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	<title>Huffington Post | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 Feb 2019 13:52:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Abbau bei Vice, Buzzfeed und Huffington Post: Digital Darlings unter Druck</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/02/04/abbau-bei-vice-buzzfeed-und-huffington-post-digital-darlings-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2019 17:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Buzzfeed]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Vice]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Medienmarken, die jetzt Mitarbeiter entlassen &#8211; hier klicken. Gleich mehrere junge Nachrichtenportale schwächeln. Doch das muss nicht heissen, dass Buzzfeed und Co. schon gescheitert sind.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Medienmarken, die jetzt Mitarbeiter entlassen &#8211; hier klicken. Gleich mehrere junge Nachrichtenportale schwächeln. Doch das muss nicht heissen, dass Buzzfeed und Co. schon gescheitert sind.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/04/abbau-bei-vice-buzzfeed-und-huffington-post-digital-darlings-unter-druck/">Abbau bei Vice, Buzzfeed und Huffington Post: Digital Darlings unter Druck</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Deutsche Ausgabe der HuffPost wird eingestellt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/01/11/deutsche-ausgabe-der-huffpost-wird-eingestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2019 10:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Überraschende Meldung aus dem Hause BurdaForward: Die deutsche Ausgabe des Nachrichtenportals Huffington Post wird zum 31. März 2019 eingestellt. Im Oktober 2013 war das Angebot im Rahmen eines kommerziellen Lizenzvertrages gestartet. BurdaForward hat sich seither unter anderem um den Newsroom und die Monetarisierung gekümmert. Über die Gründe für das Aus ist bislang nichts bekannt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschende Meldung aus dem Hause BurdaForward: Die deutsche Ausgabe des Nachrichtenportals Huffington Post wird zum 31. März 2019 eingestellt. Im Oktober 2013 war das Angebot im Rahmen eines kommerziellen Lizenzvertrages gestartet. BurdaForward hat sich seither unter anderem um den Newsroom und die Monetarisierung gekümmert. Über die Gründe für das Aus ist bislang nichts bekannt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/11/deutsche-ausgabe-der-huffpost-wird-eingestellt/">Deutsche Ausgabe der HuffPost wird eingestellt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Zeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2017 23:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Krautreporter]]></category>
		<category><![CDATA[Tageswoche]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt gilt es ernst: Project R geht im Mai auf Geldsuche. 3000 Leserinnen und Leser sollen 750&#8217;000 Franken vorschiessen. Das ist kein unrealistisches Ziel. Für einen nachhaltigen Betrieb wird’s dann aber eng. Unser Autor hat gerechnet. Es hat sich in der Branche herumgesprochen: Constantin Seibt, Christof Moser und inzwischen sieben weitere Mitglieder der «Aufbau-Crew» wollen <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt gilt es ernst: Project R geht im Mai auf Geldsuche. 3000 Leserinnen und Leser sollen 750&#8217;000 Franken vorschiessen. Das ist kein unrealistisches Ziel. Für einen nachhaltigen Betrieb wird’s dann aber eng. Unser Autor hat gerechnet.<br />
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Es hat sich in der Branche herumgesprochen: Constantin Seibt, Christof Moser und inzwischen sieben weitere Mitglieder der «Aufbau-Crew» wollen ein neues Medienorgan in die Welt setzen. Wunderbar. «Journalismus unabhängig von den Grossverlagen», Analyse, Vertiefung, die grosse Reportage, also einfach all das, was der Journalismus mal war, bevor das Internet über ihn hereinbrach. Bevor die Verlage begannen, ihr journalistisches Angebot zu Tode zu sparen und sich in Content Provider zu verwandeln, die Profit wenn schon in erster Linie über Verkaufs- und Dienstleistungsplattformen zu machen, um den dramatischen Schwund an Printinseraten wenigstens teilweise auszugleichen. Wunderbar. Frühstarter wie die Huffington Post und andere US-Blogs wuchsen schnell zu einer ernsthaften Konkurrenz der klassischen Printmedien heran und sind längst etabliert sowie profitabel. Wunderbar.</p>
<p>Nur: Im gesamten deutschen Sprachraum fällt einem kein vergleichbares Beispiel ein, auch die mit grossem Trara gestartete deutsche Ausgabe der Huffington Post dümpelt in weitgehender Bedeutungslosigkeit vor sich hin. Auch die Krautreporter eignen sich schlecht als Vorbild. Die Autorenplattform startete fulminant mit fast einer Million Euro aus einem Crowdfunding und 15&#8217;000 zahlenden Lesern. Binnen eines Jahres sprangen aber zwei Drittel der Abonnenten wieder ab. Und in der Schweiz schaffen es auch die Millionen einer spendablen Pharma-Erbin nicht, aus der als Gegenmodell zur bürgerlich gewordenen «Basler Zeitung» geplanten Tageswoche mehr als ein Organ zu machen, das in erster Linie durch Skandale bei der Manipulation der Auflagenhöhe, ständige Wechsel auf den Chefstühlen und Sparmassnahmen durch Entlassungen auffällt.</p>
<p>Umso bewundernswerter ist es, dass nicht nur Constantin Seibt sein beneidenswertes Plätzchen als Edelfeder mit weitgehender Schreibfreiheit beim Tages-Anzeiger aufgab, um sich in ein Abenteuer zu stürzen. Selbst wenn man ihm unterstellte, dass es keine hellseherischen Fähigkeiten braucht, um zu prognostizieren, dass er als 51-Jähriger dort in dieser Position seine Pensionierung wohl nicht erlebt hätte: Chapeau.</p>
<p>Von Intelligenz zeugt auch, dass die Crew von Project R nicht mit der üblichen Blauäugigkeit an die Sache herangeht. Die besteht normalerweise darin, dass vor allem gute Journalisten felsenfest überzeugt sind, dass es doch für exzellente Analysen, rasant gut geschriebene Reportagen, geniale Kommentare, für Hintergründe und Einordnung genügend Leser geben muss, die bereit sind, dafür auch zu bezahlen. Dass dieser Markt sich angesichts des heutigen Elends-Journalismus aus «copy and paste», das Übernehmen von Agentur-Meldungen, also dem Verwursten von zugeliefertem Material, täglich und massiv vergrössert. Mit diesen unschlagbaren Argumenten muss man nur noch Financiers, Investoren, warum nicht auch Mäzene finden, die die handelsüblichen 10 Millionen vorstrecken. Damit werden dann die ersten drei Jahre vorfinanziert, bis das Projekt garantiert den Break-Even erreicht, zumindest selbsttragend ist, um anschliessend Return on Investment zu generieren. Was bislang, im gesamten deutschen Sprachraum, aber noch nie geklappt hat.</p>
<p>Project R macht das anders. Obwohl anscheinend Investoren und Mäzene vorhanden sind, die mit 3,5 Millionen «exakt die Hälfte der sieben Millionen, die wir in fünf Jahren bis zu dem Moment brauchen, in dem das digitale Magazin selbsttragend sein soll», zugesagt haben, soll mit einem Crowdfunding der Markt getestet werden. Konkret: «Damit diese Gelder ausgelöst werden, müssen wir das drittgrösste Crowdfunding überleben, das in der Schweiz je stattgefunden hat. Wir müssen mindestens 3000 Leserinnen und Leser von uns überzeugen und 750&#8217;000 Franken sammeln.» Ab Ende April, innerhalb von fünf Wochen. Dazu hätte ich als rechnender Journalist ein paar Fragen. Selbst wenn 3000 potenzielle Leser bereit sein sollten, im Schnitt pro Nase 250 Franken in ein bislang aus einer eher inhaltsleeren Webseite, einer netten Party, zwei Newslettern und einer durchaus kompetenten Crew bestehendes Projekt zu stecken: dann wären laut eigenen Angaben erst der «Aufbau einer Redaktion und die ersten zwei Jahre finanziert». Aber immerhin: «Schaffen wir die Dreiviertelmillion gemeinsam nicht, wird das Projekt liquidiert.»</p>
<p>Ich wage mal die Prognose: Die schaffen das. In der reichen Schweiz gibt es genügend Linke und Alternative, die nicht mal auf den Ausbau ihrer Weinkeller in der Toskana oder in der Provence verzichten müssen, um sich für eine gute Sache von 250 Franken oder mehr zu trennen. Notfalls verzichtet man auf einen Restaurantbesuch, der angesichts der Tatsache, dass man sich die aktuelle Welt kräftig schöntrinken muss, zu zweit auch nicht mit weniger zu Buche schlägt. Soweit also alles im grünen Bereich. Aber mangels anderer schriftlicher Äusserungen muss man sich den Inhalt der Newsletter zur Brust nehmen. Der aktuelle umfasst immerhin knapp 15&#8217;000 Anschläge, also eine wohlgefüllte Seite einer Printzeitung. Das kann man natürlich als klares Signal verstehen: kurz und knapp ist dumm, wer hier nach dem ersten Drittel aufgibt, hat sich bereits als potenzieller Leser verabschiedet. Und wer nicht versteht, wieso der Newsletter mit einem gebildeten Ausflug in das Verhör des grossartigen US-Schriftstellers Dashiell Hammett vor dem McCarthy-Ausschuss in den Fünfziger Jahren beginnt, ist entweder ein Banause oder ein übellauniger Kritiker, wenn er darauf hinweist, dass Hammett noch mehr als Hemingway der Meister der kurzen, geraden, schnörkellosen Sätze war. Die noch viel schwerer zu schreiben sind als Thomas Mann&#8217;sche Wortgirlanden.</p>
<p>Aber lassen wir die Form, gehen wir zum Inhalt und zu den Zahlen. Project R rechnet also mit mindestens 3000 Lesern, die bereit sind, zu zahlen. Und natürlich vielen mehr, die bereit sind, die Inhalte vollständig oder teilweise gratis zu konsumieren, also höchstens mit Aufmerksamkeit bezahlen. Wenn nun nach den ersten zwei Jahren, die inklusive Aufbau 4,25 Millionen kosten, die nächsten drei Jahre bis zum angepeilten Break-Even mit weiteren 2,75 Millionen finanziert werden müssen, braucht es immerhin genau 11&#8217;000 zusätzliche Zahler von 250 Franken. Oder 3700 Leser, die bereit sind, jedes Jahr diesen Betrag zu zahlen. Immer vorausgesetzt, die budgetierten 7 Millionen reichen und die Finanzflussrechnung ergibt nicht, dass man zwar bis Ende Jahr gesehen liquide, aber morgen zwischendurch pleite ist.</p>
<p>Wenn also das geplante Redaktionsbudget, nach Startkosten, aus rund einer Million pro Jahr besteht, bedeutet das, dass neben einigermassen erträglichen Salären der Mannschaft in der Höhe von mindestens einer halben Million plus Kosten der Infrastruktur (ein umfangreicher Webauftritt ist nicht gratis) inklusive Büro von weiteren 100&#8217;000 Franken noch 400&#8217;000 pro Jahr für den Inhalt übrig bleiben. Also etwas mehr als 33&#8217;000 Franken pro Monat. Und wir haben noch gar nicht von den Kosten der Eigenwerbung gesprochen, die bekanntlich im Web auch nicht gratis ist. Eine klassische Reportage, Schreiber und Fotograf, Spesen und Honorar, kostet im Kleinformat mindestens 10&#8217;000 Franken, geht’s ins wildere Ausland und dauert es länger als eine Woche, verdoppelt sich der Betrag. Wenn man den lachhaften BR-Ansatz nimmt aus dem Regulativ des längst nicht mehr gültigen Gesamtarbeitsvertrags und auf das Überlebensnotwendige für einen freien Journalisten von 800 Franken pro Tag aufrundet, kostet eine einigermassen seriös recherchierte und weitgehend am Schreibtisch geschriebene Story mindestens 1600 Franken; sind es mehr als eineinhalb Tage Recherche, was bei einem komplizierteren Thema ohne weiteres auf vier oder fünf Tage ansteigen kann, sprechen wir von 4400 Franken, immer unter der Voraussetzung, dass der Journalist in einem halben Tag einen Artikel in der sprachlichen Oberliga schreiben kann.</p>
<p>Damit ergibt sich ein monatlicher Output von vielleicht einem Artikel pro Woche, plus natürlich all das, was den festangestellten Journalisten aus der Feder fliesst. Als ich mich vor vielen Jahren mal einem ähnlichen Traumprojekt hingab, rechnete ich mit einem monatlichen Redaktionsbudget von mindestens 500&#8217;000 Franken, aus dem zehn Reportagen und zehn Essays entstehen sollten, nicht mehr und nicht weniger. Kleine Workforce, Infrastruktur und Werbung natürlich extra. Mit Werbeeinnahmen rechnete ich nicht, ebenso wenig schätze ich diese beim Project R; zumindest am Anfang wird der Traffic sowieso viel zu klein sein, um im Werbemarkt attraktiv zu werden. Und ich nehme nicht an, dass Project R Schweinereien wie «Native Advertising» und Ähnliches mitmachen wird.</p>
<p>Umfangreich beschreibt der aktuelle Newsletter auch die juristische Form, die das Project R gefunden hat. Ein kleiner Konzern in Form einer AG und einer Genossenschaft, nicht unähnlich der SRG mit ihrer Trägerschaft und den Sendeunternehmen. Die Genossenschaft soll gemeinnützig sein und nichts weniger als «dem Journalismus seine Rolle in der Demokratie sichern», sie ist «mitglieder-, spenden- und stiftungsfinanziert». Die AG soll das digitale Magazin herstellen und Marketing betreiben. Mit dieser Struktur soll natürlich in erster Linie die Machtfrage gelöst werden. Wer zahlt, befiehlt, das gilt überall. In diesem Modell hat die Genossenschaft das übliche Prinzip «ein Genossenschafter, eine Stimme», unabhängig von seinen Einlagen. Diese Genossenschaft, als Sammlung der Leser verstanden, hält «etwas über 40 Prozent» der AG, die Mitarbeitenden «halten knapp unter 40 Prozent der Aktien». Die Investoren «kontrollieren rund 20 Prozent des Aktienkapitals. Sie werden jedoch, im Falle eines Gewinns, bei der Ausschüttung finanziell bevorzugt». Damit soll eine «Machtbalance» zwischen Publikum, Mitarbeitern und Investoren hergestellt werden. Aber das ausgeklügelte Modell löst natürlich das Problem nicht, dass kein normaler Investor bereit ist, für aktuell 3,5 Millionen nur 20 Prozent der Aktien zu erhalten, während die Genossenschafter für geplante 750&#8217;000 Franken mehr als 40 Prozent bekommen, und die Mitarbeiter für einen unbekannten Betrag ebenfalls knapp 40 Prozent. Und wenn dann noch das Aktienkapital durch die Ausgabe von neuen Aktien (für neue Mitarbeiter oder zur Kapitalaufnahme) verwässert wird, ginge jedem normalen Investor sowieso der Hut hoch. Da das Problem der Machtbalance innerhalb von «wer zahlt, befiehlt» nicht für alle Beteiligten befriedigend gelöst werden kann, geschieht es hier schlichtweg auf Kosten des Investors. Kann man machen, wenn man Geldgeber findet, die sich darauf einlassen, dass sie zwar kräftig abdrücken, aber faktisch nichts zu bestimmen haben.</p>
<p>Wir fassen zusammen: Meine Mitarbeit habt Ihr auf sicher, wenn gewünscht. Ansonsten alles Glück der Welt, Ihr werdet’s brauchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/16/wer-soll-das-bezahlen-wer-hat-soviel-geld/">Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Breitbart News» wird Trump-Pravda</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/11/17/breitbart-news-wird-trump-pravda/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2016 13:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trumps Triumph ist auch ein Erfolg der ultrarechten «Breitbart News». Das Web-Portal hat mit einer aggressiven Agenda den Nährboden für Trump geschaffen. Zum Dank ernannte Donald Trump Breitbart-Präsident Stephen Bannon zu seinem Berater. Als Nächstes will das Portal nach dem Weissen Haus auch Europa erobern. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Amerikas konservative Revolution <a href="https://medienwoche.ch/2016/11/17/breitbart-news-wird-trump-pravda/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Trumps Triumph ist auch ein Erfolg der ultrarechten «Breitbart News». Das Web-Portal hat mit einer aggressiven Agenda den Nährboden für Trump geschaffen. Zum Dank ernannte Donald Trump Breitbart-Präsident Stephen Bannon zu seinem Berater. Als Nächstes will das Portal nach dem Weissen Haus auch Europa erobern.<br />
<span id="more-28399"></span><br />
Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Amerikas konservative Revolution ihren Ursprung in den liberalen Küstenmetropolen Los Angeles und New York nahm. In New York erklärte der Immobilienmilliardär Donald Trump seine Präsidentschaftskandidatur. Und in Los Angeles hat die Redaktion von «Breitbart News» ihren Sitz, jenes ultrarechte Web-Portal, das sich zu einem Sprachrohr der Tea-Party-Bewegung entwickelte und im Wahlkampf zum inoffiziellen Zentralorgan der Trump-Kampagne avancierte. Beide Entwicklungen – der Aufstieg von Trump und Breitbart – sind nur zusammen zu verstehen.</p>
<p>2007 gründete der konservative Blogger Andrew Breitbart das Portal breitbart.com. Anfangs war die Seite eine Linkschleuder, die News von Agenturen und anderen Medien wie «Fox News» oder der «New York Times» aggregierte. In den Anfängen präsentierte sich das Angebot als simpel gebastelte Webseite mit ein paar lieblos arrangierten Meldungen und einer Laufschrift im html-Stil. Der Provokateur, der die rechte Webseite «Drudge Report» mit aufbaute, war angetreten, um die «alte Garde der Medien» zu verschrotten, wie er öffentlich bekannte. Er hasste den «demokratischen Medienkomplex». Sein Ziel war es, einen rechten Antipoden zur «Huffington Post» zu etablieren, die er selbst mitgegründet hatte. Als diese einen linken Kurs einschlug, wandte sich Breitbart ab und gründete Breitbart.com. Zu nationaler Bekanntheit gelangte Breitbart mit spektakulären Enthüllungen.</p>
<p>Der grösste Scoop war eine Videoreihe über die Hilfsorganisation Acorn (Association of Community Organizations for Reform Now). Der Undercover-Journalist James O’Keefe und die Studentin Hannah Giles gaben sich als Zuhälter und Prosituierte aus, die zusammen einen Prostitutionsring aufbauen wollten. Statt die Pläne zu verwerfen, gaben die Hilfsarbeiter bereitwillig Tipps zu Steuerbetrug und Menschenhandel. O’Keefe filmte die Gespräche mit versteckter Kamera. Das Land hatte einen handfesten Skandal, Amerikas Konservative einen neuen Helden. O’Keefe wurde als «Michael Moore der Rechten» gefeiert.</p>
<p>Breitbart verstand sich bestens darauf, diesen Skandal medienwirksam auszuschlachten. In einem Video geisselte der «Breitbart»-Gründer die Machenschaften bei der Hilfsorganisation Acorn als das «Abu Ghraib der Gesellschaft». Andrew Breitbart betrieb von Anfang an einen kompromisslosen Kampagnen-, zuweilen auch Krawalljournalismus. Die Enthüllungen von «Breitbart News» machten nicht nur der Hilfsorganisation Acorn den Garaus, sondern zwangen auch den Skandalpolitiker Anthony Weiner wegen seiner Sexting-Affäre zum Rücktritt. «Breitbart News» deckte die Skandale jedoch nicht aus einem aufklärerischen Impetus auf, sondern aus politischen Motiven; Journalismus paarte sich mit Aktivismus. Eine «Rage Machine», Wutmaschine, nannte der «New Yorker» das Portal einmal.</p>
<p>Big Government, Big Hollywood, Big Journalism – das waren die Themen, mit denen Breitbart gegen das verhasste Establishment anschrieb und so sind bis heute die Hauptrubriken auf Breitbart News gekennzeichnet. «Herr Breitbart verwandelte das Web in ein Sturmgewehr», schrieb die «New York Times» in einem Porträt. Weniger Watchdog als mehr ein Pitbull sei der Blogger gewesen. Ohne die Technologie des 21. Jahrhunderts wäre er nur ein wütender Mann gewesen, der aus einer Strassenecke brüllt. Breitbart habe die Regeln des Diskurses verändert, so die «New York Times». Man kann darin auch eine Erklärung für das Phänomen Trump lesen, der mit dem Megaphon sozialer Medien seine populistischen Phrasen ins Land posaunte, die in den Echokammern umso lauter nachhalten.</p>
<p>2012 brach Breitbart bei einem Spaziergang auf dem Gehweg zusammen und verstarb an Herzproblemen. Nach seinem Tod übernahm Stephen Bannon die Geschäfte von «Breitbart News», ein konservativer Hardliner, der offen homophob, islamophob und antisemitisch ist. Bannon wirkt mit seinen Holzfällerhemden, Cargo-Shorts und Flip-Flops wie ein  abgehalfterter Wiedergänger von Jeff Spicoli aus der Filmkomödie «Ich glaub’, ich steh’ im Wald». Bannon, ein ehemaliger Filmproduzent und Goldman-Sachs-Banker, baute «Breitbart News» systematisch zu einem Kampfblatt für weisse Nationalisten aus, für die Fox News zu links war. Die Artikel: Ein Potpourri aus Propaganda und Polemik. Der Ton: angreifend bis diffamierend. Die Themen: äusserst selektiv. Für «schwarze Gewalt» gibt es eine eigene Rubrik, so als müsste man die Verbrechen der afroamerikanischen Minderheit extra hervorheben. Die Überschriften («Macht Feminismus Frauen hässlich?», «Hätten Sie lieber Feminismus oder Krebs», «Die Lösung gegen Hass im Netz: Frauen sollten sich ausloggen») lesen sich wie dumpfe Macho-Sprüche, bei deren Lektüre sich die Cowboys im Flyover-Country – einer der Hauptzielgruppen – auf die Schenkel klopfen. Breitbart besitzt Korrespondentenbüros in Texas, London und Jerusalem, am Hauptsitz der Redaktion in LA, einem barock anmutenden Büro, hacken junge Redakteure Pamphlete in ihr Laptop. Autoren wie der schillernde und schmierige Tech-Redakteur Milo Yiannopoulos, eine Punk-Version von Geert Wilders, sind längst zu Stars der Alt-Right-Szene aufgestiegen, Yiannopoulos auch deshalb, weil sein Twitter-Account wegen Pöbeleien und rassistischer Anfeindungen gegen die schwarze Schauspielerin Leslie Jones dauerhaft gesperrt wurde.</p>
<p>Seitdem Trump den «Breitbart»-Boss Steve Bannon zu seinem Wahlkampfchef ernannt hat, ist die Seite zum Propagandamedium der Trump-Bewegung geworden, manche verspotten «Breitbart News» wegen der Linientreue seiner Redakteure gar als «Trump-Pravda». «Was so ungewöhnlich an Breitbart ist, ist, dass sie komplett ununterscheidbar von der Trump-Kampagne wurden», konstatiert der Medienexperte Eric Boehlert von der Organisation Media Matters for America. Es gab in der «Breitbart»-Redaktion Spekulationen, wonach Trump die Seite heimlich finanziert und für Berichte bezahlt habe («pay for play») habe, was Bannon jedoch dementierte. Gegen den Kurs gab es laut einem Bericht «Buzzfeed» vereinzelt Widerstand, ein paar wenige Redakteure protestierten gegen die Pro-Trump-Ausrichtung – vergebens. Sie wurden zum Schweigen gebracht. Bannon führt mit harter Hand.</p>
<p>Jetzt, wo Trump Bannon zum Chefstrategen im Weissen Haus befördert hat, fragt man sich, welche Absichten der Scharfmacher verfolgt. Vor allem: Was will Trump? Bannon soll den Auftrag erhalten haben, Kontakte zur ultrarechten Anhängerschaft und zum konservativen Teil der Medienlandschaft zu knüpfen. Trump, dem Beobachter bei einer Wahlniederlage Ambitionen auf einen eigenen TV-Sender («Trump TV») nachsagten, will eine Medienoffensive starten. Und bei diesem Ansinnen spielt «Breitbart» eine zentrale Rolle. Offenbar gibt es Pläne, das Medium zu einer Art Staatsfunk auszubauen. Ein ehemaliger «Breitbart»-Sprecher sagte, die Seite stehe kurz davor, ein staatliches Medienunternehmen zu werden. In Paris, Berlin und Kairo sollen weitere Korrespondentenbüros eröffnet werden, in Washington ist ein grosser Newsroom geplant, was wohl keine Zweifel daran lässt, dass «Breitbart» zu einem Hofmedium wird. 2014 sagte Bannon über sich und seine Mission: «Ausserhalb von Fox News und dem Drudge Report sind wir das drittgrösste konservative Nachrichtenseite und, ehrlich gesagt, haben wir eine grössere globale Reichweite als Fox (News). Und deshalb expandieren wir so sehr international.» «Breitbart» will auch nach Europa expandieren und weitere Ableger in Frankreich und Deutschland lancieren.</p>
<p>Anschlussfähig an das rechte Spektrum wäre Breitbart zweifellos. Der wegen Volksverhetzung verurteilte Pegida-Gründer Lutz Bachmann gab «Breitbart News» ein Exklusiv-Interview, in dem er unwidersprochen über den Begriff der Lügenpresse fabulieren durfte. Die Nazi-Kampfvokabel wurde auch von Trump-Anhängern skandiert, was die ideologische Wahlverwandtschaft zwischen den Pegidisten und Trumpisten unterstrich.</p>
<p>Die Frage ist, ob eine ultrarechte Seite wie «Breitbart News» einen Platz in der publizistischen Landschaft Deutschlands fände und ob damit ein möglicher Wahlsieg der AfD befeuert würde. Die AfD-nahe Wochenzeitung «Junge Freiheit» konnte ihre Auflage im letzten Quartal um 16 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr) auf 23 940 Exemplare steigern, kommt aber aus der rechtskonservativen Nische nicht heraus. Auch Blogs wie «Achse des Guten» oder «PI News» fristen ein Schattendasein im Netz. Der Erfolg des Publizisten Udo Ulfkotte, der mit seinen EU- und islamkritischen Büchern («Grenzenlos kriminell», «Gekaufte Journalisten», «Mekka Deutschland: Die stille Islamisierung») regelmässig Bestseller landet, zeigt andererseits, dass solche Thesen auch im deutschsprachigen Raum auf fruchtbaren Boden fallen.</p>
<p>Trumps Triumph ist auch der Erfolg von Breitbart News – und umgekehrt. Die ethno-nationalistische Agenda, der sich die Redaktion verschrieb, lieferte den publizistischen Nährboden für den Wahlsieg Trumps. Die Ironie der Geschichte ist, dass Andrew Breitbart die Konservativen vor Trump warnte und eine Vorhersage machte, die geradezu prophetisch klingt. «Berühmtheit ist alles in diesem Land», sagte er ein Jahr vor seinem Tod. «Wenn diese Leute nicht lernen, wie man mit den Medien umgeht, werden wir wahrscheinlich einen Celebrity-Kandidaten haben.» Ab Januar 2017 sitzt dieser Celebrity-Kandidat im Weissen Haus. Es scheint, als liesse sich dieser Geist, der aus Flasche kam, nicht mehr einfangen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/11/17/breitbart-news-wird-trump-pravda/">«Breitbart News» wird Trump-Pravda</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die 12 übelsten Gerüchte über Buzzfeed, HuffPost &#038; Co. – und warum sie nicht stimmen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/14/die-12-uebelsten-geruechte-ueber-buzzfeed-huffpost-co-und-warum-sie-nicht-stimmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2014 12:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Weichert]]></category>
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		<category><![CDATA[Buzzfeed]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2253</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit Katzenbildern, Listicles und Trash lockt Buzzfeed täglich Hunderttausende auf seine Plattform. Auch die Huffington Post steht im Verruf, häufig an die niederen Instinkte ihrer Leser zu appellieren. Aber ist an den neuen Journalismus-Hybriden wirklich alles schlecht?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/14/die-12-uebelsten-geruechte-ueber-buzzfeed-huffpost-co-und-warum-sie-nicht-stimmen/">Die 12 übelsten Gerüchte über Buzzfeed, HuffPost & Co. – und warum sie nicht stimmen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Katzenbildern, Listicles und Trash lockt Buzzfeed täglich Hunderttausende auf seine Plattform. Auch die Huffington Post steht im Verruf, häufig an die niederen Instinkte ihrer Leser zu appellieren. Aber ist an den neuen Journalismus-Hybriden wirklich alles schlecht?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/14/die-12-uebelsten-geruechte-ueber-buzzfeed-huffpost-co-und-warum-sie-nicht-stimmen/">Die 12 übelsten Gerüchte über Buzzfeed, HuffPost & Co. – und warum sie nicht stimmen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum die eigentliche Revolution erst noch bevorsteht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/05/warum-die-eigentliche-revolution-erst-noch-bevorsteht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2014 08:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Matthes]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2052</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Medienleute über die digitale Revolution sprechen, (…) dann denken sie meistens an die Jahrtausendwende. Die Zeit, in der AOL und T-Online den Deutschen das Internet beibrachten. Das Problem daran: Sie liegen falsch. Denn die eigentliche Revolution erleben wir jetzt erst: Das mobile Internet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Medienleute über die digitale Revolution sprechen, (…) dann denken sie meistens an die Jahrtausendwende. Die Zeit, in der AOL und T-Online den Deutschen das Internet beibrachten. Das Problem daran: Sie liegen falsch. Denn die eigentliche Revolution erleben wir jetzt erst: Das mobile Internet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/05/warum-die-eigentliche-revolution-erst-noch-bevorsteht/">Warum die eigentliche Revolution erst noch bevorsteht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Journalismus wäre genug</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/13/journalismus-waere-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2014 15:37:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Focus Online]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Media Entrepreneurs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Braucht die Branche mehr «Media Entrepreneurs» oder nicht? Und was heisst das überhaupt? Wer vom Wandel des Journalismus spricht, sollte sich zunächst auf den Kern dieses Berufes besinnen. Eine Replik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Braucht die Branche mehr «Media Entrepreneurs» oder nicht? Und was heisst das überhaupt? Wer vom Wandel des Journalismus spricht, sollte sich zunächst auf den Kern dieses Berufes besinnen. Eine Replik.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/13/journalismus-waere-genug/">Journalismus wäre genug</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Wir stehen im goldenen Zeitalter des Journalismus»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/23/wir-stehen-im-goldenen-zeitalter-des-journalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 12:18:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Arianna Huffington]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sie wurde als «Königin der Blogger» bezeichnet und gründete die Huffington Post. Im Interview spricht Arianna Huffington über die Zukunft der Medien und des Journalismus.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/23/wir-stehen-im-goldenen-zeitalter-des-journalismus/">«Wir stehen im goldenen Zeitalter des Journalismus»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="color: #464646;">Sie wurde als «Königin der Blogger» bezeichnet und gründete die Huffington Post. Im Interview spricht Arianna Huffington über die Zukunft der Medien und des Journalismus.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/23/wir-stehen-im-goldenen-zeitalter-des-journalismus/">«Wir stehen im goldenen Zeitalter des Journalismus»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buzz auf Schloss Elektronia</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/10/22/buzz-auf-schloss-elektronia/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/10/22/buzz-auf-schloss-elektronia/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2013 09:07:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Hansi Voigt]]></category>
		<category><![CDATA[Blick am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Blick.ch]]></category>
		<category><![CDATA[20min.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Buzzfeed]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier2013]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=16332</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Ankündigung von Ringier, Buzzfeed kopieren zu wollen, passt zum Wandel des Verlags zum Unterhaltungskonzern. Doch hinter der Verlautbarung verstecken sich Ideenlosigkeit und Leere &#8211; die man mit dem Einsatz von Geld kompensieren will. So versuchte man vergeblich, Hansi Voigt mit einem Jahreslohn von 500&#8217;000 Franken von seinem Projekt Watson abzuwerben. «Exklusiv» vermeldete am Freitagmittag <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/22/buzz-auf-schloss-elektronia/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/22/buzz-auf-schloss-elektronia/">Buzz auf Schloss Elektronia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ankündigung von Ringier, Buzzfeed kopieren zu wollen, passt zum Wandel des Verlags zum Unterhaltungskonzern. Doch hinter der Verlautbarung verstecken sich Ideenlosigkeit und Leere &#8211; die man mit dem Einsatz von Geld kompensieren will. So versuchte man vergeblich, Hansi Voigt mit einem Jahreslohn von 500&#8217;000 Franken von seinem Projekt Watson abzuwerben.<br />
<span id="more-16332"></span><br />
«Exklusiv» vermeldete am Freitagmittag der Schweiz-Korrespondent des deutschen «Handelsblatt» unter dem Titel <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/nachrichtenportale-schweizer-konzern-plant-buzzfeed-kopie/8952870.html">«Schweizer Konzern plant ‹Buzzfeed›-Kopie»</a>, dass Ringier «mit einem eigenen neuen Portal an den Markt» gehen sowie «junge, urbane Leser» ansprechen wolle. Auf meine Anfrage nach der Quelle der Story antwortet Autor Holger Alich, er nehme grundsätzlich keine Stellung zu seinen Quellen.</p>
<p>Womöglich werden einige diese Meldung für einen mutigen Schritt des Ringier-Verlags in die digitale Zukunft halten. Doch sie sagt nur wenig aus: Viele Printverleger glauben, ihr Glück zu finden, in dem sie den aktuell heissesten Scheiss für sich zu nutzen versuchen. Vor ein paar Jahren waren es die Tablets von Apple, die die Branche retten sollten. Jetzt offenbar <a href="http://www.buzzfeed.com/">Buzzfeed</a>: Eine durchaus unterhaltsame Contentfabrik, in der Inhalte und Werbung nur schwach voneinander getrennt Klicks ohne Ende fabrizieren. Wie auch das Modell «Huffington Post» ist Buzzfeed für den Journalismus eher Untergang als Lösung. In beiden Modellen kommt er nur am Rande vor.</p>
<p>Bei der HuffPo, vor einer Woche im deutschsprachigen Raum als <a href="http://www.huffingtonpost.de/">Huffington Post Deutschland</a> an den Start gegangen, werden nur die festangestellten Contentschieber bezahlt &#8211; ausserredaktionelle Inhalte, also das, was Journalismus ist oder sein könnte, bleiben unentlöhnt. Statt mit Honoraren zahlt die Tomorrow Focus AG lieber mit «Aufmerksamkeit» (2012 machte Mutterkonzern Hubert Burda Media 2456 Millionen Euro Umsatz und einen <a href=" http://www.wuv.de/medien/das_medienhaus_als_mischkonzern_burda_faehrt_dreistelligen_millionengewinn_ein">dreistelligen Millionengewinn</a>). Die Leistungen des HuffPo-Redaktionsteams zeigen sich bisher im Finden von wilden Farben für grosse Überschriften und im Aufmotzen von an sich banalen Tatsachen. Vielleicht mausert sich das Portal irgendwann zu einer lesenswerten Plattform, doch aktuell ist es ein Boulevard-Eintopf, in den jeder seinen PR- und Ego-Senf reindrückt. Um den Anschein von Fadheit gar nicht aufkommen zu lassen, würzt die Redaktion stets kräftig nach. Ein wohlschmeckendes Menü? Wer gratis gefüttert werden will, muss sich mit dem, was er kriegt, zufrieden geben.</p>
<p>Buzzfeed ist vom Prinzip mehr ein grosser Fleischwolf, mit dem Inhalte aus dem Internet zu wohlschmeckenden Mini-Würstchen verarbeitet werden, die dann in Listen oder Galerien angeboten und mit etwas Content drumrum angepriesen werden. Die Ergebnisse sind oft sehr kreativ und witzig, zwischendurch gelingen echte Highlights, auch journalistische. Man könnte Buzzfeed auch als ein heisser, süsser Griessbrei sehen, der Texte, Bilder, Videos und Werbung, also Griesskörner, Milch, Zucker und Zimt miteinander vermengt und so den Lesern mit einem grossen unbedeutenden Nichts überrollt.</p>
<p>In einem Experiment hat die Website «Neue Elite» <a href="http://www.neueelite.de/internet/20131021120516/39687/eine-woche-buzzfeed-das-ende-eines-experiments/">letzte Woche</a> konsequent eine Buzzfeed-Strategie verfolgt &#8211; und damit (nicht sehr überraschend) Klicks und Likes wie noch nie eingefahren:</p>
<blockquote><p>In dieser einen Woche hatten wir mehr Besucher als andere Onlinemagazine in einem ganzen Jahr. Uns gingen bereits nach kurzer Zeit die Banner aus, selbst die auf der untersten Backupebene.</p></blockquote>
<p>Manche weigern sich, den vorgesetzten Brei zu essen und spucken darauf, so Maddox von Thebestpageintheuniverse.net, der seit 1997 im Netz aktiv ist. In einem <a href="http://www.thebestpageintheuniverse.net/c.cgi?u=buzzfeed">Blogeintrag</a> und einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8lni1b3Lw1U">Video</a> begründet er, weshalb er Buzzfeed für einen Schandfleck des Internets hält:</p>
<p><iframe width="460" height="345" src="//www.youtube.com/embed/8lni1b3Lw1U" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Prinzip «Everything goes» und «Hauptsache Aufmerksamkeit» manifestiert sich sowohl bei HuffPo als auch bei Buzzfeed. Es sind beides keine schlechten und sicher gewinnbringende Ideen, die viele Menschen <del datetime="2013-10-21T09:41:41+00:00">zu Tode amüsieren</del> unterhalten werden. Die Gewinne, welche durch die Brei- und Eintopf-Verfütterung entstehen, können eine Grundlage sein für ernsthaften Journalismus, den es unter <a href="http://www.buzzfeed.com/Longform">BuzzReads</a> eben tatsächlich auch gibt &#8211; selbst ein kleines Investigativ-Team wurde <a href="http://www.nytimes.com/2013/10/22/business/media/buzzfeed-hires-pulitzer-winner-to-head-investigative-unit.html">neu gegründet</a>.</p>
<p>Hinsichtlich des sich abzeichnenden Wandels von Ringier von einem Verlagshaus mit gesellschaftlicher Verantwortung zu einem Konzern, der vor allem unterhalten will, passt Füttern (feed) mit Klatsch (Buzz) ganz gut. Die Frage ist aber auch, ob man dem Unternehmen im aktuellen Zustand eine ernstzunehmende Kopie von Buzzfeed überhaupt zutraut. David Bauer, «Digitalstratege» der Tageswoche, <a href="https://twitter.com/davidbauer/status/391237574984867840">twitterte</a> dazu diesen <a href="http://gifrific.com/wp-content/uploads/2012/09/Jennifer-Lawrence-ok-thumbs-up.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Link</a>.</p>
<p>Fragt man sich, wer denn in der Schweiz am ehesten so etwas kann, stösst unweigerlich auf eine Antwort: <a href="http://www.20min.ch/">20min.ch</a>. Noch immer läuft es als eine Art Nachrichtenportal, doch mindestens die Hälfte aller Einträge segeln inzwischen unter dem Label «Kurioses aus dem Internet». Seit dem Abgang von Hansi Voigt vor einem Jahr konnte das Portal (<a href="http://www.tamedia.ch/de/pressekontakt/medienmitteilungen/2013/pressrelease/peter_waelty_wechselt_zu_20_minuten/">seit 1. September</a> mit Peter Wälty als Leiter der Digitalentwicklung) mit einem entschiedeneren Boulevard-Kurs die Aufmerksamkeit nochmals verstärken. <a href="http://netreport.net-metrix.ch/audit/detail.php?id=28990&#038;l=de&#038;s=51421">Vergleicht</a> man die September-Monate 2012 und 2013 miteinander, stiegen die Unique Clients um 22 Prozent, die Visits sogar um 48 Prozent an.</p>
<p>Hier will nun die unter den jüngeren Medienkonsumenten bekannte, aber bisher online schwache bis nicht existente Marke «Blick am Abend» nachziehen. Die Ringier-Buzzfeed-Kopie soll aus dem Newsroom heraus produziert werden, etwa 10 bis 12 Mitarbeiter dafür abgestellt werden (Buzzfeed hat aktuell <a href="http://techcrunch.com/2013/09/04/buzzfeed-profitable/">über 300 Angestellte</a>). Ein Name ist noch nicht bekannt, auf Blick.ch soll das Portal <a href="http://www.persoenlich.com//news/medien/ringier-neues-onlineportal-sucht-journalisten-310386#.UmYrySSJB5h">«keinen Einfluss»</a> haben, wie eine Ringier-Sprecherin sagt.</p>
<p><a href="http://www.sonntagszeitung.ch/nachrichten/artikel-detailseiten/?newsid=260387">«Ringier lehnt Einstieg bei neuem Newsportal ab»</a>, war vor zwei Monaten in der «Sonntagszeitung» zu erfahren. Wer den Artikel von Reza Rafi liest, erhält den Eindruck, als habe Ex-20min.ch-Chefredaktor Hansi Voigt bei Ringier Watson vorgestellt und sei daraufhin abgeblitzt. Doch Voigt erzählt auf Anfrage eine andere Version: Ringier-CEO Marc Walder habe im Mai angerufen, um sich mit ihm mal über Watson zu unterhalten. Tatsächlich habe er sich darauf während einer Stunde mit einer Ringier-Delegation getroffen, doch konkret wurde nichts besprochen, kein Businessplan gezeigt. «Blick.ch ist ja potenziell der grösste Konkurrent, da kann ich doch nicht befreit erzählen», so Voigt auf Anfrage. Etwas später folgte ein weiteres Gespräch, auch dabei habe er sich «vollkommen bedeckt gehalten». Lediglich die Möglichkeit eines Joint-Venture sei in Betracht gezogen worden.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p><a href="https://twitter.com/medienspiegler">@medienspiegler</a> <a href="https://twitter.com/watson_news">@watson_news</a> Wie bereits gegenüber Reza Rafi gesagt: Ringier hat nie den Businessplan oder das Konzept von Watson gesehen.</p>
<p>&mdash; hansi voigt (@hansi_voigt) <a href="https://twitter.com/hansi_voigt/statuses/392050669722820608">October 20, 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Nach dem für die Ringier-Führung überraschenden Abgang von Blick.ch-Chef Rolf Cavalli erhielt Voigt nach Informationen der Medienwoche ein Wahnsinns-Angebot für die Umsetzung einer Buzzfeed-Strategie unter der Marke «Blick»: 500&#8217;000 Franken Jahreslohn wurden ihm angeboten, ein Betrag, der sogar die kühnsten Annahmen der <a href="https://medienwoche.ch/2013/09/06/die-wigdorovits-liste/">Wigdorovits-Liste</a> sprengt. Dazu wäre eine einmalige Ablösesumme von 500&#8217;000 Franken bezahlt worden. Voigt bestätigt lediglich, ein Angebot von Ringier erhalten und abgelehnt zu haben, weitere Details sind ihm nicht zu entlocken. Bei <a href="http://www.watson.ch/">Watson</a>, dem nach wie vor unenthüllten Projekt von Voigt, ist man an einer Zusammenarbeit mit Ringier offensichtlich nicht interessiert. Man twittert, wohl mit Anspielung auf den Bericht in der «Sonntagszeitung»:</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p>Watson verzichtet nach sorgfältiger Prüfung auf Einstieg bei Buzzfeed-Kopie der <a href="https://twitter.com/ringier_ag">@ringier_ag</a> Gutes Projekt, aber wirtschaftl. nicht plausibel</p>
<p>&mdash; watson (@watson_news) <a href="https://twitter.com/watson_news/statuses/392205566371577856">October 21, 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Neben weiteren Playern buhlen also zukünftig die Marken Blick, 20 Minuten und Watson um die Aufmerksamkeit des gelangweilt auf dem Handy herumtippenden Jugendlichen an der Bushaltestelle. Entscheidet sich die Zukunft des Journalismus in der Frage, wer ihm die meisten lustigen Kätzchen unterjubeln kann? Ich zweifle daran.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/10/22/buzz-auf-schloss-elektronia/">Buzz auf Schloss Elektronia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>In ihrem Reich soll die Sonne nie untergehen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/08/14/in-ihrem-reich-soll-die-sonne-nie-untergehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2013 10:47:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arianna Huffington]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Huffington Post schickt sich an, eine der grössten Medienmarken auf der Welt zu werden. Kürzlich erfolgte die Gründung eines französischsprachigen Ablegers im Maghreb, im Herbst soll es in Deutschland losgehen. «Marhaba», begrüsste Arianna Huffington in einem Blogeintrag die Leser und informierte über die Gründung der «Al Huffington Post» im Maghreb. «Der Launch kommt in <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/14/in-ihrem-reich-soll-die-sonne-nie-untergehen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/14/in-ihrem-reich-soll-die-sonne-nie-untergehen/">In ihrem Reich soll die Sonne nie untergehen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Huffington Post schickt sich an, eine der grössten Medienmarken auf der Welt zu werden. Kürzlich erfolgte die Gründung eines französischsprachigen Ablegers im Maghreb, im Herbst soll es in Deutschland losgehen.<br />
<span id="more-15491"></span><br />
«Marhaba», begrüsste Arianna Huffington in einem Blogeintrag die Leser und informierte über die Gründung der <a href="http://www.huffingtonpost.com/arianna-huffington/introducing-al-huffington-post-maghreb_b_3492847.html " target="_blank">«Al Huffington Post» im Maghreb</a>. «Der Launch kommt in einer Zeit, in der die Maghreb-Region (…) eine seismische Transformation vollzieht – sozial, politisch und ökonomisch», schreibt die HuffPo-Gründerin in ihrem Editorial. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arianna_Huffington" target="_blank">Arianna Huffington</a>, gebürtige Griechin, machte sich den 1980er Jahren als konservative Kolumnistin in den USA einen Ruf, ehe sie sich in den 1990er Jahren den Demokraten zuwandte. Ihr Projekt «Huffington Post», das anfangs von der Presse müde belächelt wurde, machte sie zu einem publizistischen Schwergewicht.</p>
<p>Der Erfolg der «HuffPo» gründet auf einer Mischung aus Aggregation fremder Inhalte mittels Verlinkung auf Medienangebote, Blogs bekannter Gastautoren sowie selber produzierten Storys. «Als journalistischer Abnehmer und Blogger-Plattform werden wir die wichtigsten Geschichten der Region erzählen, und gleichzeitig die Leute des Maghreb einladen, ihre Geschichten selbst zu erzählen», verspricht Huffington. «Die Umbrüche in der Region haben eine neue Generation von Bürgern geschaffen, die von den all den neuen Möglichkeiten elektrifiziert sind.» In Tunesien sind im Juni die ersten Redaktionsräume der «Al HuffPo» eröffnet worden. Darin steckt auch eine gewisse Symbolik – in dem nordafrikanischen Land begann 2011 der Arabische Frühling.</p>
<p>Der Launch eines französischsprachigen Ablegers im Maghreb ist folgerichtig. Die Huffington Post expandiert weltweit. In acht Ländern (u.a. Kanada, Spanien, Italien, Frankreich, Grossbritannien) ist die Plattform bereits präsent, weitere sollen folgen. Im Herbst ist der Start einer deutschsprachigen Ausgabe geplant. Im Mai hatte die HuffPo ihre letzte Dependance in Japan eröffnet. Derzeit hat der Internetdienst allein in den USA 46 Millionen Nutzer pro Monat – mehr als die «New York Times». Und in Frankreich liegt die Huffington Post mit knapp zwei Millionen «unique visitors» an der Spitze der reinen Internetzeitungen und übertrifft damit die einheimischen Branchenleader rue89 oder Mediapart.</p>
<p>Nach dem Verkauf der «Huffington Post» an AOL für 315 Millionen Dollar im Jahr 2011 ist die Redaktion kontinuierlich aufgestockt worden. 700 Mitarbeiter arbeiten momentan in der Zentrale der Online-Zeitung an der New Yorker Lower East Side. Die Nachrichtenredaktionen werden von den erfahrenen Zeitungs-Veteranen Tim O’Brian («New York Times») und Peter Goodman («Washington Post») geleitet. Jimmy Maymann, CEO der Huffington Post Media Group, sagte mit Blick auf die neue Redaktion in Tunesien: «Es muss sich rentieren.» Der Maghreb habe 100 Millionen Einwohner, es sei eine eigenständige Region und die kulturelle Affinität zu Frankreich, wo man ja schon präsent ist, hoch. Der Maghreb als Markt. Wenn man Maymann zuhört, könnte man meinen, hier spricht kein Medienmacher, sondern der Manager eines Grosskonzerns. Immer wieder ist von «Synergien» und «Ressourcenbündelung» die Rede «Die Al HuffPo kombiniert traditionelle News und Konversationen hinter den Kulissen und bringt sie an einem Ort zusammen», so Maymann.</p>
<p>Als Chefredakteur für den tunesischen Ableger konnte Kader A. Abderrahim gewonnen werden, ein erfahrener Politikwissenschaftler des Institut de Relations Internationales et Stratégiques (ISRI) in Paris. Seine Stellvertreterin ist die Menschenrechtsaktivistin Houeida Anouar. Die Redaktionsgemeinschaft (die Standorte in Marokko und Algerien sollen Ende des Jahres eröffnet werden) besteht vorerst aus acht bis zehn festangestellten Redakteuren.</p>
<p>Die Al Huffington Post wirkt auf den ersten Blick wie eine abgespeckte Version der Hauptausgabe. Sie wurde auf die Rubriken Politik, Wirtschaft, International, Kultur und Sport reduziert (die HuffPo in den USA hat deutlich mehr Sparten, von Technik und Gesundheit bis hin zu lokalen News in Los Angeles oder Miami). Für eine französischsprachige Seite im Maghreb ist das Angebot dennoch relativ üppig. Es gibt eine Titelgeschichte, laufend aktualisierte Meldungen sowie Meinungsstücke.</p>
<p>Die Themenvielfalt ist wohl das grösste Plus der Al HuffPo. Verglichen mit den französischsprachigen Tageszeitungen im Maghreb (etwa «Le Matin» in Marokko, «El Watan» in Algerien oder «Le Temps» in Tunesien) sind die Beiträge umfassender und ausgewogener. Die Inhalte kommen zudem nicht so verstaubt daher. Ansprechende Bildstrecken (hier profitiert die Al HuffPo eindeutig vom Mutternetzwerk) werden von faits divers (Rotwein im Ramadan) und Videobeiträgen ergänzt.</p>
<p>Herausgeberin und Übermutter Arianna Huffington verkündete hehre Ziele für ihren jüngsten Ableger: «Es gibt eine riesige Chance für die Al Huffington Post Maghreb, einen Teil zur Konsolidierung der jungen Demokratie in der Region beizutragen», schreibt sie. Fraglich ist, ob eine diskursive Veredelung des politischen Prozesses auch zu dessen Stabilität beiträgt. Es wäre vermessen zu sagen, dass eine Online-Zeitung die politischen Gräben im Maghreb zuzuschütten vermag. Zumal die Resonanz mit durchschnittlich 20 Facebook-Likes oder Tweets pro Beitrag relativ gering ist. Ein Massenmedium ist die Al HuffPo (noch) nicht.</p>
<p>Die Titelgeschichte («Ägypten in der Sackgasse») entpuppt sich als AFP-Meldung. Und die reisserisch aufgemachte Überschrift «Spannungen in der Ennahda» (Regierungspartei in Tunesien) erweist sich als Reproduktion einer Pressemeldung der Partei. Von Recherche keine Spur. Es ist oftmals die Hülle, die bei der HuffPo für Furore sorgt. Das war auch schon bei der legendären Überschrift «Wann beginnt der Superbowl?» so, wo im Text lediglich die Anfangszeit stand, die Seitenmacher aber geschickt antizipierten, dass die Internetnutzer das Suchwort «Super Bowl» googelten und so auf die Huffington Post gelenkt würden. Die Stärke der «Al HuffPo» erwächst aus den Gastbeiträgen. Hier findet man tiefschürfende Analysen, etwa über die Datenerhebung bei der Arbeitslosenstatistik in Tunesien oder die Rolle der Frauen unter Staatspräsident Bourguiba.</p>
<p>Doch das ist gleichsam einer der Kritikpunkte. Zum Konzept der HuffPo gehört nämlich, dass sie hauptsächlich von unbezahlten Autoren oder – um es im Managerjargon auszudrücken – «kostenneutralen Content-Produzenten» getragen wird. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier geht auf seinem Blog mit der Onlinezeitung scharf ins Gericht: «Die Huffington Post überrollt andere Medien nicht. Sie beutet sie systematisch aus. Einen Grossteil ihrer Nachrichtenschlagzeilen klaubt Huffingtons Crew einfach aus anderen Medien zusammen – viele davon sind die Online-Ausgaben traditioneller Tageszeitungen.» Springer-Chef Mathias Döpfner sagte, die HuffPo sei das «Anti-Geschäftsmodell des Journalismus». Der Axel Springer Verlag hatte sich wiederholt gegen die Gratiskultur gewandt und gilt in Deutschland als Vorreiter bei der Einführung von Bezahlmodellen.</p>
<p>Die Frage, wie Verlagshäuser Geld im Internet verdienen können, ist nicht zuletzt durch den Verkauf der Washington Post an den Amazon-Gründer Jeff Bezos und die Trennung des Springer-Konzerns von seinen Regionalblättern virulent geworden. Brisant ist auch, dass das Portal von der Burda-Tochter Focus Tomorrow, einem Hauptkonkurrenzen Springers, betrieben wird. Arianna Huffington konterte die Kritik im Handelsblatt: «Das mögen theoretische Bedenken sein, in der Praxis kommt das nicht vor. Wenn Sie eine starke Geschichte haben, wollen Sie, dass wir Sie aggregieren und auf Ihre Geschichte mit einem Link verweisen. Wir verschaffen Ihnen so mehr Klicks. Und jeder Journalist will doch, dass er von so vielen Leuten wie möglich gelesen wird, oder?» In der Welt der Netzwerkerin gibt es nur Win-Win-Situationen.</p>
<p>Ariana Huffington schmiedet Pläne, weitere Redaktionen in Brasilien, Russland, Indien und Australien zu eröffnen. Die HuffPo-Gründerin sei auf dem Weg, «einflussreichste Journalistin des Planeten zu werden, Herrin über ein Medienreich, in dem die Sonne buchstäblich nicht mehr untergeht», schrieb der Spiegel im Mai. Pünktlich zur Bundestagswahl im September soll der deutsche Ableger der HuffPo gestartet werden. Gut möglich, dass Arianna Huffington ihre Leser dann mit einem «Guten Morgen» begrüsst.</p>
<p><small>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/c2mtl/" target="_blank">Flickr/Charles William Pelletier @ C2-MTL</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">(CC BY 2.0) </a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/14/in-ihrem-reich-soll-die-sonne-nie-untergehen/">In ihrem Reich soll die Sonne nie untergehen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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