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	<title>Flattr | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Oct 2017 10:43:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<item>
		<title>Micropayment: Eine Erweiterung, sie alle zu flattern</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/02/micropayment-eine-erweiterung-sie-alle-zu-flattern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 10:39:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Flattr]]></category>
		<category><![CDATA[Micropayment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Konzept könnte sogar dem Axel-Springer-Verlag gefallen: Das neue Flattr-Addon vom Adblocker-Anbieter Eyeo will Webseiten eine neue Einnahmequelle verschaffen. Doch Nutzer müssen einige Nachteile in Kauf nehmen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Konzept könnte sogar dem Axel-Springer-Verlag gefallen: Das neue Flattr-Addon vom Adblocker-Anbieter Eyeo will Webseiten eine neue Einnahmequelle verschaffen. Doch Nutzer müssen einige Nachteile in Kauf nehmen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/02/micropayment-eine-erweiterung-sie-alle-zu-flattern/">Micropayment: Eine Erweiterung, sie alle zu flattern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sinnvolle Geschenke, gute Vorsätze</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/12/20/sinnvolle-geschenke-gute-vorsaetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 08:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzierung/Geschäftsmodelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wege aus der Krise? Leser, Zuschauerinnen, Zuhörer, Nutzerinnen können Journalismus unterstützen. Manchmal braucht es nur wenig, um die Produktion von Inhalten zu fördern; und zwar ganz ohne Leistungsschutzrecht, Abmahnungen, oder Zwangsabgaben. Zum Jahresende ein paar Vorschläge für Geschenke und gute Vorsätze. Abonnieren Mithelfen Werbung beachten Projekt mitfinanzieren Projekt gründen Flattr Wikipedia Eine regelmässige finanzielle Unterstützung <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/20/sinnvolle-geschenke-gute-vorsaetze/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wege aus der Krise? Leser, Zuschauerinnen, Zuhörer, Nutzerinnen können Journalismus unterstützen. Manchmal braucht es nur wenig, um die Produktion von Inhalten zu fördern; und zwar ganz ohne Leistungsschutzrecht, Abmahnungen, oder Zwangsabgaben. Zum Jahresende ein paar Vorschläge für Geschenke und gute Vorsätze.<br />
<span id="more-30575"></span></p>
<ol>
<li><a href="#Abonnieren">Abonnieren</a></li>
<li><a href="#Mithelfen">Mithelfen</a></li>
<li><a href="#Werbung">Werbung beachten</a></li>
<li><a href="#Projekt">Projekt mitfinanzieren</a></li>
<li><a href="#Gründen">Projekt gründen</a></li>
<li><a href="#Flattr">Flattr</a></li>
<li><a href="#Wikipedia">Wikipedia</a></li>
</ol>
<p><a name="Abonnieren"></a><br />
Eine regelmässige finanzielle Unterstützung ist vermutlich der beste Weg, um Medienschaffende unabgelenkt arbeiten zu lassen. Ein <a href="https://abo.nzz.ch/abodetail/nzz-kombiabo.htm">NZZ-Kombiabo</a> kostet derzeit 698 Franken im Jahr, wer meint, kein Papier zu brauchen, kommt mit 544 Franken durch. Das <a href="http://www.woz.ch/abo/bestellen">AHV-IV-Abo der WOZ</a> kostet 160, die <a href="http://www.jungfrauzeitung.ch/verlag/service/abonnement/">Jungfrau Zeitung (inkl. TVtäglich)</a> 165 und ein <a href="http://tierwelt.ch/?rub=51&amp;srub=51&amp;prub=51&amp;id=1289">Kombiabo der Tierwelt</a> 122 Franken im Jahr. Das <a href="https://medienwoche.ch/abonnieren/">Medienwoche-Abo</a> ist kostenlos.</p>
<p><a name="Mithelfen"></a><br />
Konsumenten können ihren Lieblingsmedien helfen. In dem sie Skandale, die noch nicht öffentlich sind, einem Journalisten bekannt machen. Das geht auch anonym, Whistleblower mit aufregenden Fakten sind bei fast jedem journalistischen Medium willkommen, Websites wie <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/">Öffentlichkeitsgesetz.ch</a> oder <a href="https://sichermelden.ch/">Sichermelden.ch</a> halten sogar Formulare dafür bereit, mehr dazu <a href="http://www.presseverein.ch/2011/06/in-die-pfeife-blasen/">hier</a>.<br />
Leute, die in einem gewissen Gebiet besonders gut Bescheid wissen (vulgo: Experten), sollten sich die Zeit nehmen, Journalisten die betreffende Sachlage verständlich machen. Wenn denn echtes Interesse besteht. Wer ohnehin nur skandalisieren will, kann das auch alleine und ohne Grundlage tun.<br />
Positiv über ein geschätztes Produkt reden ist auch nie verkehrt. Die konkrete Vermittlung von Menschen, die Abonnements lösen, wird oft vergütet, so zahlt die Weltwoche via <a href="http://abopartner.weltwoche.ch/">Aboklick</a> für eingelöste Gutscheine 25 Franken.</p>
<p><a name="Werbung"></a><br />
Nicht nur grosse Zeitungen, Soziale Netzwerke, Radio- und TV-Sender leben von der Werbung, auch kleine Blogs und Zeitschriften. Aktiv auf Werbung zu klicken und gegebenenfalls auch etwas zu kaufen, ist nicht die schlechteste Idee. Es macht sogar Sinn, den Verkäufer darüber zu informieren, welche Werbung einen dazu verleitet hat, vorbeizukommen. Wer den Suchgiganten Google nicht noch grösser machen möchte, als er ist, kann auch aktiv vermeiden, Google Ads zu klicken, mit denen Google gewinnt, der Werbetreibende aber verliert.<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Werbeblocker">Werbeblocker</a> sind vielleicht praktisch, aber ein Problem. Werbefinanzierte Produkte müssen die Möglichkeit haben, mit Werbung in das Bewusstsein ihrer Konsumenten zu gelangen &#8211; ansonsten ist das Geschäftsmodell und damit das Produkt tot.<br />
Wer meint, dass Werbung nur nervt, und darum kein Existenzrecht hat, sollte mit einem zukünftigen Überhang von zwangsfinanzierten und PR-getränkten Texten klar kommen.</p>
<p><a name="Projekt"></a><br />
Am 4. November bat Joscha Sauer, Zeichner der oft <a href="http://static.nichtlustig.de/toondb/020921.html">besonders</a> <a href="http://static.nichtlustig.de/toondb/110207.html">lustigen</a> Nichtlustig-Comics, auf <a href="http://www.nichtlustig.tv/">Nichtlustig.tv</a> um 100&#8217;000 Euro bis Ende 2012, weil er damit gerne damit eine erste Folge eines Nichtlustig-Trickfilms finanzieren wollte. Rund einen Monat später war das Geld bereits beisammen, über 5000 verschiedene Spender hatten dazu beigetragen. Viele weitere Projekte, die Unterstützung suchen, finden sich auf Websites wie <a href="http://www.startnext.de/">Startnext.de</a> oder <a href="http://www.kickstarter.com/">Kickstarter.com</a> &#8211; letztere haben gar eine eigene <a href="http://www.kickstarter.com/discover/categories/journalism?ref=sidebar">Journalismus-Abteilung</a>. Crowdfunding-Projekte aus der Schweiz sind <a href="http://www.100-days.net/">100-days.net</a>, <a href="http://wemakeit.ch/">Wemakeit.ch</a> oder <a href="http://www.c-crowd.com">C-crowd.com</a>.<br />
Auf <a href="http://spot.us/">Spot.us</a> können journalistische Projekte, zum Beispiel kostspielige Recherchen, gleich direkt unterstützt werden. Auch Medien lassen sich direkt finanzieren, zum Beispiel <a href="https://www.taz.de/zeitung/formulare/tazzahlich">die taz</a> oder <a href="http://www.bildblog.de/bildblog-unterstuetzen/">das Bildblog</a>. Nachdem die Axel Springer AG dem Blog <a href="http://www.bildblog.de/18047/axel-springer-mahnt-bildblog-ab/">2010</a> drei Abmahnungen mit Kosten in der Höhe von 2407 Euro zukommen liess, <a href="http://www.bildblog.de/18301/danke-fuer-die-unterstuetzung/">spendeten</a> 1065 verschiedene Leser in nur 7 Tagen insgesamt 17&#8217;345 Euro.</p>
<p><a name="Gründen"></a><br />
Fortgeschrittene können auch gleich selbst ein Projekt, ein Verlag, eine Stiftung gründen. Wer Geld in der Tasche hat und guten Journalismus vermisst, sollte Journalisten, die er für fähig hält, einkaufen und bezahlen. Ganz wichtig: das funktioniert nur, wenn den Journalisten Unabhängigkeit eingeräumt wird. Ohne Unabhängigkeit geht es auch, dann nennt sich das einfach PR.<br />
Um Werbung in eigener Sache zu machen: Das Magazin, das Sie gerade lesen, die Medienwoche, hat schon etlichen Autoren zu einem erfreulichen Honorar verholfen.</p>
<p><a name="Flattr"></a><br />
Um den Mirkobezahldienst <a href="https://flattr.com/">Flattr</a> ist es nach dem ersten Hype erwartungsgemäss ruhig geworden. Viele haben ihren mal einbezahlten Unterstützungsbetrag nach Auslaufen nicht erneuert. Inzwischen hat sich das Projekt jedoch weiterentwickelt: Es können nicht nur einzelne Beiträge per Klick finanziert werden, es lassen sich auch Abos abschliessen, die selbst dann noch Beiträge überweisen, wenn die Zahlung längst vergessen ist.<br />
Noch verdienen die meisten bei Flattr kaum erwähnenswerte Beiträge. Matthias Urbach von der taz <a href="https://www.taz.de/!94960/">sagte im Sommer</a>: «Flattr ist nach wie vor nur in der Internetszene bekannt». Während bei der taz die Einnahmen durch Flattr unter 1000 Euro im Monat gesunken waren, nahm Podcaster Tim Pritlove mit Flattr jeden Monat 1700 Euro ein. Davon kann man leben. In Berlin.<br />
Ein Projekt wie Flattr steht und fällt mit der Anzahl ihrer Nutzer. Würden alle 1,5 Millionen Nutzer von 20min.ch oder Blick.ch auch nur 1 Franken spenden jeden Monat, dann wären das 18 Millionen Franken im Jahr, mehr als die aktuellen Werbeeinnahmen. Die aktuelle Leistung könnte also verdoppelt werden oder ohne Werbung auskommen.</p>
<p><a name="Wikipedia"></a><br />
Monopole sind furchtbar, aber sind sie das auch, wenn sie allen gehören und alle darüber verfügen können? Und würden mehrere Universallexika, die sich gegenseitig um das Wissen der Welt konkurrenzieren, überhaupt Sinn machen?<br />
Wie auch immer, Wikipedia existiert nur durch die zumeist unentgeltliche Arbeit von Freiwilligen. Journalisten rümpfen öffentlich gerne die Nase über das darin gesammelte, ungesicherte Wissen &#8211; um heimlich daraus bereitwillig abzuschreiben. Jener eine Journalist, der noch nie eine hilfreiche Information mittels Wikipedia gefunden hat und nach wie vor gedruckte Konversationslexika nutzt, wird bald tot sein &#8211; alle anderen sollten jene dafür entschädigen, die es regelmässig auf sich nehmen, Vandalismus rückgängig zu machen, Löschdiskussionen durchzustehen und aktuelle Erkenntnisse über den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zilpzalp">Zilpzalp</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schabrackenhy%C3%A4ne">Schabrackenhyäne</a> oder das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxheimer_Chorgest%C3%BChl">Buxheimer Chorgestühl</a> einzuspeisen.<br />
Je besser nämlich Wikipedia wird, desto leichter und schneller kommen Journalisten an Informationen, die sie verwerten können, und sei es durch die weiterführenden Links. In zehn oder fünfzig Jahren werden Konsumenten und Produzenten vielleicht lächelnd auf den aktuellen Entwicklungsstand der Enzyklopädie zurückblicken können. Dazu müssen aber alle mitarbeiten.</p>
<p><small>Offenlegung: Ronnie Grob arbeitet regelmässig für das Bildblog. Er hat kürzlich einbezahlt: Flattr: 50 Euro, Wikipedia: 50 Euro, Nichtlustig.tv: 50 Euro.</small></p>
<p><small> </small></p>
<p><small>Bild 1: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:100_CHF_1925_681736.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Flickr/Classical Numismatic Group, Inc.</a><br />
Bild 2: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.en">CC BY-ND 2.0</a> <a href="https://secure.flickr.com/photos/sashakimel/6315963642/">Flickr/Sasha Y. Kimel</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/20/sinnvolle-geschenke-gute-vorsaetze/">Sinnvolle Geschenke, gute Vorsätze</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Journalismus ohne Geschäftsmodell</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/29/journalismu-ohne-geschaftsmodell/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 09:29:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Müller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalist und Publizist Urs P. Gasche (Ex-«Kassensturz»; «Schluss mit dem Wachstumswahn») startet den bisher ambitioniertesten Versuch, abseits der etablierten Verlagskanäle im Internet Journalismus zum Blühen zu bringen. Das Magazin «Infosperber» bietet zwar kein vollständiges Nachrichtenangebot, ergänzt aber die Themenpalette punktuell und versteht sich als Navigationshilfe durch die Informationsflut. Das Gründungsfieber grassiert weiter. Der jüngste <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/29/journalismu-ohne-geschaftsmodell/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalist und Publizist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urs_P._Gasche" target="_blank">Urs P. Gasche</a> (Ex-«Kassensturz»; «Schluss mit dem Wachstumswahn») startet den bisher ambitioniertesten Versuch, abseits der etablierten Verlagskanäle im Internet Journalismus zum Blühen zu bringen. Das Magazin <a href="http://www.infosperber.ch/" target="_blank">«Infosperber»</a> bietet zwar kein vollständiges Nachrichtenangebot, ergänzt aber die Themenpalette punktuell und versteht sich als Navigationshilfe durch die Informationsflut.<br />
<span id="more-28773"></span><br />
Das Gründungsfieber grassiert weiter. Der jüngste Schub hat die Nachrichtenplattform «Infosperber» hervorgebracht. Wie bereits bei der Gründung von <a href="http://journal21.ch/" target="_blank">journal 21</a> hat eine Gruppe altgedienter Journalisten selbst ein Online-Magazin gegründet, anstatt über den Zustand der Medien zu lamentieren. «Infosperber», das heute offiziell das Licht der Online-Welt erblickt, will nach eigenen Angaben das Augenmerk auf «vergessene Zusammenhänge und vernachlässigte Perspektiven» richten. Aber: «Bei Infosperber gibt es keinen Pflichtstoff», sagt Urs P. Gasche, der das Projekt als treibende Kraft mit an den Start gebracht hat. Ein Blick auf die ersten Artikel widerspiegelt die allgemeine Nachrichtenlage: Prominent vertreten sind zum Start Artikel zu Atom- und Energiefragen und zur Lage in Libyen. Der Aufmacher im Wirtschaftsressort besteht überraschenderweise nur aus eine  <a href="http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/In-Libyen-werden-die-Erdol-Reserven-neu-verteilt" target="_blank">Anreisser für einen Artikel im journal 21</a> zu den Begehrlichkeiten rund um das Erdöl in Libyen. Mit Links auf Angebote von Dritten und Zweitverwertungen hat Urs P. Gasche kein Problem. Es ist Teil der Redaktionspolitik, auf vorhandenes Textmaterial zurückzugreifen. Aus einfachen Gründen: «Bei uns können die Autoren ein zusätzliches Publikum ansprechen.» Ausserdem hoffe er, dass freie Journalistinnen und Journalisten Artikel zur kostenlosen Zweitverwertung zur Verfügung stellen. Das Angebot zum Start ist beeindruckend: Von den neun Ressorts sind die meisten bereits reich bestückt.</p>
<p>In der Redaktionsleitung befinden sich neben Gasche altbekannte Figuren aus der Schweizer Medienlandschaft mit an Bord des neuen Nachrichtenmagazins. Zum Beispiel Hanspeter Guggenbühl, der zusammen mit Gasche mehrere<a href="http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2004/nr40/Wirtschaft/10574.html" target="_blank"> konsumkritische Bücher</a> verfasst hat. Der langjährige freie Journalist ist ein ausgewiesener Spezialist für Energiefragen und deshalb gerade in diesen Tagen eine interessante Stimme. Ebenfalls in die Kategorie «alter Fuchs» fällt <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/03/portraet_ramseyer.pdf">Niklaus Ramseyer</a>. Der frühere Bundeshauskorrespondent der Basler Zeitung hat nach seiner Pensionierung den Arbeitsplatz in Bundesbern behalten und arbeitet seither als freier Journalist, unter anderem als <a href="http://www.radio1.ch/team/experten/niklaus-ramseyer/" target="_blank">Korrespondent für Roger Schawinskis Radio 1</a> und die Gewerkschaftszeitung Work. Mit <a href="http://www.bakom.admin.ch/themen/infosociety/02030/02034/03019/index.html?lang=de" target="_blank">Robert Ruoff </a>(Ex-Moderator und Produzent Schweizer Fernsehen) und <a href="http://www.commwork.ch/d/portrait/index.php" target="_blank">Christian Müller</a> (Ex-Verlagsleiter Vogt/Schild-Medien, Solothurn) befinden sich zwei weitere Pensionäre mit einschlägiger Vergangenheit in der Redaktionsleitung. «Es ist naheliegend, dass bei einem solchen Projekt Leute im Ruhestand mitmachen. Aber die Redaktion besteht nicht nur aus Rentnern. Eine Durchmischung finde ich wichtig. Denn ein 30-Jähriger sieht die Welt anders an als ein 60-Jähriger.» Dreissig Jahre jünger als die Altherren in der Redaktionsleitung ist Christof Moser, 31, Bundeshausredaktor vom «Sonntag»; und er ist nicht nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. In der rund 30-köpfigen Redaktion sind Alter und Geschlecht bunter gemischt als in der Leitung.</p>
<p>Getragen wird Infosperber von der eigens zu diesem Zweck gegründeten <a href="http://ssui.ch/" target="_blank">«Schweizerischen Stiftung zur Förderung unabhängiger Information» SSUI</a>. Wer beim Stichwort Stiftung an viel Geld denkt, liegt in diesem Fall falsch. «Hinter der SSUI steckt weder ein potenter Stifter noch ein Mäzen. Lediglich unser Gründungskapital von 150&#8217;000 Franken befindet sich in der Stiftung», sagt Urs P. Gasche. Man habe bewusst das Modell einer Stiftung als Trägerin von «Infosperber» gewählt. Damit ist garantiert, dass niemand den Zweck ändern und auch niemand die Plattform kaufen kann. Ein Geschäftsmodell gibt es für «Infosperber» keines. Man nimmt einfach das Geld, das kommt. Wenn es denn kommt. Zum Beispiel über Spenden, wofür es unter einem Teil der Artikel einen Paypal-Button gibt. Auch über Flattr kann man als Leser das Projekt unterstützen. «Infosperber»-Gründer Gasche hält dies das derzeit beste Spendensystem: «Flattr ist besonders geeignet, weil praktisch der ganze Betrag den Begünstigten zukommt.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/29/journalismu-ohne-geschaftsmodell/">Journalismus ohne Geschäftsmodell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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