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	<title>Luzi Bernet | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Luzi Bernet wird Chefredaktor NZZ am Sonntag: «Keine Leichen im Keller»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/30/luzi-bernet-wird-chefredaktor-nzz-am-sonntag-ich-habe-keine-leichen-im-keller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Luzi Bernet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufatmen bei der «NZZ am Sonntag»: Mit der Ernennung von Luzi Bernet als Chefredaktor gibt es keinen Super-Chefredaktor für Tages- und Sonntagsausgabe. Eine engere Zusammenarbeit mit der «Neuen Zürcher Zeitung» sei aber nicht vom Tisch, sagt Luzi Bernet. Im Gegenteil.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufatmen bei der «NZZ am Sonntag»: Mit der Ernennung von Luzi Bernet als Chefredaktor gibt es keinen Super-Chefredaktor für Tages- und Sonntagsausgabe. Eine engere Zusammenarbeit mit der «Neuen Zürcher Zeitung» sei aber nicht vom Tisch, sagt Luzi Bernet. Im Gegenteil.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/30/luzi-bernet-wird-chefredaktor-nzz-am-sonntag-ich-habe-keine-leichen-im-keller/">Luzi Bernet wird Chefredaktor NZZ am Sonntag: «Keine Leichen im Keller»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mit wenig zufrieden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/08/20/mit-wenig-zufrieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2013 13:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
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		<category><![CDATA[Redaktionsempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Urs F. Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Google bietet jetzt auch Schweizer Medien die Möglichkeit, ihre Inhalte selbstständig auf Google News zu präsentieren. Die Verlage haben sich nicht zweimal bitten lassen. Ihr Jubel über das neue Angebot zeugt auch von Rat- und Fantasielosigkeit. Die Neuerung nimmt sich ganz und gar unspektakulär aus. Auf der Site news.google.ch gibt es seit letzter Woche eine <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/20/mit-wenig-zufrieden/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Google bietet jetzt auch Schweizer Medien die Möglichkeit, ihre Inhalte selbstständig auf Google News zu präsentieren. Die Verlage haben sich nicht zweimal bitten lassen. Ihr Jubel über das neue Angebot zeugt auch von Rat- und Fantasielosigkeit.<br />
<span id="more-15570"></span><br />
Die Neuerung nimmt sich ganz und gar unspektakulär aus. Auf der Site <a href="https://news.google.ch/" target="_blank">news.google.ch</a> gibt es seit letzter Woche eine neue Rubrik. Am rechten Rand unter dem Titel «Redaktionsempfehlungen» können Schweizer Medien nach eigenem Gutdünken Links zu ihren Artikeln präsentieren. Damit gewährt ihnen Google eine gewisse Autonomie bei der Mitgestaltung des Nachrichtenaggregators Google News. In der Hauptspalte entscheiden dagegen weiterhin Algorithmen über die Platzierung auf der Seite.</p>
<p>Eine grosse Suchhilfe bietet die neue Rubrik dem Leser allerdings nicht. Die <a href="https://support.google.com/news/answer/1004865?hl=de" target="_blank">Redaktionsempfehlungen</a> werden nur mit einer – oft nichtssagenden – Titelzeile angekündigt. In der algorithmisch generierten Rubrik dagegen erscheinen die Artikel mit dem Lead, was dem Lesern den Klickentscheid doch erheblich erleichtert. Trotzdem ist man des Lobes voll: Ein «sinnvolles Instrument für Verlage», «prominente und attraktive» Präsentation, klingt es begeistert aus dem Redaktionsstuben. Der Jubel ist nicht ohne Ironie: Den Verlagen war bisher Google News ein Dorn im Auge genau wegen den Textanrissen. Das sei ein urheberrechtlich unlauteres Vorgehen. Nun geben sie sich mit einer wesentlich unattraktiveren Präsentationsform zufrieden.</p>
<p>Die Verlage mögen sich sagen: Nützt es nicht, so schadet es auch nicht. Der Aufwand für die Redaktionsempfehlungen hält sich schliesslich in Grenzen. Sie können sogar automatisiert erfolgen mit einem verlagsseitig konfigurierten RSS-Feed. So weit so pragmatisch: Google News ist ein Nischenangebot. Der Traffic, der von hier auf News-Seiten gelenkt wird, hält sich bescheiden im einstelligen Prozentbereich. Diesen geringen Verlust verzeichneten <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/google-brasilien-zeitungen" target="_blank">154 Zeitungen aus Brasilien</a>, nachdem sie ihre Online-Inhalte von Google News fernhielten. Die Titel haben den Verlust schnell kompensiert und Googles Ärger über die fehlenden Artikel dürfte sich in Grenzen halten.</p>
<p>Das Beispiel Brasiliens zeigt, dass es für Zeitungsverlage auch Wege ausserhalb vom Google-Imperium gibt, um ein interessiertes Publikum zu erreichen. Aber Google macht es einem auch leicht, seine Dienste zu nutzen. Verlagshäuser lassen ihre E-Mails und Kalender von Google verwalten, Journalisten schwärmen von der Google-Brille, Streetview-Bilder nutzen Redaktionen als Gratis-Content – und nun kann die Branche auch den Redaktionsempfehlungen nicht widerstehen.</p>
<p>Diese jüngste – ungleiche – Partnerschaft mit der Internet-Supermacht will man aber nicht als Präjudiz für künftige Verhandlungen mit Google verstanden wissen. Das sei «kein Abrücken von irgendwelchen Positionen und Forderungen», kommentiert Luzi Bernet, Nachrichtenchef der NZZ. Bei Ringier und Tamedia klingt es gleich. Der Schritt ist breit abgestützt und erfolgte auch «im Sinne des Verbandes», wie Urs F. Meyer, Geschäftsführer vom Verband Schweizer Medien, sagt.</p>
<p>Solche Unbekümmertheit im Umgang mit Google überrascht doch einigermassen. Gilt doch der Suchkonzern vielen Verlagsoberen als Verkörperung des schädlichen Schmarotzertums und der ungeliebten Gratiskultur im Internet. Nun kriegen die Medien ein bisschen Auslauf im ansonsten streng reglementierten Google-Imperium und schon jubeln sie. Die Argumentation gegen Googles missliebiges Geschäftsgebaren macht das sicher nicht glaubwürdiger. Wenn die Konstellation schon an David und Goliath gemahnt, dann vermisst man bei den Verlagen die Cleverness des kleinen Hirtenjungen.</p>
<p>Wer die Dominanz des Quasimonopolisten schädlich findet, sollte sich ihm nicht bei der billigsten Gelegenheit an die Brust werfen, sondern nach Alternativen suchen. Die gibt es durchaus. (Wenn auch bei anderen Giganten, aber immerhin nicht nur beim ewig gleichen Google.) Schweizer Medien auf tumblr? Fehlanzeige. Schweizer Medien auf Instagram? Fehlanzeige. Beides Plattformen mit einem aktiv kommunizierenden Millionenpublikum. So gesehen zeugt die Begeisterung für das neue Google-Angebot auch von Rat- und Fantasielosigkeit bei der Suche nach neuen Wegen, die eigenen Inhalte im Netz zu streuen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/20/mit-wenig-zufrieden/">Mit wenig zufrieden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Die richtigen Fragen stellen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/21/die-richtigen-fragen-stellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 11:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Le Temps]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Gemperli]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[WIkileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Luzi Bernet]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Betschon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Samstag hat die NZZ erstmals Informationen aus den «Swiss Papers» von Wikileaks veröffentlicht. Luzi Bernet, Nachrichtenchef und Koordinator der Wikileaks-Auswertung, erklärt, weshalb die NZZ mit diesen Dokumenten arbeitet und wie sie vorgegangen ist bei der Analyse der Diplomatendepeschen. Wie kam die NZZ in den Besitz der sogenannten «Swiss Papers» von Wikileaks? Die Westschweizer Zeitung <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/21/die-richtigen-fragen-stellen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag hat die NZZ <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_widerborstige_verbuendete_1.9598302.html" target="_blank">erstmals Informationen aus den «Swiss Papers»</a> von Wikileaks veröffentlicht. <a href="http://news.nzzexecutive.ch/_impressum_bernet_luzi_1.436.html?independent=true" target="_blank">Luzi Bernet</a>, Nachrichtenchef und Koordinator der Wikileaks-Auswertung, erklärt, weshalb die NZZ mit diesen Dokumenten arbeitet und wie sie vorgegangen ist bei der Analyse der Diplomatendepeschen.<br />
<span id="more-28731"></span><br />
<em>Wie kam die NZZ in den Besitz der sogenannten «Swiss Papers» von Wikileaks?</em></p>
<p>Die Westschweizer Zeitung Le Temps hatte einen Kontakt zu Wikileaks. Wie der zustande kam, wissen wir nur sehr oberflächlich. Auch die NZZ hat versucht, mit Wikileaks in Kontakt zu treten, scheiterte aber, da es nicht ganz einfach ist, an die richtigen Leute heranzukommen. Le Temps hat dann die Dokumente erhalten. Worauf sich Wikileaks erkundigte, ob es in der Deutschschweiz eine Zeitung gebe, die sich an der Auswertung beteiligen wolle. Freundlicherweise ist Le Temps auf uns zugekommen und hat uns die Dokumente übergeben.</p>
<p><em>Die NZZ hat sich mehrfach kritisch zu Wikileaks und seiner Veröffentlichungspraxis geäussert. Nun sitzt man selbst mit im Boot. Weshalb?</em></p>
<p>Das stimmt, wir haben eine kritische Haltung. Wikileaks interessiert uns eigentlich gar nicht gross. Wir betrachten diese Daten wie alle anderen Daten, mit denen wir als Journalisten arbeiten. Deshalb fanden wir, es könnte sich lohnen, die Dokumente einmal anzuschauen. Wir wollten zumindest einen Blick auf die Dokumente werfen, ohne uns einer Verpflichtung oder einem Druck auszusetzen, auch tatsächlich darüber berichten zu müssen.</p>
<p><em>Was ergab der erste Blick auf die «Swiss Papers»?</em></p>
<p>Erst einmal gar nichts, ausser einer unglaublichen Datenmenge. Umgerechnet hatten wir mehr als 33&#8217;000 A4-Seiten Text erhalten. Die Dateien waren überhaupt nicht strukturiert.</p>
<p><em>Welches waren die nächsten Schritte?</em></p>
<p>Zunächst ging es darum, diese Dateien in ein Format umzuwandeln, das ein Arbeiten mit einer solchen Datenmenge ermöglicht. Für diesen Schritt war Stefan Betschon, unser IT-Spezialist auf der Redaktion, besorgt.</p>
<p><em>Und was haben Sie daraufhin gesehen?</em></p>
<p>Dass die Dokumente durchaus von Interesse sind für eine Veröffentlichung, wenn auch nicht unter einem Newsaspekt. Die Diplomatendepeschen lieferten viel mehr ein atmosphärisches Bild von den Beziehungen der Schweiz zu den USA. Diese Einschätzung brachte uns auch dazu, keine Einzelaspekte herauszugreifen, wie dies Le Temps tut, sondern ein Gesamtbild zu zeichnen. Das Ergebnis ist die Doppelseite, die wir am Samstag veröffentlicht haben.</p>
<p><em>Das heisst, Sie sind nicht wirklich zu neuen Erkenntnissen gelangt?</em></p>
<p>Nein, die gibt es nicht. Vor allem nach der ersten Phase ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Wir haben kaum etwas Neues gefunden. Vereinzelt hatte «Der Spiegel» bereits über Schweizer Aspekte aus den Diplomatendepeschen berichtet. Es ist schon möglich, dass es irgendwelche Trüffel gibt, die wir bis jetzt noch nicht gefunden haben.</p>
<p><em>Wie geht es nun weiter?</em></p>
<p>Wir haben noch längst nicht alle Dokumente durchforstet. Es gibt aber keinen bestimmten Publikationsrhythmus. Wenn wir etwas finden, dann entscheiden wir, ob wir das veröffentlichen wollen oder nicht. Das Ganze ist auch ein sehr zeitaufwändiger Arbeitsprozess.</p>
<p><em>Wie haben Sie sich organisiert, um die Wikileaks-Dokumente auszuwerten?</em></p>
<p>Insgesamt waren acht Leute daran beteiligt. Das Kernteam bestand aus vier Redaktoren. Diese haben eine Woche lang nichts anderes gemacht, als an der Auswertung der Dokumente zu arbeiten. Wichtig war, dass die richtigen Leute in diesem Team waren. Dazu braucht es erfahrene Journalisten, die einschätzen und bewerten können, was sie in diesen Diplomatendepeschen vorfinden. Simon Gemperli zum Beispiel, der in der Inlandredaktion das Dossier EDA betreut, konnte einschätzen, was aus den Dokumenten zu holen sein könnte und hat entsprechend auch die richtigen Suchanfragen formuliert. Kern der Sache war aber Journalismus der guten alten Art, solides Handwerk.</p>
<p><em>Wie hat dieses Team zusammengearbeitet?</em></p>
<p>Gemeinsam haben wir einen Fragenkatalog erstellt und jene Begriffe definiert, nach denen wir suchen wollten. Danach ist jeder in sein Büro verschwunden. Zwei-, dreimal pro Tag haben wir uns getroffen und uns über den Zwischenstand unserer Recherchen ausgetauscht.</p>
<p><em>Wie lautet Ihre Bilanz zu dieser neuen Arbeitserfahrung?</em></p>
<p>Insgesamt waren die letzten Tage sehr lehrreich. Da sich die NZZ nicht gerade durch eine übertriebene Recherchekompetenz auszeichnet, war es interessant, für einmal investigativ zu arbeiten und als Team einen grossen Berg Arbeit auf einmal abzutragen. Weil das so gut funktioniert hat, kann ich mir vorstellen, auch in Zukunft bei Projekten von vergleichbarem Ausmass auf dieselbe Weise vorzugehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/21/die-richtigen-fragen-stellen/">«Die richtigen Fragen stellen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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