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	<title>Blendle | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Sep 2019 14:48:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Schluss mit dem Artikel-Einzelverkauf! Blendle setzt künftig voll auf das Premium-Modell</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2019 07:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Verkauf einzelner Artikel bei Blendle soll ab August Schluss sein. Dies berichten verschiedene Medien und berufen sich auf ein Treffen mit Geschäftsführer Alexander Klöpping. Demnach möchte sich der Online-Kiosk künftig auf den Premium-Abo-Bereich konzentrieren, um mittelfristig profitabel zu werden. Der Strategiewechsel gilt vorerst nur für den niederländischen Ableger.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Verkauf einzelner Artikel bei Blendle soll ab August Schluss sein. Dies berichten verschiedene Medien und berufen sich auf ein Treffen mit Geschäftsführer Alexander Klöpping. Demnach möchte sich der Online-Kiosk künftig auf den Premium-Abo-Bereich konzentrieren, um mittelfristig profitabel zu werden. Der Strategiewechsel gilt vorerst nur für den niederländischen Ableger.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/06/07/schluss-mit-dem-artikel-einzelverkauf-blendle-setzt-kuenftig-voll-auf-das-premium-modell/">Schluss mit dem Artikel-Einzelverkauf! Blendle setzt künftig voll auf das Premium-Modell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Vom Kiosk zum Aggregator: Was der Schritt zum Abo Modell für Blendle bedeutet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2019 06:57:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünf Jahre lang hat Blendle Paid Content und userzentrische Bezahlmodelle stark mit vorangetrieben. Nun hat das niederländische Unternehmen leise den Abschied von seinem Einzelartikel-Modell bekanntgegeben. Stattdessen stehen die Zeichen beim Aggregator auf Flatrate, wie Blendle-Chef Alexander Klöpping verkündete.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Jahre lang hat Blendle Paid Content und userzentrische Bezahlmodelle stark mit vorangetrieben. Nun hat das niederländische Unternehmen leise den Abschied von seinem Einzelartikel-Modell bekanntgegeben. Stattdessen stehen die Zeichen beim Aggregator auf Flatrate, wie Blendle-Chef Alexander Klöpping verkündete. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/06/07/vom-kiosk-zum-aggregator-was-der-schritt-zum-abo-modell-fuer-blendle-bedeutet/">Vom Kiosk zum Aggregator: Was der Schritt zum Abo Modell für Blendle bedeutet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Blendle – Glücksfall und Dilemma</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/01/04/blendle-gluecksfall-und-dilemma/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nik Niethammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2016 11:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
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		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ich gelernt habe, Blendle zu lieben. Und warum der Online-Kiosk den Journalismus nicht allein aus der Krise führen wird. Unser Kolumnist über Blendle als Glücksfall und Dilemma. Sie sind gelb und rot und blau und liegen übereinander gestapelt in der untersten Schublade meines alten Schuhschranks. Duzende Klarsichthüllen mit fein säuberlich herausgetrennten Zeitungsseiten. Das war <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/04/blendle-gluecksfall-und-dilemma/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich gelernt habe, Blendle zu lieben. Und warum der Online-Kiosk den Journalismus nicht allein aus der Krise führen wird. Unser Kolumnist über Blendle als Glücksfall und Dilemma.<br />
<span id="more-26431"></span><br />
Sie sind gelb und rot und blau und liegen übereinander gestapelt in der untersten Schublade meines alten Schuhschranks. Duzende Klarsichthüllen mit fein säuberlich herausgetrennten Zeitungsseiten.</p>
<p>Das war lange Zeit beinahe zwanghaft: mochte ich einen Text, wollte ich ihn behalten. Physisch. Herausragende Reportagen, brillante Interviews, kluge Meinungsstücke – ab ins Körbchen. Bedrucktes Papier, aufbewahrt für die Ewigkeit.</p>
<p>Nun staubt die Sammlung vor sich hin. Mein Archiv ist heute das Internet, die Klarsichthüllen heissen Twitter und Facebook. Längst nicht jeden Text, der mir gefällt, poste ich. Danke, Herr Zuckerberg, für den «Nur ich»-Button. Ich nutze das Netzwerk wie eine Pinnwand: da wird alles fest getackert, was beim Stöbern im Netz hängen bleibt: Reportagen, Longreads, Blog-Einträge, Kommentare, Analysen; eben alle Texte, die mich ansprechen, inspirieren, irritieren. Manchmal schreibe ich kurze Notizen zu einzelnen Links, hebe einen Satz hervor, der mich besonders berührt.</p>
<p>Seit drei Monaten wird mein tägliches Verlangen nach gutem Journalismus auf eine ganz neue Art befriedigt: jeden Morgen zwischen 7.28 Uhr und 7.48 Uhr, via Mail, hübsch aufbereitet, mundgerecht serviert.</p>
<p>Blendle sei dank!</p>
<p>Blendle ist für mich der Ort, an dem es garantiert lesenswerten wertvollen Journalismus zu entdecken gibt. Und der es einem leicht macht, dafür zu bezahlen.</p>
<p>Als das holländische Startup am 14. September 2015 in Deutschland an den Start ging, habe ich mich noch am selben Tag registriert. Ich habe dem digitalen Kiosk meine persönlichen Interessen mitgeteilt – Medien, Familie, Politik, Radsport und einige mehr – seither empfiehlt mir Blendle jeden Morgen sechs Lesegeschichten, sorgfältig ausgewählt und kommentiert von einer Redaktion und prominenten Kuratoren. «Es gibt Artikel, die vergisst man nie. Das hier ist so einer. Berührend und persönlich berichtet er vom Leben einer jungen Frau, die ohne Lithium wahnsinnig wird, doch mit Lithium stirbt. <a href="https://blendle.com/i/neon/ich-glaube-nicht-an-gott-aber-ich-glaube-an-lithium/bnl-neon-20150810-67851_ich_glaube_nicht_an_gott_aber_ich_glaube_an_lithium" target="_blank">Unbedingt lesen.</a>» Die Geschichte stand im Magazin NEON, und weil NEON die Geschichte nicht online gestellt hat, und ich NEON nicht abonniert habe, hätte ich diesen Text wohl nie zu lesen bekommen.</p>
<p>Mein Fazit nach drei Monaten Blendle: Der Online-Kiosk macht ziemlich vieles richtig. Die Auswahl an Texten aus über 100 Titeln ist beeindruckend, wenn gleich viele Zeitungen und Zeitschriften noch fehlen (in der Schweiz sind nur die NZZ und das Magazin «Reportagen» vertreten). Die Preise sind moderat, variieren für die meisten Texte zwischen 25 und 89 Cent, teurer wird’s, wenn man eine ganze Ausgabe kaufen möchte (die Süddeutsche Zeitung kostet aktuell 1.99 Euro, der STERN 2.74 Euro). Ich kaufte auf Blendle im Schnitt für 15 Euro pro Monat rund 20 hochwertige Geschichten und Denkstücke. Zugang und Bedienung sind extrem benutzerfreundlich, die Oberfläche ist aufgeräumt und schlicht gehalten. Ich kann Zeitungen und Magazine durchblättern, mit der integrierten Suchfunktion nach Stichworten oder Themen suchen, mir viel gelesene Artikel anzeigen lassen oder Menschen folgen und sehen, welche Stücke sie lesen und empfehlen. Alle Texte bleiben in meinem Archiv gespeichert – und wenn mir ein Stück nicht gefällt, krieg ich mein Geld zurück.</p>
<p>Die Geld-zurück-Nummer hab ich erst einmal beansprucht, nachdem ich mich bei meiner Kaufentscheidung von den Blendle-Leuten habe verführen lassen. Ein Text aus dem STERN wurde in die Stratosphäre geteasert («Super smart, super lehrreich und absolut lesenswert»), erwies sich dann aber als ziemlich lau. Einmal den Button «Erhalte Dein Geld zurück» geklickt – und die 25 Cent waren wieder auf meinem Guthaben-Konto. Coole Sache, versuchen Sie mal am Kiosk ein Magazin zurückzugeben, weil die Titelgeschichte Schrott war. Eben!</p>
<p>«Blendle rettet den Journalimus. Und führt die Verlagshäuser aus der Krise.» Ein steile These, die ich trotz meiner Begeisterung für Blendle nicht teile. Aus diesen Gründen:</p>
<ul>
<li>Blendle wird auch auf lange Frist den Verlagen nicht die Einnahmen bringen, die bei den Abos und Werbeerlösen wegbrechen.</li>
<li>Blendle, quasi das iTunes der Medien, kann sich nur dann durchsetzen, wenn alle grossen Verlage ihre Text-Ware im Online-Kiosk anbieten.</li>
<li>Verlage werden weiterhin – wenn auch teilweise zeitverzögert &#8211; hochwertige und einzigartige Inhalte kostenlos abgeben und nicht hinter einer Bezahlschranke verstecken. Zeitungen erhoffen sich so mehr Reichweite und höhere Werbeerlöse auf ihren Portalen. Solange guter Journalismus im Netz weiterhin kostenlos ist, bleibt Blendle ein Nischenprodukt.</li>
<li>Wer Blendle regelmässig nutzt, wird immer weniger darauf achten, woher ein Artikel stammt, den er gerade gelesen hat. Die Grenzen zwischen den einzelnen Titel verschwimmen. Wenn es aber in Zukunft egal ist, wo ein grossartiger Text erschienen ist und ob in derselben Ausgabe einer Zeitung oder eines Magazins noch weitere grossartige Texte stehen, dann bedeutet das nichts weniger als das Ende der Zeitungen und Magazine in der heutigen Form.</li>
</ul><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/04/blendle-gluecksfall-und-dilemma/">Blendle – Glücksfall und Dilemma</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nirgendwo gibt es alles</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/28/nirgendwo-gibt-es-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2015 21:57:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Observer]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
		<category><![CDATA[Pressreader]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Online-Kioske wie Blendle und Pressreader bieten einen einfachen Zugang zu vormals nur gedruckt oder im Digitalabo erhältlichen Medien. Der frisch gewonnenen Vielfalt an verfügbaren Titeln und Artikeln stehen auf der Negativseite teils strukturelle, teils technische Mankos gegenüber. Sicher, das Angebot wächst und wächst. Aber gleichzeitig steigt auch der Aufwand, um die neue Vielfalt sinnvoll nutzen <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/28/nirgendwo-gibt-es-alles/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Online-Kioske wie Blendle und Pressreader bieten einen einfachen Zugang zu vormals nur gedruckt oder im Digitalabo erhältlichen Medien. Der frisch gewonnenen Vielfalt an verfügbaren Titeln und Artikeln stehen auf der Negativseite teils strukturelle, teils technische Mankos gegenüber.</strong></p>
<p>Sicher, das Angebot wächst und wächst. Aber gleichzeitig steigt auch der Aufwand, um die neue Vielfalt sinnvoll nutzen zu können. Digitalkioske für Textmedien, wie das jüngst <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/wir-sind-die-good-guys/">in den deutschen Sprachraum expandierte Blendle</a> oder der schon länger verfügbare Pressreader, lassen die Zeitungswelt auf App-Grösse schrumpfen. Zahlreiche weitere Dienste, wie etwa Pocketstory oder Axel Springers iKiosk, präsentieren je ihr eigenes Medienangebot.</p>
<p>Doch die neue Vielfalt ist fragmentiert. Wer beispielsweise sonntags gerne einen Blick in den britischen <a href="http://www.pressreader.com/uk/the-observer1702" target="_blank">Observer</a> wirft, wird beim Pressreader fündig. Für einen Franken gibts die gesamte Ausgabe gut lesbar aufbereitet für den Smartphone-Bildschirm. Bei Blendle sucht man vergeblich nach der Sonntagszeitung aus dem Hause Guardian, weil sich das englischsprachige Angebot erst im Aufbau befindet. Oder nehmen wir die Schweizer Medien. Die NZZ kommt demnächst auf Blendle, aber Tamedia zeigt solchen Modellen gegenüber eher skeptisch. Den Tages-Anzeiger hat man bereits 2011 aus dem Angebot von Pressreader, damals noch Newspaper Direct, zurückgezogen. Entsprechend sieht Tamedia auch <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/">keine Kooperation mit Blendle</a> vor. Wer also wochentags den Tages-Anzeiger, am Sonntag den Observer und zwischendurch die Weltwoche liest, muss drei Konten in drei verschiedenen Aboverwaltungssysteme unterhalten. Blendle wäre dann noch ein viertes Login. Überall stehen andere Kassenhäuschen mit unterschiedlichem Preistafeln und Zugangsschranken. Mal gehts mit einem Umweg über Facebook rein, mal über Twitter oder Google+. Mal zahlt man mit Kreditkarte, mal mit Paypal oder ganz konventionell mit einer Rechnung.</p>
<p>Eine lästige Hürde stellen die vielfältigen Login- und Abrechnungsverfahren vor allem bei der Komposition seines Medienmenüs dar. Wo löse ich ein Abo? Lohnt sich ein Abo oder kaufe ich einzelne Artikel? Wieso kostet das Gleiche nicht überall gleich viel? Preistransparenz existiert nicht. Auch ist es schon vorgekommen, dass kostenpflichtige Blendle-Artikel auf der Website der betreffenden Publikation <a href="https://twitter.com/gentlemanrajue/status/646952785410453504" target="_blank">kostenlos erhältlich sind</a>. Das lässt sich leicht verhindern, zeigt aber auch, wie schwierig es ist, das Zusammenspiel von Medienanbietern und Aggregatoren optimal einzustellen und Reibungsverluste zu vermeiden. Wo immer geschräubelt wird, es wirkt sich aufs Ganze aus.</p>
<p>Letztlich soll der Nutzer mit so wenig administrativen Vorgängen belästigt werden wie möglich. Daher müssen die verschiedenen Zugänge zu den kostenpflichtigen Inhalten besser miteinander verschlauft werden.  in manchen Fällen bleibt die erste Anlaufstelle die Website des betreffenden Titels. Wer etwas in der Süddeutschen sucht, geht zuerst zu Süddeutsche.de – nur um dann festzustellen, dass er rüber zu Blendle muss, um den gesuchten Artikel dort im Einzelverkauf zu erwerben. Dabei liesse sich das sinnlose Rumgehüpfe zwischen den Plattformen einigermassen elegant vermeiden, schliesslich bietet Blendle nicht nur einen Artikelkiosk, <a href="http://www.vn.nl/het-linkse-verhaal-over-cruijff-in-rechts-spanje/" target="_blank">sondern auch eine Paywall an</a>, eine Funktion, von der bisher erstaunlich selten die Rede ist. Ein Klick auf den orangen Button und man hat den ganzen Artikel vor sich, bezahlt via Blendle, ohne in die App wechseln zu müssen.</p>
<p>Klar ist heute schon: Den «One-Stop-Shop» für digitale Medieninhalte wird es nie geben. Und das ist auch gut so. Denn die Vielfalt zeugt von Wettbewerb und dieser wiederum von Innovation.  Das heisst aber auch, dass die vielbemühte Kiosk-Metapher auf Plattformen wie Blendle oder Pressender nicht oder nur schlecht zutrifft. Im Papierzeitalter bot der Kiosk, zumindest gefühlt, alles und noch viel mehr. Heute bieten die Digitalkioske zwar auch immens viel, aber ihr Angebot bleibt lückenhaft – nicht nur gefühlt, sondern ganz real erfahrbar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/28/nirgendwo-gibt-es-alles/">Nirgendwo gibt es alles</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blendle und andere Onlinekioske</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/18/blendle-und-andere-onlinekioske/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2015 11:27:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Zeitungen und Zeitschriften haben interessante Geschichten &#8211; aber nicht jeder möchte deshalb die ganze Ausgabe kaufen und lesen. Daher ist diese Woche Blendle gestartet, ein Onlinekiosk, bei dem man einzelne Artikel kaufen, aus über 100 Zeitungen und Zeitschriften auswählen kann. Ähnliche Angebote gibt es bereits, z.B. von Pocketstory.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Zeitungen und Zeitschriften haben interessante Geschichten &#8211; aber nicht jeder möchte deshalb die ganze Ausgabe kaufen und lesen. Daher ist diese Woche Blendle gestartet, ein Onlinekiosk, bei dem man einzelne Artikel kaufen, aus über 100 Zeitungen und Zeitschriften auswählen kann. Ähnliche Angebote gibt es bereits, z.B. von Pocketstory.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/18/blendle-und-andere-onlinekioske/">Blendle und andere Onlinekioske</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blendle und das Transaktionskostenproblem bei Micropayments</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/15/blendle-und-das-transaktionskostenproblem-bei-micropayments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 13:28:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Grund, der schon immer gegen Micropayments für Presseartikel sprach, liegt in den Transaktionskosten für Micropayments. Niedrige Preise sind mit Transaktionskosten verbunden, die sehr viel mehr über die eigentliche Transaktion bestimmen als der eigentliche bezahlte Preis.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/blendle-und-das-transaktionskostenproblem-bei-micropayments/">Blendle und das Transaktionskostenproblem bei Micropayments</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Grund, der schon immer gegen Micropayments für Presseartikel sprach, liegt in den Transaktionskosten für Micropayments. Niedrige Preise sind mit Transaktionskosten verbunden, die sehr viel mehr über die eigentliche Transaktion bestimmen als der eigentliche bezahlte Preis. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/blendle-und-das-transaktionskostenproblem-bei-micropayments/">Blendle und das Transaktionskostenproblem bei Micropayments</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kaffeepadisierung des Journalismus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/15/die-kaffeepadisierung-des-journalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 13:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erneut setzen Journalisten und Verlage große Hoffnungen auf ein Micropayment-Modell. Diesmal soll Blendle den Online-Journalismus „retten“.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/die-kaffeepadisierung-des-journalismus/">Die Kaffeepadisierung des Journalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erneut setzen Journalisten und Verlage große Hoffnungen auf ein Micropayment-Modell. Diesmal soll Blendle den Online-Journalismus „retten“.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/die-kaffeepadisierung-des-journalismus/">Die Kaffeepadisierung des Journalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum „Bild“ nicht bei Blendle ist und der Löwe den Geiger gefressen hat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/15/warum-bild-nicht-bei-blendle-ist-und-der-loewe-den-geiger-gefressen-hat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 13:09:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer übrigens fehlt im Blendle-Kiosk: die „Bild“-Zeitung. Gut, das spricht eher für Blendle, ist aber erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Axel Springer gemeinsam mit der „New York Times“ drei Millionen Euro in das Start-Up investiert hat und dafür 23 Prozent der Anteile hält.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/warum-bild-nicht-bei-blendle-ist-und-der-loewe-den-geiger-gefressen-hat/">Warum „Bild“ nicht bei Blendle ist und der Löwe den Geiger gefressen hat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer übrigens fehlt im Blendle-Kiosk: die „Bild“-Zeitung. Gut, das spricht eher für Blendle, ist aber erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Axel Springer gemeinsam mit der „New York Times“ drei Millionen Euro in das Start-Up investiert hat und dafür 23 Prozent der Anteile hält. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/15/warum-bild-nicht-bei-blendle-ist-und-der-loewe-den-geiger-gefressen-hat/">Warum „Bild“ nicht bei Blendle ist und der Löwe den Geiger gefressen hat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die große Chance und der kleine Haken von Blendle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/14/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2015 13:44:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist Blendle in Deutschland gestartet, ein Online-Kiosk, an dem man einzelne Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften kaufen kann, oder genauer: Ein Ort, der es leicht macht, interessante, lesenswerte, wertvolle Artikel in Zeitungen und Zeitschriften zu entdecken, und es ebenso leicht macht, für sie zu bezahlen, mit einem Klick.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/">Die große Chance und der kleine Haken von Blendle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Blendle in Deutschland gestartet, ein Online-Kiosk, an dem man einzelne Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften kaufen kann, oder genauer: Ein Ort, der es leicht macht, interessante, lesenswerte, wertvolle Artikel in Zeitungen und Zeitschriften zu entdecken, und es ebenso leicht macht, für sie zu bezahlen, mit einem Klick.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/die-grosse-chance-und-der-kleine-haken-von-blendle/">Die große Chance und der kleine Haken von Blendle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeitung, entbündelt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/14/zeitung-entbuendelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2015 13:36:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der digitale Zeitungskisok „Blendle“ wurde eröffnet. Nutzer können dort für einzelne Artikel bezahlen – etwa zwischen 25 Cent und ein paar Euro.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/zeitung-entbuendelt/">Zeitung, entbündelt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der digitale Zeitungskisok „Blendle“ wurde eröffnet. Nutzer können dort für einzelne Artikel bezahlen – etwa zwischen 25 Cent und ein paar Euro.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/zeitung-entbuendelt/">Zeitung, entbündelt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blendle-Gründer Blankesteijn: «Wir sind die Good Guys»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/14/wir-sind-die-good-guys/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2015 09:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Marten Blankesteijn]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Holland]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommt die Rettung aus Holland? Das Jungunternehmen Blendle bietet nun auch deutschsprachigen Verlagen eine einfache Bezahllösung für den Einzelverkauf ihrer Artikel an. Gründer und CEO Marten Blankesteijn (28) erklärt im Gespräch mit der MEDIENWOCHE, warum die Verlage in Blendle keine Konkurrenz zu ihren Digitalabos sehen und warum er sich nicht vor Nachahmern fürchtet. MEDIENWOCHE: Zum <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/wir-sind-die-good-guys/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kommt die Rettung aus Holland? Das Jungunternehmen Blendle bietet nun auch deutschsprachigen Verlagen eine einfache Bezahllösung für den Einzelverkauf ihrer Artikel an. Gründer und CEO Marten Blankesteijn (28) erklärt im Gespräch mit der MEDIENWOCHE, warum die Verlage in Blendle keine Konkurrenz zu ihren Digitalabos sehen und warum er sich nicht vor Nachahmern fürchtet.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-72383" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2015/09/marten_blankenstejin-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
<strong>MEDIENWOCHE: Zum<a href="https://medium.com/zu-blendle/artikel-kiosk-blendle-ist-jetzt-in-deutschland-live-cd8aa855a9d9" target="_blank"> Start der deutschsprachigen Version</a> von Blendle haben aus der Schweiz gerade einmal NZZ und «Reportagen» angekündigt, künftig ihre Inhalte auch über diese Plattform verkaufen zu wollen. Warum nur die zwei?</strong><br />
Marten Blankesteijn: NZZ und «Reportagen» sind von sich aus auf uns zugekommen. So erklärt sich auch, warum bei der <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/">Umfrage der MEDIENWOCHE</a> kürzlich die anderen Schweizer Medien abwartend reagiert haben. Die wissen zum Teil noch gar nicht richtig, wie Blendle funktioniert. Da wäre es ja komisch, wenn sie sagen würden: klar, wir sind dabei.</p>
<p><strong>Wie geht es weiter mit dem Schweizer Angebot auf Blendle?</strong><br />
In den meisten Ländern starten wir erst mit einer eigenen Version, wenn wir die Mehrheit der einheimischen Verlage an Bord haben. In der Schweiz ist das nicht nötig, weil es ja nun die deutschsprachige Version gibt, wo die wichtigsten Titel aus dem gesamten deutschsprachigen Raum verfügbar sind. Wir werden nun fortlaufend Schweizer Publikationen hinzufügen.</p>
<p><strong>Was suchen und lesen die Leute auf Blendle?</strong><br />
Was wir bisher vom Nutzerverhalten aus Holland und der Beta-Phase in Deutschland wissen, suchen die Leute vor allem lange Stücke, Hintergründiges, Interviews. Im Web gibt es zwar tonnenweise Lesestoff. Doch die überwiegende Mehrheit der journalistischen Texte sind verhältnismässig kurze und schnell geschriebene Artikel aus dem Nachrichtenbereich. Das ist zwar hilfreich um zu verstehen, was in der Welt gerade läuft. Aber warum etwas geschieht, erfährt man so nicht. Dafür braucht es eben andere Angebote. Wenn das Angebot klar besser ist als das, was es kostenlos im Web sonst gibt, sind die Leute auch bereit, dafür zu zahlen.</p>
<p><strong>Blendle ist in Holland gestartet, kommt jetzt in den deutschsprachigen Raum. Wann folgt der englischsprachige Markt?</strong><br />
Führende englischsprachige Titel sind dabei, wie etwa die New York Times, die Washington Post, das Wall Street Journal oder der Economist. Für die Lancierung eines eigenständigen englischen Angebots wollen wir aber eine breitere Palette anbieten können. Mit zwanzig bis vierzig Titeln können wir loslegen. Wir brauchen diesen Markt, ganz klar. Schliesslich verkaufen wir keine Abonnements zu 300 Euro, sondern einzelne Artikel im Cent-Bereich. Daher funktioniert unser Geschäftsmodell nur, wenn wir wirklich viele Artikel verkaufen können.</p>
<p><strong>Rennen Sie eigentlich offene Türen ein bei den Zeitungsverlagen?</strong><br />
Es braucht immer ein bisschen Zeit. Zuerst kommen immer die gleichen Fragen. Ob die Leute denn nicht ihr Abo kündigen, wenn sie bei Blendle nur das zahlen müssen, was sie wirklich nutzen Ich kann die Verleger aber beruhigen: Seit es Blendle in Holland gibt, fragen die Verlage nach Abo-Kündigungen, ob es wegen uns sei – was nie der Fall ist. Im Gegenteil: Die Zeitung «De Volkskrant», vergleichbar mit der NZZ in der Schweiz, verzeichnet zum ersten Mal seit Jahren eine Zunahme der Abonnenten, obwohl sie keinerlei Marketinganstrengungen unternommen haben. Darum gehen sie davon aus, dass das ein Effekt von Blendle sein könnte.</p>
<p><strong>Sie sehen also keinerlei Kannibalisierungsgefahr?</strong><br />
Es ist doch so: Eine 21-jährige Person meint heute, «Der Spiegel» sei eine kostenlose News-Website. Wie sollte so jemand überhaupt darauf kommen, den «Spiegel» zu abonnieren, wenn sie nicht einmal wissen, was das Magazin bietet. Das versuchen wir zu ändern. Wir erreichen eine junge Zielgruppe. Die Mehrheit der Blendle-Nutzer ist jünger als 35.</p>
<p><strong>Sprechen Sie die gezielt an?</strong><br />
Wir machen kein Marketing (lacht). Aber es hat sicher auch mit unserem Unternehmen zu tun. Unser Durchschnittsalter liegt bei 27, ich selbst bin 28. Und daher machen wir wohl ganz automatisch Sachen, die bei einer jungen Zielgruppe gut ankommen.</p>
<p><strong>Blendle verfügt über interessante Daten zum Lektüreverhalten seiner Kunden. Profitieren davon auch die Verlage?</strong><br />
Abgesehen von der E-Mail-Adresse, die einen Leser eindeutig identifizieren würde, teilen wir mit den Verlagen praktisch alle Daten, die bei uns anfallen. Für jeden Artikel, den wir auf Blendle anbieten, sieht man eine ganze Menge an Informationen. Wie oft wurde er gelesen? Zu welcher Tageszeit? Welches Geschlecht haben die Leser?</p>
<p><strong>Gibt es auch kritische Reaktionen vonseiten der Verlage?</strong><br />
Am Anfang fragten sich die Verlage schon auch: Was machen die Jungs eigentlich? Aber nach einer Phase das Abtastens würde ich heute so weit gehen, unser Verhältnis als freundschaftlich zu bezeichnen. Momentan sind wir die «Good Guys». Was unser Geschäftsmodell angeht, gibt es keinerlei Kritik. Am Anfang dachten die Verlage, dass wir ihnen gefährlich werden könnten. Aber jetzt merken sie, dass das nicht stimmt, weil sie die Zahlen kennen und sehen, was ihnen Blendle bringt.</p>
<p><strong>Hat Sie das überrascht?</strong><br />
Ich ging davon aus, dass wir als Partner wahrgenommen werden, wegen unserer Preisstruktur. Als Beispiel: Ein Digitalabo von «De Volkskrant» kostet 15 Euro im Monat. Bei uns kostet ein einzelner Artikel aus der Zeitung 25 Cent. Zwei Artikel pro Tag macht 50 Cent, mal 30 Tage im Monat macht 15 Euro. Mit zwei Artikeln pro Tag auf Blendle zahlt man also bereits den Abo-Preis. Das Abo zu künden, wäre in dem Fall nur sinnvoll, wenn ich pro Tag weniger als zwei Artikel lesen würde. Aber wer so wenig liest, kündigt sein Abo sowieso und nicht wegen Blendle.</p>
<p><strong>Wie können Verlage sonst noch profitieren, wenn sie mit Blendle zusammenarbeiten?</strong><br />
Ein gutes Beispiel ist VN, ein Nachrichtenmagazin aus Holland. Die suchten nach einer Lösung, wie sie ihre Artikel online kostenpflichtig anbieten können. Nun nutzen sie Blendle als Paywall. Das sieht dann so aus, dass man den Anfang eines kostenpflichtigen Artikels frei lesen kann. <a href="http://www.vn.nl/hafid-bouazza-tovenaarsleerling-van-nabokov/" target="_blank">Darunter erscheint ein Button</a>, wo man den Preis für den Artikel über sein Blendle-Konto zahlen kann und danach erscheint auf der Webseite der ganze Artikel</p>
<p><strong>Blendle ist also auch ein Paywall-Provider?</strong><br />
Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass es einen riesigen Markt für kostenpflichtigen Journalismus gibt. Wenn es unser Ziel ist, Journalismus so einfach wie möglich zugänglich zu machen, dann ist die Paywall ein logischer Teil unseres Angebots. Warum sollten alle auf unsere Plattform kommen? Es spielt doch keine Rolle, wohin der Traffic geht, so lange die Leute für Journalismus zahlen.</p>
<p><strong>Erlebt der Journalismus gerade seinen iTunes-Moment?</strong><br />
Die Musikindustrie hat gezeigt, dass es möglich ist, für digitale Inhalte Geld zu verlangen. Vor zehn Jahren habe ich alle Musik gratis aus dem Internet heruntergeladen und dachte nie im Leben daran, je dafür zu bezahlen. Ich konnte mir kein besseres Geschäftsmodell vorstellen, als alles gratis zur Verfügung zu haben. Heute ist es sogar nicht einfacher: Es gibt alle Musik auf Youtube. Sogar meine Grossmutter kann das nutzen. Es wäre absolut sinnlos, für Musik zu zahlen. Gleichzeitig hat es aber Spotify geschafft, Millionen zahlende Kunden anzuziehen. Das zeigt, was ein positives Nutzungserlebnis ausmachen kann.</p>
<p><strong>Rechnen Sie mit Nachahmern?</strong><br />
Wenn man Blendle so anschaut, könnte man schon auf die Idee kommen, dass sich das leicht kopieren liesse. Ich weiss aber, was für eine Maschine unter der Oberfläche läuft. Da zweifle ich schon, dass das sonst jemand einfach so hinkriegen könnte. Über alles gesehen, ist es sicher am schwierigsten, das Nutzungserlebnis möglichst reibungslos zu gestalten. Ich habe schon viele Paywalls gesehen, aber keine ist so einfach gestaltet wie unsere.</p>
<p><strong>Wo sind die Schwachstellen?</strong><br />
Wir erhalten jede Nacht von den Zeitungsverlagen die Daten übermittelt. Zur Zeit sind das um die 50 Zeitungen die so reinkommen. All das sauber in unserer Auslage reinzupassen, ist der reinste Horror. Jeder Verlag hat sein eigenes System. In unserer Firma gibt es eigens eine Abteilung, die nur damit beschäftigt ist, die Zeitungsdaten aufzubereiten.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielt Social Media?</strong><br />
Es ist zweifellos die grösste Quelle für unser Nutzerwachstum. Da wir kein Marketing betreiben, übernimmt Social Media diese Rolle. Blendle ist selbst auch ein Social Network, wo sich die Nutzer gegenseitig Artikel empfehlen und auf ihren Profilen weiterverbreiten können.</p>
<p><strong>Hat Blendle eigentlich Exklusivverträge mit den Verlagen?</strong><br />
Die Verlage können machen was sie wollen, wir binden sie nicht. Das gäbe nur komplizierte Diskussionen. Das ist es uns nicht wert. Denn schliesslich geht es um ein Geschäftsmodell für Journalismus. Wenn es sonst jemand besser machen sollte als wir, dann wäre das für Blendle der Moment, um aufzuhören.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen Axel Springer und die New York Times als Minderheitseigner von Blendle?</strong><br />
Wir haben uns bewusst für Verlage als Investoren entscheiden und nicht für Risikokapitalisten. Denn diese wollen irgendwann Geld sehen. Bei Axel Springer und der New York Times geht es um etwas anderes. Die New York Times sagte uns explizit, wenn es uns gelänge, mitzuhelfen die Digitalabos hochzuschrauben, dann hätten sie ihre Investition bald zurück. Die Verlage funktionieren eher so, dass sie finden, wir machten interessante Sachen, wo sie dabei sein wollen. Das mögen wir. Ausserdem verstehen wir unser Geschäft selbst am besten und wollen unser eigener Chef bleiben. Daher brauchen wir auch keine Verwaltungsräte, die uns sagen, was wir zu tun haben. Die Risikokapitalisten finden das komisch, weil die immer einen Verwaltungsrat haben. Springer und New York Times haben damit kein Problem, weil sie daran glauben, dass wir gute Arbeit leisten.</p>
<p><small>Das Gespräch fand am 11. September 2015 statt anlässlich des Schweizer Medienkongresses in Interlaken, wo Marten Blankesteijn als Gast eingeladen war.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/14/wir-sind-die-good-guys/">Blendle-Gründer Blankesteijn: «Wir sind die Good Guys»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blendle: Schweizer Verlage zeigen wenig Interesse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2015 17:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das niederländische Startup Blendle wird als «iTunes für Zeitungsartikel» gefeiert. Tatsächlich bringt das Portal dem Online-Leser endlich eine gute Usability, ein simples Bezahlsystem und eine Auswahl von potenten Medien. Den Printmedien bietet sich eine Chance, die sie nicht verpassen sollten. Während Blendle die Schweizer Verleger unbedingt mit im Boot haben möchte, ist deren Interesse an <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das niederländische Startup Blendle wird als «iTunes für Zeitungsartikel» gefeiert. Tatsächlich bringt das Portal dem Online-Leser endlich eine gute Usability, ein simples Bezahlsystem und eine Auswahl von potenten Medien. Den Printmedien bietet sich eine Chance, die sie nicht verpassen sollten. Während Blendle die Schweizer Verleger unbedingt mit im Boot haben möchte, ist deren Interesse an einer zusätzlichen Vertriebsplattform bisher bescheiden bis inexistent.</strong></p>
<p>Was macht heutzutage jemand, wenn er von der Lust auf ein Medium überfallen wird? Er sucht eine bestimmte Website oder App auf, um dort eine möglichst uferlose Auswahl vorzufinden. Hat Melanie Lust auf Musik, so öffnet sie Spotify und sucht sich dort eine Band, einen Song, eine Playlist. Will Sandro fernsehen, so öffnet er Netflix und sucht dort eine Serie, eine Doku oder einen Film. Aber was macht Laura, wenn sie mal ein paar wirklich gute journalistische Texte lesen will, und es ist 22:30 Uhr, und der Kiosk ist zu? Für Laura gibt es nun <a href="https://blendle.com/de/">Blendle</a>. Auf dem Smartphone, auf dem Tablet, auf dem Laptop.</p>
<p><strong>Klingt das wie ein Werbetext?</strong> Ja, genau. Ich bin zwar nicht bezahlt, Blendle gut zu finden. Aber ich finde Blendle gut. Die Software macht mir den Eindruck, als könnte sie eine Lösung bereit halten für all die Probleme, die Printmedien im Internet bisher hatten: Konkurrenzierende Zeitungskioske, katastrophale Usability, komplizierte Bezahlsysteme. Eine Flatrate wie bei Spotify oder Netflix gibt es bei Blendle zwar nicht, und trotzdem vergisst man das Bezahlen ziemlich schnell, was eindeutig für die Bequemlichkeit des Angebots spricht. Im Unterschied zu anderen Online-Kiosken wird Blendle Konsumenten zu bezahlenden Kunden machen, die bisher wenig bis gar nichts für Journalismus bezahlten.</p>
<p><strong>Was macht nun Laura, die am Dienstagabend faul auf dem Sofa liegt, ihren Geist aber noch etwas beschäftigen will?</strong> Sie blättert auf Blendle durch die Seiten eines digitalen Mediums. Oder sie lässt sich Artikel vorschlagen, von Kontakten und Algorithmen. Die Titel und die Leads sind frei zugänglich. Will sie den ganzen Artikel lesen, dann klickt sie ihn an, und der vom Medienunternehmen dafür verlangte Betrag wird ihr vom Guthaben abgebucht. Liest sie den Text mit Gewinn, so ist die Transaktion abgeschlossen: Laura ist zufrieden, weil sie einen guten Text gelesen hat. Das Medienunternehmen ist zufrieden, weil es einen guten Text verkauft hat. War Laura hingegen unzufrieden mit dem Stück oder hat es nicht ihren Erwartungen entsprochen, so gibt sie es einfach wieder zurück und bezahlt nichts dafür.</p>
<p><strong>Was ist Blendle überhaupt?</strong> Ein Startup aus Utrecht, das im April 2014 angefangen hat, seine Dienste in den Niederlanden anzubieten. Das man Blendel ausspricht, so wie Googel also. In das die New York Times und die Axel Springer Digital Ventures <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/blendle-axel-springer-new-york-times">drei Millionen Euro investiert</a> haben. Das zur Mehrheit den Co-Gründern Marten Blankesteijn und Alexander Klöpping gehört. Und das ganz offensichtlich DER eine Kiosk für journalistische Textmedien im Internet sein will.</p>
<p><strong>Lohnt sich Blendle für Schweizer Medienkonsumenten?</strong> Nun ja, zur Auswahl stehen der Economist, das Wall Street Journal, die Washington Post. Der Spiegel, der Stern, Cicero. Die Zeit, die FAZ, die Süddeutsche, die Welt, die deutsche Bilanz. 11 Freunde und die Sport-Bild. Die Gala, die Brigitte und die Neon. Und einige Titel mehr.</p>
<p><strong>Machen die Schweizer Medien mit?</strong> Bisher sind ihre Medien bei Blendle nicht zu finden. Immerhin fällt in der kleinen Gruppe der Blendle-Beta-Tester ein Name auf: Steven Neubauer, Geschäftsleitungsmitglied der NZZ. Auf Anfrage teilt er mit, er finde «das Angebot von Blendle sehr interessant». Mehr ist nicht zu erfahren: «Über die Existenz oder den Status von Verhandlungen geben wir grundsätzlich nie Auskunft.» Die anderen grossen Schweizer Zeitungsverlage scheinen derzeit wenig Interesse zu haben. Ringier-Mediensprecher Edi Estermann antwortet: «Der Online-Kiosk ist bislang kein Thema bei Ringier. Wir führen unseren eigenen, sehr gut frequentierten Online-Kiosk.» Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer: «Wir verfolgen Blendle und andere Anbieter mit Interesse, planen derzeit aber keine Kooperation.» AZ-Medien-Sprecherin Nathalie Enseroth: «Mit dem Online-Kiosk Blendle gibt es aktuell keine Gespräche, und es sind momentan auch keine vorgesehen.»</p>
<p><strong>Wann startet Blendle im deutschen Sprachraum?</strong> Bald. Blendle-Gründer und -CEO Marten Blankesteijn jedenfalls möchte die Schweizer Verleger unbedingt dabei haben, wie er auf Anfrage mitteilt:</p>
<blockquote><p>«I&#8217;m very eager to have Swiss publishers on board. Blendle poses a huge opportunity, especially for publishers in smaller countries like Switzerland. On Blendle, Swiss publishers can grow their potential audience significantly.»</p>
<p>«Ich möchte die Schweizer Verleger unbedingt dabeihaben. Blendle bietet eine riesige Chance, vor allem für Verlage in kleineren Ländern wie der Schweiz. Auf Blendle können Schweizer Verleger ihr potenzielles Publikum deutlich erweitern.»</p></blockquote>
<p>Blendle wolle den weltbesten Journalismus allen zugänglich machen, schreibt Blankesteijn, und dank Globallizenzen für alle Blendle-Zeitungen sei das auch möglich. In der Schweiz sei Blendle mit vielen Verlagshäusern in Kontakt, doch bis zur Unterschrift, also bis zum Vertragsabschluss, werde man diesbezüglich nichts mitteilen.</p>
<p><strong>Sollten die Schweizer Verlage da mitmachen?</strong> Schliesslich behält Blendle von den erlösten Transaktionen satte 30 Prozent für sich, was man mit Recht unverschämt viel finden kann. Wiederum: Warum haben die Printverlage selbst so etwas bisher nicht hingekriegt? Wer bei Blendle mitmacht, gibt, genau wie auch im Apple-Store, Kontrolle und Rechte ab. Ob die bezahlte Verbreitung an zufriedene Kunden wichtiger ist oder die totale Kontrolle über die eigenen Medien &#8211; das muss am Ende jeder Verlag selbst entscheiden. Klar ist, dass je mehr von ihnen mitmachen, desto mehr es sich für den Kunden lohnt, sich bei Blendle zu registrieren und Geld auszugeben. Am Schweizer Medienkongress 2015 in Interlaken können sich die Medienmanager (<a href="http://www.medienkongress.ch/programm/">am Freitagnachmittag</a>, 11. September) mal in Ruhe (und auf Englisch) anhören, was Blankesteijn so zu sagen hat. Der Vortrag läuft unter dem ergebnisoffenen Titel «Kommt Blendle, der digitale Zeitungs-Kiosk, in die Schweiz?»</p>
<p><strong>Was ändert sich für den Journalismus?</strong> Setzt sich Blendle durch, so wird dank Datenauswertungen sehr schnell klar, welche Inhalte von welchen Journalisten gelesen und gekauft werden und welche nicht. Anders als bei den simplen Klickmessungen, die oft nicht mehr sind als ein Ausweis niederer Triebe, wird die Blendle-Auswertung den gefragten Journalismus und die gefragten Journalisten herausschälen. Verlage werden sich in der Folge von nicht nachgefragten Journalisten trennen, nicht nachgefragte Texte einstellen. Ob diese Entwicklungen für den Journalismus positiv sind oder nicht, ist derzeit noch nicht abzuschätzen.</p>
<p><small>Übersetzungen: Ronnie Grob</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/">Blendle: Schweizer Verlage zeigen wenig Interesse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>blendle.de</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-de/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2015 13:37:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>das blendle-lesen am computer-bildschirm ist wegen des horizontalen scrollings etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf dem mobiltelefon-browser schmerzfrei und einfach — um nicht zu sagen vorbildlich.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-de/">blendle.de</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>das blendle-lesen am computer-bildschirm ist wegen des horizontalen scrollings etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf dem mobiltelefon-browser schmerzfrei und einfach — um nicht zu sagen vorbildlich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-de/">blendle.de</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Verlage zeigen wenig Interesse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/23/schweizer-verlage-zeigen-wenig-interesse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2015 13:31:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blendle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=6649</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das niederländische Startup Blendle wird als «iTunes für Zeitungsartikel» gefeiert. Tatsächlich bringt das Portal dem Online-Leser endlich eine gute Usability, ein simples Bezahlsystem und eine Auswahl von potenten Medien. Den Printmedien bietet sich eine Chance, die sie nicht verpassen sollten. Während Blendle die Schweizer Verleger unbedingt mit im Boot haben möchte, ist deren Interesse an <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/blendle-kaum-interesse-von-schweizer-verlagen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/schweizer-verlage-zeigen-wenig-interesse/">Schweizer Verlage zeigen wenig Interesse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das niederländische Startup Blendle wird als «iTunes für Zeitungsartikel» gefeiert. Tatsächlich bringt das Portal dem Online-Leser endlich eine gute Usability, ein simples Bezahlsystem und eine Auswahl von potenten Medien. Den Printmedien bietet sich eine Chance, die sie nicht verpassen sollten. Während Blendle die Schweizer Verleger unbedingt mit im Boot haben möchte, ist deren Interesse an einer zusätzlichen Vertriebsplattform bisher bescheiden bis inexistent.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/23/schweizer-verlage-zeigen-wenig-interesse/">Schweizer Verlage zeigen wenig Interesse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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