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	<title>Gratiszeitung | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>«Metro», die Mutter aller Gratisblätter, ist am Ende</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/09/04/metro-die-mutter-aller-gratisblaetter-ist-am-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2019 04:28:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die schwedische Pendlerzeitung «Metro» ist nach fast 25 Jahren eingestellt worden. Das erste Gratisblatt der Welt hatte einst die Zeitungswelt revolutioniert und seinen Nachahmerzeitungen über 18 Millionen Leserinnen und Leser rund um den Globus beschert.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/04/metro-die-mutter-aller-gratisblaetter-ist-am-ende/">«Metro», die Mutter aller Gratisblätter, ist am Ende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwedische Pendlerzeitung «Metro» ist nach fast 25 Jahren eingestellt worden. Das erste Gratisblatt der Welt hatte einst die Zeitungswelt revolutioniert und seinen Nachahmerzeitungen über 18 Millionen Leserinnen und Leser rund um den Globus beschert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/04/metro-die-mutter-aller-gratisblaetter-ist-am-ende/">«Metro», die Mutter aller Gratisblätter, ist am Ende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lokale Gratiszeitungen stabil im Markt: «Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Leser»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/29/wir-richten-uns-nach-den-beduerfnissen-der-leser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 15:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stabil im Lesermarkt, relativ stabil im Werbemarkt: Regionale und lokale Gratiszeitungen sind ein fester Wert in der Medienlandschaft. Was sind ihre Stärken? Können sie als Nischenplayer davon profitieren, wenn Bezahl-Tageszeitungen fusionieren oder im Lokalbereich sparen müssen? Sie erreichen Leute, die keine andere Zeitung lesen. Sie sind regional und lokal oft sehr verankert. Sie werden häufig <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/29/wir-richten-uns-nach-den-beduerfnissen-der-leser/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stabil im Lesermarkt, relativ stabil im Werbemarkt: Regionale und lokale Gratiszeitungen sind ein fester Wert in der Medienlandschaft. Was sind ihre Stärken? Können sie als Nischenplayer davon profitieren, wenn Bezahl-Tageszeitungen fusionieren oder im Lokalbereich sparen müssen?</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-71867" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Gratiszeitungen_20190826a-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Sie erreichen Leute, die keine andere Zeitung lesen. Sie sind regional und lokal oft sehr verankert. Sie werden häufig in alle Briefkästen verteilt, und sie sind manchmal auch gleichzeitig Amtsblatt. Und sie bilden in ihrer Gesamtheit eine beeindruckende Gruppe: die wöchentlich erscheinenden Gratiszeitungen.</p>
<p>Allein die 28 Titel der Swiss Regiomedia AG kommen in der Kombination Swissregio Kombi zusammen mit drei weiteren Titeln auf über eine Million Leserinnen und Leser. Und die 21 Zeitungen, die sich zum <a href="https://www.gratiszeitungen.ch/Home/page.aspx" target="_blank" rel="noopener">Verband Schweizer Gratiszeitungen</a> VSGZ zusammengeschlossen haben, erreichen gemeinsam die Hälfte der Haushalte in der Deutschschweiz.</p>
<blockquote><p>«Klar sind die Werbeeinnahmen leicht rückläufig, das bewegt sich jedoch im einstelligen Prozentbereich.»</p></blockquote>
<p>Einer dieser VSGZ-Titel ist der <a href="https://www.fridolin.ch/die-zeitung" target="_blank" rel="noopener">«Fridolin»</a>, der im Kanton Glarus in einer Auflage von etwas mehr als 32&#8217;000 Exemplaren wöchentlich verteilt wird. «Reichweite, Kundennähe, Glaubwürdigkeit, Flexibilität», nennt Maya Ziegler, Geschäftsleiterin von Fridolin Druck und Medien, als Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen im Markt für regionale Gratiszeitungen.</p>
<p>«Reichweite und stabile Auflage» sind denn laut Ziegler auch Stärken des «Fridolins», zudem werde seine «wertkonservative Ausrichtung» geschätzt. Die Zeitung steht nun im 55. Lebensjahr und wird, so Ziegler, ständig verändert und angepasst: «Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Leser, nehmen sie ernst und reagieren schnell.»</p>
<p>Im Lesermarkt sei der «Fridolin» «extrem stabil», im Werbemarkt gehe es ihm nach wie vor gut. Ziegler: «Klar sind die Werbeeinnahmen leicht rückläufig, das bewegt sich jedoch im einstelligen Prozentbereich.»</p>
<p>Nicht einverstanden ist Ziegler mit der Aussage, Lokalzeitungen – und damit auch lokale und regionale Gratiszeitungen – seien weniger von der Werbekrise betroffen als überregionale Zeitungen: «Wer immer diese Feststellung gemacht hat und solches behauptet, will die eigenen Verluste schönreden oder verdrängen», sagt sie. «Das trifft nicht zu. Vielleicht kämpfen die Lokalmedien intensiver und mit mehr Herzblut.»</p>
<blockquote><p>«Die Nähe zu den werbetreibenden Kunden, zu jedem einzelnen Gewerbler ist wichtig, dazu eine attraktive Tarifgestaltung im Werbemarkt.»</p></blockquote>
<p>Martina Barth, Geschäftsführerin der <a href="https://swissregiomedia.ch/" target="_blank" rel="noopener">Swiss Regiomedia AG</a> SRM mit ihren 28 Titeln, stimmt der Aussage hingegen zu: «Ja, wir sehen das am Lokal- und Regionalumsatz der Titel, der weitgehend stabil ist.» Der nationale Umsatz sei indes «noch nicht wieder auf dem gewohnten Niveau», dies aber aus organisatorischen Gründen.</p>
<p>Denn bei der Swiss Regiomedia ist aktuell noch einiges in Bewegung. Sie besteht seit 2017 aus 25 Titeln – von den «Aarauer Nachrichten» bis zur «Zuger Woche» –, die früher zu den Zehnder-Medien gehörten und <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/22/blochers-brueckenkopf-in-die-zeitungszukunft/" target="_blank" rel="noopener">2017 von Christoph Blocher gekauft</a> wurden. Dazu kommen <a href="https://www.tagblattzuerich.ch/home.html" target="_blank" rel="noopener">«Tagblatt der Stadt Zürich»</a>, <a href="https://ruemlanger.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Furttaler» und «Rümlanger»</a>, die rückwirkend per Anfang 2017 übernommen wurden.</p>
<p></p>
<p>Im März dieses Jahres hat das Unternehmen laut Barth ein neues nationales Verkaufsteam in Zürich etabliert, «um den Werbeauftraggebern und Agenturen den Zugang zur Titelvielfalt der SRM in der Deutschschweiz zu erleichtern».</p>
<p>Als wichtigstes Element für Erfolg im Leser- und Werbemarkt nennt Barth die lokale Verankerung und Präsenz vor Ort: «Die Nähe zu den werbetreibenden Kunden, zu jedem einzelnen Gewerbler ist wichtig, dazu eine attraktive Tarifgestaltung im Werbemarkt.» Ausserdem brauche es die lokale Verankerung, damit die Journalisten erkennen könnten, was die Leser bewege und interessiere.</p>
<p>Bei den Leserzahlen sind die Swiss-Regiomedia-Titel laut Barth stabil. Nicht zuletzt spiele die Zustellung direkt in die Briefkästen der Leser eine wichtige Rolle: «Unsere Zeitungen haben eine Haushaltsabdeckung bis zu 100 Prozent.»</p>
<blockquote><p>«Die Fokussierung auf die Region, ihre Menschen, Vereine, Firmen und Gemeinden erzeugt eine sehr hohe Leserbindung.»</p></blockquote>
<p>Auch für Stefan Biedermann, Leiter der Wochenzeitungen von CH Media, die mit dem <a href="https://www.lba.azmedien.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Lenzburger Bezirks-Anzeiger»</a> (mit «Der Seetaler» und «Der Lindenberg») die Region Lenzburg und Seetal abdeckt, liegt eine gros­se Stärke in der hundertprozentigen Abdeckung eines lokalen Gebiets – gerade für Werbekunden: «Die Fokussierung auf die Region, ihre Menschen, Vereine, Firmen und Gemeinden erzeugt eine sehr hohe Leserbindung, und Inseratenwerbung wird als wichtige Information wahrgenommen.»</p>
<p>Als Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auftritt im Markt nennt Biedermann die lokale Verankerung von Redaktion und Verkaufsteam, die inhaltliche Ausrichtung auf lokale Ereignisse sowie die Position als amtliches Publikationsorgan der Gemeinden. Der «Lenzburger Bezirks-Anzeiger» (inklusive «Der Seetaler» und «Der Lindenberg») erscheinen in einer Auflage von etwas über 35&#8217;000 Exemplaren.</p>
<p>Im Werbemarkt stellt Biedermann einen «intensiven Wettbewerb» fest. Beim «Lenzburger Bezirks-Anzeiger» sei der Werbeumsatz 2018 im Vergleich zu 2017 stabil geblieben, sei aber im längerfristigen Trend leicht rückläufig: «Die Kernzielgruppe, lokal tätige KMU, nutzen heute eine Vielzahl von Werbemöglichkeiten, angefangen vom einfachen Direct-Mail bis hin zum Sponsoring des lokalen Turnvereins.»</p>
<p>Marc Hiltbrunner, Verlagsmanager der <a href="http://www.ims-sport.ch/de/medien-_content---1--1016.html" target="_blank" rel="noopener">IMS Medien AG</a>, sieht seinen <a href="https://baernerbaer.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Bärnerbär»</a> als Lokalmedium weniger von der Inseratenkrise betroffen als überregionale Zeitungen. «Wir haben den Vorteil, dass wir nicht die Rolle der Vierten Gewalt im Staat einnehmen müssen. Wir können deshalb positiver und konstruktiver sein als andere Medien und müssen auf niemanden einhauen», so Hiltbrunner. Das werde von Leserschaft und Kunden geschätzt.</p>
<p>Die Zeitung entwickle sich im Werbemarkt «sehr gut», die Umsatzzahlen stiegen stetig, «auch weil wir im Bereich Sponsored Content verschiedene kreative Lösungen anbieten», so Hiltbrunner. Der «Bärnerbär» wird seit April dieses Jahres neben der Verteilung in die Haushalte auch in 66 Verteilboxen angeboten, die man vom eingestellten «Blick am Abend» übernehmen konnte. Deshalb habe man die Auflage um 10&#8217;000 Exemplare erhöht und erscheine nun mit knapp 104&#8217;000 Exemplaren.</p>
<blockquote><p>«Wir versuchen Themen abzudecken, die sonst nirgends in diesem Umfang und dieser Form zu finden sind.»</p></blockquote>
<p>Inhaltlich setze die Zeitung auf Hintergrundgeschichten, «Nähe zu den Menschen», auch Boulevard mit Prominenten und VIPs. Hiltbrunner: «Wir gehen auf die Bedürfnisse unserer Leser sowie unserer Werbekunden ein und versuchen, regionale Themen abzudecken, die sonst nirgends in diesem Umfang und dieser Form zu finden sind.»</p>
<p>Regionale und vor allem lokale Themen stehen auch bei Gratis-Quartierzeitungen im Zentrum. Fredy Haffner, Verlagsleiter der <a href="https://hoengger.ch/" target="_blank" rel="noopener">Zürcher Quartierzeitung «Höngger»</a>, die alle zwei Wochen in einer Auflage von etwas über 13&#8217;000 Exemplaren verteilt wird, hat kürzlich mit seinem Team mit einer <a href="https://hoengger.ch/wp-content/uploads/2019/05/20190509-endfassung.pdf" target="_blank" rel="noopener">quasi leeren Sonderausgabe</a> des «Höngger» und einem hochkarätig besetztem Podiumsgespräch weit über das Zürcher Quartier hinaus Aufmerksamkeit erregt. Höngg, aber auch andere Quartiere, kämen in den Medien weit weniger vor als früher, sagt Haffner: «Die Lokalberichterstattung in Zeitungen wie dem ‹Tages-Anzeiger› hat in den letzten Jahren massiv abgenommen. Das ist unter anderem wegen des Stellenabbaus zwar nachvollziehbar, aber die lokale Berichterstattung fehlt dann dort.»</p>
<p>Doch obwohl der «Höngger» die lokalen Themen abdeckt, die grössere Zeitungen nun nicht mehr bringen, hat ihm das im Werbemarkt keine zusätzlichen Einnahmen beschert. Im Gegenteil: Die Aktion mit Sondernummer und Podiumsgespräch diente dazu, auf die wirtschaftlich schwierige Lage des «Höngger» und den Rückgang im Bereich Werbung hinzuweisen.</p>
<blockquote><p>«Der lokale Anzeigemarkt ist weiterhin recht stabil.»</p></blockquote>
<p>«Auch die Mitglieder unseres Verbandes spüren den Anzeigenrückgang, die einen mehr, andere weniger, einige gar nicht», stellt Dani Sigel fest. Er ist Präsident des Verbands Schweizer Gratiszeitungen und CEO der Zürcher Oberland Medien AG, die mit «Regio» und «Glattaler» zwei Gratis-Wochenzeitungen herausgibt.</p>
<p>Laut Sigel sind in erster Linie die nationalen Print-Anzeigenkampagnen massiv eingebrochen, die Gratiszeitungen hingegen lebten zu 95 Prozent von lokalen Kunden, und: «Dieser Markt ist weiterhin recht stabil.»</p>
<p>Als Rezept für einen erfolgreichen Marktauftritt nennt Sigel «nah sein beim Leser, beim Kunden, spüren, was in der Region passiert, was die Menschen beschäftigt, berührt und bewegt». Ein Vorteil der Gratiszeitungen sei, dass sie keine Einnahmen aus Abos hätten – und deshalb auch keine entsprechende Infrastruktur und das dazu notwendige Personal bräuchten. «Der Verleger kann die Auflage und damit Kosten wie auch Marktdurchdringung immer wieder neu beurteilen und steuern», sagt er. Grundsätzlich, so ­Sigel, sei die Leserschaft der Gratiszeitungen jedoch sehr stabil.</p>
<p>Stabile Verhältnisse also – und dies in einem bewegten Umfeld: Bei den regionalen und überregionalen Bezahl-Tageszeitungen gibt es einen Trend zu Fusionen und Kopfblattsystemen. Und die Redaktionen müssen sparen, auch im Lokalbereich. Schafft dies Lücken, von denen die Gratiszeitungen als «Nischenplayer» im Werbe- und Lesermarkt profitieren können?</p>
<p>«Auf jeden Fall», findet Marc Hiltbrunner. Durch die Zentralisierungen und Kopfblattsysteme der Tageszeitungen sei zum Beispiel der «Bärnerbär» im Vergleich noch viel regionaler positioniert und könne dies nutzen: «Wenn andere die Regionalität vernachlässigen, rücken wir immer mehr in den Vordergrund.»</p>
<blockquote><p>«Für viele Menschen ist ein gut gemachter Anzeiger heute ein unverzichtbarer Begleiter für den Alltag.»</p></blockquote>
<p>Laut Stefan Biedermann vom «Lenzburger Bezirks-Anzeiger» erfreuen sich Anzeiger mit einer publizistischen Tradition und einer qualitativ guten Berichterstattung über eine klar definierte Region einer hohen Beliebtheit: «Für viele Menschen ist ein gut gemachter Anzeiger heute ein unverzichtbarer Begleiter für den Alltag.»</p>
<p>Natürlich sei die Unabhängigkeit von den mächtigen Verlagen ideal, findet Maya Ziegler, doch: «Der ‹Fridolin› ist mit Sicherheit kein Nischenplayer.» Zudem müssten Gratiszeitungen genauso wie die Bezahlzeitungen Produktions-, Druck- und Vertriebskosten finanzieren.</p>
<p>«Wir sehen uns mit über einer Million Lesern in der Deutschschweiz nicht als Nischenplayer», sagt auch Martina Barth von Swiss Regiomedia: «Wenn Bezahlmedien in bestimmten Regionen in der Lokalberichterstattung schwächer werden oder sich zurückziehen sollten, würden wir in jedem Fall prüfen, ob das Verbreitungs­gebiet für uns interessant sein könnte.»</p>
<p><small>Bild: swissregiomedia.ch</small></p>
<p>Der Artikel ist zuerst in «Marketing &amp; Kommunikation» Nr. 6–7/19 erschienen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/29/wir-richten-uns-nach-den-beduerfnissen-der-leser/">Lokale Gratiszeitungen stabil im Markt: «Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Leser»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gratiszeitung «Metro» am Ende</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/13/gratiszeitung-metro-am-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2019 08:51:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Metro]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Metro» entwickelte sich von einer Stockholmer U-Bahn-Zeitung zum weltweit grössten Zeitungsherausgeber. Nach 24 Jahren ist nun Schluss.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/gratiszeitung-metro-am-ende/">Gratiszeitung «Metro» am Ende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Metro» entwickelte sich von einer Stockholmer U-Bahn-Zeitung zum weltweit grössten Zeitungsherausgeber. Nach 24 Jahren ist nun Schluss.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/gratiszeitung-metro-am-ende/">Gratiszeitung «Metro» am Ende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deshalb werden die leeren Kästen von «Blick am Abend» zum Problem</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/01/08/deshalb-werden-die-leeren-kaesten-von-blick-am-abend-zum-problem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2019 10:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Ende Dezember stehen in der ganzen Schweiz leere «Blick am Abend»-Kästen herum. Die Boxen werden oft als Mülleimer missbraucht, sagt die Stadt Bern.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/08/deshalb-werden-die-leeren-kaesten-von-blick-am-abend-zum-problem/">Deshalb werden die leeren Kästen von «Blick am Abend» zum Problem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ende Dezember stehen in der ganzen Schweiz leere «Blick am Abend»-Kästen herum. Die Boxen werden oft als Mülleimer missbraucht, sagt die Stadt Bern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/08/deshalb-werden-die-leeren-kaesten-von-blick-am-abend-zum-problem/">Deshalb werden die leeren Kästen von «Blick am Abend» zum Problem</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blochers kaum beachtete Basis</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/11/24/blochers-kaum-beachtete-basis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Nov 2018 09:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit seinen Gratisanzeigern operiert Christoph Blocher in einem Pressesektor, der kommerziell noch gut funktioniert. Auch wenn das redaktionelle Angebot dieser Blätter bescheiden ist, haben diese Plattformen doch politisches Potenzial.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/24/blochers-kaum-beachtete-basis/">Blochers kaum beachtete Basis</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seinen Gratisanzeigern operiert Christoph Blocher in einem Pressesektor, der kommerziell noch gut funktioniert. Auch wenn das redaktionelle Angebot dieser Blätter bescheiden ist, haben diese Plattformen doch politisches Potenzial.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/24/blochers-kaum-beachtete-basis/">Blochers kaum beachtete Basis</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blocher kauft ein weiteres Gratisblatt im Kanton Zürich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/30/blocher-kauft-ein-weiteres-gratisblatt-im-kanton-zuerich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2018 13:44:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeitungshaus AG von SVP-Doyen Christoph Blocher kauft den «Winterthurer Stadtanzeiger» und vergrössert ihren Fussabdruck im Kanton Zürich weiter. Die Zürcher Oberland Medien AG bricht mit dem Verkauf ihre Expansionsstrategie nach Winterthur ab.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/30/blocher-kauft-ein-weiteres-gratisblatt-im-kanton-zuerich/">Blocher kauft ein weiteres Gratisblatt im Kanton Zürich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitungshaus AG von SVP-Doyen Christoph Blocher kauft den «Winterthurer Stadtanzeiger» und vergrössert ihren Fussabdruck im Kanton Zürich weiter. Die Zürcher Oberland Medien AG bricht mit dem Verkauf ihre Expansionsstrategie nach Winterthur ab.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/30/blocher-kauft-ein-weiteres-gratisblatt-im-kanton-zuerich/">Blocher kauft ein weiteres Gratisblatt im Kanton Zürich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Christoph Blocher «muss» eine Kolumne schreiben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/08/24/christoph-blocher-muss-eine-kolumne-schreiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 12:13:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte er ja gar nicht, aber dann wurde er regelrecht bekniet, es doch zu tun. Und nun tut er es halt. Ein Auftrag, und kommt er vom Volk, wird ausgeführt. Verleger Christoph Blocher schreibt auf vielfachen Wunsch hin fortan eine wöchentliche Kolumne in seinen Gratiszeitungen vom Bodensee bis in den Aargau, wie er jüngst in einem Editorial als Verleger verlauten liess. Damit werden frühere Aussagen Lügen gestraft, wonach die ehemaligen Zehnder-Zeitungen keine Blocher-Blättchen werden sollen. Dass es anders kam, kann indes nicht wirklich überraschen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/24/christoph-blocher-muss-eine-kolumne-schreiben/">Christoph Blocher «muss» eine Kolumne schreiben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte er ja gar nicht, aber dann wurde er regelrecht bekniet, es doch zu tun. Und nun tut er es halt. Ein Auftrag, und kommt er vom Volk, wird ausgeführt. Verleger Christoph Blocher schreibt auf vielfachen Wunsch hin fortan eine wöchentliche Kolumne in seinen Gratiszeitungen vom Bodensee bis in den Aargau, wie er jüngst in einem Editorial als Verleger verlauten liess. Damit werden frühere Aussagen Lügen gestraft, wonach die ehemaligen Zehnder-Zeitungen keine Blocher-Blättchen werden sollen. Dass es anders kam, kann indes nicht wirklich überraschen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/24/christoph-blocher-muss-eine-kolumne-schreiben/">Christoph Blocher «muss» eine Kolumne schreiben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blocher-Blättli: es kommt, wie es kommen musste</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/08/09/blocher-blaettli-es-kommt-wie-es-kommen-musste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2018 06:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=59843</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Christoph Blocher die Gratiszeitungen des Zehnder-Verlags übernahm, sagte der SVP-Politiker, mit dem Kauf verfolge er keine politischen Ziele, die Redaktionen blieben unabhängig. Das mochte man schon damals nicht richtig glauben. Warum würde er sonst Zeitungen kaufen? Diese Woche nun erschien ein Artikel aus Blochers Feder und ein Inserat mit einem Blocher-Interview in seinen Zeitungen. Dass der Artikel in die Blätter kam, hat CEO Marcel Geissbühler entschieden. Blocher habe ihm den Text zur Publikation angeboten. Offenbar ein unwiderstehliches Angebot. Geissbühler fand den Artikel «hervorragend geschrieben und vom Thema her interessant», wie Christoph Bernet auf Watson berichtet. Wenn Blocher weiterhin so toll schreibt, wird man noch öfter von ihm in seinen Zeitungen lesen können.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/09/blocher-blaettli-es-kommt-wie-es-kommen-musste/">Blocher-Blättli: es kommt, wie es kommen musste</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Christoph Blocher die Gratiszeitungen des Zehnder-Verlags übernahm, sagte der SVP-Politiker, mit dem Kauf verfolge er keine politischen Ziele, die Redaktionen blieben unabhängig. Das mochte man schon damals nicht richtig glauben. Warum würde er sonst Zeitungen kaufen? Diese Woche nun erschien ein Artikel aus Blochers Feder und ein Inserat mit einem Blocher-Interview in seinen Zeitungen. Dass der Artikel in die Blätter kam, hat CEO Marcel Geissbühler entschieden. Blocher habe ihm den Text zur Publikation angeboten. Offenbar ein unwiderstehliches Angebot. Geissbühler fand den Artikel «hervorragend geschrieben und vom Thema her interessant», wie Christoph Bernet auf Watson berichtet. Wenn Blocher weiterhin so toll schreibt, wird man noch öfter von ihm in seinen Zeitungen lesen können. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/09/blocher-blaettli-es-kommt-wie-es-kommen-musste/">Blocher-Blättli: es kommt, wie es kommen musste</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fleury macht Blocher einen Strich durch die Rechnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/05/30/fleury-macht-blocher-einen-strich-durch-die-rechnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 May 2018 15:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=57853</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jean-Marie Fleury, Gründer und Herausgeber der kostenlosen Wochenzeitungen GHI und Lausanne Cités greift auf sein Vorkaufsrecht zurück und sichert sich damit alle Anteile an den beiden Titeln, die bislang der Tamedia Gruppe gehörten. Fleury macht damit dem Zeitungshaus S.A. einen Strich durch die Rechnung, hinter dem der Zürcher Unternehmer und Verleger Christoph Blocher steht. Blocher <a href="http://www.horizont.net/schweiz/nachrichten/GHILausanne-Cits-Fleury-macht-Blocher-einen-Strich-durch-die-Rechnung-167344?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fswiss&#038;utm_medium=newsletter&#038;utm_campaign=nl15502&#038;utm_term=de8c722cd9b8fcac74b13a1a5922629b">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jean-Marie Fleury, Gründer und Herausgeber der kostenlosen Wochenzeitungen GHI und Lausanne Cités greift auf sein Vorkaufsrecht zurück und sichert sich damit alle Anteile an den beiden Titeln, die bislang der Tamedia Gruppe gehörten. Fleury macht damit dem Zeitungshaus S.A. einen Strich durch die Rechnung, hinter dem der Zürcher Unternehmer und Verleger Christoph Blocher steht. Blocher plante, die Tamedia-Anteile zu übernehmen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/30/fleury-macht-blocher-einen-strich-durch-die-rechnung/">Fleury macht Blocher einen Strich durch die Rechnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wiener Verhältnisse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/07/wiener-verhaeltnisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Herwig G. Höller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 13:44:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Dichand]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[heute]]></category>
		<category><![CDATA[heute.at]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia expandiert ostwärts: Das Zürcher Medienhaus will sich in Wien an «Heute» beteiligen und die Mehrheit von heute.at übernehmen. Die grösste Gratiszeitung Österreichs lebte bis anhin gut von den Inseraten staatlicher Stellen, ein System, das stark an die SPÖ gekoppelt war. Unter dem neuen Kanzler könnte damit nun Schluss sein. Raubüberfälle auf Supermärkte oder Luxusvillen, <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/07/wiener-verhaeltnisse/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/07/wiener-verhaeltnisse/">Wiener Verhältnisse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tamedia expandiert ostwärts: Das Zürcher Medienhaus will sich in Wien an «Heute» beteiligen und die Mehrheit von heute.at übernehmen. Die grösste Gratiszeitung Österreichs lebte bis anhin gut von den Inseraten staatlicher Stellen, ein System, das stark an die SPÖ gekoppelt war. Unter dem neuen Kanzler könnte damit nun Schluss sein.</strong></p>
<p>Raubüberfälle auf Supermärkte oder Luxusvillen, die Hochzeit eines Sprösslings der Wiener Kaffeeröster- und Bankiersdynastie Meinl oder die Sorgen eines kleinen Dorfes in Niederösterreich, das unbedingt einen katholischen Priester in seiner Gemeinde haben möchte: Es waren diese Themen, mit denen sich «Heute» in den letzten Tagen beschäftigt hat. Wenn es sich anbietet, schreibt die Zeitung freilich auch über internationale Grossereignisse und beleuchtet die grossen Straftäter Österreichs in all ihren Facetten – 2010 machte man einmal mit einem US-Arzt auf, der das Gehirn eines österreichischen «Kellermonsters» scannen wolle.</p>
<p>Mit einer täglich verbreiteten Auflage von 626&#8217;000 Stück war die österreichische Gratiszeitung «Heute» 2015 das zweitauflagenstärkste Printmedium des Landes. hinter der Bezahlzeitung «Kronen Zeitung» mit 810&#8217;000 Exemplaren und vor der Gratiszeitung «Österreich» <a href="http://www.oeak.at/wp-content/uploads/2016/06/KORR_J_2015.pdf" target="_blank">mit 540&#8217;000</a>. Mit der journalistischen Qualität des Blattes hat der Erfolg von «Heute» nur wenig zu tun. Der Grund ist vielmehr eine medienpolitische Anomalie in Wien. Ohne Bundeskanzler Faymann und seine SPÖ hätte es die beachtliche wirtschaftliche Entwicklung von «Heute» wohl kaum gegeben. Auch «Kronen Zeitung» und «Österreich» profitierten von Staats- und Parteinähe.</p>
<p>Die drei Zeitungen dürfen als Leitmedien einer nunmehr zu Ende gegangenen Politära gelten, da nach dem Rücktritt von Kanzler Faymann ungewiss ist, ob die bisher enge Bindung von Medien und Politik weiter funktioniert.</p>
<p>Bereits in die Gründung im Jahr 2004 war neben Eva Dichand, der Schwiegertochter des Herausgebers, Chefredakteurs und Miteigentümers der «Kronen Zeitung», Hans Dichand , auch Werner Faymanns jahrzehntelanger Weggefährte und Ex-Pressesprecher Wolfgang Jansky involviert. Noch 2015 ordneten ihn innenpolitische Beobachter dem engsten Zirkel des damaligen Bundeskanzlers zu. Jansky war zuvor lange mit einer wichtigste politischen Mitstreiterinnen Faymanns liiert, später arbeitete eine Lebensgefährtin von Jansky als Pressesprecherin von Faymanns rechter Hand im Bundeskanzleramt und Faymanns Gattin verdingte sich zwischenzeitlich für ein von Jansky kontrolliertes Magazin.</p>
<p>Die Rede ist aber nicht nur von einem Freundeskreis, der sich erfolgreich in Politik und Medien betätigt. Werner Faymann hatte als Wiener Wohnbaustadtrat (1994-2007), Infrastrukturminister (2007-2008) und schliesslich Bundeskanzler (2008-2016) ein System perfektioniert, in dem von ihm und seinen Parteifreunden kontrollierte öffentliche Dienststellen massivst in den auflagenstarken Boulevard inserierten und dafür auch zumeist freundliche Berichterstattung ernteten. Mit raren Ausnahmen: Im November 2011 veröffentlichte «Heute» einen Beitrag, in dem von gefälschten Leserbriefen aus der SPÖ-Parteizentrale über «grossartige Regierungsarbeit» berichtet wurde. Einen Tag später war der damaligeChefredakteur Wolfgang Ainetter seinen Job los. Nach Ainetters Darstellung soll Herausgeberin Eva Dichand gesagt haben: «Ich verbiete Ihnen kritischen Journalismus». Dichand dementiert.</p>
<p>Das Ausmass von Staatsgeldern,die in «Heute» flossen, wurde schliesslich 2014 sichtbar. Ausgehend von den offiziellen Werbetarifen hatte die <a href="https://www.dossier.at/dossiers/gratiszeitung-heute/im-netz-der-gratiszeitung/" target="_blank">Rechercheplattform «Dossier»</a> eine Summe von 84 Millionen Euro berechnet, die zwischen 2004 und 2014 für Inserate an «Heute» geflossen sein soll, knapp die Hälfte davon aus der SPÖ-regierten Stadt Wien. Die Plattform beschäftigte sich zudem mit einer SPÖ-nahen Gesellschaft, die bei der Gründung von «Heute» eine Rolle gespielt haben soll, und zog sich mit ihren Recherchen den Zorn von Dichand und ihrer Zeitung zu. «Die Redaktion von &#8218;Heute&#8216; ist empört darüber, dass ihre tägliche, objektive Arbeit ständig durch Denunzierungen in den Schmutz gezogen wird. Tatsache ist, es gibt keinen Einfluss auf die redaktionelle Arbeit, weder von Inserenten noch politischen Parteien», <a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140916_OTS0164/dossierat-bekommt-medien-zukunftspreis-2014-fuer-schlecht-recherchierte-denunzierungen" target="_blank">erklärte Chefredakteur Christian Nusser</a> «im Namen der gesamten Redaktion», nachdem «Dossier» im September 2014 mit einem Medienpreis ausgezeichnet worden war.</p>
<p>Die Publikation des «Heute»-Dossiers kündet aber auch von einer politischen Klimaveränderung in Österreich, die mit wachsender Kritik an intransparenten Inseratevergaben begonnen hatte. 2011 war von der Staatsanwaltschaft Wien ein Ermittlungsverfahren gegen den amtierenden Bundeskanzler Faymann eingeleitet worden, das sich mit Inseraten in seiner Zeit als Infrastrukturminister beschäftigte. Die «Inseratenaffäre» endete 2013 zwar mit der Einstellung dieser Ermittlungen, als ein Resultat der Diskussionen hatte das österreichische Parlament jedoch das «Medientransparenzgesetz» beschlossen, das öffentliche Dienststellen seit 2012 zwingt ihren Inseratevergaben vierteljährlich offenzulegen.</p>
<p>2015 kassierte «Heute» laut diesen Angaben 14,4 Millionen Euro für Inserate der öffentlichen Hand, sie lag damit hinter der «Kronen Zeitung» (22,6 Millionen Euro) und vor dem Gratisblatt «Österreich» (14 Millionen Euro). Insgesamt vergaben alle öffentlichen österreichischen Dienststellen im vergangenen Jahr 188 Millionen Euro, landesweite Spitzenreiterin ist und bleibt die Stadt Wien, die für mehr als 51 Millionen Euro inserieren liess.</p>
<p>Diese Wien-Lastigkeit wird insbesondere bei «Heute» deutlich, die zu mehr als 60 Prozent in Wien verteilt wird. Regionalausgaben gibt es zudem in den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich. Eine Expansion in die Steiermark scheiterte 2007 am Widerstand der in dieser Region marktführenden Styria Media Group, die für ihren erfolgreichen Abwehrkampf gegen «Heute» temporär eine eigene Gratiszeitung lanciert hatte.</p>
<p>Ob sich diesen Volumen an öffentlichen Inseraten auch nach dem Machtwechsel bei Österreichs Sozialdemokraten erhalten lässt, ist zweifelhaft. Der neue Bundeskanzler Christian Kern, der nicht dem Freundeskreis von Faymann und «Heute»-Geschäftsführer Wolfgang Jansky zuzurechnen ist, setzt auf soziale Netzwerke im Internet und unterscheidet sich stilistisch stark von seinem Vorgänger. Tendenziell dürfte die politische Bedeutung des Printboulevards und von Inseraten damit eher abnehmen. Verschärfend für «Heute» kommt zudem hinzu, dass auch in der Stadt Wien der sozialdemokratische Einfluss zurückgeht und es auch hier zu einem Generationswechsel in der seit 1945 regierenden Wiener SPÖ kommen wird.</p>
<p>Klar ist jedenfalls, dass Reduktionen von staatlichen Inseraten das bisherige Geschäftsmodell von «Heute» vor eine grosse Herausforderung stellen würden. Gemäss der letzten veröffentlichten Firmenbuchbilanz machte die Herausgebergesellschaft der Gratiszeitung, 2014 einen Bilanzgewinn von 2,34 Millionen Euro. Im Kalenderjahr 2014 hatte die öffentliche Hand für 14,5 Millionen Euro im Blatt inseriert, über nichtstaatliche Inserenten in «Heute» liegen keine Zahlen vor.</p>
<p>Aber auch Eva Dichand schien zuletzt etwas die Lust an ihrer Herausgeberschaft verloren zu haben. Seit August 2015 war sie mit ihrer Familie hauptsächlich auf einem «Studienaufenthalt» in den USA. <a href="https://www.instagram.com/evadichand/?hl=de" target="_blank">Auf Instragram</a> offenbarte sie dabei ein grosses Interesse an zeitgenössischer Kunst, von akademischen Einrichtungen oder Besuchen Dichands in US-amerikanischen Medien findet sich jedoch keine Spur. Ende Mai 2016 verkündete Dichand laut in ihrer Redaktion, dass digital für «Heute» in Zukunft eine grössere Bedeutung spielen würde. Als erstes sichtbares Resultat gründete sie am 10. Juni 2016 mit «Heute»-Geschäftsführer die DJ Digitale Medien GmbH, die laut Medienmitteilung vom Dienstagv alle digitalen Angebote von heute.at umfasst. Diese Gesellschaft soll nunmehr zu 51 Prozent <a href="http://www.tamedia.ch/de/pressekontakt/medienmitteilungen/2016/pressrelease/tamedia_beteiligt_sich_an_oesterreichischer_pendlerzeitung_heute/" target="_blank">von Tamedia übernommen werden</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/07/wiener-verhaeltnisse/">Wiener Verhältnisse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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