<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Energy | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/energy/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sun, 07 Jun 2020 21:17:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>In einer anderen Liga</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 09:29:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Blick-Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Energy]]></category>
		<category><![CDATA[Ottmar Hitzfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=10022</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ringier geht seinen Weg konsequent weiter: Die Verpflichtung des amtierenden Fussballnationaltrainers Ottmar Hitzfeld als Berater und Kolumnist markiert einen Meilenstein im Umbau zum integrierten Unterhaltungskonzern. Soll man Ringier überhaupt noch als Medienunternehmen betrachten? Wirklich überraschen konnte die Ankündigung niemanden. Seit gestern steht Ottmar Hitzfeld bei Ringier im Solde. Offensichtlich findet der Fussball-Nationaltrainer neben seinem Vollamt <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/">In einer anderen Liga</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ringier geht seinen Weg konsequent weiter: Die Verpflichtung des amtierenden Fussballnationaltrainers Ottmar Hitzfeld als Berater und Kolumnist markiert einen Meilenstein im Umbau zum integrierten Unterhaltungskonzern. Soll man Ringier überhaupt noch als Medienunternehmen betrachten?<br />
<span id="more-30524"></span><br />
Wirklich überraschen konnte die Ankündigung niemanden. Seit gestern steht Ottmar Hitzfeld <a href="http://www.ringier.com/de/media/press-releases/ringier-nimmt-ottmar-hitzfeld-unter-vertrag" target="_blank">bei Ringier im Solde</a>. Offensichtlich findet der Fussball-Nationaltrainer neben seinem Vollamt genügend Zeit für eine lukrative Nebenbeschäftigung. Nicht ganz so überraschend kam die Mitteilung deshalb, weil sich Hitzfeld in eine bereits reich bestückte Galerie mit Promis einreiht, für die Ringier das persönliche Marketing und Management besorgt.</p>
<p>Der Unterschied und damit die neue Qualität von Hitzfelds Engagement liegt in seiner Bedeutung für die Berichterstattung. Bei keiner anderen Charge des Schweizer Sports legt sich das Ringier-Flaggschiff «Blick» so stark ins Zeug, wie beim Fussball-Nationaltrainer. Hier fühlt sich die Redaktion besonders kompetent, in Personalfragen mitzureden. Entsprechend gross ist die Genugtuung, wenn der Fussballverband so entscheidet, wie es der «Blick» empfohlen hat. Als Artur Jorge 1996 sein Traineramt los wurde, triumphierte «Blick»-Sportchef Rainer Meier: «Am Schluss bleibt die Wahrheit. Und die hat &#8218;Blick&#8216; im Fall Jorge von Anfang an geschrieben.»</p>
<p>Nun steht ausgerechnet jene Figur bei Ringier unter Vertrag, an der sich der «Blick»-Sport wie an keiner zweiten reibt. Die einhellige Kritik in den Kommentaren der Konkurrenz – von 20 Minuten bis NZZ – war so gewiss, wie auch zutreffend: Ein Medienunternehmen, das unabhängig berichten will, kann sich einen solchen Deal mit einem der wichtigsten Protagonisten der Berichterstattung schlicht nicht leisten. Da hilft auch die Beschwichtigung von <a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/nati/kein-freipass-fuer-hitzfeld-id2017914.html" target="_blank">«Blick»—Sportchef Felix Bingesser</a> nichts: «Hitzfeld wird nicht in Watte gepackt.» Sogar wenn das zutreffen und sich die Redaktion alle Mühe geben wird, den Eindruck der Kumpanei und Bevorteilung zu vermeiden, bleibt der Makel haften.</p>
<p>Ein Makel, den auch Konzernchef Marc Walder nicht zu beseitigen vermag. Denn er tut dies mit einem untauglichen Argument. Er garantiere für die Unabhängigkeit seiner Medien, sagte er <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=874c7ac6-42c1-4c1f-a083-acc0aecb636c" target="_blank">bei anderer Gelegenheit</a>, weil er sich selbst immer noch als Journalist fühle. Das ist natürlich geflunkert: Walder ist Geschäftsmann. Wäre er wirklich Journalist, hätte er es nie zugelassen, dass seine Medien auch nur in den Verdacht geraten, nicht mehr unabhängig über Hitzfeld und all die anderen Sportler und Promis berichten zu können, die bei Ringier unter Vertrag stehen.</p>
<p>Man mag diese Entwicklung für problematisch, bedenklich oder gar skandalös halten, Ringier wird diese Kritik keinen Millimeter vom eingeschlagenen Weg abbringen, schliesslich führt er zum geschäftlichen Erfolg. Den Verlust der journalistischen Glaubwürdigkeit nimmt man dabei bewusst in Kauf. Ja, er ist die Bedingung, damit das Modell funktioniert. Ringier ist heute ein vertikal integrierter Unterhaltungskonzern. Medienplattformen wie Blick (Print und Online) und Energy (Radio und Events) sind eng verzahnt mit den übrigen Geschäftstätigkeiten im Bereich Sport und Unterhaltung.</p>
<p>Nun sind bekanntlich auch andere Medienhäuser nicht immer Musterschüler, was die Trennung von redaktionellen und kommerziellen Aktivitäten angeht. Auch eine Neue Zürcher Zeitung begibt sich mit dem <a href="http://www.nzzmediengruppe.ch/2012/08/17/50-top-referenten-am-kapitalmarkt-forum-der-neuen-zuercher-zeitung/" target="_blank">Einstieg</a> ins <a href="http://www.nzzcapitalmarketforum.com/" target="_blank">Konferenzgeschäft</a> auf eine Gratwanderung. Allerdings geht kein Unternehmen so weit wie Ringier und degradiert seine Medien zu Erfüllungsgehilfen für seine forcierte Unterhaltungsstrategie. Die Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld setzt hier eine neue Wegmarke.</p>
<p>Bei der Konkurrenz um den Publikumszuspruch steht Ringier zwar weiterhin in direkter Konkurrenz mit den Angeboten anderer Medienhäuser. Aber was den publizistischen Anspruch angeht, spielt Ringier definitiv in einer anderen Liga. Deshalb lassen sich Blick, Energy und geschenkidee.ch auch nicht an journalistischen Massstäben messen. Wenn es um die «Chinesische Mauer» zwischen Verlag und Redaktion geht oder den Kodex der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten, ist Ringier raus aus dem Spiel. Das erleichtert die künftige Verständigung über das Unternehmen: Journalismus war gestern, Unterhaltung ist heute.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/">In einer anderen Liga</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2012/09/02/in-einer-anderen-liga/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gummiparagraph</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Energy]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalradio]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonzentration]]></category>
		<category><![CDATA[NRJ]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[RTVG]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=6701</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der ehemalige Lokalsender Radio Basel gehört seit Mitte Januar zum Energy-Netzwerk von Ringier. Damit kontrolliert der Zürcher Unterhaltungskonzern de facto drei konzessionierte Radios in der Schweiz. Das widerspricht dem Zweck der Vielfaltsklausel im Radio- und Fernsehgesetz. Beim Bundesamt für Kommunikation sieht man darin kein Problem. Der Gesetzestext lässt keine Fragen offen: «Ein Veranstalter beziehungsweise das <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/">Gummiparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der ehemalige Lokalsender Radio Basel gehört seit Mitte Januar zum Energy-Netzwerk von Ringier. Damit kontrolliert der Zürcher Unterhaltungskonzern de facto drei konzessionierte Radios in der Schweiz. Das widerspricht dem Zweck der Vielfaltsklausel im Radio- und Fernsehgesetz. Beim Bundesamt für Kommunikation sieht man darin kein Problem.</strong></p>
<p>Der Gesetzestext lässt <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/784_40/a44.html" target="_blank">keine Fragen offen</a>: «Ein Veranstalter beziehungsweise das Unternehmen, dem er gehört, kann maximal zwei Fernseh-Konzessionen und zwei Radio-Konzessionen erwerben.» Zwei und zwei, nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Ein aktueller Fall zeigt nun die <a href="http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/wie-ringier-bei-radio-energy-geltendes-recht-aushebelt-119781264" target="_blank">Grenzen des Anti-Konzentrationsartikels</a>. Beim ehemaligen Radio Basel (gegründet als Radio Raurach in Liestal) hat Mitte Januar der Zürcher Unterhaltungskonzern <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?&amp;id=15388" target="_blank">Ringier das Zepter übernommen</a> und den Sender in sein <a href="http://www.energy.ch/basel/" target="_blank">Energy-Netzwerk integriert</a>. Mit Energy Bern (Ex-Förderband, später BE1) und Energy Zürich (früher Radio Z) besitzt Ringier bereits die beiden gesetzlich zulässigen konzessionierten Radios. Der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Radio Basel wäre also nicht erlaubt gewesen.</p>
<p>Doch um die Kontrolle über die inhaltliche Ausrichtung eines Senders zu übernehmen, braucht es nicht zwingend den Besitz der Konzession. Ringier hat sich mit lediglich 9.8 Prozent am Basler Sender beteiligt, die namensgebende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/NRJ_Group" target="_blank">NRJ Group</a> aus Paris mit 5.2 Prozent. Die Aktienmehrheit verbleibt beim bisherigen Mitbesitzer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_K%C3%B6gel" target="_blank">Karlheinz Kögel</a>. Einen Hinweis darauf, dass Ringier trotz Minderheitsbeteiligung als tonangebende Kraft beim Basler Radio auftritt, lieferten Recherchen des «Sonntag»: Ringier sei bereit, für die Minderheitsanteile etwa so viel zu bezahlen, wie sonst für die ganze Radiostation geboten werde.</p>
<p>Mit diesem Konstrukt hat es Ringier geschafft, ohne formal gegen Artikel 44 Absatz 3 des Radio- und Fernsehgesetzes zu verstossen, die Kontrolle über drei konzessionierte Radios zu übernehmen. Für das Bundesamt für Kommunikation Bakom liegt alles im grünen Bereich, obwohl offensichtlich ist, dass hier Sinn und Zweck des Anti-Konzentrationsartikels elegant umgangen wurden. Auf Anfrage teilt das Amt mit: «Anzeichen dafür, dass Ringier trotz Minderheitsbeteiligung Radio Energy Basel de facto beherrsche, haben wir aufgrund der uns vorliegenden Dokumente keine.» Bei der Frage nach der Beherrschung eines Unternehmens stelle man auf wettbewerbsrechtliche Kriterien ab, schreibt das Bakom weiter. Neben der eigentlichen Beteiligung können z.B. Stimmrechtsabreden, Kaufoptionen, Veto-Klauseln und dergleichen Hinweise für eine beherrschende Stellung sein.</p>
<p>Damit erweist sich der geltende Anti-Konzentrationsartikel als Gummiparagraph, obwohl er genau deshalb eingeführt wurde, weil sich die diesbezüglichen Bestimmungen im ersten Radio- und Fernsehgesetz RTVG von 1991 als lücken- oder mangelhaft erwiesen hatten. Mit der Totalrevision des RTVG war es die Absicht des Gesetzgebers neben einer Vielfalt der Eigentümer auch eine inhaltliche Vielfalt des journalistischen Angebots zu gewährleisten. Das Energy-Netzwerk leistet genau das Gegenteil und breitet seinen uniformen Klangteppich über die ganze Deutschschweiz aus. Nach Zürich, Bern und Basel hat Ringier bereits die Zentralschweizer Sender Sunshine und Pilatus im Visier.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/">Gummiparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2012/02/02/gummiparagraph/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
