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	<title>Fabian Eberhard | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Sonntagsblick, Watson, Tages-Anzeiger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 09:53:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «Sonntagsblick» mit neuer Recherche-Power Fabian Eberhard ist ein derart hartnäckiger Rechercheur, dass er immer wieder bedroht wird: von Neonazis oder Erdogan-Fans zum Beispiel. Journalistisch fällt Eberhard mit grossen Enthüllungen auf, jüngst etwa mit seiner Recherche über Gianni Infantinos heimlichen Umzug nach Katar. 2019 wurde seine Recherche-Serie über Schweizer Waffen in Kriegsgebieten mit <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-94416" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220129b.jpg 1456w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – «Sonntagsblick» mit neuer Recherche-Power</h3>
<p>Fabian Eberhard ist ein derart hartnäckiger Rechercheur, dass er immer wieder bedroht wird: von Neonazis oder Erdogan-Fans zum Beispiel. Journalistisch fällt Eberhard mit grossen Enthüllungen auf, jüngst etwa mit seiner Recherche über Gianni Infantinos heimlichen <a href="https://www.blick.ch/schweiz/heimlicher-umzug-fifa-chef-infantino-wohnt-jetzt-in-katar-id17149816.html" rel="noopener" target="_blank">Umzug nach Katar</a>. 2019 wurde seine Recherche-Serie über Schweizer Waffen in Kriegsgebieten mit dem <a href="https://www.blick.ch/politik/ausgezeichnet-fuer-recherche-ueber-schweizer-waffen-in-kriegsgebieten-sonntagsblick-reporter-fabian-eberhard-erhaelt-zuercher-journalistenpreis-id15322700.html" rel="noopener" target="_blank">Zürcher Journalistenpreis</a> ausgezeichnet. </p>
<p>Nun wurde der 38-Jährige per Februar zum Recherche-Chef des «Sonntagsblick» ernannt, wo er seit 2017 als Reporter arbeitet. Eberhard betreibt einen Journalismus abseits vom klassischen Boulevard. Seine Ernennung steht auch für einen Wandel, für (noch) mehr Recherche beim «Sonntagsblick» und für einen politisch und gesellschaftlich relevanten Journalismus. Das lässt hoffen, dass das auch auf den «Blick» abfärbt. Dem Blatt täte das auf jeden Fall gut, das sich aktuell mit einem <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/zug/zuger-kantonsgericht-spiess-hegglin-kaempft-vor-gericht-gegen-ringier-um-gewinnherausgabe-ich-will-ein-urteil-denn-sonst-wiederholt-es-sich-ld.2240215" rel="noopener" target="_blank">Riesenprozess</a> wegen frauenfeindlicher Berichterstattung herumschlagen muss.</p>
<h3>The Bad – «Watson» im Tabak-Dilemma</h3>
<p>Am 13. Februar 2021 sind Abstimmungen und wer etwas mit Medien zu tun hat, spricht, tweetet und streitet nur noch über das Medienpaket. Alle? Nicht ganz. Beim werbefinanzierten News- und Unterhaltungsportal «Watson» befasst man sich auch mit der Initiative «Kinder ohne Tabak», die ein strenges Werbeverbot für Tabakprodukte fordert. </p>
<p>Watson-Vermarktungschef <a href="https://www.persoenlich.com/kategorie-werbung/ein-werbeverbot-ist-ein-illiberaler-wirtschaftstod" rel="noopener" target="_blank">Tarkan Özküp</a> erklärte diese Woche in einem Interview mit «persoenlich.com», dass bei einer Annahme der Initiative Werbeeinnahmen wegfallen würden, mit denen man eigentlich rechnet. Die Einnahmen bewegen sich laut Özküp im einstelligen Prozentbereich des Gesamtumsatzes – der Wegfall würde schmerzen, existenziell sei er aber nicht. Es sei eine Haltungsfrage, wie man der Initiative gegenüberstehe, findet Özküp. Sie sei zu extrem und öffne die Tür für andere Werbeverbote. Watson verdient Geld mit Werbung – auch für Tabakprodukte wie Snus oder E-Zigaretten.</p>
<p>Die Redaktion dagegen hat wenig fürs Rauchen übrig: Die frühere Sexkolumnistin Emma Amour <a href="https://www.watson.ch/leben/blogs/367500668-emma-amour-hat-aufgehoert-zu-rauchen-und-24-stunden-in-der-hoelle-erlebt" rel="noopener" target="_blank">hörte auf zu rauchen</a>, die Redaktion <a href="https://www.watson.ch/leben/gesundheit/852132536-rauchfrei-in-6-wochen-wie-ein-kurs-mich-von-den-zigis-wegbringen-soll" rel="noopener" target="_blank">probiert Rauchstopp-Kurse</a> aus und auch der <a href="https://www.watson.ch/gesundheit/panorama/980539458-10-andere-wirklich-gute-gruende-mit-dem-rauchen-aufzuhoeren" rel="noopener" target="_blank">Nichtrauchertag</a> wird abgefeiert. Eigentlich löblich, diese Haltung müsste sich aber konsequenterweise auch dann widerspiegeln, wenn es um die Initiative – und ums Geld – geht.</p>
<h3>The Ugly – Antisemitismus im «Tages-Anzeiger»</h3>
<p>Am Montag erschien im «Tages-Anzeiger» ein Porträt der Zürcher FDP-Stadtratskandidatin Sonja Rueff-Frenkel. Es schlug die ganze Woche lang so hohe Wellen, wie schon lange kein «Tagi»-Text mehr – allerdings nicht, weil er so gut war. Autor Kevin Brühlmann sprach im Interview mit Rueff-Frenkel nicht nur ihr politisches Engagement für eine jüdisch-orthodoxe Mädchenschule an, sondern wollte in diesem Zusammenhang wissen, inwiefern die «unterdrückte Sexualität» von «unreinen» orthodoxen Frauen mit Gleichstellung zusammenpasse. Dass Rueff-Frenkel selber jüdischen Glaubens ist, rechtfertigt diese Frage nicht. Der Text enthielt zudem weitere klassische antisemitische Stereotypen.</p>
<p>Es folgte ein Shitstorm auf Twitter, <a href="https://twitter.com/bruehlmania/status/1486440647108472832" rel="noopener" target="_blank">Autor Brühlmann entschuldigte sich</a> und zwei Tage später entschuldigte sich <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wir-entschuldigen-uns-596562489688" rel="noopener" target="_blank">auch die Chefredaktion</a> öffentlich. Weder Antisemitismus noch die «unfaire Behandlung von Frauen» hätten im «Tages-Anzeiger» etwas zu suchen. Bloss: Beides fand seinen Platz im Text – und steht «aus Transparenzgründen» <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/die-frau-mit-dem-spinnennetz-424451075417" rel="noopener" target="_blank">weiterhin online</a>.</p>
<p>Dieser Text hätte so nicht erscheinen dürfen. Brühlmann hat den Artikel ja nicht im Alleingang auf einem privaten Blog veröffentlicht. Dass mit dem Text antisemitische und frauenfeindliche Stereotypen reproduziert werden, hätte mindestens einer anderen Person auf der Redaktion auffallen müssen. </p>
<p>Aber niemandem ist etwas aufgefallen. Auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt Mario Stäuble, der Co-Chefredaktor des «Tages-Anzeigers»: «Der Text durchlief wie jeder Text eine Reihe von Kontrollinstanzen. Ich verweise auf unseren Kommentar zum Fall: ‹In diesem Fall haben wir unsere Qualitätsstandards nicht eingehalten, und die Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen, haben nicht funktioniert. Wir ziehen daraus unsere Lehren, damit das ein Einzelfall bleibt.›»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/29/sonntagsblick-watson-tages-anzeiger/">Sonntagsblick, Watson, Tages-Anzeiger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Fehlschaltung im Hirn» – Köppel verunglimpft Reporter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/02/fehlschaltung-im-hirn-koeppel-verunglimpft-reporter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Nov 2021 08:03:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Köppel]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92347</guid>

					<description><![CDATA[<p>«Weltwoche»-Verleger Roger Köppel behauptet, dass «SonntagsBlick»-Journalist Fabian Eberhard bei jeder staatskritischen Intervention austicke. Er vergleicht ihn mit einem Mann, der alles zertrümmert, sieht er die Farbe Rot.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/02/fehlschaltung-im-hirn-koeppel-verunglimpft-reporter/">«Fehlschaltung im Hirn» – Köppel verunglimpft Reporter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Weltwoche»-Verleger Roger Köppel behauptet, dass «SonntagsBlick»-Journalist Fabian Eberhard bei jeder staatskritischen Intervention austicke. Er vergleicht ihn mit einem Mann, der alles zertrümmert, sieht er die Farbe Rot.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/02/fehlschaltung-im-hirn-koeppel-verunglimpft-reporter/">«Fehlschaltung im Hirn» – Köppel verunglimpft Reporter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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