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	<title>Alex Baur | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 May 2019 21:36:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Alex Baur: «Im Moment des Angriffs reagierte ich instinktiv»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/05/05/alex-baur-im-moment-des-angriffs-reagierte-ich-instinktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 21:32:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Baur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Journalist Alex Baur ist an der 1.-Mai-Feier in Zürich Opfer eines politisch motivierten Prügelangriffs geworden. Im persoenlich.com-Interview spricht der 57-Jährige ausführlich über die Attacke. Ein Gespräch über kritische Momente, seine Wut und grosse Solidarität.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Journalist Alex Baur ist an der 1.-Mai-Feier in Zürich Opfer eines politisch motivierten Prügelangriffs geworden. Im persoenlich.com-Interview spricht der 57-Jährige ausführlich über die Attacke. Ein Gespräch über kritische Momente, seine Wut und grosse Solidarität.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/05/alex-baur-im-moment-des-angriffs-reagierte-ich-instinktiv/">Alex Baur: «Im Moment des Angriffs reagierte ich instinktiv»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Vermummte greifen «Weltwoche»-Journalisten an</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/05/02/vermummte-greifen-weltwoche-journalisten-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2019 17:17:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Baur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1.-Mai-Fest in Züricb kam es zu einem tätlichen Angriff gegen den «Weltwoche»-Journalisten Alex Baur und seine Familie.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/02/vermummte-greifen-weltwoche-journalisten-an/">Vermummte greifen «Weltwoche»-Journalisten an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1.-Mai-Fest in Züricb kam es zu einem tätlichen Angriff gegen den «Weltwoche»-Journalisten Alex Baur und seine Familie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/02/vermummte-greifen-weltwoche-journalisten-an/">Vermummte greifen «Weltwoche»-Journalisten an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Böse Weltwoche</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/05/08/boese-weltwoche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Baur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2014 09:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Baur]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblowing]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schelte von Ronnie Grob an die Adresse der Weltwoche wegen ihrer angeblich zu kritischen Haltung gegenüber Edward Snowden ist haltlos, und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens gibt es keine Weltwoche-Doktrin – und zweitens berichtete das Blatt kontradiktorisch und insgesamt sogar eher wohlwollend über den gesprächigen Ex-Geheimdienstler. Schon der erste Satz ist so falsch, dass <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/08/boese-weltwoche/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/08/boese-weltwoche/">Böse Weltwoche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schelte von Ronnie Grob an die Adresse der Weltwoche wegen ihrer angeblich zu kritischen Haltung gegenüber Edward Snowden ist haltlos, und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens gibt es keine Weltwoche-Doktrin – und zweitens berichtete das Blatt kontradiktorisch und insgesamt sogar eher wohlwollend über den gesprächigen Ex-Geheimdienstler.<br />
<span id="more-19562"></span><br />
Schon der erste Satz ist so falsch, dass es schon fast weh tut. «Die Weltwoche findet kaum ein positives Wort für Whistleblower Edward Snowden, dessen Leaks die flächendeckende Überwachung unbescholtener Bürger ans Licht gebracht haben», <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/07/guter-whistleblower-boeser-whistleblower/">schreibt Ronnie Grob in der MEDIENWOCHE</a>. Anlass zu diesem Befund gibt ein Artikel des Briten Edward Lucas, der in der Weltwoche vom 27. Februar unter dem Titel «Der falsche Prophet» die Relevanz von Snowdens Enthüllungen in Frage stellt und diesen sogar als «Schurken» tituliert, der mehr Schaden als Nutzen angerichtet habe.</p>
<p>Nun ist Edward Lucas ein Gastautor &#8211; ihn mit der Weltwoche gleichzusetzen ist so absurd, als würde man den Tages-Anzeiger mit Christoph Blocher gleichsetzen, nur weil der Tagi auch schon Essays des SVP-Strategen abgedruckt hat. Lucas ist im Übrigen auch nicht irgendein Spinner, sondern immerhin ein langjähriger Journalist des international renommierten Economist. Den unmittelbaren Anlass zum Artikel gab ein Buch («The Snowden Operation», Kindle Edition, 2014), das Lucas soeben  publiziert hatte und in dem er sich tatsächlich sehr kritisch mit Snowden auseinandersetzt. Die Kritik kann man teilen oder nicht – dass der Autor aus dem hohlen Bauch heraus über ein Thema quatsche, von dem er keine Ahnung habe, ist vor diesem Hintergrund (den Grob natürlich verschweigt) eine doch eher abenteuerliche Unterstellung, die erst belegt werden müsste.</p>
<p>Ein Blick in die Schweizer Mediendatenbank (SMD) zeigt, dass der Name «Edward Snowden» in insgesamt 44 Artikeln auftaucht, welche die Weltwoche in den letzten zehn Monaten publizierte. Ich habe mir die Mühe genommen, diese Artikel zu sichten und dabei festgestellt: In 42 Fällen wurde Snowden neutral bis wohlwollend umschrieben. Lediglich <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2013-27/editorial-big-data-die-weltwoche-ausgabe-272013.html">in einem Editorial</a> (Juli 2013) wirft Roger Köppel in einem Absatz beiläufig die Frage auf, ob Snowden zu Recht als Held gefeiert werde. Und dann eben der bereits erwähnte Essay von Edward Lucas – auf den zwei Wochen später notabene <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-10/leserbriefe-leserbriefe-die-weltwoche-ausgabe-102014.html">zwei engagierte Repliken in Form von Leserbriefen</a> folgten.</p>
<p>Ich habe mich auch schon mit dem Thema Whistleblowing befasst, ich habe sogar ein <a href="http://www.elsterverlag.ch/html/index.php?id=40&#038;tx_ttproducts_pi1[backPID]=30&#038;tx_ttproducts_pi1[product]=73&#038;cHash=40e28384194c9bc55d717890bd8e8c37">Buch</a> darüber geschrieben (Störfall im Sozialamt – die Geschichte von Margrit Zopfi und Esther Wyler, Elster Verlag, 2011), und unter anderem auch den Weltwoche-Artikel mit dem Titel «Ehrenhafte Verräter», von dem die Medienwoche leider nur Titel und Vorspann zeigt (<a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2012-02/ehrenhafte-verraeter-die-weltwoche-ausgabe-022012.html">auf Weltwoche.ch jetzt in voller Länge</a>). Das ist schade, denn just in jenem Artikel lege ich anhand einer ganzen Reihe von Beispielen dar, dass Whistleblower fast immer ambivalente und umstrittene Figuren sind, Kantengänger zwischen Legalität und Selbstlegitimation, dass ihre Motive oft nicht durchsichtig sind und dass es in der Regel mehr eine politische denn eine rechtliche Frage ist, ob man ihr Tun billigt oder nicht.</p>
<p>Eine ganz ähnliche These vertrat Esther Wyler im Artikel «Guter Bradley, böser Bradley» (<a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2012-42/guter-bradley-boeser-bradley-die-weltwoche-ausgabe-422012.html">jetzt in voller Länge auf Weltwoche.ch</a>), von dem die Medienwoche leider ebenfalls nur den Titel zeigt. Wyler, eine stramme Linke übrigens, die als ehemalige Controllerin des Zürcher Sozialamtes via Weltwoche die Misswirtschaft unter der damaligen Vorsteherin Monika Stocker publik machte, weiss, wovon sie schreibt. Sie verlor wegen ihrem uneigennützigen Engagement den Job und war für längere Zeit arbeitslos. In ihrem Artikel geht Wyler sehr hart mit der US-Administration ins Gericht, die den Whistleblower Bradley Manning brutal verfolgte und bestrafte, weil er Kriegsverbrechen der Amerikaner im Irak publik gemacht hatte. Mit Snowden befasste sich Wyler nicht, sein Fall war damals noch nicht publik. Gerade der Vergleich mit Manning, um den sich in Europa kaum einer scherte, zeigt aber, dass Snowden als Whistleblower eine doch eher zwiespältige Rolle spielt.</p>
<p>Mit dem Fall Snowden habe ich mich nur ganz am Rande befasst, ich masse mir daher kein abschliessendes Urteil an. Seine Motive sind für mich aber alles andere als klar. Wie bei allen Schlapphüten – und Snowden ist zweifellos einer von ihnen – weiss man nie, in wessen Interesse er welche Informationen verbreitet. Vor allem aber überrascht es mich auch nicht, dass die NSA weltweit den Nachrichtenfluss überwacht. Ja – hat irgendjemand etwas anderes erwartet? Was ist denn die Aufgabe der Nachrichtendienste, wenn nicht der grosse Lauschangriff? Man kann das kritisieren, doch die NSA macht lediglich das, was jeder Nachrichtendienst auf der Welt tut. Die Frage ist doch nicht, was alles angezapft wird – grundsätzlich wohl so viel wie nur möglich -, sondern wer Zugang zu diesen Informationen hat. Entscheidend ist einzig und allein die Frage, was mit diesen Informationen gemacht wird. Und da habe ich – bei aller Kritik an der US-Justiz – doch mehr Vertrauen in die Amerikaner als etwa in Russland, in China und – soit dit en passant – in Frankreich, wo der Staat einen sehr grossen Einfluss auf die Industrie ausübt.</p>
<p>Wenn Snowden unisono als makelloser Held gefeiert wird – und das ist in unseren Medien weitgehend der Fall –, dann macht mich das allerdings misstrauisch. Es ist ja nicht so – auch dies ein Klischeevorwurf an die Adresse der Weltwoche, der durch die ewige Wiederholung nicht wahrer wird -, dass wir prinzipiell gegen jeden Mainstream anschreiben. Nicht jeder Konsens ist falsch, einfach reflexartig das Gegenteil zu schreiben wäre nicht minder langweilig als die immergleichen Vorurteile über die Weltwoche. Doch wenn bei einer derart undurchsichtigen Geschichte wie jener des Geheimdienstlers Snowden alle gleicher Meinung sind, kann etwas nicht stimmen.</p>
<p>Lucas vertritt im Wesentlichen die These, dass die Enthüllungen von Snowden nichts wirklich Neues an den Tag gebracht hätten, vor allem keine «schwerwiegenden Rechtsverletzungen» durch den US-amerikanischen Staat. Das wäre aber eine Voraussetzung für Whistleblowing (Relevanz, fehlende legale Alternative, überwiegendes öffentliches Interesse), zumal hier die öffentliche Sicherheit auf dem Spiel stehe. Das Geschäft der Nachrichtendienste sei widerwärtig, dass sie Daten sammeln und überwachen, das wisse aber jeder, und das sei auch nicht ungesetzlich, sondern eine von Regierungen, Parlamenten und Gerichten sanktionierte Praxis. So zu tun, als wäre dies neu und überraschend, sei heuchlerisch. Was CIA und NSA betreiben, das betreibe jeder andere Geheimdienst der Welt auch. Snowdens Handeln nütze nur den Gegnern und Konkurrenten der USA, und so sei er – willentlich oder nicht – zum Spielball fremder Interessen geworden. Ein «nützlicher Idiot» bestenfalls.</p>
<p>Wie zu jeder These gibt es auch zu dieser eine Antithese. Vielleicht ist es gut, dass wir auch mal über die Überwachungsmethoden der Amerikaner reden. Doch sind die Ausführungen von Lucas derart abstrus, dass man sie nicht veröffentlichen darf? Sicher nicht. Ich wundere mich vielmehr, dass vor ihm keiner auf die Idee gekommen ist, die Dinge mal aus einer kritischen Perspektive anzuschauen. Ich bin deshalb froh, dass es eine Weltwoche gibt, die immer wieder Blickwinkel und Ideen aufnimmt und zur Debatte stellt, die andere nicht einmal zu denken wagen. Eine Weltwoche-Meinung gibt es ohnehin nicht, es gibt in diesem Blatt – und deshalb schreibe und arbeite ich auch so gerne für die Weltwoche &#8211; nur Autorenmeinungen, die sich (im Sinne der Dialektik) oft widersprechen. Keine Zeitung hat so viel für die Meinungsfreiheit in diesem Land getan wie die Weltwoche – und zwar nicht bloss dort, wo es kitzelt, sondern auch mal dort, wo es zu recht schmerzt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/08/boese-weltwoche/">Böse Weltwoche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Zwei Hüte, ein Problem</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/09/30/zwei-huete-ein-problem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2013 10:56:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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		<category><![CDATA[Roger Köppel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weltwoche-Mitarbeiter Peter Keller steht wegen seiner Doppelrolle als Journalist und Politiker in der Kritik: Kollege Alex Baur wirft dem SVP-Nationalrat populistisches Agieren im Parlament vor und stellt seine journalistische Redlichkeit infrage. Weltwoche-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel sieht kein Problem in politisch aktiven Mitarbeitern, fordert aber maximale Transparenz – wozu auch Baurs öffentliche Kollegenschelte zählt. Es <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/30/zwei-huete-ein-problem/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/30/zwei-huete-ein-problem/">Zwei Hüte, ein Problem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weltwoche-Mitarbeiter Peter Keller steht wegen seiner Doppelrolle als Journalist und Politiker  in der Kritik: Kollege Alex Baur wirft dem SVP-Nationalrat populistisches Agieren im Parlament vor und stellt seine journalistische Redlichkeit infrage. Weltwoche-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel sieht kein Problem in politisch aktiven Mitarbeitern, fordert aber maximale Transparenz – wozu auch Baurs öffentliche Kollegenschelte zählt.<br />
<span id="more-16144"></span><br />
Es sind überraschend offene und deutliche Worte, mit denen Weltwoche-Redaktor Alex Baur seinen Kollegen <a href="http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/biografie.aspx?biografie_id=4098" target="_blank">Peter Keller</a> öffentlich ins Gebet nimmt. <a href="http://www.weltwoche.ch/weiche/hinweisgesperrt.html?hidID=549284" target="_blank">Unter dem Titel «So nicht»</a> setzt Baur in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche zu einer heftigen Kollegenschelte an. Sie gipfelt in einem wenig verblümten Opportunismusvorwurf. Baur gibt zudem seiner Enttäuschung darüber Ausdruck, dass Kollege Keller den Spagat zwischen Rat und Redaktion offenbar nicht aushalte und der Politik den Vorzug gebe.</p>
<p>Was war geschehen? Weltwoche-Mitarbeiter Keller sitzt seit 2011 für die SVP im Nationalrat. In der vergangenen Herbstsession half er massgeblich mit, eine Mehrheit zu organisieren für eine <a href="http://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/peter-keller-will-nidwaldner-mitsprache-beim-wellenberg" target="_blank">Standesinitiative</a>, die den Kantonen ein Vetorecht zugestehen will bei der Suche nach Endlagerstätten für radioaktive Abfälle. Nun fürchtet Redaktionskollege und Kernenergiebefürworter Alex Baur, dass damit eine Lösung für das Abfallproblem praktisch verunmöglicht würde. «Und ausgerechnet bei diesem zynischen Spiel wirkt nun Peter Keller mit, der als Befürworter der Kernenergie gilt», schreibt Baur, der in dem konkreten Verhalten nur ein Symptom sieht eines grösseren Problems. «Politik und Journalismus sind unversöhnliche Gegensätze. Gute Journalisten sind Störenfriede, die radikal alles hinterfragen und sich um den Applaus foutieren; erfolgreiche Politiker dagegen sind Opportunisten, stets auf der Suche nach Zustimmung und Mehrheiten.»</p>
<p>Der kritisierte Keller reagiert gelassen. Auf die konkreten Vorwürfe zur Standesinitiative und zu möglichem Konfliktpotenzial aufgrund seiner Doppelrolle mag er gar nicht erst eingehen. Entsprechende Fragen der MEDIENWOCHE lässt er unbeantwortet. Nur so viel: Was Baur geschrieben habe, sei «ein gut gemeinter Ratschlag eines Arbeitskollegen». Allerdings mit einem Haken. Baur gehe davon aus, dass er sich als Journalist in die Politik verirrt habe. Vielmehr sei es aber so, dass er zuerst Politiker gewesen sei und erst danach sporadisch für die Weltwoche zu schreiben begonnen habe. Damit sagt Keller auch, dass er im Zweifelsfall der Politik den Vorzug gibt. Das war auch schon so, als er sein Pensum bei der Weltwoche vor einem Jahr wegen der Belastung als Parlamentarier reduzierte und seither nur noch als redaktioneller Mitarbeiter für das Blatt schreibt.</p>
<p>Weltwoche-Verleger und -Chefredaktor Roger Köppel, der den Politiker Keller angestellt hat, stellt sich trotz der redaktionsinternen Kritik hinter das Doppelmandat. Er sei ein Verfechter des Milizsystems. Sprich: Amateur-Parlamentarier müssen einen Beruf ausüben. Dazu zählt auch der Journalismus. Diesem Credo folgend hat Köppel jüngst einen weiteren Mitarbeiter eingestellt, der politische Ämter bekleidet. Mit Christian Mundt arbeitet seit 1. September der Präsident der Jungfreisinnigen Stadt Schaffhausen sowie Kassier der Jungfreisinnigen Schweiz als Inlandredaktor für die Weltwoche. Mundt selbst sieht mit der <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2013-36/intern-die-weltwoche-ausgabe-362013.html" target="_blank">Offenlegung seiner Interessenbindung</a> vor dem Stellenantritt dem legitimen Bedürfnis nach Transparenz ausreichend Genüge getan.</p>
<p>Chefredaktor Köppel versteht, dass der Umgang mit politisch gebundenem Personal eine grössere Sensibilität erfordert: «Das zwingt alle Beteiligten zu grösstmöglicher Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz.» Etwa indem auch mal eine Kollegenschelte im eigenen Blatt veröffentlicht wird, wie sie in anderen Medien höchstens an der Redaktionskonferenz aufs Tapet käme.</p>
<p>Doch selbst die grösste Transparenz vermag gewisse Grundkonflikte nicht aus dem Weg zu schaffen. Das wusste auch der langjährige Weltwoche-Redaktor Urs Paul Engeler. Wenige Monate nach Kellers Wahl in den Nationalrat <a href="http://www.kleinreport.ch/news/urs-paul-engeler-selbstkritik-ist-nicht-meine-kernkompetenz-68704/" target="_blank">sagte er öffentlich</a>: Ein SVP-Nationalrat als Politikredaktor, gehe eigentlich nicht. Er sei gegen die Anstellung Kellers gewesen. «Stellen Sie sich vor, wenn Keller beispielsweise in einer Kommission arbeitet und ich einen kritischen Artikel über die Arbeit schreiben möchte, dann haben wir ein Problem.» Inzwischen sind beide als Redaktoren zurückgetreten und arbeiten nur noch als redaktionelle Mitarbeiter. Damit hat sich zumindest in diesem Punkt das Konfliktpotenzial verringert. Für alles andere gibt es die Zeitungsseiten der Weltwoche, wo sich die Differenzen öffentlich austragen lassen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/30/zwei-huete-ein-problem/">Zwei Hüte, ein Problem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Mein Schatz hat’s Grün so gern</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/29/mein-schatz-hats-gruen-so-gern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 10:38:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Baur]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei verschiedene Befragungen belegen klar, wem die deutschen Journalisten politisch nahe stehen: Den Grünen. Ob diese Haltung eine Auswirkung hat, ist nicht bewiesen. Es deutet aber Vieles darauf hin. Verschiedene Studien haben versucht, die Parteineigung deutscher Journalisten und Journalistenschüler zu eruieren. Zieht man die Ergebnisse von drei vorliegenden Befragungen* (siehe Grafik rechts und Anhang am <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/29/mein-schatz-hats-gruen-so-gern/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/29/mein-schatz-hats-gruen-so-gern/">Mein Schatz hat’s Grün so gern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei verschiedene Befragungen belegen klar, wem die deutschen Journalisten politisch nahe stehen: Den Grünen. Ob diese Haltung eine Auswirkung hat, ist nicht bewiesen. Es deutet aber Vieles darauf hin.<br />
<span id="more-10428"></span><br />
Verschiedene Studien haben versucht, die Parteineigung deutscher Journalisten und Journalistenschüler zu eruieren. Zieht man die Ergebnisse von drei vorliegenden Befragungen* <em>(siehe Grafik rechts und Anhang am Ende des Artikels)</em> zusammen, dann kommt Bündnis 90/Die Grünen auf eine Zustimmung von 33,8 Prozent, mehr als ein Drittel also. Die SPD kommt auf 20,8 Prozent. Zwischen den beiden liegt die Gruppe jener, die behaupten, ihnen sei keine Partei nahe: 27,9 Prozent. Ganz sicher nicht nahe ist den Journalisten allerdings die vom Volk 2009 gewählte Regierung: CDU/(CSU) und die FDP finden lediglich 7,6 beziehungsweise 6,9 Prozent Zustimmung. Eine rot-grüne Koalition unter deutschen Journalisten? Mit 54,6 Prozent Zustimmung: No problem. Eine schwarz-gelbe? Mit 14,5 Prozent Zustimmung: No way.</p>
<p>Hat die politische Haltung von Journalisten Einfluss auf ihre Texte und ihre Themenwahl? Das bleibt umstritten und kaum nachweisbar. Doch vergessen wir nicht: Journalismus ist nicht irgend ein Beruf. Journalisten sind generell Überzeugungstäter: sie nehmen schlechtes Ansehen, schlechte Bezahlung und unregelmässige, manchmal auch lange Arbeitszeiten in Kauf, weil sie mit ihrer Arbeit, ihren Recherchen etwas verändern wollen, und sei es auch nur das Schaffen von Transparenz in einem kleinen Bereich.</p>
<p>Kommen wir zu ein paar nach wie vor unkorrigiert online stehenden Schlagzeilen vom 19. und 20. September 2012, die so nicht haltbar sind:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/studie-genmais-futter-macht-ratten-schwer-krank/7155734.html">&#8222;Genmais-Futter macht Ratten schwer krank&#8220;</a> (handelsblatt.de)</li>
<li><a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iIyd3k5vj0KvMoTPFM-fIo2bLBzg?docId=TX-PAR-QFD83">&#8222;Studie: Mit Genmais gefütterte Ratten sterben früher an Krebs&#8220;</a> (AFP)</li>
<li><a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/09/19/Vermischtes/Genmais-laesst-Ratten-frueher-sterben">&#8222;Genmais lässt Ratten früher sterben&#8220;</a> (tagesschau.sf.tv)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/f5j38i/847702/Schaedlicher-Genmais.html">&#8222;Schädlicher Genmais&#8220;</a> (&#8222;Süddeutsche Zeitung&#8220;)</li>
</ul>
<p>Die hinter den Meldungen stehenden Studienergebnisse wurden von Anfang an bezweifelt, <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1871919/">so vom Deutschlandfunk</a> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1872160/">bereits am 20. September</a>. Mit gutem Grund, denn es wäre schon eine grössere Diskussion wert, wenn Genmais-Futter «schädlich» wäre und «schwer krank» machen würde. Die These «ist experimentell nicht ausreichend belegt», <a href="http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2012/29/studie_der_universitaet_caen_ist_kein_anlass_fuer_eine_neubewertung_von_glyphosat_und_gentechnisch_veraendertem_mais_nk_603-131728.html">urteilte</a> wenig später das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung. Und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA <a href="http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/121004.htm">sieht sich</a> «derzeit ausserstande, die Schlussfolgerungen der Autoren als wissenschaftlich fundiert zu betrachten». Den ganzen Fall schön aufgerollt hat Spiegel Online: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ratten-versuch-von-seralini-der-kalkulierte-genmais-schock-a-858029.html">«Der kalkulierte Genmais-Schock»</a>.</p>
<p>Oder nehmen wir den von deutschen und Schweizer Politikern kürzlich überraschend beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie. Obwohl es sonnenklar ist, dass ein solcher Ausstieg den Steuer- und Stromzahler sehr viel Geld kosten wird, geben sich Journalisten überrascht, dass jetzt, wo die Kosten den Konsumenten erreichen, Diskussionen darüber aufkommen. Deutschland sei <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1753284/Altmaier-Merkels-letztes-Ass">«erfasst von einer Strompreis-Hysterie»</a>, behauptete das ZDF kürzlich in der Sendung «Berlin direkt».</p>
<p>Jegliche Distanz verloren deutsche Journalisten bei der Berichterstattung über das mehr als 15&#8217;871 tote, 2778 vermisste und 6114 verletzte Menschen (Stand: 10. Oktober 2012) fordernde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Japan_am_11._M%C3%A4rz_2011">Erdbeben in Japan am 11. März 2011</a>. Es war noch kaum bekannt, welche Gebiete und wie viele Personen davon betroffen waren, als sie sich fast ausschliesslich auf Spekulationen über austretendes radioaktives Material verlegten. In vielen Stunden Live-Fernsehen wurden deutsche Zuschauer mit wenig Fakten und viel Hysterie geängstigt. Gegenüber den Tausenden Toten und den Hunderttausenden mit zerstörten Lebensgrundlagen, die das Erdbeben und die Überschwemmungen verursachten, steht die Reaktorkatastrophe: sie forderte 3 Todesopfer, einige Verletzte sowie eine unbekannte Anzahl von Strahlengeschädigten. Die Nuclear Energy Agency der OECD <a href="http://www.oecd-nea.org/press/press-kits/fukushima.html#3">hält</a> 2400 Radioaktivität ausgesetzte Mitarbeiter fest, davon deren 8 mit einer Belastung von über 250 Millisievert, siehe dazu auch <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/05/24/International/Weder-Strahlentote-noch-Krankheiten-nach-Fukushima">«Weder Strahlentote noch Krankheiten nach Fukushima»</a> (tagesschau.sf.tv).</p>
<p>Die Berichterstattung in Deutschland über den Reaktorvorfall war wesentlich intensiver als in der Schweiz, Frankreich oder England, das belegt auch eine <a href="http://www.kepplinger.de/content/die-reaktorkatastrophe-bei-fukushima-presse-und-fernsehen-deutschland-schweiz-frankreich-und">Studie</a> (<a href="http://www.kepplinger.de/files/Kepplinge&#038;Lemke(2012)_Fukushima_in_Presse_und_Fernsehen.pdf">PDF-Datei</a>) von Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke. Es wurden dazu 25 Zeitungen und Zeitschriften sowie 12 TV-Nachrichtensendungen untersucht. Die erste von drei daraus geschlossenen Folgerungen lautet:</p>
<blockquote><p>Deutsche Medien haben im Unterschied zu den englischen und französischen Medien die Reaktorkatastrophe in Japan durch die Intensität und den Inhalt ihrer Berichterstattung als typisch für die Gefahren der Kernenergie dargestellt. Fukushima wurde dadurch zum Menetekel, das Konsequenzen verlangt. Die schweizerischen Medien haben ähnlich berichtet.</p></blockquote>
<p>Zum kostspieligen Projekt Atomausstieg, der diesen Namen erst dann verdienen wird, wenn Atomstrom weder hergestellt noch importiert wird, hatten die Stromzahler Deutschlands bisher nichts zu sagen. Derzeit kann man nicht mal von zwei Meinungen sprechen, wird doch Atomenergie in Deutschland so verteufelt, dass es schwierig ist, überhaupt einen Befürworter zu finden, oder zumindest jemanden, der diese Haltung offensiv vertritt. Persönlich bin ich nach fünf Jahren Aufenthalt in Berlin noch keinem einzigen Befürworter der Atomkraft begegnet (gesucht habe ich allerdings nicht).</p>
<p>In den TV-Diskussionen nach Fukushima musste da schon Weltwoche-Journalist Alex Baur einspringen, so <a href="http://www.sat1.de/kerner/content/48849/index.html">bei Kerner</a>; es fand sich offenbar niemand in Deutschland, der die Atomkraft verteidigen mochte. Baur sagt auf Anfrage: «Sie wollten zuerst Roger Köppel einladen, doch dieser verwies auf den Autor der <a href="http://www.weltwoche.ch/no_cache/die-weltwoche/aktuelle-ausgabe.html?tx_kbwwfrontend_pi4[issue_year]=2011&#038;tx_kbwwfrontend_pi4[page]=1&#038;tx_kbwwfrontend_pi4[issue_number]=23">Titelgeschichte</a>, mich. Nach der Sendung wollte das Publikum vor allem mit mir reden. Und die beiden Wissenschaftler der Diskussionsrunde sprachen mir gegenüber von einer unglaublichen Panik, öffentlich als ‹Verharmloser› auftreten wollten sie dann aber auch nicht.» Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel erzählte kürzlich anlässlich eines Streitgesprächs mit Cédric Wermuth (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=-v7oQMtY7VU">Video</a>, ab Minute 26), er habe, als er noch Chefredaktor der bürgerlich-konservativen Tageszeitung «Welt» war, eine geheime Umfrage gemacht, was die «Welt»-Journalisten denn wählen. Herausgekommen sei eine Präferenz von 75 &#8211; 80 Prozent für Grüne und SPD.</p>
<p>So wie es gute Gründe gegen die Atomenergie gibt, gibt es gute Gründe dafür. Anders, als man durch den Konsum der Medien den Eindruck haben könnte, ist auch gar nicht zwingend eine Mehrheit der Bevölkerung dagegen. Die Schweizer Stimmbürger beispielsweise haben an der Urne mehrmals ihre <a href="http://www.direktedemokratie.com/2011/03/17/abstimmungen-zur-kernkraft-in-der-schweiz/">Zustimmung zur Atomkraft</a> zum Ausdruck gebracht, noch am 13. Februar 2011 wurde der Bau eines neuen Atomkraftwerks (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_M%C3%BChleberg#Neubau_M.C3.BChleberg_2">Mühleberg II</a>) beschlossen. Die Einwohner der Gemeinde Mühleberg befürworteten den Bau mit <a href="http://www.muehleberg.ch/de/2_Politik/Kopie_1_von_abstimmungsergebnisse.php?term=Kernkraftwerk">61 Prozent</a>, die Einwohner des Kantons Bern mit <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/berner-sagen-ja-zu-neuem-akw-muehleberg-1.9504979">51,2 Prozent</a>.</p>
<p>Volksabstimmungen bringen gerne mal Medienhysterien wieder ins Lot, zuletzt beim Bahnhofsprojekt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart21">Stuttgart21</a>, das viele deutsche Medien über Monate aktiv und im Sinne der Gegner skandalisiert hatten. Seit der <a href="http://www.lpb-bw.de/volksabstimmung_stuttgart21.html">Volksabstimmung vom 27. November 2011</a>, bei der sich 58,9 Prozent der Bürger für eine weitere Finanzierung des Projekts entschieden hatten, ist die (aggressive) Diskussion darüber fast ganz beendet.</p>
<p>Wenn Medien grüne Themen pushen, dann geschieht das nicht nur aus ideologischen, sondern auch kommerziellen Gründen. Viele Medienkonsumenten, gerade der intelligenteren Medien, sind nun mal (potentielle) Grünen-Wähler, und die wollen bedient werden. Wenn in der «Frankfurter Rundschau» seitenweise Texte über die 1968er zu lesen sind, in der «Zeit» über fehlende Ausbildungschancen und Kinderkrippen, in der «Welt» über den Unsinn des Sozialismus und in der «Jungen Welt» über den Unsinn des Kapitalismus, dann wird damit immer auch der Leser bedient. Deshalb liest man in solchen Medien auch kaum je etwas <a href="http://www.zeit.de/2012/40/Unterschicht-Armut-Hartz-IV/komplettansicht">Positives über die Unterschicht</a>. Das sind nämlich keine potentiellen Kunden.</p>
<p>Der Unterschicht bleiben Boulevardzeitungen und Privatsender, die jene ganz unten jenen fast ganz unten zum Amüsement präsentieren.</p>
<p><small><strong>* Quellen zur Grafik «Parteineigung von Journalisten in Deutschland»:</strong><br />
&#8211; Quelle Journalisten (2005): <a href="http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/07-2006_Weischenberg.pdf	">«Journalismus in Deutschland 2005»</a> (media-perspektiven.de), ein Auszug von Befunden einer Repräsentativbefragung deutscher Journalisten von Siegfried Weischenberg, Maja Malik und Armin Scholl, veröffentlicht in &#8222;Media Perspektiven&#8220; 7/2006, Seiten 346-361<br />
&#8211; Quelle Journalistenschüler (2008): <a href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/05773.pdf">«Die Journalistenschüler – Rollenselbstverständnis, Arbeitsbedingungen und soziale Herkunft einer medialen Elite»</a> (library.fes.de) von Peter Ziegler.<br />
&#8211; Quelle Politjournalisten (2010): <a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/Politikjournalistinnen_und_Journalisten.pdf">«Politikjournalistinnen und -journalisten &#8211; Aktuelle Befunde zu Merkmalen und Einstellungen vor dem Hintergrund ökonomischer und technologischer Wandlungsprozesse im deutschen Journalismus»</a> (dfjv.de) von Magreth Lünenborg und Simon Berghofer<br />
&#8211; Quelle «Anteil Sitze im Bundestag»: <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/sitzverteilung.html">«Sitzverteilung des 17. Deutschen Bundestages»</a> (bundestag.de)</p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/10/parteineigung-von-journalisten-in-deutschland.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Die Grafik in höherer Auflösung</a>. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=smjS1iUhW_Y">«Mein Schatz hat&#8217;s Grün so gern»</a> ist der Refrain des Lieds &#8222;Die liebe Farbe&#8220; von Franz Schubert. Die politische Haltung des Autors, der übrigens auch schon mal die Grünen gewählt hat, findet sich <a href="http://blog.ronniegrob.com/author/">hier</a>.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/29/mein-schatz-hats-gruen-so-gern/">Mein Schatz hat’s Grün so gern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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