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	<title>Focus | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 May 2022 11:42:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[10 vor 10]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Eberhard]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Bitte um Entschuldigung Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97325" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220521b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Bitte um Entschuldigung</h3>
<p>Der «Fall Nathalie» beschäftigt die Medienlandschaft seit Dezember 2019. Damals zeigte eine Frau aus Solothurn ihren Ex-Mann an. Er soll die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell missbraucht und vergewaltigt haben – im Rahmen von satanistischen Ritualen. Auch die Kesb wurde mit hineingezogen, ihr wurde vorgeworfen, das Mädchen nicht ausreichend geschützt zu haben. Vergangene Woche, rund zweieinhalb Jahre später, kam der Fall zur Ruhe: Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/verfahren-eingestellt-angeblicher-ritueller-missbrauch-eines-maedchens-fall-nathalie-kracht-in-sich-zusammen-vater-vollstaendig-entlastet-ld.2293050" target="_blank" rel="noopener">Staatsanwaltschaft</a> stellte das Verfahren gegen den Vater ein, der Tatverdacht habe sich in keiner Weise erhärtet.</p>
<p>Nun bittet die «Basler Zeitung» BaZ am Freitagmorgen öffentlich <a href="https://www.bazonline.ch/die-baz-entschuldigt-sich-315267023391?utm_source=Bajour&amp;utm_campaign=dd4d0c910a-2020-12-08+Basel+Briefing_COPY_01&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_bed6b33c61-dd4d0c910a-359722609" target="_blank" rel="noopener">um Entschuldigung</a> für ihre fehlerhafte Berichterstattung. Die Zeitung war eines der federführenden Medien im «Fall Nathalie». Chefredaktor Marcel Rohr (Bild) schreibt, man habe die eigenen Qualitätsstandards «nicht immer eingehalten» und auch die «Kontrollinstanzen, die diese sicherstellen» hätten nicht immer funktioniert.</p>
<p>Für einen Grossteil der Artikel zum «Fall Nathalie» verantwortlich war der damalige Chefreporter <a href="https://www.persoenlich.com/medien/daniel-wahl-muss-gehen" target="_blank" rel="noopener">Daniel Wahl</a>, der unter anderem Tonaufnahmen des Gesprächs zwischen Nathalie und der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland veröffentlicht hatte, in welchem das Mädchen den angeblichen Missbrauch schilderte. Der <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">Presserat</a> rügte damals die BaZ, diese Veröffentlichung sei «ein krasser Verstoss gegen die Prinzipien journalistischer Ethik». Die Bitte um Entschuldigung ist also mehr als angebracht.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unvollständige Recherchen</h3>
<p>Am vergangenen Sonntag wies Fabian Eberhard im <a href="https://www.blick.ch/ausland/jung-hip-und-rechtsextrem-nemesis-feministinnen-stammen-aus-der-neonazi-szene-id17488986.html" target="_blank" rel="noopener">«Sonntagsblick»</a> auf die Neonazi-Verbindungen des Westschweizer Frauenkollektivs «Nemesis» hin. Anlass zu dem Artikel gab ein Beitrag von SRF. In der Sendung <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/nemesis-prangert-gewalt-gegen-frauen-durch-einwanderer-an?urn=urn:srf:video:2a98e77e-c85f-4159-a50f-ff3827d8ded0" target="_blank" rel="noopener">«10 vor 10»</a> durfte Anfang Mai eine Aktivistin von «Nemesis» prominent sexuelle Übergriffe durch Migranten auf pauschalisierende und xenophobe Weise anprangern. Über den rechtsextremen Hintergrund erfuhr man nichts am Fernsehen. Eine Unterlassung, die Eberhard mit seiner Recherche nachholte. Der Journalist unterliess es aber, bei SRF nachzufragen, weshalb sie die Neonazi-Verbindungen nicht thematisiert hatten.</p>
<p>Bei Ringier teilt Mediensprecher Daniel Riedel dazu auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit: «Beim ‹Sonntagsblick›-Artikel ging es darum, die Hintergründe der Gruppe und ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufzuzeigen. SRF wurde dabei eingangs benannt, weil die Gruppierung wenige Tage zuvor auch in einem ‹10vor10›-Bericht thematisiert wurde.» Im Artikel selbst werde SRF aber kein Vorwurf gemacht, sondern es würden nur weitere Fakten zur Gruppe aufgeführt, die im SRF-Beitrag nicht erwähnt wurden. Und SRF gestand via Twitter ein, dass es angebracht gewesen wäre, «die Verbingung zur Neonazi-Szene zu erwähnen». Besser hätten SRF und «Sonntagsblick» von Anfang an alle wichtigen Fragen gestellt und vollständig berichtet.</p>

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<h3>The Ugly – Abgelaufene Konserve</h3>
<p>Jan «Monchi» Gorkow ist Sänger der deutschen Politpunkband «Feine Sahne Fischfilet» und war am Montag in der <a href="https://www.srf.ch/audio/focus/monchi-musiker-meine-droge-gibt-es-ueberall?id=12190353" target="_blank" rel="noopener">SRF-Sendung «Focus»</a> zu hören. Wobei, so ganz stimmt das nicht: «Monchi» ist nicht bloss Sänger, sondern steht momentan vor allem im Fokus von anonymen Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchs. Gorkow war ausserdem auch gar nicht am letzten Montag zu Gast bei SRF. Das Gespräch wurde lange im Voraus, bereits am 5. Mai, aufgezeichnet.</p>
<p>Das Interview über «Monchis» neues Buch und seine exzessive Vergangenheit steht nun etwas schräg in der Landschaft. Immerhin: Auf der Website weist SRF das transparent aus und verspricht, dass man bei «Focus» die «Entwicklungen der Vorwürfe» aufmerksam verfolgt. Alexander Blunschi, Leiter Radio SRF 3, schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Die Vorwürfe sind aktuell noch sehr vage und stammen von einem anonymen Social-Media-Account. Es gilt also derzeit die Unschuldsvermutung.» Deshalb habe die Leitung von SRF 3 entschieden, die Sendung auszustrahlen «und einen entsprechenden Hinweis anzubringen, weshalb die aktuellen Vorwürfe im Gespräch nicht thematisiert wurden. Dies war aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten schlicht nicht möglich».</p>
<p>Eine mögliche Lösung wäre weniger Radio aus der Konserve. Und: Die Vorwürfe waren bereits <a href="https://www.musikexpress.de/feine-sahne-fischfilet-vorwuerfe-keiner-muss-taeter-sein-2146297/" target="_blank" rel="noopener">vier Tage vor dem Ausstrahlungstermin</a> der «Focus»-Sendung bekannt. SRF 3 hätte also genügend Zeit gehabt, das Interview zu kippen und mit jemand anderem zu reden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/entschuldigung-unterlassung-aufzeichnung/">Entschuldigung, Unterlassung, Aufzeichnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bitte recht freundlich! Berichterstattung über Werbekunden in Spiegel und Focus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/23/bitte-recht-freundlich-berichterstattung-ueber-werbekunden-in-spiegel-und-focus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2015 13:52:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[EJO]]></category>
		<category><![CDATA[Lena Christin Ohm]]></category>
		<category><![CDATA[Werbekunden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auflagen vieler Publikationen sinken. Den Verlust eines großen Anzeigenkunden kann sich kaum ein Medienunternehmen mehr leisten. Dadurch, dass immer weniger Geld für Werbung in Print-Produkten ausgegeben wird, ist der Kampf um jeden einzelnen Kunden härter geworden. Diese Situation könnte auch die großen Nachrichtenmagazine Spiegel und Focus dazu verleiten, dem Begehren der Werber nach positiver <a href="http://de.ejo-online.eu/13573/medienokonomie/berichterstattung-werbekunden">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Auflagen vieler Publikationen sinken. Den Verlust eines großen Anzeigenkunden kann sich kaum ein Medienunternehmen mehr leisten. Dadurch, dass immer weniger Geld für Werbung in Print-Produkten ausgegeben wird, ist der Kampf um jeden einzelnen Kunden härter geworden. Diese Situation könnte auch die großen Nachrichtenmagazine Spiegel und Focus dazu verleiten, dem Begehren der Werber nach positiver Berichterstattung über ihr Unternehmen und ihre Produkte nachzugeben. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/23/bitte-recht-freundlich-berichterstattung-ueber-werbekunden-in-spiegel-und-focus/">Bitte recht freundlich! Berichterstattung über Werbekunden in Spiegel und Focus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 08:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte. Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet in einer SRF-Sendung plauderte die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli freimütig aus, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Das war erst der Anfang einer Serie von Kommunikationspannen, wie unser Kolumnist während der Recherche erlebte.<br />
<span id="more-21189"></span><br />
Letzten Dienstagmorgen tat ich das, was wir zumindest während der Sessionen gemeinhin als «wandeln» bezeichnen. Ich ging durch die Wandelhalle des Bundeshauses und sprach mit verschiedenen Parlamentariern. Thema: Die Revision des Radio- und TV-Gesetzes, bei der sich die Räte nach zahlreichen Wendungen schliesslich doch einigen konnten. Ich versuchte auszuloten, ob das Gesetz in der Schlussabstimmung durchkommen wird und wie wahrscheinlich ein Referendum ist.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli just am Abend zuvor auf SRF 3 freimütig ausplauderte, dass sie keine Billag-Gebühren bezahle. Schliesslich schaue sie ja weder fern, noch höre sie Radio. Auf den Hinweis des Moderators, dass sie mehrere empfangsfähige Geräte besitze und deshalb abgabepflichtig ist, sagte sie: «Wenn ich etwas nicht brauche, zahle ich auch nicht.» Rebellisch sei dies nicht.</p>
<p>Während ich also am Dienstagmorgen mit Natalie Rickli, Kurt Fluri und Jürg Grossen über die RTVG-Revision sprach, wusste ich zuerst noch nichts von Hochulis Äusserungen. Ich erfuhr es über unseren Blattmacher und sprach in der Folge auch die Parlamentarier darauf an. Je länger, je mehr kristallisierte sich heraus, dass eher Hochulis Verhalten und weniger das drohende RTVG-Referendum Gegenstand meines Artikels werden würden.</p>
<p>Obwohl ich es mir von einer ehemaligen SRG-Mitarbeiterin schlecht vorstellen konnte, ging ich zuerst davon aus, dass Hochuli schlicht nicht wusste, aufgrund ihrer zahlreichen Geräte und trotz TV- und Radio-Abstinenz Billag-Gebühren bezahlen zu müssen (ob das sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man sich streiten – aber das ist nicht Gegenstand dieser Kolumne). Also rief ich ihren Pressesprecher an, der mir von einem «Abkommen» zwischen der Billag und ihr erzählte. Es kam mir spanisch vor, zu eindeutig schien mir die Faktenlage. Ein Abkommen zugunsten einer Regierungsrätin? Wenn das stimmte, wäre der Skandal erst recht perfekt gewesen.</p>
<p>In der Absicht, seine Chefin zu entlasten, sandte mir der Pressesprecher Screenshots des vermeintlichen Abkommens. Der geschickteste Schachzug war das nicht – er belastete Hochuli nämlich zusätzlich. Im zugeschickten Schreiben wies die Billag die Politikerin darauf hin, dass sie aufgrund ihrer Abmeldung «folglich alle Empfangsgeräte ausser Betrieb setzen» müsse. Dass dazu auch Handys, Computer oder ein Autoradio zählen – Hochuli selbst machte nie einen Hehl daraus, solche Geräte zu besitzen –, wurde im Schreiben explizit erwähnt.</p>
<p>Was tun, wenn die Fakten derart gegen einen sprechen? Fehler eingestehen, Besserung geloben, nach vorne schauen – so könnte man meinen. In der Kommunikationsmaschinerie Hochulis schien diese Sichtweise noch nicht vorzuherrschen. Zwar liess ihr Sprecher ausrichten, dass es ihr «leid tue, falls sie etwas getan haben sollte, das trotz Billag-Absolution nicht in Ordnung sein sollte». Am Tag darauf, als der Artikel also längst erschienen war, schrieb der gleiche Sprecher: Frau Hochuli werde künftig die Gebühren entrichten, «falls sie dazu verpflichtet ist». Einsicht tönt anders.</p>
<p>Das deutet darauf hin, dass es Hochuli eben doch in erster Linie ums Rebellentum geht. Sie schien gar richtiggehend stolz auf ihren «zivilen Ungehorsam», sonst hätte sie gegenüber dem SRF-Moderator ihre Billag-Verweigerung kaum bereits im Vorgespräch erwähnt. Weshalb für etwas bezahlen, das man nicht konsumiert? Ich kann dieser Sichtweise durchaus etwas abgewinnen – nur greift sie zu kurz.</p>
<p>Gerade als hochrangige Behördenvertreterin muss die Aargauer Politikerin ein vitales Interesse daran haben, dass die demokratisch legitimierten Gesetze eingehalten werden. Da muss sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen, so wenig sie die entsprechenden Paragraphen gutheisst. Sonst leistet sie genau jenen Kräften Vorschub, die sich um demokratische Spielregeln foutieren, weil «die da oben» ja ohnehin machten, was sie wollten.</p>
<p>Mit der Gebührenverweigerung macht Susanne Hochuli zudem unfreiwillig Werbung für die neue Medienabgabe, die ab 2018 alle Haushalte zahlen sollen &#8211; unabhängig von der konkreten Mediennutzung und den vorhandenen Empfangsgeräten. Kontrollen, wer mit welchen Geräten welche Programme konsumiert, werden damit obsolet. Es ist die Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet eine Billag-Verweigerin das beste Argument für eine flächendeckende Abgabepflicht liefert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/so-lief-der-pr-gau-fuer-regierungsraetin-hochuli-ab/">So lief der PR-Gau für Regierungsrätin Hochuli ab</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 13:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="color: #464646;">Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/">Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 07:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska von Grünigen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Gilli]]></category>
		<category><![CDATA[Tele Züri]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein freundlich-fieses Staccato ist längst landesweit bekannt. Pointiert, blitzschnell und mit fast schon besessener Hartnäckigkeit talkt Markus Gilli seit über 15 Jahren im regionalen TV.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/">Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sein freundlich-fieses Staccato ist längst landesweit bekannt. Pointiert, blitzschnell und mit fast schon besessener Hartnäckigkeit talkt Markus Gilli seit über 15 Jahren im regionalen TV.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/03/markus-gilli-die-welt-ist-am-arsch/">Markus Gilli: «Die Welt ist am Arsch!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Peinliche Folklore</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Radio DRS]]></category>
		<category><![CDATA[Chez les Welsch]]></category>
		<category><![CDATA[DRS 3]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Röstigraben]]></category>
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		<category><![CDATA[Westschweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/logo_welsch.jpg" alt="" width="120" height="136" /> «Chez les Welsch» hiess es bis am letzten Freitag während rund zwei Wochen auf DRS 3. Die angekündigte Entdeckung einer «unbekannten Welt» blieb jedoch aus. Hitparadenmoderator und wenig sensibler Vielschwätzer Nik Thomi und seine Begleiterin Carole blieben angesichts der spannenden Herausforderung erschreckend belanglos. Klischees und Sozialfolklore waren Thomi wie auch Produzent Stephan Lütolf wichtiger als das, was die Romands tatsächlich bewegt.<br />
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Wenn die SRG mit den beiden Wochen <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/themen/panorama/272008.chez-les-welsch.html" target="_blank">«Chez les Welsch»</a> dazu beitragen könne, dass sich die Eidgenossen besser kennenlernten, dann erfülle sich damit eine wichtige Aufgabe des Service Public, meinte SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/focus/2655.sh10182617.html" target="_blank">Talksendung «Focus»</a> auf DRS 3 zum vielversprechenden Auftakt von «Chez les Welsch». Zwei Wochen später müsste De Weck zur Einsicht gelangt sein, dass sein Herzensanliegen bei diesem Versuch nicht erfüllt wurde, weil DRS 3 das Thema schlicht nicht ernst genommen hat.</p>
<p>Das Vorhaben war ehrgeizig und der Anspruch kein geringerer, als die «unbekannte Welt» jenseits des Röstigrabens zu «entdecken». Doch die unbekannte Welt entpuppte sich unter den zum Teil linkischen Aktionen von Hitparadenmoderator Thomi und seiner Begleiterin, einer nach Zürich emigrierten Romande, als die sattsam bekannte, die aus den ewig gestrigen Klischees besteht. Ob die Romands bereits um 11 Uhr vormittags zum Apéritif greifen, geriet zu einer zentralen Frage über Mentalitätsunterschiede, zu der sich etwa Michel Bron aus Chenaux, ein «kerniger Winzer» mit «Charakterkopf» äussern musste. Die Strassenumfrage <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/live-aus-lausanne/275708.280919.audioslideshow-sprechen-sie-deutsch.html" target="_blank">«Sprechen Sie Deutsch?»</a> in Lausannes Altstadt (in Oliver Pocher-Überrumpelungsmanier) gipfelte im Fazit, dass die Romands kein Deutsch und umgekehrt die Deutschschweizer auch kein Französisch können und ergo eine Pattsituation besteht.</p>
<p>Die meisten der Stationen (etwa der Besuch bei den Eltern von Thomis Begleiterin in Palézieux, beim Radiosender Couleur 3, an der Fête de la Cité Lausanne, beim Ostschweizer Daniel Meienberger, alias designierter Gemeindepräsident von Echichens oder die morgendlichen Liveschaltungen des Moderatorenduos aus einem Lausanner Café-Tabac) sind auf der DRS Website nachzulesen oder als Bilderstrecken mit Ton oder teilweise nichts sagenden und peinlichen Bildlegenden nachgestellt. Auch die Gestaltung der Site ist missglückt. Den Romand schlechthin hat der Zeichner nämlich als stoppelbärtigen Säufer dargestellt. Da kommt einem als Radiohörer (und Webuser) eine Realität entgegen, die man mühelos in beliebigen Souvenirläden an gut frequentierten Passagen entlang des Genfersees überprüfen kann. Da helfen De Wecks filigrane Analysen im Interview nicht darüber hinweg; auch nicht die erhellenden Exkurse von Historiker Georg Kreis, dem Leiter des Europainstitutes an der Uni Basel, noch die stellenweise bemerkenswerten Reportagen der Input-Redaktion über das Verhältnis von Romands und Deutschschweizern, die ebenfalls Bestandteil der beiden Wochen über die Westschweizer Terra incognita waren.</p>
<p>Das Westschweizer Fernsehen hat denn auch bereits nach wenigen Tagen die Aktion der Deutschschweizer Kollegen verrissen. Im Verlauf der verschiedenen Begegnungen seien die Sorgen der Romands kaum thematisiert und beispielsweise über das Phänomen des Wirtschaftsbooms sei nicht gesprochen worden. «Die moderne und aktive Romandie hat es immer noch schwer, den Röstigraben zu überwinden», lautet das <a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-19h30/3235490-une-equipe-de-la-radio-alemanique-est-a-lausanne-pour-partir-a-la-decouverte-des-suisses-romands.html#id=3235490" target="_blank">Fazit der TSR-Journalisten</a>.</p>
<p>Diesen Brückenschlag hat SRG-Generaldirektor de Weck dem öffentlichen Radio und Fernsehen der Schweiz ins Stammbuch geschrieben. «Die Weltsicht der beiden Kulturen ist unglaublich unterschiedlich. Wenn sie sich verstehen, dann nur dank dem Willen zum Zusammenleben und dank gescheiten Institutionen. Das ist einer der grossen Lebensinhalte von mir.» Wenn es de Weck ernst meint mit seinem Anliegen, dann dürfen Projekte in der Art von «Chez les Welsch» in Zukunft nicht mehr im Seichten versanden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/04/peinliche-folklore/">Peinliche Folklore</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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