. Das schmerzt mich, ebenso wie die Einsamkeit, die sie mir beschreiben. Wenn ich zurück in Afghanistan bin, werde ich darüber berichten.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Was werden Sie schreiben?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Ich werde die mir geschilderten Berichte über die Gefahren unterwegs – auf der Balkanroute, bei der Überfahrt des Mittelmeers, in der Türkei – verarbeiten. Ihre Erinnerungen an diejenigen, die auf der Flucht gestorben sind. Ausserdem habe ich auch viele kennengelernt, deren Asylgesuch abgelehnt wurde. Das ist eine ganz andere Thematik, über die ich ebenfalls schreiben werde.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ist die afghanische Öffentlichkeit über diese Themen informiert?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Kaum. Viele in Afghanistan haben zwar eine sehr allgemeine Vorstellung von der Situation auf der Flucht und in Europa. Bis jetzt waren aber noch keine afghanischen Reporter mit dem Auftrag zu berichten nach Europa geschickt worden. Ein Fernsehbericht bei einem landesweiten Sender würde dem afghanischen Volk die Hölle dieser Fluchtroute zeigen. Ich werde versuchen, die grossen Sender vom Thema zu überzeugen. Die Afghanen müssen erfahren, was hier passiert.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Sie reisen bald weiter in die Türkei, wo die Situation der Geflüchteten noch dramatischer ist. Berichten Sie darüber in Afghanistan, weil Sie denken, dass weniger Afghaninnen und Afghanen nach Europa flüchten sollten?</p>
</div><div class="answer"><h4>Hassan Hakimy:</h4> <p>Die afghanische Bevölkerung braucht einfach Informationen darüber, wie schwierig die Situation in Europa ist. Aber ich berichte auch, weil ich die afghanische Regierung in der Verantwortung sehe, sich für ihre in Not geratenen Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Wissen Sie, der Präsident und viele Minister wissen, wer ich bin; manchmal treffe ich mich mit Botschafts- und UNO-Vertreterinnen und -vertretern. Mein Eindrücke und Recherchen aus Europa werde ich nicht nur journalistisch verarbeiten. Ich werde auch einen Bericht zuhanden internationaler Menschenrechtsorganisationen verfassen.</p>
</div></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/13/alle-meine-heiklen-artikel-werden-im-ausland-publiziert/">«Alle meine heiklen Artikel werden im Ausland publiziert»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Ich arbeite fürs Fernsehen, bin stets bedroht und habe Angst»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/04/16/ich-arbeite-fuers-fernsehen-bin-stets-bedroht-und-habe-angst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 10:27:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 23-jährige Nargis Mosavi, eine Journalistin aus Afghanistan, kämpft für die Rechte der Frau und produziert eine Wirtschaftssendung in Kabul. Am Wochenende sprach sie in Bellinzona über ihre Arbeit.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/16/ich-arbeite-fuers-fernsehen-bin-stets-bedroht-und-habe-angst/">«Ich arbeite fürs Fernsehen, bin stets bedroht und habe Angst»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
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		<title>Afghanistan: Mutige Journalisten in einem Kriegsland</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/04/24/mutige-journalisten-in-einem-kriegsland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das wichtigste Nachrichtenfernsehen von Afghanistan, Tolo News, ist auch im Visier der Taliban. Trotz einem blutigen Anschlag lassen sich die Journalisten des Senders nicht einschüchtern.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/24/mutige-journalisten-in-einem-kriegsland/">Afghanistan: Mutige Journalisten in einem Kriegsland</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
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		<title>«Ich besitze keine kugelsichere Weste»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/24/ich-besitze-keine-kugelsichere-weste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2014 09:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistin]]></category>
		<category><![CDATA[Reporterin]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[jetzt.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ronja von Wurmb-Seibel ist 28 Jahre alt und die einzige deutsche Journalistin im afghanischen Kabul. Wie sie dort landete, warum sie bleibt, obwohl alle anderen das Land verlassen und warum der Islam die neuste Version des iPhones ist, erzählt sie im Interview.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/24/ich-besitze-keine-kugelsichere-weste/">«Ich besitze keine kugelsichere Weste»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ronja von Wurmb-Seibel ist 28 Jahre alt und die einzige deutsche Journalistin im afghanischen Kabul. Wie sie dort landete, warum sie bleibt, obwohl alle anderen das Land verlassen und warum der Islam die neuste Version des iPhones ist, erzählt sie im Interview.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/24/ich-besitze-keine-kugelsichere-weste/">«Ich besitze keine kugelsichere Weste»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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