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	<title>Autorisierung | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 13 Feb 2021 10:39:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>«Zitieren Sie mich so oder gar nicht»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/13/zitieren-sie-mich-so-oder-gar-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 10:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auskunftspersonen können nicht beliebig darüber bestimmen, wie ihre Aussagen zitiert werden – auch dann nicht, wenn sie schriftlich Stellung nehmen oder ihre Zitate schriftlich autorisieren. Umfang und ausgewählte Zitate liegen meist in der Hoheit der Journalistinnen und Journalisten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/13/zitieren-sie-mich-so-oder-gar-nicht/">«Zitieren Sie mich so oder gar nicht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auskunftspersonen können nicht beliebig darüber bestimmen, wie ihre Aussagen zitiert werden – auch dann nicht, wenn sie schriftlich Stellung nehmen oder ihre Zitate schriftlich autorisieren. Umfang und ausgewählte Zitate liegen meist in der Hoheit der Journalistinnen und Journalisten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/13/zitieren-sie-mich-so-oder-gar-nicht/">«Zitieren Sie mich so oder gar nicht»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie sich der Genfer Fast-Bundesrat Pierre Maudet gegen die Publikation eines Interviews wehrt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/02/20/wie-sich-der-genfer-fast-bundesrat-pierre-maudet-gegen-die-publikation-eines-interviews-wehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 11:06:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre Maudet]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden der Affäre um Pierre Maudet, ist der Genfer Magistrat noch im Amt und kämpft mit allen Mitteln um seine politische Zukunft. Dazu gehört auch, ein ihm unliebsames Interview zu verhindern, das CH Media mit ihm geführt hat. Das ist die Geschichte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/20/wie-sich-der-genfer-fast-bundesrat-pierre-maudet-gegen-die-publikation-eines-interviews-wehrt/">Wie sich der Genfer Fast-Bundesrat Pierre Maudet gegen die Publikation eines Interviews wehrt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden der Affäre um Pierre Maudet, ist der Genfer Magistrat noch im Amt und kämpft mit allen Mitteln um seine politische Zukunft. Dazu gehört auch, ein ihm unliebsames Interview zu verhindern, das CH Media mit ihm geführt hat. Das ist die Geschichte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/20/wie-sich-der-genfer-fast-bundesrat-pierre-maudet-gegen-die-publikation-eines-interviews-wehrt/">Wie sich der Genfer Fast-Bundesrat Pierre Maudet gegen die Publikation eines Interviews wehrt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Interview-Autorisierung: Sagen Sie jetzt nichts</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/11/interview-autorisierung-sagen-sie-jetzt-nichts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 18:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalist Gabor Steingart zieht ein Interview zurück, das Branchenblatt «Journalist» kritisiert den Missbrauch der Autorisierung. Warum die umstrittene Praxis trotzdem wertvoll ist.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/11/interview-autorisierung-sagen-sie-jetzt-nichts/">Interview-Autorisierung: Sagen Sie jetzt nichts</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalist Gabor Steingart zieht ein Interview zurück, das Branchenblatt «Journalist» kritisiert den Missbrauch der Autorisierung. Warum die umstrittene Praxis trotzdem wertvoll ist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/11/interview-autorisierung-sagen-sie-jetzt-nichts/">Interview-Autorisierung: Sagen Sie jetzt nichts</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Autorisierung von Interviews: Es gelte das gesprochene Wort</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/07/es-gelte-das-gesprochene-wort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2019 12:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Freigeben von Interviews stehen Gesprächspartner oft nicht mehr zu ihrem Wort. Es wäre gut für die Öffentlichkeit, wenn das ein Ende hätte.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Freigeben von Interviews stehen Gesprächspartner oft nicht mehr zu ihrem Wort. Es wäre gut für die Öffentlichkeit, wenn das ein Ende hätte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/07/es-gelte-das-gesprochene-wort/">Autorisierung von Interviews: Es gelte das gesprochene Wort</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Autorisierungs-Ärger: (K)ein Interview mit Gabor Steingart</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/02/autorisierungs-aerger-kein-interview-mit-gabor-steingart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 20:04:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ex-Handelsblatt-Chef Gabor Steingart gilt als furchtlos und meinungsstark. In Berlin baut der 57-Jährige gerade ein Medienunternehmen auf, dessen Anspruch er selbst mit «100 Prozent Journalismus. Keine Märchen» beschreibt. Bei der Autorisierung eines Interview mit dem Magazin «Journalist» zeigte sich der Medienpionier von einer anderen Seite. Erst versuchte Gabor Steingart, seine Antworten umzuschreiben und in die <a href="https://www.journalist-magazin.de/news/kein-interview-mit-gabor-steingart">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ex-Handelsblatt-Chef Gabor Steingart gilt als furchtlos und meinungsstark. In Berlin baut der 57-Jährige gerade ein Medienunternehmen auf, dessen Anspruch er selbst mit «100 Prozent Journalismus. Keine Märchen» beschreibt. Bei der Autorisierung eines Interview mit dem Magazin «Journalist» zeigte sich der Medienpionier von einer anderen Seite. Erst versuchte Gabor Steingart, seine Antworten umzuschreiben und in die Fragen der Autorin einzugreifen. Später liess er über einen Anwalt mitteilen, dass er seine Aussagen komplett zurückzieht. «Journalist» dokumentiert das Interview trotzdem und hat Steingarts Antworten weggelassen. Denn auch so kann man viel über die Person und seine journalistische Haltung erfahren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/02/autorisierungs-aerger-kein-interview-mit-gabor-steingart/">Autorisierungs-Ärger: (K)ein Interview mit Gabor Steingart</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie ein Interview mit Kanzlerin Merkel abläuft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/05/30/wie-ein-interview-mit-kanzlerin-merkel-ablaeuft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2015 13:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie lief eigentlich das Interview mit der Bundeskanzlerin ab? Und was passierte danach? Über wachsende Textmengen, viele Gegenleser und Merkel-Vorgänger Schröder, der die Journalisten-Nerven strapazierte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/30/wie-ein-interview-mit-kanzlerin-merkel-ablaeuft/">Wie ein Interview mit Kanzlerin Merkel abläuft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lief eigentlich das Interview mit der Bundeskanzlerin ab? Und was passierte danach? Über wachsende Textmengen, viele Gegenleser und Merkel-Vorgänger Schröder, der die Journalisten-Nerven strapazierte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/30/wie-ein-interview-mit-kanzlerin-merkel-ablaeuft/">Wie ein Interview mit Kanzlerin Merkel abläuft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Unvereinbare Interessen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/08/20/unvereinbare-positionen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 08:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Bar-Storys]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Nill]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Philipp Degen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Zoff um das Interview mit den Degen-Brüdern ist es gekommen, weil zwei Welten aufeinanderprallten: Die Fussballer wollten eine PR-Geschichte und «Bar-Storys»-Herausgeber Christian Nill ein journalistisches Interview. Deshalb hätte es auch nichts gebracht, glaubt Nill, wenn er sich mit den FCB-Spielern im Vorfeld auf ein Autorisierungsprozedere geeinigt hätte. Man kann es naiv nennen oder einfach <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/20/unvereinbare-positionen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Zoff um das Interview mit den Degen-Brüdern ist es gekommen, weil zwei Welten aufeinanderprallten: Die Fussballer wollten eine PR-Geschichte und «Bar-Storys»-Herausgeber Christian Nill ein journalistisches Interview. Deshalb hätte es auch nichts gebracht, glaubt Nill, wenn er sich mit den FCB-Spielern im Vorfeld auf ein Autorisierungsprozedere geeinigt hätte.<br />
<span id="more-9877"></span><br />
Man kann es naiv nennen oder einfach vertrauensselig: «Vor dem Gespräch mit den Degen-Brüdern habe ich mit ihnen nie über die Autorisierung gesprochen», sagt Christian Nill und bestätigt damit eine Aussage, die er auch schon <a href="http://tablet.baz.ch/artikel/?objectid=F1EAD78F-AED6-B2D0-4C981DB2F2DC0D8A" target="_blank">der BaZ gegenüber</a> gemacht hat. Aufgrund seiner bisherigen Interviews, die er den Fussballern im Vorfeld zur Lektüre empfohlen hatte, ging er davon aus, dass der Rahmen klar genug abgesteckt sei. Auch David Degen, mit dem sich Nill auf das Interview vorbereitet hatte, brachte die Autorisierung vor dem Gespräch nie aufs Tapet.</p>
<p>Selbst wenn er mit seinen Gesprächspartnern nichts Konkretes vereinbart, hält es Christian Nill für selbstverständlich, die schriftliche Fassung des Interviews zur Autorisierung vorzulegen. Dabei geht er immer gleich vor: «Es gilt die unausgesprochene Spielregel, dass die Gesprächspartner den Text zum Gegenlesen erhalten, die Fakten kontrollieren können und allfällige &#8218;Änderungswünsche&#8216; im Text markieren dürfen. Damit sage ich implizit auch, dass es nur darum geht, die Fakten zu kontrollieren und nicht, nach Belieben Änderungen vorzunehmen.» An diese Spielregel habe er sich auch beim Degen-Interview gehalten. Was bei früheren «Bar-Storys» mehr oder weniger reibungslos geklappt hat, funktioniert bei den FCB-Spielern nicht.</p>
<p>Das Gespräch sei komplett umzuschreiben, fordert David Degen, ansonsten er und sein Bruder die Freigabe verweigerten. Nill schreibt eine zweite Fassung, «diesmal fokussierter auf die eigentlichen Inhalte und mit viel weniger Ping-Pong-Schlagabtäuschen der Zwillinge», wie er in einem <a href="http://bar-storys.ch/gedanken-eines-hampelmanns/" target="_blank">Kommentar zur Affäre</a> festhält. Doch auch das reicht nicht. Die Fussballer beharren weiterhin darauf, dass das Interview komplett umgeschrieben wird. Für Nill geht das zu weit. Er veröffentlicht das Interview trotz fehlender Autorisierung. Es sollte aber nicht lange dauern, bis sich der Anwalt der Fussballer und der Präsident des FC Basels melden und Nill ultimativ und unter Androhung rechtlicher Schritte auffordern, das Gespräch von der Website zu entfernen. Nill handelt, wie gefordert. Er habe die Situation einfach nicht eskalieren lassen wollen. Ausserdem sei sein Anwalt Anfang August in den Ferien gewesen und habe aus der Ferne den Sachverhalt nicht genau beurteilen können. Dass er die Unannehmlichkeiten hätte verhindern können, wenn er im Vorfeld die Spielregeln klarer definiert hätte, glaubt Christian Nill indes nicht. Er habe sich professionell verhalten, den Gesprächspartnern das Interview vorgelegt und ihnen im üblichen Rahmen die Möglichkeit zum Eingriff geboten.</p>
<p>Der Grund für den Streit um das Interview liegt anderswo: David und Philipp Degen sahen im Gespräch eine PR-Plattform für ihr neues E-Commerce-Projekt. «Es war eine ihrer Bedingungen für das Zustandekommen des Gesprächs, dass wir prominent darüber sprechen würden», sagt Christian Nill. Und auch bei der Wahl der Bar sollte nichts dem Zufall überlassen werden: «David Degen wünschte sich eine Location, die sich für sein Business-Projekt eignet und mit deren Inhaber er schliesslich ins Geschäft kommen kann.» Ihm sei das dann fast ein bisschen zu weit gegangen und er habe David Degen daran erinnert, dass er nicht ihr PR-Schreiber sei, sondern ein unabhängiger Journalist. Offensichtlich ist die Botschaft nicht angekommen. Obwohl sich die Degen-Brüder während des Gesprächs sehr wohl fühlten und Christian Nill in den höchsten Tönen für seine Professionalität als Journalist lobten, bezeichneten sie die schriftliche Fassung als «das schlechteste Interview», das sie je gelesen hätten.</p>
<p>Das Interview eignet sich tatsächlich denkbar schlecht als Werbeunterlage für die E-Commerce-Plattform der beiden Fussballer. Zum einen, weil es den Degen-Brüdern nicht gelingt, das Konzept einfach und verständlich zu erklären, zum anderen, weil ihnen Christian Nill nicht als Steigbügelhalter entgegenkommt. «Ich habe mich nicht auf dieses Thema vorbereitet», sagt Nill. «Schliesslich war es ihr Wunsch, darüber zu sprechen und nicht meiner.» Entsprechend sperrig bis verwirrlich liest sich der Abschnitt; PR sieht anders aus.</p>
<p>Der Streit um das Degen-Interview befindet sich derzeit in der Schwebe; Klage gegen «Bar-Storys» ist bisher keine eingegangen. Christian Nill wiederum fehlt die juristische Sicherheit, das Gespräch erneut zu veröffentlichen. Obwohl er das heute nicht so direkt sagen mag, liegt es auf der Hand, dass er alles daran setzen wird, das Degen-Interview nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen.</p>
<p><small>Bild: <a href="http://www.mischascherrer.ch/" target="_blank">Mischa Scherrer</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/20/unvereinbare-positionen/">Unvereinbare Interessen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Der Schuss soll raus – basta»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/13/der-schuss-soll-raus-basta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Rebonati &#124; Etienne Wuillemin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 09:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlesen]]></category>
		<category><![CDATA[Autorisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafverteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[Valentin Landmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Valentin Landmann auf allen Kanälen: Der Zürcher Rechtsanwalt kommentierte am vergangenen Freitag auf blick.ch, 20min.ch und im Tages-Anzeiger die Verurteilung von Carl Hirschmann zu einer Haftstrafe wegen Gewalt- und Sexualdelikten. Neben dem Reiz für die Redaktionen, eine schillernde Figur, einen «Milieuanwalt», als Experten aufzubieten, gibt es einen ganz praktischen Grund, Landmann anzufragen: er verzichtet aus <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/13/der-schuss-soll-raus-basta/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/09/totenkopf.jpg" alt="" width="102" height="102" /> Valentin Landmann auf allen Kanälen: Der Zürcher Rechtsanwalt kommentierte am vergangenen Freitag auf blick.ch, 20min.ch und im Tages-Anzeiger die Verurteilung von Carl Hirschmann zu einer Haftstrafe wegen Gewalt- und Sexualdelikten. Neben dem Reiz für die Redaktionen, eine schillernde Figur, einen «Milieuanwalt», als Experten aufzubieten, gibt es einen ganz praktischen Grund, Landmann anzufragen: er verzichtet aus Prinzip aufs Gegenlesen seiner Interviews.<br />
<span id="more-28917"></span><br />
<small>Das Gespräch fand am 1. Dezember 2010 statt. Es entstand im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Journalismus/Organisationskommunikation am Institut für Angewandte Medienwissenschaft in Winterthur.</small><br />
<strong>Medienwoche: Herr Landmann, geben Sie gerne Interviews?</strong><br />
Valentin Landmann: Interviews machen mir Spass. Ich finde es spannend, ob ich spontan auf die Fragen reagieren kann. Das ist eine Art Selbstüberprüfung: Habe ich  das nötige Hintergrundwissen, um ohne langes Überlegen antworten zu können?</p>
<p><strong>Dann sind Journalisten eine Herausforderung für Sie.</strong><br />
Ja natürlich. Auf die Begegnungen mit ihnen will ich mich zwar nicht so lange vorbereiten wie auf einen Auftritt im Gerichtssaal, aber sie fordern mich sehr. Dazu liebe ich Sachen, die nicht korrigierbar sind. Der Schuss soll raus – basta. Die Folge? Manchmal liege ich mit meinen Ansichten falsch und denke am nächsten Tag: «Da bin ich jetzt nicht mehr meiner Meinung.»</p>
<p><strong>Was machen Sie in einem solchen Fall?</strong><br />
Ich stehe zunächst zu dem, was ich gesagt habe. Aber im nächsten Gespräch erkläre ich ganz offen, dass ich meine Meinung geändert habe. Es ist wichtig, dass man zugeben kann, wenn man einmal falsch gelegen ist.</p>
<p><strong>Wie gehen Sie auf Journalisten zu?</strong><br />
Immer gleich. Es ist mir egal, woher der Journalist kommt und worüber er sprechen will. Ein Journalist der WOZ bekommt von mir zu einem Thema dasselbe zu hören wie einer der Weltwoche. Der eine freut sich dann vielleicht mehr darüber als der andere.</p>
<p><strong>Informieren Sie sich über einen Journalisten, dem Sie ein Interview geben?</strong><br />
Nein. Die Einstellung meines Gegenübers beeinflusst meine Meinung nicht. Ich versuche auch nicht, meinem Gesprächspartner mit Aussagen zu gefallen. Ich bin ich. Wenn jemand versucht, sich zu verleugnen, geht das Gespräch garantiert in die Hose.</p>
<p><strong>Von Ihnen ist bekannt, dass Sie Artikel und Interviews nie gegenlesen.</strong><br />
Niemals. Die Texte werden viel besser, wenn die Journalisten so schreiben, wie sie möchten und ich ihnen nicht ins Handwerk pfusche.</p>
<p><strong>Ist Ihnen denn die öffentliche Wahrnehmung Ihrer Person gleichgültig?</strong><br />
Die soll so sein, wie sie der Journalist empfindet. So wie ich mich über ein Problem authentisch äussern will, so hat auch der Journalist das Recht, über mich so zu urteilen und zu schreiben, wie es seinen Eindrücken entspricht. Es ist nicht mein Recht, ihm zu sagen, er solle vorteilhafter über mich schreiben. Da käme nur Blödsinn heraus.</p>
<p><strong>Eine solche Haltung ist selten.</strong><br />
Ich habe damit die besseren Erfahrungen gemacht. Wenn der Journalist findet, ich sei ein Vollidiot, dann werde ich diesen Eindruck nicht mit nachträglichen Korrekturen am Text verändern können.</p>
<p><strong>In der Presse werden Sie gern als Kenner des Rotlichtmilieus und Freund der Hells Angels bezeichnet. Wie finden Sie das?</strong><br />
Das ist absolut in Ordnung. Auch hier gilt: Wie der Journalist mich einschätzt, ist seine Sache. Das soll er in jeder Form tun können.</p>
<p><strong>Lassen Sie sich das Gespräch mit einem Journalisten im Anschluss nochmals durch den Kopf gehen?</strong><br />
Schon, im Rahmen meiner sehr beschränkten Fähigkeiten zur Selbstreflexion. Dabei habe ich mich manchmal gefragt, ob ich mit dieser oder jener Äusserung nicht zu weit gegangen sei.</p>
<p><strong>Geben Sie uns dafür ein Beispiel.</strong><br />
Ich wurde gefragt, ob ich die Swissair-Freisprüche richtig fände. Da habe ich gesagt: Wenn im Anforderungsprofil steht, dass ein Management fusionsgeil und europaverblödet sein soll, dann können wir diese Manager doch nicht anklagen, weil sie das Anforderungsprofil erfüllt haben. Das hielten die Verwaltungsräte zwar nicht für eine super sympathische Verteidigung. Aber das war mir Wurst, es entsprach meiner Meinung.</p>
<p><strong>Sie sind den Medien gegenüber sehr offen. Man kann nachlesen, was Sie von einem Bordell-Besuch halten, wie Sie ihre Frau kennengelernt oder wie Sie Ihre Habilitation im Schredder versenkt haben. Warum geben Sie als Anwalt solche privaten Informationen preis?</strong><br />
Weil ich dazu befragt wurde.</p>
<p><strong>Ihre Offenheit ist trotzdem erstaunlich.</strong><br />
Ich habe nichts zu verstecken. Es gibt Dinge in meinem Leben, die gravierendst schiefgelaufen sind und auf die ich absolut nicht stolz bin. Aber auf diese Dinge stösst jeder gute Journalist. Und dann würde er denken: Aha, diese Dinge will der Landmann unter Verschluss halten.</p>
<p><strong>Dann ist Ist Ihre Offenheit also Taktik?</strong><br />
Nicht ganz. Wenn Sie mich fragen würden, was ich am Wochenende mit meiner Frau im Bett gemacht habe, beantworte ich Ihre Frage nicht. Aber dann deklariere ich das mit den Worten: «Dazu möchte ich nichts sagen». Normalerweise beantworte ich auch Fragen zu Themen, die mir weh tun.</p>
<p><strong>Wo liegt Ihre Schmerzgrenze?</strong><br />
Über meine Person und meine Vergangenheit können Sie mich alles fragen. Aber ich beantworte keine Fragen, die ein heikles Thema einer Drittperson betreffen. Ausser es ist mit dieser abgesprochen.</p>
<p><strong>Haben Sie schon negative Erfahrungen gemacht mit Journalisten?</strong><br />
Ein Westschweizer Journalist hat sich einst die Mühe gemacht, mich auf Deutsch zu befragen. Einen Teil meiner Antworten hat er extrem missverstanden. Da habe ich gedacht: «Bei allem, was recht ist, aber so einen Blödsinn habe ich nicht gesagt.»</p>
<p><strong>Verlangen Sie in einem solchen Fall eine Richtigstellung?</strong><br />
Auf keinen Fall. Das ist eine Erfahrung, die ich abbuche unter «dumm gelaufen». Einen Tag später ist das schon vergessen. Eine Richtigstellung habe ich Zeit meines Lebens noch nie verlangt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/13/der-schuss-soll-raus-basta/">«Der Schuss soll raus – basta»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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