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	<title>Kioskforscher | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 Nov 2017 19:06:49 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Das orange Kochduell</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/22/das-orange-kochduell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2017 08:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Fooby» vs. «Migusto»: Wer macht das bessere Foodmagazin, Coop oder Migros? Der Wettkampf zwischen den beiden Detailhändlern geht in eine weitere Runde. Unser Kioskforscher hat ihre neuen Koch- und Küchenpublikationen degustiert. Es war kaum ein Zufall: Praktisch gleichzeitig haben die beiden grössten Detailhändler des Landes – seit jeher erbitterte Konkurrenten – ein neues Foodmagazin lanciert. <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/22/das-orange-kochduell/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>«Fooby» vs. «Migusto»: Wer macht das bessere Foodmagazin, Coop oder Migros? Der Wettkampf zwischen den beiden Detailhändlern geht in eine weitere Runde. Unser Kioskforscher hat ihre neuen Koch- und Küchenpublikationen degustiert.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-50294 size-full alignnone" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-Kioskforscher-fooby-migusto_20171118b.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-Kioskforscher-fooby-migusto_20171118b.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-Kioskforscher-fooby-migusto_20171118b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-Kioskforscher-fooby-migusto_20171118b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/11/MW-Kioskforscher-fooby-migusto_20171118b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Es war kaum ein Zufall: Praktisch gleichzeitig haben die beiden grössten Detailhändler des Landes – seit jeher erbitterte Konkurrenten – ein neues Foodmagazin lanciert. Ein gutes halbes Jahr ist das her. Zeit für eine Bilanz: Wer kocht besser, Migros oder Coop?</p>
<p><strong>Der Name</strong><br />
Der orange Riese bleibt sich treu. Ohne die Vorsilbe «Mi» geht bei Migros nichts: <a href="https://migusto.migros.ch/de/migusto-magazin" target="_blank" rel="noopener">«Migusto» heisst darum das neue Heft</a>, das in jeder grösseren Filiale erhältlich ist. Coop hatte es da schon schwerer. Thematisch passend wäre eigentlich «Foody» gewesen, zumindest in der Deutschschweiz geht ein solcher Name aber natürlich gar nicht – erst recht nicht in kulinarischem Zusammenhang. <a href="https://fooby.ch/de/fooby-magazine.html" target="_blank" rel="noopener">So heisst es halt «Fooby»</a>, warum auch immer. 1:0 für Migros.</p>
<p><strong>Die Aufmachung</strong><br />
«Migusto» erscheint monatlich, «Fooby» wurde seit dem Start im Februar drei Mal herausgegeben. Die Erscheinungskadenz wirkt sich sichtbar auf die Gestaltung aus. Das Migros-Heft ist nicht nur deutlich dünner, es ist auch weniger aufwändig produziert. Die Bilder – in Zeiten von allgegenwärtigem Foodporn ein Killerkriterium! – sind in beiden Magazinen stylisch und appetitanregend. Das «Tiptopf»-Schulkochbuch aus der Jugend mit seinen Tellerbildern direkt aus der Spitalküche kann einpacken. «Fooby» kommt ein Stück innovativer daher, auch die Grafiken sind ansprechender gestaltet. Besonders gelungen: Die Vorher-Nachher-Fotos aus der Vogelperspektive, von den einzelnen Zutaten bis zum Gericht. Da läuft einem nicht nur das Wasser im Mund zusammen, es lässt auch die Zubereitung einfach erscheinen. 1 Punkt für Coop, Ausgleich</p>
<p><strong>Der Inhalt</strong><br />
Bei einem Foodmagazin geht es nun mal um nicht viel anderes als ums Essen. Ist der Herausgeber ein Detailhändler, soll es die Leser gleichzeitig animieren, beim Kochen bitteschön die hauseigenen Produkte zu verwenden. Ohne die Rezepte alle nachgekocht zu haben: Sie inspirieren, es selbst zu probieren. Hilfreich sind dabei die Zeitangaben, beide Magazine unterscheiden zwischen «aktiver Zeit» und «Gesamtzeit». Migros liefert zusätzlich detaillierte Nährwertangaben, bei Coop gibts nur die Kalorienzahl. Ungewohntes und daher Spannendes findet man in beiden Heften: Etwa gebackene Grapefruits (Migros) oder die hausgemachten Glückskekse inklusive Spruchzettelchen (Coop).</p>
<p>«Fooby» wartet mit Geschichten auf, welche die Grenze zum Lifestyle-Magazin stark touchieren &#8211; etwa die Kolumnen von mehreren Foodbloggerinnen oder der Artikel über Spitzenkoch Ivo Adam. Das liest sich gut, schweift aber auch etwas gar vom eigentlichen Inhalt des Hefts ab. Irritierend ist jedoch vielmehr, dass teilweise beide die praktisch identischen Gerichte und Tipps propagieren: Bei «Migusto» entdeckt der Redaktionsleiter nach Jahren den guten, alten Sonntagsbraten wieder, «Fooby» macht unter dem Stichwort «Schweizer Klassiker» gleich drei verschiedene Braten-Varianten schmackhaft. Selbiges beim Thema Tee: Coop bittet zur «Tea Time», Migros verrät uns, welche «Tees fruchten». Auch wenn man es schon von den Wochenaktionen kennt, die häufig die gleichen Produkte bewerben: Warum diese Lust zur Kopie, liebe Detailhändler? Hier einen Punkt zu vergeben, ist nicht einfach – beide Magazine überzeugen inhaltlich. Dank des grösseren Umfangs des Magazins und der etwas weniger penetranten Werbung für Eigenprodukte holt ihn sich Fooby. 2:1 für Coop.</p>
<p><strong>Die Sprache</strong><br />
Literarische Höhenflüge sind in einem Foodmagazin wahrlich nicht zu erwarten, darum geht es ja auch nicht. «Fooby» nimmt sich mehr Freiheiten. Das tönt dann etwa so: «Fanny kann sich gar nicht an eine Zeit erinnern, in der es in ihrem Leben nicht irgendwie um Essen ging: Sie wuchs in einem Haushalt auf, in dem Familie und Freunde Foodies waren, bevor der Begriff überhaupt erfunden war.» Die dauernde Verwendung des vermeintlichen Trendworts «Foody» wirkt mit der Zeit anstrengend. «Migusto» seinerseits konzentriert sich aufs Kerngeschäft – das Kochen. Mehr braucht es eigentlich auch gar nicht. Gleichstand 2:2</p>
<p><strong>Das Zusatzangebot</strong><br />
Das gedruckte Magazin ist in beiden Fällen nur ein Teil eines breiteren publizistischen Angebots. Online geht es weiter. Neben den klassischen Rezepten bieten beide Unternehmen Lernvideos rund um Kochen und Küche an. Die <a href="https://migusto.migros.ch/de/schulkueche/tipps-tricks/eier-trennen" target="_blank" rel="noopener">animierten How-To‘s</a> von Migros sind erstaunlich witzig und bieten teilweise einen echten Mehrwert (wussten Sie etwa, dass ein «kraftloses» Rüebli nach ein paar Minuten im Eisbad wieder knackig ist?). «Fooby» trumpft gar <a href="https://fooby.ch/de/apps.html" target="_blank" rel="noopener">mit einer eigenen App</a> auf – ein echtes Plus. 3:2 für Coop.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Für passionierte Köche ist sowohl «Fooby» wie auch «Migusto» zu wenig anspruchsvoll, viel Neues werden sie nicht lernen. Dass im Migros-Heft kein einziges Rezept den höchsten Schwierigkeitsgrad aufweist, ist kein Zufall. Das Zielpublikum ist ein anderes: Die arbeitstätige Bevölkerung, die nicht ewig Zeit zum Kochen hat, aber sich dennoch nicht nur von Tiefkühlpizza ernähren will. Nicht zuletzt dank der optisch ansprechenden Aufmachung wird sie in beiden Magazinen fündig. «Fooby» ist zwar ausufernd, überzeugt letztlich aber eine Prise mehr als das Konkurrenzprodukt der Migros. En Guete!</p>
<p><small>Migusto kostet in der Migros 3 Franken und erscheint monatlich. Wer Mitglied im Migusto-Club ist, kriegt es gratis. Fooby erscheint drei Mal jährlich und liegt der Coop-Zeitung bei oder in (grösseren) Filialen auf.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/22/das-orange-kochduell/">Das orange Kochduell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Kioskforscher liest das «Punkt»-Magazin: Alles ist Wirtschaft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/23/alles-ist-wirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 11:38:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Magazin «Punkt» versteht Wirtschaft umfassend und berichtet nicht nur über Kennzahlen und Konzerne. Beim Blick in die aktuelle Ausgabe wirkt der Themenmix allerdings allzu beliebig und breitgefächert, wie unser Kioskforscher feststellt. «Sex sells» lautet eine der Hauptgeschichten im aktuellen «Punkt»-Magazin, versehen allerdings mit einem Fragezeichen. Stimmt das «Naturgesetz der Werbung» also – oder eben <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/23/alles-ist-wirtschaft/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das <a href="http://www.punktmagazin.ch/" target="_blank">Magazin «Punkt»</a> versteht Wirtschaft umfassend und berichtet nicht nur über Kennzahlen und Konzerne. Beim Blick in die aktuelle Ausgabe wirkt der Themenmix allerdings allzu beliebig und breitgefächert, wie unser Kioskforscher feststellt.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-48836" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW_Kioskforscher-Punkt_20171023-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
«Sex sells» lautet eine der Hauptgeschichten <a href="http://www.punktmagazin.ch/magazine/nackt/" target="_blank">im aktuellen «Punkt»-Magazin</a>, versehen allerdings mit einem Fragezeichen. Stimmt das «Naturgesetz der Werbung» also – oder eben doch nicht? Der nicht zuletzt historisch interessante Artikel (Pearl Tobacco bewarb seine Zigaretten bereits 1871 mit einer nackten Jungfrau in schäumender See und kurbelte damit die Verkäufe an) kommt zum Schluss, dass eine sexuell konnotierte Werbestrategie mittlerweile nur noch dann erfolgreich ist, wenn ein Bezug zum entsprechenden Produkt besteht.</p>
<p>Diesem Dogma frönt «Punkt» gleich selbst, und zwar an prominentester Stelle: Auf der Titelseite prangt über dem Schriftzug «Nackt» eine Illustration, die an Schambehaarung erinnert. Und was soll das mit einem Magazin zu tun haben, dessen Slogan «Du bist Wirtschaft» lautet? Die Auflösung folgt erst im hinteren Teil der rund 80-seitigen Schweizer Publikation, der Schwerpunkt der Ausgabe dreht sich direkt oder indirekt um Nacktheit, Sex und Scham. Darunter findet sich durchaus Interessantes: Etwa, dass sich die weltweit grösste XXX-Website «Pornhub» nicht scheut, pointierte politische Statements zu verkünden (Donald Trumps Amtsantrittsrede wurde zum Beispiel unter dem Titel «Angry White Man Fucks Whole Country» auf die Seite geladen). Ein anderer Artikel geht der Frage nach, warum Nacktheit als Protestform fast immer weiblich ist.</p>
<blockquote><p>Die Texte sind süffig geschrieben und einem breiten Publikum zugänglich. Mit wenigen Ausnahmen sind für die Lektüre keine detaillierten Kenntnisse von ökonomischen Zusammenhängen notwendig.</p></blockquote>
<p>Dass Rino Borini, der gemäss Begleittext «unter anderem» (!) Chefredaktor und Herausgeber des Magazins ist, in seinem Editorial mit keinem Wort auf dieses geschickt gewählte Hauptthema eingeht, ist eine verpasste Chance. Stattdessen versucht er, der Leserschaft die Augmented Reality, mit der einige Artikel neuerdings angereichert werden, schmackhaft zu machen. Die Zusatzfunktion via Smartphone vermag allerdings nur bedingt zu begeistern: Es handelt sich lediglich um eine Verlinkung auf bereits bestehende, externe Inhalte. Echte Augmented Reality geht anders.</p>
<p>Sprachlich überzeugt das Heft trotz Mini-Redaktionsteam, einzig die nicht seltenen Tippfehler irritieren. Die Texte sind süffig geschrieben und einem breiten Publikum zugänglich. Mit wenigen Ausnahmen sind für die Lektüre keine detaillierten Kenntnisse von ökonomischen Zusammenhängen notwendig. Gerade das macht das Heft aber auch etwas beliebig: Der Slogan müsste nicht «Du bist Wirtschaft», sondern vielmehr «Alles ist Wirtschaft» heissen (was ja auch nicht falsch wäre). Es erschliesst sich jedenfalls nicht auf Anhieb, was der Artikel über den Nacktmull und dessen phänomenale Überlebensfähigkeiten – er wird als der «eigentliche König der Tiere» angepriesen – mit Wirtschaft im engen Sinn zu tun hat.</p>
<blockquote><p>Es sind dies klassisch linken Rezepte, die hierzulande in absehbarer Zeit nicht mehrheitsfähig sind. Dass sie in einem Wirtschaftsmagazin stehen, erstaunt – und zeugt davon, dass der Grossteil der Leserschaft wohl nicht an der Zürcher Bahnhofstrasse zu finden ist.</p></blockquote>
<p>Sehr direkt auf ökonomischen Umwälzungen basiert hingegen der streitbarste Artikel des «Punkt»-Magazins: «We’re fucked» nimmt die Prämissen von fortschrittsgläubigen Wissenschaftlern und Journalisten auf, die in Langzeitreihen darlegen, wie sich extreme Armut, Lebenserwartung, Wohlstand und weitere Kennziffern der Menschheit in eine positive Richtung entwickeln. Ihrem «Alles-wird-gut»-Mantra kann der Autor David Fehr herzlich wenig abgewinnen: Trotz Fortschritt und Wachstum schlecke keine Geiss weg, dass längst nicht alle vom Kuchen genug kriegen. Ohnehin wachse dieser Kuchen, wenn überhaupt, kaum mehr. Folgerichtig müssen ihm zufolge «die dicksten Kinder zurückstecken» – und zwar auch in der Schweiz. Wie dies gelingen kann, legt er sogleich nach: Indem man Erbschaften besteuert, das Steuersystem vereinheitlicht, die Vermögenssteuer heraufsetzt und ganz grundsätzlich den Reichtum umverteilt. Es sind dies klassisch linken Rezepte, die hierzulande in absehbarer Zeit nicht mehrheitsfähig sind. Dass sie in einem Wirtschaftsmagazin stehen, erstaunt – und zeugt davon, dass der Grossteil der Leserschaft wohl nicht an der Zürcher Bahnhofstrasse zu finden ist.</p>
<p>Fazit: Im Vergleich zur Handelszeitung oder zur «Bilanz» trumpft «Punkt» mit unkonventionellen Inhalten auf, zudem mit innovativen Illustrationen und Infografiken. Eine echte Alternative zu den klassischen Schweizer Wirtschaftspublikationen ist das Magazin allerdings nicht, dafür sind die Inhalte zu wenig fachspezifisch. Das dürfte freilich auch gar nicht das Ziel der Herausgeber sein, schliesslich ist ja alles Wirtschaft. Pardon, du bist Wirtschaft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/23/alles-ist-wirtschaft/">Der Kioskforscher liest das «Punkt»-Magazin: Alles ist Wirtschaft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Halali an der Kioskauslage</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/09/25/halali-an-der-kioskauslage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Sep 2017 13:23:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herbstzeit ist Jagdzeit. High Noon für die Branchenblätter? Unser Kioskforscher hat die beiden Schweizer Jagdmagazine ins Visier genommen und feststellen müssen, dass man dort lieber unter sich bleibt, als auch interessierte Laien anzusprechen. Ich gebs zu: Sie übt eine Faszination auf mich aus, die Jagd. Aus einer allerdings gänzlich naiven Optik: Noch nie betrat ich <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/25/halali-an-der-kioskauslage/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herbstzeit ist Jagdzeit. High Noon für die Branchenblätter? Unser Kioskforscher hat die beiden Schweizer Jagdmagazine ins Visier genommen und feststellen müssen, dass man dort lieber unter sich bleibt, als auch interessierte Laien anzusprechen.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-47738" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW_Kioskforscher-20170925-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Ich gebs zu: Sie übt eine Faszination auf mich aus, die Jagd. Aus einer allerdings gänzlich naiven Optik: Noch nie betrat ich einen Hochsitz, noch nie habe ich im Wald ein Gewehr geschultert, geschweige denn ein Tier getötet, das grösser als ein Hecht ist. Ich könnte es wohl nicht mal. Und doch sehe ich in der zivilisierten Welt, in der wir leben, einen Sinn hinter der Jagd. Und eine gewisse Romantik.</p>
<p>Ohne Vorbehalte suchte ich im Kiosk also nach Branchenpublikationen – und war erstaunt, wie viele es gibt. «Einheimisch» sind aber nur zwei: Der <a href="http://www.schweizerjaeger.ch/" target="_blank">«Schweizer Jäger»</a> und <a href="http://www.jagdnatur.ch/" target="_blank">«Wald &#038; Natur – das Schweizer Jagdmagazin»</a>. Vermögen sie einen unkundigen, aber an der Jagd grundsätzlich interessierten Leser in den Bann zu ziehen?</p>
<p>«Auf die schönste Zeit des Jahres» lautet der Titel des Editorials vom «Schweizer Jäger». Klar, es ist ja auch Herbst und die Hochwildjagd in vollem Gang. Wann, wenn nicht jetzt sollten die Branchenmagazine besonders inspiriert daherkommen und vielleicht auch den unerfahrenen Leser ansprechen &#8211; nach dem Motto: jedes verkaufte Heft ist ein verkauftes Heft. Doch davon ist gerade beim «Schweizer Jäger» wenig zu spüren. Das Schwerpunkthema dreht sich rund um die Handyfotografie. In bleiernen Sätzen erzählt die Autorin die Geschichte der Geräte nach. Das tönt dann etwa so: «Im Jahr 2002 erschienen mit dem Nokia 7650, dem Panasonic EB-GD87 und dem Sharp GX10 gleich drei Handys, in denen eine Kamera integriert war.» Danach wird der Aufbau einer Digitalkamera erklärt. Brauchbare Tipps fürs Fotografieren auf der Jagd kommen erst auf Seite fünf.</p>
<blockquote><p>Auch ein passionierter Jäger liest lieber eine gut geschriebene Reportage über sein Hobby als ein paar dröge Fototipps.</p></blockquote>
<p>Wie viel spannender wäre es, an selbiger Stelle eine Jagd-Reportage zu lesen. Was geht einem während all der Stunden durch den Kopf, in denen man auf der Lauer liegt und weit und breit kein Tier in Sicht ist? Wie fühlt es sich an, einen kapitalen Hirsch erlegt zu haben? Ist man stolz? Oder hat man auch Mitleid mit dem toten Tier? Und wie bringt man eigentlich so ein 70-Kilo-Ungetüm wieder ins Tal hinunter? Zugegeben, es sind Fragen, deren Antworten ein Fachkundiger kennt. Und doch behaupte ich, dass auch ein passionierter Jäger lieber eine gut geschriebene Reportage über sein Hobby als ein paar dröge Fototipps liest. Denn: Wer stürzt sich jeweils am meisten auf die Berichte nach einem Fussballspiel? Genau: Diejenigen, die es selbst gesehen haben.</p>
<p>Das andere Magazin, «Jagd &#038; Natur», kommt lese(r)freundlicher daher. Zwar animiert auch dort die Titelgeschichte nicht gerade zum Jagen – es geht ums Zusammenleben zwischen Wild und Mensch. Aber sie weist eine latente politische Aktualität auf, etwa in Zusammenhang mit kantonalen Initiativen, welche die Jagd stärker reglementieren oder gar verbieten wollen. Zudem wartet «Jagd &#038; Natur» mit einnehmenden, weil kuriosen Geschichten auf. Highlight: Das historische Stück über Entenkanonen (kein Witz!). Mithilfe ihrer mehr als zwei Meter langen und mit einem halben Kilo Schrot gefüllten Schiffsgeschütze erlegten Jäger im 19. Jahrhundert dermassen viele Enten (der Rekord soll bei über hundert mit einem einzigen Schuss liegen), dass die Bestände drastisch abnahmen und der Gesetzgeber aktiv werden musste. In der Schweiz sind die Entenkanonen seit 1962 verboten – wobei sich in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt offenbar nicht alle daran hielten.</p>
<blockquote><p>In unglaublich langweiliger Manier berichten Jagdvereine über Treffen X oder Anlass Y, illustriert mit Bildern der immergleichen Männergruppen, die im Halbkreis vor dem Fotografen stehen.</p></blockquote>
<p>Was an beiden Magazinen auffällt: Ein beträchtlicher – für den interessierten Laien ein viel zu grosser – Anteil des Hefts wird den Berichten von Vereinen gewidmet. In unglaublich langweiliger Manier dürfen diese über Treffen X oder Anlass Y berichten, illustriert mit Bildern, auf denen die immergleichen Männergruppen – Frauen sind die absolute Ausnahme – im Halbrund vor dem Fotografen stehen, manchmal mit einem Hund in ihrer Mitte. Man fragt sich, ob die versammelte Leserschaft sich wirklich den Bericht über das «gelungene Familienfest» des Jägervereins Ausserheinzenberg antut. Aber es ist wohl die (aus Verlagssicht verständliche) Konzession an all die Vereinsmitglieder, die im Gegenzug das Jagdmagazin abonnieren.</p>
<p>Fazit: Einen neuen Stammleser haben die beiden Schweizer Jagdmagazine an mir nicht gewonnen. Aber dafür wurde ich mit einer ganze Reihe von Ausdrücken konfrontiert, die mir bis anhin unbekannt waren. Oder war Ihnen bewusst, dass man einem Tier «eine Kugel anträgt» und es danach «verhofft»? Oder kannten Sie die Begriffe «Verweiserpunkt», «Schweisshund», «Wundbett», «Bruch» oder «Mittagsaser»? Um ehrlich zu sein: Ich verstehe sie auch nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/25/halali-an-der-kioskauslage/">Halali an der Kioskauslage</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Scharlatanerie auf Hochglanz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/28/scharlatanerie-auf-hochglanz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 14:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser «Kioskforscher» hat mit Esoterik nichts am Hut und eine Frau ist er auch nicht. Beste Voraussetzungen für einen unvoreingenommenen Blick auf «Herzstück» – ein Magazin, das «Inspirationen für Leib und Seele» verspricht. So viel vorneweg: Die Lektüre war ein Kampf. Mit dieser Mischung aus «Hoffentlich-sieht-mich-jetzt-grad-nicht-mein-Chef» und «Hihi-was-es-nicht-alles-gibt» stehe ich am Bahnhofskiosk und durchstöbere die <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/28/scharlatanerie-auf-hochglanz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser «Kioskforscher» hat mit Esoterik nichts am Hut und eine Frau ist er auch nicht. Beste Voraussetzungen für einen unvoreingenommenen Blick auf <a href="http://www.herzstueck-mag.de/" target="_blank">«Herzstück»</a> – ein Magazin, das «Inspirationen für Leib und Seele» verspricht. So viel vorneweg: Die Lektüre war ein Kampf.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/08/MW-Kioskforscher-Herzstueck-20170828.jpg" alt="" width="960" height="644" class="alignnone size-full wp-image-46604" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/08/MW-Kioskforscher-Herzstueck-20170828.jpg 960w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/08/MW-Kioskforscher-Herzstueck-20170828-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/08/MW-Kioskforscher-Herzstueck-20170828-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/08/MW-Kioskforscher-Herzstueck-20170828-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><br />
Mit dieser Mischung aus «Hoffentlich-sieht-mich-jetzt-grad-nicht-mein-Chef» und «Hihi-was-es-nicht-alles-gibt» stehe ich am Bahnhofskiosk und durchstöbere die Auslage, die mit «Leben» beschriftet ist. Eines dieser Magazine herauszupicken, ist gar nicht so einfach, denn sie ähneln sich alle &#8211; ob sie jetzt «Zukunftsblick», «Engel-Magazin» oder «Happinez» heissen. Ich entscheide mich für «Herzstück». Schliesslich verspricht die Frontgeschichte mit dem Titel «Das Leben ist schön» Heiterkeit.</p>
<blockquote><p>A propos Gesülze: Das zieht sich durchs ganze Heft. Die Sprache bleibt blumig, Adjektive sind das beliebteste Stilmittel und auch an Methaphern mangelt es nicht.</p></blockquote>
<p>Trotz all der Bedenken nehme ich mir vor, dem Magazin eine echte Chance zu geben. Aber «Herzstück» macht es einem wirklich nicht leicht. Das beginnt schon beim Editorial: In schwülstigen Worten erklärt uns Chefredakteurin Anne Hofmann das nebenanstehende Foto einer Sonnenblume. Das tönt dann so: «Als kleines Geschenk präsentiert uns die Blüte auf dem Bild links ein Herz in ihrer Mitte. Wie eine Liebeserklärung an uns alle!» Grrr. Da erschlägt sie ihre eigentlich durchaus bedenkenswerte Message &#8211; nämlich mit einer positiven Einstellung durchs Leben zu gehen &#8211; mit der Extra-Portion Gesülze gleich selbst.</p>
<p>A propos Gesülze: Das zieht sich durchs ganze Heft. Die Sprache bleibt blumig, Adjektive sind das beliebteste Stilmittel und auch an Methaphern mangelt es nicht. Nach einem textlichen Highlight sucht man vergeblich. Rein sprachlich gesprochen gibts immerhin auch kein Lowlight.</p>
<p>Dieses gibts dafür inhaltlich, und zwar gleich in Mehrzahl. Mein Favorit: Der Artikel über die «Kraft der liegenden Acht», der uns zum «Eintauchen in die magische Welt des kraftvollen Symbols» einlädt. In allem Ernst wird den Lesern geraten, Wasser mit der «Energie einer Achterschleife» aufzuladen. Dazu soll man einen Löffel oder Stab nehmen und die Acht aufs Wasser «zeichnen». Oder: Vor einer Prüfung solle man die liegende Zahl auf einen Zettel schreiben und in der Hosentasche mitführen. Noch absurder: Die «mystische Acht» diene auch zur Heilung von Verletzungen, in dem man sie mit einem Stift auf die entsprechende Körperstelle male. «Das ist besonders hilfreich bei Schmerzen, Brüchen, Spannungen, Zerrungen», heisst es. Ernsthaft? Bei Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.</p>
<blockquote><p>Praktisch jeder Artikel endet mit den Worten «Zum Weiterlesen» und dem Buchtipp zum entsprechenden Thema.</p></blockquote>
<p>Auch sehr hilfreich ist das «Jammer-Seminar», das Redaktorin Charlott in einem Selbstversuch besucht. Vor versammelter Teilnehmerschar jammert sie darüber, dass ihr Lieblings-Fruchtsaft seit ein paar Tagen nicht mehr im Supermarkt ihres Vertrauens verkauft wird. Dazu läuft Musik aus einer indischen Shruti-Box. Abgesehen davon, dass Jammern in der Regel kaum zur Lösung von (Schein-)Problemen beiträgt, fragt man sich zwangsläufig, worin genau der Mehrwert für die geneigte Leserschaft liegt. Ahja, klar! Bei der Infobox! Dort steht nämlich, dass das Buch «Jammern mit Happy End» von Ute Lauterbach für nur gerade 12.95 Euro zu haben ist und dass Barbara Krippendorf ihr nächstes Jammer-Seminar am 19. November im Naturheilgut Karow bei Rostock halten wird. Noch Fragen?</p>
<p>Die Beispiele sind kein Zufall &#8211; im Gegenteil. Praktisch jeder Artikel endet mit den Worten «Zum Weiterlesen» und dem Buchtipp zum entsprechenden Thema. Den Ratgeber «Engel in meinem Haar» erachtet die Redaktion gar als so lesenswert, dass einem eine ausführliche Leseprobe mitgeliefert wird. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt? Natürlich nicht. Denn abgesehen von den dutzenden Buchtipps liefert das Heft alle paar Seiten Vorschläge für Einkäufe aller Art &#8211; inklusive Marke, Preisangaben und Verkaufskanal.</p>
<p>Damit doch noch etwas Positives gesagt sei: Optisch vermag «Herzstück» ziemlich zu überzeugen. Die Hochglanz-Bilder sind zwar ebenso überzuckert wie die Texte, aber sie sind attraktiv inszeniert und modern gelayoutet. Und: Die Rezepte am Heftende sind ein Leserinnen-Service, der für mehr Wohlbefinden sorgen dürfte als zum Beispiel die «Einsteigertipps für die Kommunikation mit Engeln». Die weibliche Form ist übrigens bewusst gewählt, denn das Heft richtet sich klar an Frauen. Das erkennt man an den Formulierungen oder auch daran, dass auf den 138 Seiten neben dutzenden Frauen nur gerade drei Männer abgebildet sind.</p>
<blockquote><p>Wer sich dafür nicht zu schade ist, darf sich für stolze 9.20 Franken gerne einlullen lassen. Für alle anderen gilt: Hände weg von dieser Scharlatanerie.</p></blockquote>
<p>Nach der zähen Lektüre von «Herzstück» bleibt nur ein mögliches Fazit: Das Magazin kommt zwar in einem redaktionellen Mäntelchen daher, ist aber von A bis Z ein Werbeprospekt für esoterische Bücher, Gegenstände und Reisen. Man darf getrost davon ausgehen, dass sich die Publikation auch über Beiträge der nicht-deklarierten «Inserenten» finanziert &#8211; und damit auch noch den letzten Rest Glaubwürdigkeit verspielt. Wer sich dafür nicht zu schade ist, darf sich für stolze 9.20 Franken gerne einlullen lassen. Für alle anderen gilt: Hände weg von dieser Scharlatanerie.<br />
 <br />
<strong>Das Notenblatt</strong><br />
 <br />
Sprache: 2<br />
Inhalt: 1<br />
Unterhaltung: 4<br />
Layout: 3</p>
<p>Gesamtnote: 1</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/28/scharlatanerie-auf-hochglanz/">Scharlatanerie auf Hochglanz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Wie sich der Städter die Bergwelt vorstellt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/31/wie-sich-der-staedter-die-bergwelt-vorstellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2017 12:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Frühling gibt das Red-Bull-Media-House eine Schweizer Ausgabe des Magazins Bergwelten heraus. Ein Marketing-Trick, um den Verkauf des Energy-Drinks anzukurbeln? Höchstens indirekt, meint unser Autor – und findet das Magazin ansprechender, als er es vor der Lektüre erwartet hat. Dem alpinen Zeitgeist huldigen Man stelle sich das Brainstorming der Verantwortlichen vor, lange bevor im letzten <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/31/wie-sich-der-staedter-die-bergwelt-vorstellt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Frühling gibt das Red-Bull-Media-House eine Schweizer Ausgabe des Magazins <a href="https://www.bergwelten.com/lp/bergwelten-schweiz-die-schoensten-seiten-der-westalpen" target="_blank" rel="noopener">Bergwelten</a> heraus. Ein Marketing-Trick, um den Verkauf des Energy-Drinks anzukurbeln? Höchstens indirekt, meint unser Autor – und findet das Magazin ansprechender, als er es vor der Lektüre erwartet hat.</strong></p>
<p><strong>Dem alpinen Zeitgeist huldigen</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 75%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/fXgKfzV4aaHQI" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Man stelle sich das Brainstorming der Verantwortlichen vor, lange bevor im letzten April die <a href="http://www.werbewoche.ch/medien/2017-04-11/das-wandermagazin-bergwelten-schweiz-startet-am-12-april" target="_blank" rel="noopener">erste Schweizer Ausgabe</a> von Bergwelten erschien. «Auch die Städter schreiben in ihren Lebenslauf unter Hobbys mittlerweile ‹wandern›. Sie suchen den unberührten Fleck Natur, haben genügend Geld, aber eigentlich nicht viel Ahnung von Outdoor-Aktivitäten.» So zumindest wirkt das Konzept des sechs Mal jährlich erscheinenden Magazins aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Bull_Media_House" target="_blank" rel="noopener">Red-Bull-Media-House</a>. Es ist die perfekte Einstimmung für Leute, die Ideen fürs verlängerte Wochenende ohne Easy-Jet-Stress suchen. Der passionierte Berggänger und erst recht der ambitionierte Alpinist dürften es nur mittelmässig befriedigt zur Seite legen.</p>
<p><strong>Attraktive Alpenbilder</strong></p>
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<p>Der Appetit kommt bekanntlich mit dem Essen – und die Wanderlust beim Betrachten vom Landschaftsbildern. Das haben die Macher der Bergwelten durch und durch verstanden. Schon das Titelbild ist pittoresk, im Innern setzt sich die Optik durchs Band fort. Atemberaubende Panoramen, spektakuläre Bewegungs-Bilder, zeitgenössische Food-Nahaufnahmen – die Bildredaktion beherrscht ihr Metier. Auch das Layout ist durchdacht, die Schriften wirken modern und die Aufmachung kommt kohärent daher. Ein Branchenheft wie etwa <a href="http://alpen.sac-cas.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Die Alpen» vom SAC</a> wirkt daneben schon fast muffig.</p>
<p><strong>Ohne Promi-Kolumnen geht es nicht</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 60%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/UpgZSJGgGfXRm" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Die Bergwelten warten mit einigen bekannten Autoren auf, neben Chefredaktor Christian Andiel stammen auch Wander-Guru Thomas Widmer und Tages-Anzeiger-Redaktorin Ev Manz aus dem Hause Tamedia. Zudem kolumnieren SRF-Mann Nik Hartmann und Alpinismus-Legende Reinhold Messner und für die aktuelle Ausgabe konnte die Bestseller-Autorin Milena Moser gewonnen werden. Das verpflichtet. Der sprachliche Höhenflug stammt aber nicht aus einer Schweizer Feder, sondern von David Pfeifer von der «Süddeutschen Zeitung». Milena Mosers und Nik Hartmanns Texte lesen sich flott und auch Reinhold Messner kann nicht nur klettern – offen bleibt einzig, warum seine Kolumne «Philosophikum» heisst. Zudem haben auch die Bergwelten die Unsitte angenommen, auf der allerersten Seite eine Auswahl ihrer Mitarbeiter mitsamt Foto zu präsentieren. Interessiert den wanderlustigen Durchschnittsleser wirklich, welche Grafikerin das Heft gestaltet hat?</p>
<p><strong>Der Professor erklärt unser Bild von den Alpen</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 83%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/iqW7GyhglEQog" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Das absolute Highlight der Ausgabe ist aber weder eine schöne Bildstrecke noch eine süffige Kolumne – es ist das Interview mit Philipp Felsch, Professor für Geschichte der Humanwissenschaften. Seine Erklärungen sind so bildhaft, dass man eine Passage zitieren muss: «Die Alpen sind eines der besten Beispiele dafür, dass unsere Wahrnehmung von Natur sich kulturell und historisch extrem geändert hat. Als prägnantestes Beispiel ist mir immer Johann Joachim Winckelmann im Gedächtnis, ein Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts, der die Antike-Begeisterung in Deutschland ausgelöst hat und immer wieder nach Italien gefahren ist. Als 1760 in der Kutsche über den Gotthard fuhr, verhängte er die Fenster der Kutsche – wegen des unerträglichen Schreckens. (…) Heute liegt uns fern, dass man den Anblick der Berge als ästhetische Zumutung empfunden hat.»</p>
<p><strong>Der perfekte Wanderschuh</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 62%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/42IAU2GyaTwXe" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Wie es sich für ein gutes Outdoor-Magazin gehört, kommen die praktischen Tipps in den Bergwelten nicht zu kurz. Wer auf der Bergtour auf jedes Gramm Gepäck achten will, kann den Dörrbohnen-Eintopf nachkochen. Wer gerne das Zelt schultert, weiss nun, dass man über der Baumgrenze in der Schweiz legal campieren darf. Und wem die Kampfstiefel aus der RS zu schwer sind für den Sonntagsausflug, der findet ein passenderes Modell beim Test der Low-Cut-Wanderschuhen. Praktisch: Am Ende des Hefts empfiehlt die Redaktion sechs stadtnahe Wanderungen, zu denen man Karten aus Karton herausreissen kann. Sucht sich ein anspruchsvoller Alpinist mit jahrelanger Erfahrung Tipps für die nächste Tour, ist er mit einem spezifischeren Outdoor-Magazin allerdings besser bedient.</p>
<p><strong>Wo bleibt Ueli Steck?</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 45%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/mU4ecWz9WNswo" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Wenn man für die letzten Monate ein Ereignis nennen müsste, das die Schweizer Öffentlichkeit in Bezug auf Berge aufgewühlt hat, war es der Tod von Extremalpinist Ueli Steck. Es war das Pech der Redaktion, dass ausgerechnet er in der ersten Ausgabe der Bergwelten für die Foto-Kolumne «Gepäckkontrolle» posiert und seinen Rucksack geöffnet hat. Kaum hielten die Leser das Heft in der Hand, stürzte er ab. Umso mehr hätte man in der aktuellen Ausgabe erwartet, einen Nachruf auf den bekanntesten Bergsteiger der Schweiz zu lesen – doch Steck wird mit keinem Wort erwähnt.</p>
<p><strong>Und was hat das alles mit Red Bull zu tun?</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 56%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/p7TMsMCkHhPFu" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>A propos Schweiz: Man könnte befürchten, ein Magazin aus österreichischem Mutterhaus wartet mit allerlei Tipps für Wanderungen im Tirol oder einer Auswahl der schönsten Kärntner Seen auf. Doch dem ist nicht so. Der Inhalt ist durchs Band schweizerisch. Und was am meisten erstaunt: Abgesehen von einer Werbung für das Magazin Red Bull Bulletin wird der Leser kein einziges Mal an den Energy-Drink erinnert, nicht einmal indirekt. Der rote Bullen bleibt gar so unerwähnt, dass man sich zwangsläufig fragt, was Red Bull mit den Bergwelten bezweckt. Dass es grosse Gewinne abwirft, ist aufgrund der aufwändigen Machart nicht zu erwarten. Oder erhoffen sich die umtriebigen Österreichern, dass die Schweizer Bevölkerung dank dem Magazin öfters zu Berge geht und sich danach eher einen aufputschenden Schluck aus der silbernen Dose genehmigt?</p>
<p><em>Eine Einzelausgabe von Bergwelten kostet am Kiosk neun Franken. </em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/31/wie-sich-der-staedter-die-bergwelt-vorstellt/">Wie sich der Städter die Bergwelt vorstellt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie unser Kioskforscher in der Sportabteilung zu «Socrates» fand</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/02/aussen-attraktiv-innen-harmlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2017 20:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kioskforscher]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/wp_website/?p=43562</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aus der Türkei kommt das neue Sporthintergrundmagazin «Socrates», benannt nach dem gleichwohl genialen wie politischen und stilbildenden Fussballer. Das weckt hohe Erwartungen – zu hohe, wie ein Blick in das stylisch aufgemachte Heft zeigt. «Socrates» ist nur äusserlich so attraktiv wie sein brasilianischer Namensgeber. «Das denkende Sport-Magazin» Wer sein Sportmagazin «Socrates» nennt, geht ein Risiko <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/02/aussen-attraktiv-innen-harmlos/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus der Türkei kommt das neue <a href="http://socratesmagazin.de/" target="_blank" rel="noopener">Sporthintergrundmagazin «Socrates»</a>, benannt nach dem gleichwohl genialen wie politischen und stilbildenden Fussballer. Das weckt hohe Erwartungen – zu hohe, wie ein Blick in das stylisch aufgemachte Heft zeigt. «Socrates» ist nur äusserlich so attraktiv wie sein brasilianischer Namensgeber.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/07/MW-Socrates_20170702a.jpg" alt="" width="960" height="640" class="alignnone size-full wp-image-44688" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/07/MW-Socrates_20170702a.jpg 960w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/07/MW-Socrates_20170702a-300x200.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/07/MW-Socrates_20170702a-768x512.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/07/MW-Socrates_20170702a-728x485.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><br />
<strong>«Das denkende Sport-Magazin»</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 56%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/3o6Zt6PGUAoJtdlwju" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Wer sein Sportmagazin «Socrates» nennt, geht ein Risiko ein. Socrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira war nicht nur einer der begnadetsten Fussballer seiner Generation, er war auch ein sozial und politisch überaus engagierter Zeitgenosse. Und natürlich stand bei der Magazins-Namensgebung auch der griechische Philosoph Pate. Das verpflichtet. Leider kann «Socrates», das sich selbst nicht unbescheiden «Das denkende Sportmagazin» nennt, diese Erwartung nicht erfüllen: Der Verleger beginnt sein Editorial zwar mit einem Zitat einer berühmten Autorin und philosophiert ansatzweise über die Bedeutung von Glück – dem Titelthema – im Sport, bald schon flacht das Niveau aber ab. Auch sprachlich gibt es keine Höhenflüge.</p>
<p><strong>Interviews, Interviews, Interviews</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 71%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/zL2Q5JfoUOaaY" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Drei von vier Geschichten, die auf dem Cover angerissen werden, sind Interviews. Zu viel, zumal diese schwerfällig zu lesen sind. Dass Sportler nur selten geistreiche Antworten geben, ist hinlänglich bekannt. Wenn aber die erste Frage eines Gesprächs lautet: «Sind Sie in der Formel 1 schon angekommen?», dann ist Hopfen und Malz schon von Beginn an verloren. Immerhin – das sieht man sonst selten – würdigen andere Sportler die interviewte Person manchmal noch aus eigener Perspektive.</p>
<p><strong>Wer ist denn das?</strong></p>
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<p>Auch wenn man sich für Sport interessiert, sind einem viele der porträtierten und interviewten Personen unbekannt. Oder haben Sie schon mal von Patrick Femerling oder Tatyana Mc Fadden gehört? Das muss per se nichts Schlechtes heissen und über einzelne Persönlichkeiten wie den legendären Tour-de-France-Reporter Gianni Mura erfährt man Kurliges (weil er mit Überzeugung fortschrittsfeindlich ist), das bleibt jedoch die Ausnahme. Gerade bei wenig bekannten Sportlern wären Angaben zu Biografien besonders wichtig und nützlich, doch die fehlen komplett.</p>
<p><strong>Zu viele Promis</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 75%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/j0FQBG4yTBQSk" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Ohnehin: Das ganze Magazin ist zu stark auf Personen fokussiert. Was sich auf der Front anbahnt, setzt sich hinten fort. Da wird der Sänger einer Hardcore-Band über Fussball befragt, da darf Eder, der portugiesische Siegestorschütze der Euro 2016, von seinen letzten, schwierigen Monaten erzählen. Viel lieber hätte man aber (mehr) hintergründige Sport-Geschichten gelesen – oder aber Erklärungen für den Laien. Wie ist es möglich, dass ein Trainer eine zuvor erfolglose Mannschaft übernimmt und fortan nur noch gewinnt? Wie hat sich die Taktik im modernen Fussball verändert? Warum interessieren sich fast nur noch autoritäre Staaten für die Austragung von sportlichen Grossanlässen? Löbliche Ausnahme: Der überaus lesenswerte, allerdings wiederum personenbezogene Text über Bekir Refet, den ersten türkischen Fussballer in Deutschland.</p>
<p><strong>Politisch aktiver Verleger</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 67%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/MDdg9VzXAIAjm" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Apropos: Das Magazin stammt aus der Türkei, dessen deutscher Ableger «Democracia Verlag» heisst. Wer jetzt «ausgerechnet!» schreit, tut dem Erdogan-kritischen Verleger, der die Gezi-Park-Proteste mitinitiiert hatte, allerdings unrecht. Den Türkei-Hintergrund merkt man dem Heft abgesehen vom Autorenpool nur bedingt an, die meisten Texte haben einen Bezug zu Deutschland. Wer sich für Schweizer Sport(ler) interessiert, kommt zu kurz. Nur Federer – wer sonst? – wird am Rande erwähnt.</p>
<p><strong>Noch ein weiter Weg aufs Podest</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 61%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/fOY3A39YQmFPO" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>«Socrates» spielt in der gleichen Liga wie «11 Freunde» oder «No Sports» – oder versucht es zumindest. Im Kampf um den Meistertitel der Sport-Hintergrundmagazine kann es aber (noch) nicht mithalten. Warum? Siehe oben.</p>
<p><strong>Das Layout überzeugt</strong></p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 67%; position: relative;"><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" style="position: absolute;" src="https://giphy.com/embed/bBY45n1jQpEY0" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Das Beste zuletzt: Optisch spielt «Socrates» schon in der Champions League. Die Aufmachung ist stylisch, die Farbwahl modern und besonders die schattierten, gezeichnet wirkenden Sportler-Porträts sind grandios. Wenn sich nur der Inhalt des Magazins auf Augenhöhe mit der Grafik bewegen würde.</p>
<p><em>«Socrates» erscheint einmal pro Monat und ist in der Schweiz an grösseren Kiosken erhältlich. Zum Preis von 9.20 Franken.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/02/aussen-attraktiv-innen-harmlos/">Wie unser Kioskforscher in der Sportabteilung zu «Socrates» fand</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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