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	<title>Christian Lüscher | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 06:59:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gegen Denkverbote in der Medienkritik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carmen Epp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 07:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lüscher]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Christof Moser]]></category>
		<category><![CDATA[Germanwings]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch wissen wir nicht, welche Lehren die Medien aus den Diskussionen um ihre Berichterstattung zum Germanwings-Absturz ziehen werden. Klar ist indes, dass Denk- und Diskussionsverbote, wie sie Medienkritiker nun fordern, die Debatte nicht weiterbringen. Dürfen Medien den Namen des Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine nennen, der nach dem aktuellen Stand Ermittlungen den Flug 4U9525 willentlich in <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/07/gegen-denkverbote-in-der-medienkritik-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch wissen wir nicht, welche Lehren die Medien aus den Diskussionen um ihre Berichterstattung zum Germanwings-Absturz ziehen werden. Klar ist indes, dass Denk- und Diskussionsverbote, wie sie Medienkritiker nun fordern, die Debatte nicht weiterbringen.<br />
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Dürfen Medien den Namen des Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine nennen, der nach dem aktuellen Stand Ermittlungen den Flug 4U9525 willentlich in die französischen Alpen stürzen liess und damit 149 Menschen mit in den Tod riss? Sein Gesicht der Öffentlichkeit preisgeben? Ja, man darf. Rechtlich gesehen. Das Recht des Co-Piloten am eigenen Namen und am eigenen Bild ist mit seinem Tod erloschen.</p>
<p>Die Frage allerdings, ob man Namen und Bild veröffentlichen soll – darüber lässt sich streiten. Aus medienethischer Sicht. Ich finde, man sollte auf die Veröffentlichung von Namen und Bild verzichten. Die Folgen für die Angehörigen des Co-Piloten durch dessen Identifizierung sind meines Erachtens um ein Vielfaches grösser als der Erkenntnisgewinn, den ich daraus ziehe.  Ich weiss aber auch, dass es durchaus Argumente gibt, die dafür sprechen, Namen und Bild des Co-Piloten öffentlich zu machen.</p>
<p>Die Argumente zu diskutieren, gegeneinander abzuwägen, ist Aufgabe der Medienethik. Und die ist nicht schwarz und weiss, sondern bewegt sich in Grauzonen, gerät an Grenzen, die man so oder anders ziehen kann. Diese unterschiedlichen Auslegungen wiederum kommen in der Medienkritik zum Ausdruck: Indem man Publikationen und deren Beiträge anhand der eigenen Haltung beurteilt. Immer im Wissen, dass es auch andere Meinungen gibt. So jedenfalls habe ich meine Medienkritik bis anhin verstanden.</p>
<p>Offenbar lag ich damit falsch. Zumindest, wenn man zwei meiner geschätzten Kollegen glaubt.</p>
<p>So vertritt Christof Moser in einer <a href="https://www.facebook.com/christof.moser/posts/10204970143228045?pnref=story" target="_blank">Diskussion auf Facebook</a> die These, dass der Journalistenkodex als medienethische Richtlinie «klar» sei. Die Veröffentlichung von Name und persönlichen Daten des Co-Piloten sei durch das «überwiegende öffentliche Interesse» gedeckt, so Moser. Meiner Kritik hält er entgegen: «Das hilft gegen persönliche, willkürliche Ansichten, wie du sie hier vertrittst. Eben, gegen: Zensur-Willkür.» Eine meiner Antworten darauf war zwar zynisch und in dieser Form unangebracht. Aber ich bleibe dabei: Wären die Diskussionen darüber, was Medien sollen und was nicht, immer so glasklar und zweifelsfrei zu beantworten, wie Moser behauptet – wozu gibt es dann einen Presserat, wozu die <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/identifikation-des-co-piloten-namen-nennen-oder-nicht-sechs-meinungen-323851#.VSKF45SsVMZ" target="_blank">endlosen Diskussionen</a>, wozu Medienkritik überhaupt?</p>
<p>Macht sich Moser mit dieser Aussage als Medienkritiker der «Schweiz am Sonntag» nicht selber überflüssig? Eine technokratische, diskursfeindliche Buchstabentreue. In einer globalisierten und sich in beschleunigtem Wandel befindlichen Medienwelt prallen unterschiedliche Journalismuskulturen aufeinander. Kodifizierte Regeln bedürfen einer zeitgemässen Auslegung. Die Germanwings-Debatte mit ihrem kakophonischen Klang ist genau ein Versuch, die Grundlagen der Profession neu auszuloten; zusammen mit dem Publikum, was lästig sein kann, weil Irrmeinungen und Wirrglauben oft grössere Prominenz finden als vernünftige Argumente. Es gibt keine Abkürzung mit Denkverboten.</p>
<p>Dafür plädiert aber auch Christian Lüscher. Im <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/offtherecord/index.php/33392/der-neue-volkssport-medienkritik/" target="_blank">Medienblog des «Tages-Anzeiger»</a> bezeichnet er die Kritik an der Berichterstattung zum Germanwings-Absturz als übertrieben, unsachlich und grösstenteils untauglich. Mehr noch: Die Kritiker aus den eigenen Reihen – gemäss Lüscher meist keine «News-Profis», sondern gebühren- oder stiftungsfinanziert – betreiben bloss Selbstmarketing und befeuern die Reflexe der Leser. Medienkritik, so Lüscher, verkomme leider zum Volkssport.</p>
<p>Sicher: Man kann auch die Medienkritik selber einer Kritik unterziehen. Sie an den eigenen Massstäben dessen messen, was man für gute oder schlechte Medienkritik hält. Was genau diese Massstäbe beinhalten, wird jedoch weder bei Moser noch bei Lüscher klar. Sollen nur die «News-Profis» Medienkritik üben dürfen, wie Lüscher andeutet? Oder sind die Diskussionen ohnehin unnötig, weil die Sachlage klar geregelt ist, wie Moser meint? Ich meine: nein. Medienkritik ist nie überflüssig. Denkverbote haben da nichts zu suchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/07/gegen-denkverbote-in-der-medienkritik-2/">Gegen Denkverbote in der Medienkritik</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Den Kommentarmüll versilbern?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/01/17/den-kommentarmuell-versilbern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 10:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Paywall]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lüscher]]></category>
		<category><![CDATA[Darkroom]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Online-Medien haben ein Problem mit der Qualität ihrer Leserreaktionen. Gleichzeitig zählen die Kommentarbereiche zu den beliebtesten Rubriken. Darauf verzichten, geht schlecht. Aber wieso nicht hinter eine Paywall verbannen und so den negativen Imagetransfer auf die Medienmarke minimieren? Der Tages-Anzeiger hat das Modell geprüft. Beleidigungen, Rassismus und viel Ahnungslosigkeit: Leserkommentare zählen zu den grossen Ärgernissen <a href="https://medienwoche.ch/2014/01/17/den-kommentarmuell-versilbern/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Online-Medien haben ein Problem mit der Qualität ihrer Leserreaktionen. Gleichzeitig zählen die Kommentarbereiche zu den beliebtesten Rubriken. Darauf verzichten, geht schlecht. Aber wieso nicht hinter eine Paywall verbannen und so den negativen Imagetransfer auf die Medienmarke minimieren? Der Tages-Anzeiger hat das Modell geprüft.<br />
<span id="more-17636"></span><br />
Beleidigungen, Rassismus und viel Ahnungslosigkeit: Leserkommentare zählen zu den grossen Ärgernissen und Enttäuschungen in Online-Medien. Vom erhofften Mehrwert für die Publizistik bleibt oft nur wenig übrig. Mit fatalen Folgen: Die Journalisten schauen weg, der Mob bleibt unter sich und der Rest des Publikums schaut angewidert auf die Kommentarunkultur von Qualitätsmedium X. Um die übelsten Auswüchse zu verhindern, kämpfen sich journalistische Hilfskräfte durch den Müllhaufen, um die irgendwie noch verwertbaren Ausscheidungen von den toxischen Abfällen zu trennen. Die durchaus vorhandenen Perlen drohen dabei unterzugehen.</p>
<p>Das Problem mit der zweifelhaften Qualität der Leserkommentare kennen längst nicht alle Online-Medien. Wer frühzeitig klare Spielregeln aufstellt und diese auch durchsetzt, hat gute Chancen nicht in den Schlamassel reinzurutschen. Wer aber die Zügel schleifen lässt, hat verloren. Kommentarbereiche ziehen Mitteilungsbedürftige aller Couleur an. Und wenn sie sich lange genug ungestört unter ihresgleichen austoben dürfen, wollen sie immer mehr davon.</p>
<p>Ein nicht unerheblicher Teil der Besucher von Nachrichtenseiten kommt in erster Linie der Kommentare wegen. Wie die Stammtischgäste in der Kneipe gehören sie zu den zwar lästigen, aber treuen Besuchern. Und man sollte sie trotz allem nur in Massen verärgern, schliesslich sind sie zahlende Kunden. In der Beiz mit Geld, im Netz mit Klicks und Aufmerksamkeit. Die Kommentarfunktion einfach abschalten, geht schlecht. Was aber geht: Stammtisch raus aus dem gepflegten Restaurant, rüber ins Fumoir und dafür noch Eintritt verlangen. Genau gleich könnte man auch mit den Kommentaren verfahren.</p>
<p>Der Tages-Anzeiger hat ein solches Modell (Codename «Darkroom») entwickelt, aber entschieden, es vorerst nicht weiterzuverfolgen. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass der Darkroom nicht zur Marke Tages-Anzeiger passt», sagt Christian Lüscher, Teamleiter Social Media und Leserforum.</p>
<p>Im Kern geht es bei «Darkroom» um drei Stufen der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit im Kommentarbereich:</p>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px;">Auf der obersten Ebene, dem frei zugänglichen Bereich der Webseite, gibt es keine freie Kommentarmöglichkeit. Gezeigt werden hier nur ausgewählte Leserreaktionen, die den kommentierten Artikel substanziell ergänzen.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px;">Zur zweiten Ebene gelangt man mit einem kostenlosen Login. Zum Anmelden reicht eine gültige E-Mail-Adresse. Im angemeldeten Zustand kriegt man sämtliche von der Moderation freigegebenen Kommentare zu sehen und kann selber auch welche schreiben. Veröffentlicht wird jeder Beitrag erst nach redaktioneller Prüfung.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px;">Zuunterst, auf der dritten Ebene, befindet sich der Darkroom. Hierhin gelang man nur nach Bezahlung eines Entgelts. Hinter der Paywall gibt es nur noch minimale Regeln und Vorschriften. Im Darkroom geht es dreckig zur Sache. So wie wir es heute von vielen Online-Medien aus den Kommentarbereichen kennen. Hier können sich alle ressentimentgeladenen Besserwisser austoben, wie ihnen beliebt, ohne dass sie die Qualität im für alle einsehbaren Bereich beeinträchtigen.</span></li>
</ul>
<p>Als Skizze hat das Modell durchaus etwas Bestechendes. Es bietet eine Lösung für zwei Probleme: Kein Imageproblem mehr für renommierte Medienmarken wegen qualitätsminderen Kommentarspalten – und generiert dazu Mehreinnahmen. Doch der Teufel steckt auch hier im Detail. Bleiben die Vielkommentierer einer Marke treu, wenn man sie ins kostenpflichtige Séparée komplimentiert? Oder wechseln sie einfach zur nächsten Online-Plattform? Verlegt man so nicht einfach das Imageproblem hinter die Paywall, wo dann die kostenpflichtige Publizistik neben grenzwertigen Nutzerkommentaren steht?</p>
<p>Ein Allheilmittel bietet auch «Darkroom» nicht. Letztlich entscheiden auch hier die personellen Ressourcen über das Gelingen. Schliesslich soll im frei zugänglichen Bereich die Qualität der Kommentare erhöht werden. Das erfordert viel Handarbeit und lässt sich nicht an Hilfskräfte oder Algorithmen delegieren. Damit bleibt es ein verlegerischer und chefredaktioneller Entscheid, welcher Aufwand man zu betreiben bereit ist im Umgang mit seinem Publikum. Fortschritte lassen sich auch ohne radikalen Schnitt erzielen. Beim Tages-Anzeiger habe sich die Debattenkultur in den letzten vier Monaten qualitativ verbessert, beobachtet Christian Lüscher. «Wir sind strenger geworden und greifen auch ein.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/01/17/den-kommentarmuell-versilbern/">Den Kommentarmüll versilbern?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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